Vietnam Reiseführer, Reisetipps, Tourismus

HauptstadtHanoi
SprachenVietnamesisch (Amtssprache),
Französisch immer noch oft erste Fremdsprache in der Schule
StaatsformVolksrepublik
Fäche331.698 km²
Einwohner91,5 Millionen (~280 Einwohner pro km²)
WährungDong (VND)
Telefon-Vorwahl +84
ZeitzoneUTC+7
NationalflaggeVietnam Flagge

Vietnam Flagge

Der Vietnamkrieg ist wohl noch immer das erste Ereignis, das vielen Reisenden durch den Kopf geht, denkt man an das geschäftige Land am Mekong. Hinter den Schatten des Krieges, welche jahrelang über der sozialistischen Republik hingen, öffnete sich in den 1990er Jahren allerdings ein Land voller Tradition, wunderschönen Naturschauspielen und einer reichen und interessanten Geschichte.

Seit der Öffnung des Landes hat sich der Tourismus um ein vielfaches intensiviert und gilt als eine der wichtigsten Einnahmequellen Vietnams. Für Urlauber verbirgt sich sich hinter der kalten Fassade der kriegsgeschädigten, sozialistischen Republik ein wahres Mekka der Vielfalt. Von unberührter Natur über Jahrhunderte alte Tempelanlagen oder klassische Kolonialbauten bis hin zum ausschweifenden Nachtleben in Hanoi oder Ho Chi Minh City, bietet Vietnam Abwechslung und Unterhaltung für jeden Geschmack. Dank einer ständig wachsenden Infrastruktur können Touristen das Land zudem umfangreich bereisen ohne allzu große Strapazen auf sich nehmen zu müssen.

Vietnam

Vietnam

Mit einer Fläche von 332 800 qkm und einer Bevölkerung von knapp 90 Millionen zählt Vietnam neben Thailand zu den am stärksten besiedelten Ländern im südostasiatischen Raum. Die Hauptstadt Hanoi konnte in den vergangenen Jahrzehnten ein rasantes Wachstum verzeichnen und bietet mittlerweile knapp sieben Millionen Menschen eine Heimat.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen und Sehenswürdigkeiten in Vietnam:

Hanoi

Hanoi Vietnam

Hanoi, Vietnam: Typisches Straßenbild

Die Hauptstadt Vietnams ist eines der Highlights des Landes. Ob historische Tempel, alte Kolonialbauten, die traditionellen Märkte oder das bunte Nachtleben, Hanoi hat für jeden etwas zu bieten. Um die Stadt und ihre Vielfalt ausgiebig kennenzulernen, sollten für den Aufenthalt mehrere Tage veranschlagt werden.

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Haiphong/ Halong Bay

Die Stadt im Norden Vietnams spielt touristisch gesehen eine eher untergeordnete Rolle, bietet jedoch einen guten Ausgangspunkt für Bootsfahrten durch die beeindruckende Felslandschaft der Halong-Bucht, welche seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Hoi An

Hoi An ist eine kleine Hafenstadt in Zentralvietnam. Durch die verträumte historische Kulisse und einen idyllischen Badestrand ist es der Stadt in den letzten Jahren gelungen, sich einen besonderen Platz im Herz vieler Urlauber zu sichern.

Hue

Hue Vietnam

Hue, Vietnam: Verbotene Stadt

Die ehemalige Hauptstadt in Zentralvietnam bietet mit ihren historischen Bauten und einer reichen Geschichte, einen zentralen Anlaufpunkt für Kulturbegeisterte. Die Zitadelle, welche der Verbotenen Stadt in Peking nachempfunden wurde, zählt seit 1993 ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe.

Da Nang

Die größte Hafenstadt Vietnams überzeugt mit wunderschönen Stränden und einer reichen Geschichte. Neben den zahlreich angebotenen Aktivitäten lassen sich von Da Nang aus die beeindruckenden Marmorberge erreichen.

Nha Trang

Nha Trang gilt neben Hanoi und Ho Chi Minh Stadt als eine der Touristenhochburgen Vietnams. Abgesehen von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Unterhaltungsmöglichkeiten ist die Stadt sehr gut in die nationale Infrastruktur eingebunden und sollte für jeden Vietnamneling ein Pflichtbesuch sein.

Ho Chi Minh City/ Saigon

Ho Chi Minh City

Ho Chi Minh City

Ho Chi Minh Stadt, die von vielen noch immer Saigon genannt wird, ist mit rund sieben Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes und das wirtschaftliche Zentrum. Historische Tempel bilden einen Kontrast zu den Kolonialbauten, die maßgeblich das Gesicht der Stadt prägen. Es warten zahlreiche Attraktionen und ein turbulentes Nachtleben auf den Besucher, in einer Stadt die sich trotz ihrer Größe ein angenehmes und charmantes Flair bewahrt hat.

-> Mehr zu Ho Chi Minh City

Quy Nhon

Eine Hafenstadt in Zentralvietnam, die neben wunderschönen Stränden diverse Attraktionen zu bieten hat und sich in den letzten Jahren bei Urlaubern und Touristen einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Dalat

Ein von den Franzosen während der Kolonialzeit vereinnahmter Ort, der in einer Höhenlage von etwa 1500 Meter, vor allem durch seine Idylle besticht. Von hier aus lassen sich Touren auf den ehemaligen Ho Chi Minh Pfad organisieren.

