Südkorea Reisen, Reiseführer, Reisetipps

HauptstadtSeoul
SprachenKoreanisch (Amtssprache),
StaatsformRepublik
Fläche99.392 km²
Einwohner50 Millionen (~489 Einwohner pro km²)
Währungsüdkoreanischer Won (KRW)
Telefon-Vorwahl+82
ZeitzoneUTC+9
NationalflaggeSüdkorea Flagge

Südkorea Flagge

Jahrzehnte lang lag der südliche Teil der koreanischen Halbinsel in touristischer Hinsicht im Schatten Japans. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Mit dem industriellen und wirtschaftlichen Aufschwung besuchten auch zunehmend Touristen aus der ganzen Welt das kleine Land in Ostasien. Heute begegnet Südkorea seinem östlichen Nachbarn auf Augenhöhe.

Die Hauptstadt Seoul kann durchaus mit der Weltmetropole Tokio konkurrieren und die geographische Vielfalt des Landes begeistert Strandurlauber, Großstadtanhänger und Trekkingbegeisterte gleichermaßen.

Die gut ausgebaute Infrastruktur erlaubt es Reisenden ohne große Strapazen auch die entlegenen Regionen des Landen zu entdecken. Die einzigartige Mentalität und Gastfreundschaft der Südkoreaner machen einen Aufenthalt auf der Halbinsel zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Trotz japanischer Besatzung, dem Koreakrieg und dem noch immer schwelenden Konflikt mit dem Nachbarn im Norden, hat sich in Südkorea eine Kultur erschaffen, die Tradition und Moderne erfolgreich miteinander vereint. Heute besuchen mehr Touristen als jemals zuvor das kleine Land auf der Südseite der Koreanischen Halbinsel.

Südkorea Seoul

Die beeindruckende Skyline von Seoul in Südkorea bei Nacht.

Auf einer Fläche von 100 000 km² leben etwa 50 Millionen Einwohner. Mit rund 490 Einwohner pro km² ist das Land zwar mehr als doppelt so dicht besiedelt wie die Bundesrepublik, bietet aber dennoch eine einzigartige Flora und Fauna, die einen wunderbaren Kontrast zur Hektik der Großstädte bietet. Die Hauptstadt Seoul, das wirtschaftliches und touristisches Zentrum des Landes, ist bereits für sich genommen eine mehrwöchige Reise wert und kann durchaus mit den großen Metropolen dieser Welt mithalten. Auf einer Asienreise darf ein Stopp auf der Halbinsel auf keinen Fall fehlen.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen und Sehenswürdigkeiten in Südkorea:

Andong

Die Stadt in der Provinz Gyeongsangbuk- do bietet ein idyllisches Flair sowie einige kleinere Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Vor allem aber wird sie als Ausgangspunkt für Reisen in das historische Dorf Hahoe genutzt, in welchem die Bewohner noch in traditionellen Häusern leben, von denen einige auch für Besucher zugänglich sind. Von Andong aus verkehren regelmäßig Busse in den knapp 25 km westlich der Stadt gelegenen Ort.

Busan

Busan Korea

Busan

Die zweitgrößte Stadt im Land liegt an der Südküste der Koreanischen Halbinsel. Mit rund 3,5 Millionen Einwohnern ist Busan neben Seoul eine der populärsten Touristendestinationen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Meer sowie der geographischen Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden des Landes bietet Busan allerdings einen anderen Flair als die Hauptstadt.

Nicht nur bietet sich die Metropole als ein optimaler Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region an, auch die Stadt selbst hat unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Touristen finden hier Tempel, Museen, Parkanlagen und populäre Bauwerke, aber auch unzählige Shoppingmöglichkeiten einen Fischmarkt sowie einen der beliebtesten Strände im Land, den Haeundae Beach.
Dank der hervorragenden Infrastruktur fällt es Reisenden leicht, die Stadt bis ins kleinste Detail zu erkunden.

Daegu

Die Stadt in der Provinz Gyeongsangbuk- do im Südosten des Landes trägt auch den Spitznamen „Colorful Daegu“. Neben diversen Attraktionen und einen ambitionierten Nachtleben, das vor allem rund um die Universitäten stattfindet, wird die Stadt gerne als Ausgangspunkt für einen Trip zum Berg Palgongsan, der sich etwa 20 km nordwestlich des Zentrums befindet, genutzt.
Weiter Attraktionen der Stadt sind neben den unzähligen Parks und Aktivitätsmöglichkeiten insbesondere der Woobangland Freizeitpark und der Woobang Tower.

