Türkei Urlaub, Reisen, Tourismus


HauptstadtAnkara
SprachenTürkisch (Amtssprache)
StaatsformParlamentarische Republik
Fläche783.562 km²
Einwohner76,6 Millionen (~98 Einwohner pro km²)
WährungTürkische Lira (TRY)
Telefon-Vorwahl+90
ZeitzoneUTC+2
UTC+3 (in den Monaten von März bis Oktober)
NationalflaggeTürkei Flagge

Türkei Flagge

Nur wenige Reiseziele haben es den Europäern so angetan wie die Türkei. Ob sonnenverwöhnte Strände, idyllische Landschaften, historische Sehenswürdigkeiten oder die exquisite Küche, Reisende können hier alles finden, was einen entspannten Urlaub ausmacht.

Verlockend ist für viele Gäste vor allem die unmittelbare Nähe der Türkei zu Mitteleuropa. Aber nicht nur geographisch, sondern auch politische sucht das Land am Schwarzen Meer die Nähe zu seinen westlichen Nachbarn. Die mitunter schwierigen Beitrittsverhandlungen mit der EU, die seit 2005 laufen, zeugen von diesen Bemühungen.

Was allerdings immer wieder in Vergessenheit gerät, ist die Tatsache, das der weitaus größere Teil der Republik aus geographischer Sicht zu Vorderasien gehört. So nimmt Anatolien rund 97 % der Staatsfläche ein, während der zu Europa gehörige Teil Ostthrakien nur etwa 3 % der Fläche ausmacht. Selbst die Hauptstadt Ankara liegt im asiatischen Teil der Republik.

Letzten Endes spielt es jedoch keine Rolle auf welchem Kontinent die Türkei liegt, so lange sich Reisende von dem Zauber dieses Landes in Südosteuropa/Vorderasien verführen lassen. Gelegenheit dazu bietet sich reichlich. Mit einer Küstenlinie von mehreren tausend Kilometern am Ägäischen Meer sowie im Süden zum Mittelmeer und der Küste im Norden zum Schwarzen Meer, bietet sich Reisenden ausreichend Raum für einen Strandurlaub. Überall im Land verteilt findet man zudem Sehenswürdigkeiten und Attraktionen von kulturhistorischem Interesse und in den Metropolen des Landes wie Ankara oder Istanbul tobt das Leben und bietet für jede Altersklasse ausreichende Unterhaltungsmöglichkeiten. Ein weiterer Grund für die Popularität der Türkei als Reiseziel ist die hervorragend ausgebaute touristische Infrastruktur sowie die unproblematische Anreise, ebenso wie das passable Preisniveau.

Auf einer Fläche von 814.578 km² leben etwa 76,6 Millionen Einwohner. Damit ist das Land knapp zweieinhalb mal so groß wie die Bundesrepublik. Mit einer Bevölkerungsdichte von 94 Einwohner pro km² ist die Türkei allerdings wesentlich dünner besiedelt als Deutschland (226 Einwohner pro km²).

Städte und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen und Sehenswürdigkeiten in der Türkei:

Istanbul

Türkei Istanbul Sehenswürdigkeiten Sultan-Ahmed Moschee, Blaue Moschee

Die Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee) zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Istanbul.

Mit knapp 15 Millionen Einwohnern ist Istanbul die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei und gilt weithin als das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Seine Lage auf beiden Seiten des Bosporus macht Istanbul zur einzigen Stadt der Welt, die sich auf zwei Kontinenten befindet. Während der Westteil der Stadt im europäischen Thrakien liegt, befindet sich der östliche Teil Istanbuls im asiatischen Anatolien. Die Weltmetropole, welche bis zum Anfang des 20. Jahrhundert noch Konstantinopel hieß, gehört aufgrund ihrer Geschichte zu den bedeutendsten Städten des Landes, kann man hier doch Architektur verschiedener Baustile aus mehreren Jahrhunderten begutachten. Seit 1985 gehören weite Teil der historischen Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im Jahr 2010 wurde Istanbul sogar von der Europäischen Union zur Kulturhauptstadt Europas gewählt.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die Sultan-Ahmed-Moschee (auch „Blaue Mosche“ genannt), welche bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Der prachtvolle Kuppelbau zieht jährlich tausende von Besuchern an, die das imposante Bauwerk bestaunen möchten. Besonders empfiehlt sich ein Besuch in den Abendstunden, wenn die Moschee hell erleuchtet am Abendhimmel erstrahlt.

Das Gotteshaus ist jedoch nur eine der zahlreichen architektonischen Meisterleistungen, welche die Stadt zu bieten hat. Daneben gibt es auch noch ein ausgezeichnetes Kulturprogramm. Mit zahlreichen Theatern, Opernhäusern, Konzertsälen und Museen gibt es wohl keine andere Stadt im Land, die Istanbul in dieser Hinsicht das Wasser reichen könnte. Darüber hinaus ist die Stadt durchsetzt mit entzückenden Parkanlagen, belebten Einkaufvierteln. Viele junge Menschen besuchen die Stadt darüber hinaus aufgrund des ausgelassenen Nachtlebens.

Wer Istanbul wirklich entdecken möchte, braucht dafür mehr als nur ein paar Tage. Die Stadt bietet derart viele Attraktionen, das wohl auch ein zweiter und dritter Besuch immer wieder aufs Neue verblüffen würde. In jedem Fall gehört die Stadt am Bosporus zu den absoluten Highlights eine Türkeireise und sollte von niemanden ignoriert werden.

Ankara

Türkei Ankara Sehenswürdigkeiten

Ankara Sehenswürdigkeiten: Das Atatürk Mausoleum.

Die Hauptstadt der Türkei liegt mit ihren rund 5 Millionen Einwohnern im asiatischen Teil des Landes. Die Metropole im Nordosten Anatoliens zählt neben Istanbul und Izmir zu den wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes. Darüber hinaus ist Ankara aber auch für Urlauber eine der interessantesten Großstädte in der Türkei. Neben einem erheblichen kulturellen Angebot bestehend aus zahlreichen Theatern, Opern und Museen finden Touristen darüber hinaus alles, was man von einer Metropole mit der Größenordnung Ankaras erwartet. Unzählige Restaurants und Kneipen laden ihre Besucher ein an den warmen Sommertagen das bunter Treiben auf den Straßen Ankaras zu beobachten.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird Stimmung zunehmend lockerer. Ab 22.00 öffnen schließlich die Clubs und Diskotheken der Stadt ihre Türen. Am Tage flaniert man durch die engen Gassen der Altstadt oder nutzt die Gelegenheit, um die schillernde Atmosphäre auf einem der vielen Märkte auf sich wirken zu lassen.

Darüber hinaus hat die Stadt aber auch zahlreiche namhafte Attraktionen bieten. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Ankaras gehört das Mausoleum des Staatsgründers. Das Anitkabir wird jährlich von rund 5 Millionen Menschen besucht und beherbergt neben dem Grab Atatürks auch ein Museum, welches dem Leben des Staatsgründer gewidmet ist. Der Zugang zum Museum ist übrigens kostenlos.

Von besonderem architektonischem Interesse ist auch die Kocatepe Moschee südlich der Altstadt. Der ebenso enorme wie imposante Kuppelbau wird von vier Minaretten eingeschlossen. Im Untergeschoss der Anlage befindet sich darüber hinaus ein Kaufhaus dessen Mieteinnahmen der Finanzierung der Moschee dienen. Zudem ist die Stadt der ideale Ausgangspunkt für Tagesreisen nach Hattusa, der historischen Hauptstadt des Hethiter-Reiches, welche seit 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Verschiedene Unternehmen bieten günstige Busreisen von Ankara aus in die knapp 170 km entfernte Stadt an.

Izmir

Izmir Strand

Izmir Strand

Die Stadt Izmir liegt mit ihren 3,5 Millionen Einwohnern unmittelbar an der türkischen Ägäisküste am Golf von Izmir. Obwohl die Stadt verschiedene Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist sie bisher touristisch weniger überlaufen als etwa Istanbul oder Antalya und das obwohl Izmir mit der Lage am Meer ein unvergleichliches Panorama bietet.

Die kilometerlange Uferpromenade ist bereits früh am Morgen gut gefüllt. Das die Stadt dennoch nicht unbedingt ein Touristenmekka ist, liegt wohl insbesondere daran, dass Erdbeben und Kriege große Teile Izmirs zerstört haben, welche später mit weit weniger ansehnlichen Bauten erneuert wurden. Dennoch hat die Stadt einen ganz eigenen Charme. Insbesondere das weltoffene Klima und die Freundlichkeit der Gastgeber lässt einen schnell und ohne es zu merken tief in den türkischen Alltag eintauchen. Im historischen Viertel Kemeralti sind die Straßen mit Marktständen gefüllt, an denen man von Lebensmittel über Kleidung bis hin zu Kunsthandwerk alles kaufen kann was das Herz begehrt. In den vielen kleinen Cafes und Restaurants kann man bei einem Tee oder Kaffee das bunte Treiben auf den Straßen beobachten.

Darüber hinaus hat Izmir aber auch noch mehr zu bieten. Viele davon allerdings jüngeren Datums. Einer besonderen Beliebtheit erfreut sich zum Beispiel der Kulturpark. Weiterhin findet man in der Stadt eine Vielzahl an kulturellen Einrichtungen sowie ein aktives Nachtleben. Zudem gibt es rundum die Metropole zahlreiche Attraktionen, die von Izmir aus erreicht werden können. Dazu gehören unter anderem auch die antike Stadt Pergamon oder Teos sowie das Felsrelief von Karabel.

Ephesos

Ephesos Türkei Ruinen

Ruinen in Ephesos (© istockphoto.com/svetlanak)

Für viele Urlauber ein Höhepunkt der Reise nach Izmir ist wohl ein Besuch der antiken Stadt Ephesos, die rund 65 Kilometer südlich der Stadt liegt. Die alten Ruinen sind ein wahrer Touristenmagnet und viele Reisebüros bieten Busreisen nach Ephesos an. Unter anderem befindet sich hier eine der sieben Kirchen der Apokalypse. Mit einer annähernd 5000-jährigen Geschichte ist Ephesos die größte Ausgrabungsstätte der Welt und weist bis heute Einflüsse ionischer, römischer, byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Kultur auf.

Neben verschiedenen Kirchen findet man hier die Überreste eines antiken Stadiums sowie die Celsus-Bibliothek, welche wohl schon im 2 Jahrhundert erbaut wurde. Unter anderem ziert das Bauwerk die Rückseite des 20-Lira-Scheins, was auf die enorme Popularität dieses antiken Gebäudes hinweist.

Bedeutend ist Ephesos auch in religiöser Hinsicht. Die Gemeinde von Ephesos gilt als die älteste christliche Gemeinde der Menschheitsgeschichte. Unter anderem soll hier der Apostel Paulus mehrere Jahre seines Lebens verbracht haben. Darüber hinaus heißt es, dass sich Maria nach der Himmelfahrt Jesu mit einem Kreis der Frauen um Jesus sowie dem Apostel Johannes in einem Haus in der Nähe der Stadt niedergelassen habe, um die Menschen in Heilkunde und der Lehre des Christentums zu unterrichten.
Von Izmir aus bieten verschiedene Reiseunternehmen Bustouren in die antike Stadt an.

Antalya

Antalya

Antalya (Bild: goturkey.com)

Die Großstadt im Süden Anatoliens liegt direkt am Mittelmeer und ist wohl der beliebteste Urlaubsort der Türkei. Jedes Jahr wird die Stadt von etwa 2,5 Millionen Touristen besucht. Zudem leben etwa 10.000 deutsche Dauerresidenten in der Region rund um die Großstadt.

Im Laufe der Jahre haben sich hier viele Ableger europäischer Firmen angesiedelt. Von der gut ausgebauten Infrastruktur profitieren auch die Urlauber der Küstenregion. Verschiedenen deutsche Flughäfen bieten täglich Direktflüge zum Flughafen Antalya an, der sich etwa 10 Kilometer östlich des Stadtzentrums befindet. Neben typischen Touristenmagneten wie dem Kiesstrand Koyaalti mit seinen zahlreichen Unterhaltungsangeboten (Bars, Cafes, Restaurants, Einkaufszentren, Aqualand, ein Kinderpark, Möglichkeiten zum Wassersport) sowie den Sandstränden Lara und Kervansary im Osten der Stadt bietet Antalya auch einige Sehenswürdigkeiten von historischem Interesse wie das Hadrianstor, die Yivil Minare Moschee oder die unauffällige Araspu Brücke aus der Zeit der römischen Herrschaft.