Mekong Delta

Hier entfaltet sich Vietnam noch in seiner ursprünglichen Natürlichkeit. Allgemeinhin gilt das Mekong Delta als die Reiskammer des Landes. Touristen bietet sich die Möglichkeit auf einem der zahlreichen, ausufernden Flussarme des Deltas eine Tagestour zu buchen und die populären schwimmenden Märkte kennenzulernen.

Sapa

Ein im Norden gelegene Bergort, der vor allem als Ausgangspunkt für Trekkingtouren und Reisende, die an der traditionellen und ursprünglichen Seite Vietnams interessiert sind von Interesse ist.

Geschichte

Als Ho Chi Min im Jahr 1945, nach einer langen Phase der französischen Kolonialherrschaft, die Demokratische Republik Vietnam ausrief, ahnten nur wenige, dass bereits ein Jahr später ein beinahe 30 Jahre anhaltender Konflikt beginnen sollte.

Vietnamkrieg

Die Versuche Frankreichs, Vietnam erneut in eine Ära der Kolonialherrschaft zu führen, entfachten 1946 die erste Phase des Vietnamkrieges, den Indochinakrieg. Knapp 10 Jahre später, im Mai 1954, gelang es den Vietnamesen mit einem Sieg in der Schlacht von Dien Bien Phu die französische Kolonialherrschaft in Indochina zu beenden.

Es folgte die Nord-Süd Teilung Vietnams und eine Phase von Korruption, Chaos und Protesten, in der die USA zunehmend den Süden des Landes unterstützten, um den kommunistischen Einfluss des Nordens zu unterbinden. Schließlich griffen die USA auch militärisch in die Unruhen ein und führten ab 1965 massive Luftangriffe gegen Nordvietnam durch.

Trortz militärischer Überlegenheit konnten die USA den nordvietnamesischen Viet Cong nicht zu einer Aufgabe zwingen. Der über Jahre anhaltende Guerillakrieg rieb die amerikanischen Truppen regelrecht auf und aufgrund des öffentlichen Drucks beschloss die US Regierung gegen Ende der 1960er Jahre den schrittweisen Abzug ihrer Truppen. Der Krieg endete 1975 mit der endgültigen Kapitulation Südvietnams. 1976 wurde das Land als Sozialistische Republik Vietnam wiedervereint.

In den folgende Jahren kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Kambodscha, in die auch China verwickelt war. Der Konflikt endete ohne einen klaren Sieger, so dass Vietnam schließlich im Jahr 1989 seine Truppen aus Kambodscha abzog. Zur gleichen Zeit sorgten Reformen für eine Öffnung des Landes und damit für einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufstieg. Einen Teil dieses Erfolges geht zurück auf den Boom der Tourismusbranche, von dem Urlauber heute mehr profitieren denn jemals zuvor.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Vietnam ein Visum. Ein solches Touristenvisum wird in der Regel für vier Wochen ausgestellt und berechtigt zur einmaligen Einreise sowie zum Besuch des ganzen Landes. Unter der Vorlage weiterer Dokumente ist es möglich ein Visum zu beantragen, welches zum einen auch die zwei- oder mehrfache Einreise erlaubt und zudem eine verlängerte Aufenthaltsdauer genehmigt. Ein solcher Antrag bringt allerdings Mehrkosten mit sich. Genauere Informationen sollten jedoch vorab beim Generalkonsulat in Frankfurt am Main oder bei der vietnamesischen Botschaft in Berlin eingeholt werden.

Eine Verlängerung oder Änderung der Gültigkeitsdauer des Visums ist grundsätzlich möglich und wird von den meisten Reisebüros in Thailand als besonderer Service angeboten. Da bei einer solchen Vorgehensweise jedoch häufig horrende Kosten anfallen, sollte sich der Urlauber schon vor Reiseantritt über die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung Gedanken machen.

Für Geschäftsreisende und Investoren kann auch ein Jahresvisum ausgestellt sowie eine anschließende Aufenthaltsgenehmigung von 3 Jahren erteilt werden.

Die vielfach von Reisebüros angebotene “Visa on Arrival” besitzt nur Gültigkeit bei einer Einreise über einen der Internationalen Flughäfen in Hanoi, Ho Chi Minh Stadt oder Da Nang und ist damit für einen alternativen Reiseweg nicht geeignet.

Visa zur Einreise nach Vietnam können beantragt werden bei der

Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam
Elsenstr. 3
12435 Berlin
Tel.: +49 30 53 63 01 08
Fax: +49 30 53 63 02000200

und dem

Vietnamesischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main
Kennedy-Allee 49
69596 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 795 336 50
Fax: +49 69 795 336 511

Der Preis für ein Visum zur einmaligen Einreise beläuft sich bei der vietnamesischen Botschaft derzeit auf etwa 95 Euro. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene seriöse Internetanbieter, die zum Teil zu weit günstigeren Preisen die Aufgabe übernehmen. Ein Nachteil kann hier jedoch sein, dass es bei der Einreise über einen der Flughäfen zu sehr langen Wartezeiten kommen kann.