Daejeon

Daejon Korea

Daejon bei Nacht: Die Expo Bridge

Mit rund 1,5 Millionen Einwohnern ist Daejeon die fünftgrößte Stadt in Südkorea. Urlauber finden neben verschiedenen Sehenswürdigkeiten, insbesondere Tempel und Parkanlagen, eine Reihe von Freizeitmöglichkeiten sowie ein buntes Unterhaltungsprogramm. Zwar fehlt es der Stadt an einem wirklichen Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Städten wie Seoul oder Busan, dennoch kann man einige aktive Tage in der Metropole verbringen.

Gangneung

Die Stadt an der Ostküste Südkoreas erfreut sich insbesondere aufgrund des Gyeongpo Beach einer zunehmenden Beliebtheit bei Einheimischen wie auch bei Touristen. Der Strand erstreckt sich über eine Länge von etwa 6 km und ist in den Monaten von Juli bis August von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Neben entspannen und Schwimmen können Urlauber eine Reihe zusätzlicher Angebote, wie etwa Jetski oder Bananenboot fahren, in Anspruch nehmen. Zudem ist die Stadt bekannt für seine zahlreichen Festivals, die das ganze Jahr über stattfinden. Daneben findet man natürlich auch zahlreiche Kulturangebote wie Museen oder antike Tempelanlagen.

Gwangju

Gwangju

Blick auf Gwangju

Gwangju ist die Hauptstadt der Provinz Jeollanam- do im Südwesten des Landes. Mit etwa 1,4 Millionen Einwohnern bietet die Metropole alles was man von einer Stadt dieser Größenordnung erwartet. Neben ihren verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Freizeitangeboten und Shoppingmöglichkeiten können Reisende im 5.18 Memorial Park Zuflucht vor der Hektik der Großstadt suchen. Der Park dient als Erinnerung an den Gwangju Aufstand vom Mai 1980 und wird Heute von Besuchern und Einheimischen vor allem zum flanieren und entspannen genutzt.

Gyeongju

Gyeongju, Korea

Gyeongju

Einst die Hauptstadt des alten Silla Königreichs, ist Gyeongju heute eine der populären Touristikhochburgen in Südkorea. Die unzähligen Sehenswürdigkeiten locken jedes Jahr Unmengen an Touristen in die kleine Stadt im Südosten des Landes. Südwestlich der Stadt befindet sich der Bulguska Tempel, der ebenso wie der Grottentempel Seokguram zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bekannt ist die Stadt außerdem für ihre vielen Königsgräber sowie ihrer historischen Kulturstätten Daeneungwon, Cheomseongdae sowie Banwolseong und Hwangnyongsa, welche im Jahr 2000 ebenfalls von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Die Stadt selber hat rund 280 000 Einwohner und verfügt über diverse Hotels und Unterkünfte sowie eine passable Infrastruktur. Touristen, die das umfangreiche Kulturangebote nutzen möchten, können daher problemlos einige Tage in der Stadt verbringen.

Incheon

Incheon Airport

Incheon Airport

Die Stadt Incheon liegt knapp 30 km westlich von Seoul und bietet alles, was man von einer Metropole mit knapp 2,7 Millionen Einwohnern erwartet. Bekannt ist sie jedoch vor allem für ihren internationalen Flughafen (Incheon Gukje Gonghang International Airport), der mittlerweile der wichtigste und größte Flughafen im ganzen Land ist. Daneben findet man natürlich zahlreiche Attraktionen und Freizeitmöglichkeiten. Shopping, Essen und ein buntes Nachtleben zeichnen die Stadt aus. Dank der hervorragend ausgebauten Infrastruktur sind Reisen in die Umgebung oder das Pendeln in die Hauptstadt Seoul kein Problem.

Jeju Island

Jeju Island Korea

Jeju Island

160 km südlich der koreanischen Halbinsel liegt zwischen der Koreastraße und dem Ostchinesischen Meer die Vulkaninsel Jeju-do. Mit ihren subtropischen Klima und ihrer üppigen Vegetation ist sie vor allem bei einheimischen Urlaubern ein beliebtes Touristenziel. Viele Reisende zieht es in den Hallasan Nationalpark, wo man den wüsten Berg Südkoreas, den Mount Hallasan, besteigen kann. An den Küsten finden sich zahlreiche Strände, von denen sich insbesondere der Hyeopjae Beach einer ungemeinen Beliebtheit erfreut.

