Khao Lak – Balsam für Körper, Geist und Seele

Wenige weiße Wolken tupfen das Blau des Himmels. Irgendwo dort oben kreisen ein paar Möwen. Das Meer ist zahm und warm, und wer zwischen zwei Kokospalmen seine Matte gespannt hat, der lässt sich von der Brandung, vom Klang der Trommeln aus dem nahen Dorf und von der Stimmung des frühen Abends betören.

Khao Lak

Wer kann sich einer solch’ paradiesischen Atmosphäre entziehen? Khao Lak heißt dieses exotische Refugium, und wer es auf der Landkarte sucht, der findet es an der südwestlichen Küste Thailands. Es sind die Wellen der Andamanensee, die hier an einen 35 Kilometer langen Sandstreifen plätschern. Aber Khao Lak ist vor allem eines: Beschaulich. Wer etwas erleben möchte, der sollte sich in diesem asiatischen Land ein anderes Ziel suchen, denn diese Region erfüllt alles, was sich ein Urlauber von einem ruhigen Urlaub abseits der großen Touristenströme wünscht.

Palmen und Meer

Hier das Meer, dann ein schmaler Streifen der sich im Winde wiegender Palmen, behagliche und komfortable Resorts am Strand, hier und da ein verschlafenes Dorf und schließlich der Regenwald. Das sind die Konturen dieser einzigartigen Landschaft in Thailand. Die Unterkünfte für die Urlauber passen sich ihrer grünen Umgebung an – kaum ein Haus ist höher als die höchste Palme am Strand. Die Gäste der Hotels genehmigen sich ihren kühlen Drink in einem der vielen tropischen Gärten und erfreuen sich am Nass des Swimmingpools.

Khao Lak ist ein schönes Stück der Provinz Phang Nga, und wer die Filme mit James Bond gesehen hat, der kann sich an den berühmten Felsen im Meer erinnern, der in einem dieser Streifen eine Rolle bei einer Verfolgung per Hubschrauber spielte.

Anreise

In einer Stunde haben die Urlauber in ihren Shuttlebussen vom Airport Phuket aus ihr Domizil erreicht. Wer von Bangkok kommt und auf den Flug verzichten möchte, muss mit einer Fahrzeit von rund zehn Stunden rechnen.

Reisezeit und Klima

Die Region um Khao Lak kennt drei Jahreszeiten: Trocken, Regen und Monsun. Die trockene Periode ist analog zum europäischen Winter und beginnt Mitte November. Dann klettert das Thermometer selten über 30 Grad und es weht fast immer ein milder Wind aus dem Norden. In der Regenzeit kann es schon mal bis zu 38 Grad heiß werden. In den Monaten zwischen Juni und September öffnet der Himmel häufiger all’ seine Schleusen.

Im Grunde kennen die Gestade an der Andamanensee keine Saison – sie sind zu allen Zeiten ein interessantes Ziel. Auch deshalb, weil die Temperaturen des Meers sich stets in Badewannen-Regionen bewegen.

Natur, Kultur & Essen

Mit seiner atemberaubenden Natur ist Khao Lak nahezu einzigartig in Thailand. Dreimal pro Woche findet im Dorf ein bunter und lebhafter Markt statt. Und wer die sogenannte “Food Street” in Bang Niang aufsucht, der kann wählen zwischen zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten. Die thailändische Küche feiert hier und in den diversen Restaurants Triumphe.

Zehn Kilometer von Khao Lak entfernt kommen nicht nur Hobby-Fotografen auf ihre Kosten. Der Chong Fah Wasserfall ist mit seinen fünf Kaskaden in einem üppig grünen Wald ein beliebtes Ausflugsziel. Wer sich eine siebzig Kilometer lange Anreise zumutet, der wird im Khao Lak Nationalpark mit unvergesslichen Eindrücken reich belohnt.

Karstige Felsen, geheimnisvolle Tropfsteinhöhlen, Bäche und Seen gibt es in diesem tollen Dschungel im Übermaß. So manchen zieht es hier her, wenn es ihm am Strände zu heiß wird oder wenn ihm nach einer Abwechslung zumute ist. Da sich dieser Regenwald in Höhen bis zu sechshundert Metern erstreckt, sind die klimatischen Bedingungen im Nationalpark recht angenehm. Seltenen und bedrohten Tieren kann man hier bei Ausflügen oder Ausfahrten begegnen: Malaienbären, Elefanten, Hirschen, Tigern und mit etwas Glück auch den scheuen Leoparden. In den Bäumen flattern Eisvögel und der gelbe Nashornvogel. Das ist auch das angestammte Refugium für die Gibbons.

Strände

Doch die Strände sind nun mal die Highlights von Khao Lak. Der beliebteste – aber auch belebteste – ist die Pak Weeb Beach. Nirgends sonst ist der Sand so weiß und fein, und die Palmen erfüllen alle Attribute eines Aufenthalts in einem exotischen Paradies. Der Strand geht über in die White Sand Beach, wo sich Schnorchler und Taucher besonders wohl fühlen. Felsen bilden die natürlichen Barrieren der Nag Thong Beach, wo sich viele Urlauber zur unvergleichlichen Stimmung des “Sundowners” einfinden. Sonnenanbeter und Strandgänger kommen gleichermaßen am acht Kilometer langen Khuk Kak auf ihre Kosten. Erstklassige Hotelanlagen säumen die Gestade der Bang Niang Beach, wo sich auch etliche gute Restaurants etabliert haben und wo Urlauber in den Touristenbüros Ausflüge buchen können.

An der Phan Nga Bay mit ihren bizarren Felsen haben genau 42 kleine Insel eine ungewöhnliche Lagune gebildet. Die sogenannten “Seezigeuner”, Halbnomaden auf Booten und in Häusern auf Stelzen, sind hier zu Hause. Die tiefen Höhlensysteme sind mit einem Kanu anzusteuern, und auch die seltenen Seeschwalben sind bei ihrem Nestbau an den grünen Hängen der Buchten zu beobachten. Die einsamen Similan Inseln vor dem Küstenstreifen bilden den Mu Ko Similan Nationalpark und sind schon seit geraumer Zeit mehr als nu ein Geheimtipp.

Eine einzigartige Fauna und Flora, Strände wie aus dem Bilderbuch, interessante Ausflüge ins Hinterland oder in die Reviere der Taucher. Khao Lak ist Balsam für Körper, Geist und Seele.

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