Zusätzlich zum Visum benötigt jeder deutsche Urlauber einen (vorläufigen) Reisepass. Dieses Reisedokument muss nach Angaben des Auswärtigen Amts mindestens einen Monat über die Gültigkeit des Visums hinaus gültig sein. Allerdings kommt es vor, dass in einigen Regionen eine Gültigkeit des Reisedokuments von 6 Monaten über die Reise hinaus gefordert wird. Empfohlen wird daher grundsätzlich einen Reisepass mit ausreichender Gültigkeit bei sich zu tragen.

Wetter und Klima

Das Wetter in Vietnam wird beherrscht von zwei Klimazonen; dem subtropischen Norden und dem tropischen Süden. Als Trennwand zwischen den beiden Klimazonen gilt der Wolkenpass in Zentralvietnam.

Im Norden gibt es zwei Jahreszeiten. Der Winter dauert in etwa von November bis April, wohingegen der Sommer die Monate von Mai bis Oktober mit Höchsttemperaturen jenseits der 30°C beherrscht. Der Dezember und Januar sind die kältesten Monate, wobei die Temperaturen in den bergigen Regionen empfindlich absinken können.

Das Wetter in Vietnams Süden ist durch drei Saisonzeiten gekennzeichnet. Von November bis Januar bietet sich eine angenehme Reisezeit mit Durchschnittstemperaturen von etwa 28°C. Ab Februar wird es zunehmend wärmer bis die Temperaturen im Mai mit Höchstwerten um die 35°C ihren Höhepunkt erreichen. Es folgt die Regenzeit, welche bis in den Oktober hinein anhält. Diese Phase zeichnet sich vor allem durch eine stark erhöhte Luftfeuchtigkeit aus, während die Temperaturen jedoch kaum sinken.

Die Monsunperioden sind von Region zu Region unterschiedlich. Während es im Norden Vietnams meist von Juni bis Mitte September zu erheblichen Niederschlägen kommt, regnet es im Süden verstärkt von Mai bis Mitte November. In Zentralvietnam bestimmt die Regenzeit hingegen von Mai bis Mitte November das Klima.

Beste Reisezeit für Vietnam

Die Ideale Reisezeit für Vietnam ist also stark abhängig von der Region. Im Süden bieten sich die Monate von November bis Anfang Februar an. Hier gilt es allerdings eine kleine Besonderheit zu beachten. Das Tet-Fest ist das vietnamesische Pendant zu unserem Neujahrsfest. Jedes Jahr im Februar feiern die Vietnamesen den Beginn eines neuen Kalenderjahres. Geschäfte, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Märkte sind dann häufig geschlossen. Offiziell dauert das Fest zwar nur vier Tage, das Land befindet sich aber auch noch gut eine Woche vor und eine Woche nach dem Fest im Ausnahmezustand, so dass einige Geschäfte auch über die Feiertage hinaus geschlossen bleiben. Da viele Vietnamesen zu dieser Zeit ihre Familien besuchen sind die öffentlichen Verkehrsmittel zudem meist gnadenlos überfüllt. Von einer Vietnamreise zu dieser besonderen Zeit sei jedem Interessierten abgeraten.

Währung und Geld

Vietnam Geld: 50 Dong Geldschein

Vietnam Geld: 50 Dong Geldschein

Die nationale Währung ist der vietnamesische Dong. Der Tausch von Euro in Dong im Heimatland ist nur sehr schwer zu vollziehen. Die meisten Banken bieten einen Wechsel erst gar nicht an. Auch die Mitnahme von Travellerchecks ist nur bedingt ratsam, da bei weitem nicht alle Banken die Reisechecks eintauschen.

Wenigstes zu Beginn der Reise sollte man einige Euro an einer der Wechselstuben in vietnamesische Dong eintauschen, um die ersten zwei bis drei Tage zahlungsfähig zu sein. Anschließend empfiehlt es sich mit der Kredit- oder Maestrokarte an einem der ATMs oder in einer Bank Bargeld abzuheben. Zumindest in den größeren Städten und Touristenzentren ist eine solche Vorgehensweise kein Problem.

Beim Abheben von Geldbeträgen sowie dem Umtausch von Travellerchecks, muss stets der Reisepass vorgelegt und ein Formular ausgefüllt werden, von welchem eine Kopie bis zum Abschluss der Reise aufbewahrt werden muss, um Probleme bei der Ausreise zu vermeiden. Grundsätzlich dürfen nur 15 Mio. VDN aus dem Land ausgeführt werden.

Abseits der großen Ballungszentren ist es nicht immer ganz einfach eine Bank, ATM oder auch eine Wechselstube zu finden. Bei Reisen in dünner besiedelte Regionen sollte daher ausreichend Bargeld mitgeführt werden. Zudem sollte jeder Urlauber darauf achten, das vorhandene Geld sicher zu verwahren. Von einer öffentlichen zur Schaustellung der eigenen Liquidität ist abzuraten und kann ein böses Erwachen mit sich bringen.