Ob Wandern in den Bergen, Entspannen am Strand oder das Besichtigen historischer Kulturstädten, die Inseln hat allen Besuchern etwas Einzigartiges zu bieten. Da Jeju- do nicht über ein eigenes Schienennetz verfügt müssen Reisende allerdings auf den Bus zurückgreifen. Von der Hauptstadt Jeju- si aus lassen sich auf diese Weise alle wichtigen Touristendestinationen ohne Probleme erreichen. Zwischen der Insel und dem Festland verkehren täglich verschiedene Fähren, die von Busan oder Incheon aus den Hafen in Jeju- si anlaufen. Zudem wird der Jeju International Airport von verschiedenen Fluggesellschaften von der koreanischen Halbinsel aus angeflogen. Um die Insel ungestört erkunden zu können, bietet es sich an, direkt am Flughafen ein PKW zu mieten.

Mokpo

Die Stadt im Südwesten des Landes zählt trotz ihrer geringen Größe zu den bedeutendsten Hafenstädten in Südkorea. Verschiedener Sehenswürdigkeiten locken regelmäßig unzählige Touristen in die Stadt mit ihren knapp 250 000 Einwohnern. Neben einigen gängigen Attraktionen erfreut sich besonders der Berg Yudalsan großer Beliebtheit. Die Aussicht von der Spitze des Berges bietet einen wunderbaren Rundumblick auf das Zentrum sowie den Hafen und den Dadohaehaesang Nationalpark, der jährlich rund 560 000 Besucher anzieht. Zudem findet man hier zahlreiche Besonderheiten wie den Skulpturenpark oder einen Orchideenpark.

Seoul

Seoul

Seoul by night

Die Hauptstadt des Landes ist der ideale Ausgangspunkt für eine Rundreise in Südkorea. Die hervorragend ausgebaute Infrastruktur, insbesondere das Flug-und Schienennetz, ermöglicht es Urlaubern beinahe alle Regionen des Landes ohne allzu große Strapazen zu bereisen.
Aber auch Seoul selber bietet unzählige Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. In der zehn Millionen Stadt finden Urlauber alles was das Herz begehrt. Neben populären Bauwerken, einer Vielzahl von Museen sowie Theater und Musik glänzt die asiatischen Metropole mit unzähligen Freizeitaktivitäten, einem ausschweifenden Nachtleben und ist ganz nebenbei noch ein Paradies für Shoppingbegeisterte.

Einer besonderen Beliebtheit erfreut sich der Changdeokgung Palast, der im Jahr 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Dieser zählt zu den fünf großen Königspalästen in Seoul und ist neben dem Deoksugung Palast,dem Changgyeonggung, dem Unhyeon sowie dem populären Gyeongbokgung Palast eine der Hauptattraktionen der Stadt.

-> Mehr zu Sehenswüedigkeiten in Seoul auf unserer Detailseite.

Seoraksan Nationalpark

Der Nationalpark ist in erster Linie für den Seoraksan Gipfel bekannt. Dieser zählt zum Taebaek Gebirge und ist mit über 1700 Meter der drittgrößte Berg in Südkorea. Die zerklüftete Felslandschaft zieht regelmäßig ein Vielzahl von Touristen an und gehört zu beliebtesten Ausflugszielen in der nördlichen Region.

Sokcho

Die Stadt in der nordöstlichen Provinz Gangwon- do ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Ausflug in den nahegelegenen Seoraksan Nationalpark.

Suwon

Suwon Fortress

Suwon Fortress

Die Großstadt mit über einer Million Einwohnern ist insbesondere für die populäre Hwaseong- Festung bekannt, welche in den Jahren zwischen 1794 und und 1796 vom König Jeongjo erbaut wurde. Ihre knapp 6 km lange Festungsmauer umschließt einen großen Teil der Altstadt und variiert auf einer Höhe zwischen 4 und 6 Metern. Zudem wird die Festung vom Fluss Suwoncheon durchquert. Nachdem sie im Koreakrieg zu Teilen zerstört wurde, beschloss die Regierung die Restauration der historischen Stätte in den 1970er Jahren. Seit 1997 zählt die Hwaseong- Festung zum UNESCO Weltkulturerbe.
Abseits der Festung gibt es in der Stadt einige kleinere und größere Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch Suwons lohnenswert machen.