Wer sich nach einem Tag am Strand nach ein wenig Kultur sehnt, der besucht die Staatsoper, das Staatsballett oder die Staatsoper. Darüber hinaus findet jährlich im Kulturzentrum der Stadt das Antalya Golden Orange Film Festival statt, die bedeutendsten Filmfestspiele der Türkei.

Nicht weniger wichtig ist für viele Gäste auch das ausschweifende Nachtleben, dass als eine Institution an der Türkischen Riviera gilt und vor allem von Touristen dominiert wird.

Kappadokien

Göreme National Park and the Rock Sites of Cappadocia

Göreme National Park and the Rock Sites of Cappadocia

Die Landschaft in Zentralanatolien ist eine der herausragendsten Attraktionen der Türkei. Das Gebiet umfasst in erster Linie die Provinzen Nevsehir, Nigde, Aksaray, Kirsehir und Kayseri und beherbergt zahlreiche einmalige Orte von gesteigertem historischen Interesse.

Der „Göreme National Park and the Rock Sites of Cappadocia“ zählt seit 1985 zum UNESCO Weltkulturerbe und liegt im Zentrum eines Gebiets mit ehemals intensiver vulkanischer Tätigkeit. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich hier eine unwirkliche Märchenlandschaft herausgebildet, die mit spitzen Felsen und Steinkegeln seit Jahren immer mehr Touristen in die karge Region lockt.

Besonders zwischen der Hauptstadt Ankara und den Städten Kayseri und Konya findet man eine wahre Fülle von Sehenswürdigkeiten. Zu den absoluten Highlights gehört der Ort Göreme. Überall wurden Höhlen, Kirchen und Behausungen aus dem weichen Tuffstein heraus gemeißelt. Ganze Klosteranlagen mit aufwendigen Fresken können hier ebenso besichtigt werden wie Teile der unterirdischen Städte Kamakli oder Derinkuyu.

Pamukkale

Pamukkale Sinterterrassen

Pamukkale Sinterterrassen

Die Kleinstadt Pamukkale liegt im Westen Anatoliens, nicht weit entfernt von der Provinzhauptstadt Denizli. Obwohl die Stadt nach dem Stand der letzten Volkszählung nur 2287 Einwohner hat, ist sie dennoch in touristischer Hinsicht von signifikantem Interesse. Im Laufe vieler Jahrtausende sind durch die kalkhaltigen Thermalquellen der Region sogenannte Sinterterrassen entstanden, die seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Der Anblick der weißen Kalkterrassen, durch die ständig das kalkhaltige Thermalwasser rinnt ist ein wahrhaft surreales Schauspiel, das vor allem im Sonnenlicht seine ganze Schönheit entfaltet.

Einst standen rund um Sinterterrassen zahlreiche Hotels, die jedoch gegen Ende der 1990er Jahre weichen mussten, um dieses außergewöhnliche Naturwunder zu schützen. Heute wird die Stadt eher von Tagesausflüglern besucht, die vom Nahe gelegenen Denizli mit dem Bus anreisen.

Abseits der Kalksinterterrassen findet man ganz in der Nähe den historischen Ort Hierapolis, der vor allem aufgrund seines gut erhaltenen antiken Theaters besucht wird, welches bereits im ersten Jahrhundert nach Christus erbaut wurde. In Unmittelbarer Nähe findet man zudem die Überreste eines Tempels. Reisende, die sich auf den Weg nach Pamukkale machen, sollten sich diese, nicht einmal 500 m von der Stadt entfernte Sehenswürdigkeit unbedingt ansehen.

Nemrut Dagi

Nemrut Dagi Türkei

Nemrut Dagi

Der Berg im Südosten der Türkei wurde im Jahr 1988 zum Nationalpark erklärt, nachdem er bereits ein Jahr zuvor von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Mit einer Höhe von knapp 2200 m bietet der Berg bereits aus der Ferne einen imposanten Anblick.

Der eigentliche Grund für dessen Popularität sind allerdings die mächtigen Götterstatuen, die sich auf der Ostterrasse des Berges erheben.Die einst bis zu zehn Meter hohen Statuen wurden im Laufe der Jahrhunderte derart beschädigt, dass die Köpfe heute getrennt von den eigentlichen Körpern liegen. Dennoch reicht allein die Größe der Köpfe aus, um sich auszumalen, wie mächtig diese Statuen einst in ihren Glanzzeiten auf die Menschen gewirkt haben müssen.

Xanthos

Xanthos

Xanthos

Die antike Stadt Xanthos an der Südküste Anatoliens wurde ebenfalls Ende der 1980er Jahre von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Heute findet man hier neben den Überresten verschiedener Tempel und Behausungen eine Reihe einzigartiger lykischer Denkmäler sowie ein in den Nordhang des Stadtberges eingelassenes römisches Theater.

Erreichen lässt dich Xanthos von der rund 35 Kilometer nordwestlich gelegenen Stadt Fethiye.

Myra

Myra

Myra

Myra ist eine antike Stadt in der Provinz Antalya, die heute den Namen Demre trägt.

Eine der Sehenswürdigkeiten ist die Nikolauskirche, die zu Ehren des Nikolaus von Myra erbaut wurde, der sich zu Lebzeiten für die Armen und Bedürftigen in der Region eingesetzt haben soll. Darüber hinaus sind es aber die bereits 400 Jahre v. Chr. entstandenen Felsengräber, welche heute die Urlauber in die kleine Stadt an der Südküste locken. Der imposante Anblick gleicht der Kulisse eines Fantasyfilms und ist in der Region rund um Antalya einzigartig.

Die Stadt Demre beherbergt einige wenige Hotels und Gästehäuser. Viele Besucher sind Tagestouristen aus dem etwa 140 Kilometer entferntem Antalya.

Geschichte

Besiedelt ist das Gebiet der heutigen Türkei bereits seit der Altsteinzeit. Nach dem Tod Alexanders des Großen und dem Zerfall seines Reiches wurde die griechische Vorherrschaft durch die Expansion des Römischen Reiches beendet. Das Gebiet der heutigen Türkei gehörte damals zu Byzanz.

Seldschuken

Seldschuken

Seldschukischer Reiter

Die eigentliche türkische Besiedlung der Region begann im 11. Jahrhundert mit dem Sieg der Seldschuken über die byzantinische Armee in der Schlacht von Manzikert im Jahr 1071. In den folgenden Jahrzehnten eroberten die Seldschuken große Teile Ost- und Mittelanatoliens bis nach den Überfällen durch die Mongolen das Reich zunehmend in zahlreiche eigenständige türkische Stämme zerfiel, aus denen später das Osmanische Reich hervorgehen sollte.

Osmanisches Reich

Osmanisches Reich Karte Länder

Karte des Osmanischen Reiches. Zu erkennen ist, wann welche Länder wieder verloren wurden.

Im 14. und 15. Jahrhundert eroberten die Türken große Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas, der Krim sowie des Kaukasus und des Balkans. Zum erliegen kamen die Expansionsbemühungen des Osmanischen Reiches erst im Jahr 1683, nachdem das türkische Heer bei der Schlacht am Kahlenberg geschlagen wurde. Diese Niederlage läutete den beginnenden Zerfall des Osmanischen Reiches ein. Die Grenzen des Reiches wurden schließlich durch die wiedererstarkten europäischen Herrscher bis hinter Konstantinopel, dem heutigen Istanbul zurückgedrängt.

Aufkommende Nationalbewegungen führten jetzt zunehmend zur Zersplitterung des einst mächtigen Reiches. Seinen endgültigen Untergang besiegelte das Osmanische Reich, als es sich im Ersten Weltkrieg auf die Seite der Mittelmächte schlug, in dessen Verlauf es zum Genozid an der armenischen Bevölkerung kam, der bis heute von der türkischen Regierung negiert wird.

Gründung der Republik Türkei

Mustafa Kemal Atatürk

Mustafa Kemal Atatürk

Mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg zerbrach das Osmanische Reich endgültig. Der Vertrag von Sevres sah den Verlust aller Gebiete außerhalb Anatoliens und Thrakiens sowie eine Zerstücklung der restlichen Gebiete vor. Doch schon bald erhob sich Widerstand gegen die Pläne zur Separation. Nach dem Griechisch-Türkischen Krieg von 1919 bis 1922 gelang es der Türkei schließlich mit dem Vertrag von Lausanne gewisse Teile des Vertrags von Sevres zu revidieren, wodurch letzten Endes die bis heute gültigen Grenzen der Türkei zustande kamen. Am 29. Oktober 1923 rief Mustafa Kemal Atatürk schließlich die Republik aus.

Die tiefgreifenden Reformen des Gründers und ersten Präsidenten der Türkei lösten radikale Veränderungen im politischen und gesellschaftlichen Bild des Landes aus und führten den völkerrechtlich anerkannten Staat in die Moderne.

Während des Zweiten Weltkrieges bewahrte sich die Türkei zunächst ihre außenpolitische Neutralität, bis sie schließlich am 23. Februar 1945 Deutschland und Japan den Krieg erklärten, ohne allerdings jemals relevant in das Kriegsgeschehen eingegriffen zu haben. Noch im selben Jahr unterschrieb die Türkei die Charta der Vereinten Nationen, was sie somit zu einem der 51 Gründungsmitglieder der UN erhob.

Die Türkei ab 1950

1950 kam es im Land zu einem politischen Wandel. Nachdem ebenfalls im Jahr 1945 erstmals seit 1930 neue Parteien im Land zugelassen wurden, konnte die Demokratische Partei bei den Wahlen am 14. Mai die Einparteienherrschaft der Republikanischen Volkspartei (Cumhuriyet Halk Partisi) beenden.

Auch außenpolitische sah sich die Regierung in Ankara zum Handeln genötigt. Im immer weiter ausufernden Ost-West-Konflikt nahm der Staat am Schwarzen Meer als Teil eines UNO-Kontingents am Koreakrieg teil und trat im Jahr 1952 der NATO bei. Dies galt als wichtiger Schritt, da sich in den vorangegangenen Jahren die Sowjetunion erheblich bemühte ihren Einfluss auf die Türkei auszubauen.

Die kommenden Jahrzehnte verliefen unruhig. Neben mehreren Militärputschen kam es 1974 zu einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Griechenland, um die Annektion Zyperns zu verhindern. Das Ergebnis der Kämpfe war die bis heute anhaltende Teilung der kleinen Insel in zwei selbständige Teile.

Innenpolitisch gab es vor allem Probleme im Zusammenhang mit dem kurdischen Teil der Bevölkerung. Durch die Unterdrückung seitens der Regierung gründete sich als Reaktion im Jahr 1979 die PKK.

Ende der 1990er Jahr kam es zu umfassenden Reformen des Zivilrechts, die der Bevölkerung zusätzliche Freiheitsrechte garantierten, die Todesstrafe sowie die Folter abschafften und die kulturellen Freiheiten der kurdischen Bevölkerung stärkten. Beitrittverhandlungen mit der EU laufen seit 2005. Belastet werden diese allerdings von dem zunehmend repressiven Kurs des amtierenden Ministerpräsidenten Erdogan. Vor allem die Einschränkung der Meinungsfreiheit hat im In- und Ausland für heftigen Widerstand gesorgt.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die Türkei kein Visum. Dies gilt für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in einem Zeitraum von 180 Tagen. Aufenthalte, die in diesen 180-Tage Zeitraum fallen werden addiert. Es ist nicht möglich das Land für 24 Stunden zu verlassen, um anschließend erneut für 90 Tage einzureisen.

Bei längeren Aufenthalten muss bei der zuständigen türkischen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum eingeholt werden. Alternativ kann auch direkt vor Ort eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden, sofern die 90-Tage-Grenze überschritten wird. Hierfür benötigt der Betreffende einen Reisepass, der noch weitere 90 Tage über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gültig sein muss.