Häufig zahlen Touristen mehr als die Einheimischen. Da die Preise in vielen Läden und Restaurants nicht ausgezeichnet sind, wird der Preis je nach Auftritt des ausländischen Kunden meist willkürlich festgelegt.

Im Vergleich zum Euro fällt der vietnamesische Dong durch geradezu inflationäre Werte auf:

1 Euro = 27.680, 53 VND
5 Euro = 138.400 VND

Unterkunft

Ein Zimmer in Vietnam zu finden, stellt in der Regel kein Problem dar. Ein sauberes Einzelzimmer ist bereits ab 6,00 € zu haben. Für einen Doppelzimmer mit TV und Bad muss ein Tourist bereit sein um die 15,00 € zu zahlen. Wie überall sind die Preise nach oben hin offen. Wer das Land zur Zeit des vietnamesischen Neujahrsfest bereist, sollte allerdings bereits im Vorfeld ein Hotel über einen der zahlreichen Online Anbieter buchen.

Für Westeuropäer eher ungewöhnlich ist die Tatsache, dass einige Hotelzimmer nicht über ein Fenster verfügen. Diese Problematik sollte demnach vor der Buchung geklärt werden. In Vietnam ist es zudem üblich, dass die Mehrzahl der Hotels in den späten Abendstunden ein Rollgitter heruntergelassen. In einem solchen Fall muss der Nachtportier geweckt werden. Eine weitere Besonderheit ist die Abgabe des Passes an der Rezeption. Hotels und andere Unterkünfte sind gezwungen ihre Gäste anzumelden. Der Pass wird häufig bis zur Begleichung der Rechnung (dies geschieht für gewöhnlich am Ende des Aufenthalts) einbehalten.

Anreise

Es ist möglich mit einem Direktflug von Deutschland aus nach Vietnam zu reisen. Aber auch wer sich bereits in der Region aufhält kann relativ problemlos über eines der Nachbarländer einreisen. Hier muss jedoch die Visumspflicht beachtet werden.

Einreise per Flugzeug

Die Fluglinie Vietnam Airlines fliegt regelmäßig von Frankfurt am Main aus den internationalen Flughafen in Hanoi an. Die Flugdauer beträgt in etwa 10 bis 11 Stunden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gesellschaften die über einen oder mehrere Zwischenstopps einen der drei internationalen Flughäfen in Vietnam anfliegen.

Von Laos aus ist es möglich über den internationalen Flughafen in Vientiane mit den Fluggesellschaften Lao Airlines oder Vietnam Airlines, den Hauptstadtflughafen in Hanoi zu erreichen.

Von Kambodscha aus bietet die Fluggesellschaft Angkor Air von Phnom Penh aus regelmäßig Flüge nach Saigon (Ho Chi Minh Stadt) an.
Darüber hinaus werden Saigon und Hanoi von mehreren Fluggesellschaften aus China angeflogen.

Einreise mit Bus und Bahn

Zweimal wöchentlich, in der Regel am Donnerstag und Sonntag, verkehrt ein Personenzug auf der Strecke von Peking nach Hanoi.

Eine weitere Alternative um von China aus nach Vietnam zu reisen bietet sich am Grenzübergang Lao Cai Hekou. Auf der chinesischen Seite des Grenzübergangs besteht die Möglichkeit mit dem Bus nach Kumming weiterzureisen während man von der vietnamesischen Seite aus per Zug oder Bahn nach Lao Cai gelangen kann.

Viele Touristen überqueren die Grenze von Kambodscha nach Vietnam am Grenzübergang Moc Bai Bavet. Auf der Hauptverkehrsstraße zwischen Phnom Penh und Ho Chi Minh Stadt verkehren täglich Busse, die vom Grenzposten in beide Richtungen starten und die beiden Städte miteinander verbinden. Zudem ist es möglich von Kambodscha aus mit dem Schiff den Mekong entlang nach Vietnam zu reisen.

Um mit dem Bus von Laos nach Vietnam zu gelangen bietet es sich an, die Buslinie zwischen der laotischen Hauptstadt und Hanoi zu nutzen. Es sollte allerdings im Vorfeld bedacht werden, dass die Fahrt beinahe 24 Stunden dauern kann. Darüber hinaus besteht ebenfalls eine Busverbindung zwischen dem vietnamesischen Hue und dem laotischen Savannakhet.

Fortbewegung im Land

Vietnam Karte

Vietnam Karte

Vietnam verfügt über eine passabel ausgebaute Infrastruktur. Es verkehren zahlreiche Buslinien, mit denen weite Teile des Landes erkundet werden können. Aber auch die Bahn und der Schiffsverkehr verbinden zahlreiche Destinationen im Land. Zudem ist es in den vergangenen Jahren weitaus sicherer geworden sich im vietnamesischen Inland mit dem Flugzeug fortzubewegen. Neben verschiedenen staatlichen Airlines gibt es mittlerweile auch einen ersten privaten Anbieter.