Ulsan

Touristisch eher wenig interessant, gilt Uslan als eine der industriellen Hochburgen im Land trägt den Beinamen „Hyundai City“. Zu den Attraktionen zählt neben dem öffentlich zugängigen Hyundai Heavy Industries Park (Tickets können im Vorfeld Online gebucht werden) der beliebte Daewangam Park.
Bekannt ist die Region zudem für ihre Gerichte mit Walfleisch, die bei westlichen Touristen allerdings eher Ablehnung (sei es aufgrund moralischer Bedenken oder aber aufgrund des strengen Geruchs) hervorrufen.

Geschichte

Bereits 1910 annektierte Japan die Halbinsel Korea. Unter dem Namen Chosen wurde das Land zu einer japanischen Provinz. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Korea von den Siegermächten in zwei Besatzungszonen aufgeteilt. Während der südliche Teil der Halbinsel von den US Streitkräften besetzt wurde, fiel der Norden des Landes unter die Kontrolle der Roten Armee. Die zunächst angestrebte Vereinigung der beiden Besatzungszonen unter einer vereinten koreanischen Regierung konnte allerdings nicht erreicht werden. Zwei Jahre nach dem Ende des Krieges beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen in dem getrennten Land freie Wahlen durchführen zu lassen, was allerdings von der Sowjetunion abgelehnt wurde.

1948 wurde im Süden des Landes die Republik Korea ausgerufen. Ähnlich wie der kommunistische Norden des Landes sahen sich beide Staaten als rechtmäßige Regierung der Halbinsel. Nachdem sich die Besatzungsmächte gegen Ende der 1940er Jahre aus dem geteilten Land zurückgezogen hatten, war die Lage zwischen Nord- und Südkorea bereits stark angespannt. Die Spannungen entluden sich am 25. Juni 1950, als Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee die Grenze überschritten und damit den Koreakrieg einleiteten. Die wenigen verbliebenen US Truppen wurden von der Armee des Nordens, welche sich Dank der Unterstützung Chinas und der Sowjetunion besser und schneller entwickelte als die Armee im Süden des Landes, innerhalb weniger Monate beinahe vollständig aufgerieben. Erst Mitte September konnte die Südarmee durch die Unterstützung von UN Truppen, insbesondere durch die Hilfe amerikanischer Soldaten, die Volksarmee Nordkoreas bis an die chinesische Grenze zurückdrängen. Erst jetzt griff auch China in den Konflikt ein und drängte die UN Truppen bis südlich des 38. Breitengrades zurück, wo die Front erstarrte. Der anschließend vereinbarte Waffenstillstand wurde von allen Konfliktparteien mit Ausnahme von Südkorea unterzeichnet. Stattdessen richtete das Land entlang des 38. Grad eine entmilitarisierte Zone ein, die noch heute Bestand hat und zugleich die Grenze zwischen den beiden Staaten bildet.

Die Folgejahre des Krieges waren geprägt durch die wirtschaftliche Mißlage und eine korrupte Regierung. Massenproteste zu Beginn der 1960er Jahre veranlassten den damaligen Präsidenten zum Rücktritt. Als auch die nachfolgende parlamentarische Regierung der Probleme nicht Herr werden konnte, putschte im Mai 1961 das Militär und übernahm die Führung über den südlichen Teil der Insel. Die Militärregierung unter Führung des General Park Chung Hee schränkte in einem erheblichen Ausmaß die Rechte der Bürger ein und verfolgte Anhänger der Opposition. Gleichzeitig schaffte es die Militärdiktatur jedoch die Wirtschaft neu zu beleben und das Land zu stabilisieren. 1979 wurde Chung Hee von seinem eigenen Geheimdienstchef erschossen. In Folge dessen entschied sich die Regierung den ehemaligen Ministerpräsidenten Cho Kyu Ha zum Präsidenten zu ernennen. Doch bereits ein Jahr später strebte das Militär erneut an die Macht. Proteste der Bevölkerung und der Ruf nach mehr Demokratie wurden zum Teil blutig niedergeschlagen. Dennoch schaffte es die Militärregierung erneut die Wirtschaft anzukurbeln. 1987 überraschte der potentielle Nachfolger des führenden Generals mit einer Verfassungsänderung zu Gunsten der Demokratie. Das erste mal seit 1961 wurden im Land frei Wahlen durchgeführt, aus denen einer der Oppositionellen als Sieger hervorging. In den Folgejahren festigte sich die Demokratie im Land. Südkorea nahm diplomatische Beziehungen zu anderen Staaten auf und bemühte sich weiterhin um die wachsende Wirtschaft. Lediglich die Asienkrise in den 1990er Jahren dämpfte die Entwicklung im Land kurzfristig.