Ausländer, die mit deutschen Reisedokumenten in die Türkei einreisen möchten, benötigen in jedem Fall ein Visum, das im Vorfeld bei einem türkischen Generalkonsulat einzuholen ist.

Visum für den Berg Ararat

Eine spezielle Regelung gilt für Reisende, die den Berg Ararat besteigen möchten. Hierfür wird ein spezielles Visum benötigt, das vor der Einreise bei einer türkischen Auslandsvertretung eingeholt werden muss. Zudem benötigen sie für einen darüber hinausgehenden Aufenthalt eine zusätzliche Erlaubnis, die unmittelbar nach dem Ende der Bergtour beantragt werden muss.

Türkei Einreise mit Reisepass, Personalausweis

Da die Türkei zu den Vertragsparteien des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates gehört, können deutsche Staatsangehörige mit einem Reisepass, einem vorläufigen Reisepass, dem Personalausweis oder Kinderreiseausweis in das Land einreisen, auch wenn die Dokumente seit höchstens einem Jahr abgelaufen sind. In der Praxis ist es in der Vergangenheit jedoch bei der Ausreise mit abgelaufenen Dokumenten zu Problemen gekommen. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher ausschließlich mit gültigen Reisedokumenten in die Türkei zu reisen.

Die Einreise mit einem von der Bundespolizei für Notfälle ausgestellten „Reiseausweis als Passersatz“ ist hingegen nicht möglich.

Türkische Staatsangehörige sollten immer mit ihrem türkischen Pass einreisen, da die Ausreise mit einem von deutschen Behörden ausgestellten Reisedokument für türkische Staatsangehörige nicht immer reibungslos verläuft.

Wetter und Klima

Aufgrund seiner flächenmäßigen Größe und erheblichen Ost-West-Ausdehnung wird das Wetter in der Türkei durch verschiedene Klimazonen bestimmt.

Im Norden des Landes westlich und östlich des Bosporus machen sich die Einflüsse des Schwarzen Meeres aber auch des Mittelmeeres bemerkbar. Das maritime Klima in dieser Region bringt heiße Sommer und kühle Winter mit sich, mit erheblichen Niederschlägen von November bis Anfang März.

Weiter östlich, an der Küste zum Schwarzen Meer sind die Wintermonate hingegen feucht bei gemäßigten Temperaturen, während die Sommer in der Regel einen warmen Verlauf mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit aufweisen.

Am Ägäischen Meer im Westen des Landes herrscht ein mediterranes Klima vor. Heiße, trockene Sommer und milde Winter sind typisch für diese Region. Im Süden des Landes, an der Küste zum Mittelmeer herrscht ein ähnliches Klima vor. Auch hier sind die Sommermonate geprägt von hohen Temperaturen, während der Winter meist recht mild verläuft.

Im übrigen Anatolien schwankt das Wetter erheblich mit der Höhenlage. Grundsätzlich lassen sich jedoch warme Sommer sowie kalte und schneereiche Winter beobachten.

Antalya

Eine der wichtigsten Touristendestinationen im Land ist die Region rund um die Stadt Antalya und der südlichen Mittelmeerküste. Zwischen Juni und September erreichen die Höchsttemperaturen Werte von über 30°C bei sehr geringen Niederschlagsmengen und einer moderaten Luftfeuchtigkeit um die 60%. Die Winter in dieser Region sind angenehm mild, bei Höchsttemperaturen von 15°C und 20°C in den Monaten zwischen Ende November und März. Zu dieser Zeit fallen zudem die höchsten Niederschläge. Besonders geeignet für einen Urlaub in Antalya sind die Monate April, Mai und Juni oder aber der September und Oktober.

Istanbul

Das Klima in Istanbul, welches direkt an der Grenze zwischen Anatoliens und Thrakien zwischen dem Schwarzen Meer und dem Ägäischen Meer liegt, wird durch ein feuchtes Seeklima bestimmt. Höchsttemperaturen von bis zu 30°C in den Sommermonaten (Juli und August) und recht milde Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad in den Wintermonaten von Dezember bis Anfang April sind die Regel. Die Niederschläge sind das ganze Jahr hindurch recht moderat, steigen aber zwischen Oktober und März ein wenig an.

Ankara

In der Hauptstadt Ankara hingegen können die Temperaturen zwischen Dezember und März auch in den Minusbereich absinken, während in den Sommermonaten ebenfalls Temperaturen von bis zu 30°C möglich sind. Die Niederschlagsmengen in der Region rund um die Hauptstadt sind das ganze Jahr hindurch recht gering und liegen nur selten über 40 mm im Monat.

Beste Reisezeit

Wie leicht zu erkennen ist, hängt die beste Reisezeit für die Türkei erheblich von der bevorzugten Region ab. Urlauber, die es nicht zu heiß mögen sollten allerdings den Juli und den August meiden, insbesondere an der Mittelmeerküste im südlichen Anatolien.

Währung und Geld

Türkei Geld, Lira Banknoten

Türkische Lira Geldscheine

Die nationale Währung in der Türkei ist die Türkische Lira.

Darüber hinaus haben Touristen aber auch das Glück, dass in allen größeren Städten und touristische erschlossenen Region der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Trotz dieses bequemen Umstandes bietet es sich dennoch an nach der Einreise Geld einzutauschen. Das liegt insbesondere daran, dass die deklarierten Preise in Euro die ausgeschriebenen Preise in Lira meist um einiges übersteigen.

Geld wechseln

Überall im Land findet man Wechselstuben und Banken, die Euro zum aktuellen Tageskurs eintauschen. Sofern die Möglichkeit besteht, sollte man dennoch die Kurse vergleichen. Zudem sollte das erhaltene Geld kontrolliert werden. Schwarze Schafe gibt es leider immer. Für gewöhnlich klappt ein Wechsel aber reibungslos. Ein Umtausch vor der Abreise in Deutschland lohnt sich meist aufgrund der anfallenden Gebühren nicht. Die nach dem Umtausch ausgehändigte Quittung muss unbedingt aufbewahrt werden, da diese beim Rücktausch von TL in eine andere ausländische Währung vorgelegt werden soll.

Wichtig ist die nationale Währung vor allem für Reisende, welche auch die touristisch unerschlossenen Regionen im anatolischen Hinterland erkunden möchten. Eine Zahlung mit Euro oder der Kreditkarte ist hier kaum möglich. Andernorts ist die Zahlung mit der Kreditkarte jedoch weitestgehend eine passable Option. Wichtig: Häufig wird beim Kauf neben der Karte auch die Vorlage des Reisepasses oder des Personalausweises verlangt.

Geld am Automaten abheben

Darüber hinaus kann mit der Kreditkarte an vielen Geldautomaten und einer Reihe von Banken auch Bargeld abgehoben werden. Hierfür können allerdings zusätzliche Kosten durch die Fremdbank anfallen. Kostenlos Bargeld in der Türkei abheben kann man mit der DKB Visa Card.

Wer nicht über eine Kreditkarte verfügt, kann in der Regel ebenso problemlos mit einer deutschen EC-Karte mit dem Maestrosymbol an den entsprechend gekennzeichneten Automaten im Land Geld abheben. Reisechecks hingegen sind nur bedingt empfehlenswert, da diese nicht überall eingelöst werden können.

Kosten für die Lebenshaltung

Grundsätzlich kann ein Urlauber in der Türkei mit recht moderaten Lebenshaltungskosten rechnen. Vernünftige Doppelzimmer für zwei Personen sind auch in gefragten Regionen bereits ab rund 30 Euro die Nacht zu haben.

Öffentlich Verkehrsmittel sind wesentlich preiswerter als in Deutschland, allerdings immer noch um einiges teurer als in anderen Teilen Asiens. Besonders kostspielig ist aufgrund der enormen Benzinpreise die Reise mit dem eigenen Auto.

Insbesondere die Kosten für Obst und Gemüse sind im Land sehr gering. Anders sieht es hingegen bei Fleisch aus. Hier unterscheiden sich die Preise nicht allzu sehr von den in Deutschland üblichen Preisen. Ähnlich verhält es sich mit Milchprodukten und auch alkoholische Getränke sind nur geringfügig billiger als in Deutschland. Dennoch ist es ohne weiteres möglich überall in der Türkei verhältnismäßig günstig Essen zu gehen. Eine vollwertige Mahlzeit erhält man in vielen Restaurants bereits ab vier oder fünf Euro.

Unterkunft

Eine Unterkunft in der Türkei zu finden stellt vor allem in den touristische erschlossenen Regionen überhaupt kein Problem dar. Über jedes der gängigen Internetportale lassen sich mit Leichtigkeit in den meisten Regionen des Landes Hotels jeder Preisklasse buchen.

Hostels und Hotels

Türkei Hotel

Ein gehobenes Hotel in der Türkei: Das Royal Alhambra Palace in Side an der türkischen Riviera.

Wer besonders preiswert reisen möchte, kann bereits für unter 10 Euro pro Nacht in einem Schlafsaal unterkommen. Wer allerdings etwas mehr Wert auf Komfort legt, sollte für ein Einzelzimmer ab etwa 20 Euro und mehr pro Nacht einplanen. Meistens sind Zimmer und Unterkünfte in dieser Preisklasse recht sauber und verfügen über alle nötigen Annehmlichkeiten, wie eine Klimaanlage, einen Fernseher und kostenloses W-LAN.

Natürlich sind auch in der Türkei die Preise nach oben hin offen. Zwar kommt man in Istanbul schon ab rund 60 Euro in den Genuss eines Vier-Sterne-Hotels, je nach Lage und Saison können die Preise aber auch auf über 300 Euro (5-Sterne) ansteigen.

Sehr erschwinglich ist bei rechtzeitiger Buchung auch der Aufenthalt in einem der großen Ressorts. In Antalya etwa ist ein Doppelzimmer in guter Lage inklusive Frühstück häufig schon ab 60 Euro zu haben.

Jugendherbergen

Wer zu Gunsten des Preises auf ein wenig Komfort verzichten möchte, sich aber vor der Übernachtung in einem Schlafsaal scheut, kann jederzeit eine der Jugendherbergen aufsuchen. Hostelling International, der Dachverband vieler weltweiter Jugendherbergsverbände unterhält in der Türkei in vielen größeren Städten Unterkünfte. Für genauere Informationen können Interessierte die Internetseite des Dachverbands besuchen.

Campingplätze

Eine weitere Möglichkeit seinen Urlaub zu verbringen bieten die zahlreichen Campingplätze, die vorwiegend an den Küsten des Landes gelegen sind. Besonders die Mittelmeerregion ist hier sehr gefragt. Die Preise für einen Platz liegen meist zwischen 15 und 20 Euro pro Nacht. Reisende die dem Zelten oder einer Nacht im Wohnwagen nichts abgewinnen können, haben darüber hinaus in einigen Fällen die Möglichkeit einen Bungalow zu mieten.

Während man vielerorts ein Zimmer oder eine Wohnung auch unmittelbar vor Ort buchen kann, ist die Situation in den touristisch unerschlossenen Regionen meist etwas problematischer. Häufig muss man sich hier vor Ort bei einem Reiseveranstalter informieren oder es dem Zufall überlassen. Ebenfalls bemerkenswert ist die Tatsache, dass in manchen abgelegeneren Regionen Zimmer nicht an unverheiratete Paare vergeben werden. Wer also mit seinem Partner in ländliche Regionen reist, sollte für den Fall der Fälle immer „Eheringe“ dabei haben, auch wenn diese nicht echt sind.

Clubanlagen, Cluburlaub

Besonders beliebt bei deutschen Touristen ist Cluburlaub in der Türkei. Auf Clubanagen wie denen von Robinson oder Magic Life werden viele verschiedene Interessen abgedeckt. Einige Empfehlungen für Singles, Familien und Ruhesuchende finden Sie hier: Cluburlaub in der Türkei.

Anreise

Die Einreise in die Türkei stellt grundsätzlich kein Problem dar. Von vielen deutschen Städten aus besteht die Möglichkeit mit dem Flugzeug einen Direktflug in das Land am Schwarzen Meer zu nehmen oder auch mit dem Zug oder Bus aus einem der Nachbarstaaten einzureisen. Ebenso denkbar ist die Einreise mit dem eigenen PKW.