Flugzeug

Um in Vietnam große Strecken zurückzulegen bietet es sich an mit dem Flugzeug zu reisen. Auf Grund der nicht immer optimalen Straßenverhältnisse bieten die Flugrouten eine bequeme und günstige Alternative. Von den drei großen internationalen Flughäfen im Land (Hanoi/ Ho Chi Minh Stadt und Danang) bieten die staatliche Fluggesellschaft Vietnam Airlines und der Billigflieger Jetstar Pacific Airlines sowie die private Fluggesellschaft Air Mekong zahlreiche Inlandsflüge zu einem der knapp zwei Dutzend Flughäfen im Land an. Die Preise sind verhältnismäßig billig. So kostet ein Flug von Hanoi nach Ho Chi Minh Stadt, immerhin eine Strecke von knapp 1700 km, nur etwa 35,00 €.

-> Übersicht Billigairlines Vietnam.

Bus

Busse sind das zentrale Fortbewegungsmittel in Vietnam. Beinahe jeder beliebigen Ort lässt sich mit einem der zahlreichen Buslinien erreichen.

Vietnam Open Tour Bus

Eine Besonderheit bietet die “Open Tour”. Hierbei handelt es sich um Busse, die auf vorgegebenen Routen das ganze Land bereisen. Die Kosten für die Tickets belaufen sich auf etwa 30 bis 50 US Dollar, abhängig von der Länge der Strecke. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter sodass sich ein vorheriger Preisvergleich rentiert. Allerdings kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Beschwerden von Touristen aufgrund der mangelnden Sicherheit und des geringen Komforts. So ist es in Vietnam nicht weiter ungewöhnlich, dass ein Fahrer 16 Stunden und mehr am Steuer sitzt.

Tatsächlich belegt das Land in veröffentlichten Statistiken einen der vorderen Plätze, wenn es um die Zahl der Verkehrstoten geht. Selbst das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor einer Gefährdung im Straßenverkehr, vor allem bei Reisen über Land.

Bahn

Der Bahnverkehr in Vietnam ist stark eingeschränkt. Im ganzen Land gibt es nur zwei größere Routen:

Von Hanoi nach Ho Chi Min City/ Saigon

Die Hauptbahnlinie führt von Hanoi nach Saigon. Um die Strecke von ca. 1700 km zu bewältigen benötigt der Zug knapp 30 Stunden. Viele Haltestellen liegen jedoch in der Nähe interessanter Sehenswürdigkeiten. Daher ist die Erkundung des Landesinneren in einem der verschiedenen Expresszüge ein geeignetes Mittel, um die Schönheit Vietnams kennenzulernen und zu genießen.

Die Züge bieten verschiedene Komfortklassen. Das Angebot erstreckt sich von älteren Zügen ohne Boardestaurant und ohne klimatisierten Schlafwagen bis hin zu den sogenannten “Soft Sleeper” Klassen, die neben einer Klimaanlage und Verpflegung über komfortable Vier-Bett-Abteile verfügen. Eine Fahrt mit dem Zug ist Reservierungspflichtig und sollte bereits einige Tage im Voraus gebucht werden. Dies kann sowohl direkt an den Bahnhöfen oder auch in einem der regionalen Reisebüros gegen einen kleinen Aufpreis geschehen. Die Preise sind im Vergleich mit Europa relativ gering. So zahlt man für eine einfache Fahrt in einem der komfortablen Schlafabteile etwa 29,00 Euro.

Von Hanoi nach Lao Cai

Die zweite große Bahnstrecke in Vietnam erstreckt sich von Hanoi aus Richtung Lao Cai an der chinesischen Grenze. Für die Strecke von knapp 300 km benötigen die Bahn etwa neun Stunden. Von Lao Cai aus ist es zudem möglich, in die in China gelegene Yunnan- Provinz weiterzureisen. Obwohl bei Touristen weniger beliebt, fahren auch auf dieser Strecke mittlerweile dem westlichen Standard angepasste Züge. Der Preis für diesen Komfort beläuft sich auf etwa 20,00 €. Auch hier ist eine Buchung an einem der Bahnhöfe oder in den vorhandenen Reisebüros möglich.
Abseits dieser beiden großen Bahnstrecken verkehren von Hanoi aus noch diverse ältere Züge in den Norden Vietnams.

Handy, Smartphone, Internet

Wer in Vietnam sein Handy oder Smartphone benutzen möchte, sollte damit keine Probleme haben. Mittlerweile verfügt das Land über eine moderate Netzabdeckung. Über die drei großen Mobilfunkanbieter Viettel, Vinaphone und Mobiphone lassen sich in zahlreichen Shops Sim-Karten beziehen. Viettel etwa bietet eine Flatrate für etwa 3,00 € im Monat an. Die Geschwindigkeit wird allerdings nach etwa 2 GB Datenverkehr gedrosselt.

Internetcafes in Vietnam

Unabhängig von einem mobilen Gerät findet man aber auch in den meisten Städten und Orten Vietnams kleinere und größere Internetcafes. Neben dem üblichen surfen ist es hier gelegentlich möglich Ferngespräche zu führen. Der Komfort und die Geschwindigkeit der Breitbandverbindungen lässt in diesen oft rückständigen Einrichtungen allerdings meist zu wünschen übrig. Wer jedoch lediglich E Mails lesen/ verschicken möchte, ist mit dem Besuch eines der zahlreichen Cafes gut beraten.

