Geld ins Ausland überweisen – Kosten & Gebühren

Unser Ratgeber zum Thema Geld ins Ausland überweisen. Hier erfahren Sie, wie man Geld am günstigsten nach Asien (und auf alle anderen Kontinente) senden kann.

Auslandsüberweisungen galten bislang als teuer. Mit der SEPA-Überweisung hat sich dies innerhalb von Europa geändert und auch andere Anbieter machen Finanztransaktionen außerhalb Europas wesentlich preisgünstiger. Inzwischen lassen sich bei Gebühren für den Geldtransfer ins Ausland erheblich sparen.

Als Faustregel gilt: Bei Überweisungen in Euro innerhalb der SEPA-Teilnehmerländer ist die SEPA-Überweisung der günstigste und unkomplizierteste Weg. Wer ins Ausland oder in einer Fremdwährung überweisen möchte, sollte die Gebühren seiner Bank überprüfen, gegebenenfalls direkt in Fremdwährung überweisen und sich erkundigen, ob er mit günstigeren Alternativen nicht viel Geld sparen kann.

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Meldepflicht

Bei Auslandsüberweisungen, die den Wert von 12.500 Euro übersteigen, ist es allerdings immer notwendig, dass der Überweisende sie an die Bundesbank meldet. Dies gilt unabhängig davon, in welcher Währung die Überweisung ins Ausland erfolgt, welcher Dienstleister sie tätigt oder welches Zielland gewählt wird. Die Bundesbank verwendet die Daten allerdings lediglich zur Erstellung der Zahlungsbilanz.

SEPA-Überweisung

Europa SEPA ÜberweisungSEPA steht für Single Euro Payments Area (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum).

Die standardisierte SEPA-Überweisung ermöglicht es, Geldtransfer in Euro in andere europäische Länder ohne zusätzliche Gebühren durchzuführen. Die Überweisungen sind also kostenlos oder es wird der Betrag fällig, den die Bank auch bei Inlandsüberweisungen in Rechnung stellt.

Um die Überweisungen durchzuführen, benötigt der Bankkunde die internationale Kontonummer des Empfängers (IBAN) und die Banknummer (BIC). Die SEPA-Überweisung kann für alle Staaten der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes sowie in der Schweiz, San Marino und Monaco genutzt werden.

Keine Teilnehmerländer des SEPA-Verfahrens sind allerdings Kosovo, Montenegro, Andorra, Vatikanstadt, Gibraltar, Grönland, die Färöer-Inseln, Jersey, Guernsey, die Isle of Man sowie Saint-Pierre und Miquelon.

Beschränkungen existieren lediglich hinsichtlich der maximal überweisbaren Beträge (Limit), die man senden kann. Dieses Limit unterscheidet sich allerdings von Bank zu Bank und ist in der Regel nicht länderabhängig.

SEPA Dauer

Die SEPA-Überweisung wurde speziell ins Leben gerufen, um Überweisungen innerhalb Europas zu vereinfachen und zu beschleunigen. Demzufolge ist auch die Bearbeitungsdauer gesetzlich beschränkt. Wird der Überweisungsauftrag online oder per Automat durchgeführt, muss das Geld innerhalb der Tagesfrist überwiesen werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sich der Empfänger im Inland oder im Ausland befindet. Maßgeblich sind jedoch Bankgeschäftstage. Samstags, Sonn- und Feiertags gilt diese Regelung also nicht. An diesen Tagen müssen Banken das Geld erst am nächsten Tag gutschreiben. Bei schriftlich auf einem Überweisungsträger erteilten SEPA-Überweisungen gilt diese Frist jedoch nicht. Hier hat die Bank zwei Geschäftstage Zeit, das Geld auf dem Konto des Zahlungsempfängers gutzuschreiben.

Wechselkurs

Bei SEPA-Überweisungen in Nicht-Euro-Währung sollten Bankkunden sich darüber im Klaren sein, dass die Empfängerbank den Wechselkurs festlegen kann. Auf diese Weise ist ein Wechselkursverlust wahrscheinlich und die SEPA-Überweisung kann sich erheblich verteuern.

Auslandsüberweisung, Geld ins nicht-EU Ausland transferieren

Auslandsüberweisung AsienKlassische Auslandsüberweisungen sind nach wie vor wesentlich teurer als die SEPA-Überweisung und muss für alle Überweisungen genutzt werden, die in außereuropäische Länder durchgeführt werden und/oder nicht in Euro durchgeführt werden. Bankkunden sollten deswegen darauf achten, dass sie diese Methode nicht wählen, wenn die SEPA-Überweisung ebenfalls zur Verfügung steht. Sonst werden die herkömmlichen Gebühren für die Auslandsüberweisung berechnet.

Ohnehin ist es ratsam, bereits im Vorfeld abzuklären, welche Kosten für die Auslandsüberweisung durch die Bank berechnet werden. Die Geldinstitute unterscheiden sich in ihren Gebührenmodellen teils erheblich.

Gebühren, Kosten: OUR, SHARE, BEN

Zudem kann der Auftraggeber festlegen, wer die Überweisungsgebühren übernehmen soll.