Türkei Flüge

Istanbul Ataturk Airport FLughafen

Istanbul Ataturk Airport

Die einfachste und schnellste Variante ist einer der zahlreichen Direktflüge von einem deutschen Flughafen aus. Es gibt eine Reihe internationaler Flughäfen in der Türkei, die von einer Vielzahl an nationalen und internationalen Fluggesellschaften bedient werden. Von größter Bedeutung für den Tourismus sind die Flughäfen im europäischen sowie im asiatischen Teil Istanbuls sowie die Flughäfen in Izmir, Ankara und Antalya. Von allen größeren deutschen Flughäfen fliegen Gesellschaften wie Condor, Airberlin, Germanwings oder Turkish Airline Ziele im Land an, häufig zu sehr günstigen Preisen.

Die Flugdauer beläuft sich abhängig vom Startflughafen auf drei bis vier Stunden. Dank der hohen Zahl an Billigfliegern können Reisende insbesondere auf Routen nach Antalya oder Istanbul oftmals günstige Schnäppchen schlagen. Besonders Spontanität wird belohnt. In einigen Fälle liegen die Kosten für einen Sitzplatz in der Economyclass bei unter 40 Euro.

Reisende haben natürlich nicht nur die Möglichkeit direkt aus Deutschland anzureisen. Auch aus den diversen Nachbarländern der Türkei besteht ein reger Flugverkehr in das Land am Bosporus. Diese Routen werden ebenfalls häufig von verschiedenen Billigfliegern bedient.

Anreise mit der Bahn

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit mit der Bahn in die Türkei zu Reisen. Insbesondere Istanbul ist auf dem Schienenweg gut aus den angrenzenden Nachbarstaaten zu erreichen, während die Verbindung zu den östlichen Nachbarn eher schwierig ist.

Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann sogar von Deutschland aus mit der Bahn bis nach Istanbul reisen.Über mehrere Umsteigehaltestellen besteht die Möglichkeit nach einer langen Reise über Belgrad und Sofia den europäischen Teil von Istanbul zu erreichen. Genauere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der Deutschen Bahn.
Wer sich bereits in Bulgarien aufhält, kann von der Hauptstadt aus mit dem Nachtzug ins türkische Istanbul weiterreisen.

Von Rumänien aus besteht zudem die Möglichkeit von Bukarest aus ebenfalls mit dem Nachtzug nach Istanbul zu gelangen. Via Interrail können sich Reisende auf einen Trip durch ganz Europa machen. Der Global Pass ermöglicht es Urlaubern 30 Länder in ganz Europa mit dem Zug zu durchqueren. Reisende unter 25 Jahren zahlen für den Pass (5 Tage innerhalb von 10 Tagen, 2. Klasse) 184 Euro pro Person. Erwachsene ab 26 Jahren müssen ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Die Kosten für den Global Pass belaufen sich in diesem Fall auf 281 Euro. Kinder und Senioren können Rabatte erhalten. Mit zunehmender Gültigkeit des Passes steigen entsprechend auch die Kosten an. Gleiches gilt für die 1. Klasse.
Eine Verbindung vom griechischen Thessaloniki in die türkische Metropole wurde im Jahr 2011 aufgrund der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise vorläufig auf Eis gelegt.
Vom Osten aus kommend besteht die Möglichkeit mit dem Zug von Teheran nach Ankara zu reisen. Die Fahrtdauer beläuft sich allerdings auf rund 48 Stunden.

Mit dem Orient Express nach Istanbul

Für viele Weltenbummler ein absoluter Höhepunkt ist eine Fahrt mit dem legendären Orientexpress.

Eine Verbindung von Deutschland nach Istanbul besteht allerdings nicht. Wer dennoch die gesamte Strecke in die türkische Metropole erleben Möchte, muss zunächst nach Paris reisen. Von hieraus fährt die Bahn über Budapest, Bukarest nach Istanbul. Die gesamte Fahrt dauert sechs Tage und verursacht Kosten in Höhe von 6920 Euro. Wie der Preis bereits erahnen lässt, ist alles an dieser Reisevariante äußerst luxuriös. Am zweiten Tag ist ein Stopp in Budapest vorgesehen, mit einer Übernachtung in einem der Luxushotels der Stadt, natürlich inklusive aller Annehmlichkeiten. Der vierte Tag der Reise widmet sich einem Besuch in Bukarest. Nach dem einchecken im Athenee Palace Hilton Hotel wird zunächst das Mittagessen serviert, bevor eine Stadtführung den Tag abrundet. Nach einem umfangreichen und ebenso hochklassigen Abendessen verbringen die Gäste eine Nacht im Hotel, bevor der Zug am nächsten Morgen die Stadt Richtung Istanbul verlässt.

Interessierte sollten allerdings beachten, dass der Zug nicht im Dezember, Januar oder Februar verkehrt. Zudem ist es sinnvoll, sich bereits mehrere Monate im Vorfeld um ein Ticket zu bemühen, da trotz des Preises die Plätze schnell vergriffen sind. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz des Venice Simplon Orient-Express.

Anreise mit dem Bus

Busverbindungen in die Türkei bestehen aus beinahe allen angrenzenden Staaten. Für deutsche Staatsangehörige von besonderem Interesse sind wohl die Angebote von Eurolines Touring. Von elf deutschen Großstädten aus haben Reisende die Möglichkeit mit einem komfortablen Gefährt in knapp zwei Tagen einmal Europa zu durchqueren, um schließlich in Istanbul ihren eigentlichen Urlaub anzutreten.

Die Preise für ein Ticket schwanken, liegen allerdings ungefähr in einem Bereich zwischen 140 und 160 Euro. Kinder bis 3 Jahre zahlen die Hälfte. Als Ausgangspunkte für die Fahrt kommen Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Köln, Mannheim, München, Nürnberg oder Stuttgart in Frage. Informationen zu den Preisen sowie aktuelle Fahrpläne und sonstige weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite des Anbieters.

Anreise mit dem Schiff

Es gibt eine Reihe von Fährverbindungen von Griechenland, Rumänien oder auch der Ukraine aus.

So gibt es regelmäßige Verbindungen zwischen der griechischen Inseln Chios ins türkische Cesme (Fahrtzeit etwa 45 min) oder von Rhodos aus nach Fethiye (Dauer rund 1:30 Std.) und nach Marmaris (Dauer etwa 1 Stunde). Die Strecke von Rhodos nach Marmaris kostet für eine Einzelperson ohne PKW 28 Euro.

Für viele Menschen einen besonderen Reiz haben auch Fährverbindungen, die über das Schwarze Meer verlaufen. Sea Line etwa bietet eine Verbindung vom ukrainischen Illitschiwsk nach Istanbul an.

Mit der UKR-Ferry können Urlauber zudem von Illitschiwsk ins türkische Derince im Großraum Istanbul reisen. Von Georgien aus bietet UKR-Ferry eine Verbindung ebenfalls nach Derince an und sogar von Russland (Noworossijsk) aus wird eine Route in die kleine Hafenstadt nahe Istanbul angeboten. Auch eine Fahrt von Georgien (Poti) in die Türkei (Derince) ist möglich. Wie üblich finden Interessierte weiterführende Informationen auf der Website des Unternehmens.

Anreise mit dem Auto

Wer ganz auf Flugzeug, Bus oder Bahn verzichten möchte, dem steht es natürlich frei mit dem eigenen Auto die Reise in das Land am Bosporus anzutreten. Wichtig ist hier insbesondere das Vorliegen der Grünen Versicherungskarte, die als Nachweis einer vorhandenen KFZ-Haftpflichtversicherung dient. Zwar gibt es einige europäische Staaten, in denen die grüne Karte überflüssig ist, bei einer Fahrt quer durch Europa bereisen Sie allerdings auch Länder, in denen die Vorlage der Karte bei der Einreise mit dem eigenen PKW zwingend erforderlich ist. Dies gilt zum Beispiel für die Türkei.

Wer mit dem Auto nach Anatolien weiterreist, also vom europäischen Teil der Türkei in den asiatischen Teil vordringt, sollte bereits einige Wochen im Vorfeld mit seinem Anbieter abklären, dass die Versicherung auch für den asiatischen Teil des Landes Bestand hat. In der Regel ist dadurch allerdings nur der Haftpflichtschutz gesichert und nicht die Kaskoversicherung. Genaue Informationen über zusätzliche Kosten und weiterführende Möglichkeiten erhalten Sie bei ihrer Versicherung.

Fortbewegung im Land

Türkei Karte, Landkarte

Türkei Karte

Die Türkei ist ein Land mit einer erheblichen Ausdehnung von Osten nach Westen. Während das Straßennetz heute passabel ausgebaut ist, hängt das Schienennetz in seiner Entwicklung noch immer ein wenig hinterher. Dies liegt unter anderem daran, dass es auf dem Weg Richtung Osten teils enorme Höhenunterschiede zu überwinden gilt.
Oftmals ist die schnellste Möglichkeit das Land zu erkunden eine Reise mit dem Flugzeug. Dank verschiedener Billigflieger halten sich die Kosten für Inlandsflüge in Grenzen. Noch günstiger sind allerdings Busreisen, welche jedoch meistens deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Letztendlich bleibt die Wahl allerdings jedem selbst überlassen.

Flugzeug

Eine der schnellsten und bequemsten Varianten, um sich innerhalb der Türkei fortzubewegen bietet das Flugzeug. Mit über 50 Flughäfen, von denen die meisten in der asiatischen Hälfte der Türkei liegen, verfügt das Land über einen moderaten Luftverkehr. Die wichtigsten Flughäfen liegen in Istanbul, Antalya, Ankara und Izmir. Aber auch kleinere Flughäfen wie in Adana, Dalaman oder Bodrum-Milas werden von verschiedenen Unternehmen angeflogen.

Insbesondere zwischen den touristischen Hauptzielen herrscht ein reger Flugverkehr mit mehrfachen Verbindungen pro Tag. Aufgrund der Vielzahl an Anbietern sind die Kosten für Inlandsflüge recht günstig. Ein Flug von Istanbul nach Ankara kostet mit der Billigairline Pegasus im günstigsten Fall nicht einmal 25 Euro pro Person bei einer Flugzeit von knapp einer Stunde. Die Verbindung von Istanbul ins Touristenparadies Antalya beträgt etwa 80 Minuten und kostet etwa 45 Euro pro Person und bei einem Flug von Istanbul nach Izmir belaufen sich die Kosten auf weniger als 40 Euro, bei einer Reisedauer von rund 70 Minuten. Um den Transfer vom Flughafen ins Hotel muss man sich meistens keine Gedanken machen, da in der Regel mehrfach in der Stunde Transferbusse verkehren. All dies macht die Reise mit dem Flugzeug zu einer schnellen, wie auch bequemen und darüber hinaus günstigen Möglichkeit das Land am Schwarzen Meer zu erkunden.

Bus fahren

Wer sich als Urlauber ein wenig abseits der üblichen Touristenpfade bewegen möchte, wird vermutlich einige Zeit seiner Reise im Bus verbringen. Anders als man zunächst glauben könnte, ist diese Art der Fortbewegung jedoch alles andere als eine Tortur. Wer bei der Wahl seines Anbieters die Augen offen hält und sich ausreichen informiert, kann durchaus bequem und zu unschlagbar günstigen Preisen auch die abgelegeneren Winkel des türkischen Hinterlands kennenlernen.

Reisebusse, Überlandbusse

Da sich das Angebot nicht nur auf Verbindungen zwischen touristische erschlossenen Regionen oder Großstädten beschränkt, werden allerdings nicht nur Autobahnen oder Schnellstraßen befahren. Insbesondere im östlichen Teil Anatoliens kann es immer wieder vorkommen, dass die Reisebusse auch auf unwegsameren Straßen unterwegs sind. Abschrecken lassen sollte man sich hiervon dennoch nicht und für gewöhnlich verlaufen die Fahrten in den Überlandbussen sehr ruhig und komfortabel. Nicht umsonst gehören die Überlandbusse zu den beliebtesten Verkehrsmitteln der Türkei. Dass auch ausländische Touristen immer häufiger auf auf die recht komfortablen Busse zurückgreifen, liegt nicht zuletzt daran, dass diese regelmäßig und zu festen Zeiten verkehren. Das Streckennetz ist sehr gut ausgebaut und umfasst viele Städte und Orte, die sich andernfalls nur mit dem PKW erreichen lassen. Aufgrund der Fülle an Anbietern reist man auf diesem Weg zudem meist sehr kostengünstig. Auf gefragteren Strecken verkehren darüber hinaus Nachtbusse.