Essen

Vietnam Essen

Vietnam Essen: Viel frisches Obst und Gemüse

Neben der thailändischen Küche zählt die vietnamesische Cuisine wohl zu der populärsten in Südostasien. Unter anderem stark beeinflusst durch seinen großen Nachbarn China, findet man auch heute noch Erinnerungsstücke der französischen Kolonialherrschaft. Baguettes, Croissants und Kaffee wurden in abgewandelter Form mit in die vietnamesische Küche aufgenommen.

Wie in anderen asiatischen Ländern auch, zählt Reis zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln in Vietnam. Kombiniert wird dieser meistens mit Gemüse und ein wenig Fleisch. Aber auch Meeresfrüchte spielen eine wichtige Rolle. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene regionale Küchen entwickelt. Während im Norden des Landes raffiniert gewürzte Suppen, häufig auch Fischsuppen, das kulinarische Klima beherrschen, spürt man in Zentralvietnam deutlich den Einfluss der thailändischen Küche. Selbst Einflüsse der indischen Kochkultur finden sich heute im Süden Vietnams.

Vietnamesische Küche

Vietnamesische Küche

Im Vergleich zur thailändischen Küche sind vietnamesische Gerichte weit weniger gewürzt. Besonders beliebt im Land ist die würzige und für den Westeuropäer eher ungewohnt duftende Fisch-Sauce. Aber auch Gewürze wie Sternanis sowie Zimt und schwarzer Kardamom verfeinern viele der landestypischen Gerichte.

Garküchen

Zwar gibt es in Vietnam auch klassische Restaurants, das kulinarische Bild wird jedoch von den zahlreichen Straßenständen und Garküchen dominiert. Es bietet sich an, Lokale auszuwählen, die auch von Einheimischen häufig frequentiert werden.

Getränke

Getrunken wird übrigens hauptsächlich Tee. Vor allem die Vorliebe für Grünen Tee, den es beinahe überall zu kaufen gibt, ist ein Charakteristikum der vietnamesischen Esskultur.

Verhaltensregeln

Wie in anderen asiatischen Staaten auch, wird dem öffentlichen Auftritt in Vietnam ein enormer Stellenwert beigemessen. Ruhiges und höfliches Verhalten sollten dabei eine Selbstverständlichkeit sein. Lautes aufdringliches Verhalten hingegen sowie öffentlich geübte Kritik und Beschwerden, werden in Vietnam nicht gerne gesehen. Auch sollten Touristen auf ein gepflegtes Äußeres achten. Dies gilt vor allem beim Betreten von Tempelanlagen und sonstigen Kulturstädten.

Der Kopf gilt in Vietnam als das edelstes Körperteil des Menschen und sollte daher niemals von Fremden berührt werden. Die Füße hingegen sind der niedrigsten Körperteil eines jeden Menschen. Es wird daher als äußerst respektlos erachtet, sollten die Füße im Sitzen auf eine andere Personen oder gar eine Buddha- Statue oder einen Mönch zielen. Ebenfalls verpönt ist die öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung, der Austausch von Zärtlichkeiten sowie sonstige heftige Gefühlsausbrüche. Zudem sollte älteren Menschen und Mönchen stets mit großem Respekt begegnet werden.

Sprache und Verständigung

Die offizielle Landessprache ist Vietnamesisch. In den beliebten Touristendestinationen ist es darüber hinaus aber auch meistens möglich sich mit Englisch zu verständigen. Die Bedeutung der französischen Sprache lässt in den vergangenen Jahren immer weiter nach und stirbt als eines der letzten Symbole der Kolonialzeit zunehmend aus. Wer jedoch touristisch noch unerschlossen Regionen bereist, sollte damit rechnen sich notfalls mit Hand, Fuß und einem Wörterbuch verständlich machen zu müssen. Dies gilt allerdings primär für die Gebiete im Norden des Landes, wohingegen im Süden der Gebrauch der englischen Sprache schon häufiger zum Alltag gehört. Gelegentlich kann es sogar vorkommen, dass sie auf einen deutsch sprechenden Vietnamesen treffen. Meist handelt es sich dabei um Vertragsarbeiter aus der ehemaligen DDR. Wer den Einheimischen ein wenig Respekt zollen möchte, sollte einige grundlegende Vokabeln (begrüßen/ bedanken/ entschuldigen) lernen. Solche kleinen Gesten werden von der einheimischen Bevölkerung immer sehr wohlwollend aufgenommen.

Nachtleben und Party

Vietnam Nightlife, Nachtleben, Party

Vietnam Nightlife, hier das DMZ in Hue

Das Nachtleben in Vietnam spielt sich vorwiegend in den größeren Städten ab. In den letzten Jahren haben dort eine Reihe von Diskotheken und Bars der eröffnet, die sich vorwiegend an Touristen und ein wohlhabendes einheimisches Publikum richten. Urlauber sollten jedoch darauf achten, dass viele dieser Clubs bereits um Mitternacht schließen.