  • OUR“ bedeutet, dass der Überweisende die gesamten Gebühren übernimmt. Da dies auch für die Kosten gilt, die die Bank des Empfängers für den Eingang des Geldes verlangt, kann der Betrag weit höher sein als die Gebühren der eigenen Bank.
  • SHARE“ bedeutet hingegen, dass der Überweisende die Gebühren seiner Bank und der Empfänger die Kosten seines Geldinstitutes übernehmen. Auch zwischengeschaltete Zahlungsdienste werden vom Empfänger getragen.
  • Wählt der Überweisende „BEN“ als Überweisungsform, muss der Zahlungsempfänger (Beneficiary) sämtliche Kosten tragen.

Dauer

Die Dauer der Auslandsüberweisung hängt vom Empfängerland ab, da das Überweisungsverfahren außerhalb der EU nicht standardisiert ist. Je nach gesetzlichen Regelungen, Bankinstitut und Bank des Empfängers variiert die Bearbeitungsdauer für das Senden des Geldes teils erheblich. Deswegen sollten Bankkunden genügend Zeit einplanen.

Eine Auslandsüberweisung innerhalb der EU dauert bis zu vier Tagen, Überweisungen in die USA, Kanada oder Australien zwischen zwei und fünf Tagen. In exotischen Ländern in Südamerika, Afrika oder Asien kann der Geldtransfer bis zu zwanzig Tage dauern. Von dieser Höchstgrenze sind jedoch vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. Doch auch unabhängig vom Empfängerland gilt, dass Überweisungen die nicht schriftlich, sondern online oder am Automaten beauftragt werden, die Bearbeitungsdauer erheblich verkürzen können.

Sparen durch Überweisung in Fremdwährung?

Deutsche Geldinstitute bieten in der Regel einen wesentlich vorteilhafteren Wechselkurs. Deswegen kann es Geld sparen, die Überweisung direkt in der Fremdwährung durchzuführen. Allerdings bieten nicht alle Banken alle Fremdwährungen an, sodass der Kunde unter Umständen gezwungen ist, doch die Wechselkurse der ausländischen Bank zu zahlen.

Falls das heimische Institut vor der Überweisung Euro in Fremdwährung wechseln kann, sollten Kunden dies jedoch auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Neben der Kostenersparnis ist es auch die Kalkulierbarkeit der Wechselkurse, die eine Überweisung in Fremdwährung attraktiver macht. Gerade bei langen Bearbeitungszeiten ist der Wechselkurs nicht vorhersehbar, hinzu kommt die Tatsache, dass die empfangene Bank den Wechselkurs selbst frei festlegen darf.

Günstige Alternativen für den Geldtransfer ins Ausland

Fast jeder kennt die Wechselstuben, die sich in der Nähe von Hauptbahnhöfen oder in Stadtgebieten mit hoher Migrationsrate befinden. Derartige Angebote haben nicht den besten Ruf, in vielen Fällen bieten sie jedoch deutlich günstigere Angebote für Auslandsüberweisungen. Zudem haben sich im Internet verschiedene Anbieter etabliert. Für kleinere Beträge können E-Wallet-Anbieter eine gute Lösung sein.

TransferWise

Transferwise, GÜnstiger Geldtransfer ins AuslandBei größeren Beträgen sind diese durch die Überweisungsgebühr und den prozentualen Aufschlag beim Währungstausch jedoch in der Regel nicht mehr empfehlenswert.

Hier ist es ratsam auf Anbieter wie TransferWise zurückzugreifen, die sich durch eine günstige Gebührenstruktur und eine unbegrenzte Anzahl an Fremdwährungen auszeichnen. Hohe Bankgebühren und ungünstige Wechselkurse entfallen hier, weil das Unternehmen auf Währungstausch innerhalb der weltweiten Nutzercommunity setzt und so den aktuellen Devisenmittelkurs bieten kann.

Vor allem außerhalb des Euro-Raums (Asien, Afrika, Amerika, Australien) werden Überweisungen auf diese Art weit günstiger. Das FinTech-Unternehmen bietet zudem im Gegensatz zu herkömmlichen Geldinstituten außergewöhnlich viel Transparenz. Kunden können die Kosten der Transaktion auf diese Weise wesentlich leichter einschätzen. Die Dauer einer Überweisung mit TransferWise beträgt zwischen zwei und drei Tagen und ist damit gerade bei Geldsendungen in Exotenländern wesentlich kürzer als bei Geldinstituten.

Monatlich wächst das Unternehmen derzeit zwischen 15 und 20 Prozent – ein deutliches Indiz dafür, wie attraktiv Auslandsüberweisungen mit TransferWise im Vergleich zu anderen Anbietern ist.

Die ist die derzeit günstigste Möglichkeit, Geld in asiatische Länder wie China, Thailand, Japan, Indien, Vietnam, die Philippinen usw. zu transferieren.

Weitere Informationen: www.transferwise.de

Azimo

AzimoEin weiterer neuer Anbieter für internationale Geldtransfers ist Azimo. Auch hier sind die Gebühren sehr niedrig (90% unter Bank-Niveau) und liegen oft noch unter denen von Transferwise.

Weitere Informationen unter www.azimo.com

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