Tickets und Fahrpläne erhält man in der Regel an den Busbahnhöfen. Aller Unternehmen haben hier für gewöhnlich ihre eigenen Ticketschalter. Vor allem in den größeren Orten beherrscht das Personal oftmals Englisch als Fremdsprache.

Wie populär Busreisen in der Türkei sind, sieht man bereits daran, dass der Busbahnhof in Istanbul zu den größten Anlagen in ganz Europa zählt. Auf einer Fläche von knapp 250.000 m² wird hier ein Großteil des Fernreiseverkehr in den Rest der Türkei abgewickelt.

Sicherheit und Komfort in den Bussen

Sicherheit wird bei den meisten Unternehmen groß geschrieben. Die Busse verfügen in der Regel über einen Fahrtenschreiber und werden zudem regelmäßig auf etwaige Mängel gewartet. Bei längeren Strecken werden regelmäßig Zwischenstopps eingelegt und häufig ist ein zweiter Busfahrer mit an Board.

Größere Unternehmen wie Varan, Ulusoy und Kamil Koc bieten ein Buchungsprogramm über ihre Internetseite an. Bisher ist allerdings lediglich die Internetpräsenz des Anbieters Kamil Koc auch in englischer Sprache verfügbar. Die Busse sind komfortabel und bieten in der Regel ausreichend Beinfreiheit. Ähnlich wie bei einer Flugreise werden während der Fahrt kleine Snacks und Getränke gereicht. Es befinden sich standardmäßig Toiletten an Board und einige Busse bieten eine Auswahl an Filmen. Klimaanlagen sind eine Selbstverständlichkeit.

Preise

Trotz des hohen Komforts sind die Preise vieler Unternehmen äußerst vertretbar. Für eine Fahrt von Istanbul nach Antalya zahlt man etwa 25 Euro, während der Inlandsflug zwischen den beiden Städten Kosten in Höhe von rund 45 Euro verursacht.

Wer sich für eine Reise mit dem Überlandbus entscheidet, sollte darauf achten, dass man bei der Buchung Sitzplätze nebeneinander bucht. Dies gilt insbesondere für Paare, da Männer und Frauen in vielen Busse getrennt voneinander sitzen. Zudem sollte man auch bei der Reise einige klassische Verhaltensregeln beachten. Dazu zählt vor allem bei Unterhaltungen eine moderate lautstarke beizubehalten und auf Gespräche am Handy oder sonstiges auffälliges Verhalten zu verzichten.

Hat man sein Ziel erreicht, ist der Weitertransport vom Busbahnhof in das Zentrum der jeweiligen Stadt gesichert. Viele Unternehmen bieten einen Shuttleservice an. Andernfalls ist es möglich auf ein Taxi oder ein Dolmus zurückzugreifen.

Zug fahren

Der Schienenverkehr in der Türkei ist insbesondere für den Tourismus momentan noch von geringerer Bedeutung. Während der Bau des Straßennetzes und der Autobahnen seit Anfang der 1980er Jahre stetig vorangetrieben wurde, hat man den Ausbau des Schienennetzes über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt. Ein Grund für den mangelhaften Ausbau der Strecken im Osten des Landes liegen vor allem in den enormen Höhenunterschieden, welche die Züge überwinden müssten.
Maßgeblich verantwortlich für den Ausbau der türkischen Eisenbahn ist die staatliche Eisenbahngesellschaft Türkiye Cumhuriyeti Delvet Demiryollari (kurz TCDD), die nach der Gründung der Republik Türkei aus privaten, meist ausländischen Unternehmen, hervorgegangen ist.

Das Schienennetz des Landes gliedert sich momentan in drei Teile. Westlich von Istanbul verläuft das europäische Netz, mit Strecken nach Griechenland und Bulgarien. Im asiatischen Teil der Türkei verläuft das Zentralnetz, welches den größten Teil der Strecken umfasst und einen dritten Teil im Osten Anatoliens, der von der türkischen Provinz Van bis in den Iran führt.

Der Anteil der Eisenbahn am Gesamtverkehrsaufkommen liegt deutlich unter dem der Überlandbusse. Dementsprechend werden Strecken wie etwa Istanbul-Ankara deutlich seltener befahren. Meist gibt es nur zwei oder drei Verbindungen am Tag. Zudem liegt die Reisegeschwindigkeit kaum über der der Überlandbusse. Allerdings sind die Züge recht komfortabel und bieten ausreichend Beinfreiheit. Insbesondere die Schlaf- und Liegewagen während der Nachtverbindungen lassen eine entspannte Fahrt zu. Für viele Besucher überraschend ist die Tatsache, dass die Preise für die verschiedenen Bahnverbindung teils unter den Kosten für eine Fahrt mit dem Überlandbus liegen.

Insbesondere im Fernverkehr werden die Züge als Transportmittel daher seit Jahren immer beliebter. Dies hat nach einer langen Phase des Stillstands auch die Regierung bemerkt, die sich seit einiger Zeit um den Ausbau und die Modernisierung der Staatsbahn bemüht. Eines der wichtigsten Prestigeprojekte ist der Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen zwischen Ankara und Istanbul. Zwischen Ankara und Eskisehir ist die Strecke bereits für Schnellzüge befahrbar, während die Fertigstellung der Strecke zwischen Ekisehir und Istanbul für den Mai 2014 vorgesehen ist. Da jedoch noch nicht alle Schienen der Strecke auf die Hochgeschwindigkeitszüge ausgelegt sind, müssen diese ihre Geschwindigkeit auf manchen Streckenabschnitten zeitweilig drosseln. Mit einer endgültigen Fertigstellung wird im Jahr 2016 gerechnet.
Vom Komfort her unterscheiden sich die neuen Züge nur wenig von den deutschen ICEs. Die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich auf 250 km/h.

Während die Arbeiten an der Hochgeschwindigkeitsstrecke noch nicht vollständig abgeschlossen sind, können Reisende jederzeit auf die gängigen Verbindungen zurückgreifen. Insbesondere im europäischen Teil und im westlichen Anatolien lassen sich viele Städte bequem mit der Bahn erreichen. Verbindungen von Istanbul nach Ankara, Izmir, Konya oder Adana werden regelmäßig angeboten, ebenso wie ein Reihe weiterer Ziele im ganzen Land.

Zugtickets kaufen

Ein Ticket kann man in der Türkei ganz einfach direkt am Bahnhof kaufen. Die meisten größeren Stationen verfügen über Ticketautomaten, die sich recht simpel bedienen lassen. Besonders bei Nachtverbindungen sollte man die Buchung allerdings mehrere Tage im Voraus vornehmen, da diese gelegentlich überlastet sein können. Für die Automaten benötigt man in der Regel einheimisches Bargeld. An einigen größeren Stationen werden mittlerweile jedoch auch Kreditkarten als Zahlungsmittel akzeptiert. Tickets können bis zu 30 bzw. 15 Tagen vor Abfahrt gekauft werden. Karten für Hochgeschwindigkeitsstrecken können bis zu 10 Tage vor Abreise erstanden werden.

Alternativ können Touristen ihr Ticket über die offizielle Homepage der TCDD buchen, welche seit dem Frühjahr 2014 auch in englischer Sprache verfügbar ist. Nachdem man sich für eine Strecke entschieden hat, besteht die Möglichkeit, die genaueren Informationen auszudrucken, die man schließlich benötigt, um die Fahrkarte an einem Schalter der TCDD innerhalb der Türkei abzuholen.

Wenn bei einer frühzeitigen Buchung Probleme auftreten sollten, ist es ratsam sich an eine lizenzsierte Reiseagentur zu wenden, welche die Buchung übernimmt. In Frage kommen hier entweder „Turista Travel“ oder „Backpackers Travel“.

Dolmus

Um kürzere Distanzen zwischen verschiedenen Dörfern oder Stadtteilen zu überwinden bietet sich ein Fahrt mit dem Dolmus, einer Art Minibus bzw. Sammeltaxi, an. In der Regel verfügt so ein Gefährt über 18 bis 26 Plätze bei minimalen Kosten.

Die Haltestellen sind meist mit einem großen „D“ gekennzeichnet. Fahrpläne fehlen in der Regel. Dies liegt unter anderem daran, dass die Minibusse auch an ungeplanten Orten halten. Per Handzeichen kann man dem Fahrer signalisieren, dass man gerne ein- oder aussteigen möchte. Wer nicht an einem planmäßigen Halt aussteigen möchte, sollte dem Fahrer direkt beim Einsteigen klarmachen, wo es hingehen soll. Die Bezahlung erfolgt erst beim Aussteigen. Der Preis richtet sich nach Zonen, in denen sich der Dolmus bewegt, allerdings betragen die Kosten selten mehr als ein bis zwei Euro, und das auch erst bei längeren Fahrten von 30 Minuten oder mehr.

Die Fahrzeuge sind leicht zu erkennen an ihrem meist leicht lädiertem Zustand und ihrem Alter. Während die Überlandbusse in der Regel sehr modern und komfortabel sind, machen die Minibusse bereits von Außen einen etwas sparsamen Eindruck, der sich auch im Inneren fortsetzt. Fahrten die Länger als 20 oder gar 30 Minuten dauern, können ziemlich unbequem werden, was unter anderem auch an der Qualität der Sitze liegt.

Viele Fahrer akzeptieren übrigens auch Euro, sofern sie nicht auf ein Rückgeld von wenigen Cent bestehen. Für längere Überlandreisen sind die kleinen Busse zwar vollkommen ungeeignet, wer allerdings das Land abseits der bekannten Touristendestinationen kennenlernen möchte, kommt an einer Fahrt im Dolmus kaum vorbei. Für kurze und innerstädtische Strecken gibt es hingegen kaum ein besseres Verkehrsmittel.

Taxi

In jeder Stadt finden Sie neben den Dolmus auch Taxis. Das Preis wird wie in Deutschland auch am Ende der Fahrt durch den Taxameter bestimmt. Bei längeren Fahrten ist es aber durchaus üblich bereits im Vorfeld einen Festpreis zu vereinbaren. Auf diese Möglichkeit sollten Sie allerdings nur zurückgreifen, falls Sie Vergleichsmöglichkeiten haben oder sich in der Region auskennen.

Wer mit viel Gepäck reist muss mit einem zusätzlichen Aufschlag rechnen. In den Großstädten sollte man darüber hinaus vor dem Fahrtantritt nach dem ungefährem Preis erkundigen, andernfalls kann es schon mal vorkommen, dass die Fahrt zu einer kleinen Rundreise wird. Achten Sie zudem immer darauf, dass bereits bei Fahrtantritt das Taxameter eingeschaltet ist, andernfalls kann es hier zu ungewollten Überraschungen kommen.

Mietwagen, PKW

Sowohl mit dem eigenen PKW wie auch mit dem Mietwagen in der Türkei zu reisen, stellt grundsätzlich kein Problem dar. Sofern man mit dem eigenen Auto die Grenze überquert, ist es wichtig darauf zu achten, dass der Wagen ausreichend versichert ist.

Mietwagenfirmen gibt es im ganzen Land. In alle größeren Städten findet man zum Teil internationale Unternehmen und auch an vielen Flughäfen besteht die Möglichkeit einen Wagen zu mieten. Die Voraussetzungen der Firmen können dabei variieren, insbesondere was das Alter betrifft. Spätestens mit 21 erhält man allerdings überall einen PKW, solange man einen nationalen Führerschein besitzt. Als Tourist sollte man sich vorwiegend an die großen Firmen wie Sixt wenden, da diese meist weitaus zuverlässiger fungieren als die kleinen lokalen Unternehmen. Insbesondere aber sind die Fahrzeuge meist auf dem neusten Stand und oftmals auch wesentlich sicherer.