Das Zentrum der Partyszene bilden Hanoi und Ho Chi Minh Stadt. In beiden Städten gibt es zurzeit sehr angesagte Locations, von denen das “Apocalypse Now” (Ho Chi Minh Stadt) momentan einer der populärsten Touristenmagneten ist. Aber auch in Hoi An und Hue gibt es einige bei Urlaubern sehr beliebte Treffpunkte. Eine Besonderheit bietet der “Sailing Club” in Nha Trang. Donnerstags, freitags und samstags finden dort regelmäßig Standpartys statt, die sich in den letzten Jahren, bei Einheimischen wie auch Touristen, einer außerordentlichen Beliebtheit erfreuen.

Reise- und Sicherheitshinweise

Auch im Fall von Vietnam hat das Auswärtige Amt einige Informationen veröffentlicht, die vor Reiseantritt berücksichtigt werden sollten.

Kriminalität

Grundsätzlich gilt Vietnam als eines der sichereren Reiseländer in der südostasiatischen Region. Gewaltverbrechen gegenüber Ausländern werden hier deutlich seltener registriert als beispielsweise in Thailand oder Kambodscha.

Allerdings steigt in den letzten Jahren in den Touristengebieten wie Ho Chi Minh Stadt/ Saigon, die Diebstahlkriminalität rasch an. Auf Fahrten mit Fahrrad- oder Motorradtaxis sollte daher nach Einbruch der Dunkelheit verzichtet werden.

Am Bahnhof von Hanoi kommt es mitunter gehäuft zu Diebstählen von denen hauptsächlich Touristen betroffen sind. An den internationalen Flughäfen sollten zudem nur offizielle Taxis genutzt werden, da hier die Wahrscheinlichkeit einer Manipulation des Taxameters weitaus geringer ist als bei den privat angebotenen Reisevehikeln.

Bei einem Verlust des Passes, Bargeld oder der Reisechecks ist dieser Umstand unmittelbar der Polizei anzuzeigen, da derartige Vorkommnisse nicht nachträglich von den Polizeibehörden aufgenommen werden.

Teilweise werden Touristen unter fadenscheinigen Vorwänden auch in private Wohnungen eingeladen, wobei es im Laufe des Abends nach dem Aufbau einer anheimelnden Atmosphäre zu Erpressungsversuche kommen kann, zum Teil auch unter Gewaltandrohungen. Solche Offerten sollten daher stets abgelehnt werden.

Besondere Vorsicht ist geboten bei der Lagerung von Bargeld im Hotel. Hier kommt es auch in höherklassigen Hotels gelegentlich zu Diebstahl durch Hotelbedienstete bzw. zu Diebstählen mit der Unterstützung des Personal. Es wird daher empfohlen Wertgegenstände im Hotelsafe zu deponieren.

Verkehrsunfälle

Abseits der Kriminalität warnt das Auswärtige Amt vor Unfällen im Straßenverkehr. Vietnam nimmt in der Weltstatistik über Unfalltote einen der vorderen Plätze ein. Für Autofahrer gilt eine strikte Grenze von 0 Promille. Motorrad- und Radfahrer dürfen bis 0,5 Promille im Blut haben. Grundsätzlich muss hier beachtet werden, dass ausländische bzw. internationale Führerscheine in Vietnam nicht anerkannt werden.

Naturkatastrophen

Auch Naturkatastrophen in Form von Überschwemmungen und Stürmen können in einigen südlichen Provinzen und rund um das Mekong-Delta zum Problem werden. Besonders in den Monaten zwischen Juni und Oktober sollten Reisende in diesen Regionen die Wettervorhersagen beachten.

Drogen

Auch in Vietnam intensiviert sich seit längerem die anhaltende Drogenproblematik. Von einer Ein- und/ oder Ausfuhr wird dringend abgeraten, da die vietnamesischen Gesetze bereits beim Besitz nur geringer Mengen Rauschgift eine hohe Freiheitsstrafe vorsehen. Erwerb und Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr können neben langer Haft sogar mit der Todesstrafe geahndet werden. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte, ohne eigene Kenntnis des Inhalts, kann fatale Folgen haben. Das dies keine leeren Drohungen sind, wird durch die Tatsache kenntlich gemacht, dass in der Vergangenheit immer wieder Ausländer aufgrund des Drogenhandels zum Tode verurteilt wurden. Zudem entsprechen die Gerichtsverfahren keinesfalls einem rechtsstaatlichen europäischen Standard, so dass sich selbst eine Untersuchungshaft über mehrere Jahre erstrecken kann.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Neben der aktuellen Drogenproblematik gibt es einige besondere strafrechtliche Vorschriften zu beachten. Im Gegensatz zu seinem entfernten Nachbarn Thailand, wird Prostitution in Vietnam bestraft. Vor allem Ausländer werden hier unter genauste Beobachtung gestellt. Während Einheimische gelegentlich mit einer Verwarnung davon kommen, ist es bei Touristen üblich einen solchen Gesetzesbruch mit einer Strafe von 400 € zu belegen. Zudem können sexuelle Kontakte mit Minderjährigen unter Vollzug der Todesstrafe geahndet werden.

Besondere Zollvorschriften

Bei der Einreise nach Vietnam gibt es einige Zollvorschriften zu beachten.
Es dürfen

  • 400 Zigaretten oder
  • 100 Zigarren oder
  • 50 Gramm Tabak

eingeführt werden. Darüber hinaus lediglich

  • 1,5 L Alkohol über 22% oder
  • 2,0 L Alkohol unter 22%.