Straßen und Verkehr

Von dem insgesamt 413.000 km langen Straßennetz sind noch immer ein Großteil der Fahrbahnen kleinere Dorfstraßen, die häufig nicht befestigt sind. Der Ausbau von Landstraßen und Autobahnen wird allerdings seit Jahren erhebliche vorangetrieben. Alle größeren Orte und Städte sind über gut ausgebaute Straßen miteinander verbunden. Die Strecke zwischen Istanbul und der Hauptstadt Ankara ist übrigens ebenso mautpflichtig wie die Verbindung von Ankara nach Adana. Gleiches gilt für die beiden Brücken in Istanbul, über welche man den Bosporus überquert.

Türkeiurlauber, die sich für eigenständiges Fahren entscheiden, sollten allerdings beachten, dass es mitunter etwas chaotisch auf den türkischen Straßen zugeht. Etwaige Verkehrsregeln werden häufig ignoriert. Dazu zählt oftmals auch das überfahren roter Ampeln und auch der Straßenwechsel bei dichtem Verkehr ohne vorheriges Blinken gehört zum Alltag. Darüber hinaus sind insbesondere im Hinterland im Osten Anatoliens die Straßen alles andere als sicher.

Fähre

Mit einer Küstenlänge von 8333 km und 156 Häfen ist die Türkei für den Schifffahrtsverkehr geradezu prädestinierst. Von Istanbul aus steuern Passagierfähren verschiedene Häfen entlang des Marmarameeres an. Verbindung gibt es aber auch überall entlang der Schwarzmeerküste und auch an der Küste zum Mittelmeer.

In Istanbul und Izmir spielen die Fähren zudem eine wichtige Rolle im Nahverkehr, kann man mit ihnen doch innerhalb von 30 Minuten vom europäischen Teil Istanbuls in den asiatischen Teil der Metropole gelangen. Ähnliches gilt für Izmir. Auch hier stellen die Fähren ein beliebtestes Verbindungsglied zwischen den beiden Stadtteilen dar.

Handy, Smartphone, Internet

Die Nutzung des eigenen Handys in der Türkei stellt in der Regel kein Problem dar. Viele deutsche Anbieter haben in irgendeiner Form eine Option, die den Kunden auch im Land am Bosporus die Möglichkeit bietet zu verhältnismäßig moderaten Kosten zu telefonieren.

Vodafone zum Beispiel bietet seinen Vertragskunden das Vodafone Reisepaket Plus an. Für 3 Euro am Tag können diese für bis zu 50 Minuten telefonieren, 50 SMS schreiben oder mit einem Datenvolumen von 50 MB pro Tag im Internet surfen. Gültig ist das Paket im gesamten EU Ausland sowie in der Schweiz und in der Türkei. Interessierte finden weiterführende Informationen auf der Website des Anbieters.

Auch die anderen großen deutschen Mobilfunkunternehmen ermöglichen Reisenden über Roaming die Möglichkeit in der Türkei zu telefonieren und zu surfen, häufig aber zu etwas höheren Preisen. Wer sich bezüglich der eigenen Kostenkontrolle unsicher ist, der hat die Möglichkeit sich eine türkische Sim-Karte zu besorgen. Besonders beliebt sind die Optionen von Türkcell und Türk Telekom Mobile.

Türkcell bietet einen sogenannten Europe Prepaid Tarif, der es Kunden ermöglicht sowohl in Deutschland wie auch in der Türkei kostengünstig zu telefonieren. Gespräche in alle deutschen Festnetze kosten 9 Cent pro Minute, während ein Gespräch in eines der türkischen Festnetze 19 Cent/Min. kostet.

Türkcell Mobiles Internet

Wer auch im Urlaub nicht auf das mobile Internet angewiesen ist, der hat die Möglichkeit eine ausgewählte Smartphone Option hinzu zu buchen. Im günstigsten Tarif kann man auf diese Weise für 9,99 Euro im Monat 100 Minuten in alle deutschen und türkischen Festnetze sowie ins Türkcell-Netz telefonieren und mit einem Datenvolumen von 200 MB im Internet surfen. Auf der deutschsprachigen Internetseite des Anbieters sind neben weiteren Option auch Informationen zum Bestellvorgang und den weiterführenden Details einsehbar.

Wer die Karte nicht bereits im Vorfeld seiner Reise bestellen möchte, kann eine Sim-Karte auch direkt vor Ort kaufen. Insbesondere Karten des Anbieters Türkcell findet man sprichwörtlich an jeder Ecke.

Türk Telekom Mobile Prepaid Internet Paket

Wer hingegen auf das telefonieren verzichten kann, nicht aber auf einen eigenen Internetzugang, der sollte sich einmal das Prepaid Internet-Türkei-Paket von Türk Telekom Mobile anschauen. Für 10 Euro im Monat steht dem Kunden ein 300 MB Highspeed-Datenpaket zur Verfügung. Nach dem Ablauf des Volumens kostet allerdings jeder weitere Megabyte 30 Cent. Wer Interesse an diesem Angebot hat, benötigt allerdings zunächst eine Sim-Karte des Anbieters, das mit mindestens 10 Euro aufgeladen ist. Anschließend lässt sich die Option einfach telefonisch oder per SMS hinzubuchen.

Urlauber, die auch mal für ein oder zwei Stunden auf ihr Smartphone oder Tablet verzichten können, benötigen in den meisten Fällen jedoch gar keine zusätzliche Sim-Karte für ihren Urlaub. Insbesondere in den Großstädten und den Touristenorten verfügt ein Großteil der Hotels über kostenloses W-Lan auf dem Zimmern und häufig auch auf dem ganzen Gelände. Zudem gibt es vor allem in Istanbul immer wieder Cafes oder Restaurants sowie manch öffentliche Orte, an denen man kostenlos im Netz surfen kann. Darüber hinaus findet man eigentlich in jeder Stadt eine Fülle an Internetcafes, in denen man teilweise zu sehr günstigen Preisen seine E-Mails checken oder die neusten Nachrichten lesen kann.
Wer es vorzieht auf dem traditionellen Weg zu kommunizieren, der kann sich vertrauensvoll an die Türkische Post wenden. Die Öffnungszeiten der Ämter können allerdings schwanken.

Essen

Türkei Essen, Türkische Küche

Türkische Küche (Adana Kebap)

Die türkische Küche wurde im Laufe der Jahrhunderte stark durch die historische Entwicklung des Landes sowie durch Einflüsse der verschiedenen Nachbarstaaten geprägt. Heute findet man neben der Kochtradition der eigentlichen Turkvölker insbesondere Spuren aus Indien und Persien sowie aus dem Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Durch die Vermischung dieser zahlreichen Einflüsse hat sich im Laufe der Jahrhunderte eine ganz besondere Küche entwickelt, die sich bei Touristen in der Regel einer großen Beliebtheit erfreut.
Ein weiter Teil der muslimischen Bevölkerung der Türkei hält sich an die Speisevorschriften des Islam, weshalb die traditionelle türkische Küche grundsätzlich auf Schweinefleisch verzichtet.

Zutaten: Fleisch, Gemüse und Gewürze

Einen besonders hohen Stellenwert hat in der Türkei Gemüse. Ausländische Touristen sind immer wieder überrascht in wie vielen Variationen und Varianten Gemüse zubereitet und serviert wird. Das Gemüse in der Türkei aus den Mahlzeiten kaum wegzudenken ist, bedeutet allerdings nicht, dass man in der dortigen Küche kein Fleisch findet. Lamm, Rindfleisch und auch Huhn sind weiterhin sehr beliebt und aus vielen Gerichten nicht wegzudenken.

Zu den landestypischen Gewürzen gehören neben Schwarzer Pfeffer auch Kreuzkümmel, Oregano, Petersilie, Knoblauch, Chili, Minze, Zitrone sowie Paprika oder Koriander. Obwohl Knoblauch durchaus verbreitet ist, ist der Geschmack in den verschiedenen Gerichten keinesfalls so prägnant wie sich das mancher Tourist im Vorfeld der Reise vorstellt. Viele Speisen sind zwar geschmacklich ein wenig intensiver, aber keinesfalls eintönig gewürzt.

Frühstück

Mancherorts besteht das Frühstück in der Türkei wie in Deutschland auch aus Brot, Käse und einem Tee oder manchmal auch Kaffee. Die verschiedenen Brotwaren werden in den meisten Fällen im Steinofen zubereitet. Neben Ekmek, dem typischen Weißbrot aus dem Steinofen, sind auch Graubrot aus Hirse sowie Vollkornbrot durchaus im Land verbreitet.

Abhängig vom Hotel bzw. Restaurant kommen Touristen jedoch in der Regel in den Genuss einer weitaus umfangreicheren Morgenmahlzeit. Häufig gereicht wird zum Beispiel Muhammara, eine Art Paprika-Walnuss-Dip, der mit Chili, Olivenöl und weiteren Gewürzen vermischt wird und als Brotaufstrich dient.

Immer wieder findet man auf dem Frühstückstisch aber auch Honig, Salzlakenkäse vom Schaf oder von der Ziege sowie Eier. Einer großen Beliebtheit erfreut sich darüber hinaus eine türkische Eierspeise Namens Menemen, vergleichbar in etwa mit dem deutschen Rührei. Eier, Tomaten, grüne Paprika und Zwiebeln werden in der Pfanne zubereitet und mit verschiedenen Gewürzen abgeschmeckt. Dazu wird in der Regel Weißbrot serviert, manchmal mit Käse und Wurst als Beilage.

Mittagessen

Zum Mittag werden neben dem Hauptgericht häufig Suppen und Vorspeisen in zahlreichen Varianten serviert. Linsensuppe, Kuttelsuppe (eigentlich iskembe corbasi) sowie Taharnasuppe findet man häufig auf der Speisekarte. Andere Vorspeisen die unter anderem auch zum Tee gereicht werden heißen Meze, kleine Appetithäppchen, die sowohl kalt wie auch warm serviert werden. Eine der beliebtesten Zutaten für kalte Meze ist ein sehr reichhaltiger Joghurt mit einem Fettanteil von rund 10%. Dieser wird kombiniert mit Gemüse und Gewürzen und anschließend in einer kleinen Schüssel dem Gast gereicht. Darüber hinaus findet man aber auch Salate, getrockneten Fisch oder auch Humus, eine beliebte Paste aus Kichererbsen und Tahini.

Als warme Meze werden hingegen mit Käse gefüllte und überbackene Champingnons, überbackene Garnelen oder auch der hierzulande beliebte Börek gereicht.

Kebap

Zu den Hauptgericht der türkischen Küche gehört unter anderem Kebap, den man im Land am Bosporus in etlichen Variationen findet. Den ein oder anderen Touristen wird es sicherlich wundern, dass der bei uns so weit verbreitete Döner Kebap in seinem Heimatland außerhalb der Großstädte und der sonstigen Touristenorte nur eine geringfügige Rolle im türkischen Alltag einnimmt. Ursprünglich wurden die gewürzten und gegrillten Fleischstücke mit Reis oder Salat serviert. Die deutsche „Fast Food“ Variante hingegen ist in der Türkei weniger beliebt.

Gängige Varianten des Kebap sind neben dem Iskender Kebap vor allem der Adana Kebap und der Sis Kebap.

Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, aber an Kebap keinen Geschmack findet, der sollte einmal die kleinen türkischen Frikadellen – die sogenannten Köfte – probieren. Die Zubereitung hängt stark von der bereisten Region ab und der Variantenreichtum, wie die kleinen Fleischbällchen serviert werden, findet fast kein Ende. Ob im Schmortopf oder in der Teigtasche, Köfte sind eigentlich immer ein Genuss und werden auch häufig als kleiner Snack für Zwischendurch angeboten. Weiterhin findet man in der Türkei verschiedenen Varianten von Pide sowie zahlreiche Reisgerichte.

Keinesfalls fehlen darf nach einer üppigen Mahlzeit ein kleines, süßes Dessert. Die Auswahl an Süßspeisen ist schier unbegrenzt. In Deutschland am bekanntesten ist sicherlich Baklava oder Halva. Darüber hinaus finden sich aber noch unzählige weitere Desserts auf den Speisekarte des Landes und alle sind einen Versuch wert.

Viele Einheimische trinken zu den Mahlzeiten Cay (türkischer Schwarztee) oder Kaffee. Mittlerweile in Deutschland auch sehr beliebt ist Ayran, eine Mischung aus Joghurt, Wasser und Salz. In den Abendstunden und bei Festen wird gerne Raki, ein Anisschnaps serviert aber auch Wein und Bier findet man überall im Land.