Weiterhin müssen Gegenstände verzollt werden deren Wert 5 Mio. Dong (etwa 180 €) überschreitet. Bargeld ausländischer Währungen im Wert von über 5000 USD sowie Bargeld der vietnamesischen Währung Dong im Wert von 15 Mio. (ca. 540 €) muss deklariert werden. Tee und Kaffee können bis zu 5 kg bzw. 3 kg importiert werden, ohne dass die Einfuhr strafrechtliche Konsequenzen mit sich bringt.

Gesundheit

Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Allerdings empfiehlt das Auswärtige Amt neben den Standardimpfungen gemäß dem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes u.a. einen Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, und Hepatitis A.

Dengue-Fieber und Malaria

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht in Vietnam eine akute Ansteckungsgefahr mit Dengue-Fieber und Malaria. Beide Krankheiten werden von einer Mücke übertragen, wobei Dengue- Fieber tagsüber, Malaria hingegen in den Abendstunden und nachts übertragen wird.

Dengue häuft sich in Vietnam und tritt zunehmend auch in städtischen Gebieten, vor allem während und nach der Regenzeit auf. Es besteht ein landesweites Übertragungsrisiko. Gebiete in den nördlichen Regionen, vor allem um das Mekong Delta, sind allerdings besonders betroffen.
Auch Malaria kann abhängig von der bereisten Region ganzjährig auftreten.

Ein erhöhtes Malariarisiko tritt im Norden während und nach der Regenzeit auf. Dörfliche Regionen sind hier meist stärker betroffen als die Ballungszentren. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Malariarisiko in den südlich gelegenen Regionen. Betroffen sind hier vor allem die Provinzen Ca Mau, Bac Lieu und Tay Ninh. In den Hochlandprovinzen gelten Dak Lak, Gia Lai und Kon Tum als besonders gefährdetes Reisegebiet.Im Mekong Delta hingegen ist das Risiko einer Infektion leicht rückläufig. Gleiches gilt für die Küstenregionen hoch bis nach Nah Trang sowie die Gebiete nordwestlich von Hanoi. Ein leicht erhöhtes Risiko besteht hier insbesondere in den Monaten von Mai bis September.

Als malariafrei, bzw. weitgehend eingeschränkt, gelten hingegen die Stadtgebiete sowie die Küste nördlich von Nha Trang und das Red River-Delta.

Besondere Vorsicht ist vor der Malaria Tropica geboten. Diese kann bei Europäern durchaus tödlich enden und tritt in Vietnam, auch im Vergleich mit den Nachbarstaaten, besonders gehäuft auf. Da es sich bei bis zu 70 % der Malariainfektionen um die gefährliche Malaria Tropica handelt, sollten Urlauber und Touristen besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Chemoprophylaxe, (Einnahme von Tabletten) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone oder Riamet auf dem deutschen Markt erhältlich. Da die Malariaprophylaxe durchaus mit Risiken und Nebenwirkungen einhergehen kann, sollte diese unbedingt vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden.

Mückenschutz

Sowohl Malaria, wie auch das Dengue- Fieber wird durch Mücken übertragen. Urlaubern wird daher grundsätzlich empfohlen körperbedeckende helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag wie auch für die Abendstunden und die Nacht. Gerade in Vietnam ist die Gefahr einer Infektion nicht zu unterschätzen. Vorsichtsmaßnahmen sollten daher akribisch eingehalten werden.

Schutz vor Durchfall und Cholera

Wie in vielen anderen ostasiatischen Ländern treten auch in Vietnam gehäuft Durchfallerkrankungen und sogar Cholera auf. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohen Salat und Gemüse zu verzehren sowie unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen und Cholera lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs
  • Zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Urlauber stets Trinkwasser aus der Flasche nutzen
  • Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung entspricht in weiten Teilen Vietnams nicht den westlichen Standards. Ärzten mangelt es häufig neben einer Ausbildung auf europäischen Niveau auch an erweiterten Fremdsprachenkenntnissen. Darüber hinaus werden in den kleineren Krankenhäusern und Arztpraxen häufig hygienische Mängel beklagt. Urlauber die in Vietnam auf einer Arzt angewiesen sind sollten eine der Praxen in Ho Chi Minh Stadt oder Hanoi aufsuchen. In beiden Städten gibt es ein französisches- bzw. französisch-vietnamsiches Krankenhaus mit einem gehobenen Standard. In Hanoi praktiziert darüber hinaus die bei Touristen bevorzugte Family Medical Practice. Dabei handelt es sich um eine von mehreren internationalen Kliniken, die neben dem französischen Krankenhaus und den International SOS Kliniken in Hanoi und Ho Chi Minh Stadt, als eine der entscheidenden Anlaufadressen für Touristen gilt.

Für Patienten, die eine auf eine zahnmedizinische Untersuchung warten, empfiehlt sich die Dental Klinic von Dr. Michel Mitre im Tay Ho District in Hanoi.

Grundsätzlich ist es bei einer Reise in diese Region ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen. Auch eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden.

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