Restaurant Preise

Die Preise für Lebensmittel in der Türkei sind übrigens recht moderat. Vor allem Gemüse ist seht günstig, wohingegen Milchprodukte und Fleisch etwas teurer sind. Dennoch können Touristen in der Türkei (im Vergleich mit anderen Mittelmeerstaaten) unschlagbar günstig Essen gehen. Für eine ausgiebige Hauptmahlzeit, oftmals mit Vor- und Nachspeise, bezahlt man zwischen 5 und 10 Euro. Abhängig vom Restaurant und dem Ort können die Preise natürlich erheblich schwanken. Grundsätzlich ist der Besuch eines Lokals in der Türkei aber weitaus billiger als in Deutschland oder den übrigen Mittelmeerländern.

Verhaltensregeln

Wie üblich im Urlaub sollten auch in der Türkei einige Verhaltensregeln berücksichtigt werden. Grundsätzlich geht es in den Großstädten und in beliebten Touristenorten ein wenig offener zu als in den ländlichen Regionen.
Bei den Tischmanieren gibt es nur wenig zu beachten. Als äußerst verpönt gilt es sich bei Tisch die Nase zu putzen. In der Regel sollte man sich in einem solchen Fall von der Tafel entfernen und die Toilette aufsuchen. Falls Sie in eine Situation geraten, in der mit den Händen gegessen wird, sollten Sie in jedem Fall die rechte Hand benutzen, da die linke Hand in muslimischen Ländern als unrein gilt.

In der Öffentlichkeit sollten sich insbesondere Frauen den hiesigen Gepflogenheiten beugen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Dazu gehört unter anderem auch eine adäquate Kleidung. Zu offenherzige Oberteile oder sehr knappe Röcke werden in der Regel nicht allzu gern gesehen, wobei in Großstädten wie Istanbul die Einstellung der türkischen Männer in dieser Hinsicht wesentlich liberaler ist in den ländlichen Gebieten. In Bikini und Flip-Flops durch die Stadt zu laufen ist jedoch ebenso unangebracht wie Unterhemd, Badehose und Adiletten bei Männern. Darüber hinaus kann ein zu offenes Verhalten der Frau schnell missverstanden und als „Einladung“ gedeutet werden. Dazu gehört bereits längerer Augenkontakt und ein einnehmendes Lächeln. Zu herzlicher Kontakt kann schnell dazu führen, dass man sich kurzerhand in einer Menge von Verehren wiederfindet, die manchmal recht zudringlich werden können. In solchen Fällen wirken eine abweisende Haltung und deutliche Worte meist Wunder. Die meisten Männer verstehen schnell wie dieses Verhalten aufzufassen ist und respektieren dies auch. Paare sollten sich mit öffentlichen Gesten der Zuneigung ein wenig zurückhalten. Flirtet die Partnerin mit einem anderen Mann – und mag das auch noch so harmlos sein – verlieren beide in den Augen der Einheimischen ihr Gesicht.

Auch wenn die Haltung gegenüber unpassender Kleidung in den größeren Städten des Landes wesentlich lockerer ist als in den touristische unerschlossenen Regionen, sollte man zumindest beim Besuch der Moscheen und andere Heiligtümer immer auf sein Äußeres achten. Kurze Hosen und luftige Oberteile sind eigentlich ein Tabu und werden nicht immer geduldet. Zudem empfiehlt es sich für den Besuch ein Kopftuch dabei zu haben. In den bekannteren Moscheen des Landes liegen diese für gewöhnlich am Eingang aus und können unter anderem auch benutzt werden um die Beine bis unterhalb der Knie zu verdecken. Vor dem Betreten eines Gotteshauses müssen darüber hinaus die Schuhe ausgezogen werden. Freitags sollten Touristen den Besuch der Moschee vermeiden. Das Risiko einen Betenden zu stören ist dann relativ groß und gilt als beleidigend und respektlos.

Besonders in den ländlichen Regionen der Türkei sollten Reisende die obigen Verhaltensregeln berücksichtigen. In der Regel herrschen hier starke hierarchische Strukturen und große Frömmigkeit. Auf Märkten etc. wird ausschließlich mit Männern verhandelt, während Frauen meist ignoriert werden. Dennoch gelten gerade diese Regionen der Türkei als besonders gastfreundlich und äußerst hilfsbereit. Vermeiden Sie aber auf jeden Fall Reizthemen. Insbesondere Kritik am Staatsgründer Atatürk kann die freundliche Atmosphäre schnell zum Kippen bringen. Der Mann gilt in der Türkei als unberührbare Ikone und wird in allen Teilen des Landes innigst verehrt.
Ebenfalls sollten Sie es vermeiden die Lage der Kurden in der Türkei anzusprechen. Auch hier kann es schnell zu Unstimmigkeiten kommen, die einen schönen Abend schnell beenden können.

Für viele Touristen ein Highlight ihrer Reise ist eine Besuch in einem Hamam, einem der beliebten türkischen Dampfbäder. Grundsätzlich sind diese für ausländische Urlauber geöffnet, wichtig ist allerdings, dass die Bäder bzw. der Vorbereitungsraum ausschließlich mit einem Lendentuch, dem sogenannten Pestamal, betreten werden darf.

Sprache und Verständigung

Die Nationalsprache im Land ist Türkisch und wird von mehr als 80% der Bevölkerung als Muttersprache und von weiteren 10% als Zweitsprache gesprochen. Darüber hinaus sind in der Türkei etwa zwanzig weitere Sprachen verbreitet. Die Amtssprache ist ebenfalls Türkisch.

Touristen haben es im Land am Bosporus mit der Verständigung in der Regel ziemlich leicht. In den Großstädte und Ballungsgebieten findet man viele Menschen die Englisch oder sogar Deutsch sprechen können. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, findet man dennoch in der Regel einen hilfreichen Passanten der zur Verständigung einspringt. Da die Türken allgemein sehr gastfreundlich sind, klappt die Verständigung meistens auch über Gesten und Notfalls mit Hand und Fuß. Es wird solange eine Lösung gesucht, bis das Problem verschwunden ist.

Im Hinterland sind die Englischkenntnisse vieler Einheimischer ein wenig eingerostet oder schlichtweg nicht vorhanden. Aber auch das ist kein Problem. Wie bereits erwähnt kann man sich im Notfall immer auch über Gesten Verständigen. Noch interessanter ist allerdings, dass man selbst in kleineren Dörfern immer wieder Einheimische findet, die auch Deutsch sprechen. Meist handelt es sich hier um zurückgekehrte Gastarbeiter, die gerne auch als Dolmetscher einspringen und sich in der Regel freuen jemand aus der zeitweiligen Heimat zu treffen.

Nachtleben

Istanbul Nightlife, Nachtleben, Party

Istanbul Nightlife: Im Bild der Club „Reina“.

Das Nightlife in der Türkei steht vielerorts dem deutschen Nachtleben in nichts nach. Besonders Istanbul ist die Ideale Metropole für partyhungrige Urlauber, welche die Nacht gerne zum Tag machen. Über die ganze Stadt verteilt findet man Restaurants, Bars und Clubs, die nach Sonnenuntergang ihr ganz eigenes Feuer entfachen. Viele Einheimische wie auch Touristen zieht es in den Stadtteil Beyoglu bzw. in das kleine Viertel Taksim rund um den Taksim-Platz. Vom späten Nachmittag bis in den frühen Morgen pulsiert hier das Leben. Die knapp drei Kilometer lange Einkaufsstraße Istiklal Caddesi ist berühmt für ihre unzähligen Bars und Restaurant. Unzählige Menschen drängen sich tagsüber hier durch. Die Restaurants sind stets gut besucht und in den späten Abendstunden öffnen auch die angesagten Clubs ihre Türen für die Nachtschwärmer der Stadt. Der Abend beginnt in der Regel mit einem entspannten Besuch in einem der zahllosen Lokale, wo man eine kleine Stärkung für den Abend zu sich nimmt. Anschließend folgt der Besuch einer Bar und bereits ab 22:00 Uhr beginnen die Diskotheken des Viertels sich zu füllen.

Leider wurde insbesondere der Taksim-Platz in jüngster Zeit aufgrund der politischen Spannungen im Land immer wieder zum Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Man sollte sich also im Vorfeld immer über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Sofern die Situation es erlaubt, sollte sich jedoch kein selbsternannter Partylöwe das Erlebnis „Taksim“ entgehen lassen.

Doch natürlich ist Beyoglu nicht der einzige Stadtteil in Istanbul, in dem eine ausgelassene Abendunterhaltung zum Alltag gehört, ebenso wenig wie Istanbul die einzige Stadt in der Türkei ist, in der ein aufregendes Nachtleben zu finden ist. Auch Ankara, die Hauptstadt des Landes, hat Freunden der gepflegten Abendunterhaltung einiges zu bieten. Neben Theater und Oper gibt es natürlich auch hier eine Vielzahl an Restaurants und Bars, die bis in die späten Abendstunden geöffnet haben. Danach geht es dann weiter in einen der verschiedenen Clubs der Stadt. In dieser Hinsicht hat Ankara allerdings Probleme mit Istanbul Schritt zu halten. Es gibt weniger Diskotheken und auch in den Bars wird nicht überall Alkohol ausgeschenkt. Dennoch findet man auch hier zahlreiche Möglichkeiten die Nacht zum Tag zu machen.

Etwaige Ausgehmöglichkeiten gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt. Sei es Istanbul oder Ankara, Izmir oder Bodrum, viele Städte mit entsprechender Einwohnerzahl bieten auch ein umfangreiches Abendprogramm.
Besonders beliebt ist bei Touristen natürlich die türkische Riviera. In den Urlaubsorten entlang der Südküste des Landes findet man eine große Auswahl an Clubs, Bars und Restaurants. Vor allem in Antalya pulsiert das Nachtleben. Sobald die Sonne untergeht füllen sich die Straßen der Stadt mit partywilligen Touristen, denen sich in der Stadt an der Küste mehr als nur eine Möglichkeit bietet bis in die frühen Morgenstunden zu feiern. Einer enormen Beliebtheit erfreut sich etwa der Havana Club oder die Diskothek Olympos im Falez Hotel. Gut besucht sind in der Regel auch der Aktur Park oder das Inferno.

Letzten Endes findet Jeder, der ein Interesse daran hat den Abend nicht auf dem Hotelzimmer zu verbringen auch die ein oder andere Möglichkeit sich hinreichend unterhalten zu lassen. In fast allen Städten gibt es ausreichend Bars und Restaurants und meist auch den ein oder anderen Club. Ausgenommen davon sind natürlich Kleinstädte und Dörfer im Hinterland und den touristisch unerschlossenen Gebieten. Abgesehen davon kann aber jeder Nachtschwärmer in der Türkei voll auf seine Kosten kommen. Dies gilt insbesondere für Städte wie Istanbul, Ankara oder Izmir sowie die bekannten Badeorte entlang der türkischen Riviera. Gäste sollten allerdings darauf vorbereitet sein, dass nicht in jeder Kneipe auch Alkohol ausgeschenkt wird.

Reise- und Sicherheitshinweise

Eine Reise in die Türkei ist nicht frei von Risiken. Um Touristen auf mögliche Gefahren hinzuweisen, hat das Auswärtige Amt einige Informationen veröffentlicht, die jeder Urlauber vor dem Reiseantritt berücksichtigen sollte.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Aufgrund politischer Spannungen sowohl im In- wie auch im Ausland kann es in der Türkei immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen. 2014 kam es vor allem in Istanbul immer wieder zu Konflikten zwischen Demonstranten und der Polizei sowie zu terroristischen Anschlägen an der türkisch-syrischen Grenze.

Grundsätzlich besteht im ganzen Land eine leichte Terrorgefahr. In der Vergangenheit wurden mehrfach Anschläge militanter Gruppierungen gegen nicht militärische Ziele dokumentiert. Die Sicherheitsvorkehrungen der Behörden befinden sich allerdings landesweit auf einem sehr hohen Niveau. Dennoch kann eine Gefährdung durch terroristische Attacken nicht vollständig ausgeschlossen werden. So kam es 2013 zu einem Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Ankara sowie zur Explosion einer Autobombe nahe dem türkisch-syrischen Grenzübergang Cilvegözü bei Reyhanli, wo einige Monate später erneut zwei Autobomben detonierten. Das Auswärtige Amt empfiehlt belebte Plätze im innerstädtischen Bereich sowie Verkehrsmittel des öffentlichen Personenverkehrs und Regierungseinrichtungen und Militäranlagen zu meiden.

Bei Reisen über Land müssen Touristen mit einem verstärkten Militäraufkommen rechen. Die gilt insbesondere im Südosten des Landes, wo es in der Vergangenheit immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der PKK gekommen ist. Ebenfalls vermieden werden sollten Reisen in die Nähe der türkisch-syrischen Grenze bzw. in die naheliegende Ortschaften.

In einige Regionen des Landes kann es zur Einrichtung zeitweiliger Sicherheitszonen kommen, insbesondere im Osten des Landes entlang der Grenze zum Irak und Syrien. Für den Fall, dass Sie beabsichtigen in eine der Provinzen zu Reisen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, wird dazu geraten, sich bereits vor Reiseantritt mit dem zuständigen türkischen Generalkonsulat oder der türkischen Botschaft in Berlin zu verständigen.

Kriminalität

In der Türkei kann es immer wieder zu kriminellen Übergriffen auf Touristen kommen. Insbesondere sind in den letzten Jahren Reisende immer häufiger Opfer von Gewaltverbrechen geworden. Daher wird von einem Aufenthalt an unbelebten Orten sowie vor gemeinsamen Unternehmungen mit fremden Personen stets abgeraten. Trotz des Anstiegs der Übergriffe auf Touristen, ist die Türkei ein Land mit einer vergleichsweise gering ausgeprägten Gewaltkriminalität.

Wesentlich häufiger sind hingegen Fälle von Diebstahl oder Betrug. Dies gilt für viele Touristenorte an der Türkischen Riviera aber auch speziell für Istanbul. Hier ist es insbesondere im Stadtteil Beyoglu mehrfach zu Fällen gekommen, in denen Urlauber unter verschiedenen Vorwänden eingeladen wurden, nur um anschließend zur Begleichung extrem überhöhter Rechnungen gezwungen zu werden. Ebenso werden immer wieder Reisepässe und anderen Ausweisdokumente gestohlen. Es wird dazu geraten grundsätzlich auf die eigene Tasche bzw. Geldbörse zu achten. Dies gilt insbesondere an belebten Orten und überall dort, wo es Menschenansammlungen gibt.
Probleme gibt es auch immer wieder mit Kriminellen, die versuchen die Karten von Urlaubern zu stehlen und an den entsprechenden Pin-Code zu gelangen. Die Geheimzahl sollte daher immer nur verdeckt und für niemanden sichtbar eingegeben werden.

Bei weiteren bekannten Betrugsfällen wurden Urlauber nach ihrer Heimreise unter dem Vorwand einer fälligen Steuernachzahlung oder einer Gebühr für einen Lottogewinn telefonisch zu einer Geldüberweisung per Western Union Transfer in die Türkei veranlasst. Solche Fälle sollten immer den zuständigen deutschen Polizeibehörden gemeldet werden.

Erdbeben

Die Türkei ist stark Erdbeben gefährdet. Immer wieder bewegt sich in verschiedenen Regionen des Landes die Erde. Vor allem Istanbul ist betroffen. Forscher gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für ein großes Beben in der Metropolregion bis zum Jahr 2034 bei 35 bis 70% liegt. Die Stadt liegt unmittelbar an der Nordanatolischen Verwerfung, welche sich südlich der Stadt befindet und alle 250 Jahr von massiven Erdstößen erschüttert wird. Das letzte heftige Beben wurde 1766 registriert. Die Folgen eines solch enormen Bebens wären katastrophal.

Sofern man sich im Inneren eines Hauses aufhält wird dazu geraten unter einem möglichst stabilen Möbelstück Schutz zu suchen und das Gebäude erst dann zu verlassen, wenn die Erdstöße beendet sind.
Wer sich im Freien aufhält sollte sich so schnell wie möglich einen weitläufigen, freien Platz aufsuchen und hohe Gebäude und Stromleitungen meiden.
Falls Sie in eine Katastrophe geraten, melden Sie sich anschließend so schnell wie möglich bei Ihrer Familie. Sollte dies nicht möglich sein, wenden Sie sich an die deutsche Botschaft in Ankara oder eine andere deutsche Vertretung.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt gestattet, wohingegen die Ausfuhr auf einen Wert von 5000 US Dollar bzw. den Gegenwert in Türkischen Lira beschränkt ist.

Privater Schmuck kann in einer Höhe von 15.000 US Dollar ein- und ausgeführt werden. Sollte dieser Wert überstiegen werden, muss das bei der Einreise deklariert werden. Für Schmuck den Sie während des Urlaubs erstehen, benötigen Sie für die Ausfuhr einen Nachweis.

Gegenstände des persönlichen Gebrauchs dürfen bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei in die Türkei eingeführt werden. Dazu zählen u.a. auch Medikamente und Geschenkartikel.
Weiterhin können 400 Zigaretten, 100 Zigarillos oder 50 Zigarren, 250g Tabak bzw. 200g Kautabak oder 50g Schnupftabak sowie 1 Liter Getränke mit einem Alkoholgehalt von über 22% und 1 Liter Getränke mit einem Alkoholgehalt von unter 22% eingeführt werden. Hierfür müssen Reisende allerdings mindesten 18 Jahre oder älter sein.

Eau de Cologne, Parfüm und ähnliches kann in Mengen von bis zu 600 ml ebenso eingeführt werden wie 1 Kg Kaffee, 1 Kg löslicher Kaffee, 1 Kg Tee sowie 1 Kg Schokolade und 1 Kg Süßigkeiten.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Mit besonderer Härte wird in der Türkei gegen Drogendelikte vorgegangen. Wer Rauschmittel in das Land einführt, muss mit einer Gefängnisstrafe von 10 bis 20 Jahren rechnen. Die Ausfuhr von Drogen wird mit 6 bis 12 Jahren Gefängnis geahndet. Ähnlich liegen die Strafen für Handel und Besitz.

Ebenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte man den Erwerb, den Besitz und die Ausfuhr von Kultur- und Naturgütern. Diese gelten nämlich als staatliches Eigentum, was dazu führt, dass Touristen mit mehreren Monaten Untersuchungshaft und hohen Kautionszahlungen von bis zu 9.000 Euro rechnen müssen. In besonders schwerwiegenden Fällen werden auch Haftstrafen verhängt. Besonders knifflige für Urlauber ist die Tatsache, dass sich nur schwer erkennen bei welchen Gegenständen es sich um Kultur- und Naturgüter handelt. Grundsätzlich wird der Begriff von der Polizei und den Zollbehörde aber weit ausgelegt. Es wird daher dringend davon abgeraten, Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien und sonstige alt aussehende Gegenstände – auch von vermeintlich geringem Wert – zu kaufen oder von anderen Stellen selbst mitzunehmen. Da die Begriffe nicht genau definiert sind, kann es durchaus vorkommen, dass schon ein einfach bearbeiteter Stein als Antiquität gilt. Touristen sollten demnach niemals Gegenstände, die unter die genannten Kategorien Fallen könnten, ohne eine entsprechende Genehmigung der türkischen Behörden ausführen. Sofern beim Kauf keine entsprechende Genehmigung ausgestellt wurde, besteht die Möglichkeit an einigen Zollstellen oder bei dem türkischen Kulturministerium unterstehende Museen eine Ausfuhrerlaubnis einzuholen.

Ebenfalls verboten ist die Einfuhr von Waffen und Schneidewerkzeug – etwa zum Camping – ohne eine zuvor ausgestellte Erlaubnis.

Homosexualität ist in der Türkei strafrechtlich mittlerweile irrelevant, ist gesellschaftlich aber noch immer ein Tabu. Homosexuelle Paar müssen insbesondere außerhalb der wichtigen Touristendestinationen mit Anfeindungen rechnen.

Politische Äußerungen gegen den Stadt sowie die Bekundung von Sympathie mit terroristischen Organisationen und auch das Fotografieren von Militäranlagen und Personal, insbesondere an kritischen Orten, kann mit Strafe geahndet werden.

Gesundheit

Für eine Reise in die Türkei bestehen keine Impfvorschriften. Das Auswärtige Amt empfiehlt allerdings die Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institus zu erneuern.
Erwachsene sollten Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza, Pneumokokken und Polio in Betracht ziehen.
Abhängig von der bereisten Region sowie der Dauer des Aufenthalts werden auch Impfungen gegen Hepatitis A, Hepatitis B sowie Tollwut und Typhus empfohlen.

Türkei Malaria Map

Türkei Malaria Karte

Die Türkei gilt weitestgehend als malariafrei. Ausgenommen hiervon sind die Grenzregionen zu Syrien und zum Irak. Ein mittleres Malariarisiko besteht in den Monaten zwischen Mai und Oktober. Bei Aufenthalten in den kritischen Regionen sollten einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um bereits dem Stich der möglicherweise infizierter Mücken zu vermeiden.

Wie beinahe im gesamten asiatischen Raum kommt es auch in der Türkei immer wieder zu Durchfallerkrankungen aufgrund verunreinigten Trinkwassers oder mangelnder Lebensmittelhygiene. Durch das Befolgen einiger Grundregeln lässt sich das Risiko einer Erkrankung allerdings drastische minimieren.

In den vergangenen Jahren kam es in ländlichen Regionen selten zu Fällen von Krim-Kongo-Fieber. Bei einem Ausbruch im Jahr 2012 starben sieben Menschen. Übertragen wird die Krankheit durch Zecken. Urlauber sollten daher bei Reisen in eine kritische Region immer die Maßnahmen zur Abwehr von Mückenstichen befolgen, die ebenfalls Malaria und anderen Erkrankungen verhindern können.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in den Großstädten und den belebten Touristenorten entspricht dem europäischen Niveau. Vor allem in Istanbul gibt es neben dem deutsch-türkischem Krankenhaus eine Reihe von deutschsprachigen Ärzten. Auf der Internetseite des Deutschen Generalkonsulats Istanbul können sich Urlauber eine entsprechende Liste mit Namen und Adressen herunterladen.

Wesentlich schlechter ist die Versorgung allerdings in den ländlichen Gebieten Anatoliens. Technisch und apparativ, aber auch hygienisch gibt es hier des Öfteren Probleme. Manchmal fehlt es an auf europäischem Niveau ausgebildeten Fachpersonal und viele Ärzte verfügen über keine ausreichenden Fremdsprachenkenntnisse. Immer wieder kommt es zudem vor, dass ein Auslandskrankenschein für die Behandlung nicht ausreicht. Empfohlen wird daher, eine private Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung abzuschließen sowie eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke mit sich zu führen und diese den Umständen entsprechend zu lagern. Bei Reisen in Risikogebiete sollte im Vorfeld ein Tropenarzt oder Reisemediziner aufgesucht werden.

Sofern verschreibungspflichtige Medikamente eingeführt werden, sollte immer auch eine Bestätigung des in Deutschland behandelnden Arztes vorliegen, welche die medizinische Notwendigkeit bestätigt.

Deutsche Vertretung in der Türkei

Deutsche Botschaft in Ankara
Ankara 114 Atatürk Bulvari, Kavaklidere
06540 Ankara
Tel.: +90 312 455 51 00
Fax: +90 312 455 53 37
E-Mail: info@ankara.diplo.de
Website: www.ankara.diplo.de

Deutsches Generalkonsulat in Istanbul
Istanbul Inönü Caddesi 10
34437 Gümüssuyu-Istanbul
Tel.: +90 212 334 61 00
Fax: +90 212 249 99 20
E-Mail: info@istanbul.diplo.de
Website: www.istanbul.diplo.de

Deutsches Generalkonsulat in Izmir (u.a. zuständig für Antalya)
Izmir Korutürk Mah.
Havuzbasi 1
35330 Balcova-Izmir
Tel.: +90 232 488 88 88
Fax: +90 232 463 95 53
E-Mail: info@antalya.diplo.de
Website: www.antalya.diplo.de