Heute ist es insbesondere der noch immer schwelende Konflikt mit Nordkorea, der die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich zieht. Einen neuen Tiefpunkt erreichten die Beziehungen im Frühjahr 2013. Der Konflikt fand seinen Höhepunkt mit dem Verbot der Einreise in Wirtschaftszone seitens Pjöngjang.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Südkorea kein Visum. Touristen und Geschäftsleute erhalten zum Zeitpunkt des Grenzübertritts automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen. Für den Nachweis eines kurzfristigen Aufenthalts benötigen Urlauber ein bestätigtes Hin- und Rückflugticket, bzw. ein Transitticket. Sollte die Aufenthaltsdauer von 90 Tagen überschritten werden, benötigen Reisende ein gesondertes Visum, dass entweder vor Reiseantritt oder während des Aufenthalts beim koreanischen Immigration Office beantragt werden kann. Weiterhin ist ein Reisepass oder zumindest ein vorläufiger Reisepass erforderlich, der noch weitere sechs Monate Gültigkeit besitzen muss, um in das Land einzureisen zu dürfen.

Working Travel Visum

Eine Besonderheit ist das sogenannte Working Travel Visum. Ein solches Dokument ermöglicht es jungen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit (im Alter zwischen 18 und 30 Jahren) bis zu zwölf Monate in Südkorea zu verweilen und dort einer Tätigkeit nachzugehen. Es gilt jedoch zu beachten, dass das Visum ausdrücklich für einen Ferien- Arbeitsaufenthalt vergeben wird. In diesem Sinne soll die primäre Intention des Besuchs das Reisen und nicht das Arbeiten sein. Wer sich in Südkorea beruflich weiterbilden bzw. ein akademisches Zeugnis oder einen Hochschulabschluss erlangen möchte, benötigt dazu ein D2- Visum. Für die Aufnahme einer andauernden Tätigkeit wird entsprechend eine Arbeitserlaubnis gefordert.

Für die Beantragung des Working Travel Visums, muss ein Antragsformular ausgefüllt und unterzeichnet an die entsprechende südkoreanische Vertretung gesandt werden. Interessenten benötigen neben dem Hin- und Rückflugticket einen Finanzierungsnachweis, der belegt, dass der Antragsteller sich die ersten drei Monate des Aufenthalts selbstständig finanzieren kann. Darüber hinaus ist es erforderlich, eine Gesundheitsattest, das polizeiliche Führungszeugnis und einen Nachweis über einen ausreichenden Versicherungsschutz beizulegen. Die Bearbeitungsgebühr beträgt etwa 60,00 € und muss im Voraus überwiesen werden.

Abhängig vom Bundesland sind verschiedene südkoreanische Vertretungen für die Bearbeitung des Working Travel Visums zuständig:

  • Für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen Anhalt, Sachsen, Mecklenburg Vorpommern und Thüringen wenden sich Interessierte bitte an die Botschaft der Republik Korea in Berlin.
  • Nordrhein Westfalen, Rheinland Pfalz und das Saarland erhalten ein Working TravelVisum bei der Außenstelle der Botschaft der Republik Korea in Bonn.
  • Für Hessen, Baden Württemberg und Bayern ist das Generalkonsulat der Republik Korea in Frankfurt am Main zuständig.
  • Interessierte aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig Holstein müssen ihre Unterlagen an das Generalkonsulat die Republik Korea in Hamburg weiterreichen.

Auch für die Einreise mit dem Working Travel Visum ist zwingend ein gültiger Reisepass erforderlich.
Weiterführende Informationen finden Interessierte auf der deutschsprachigen Internetseite zum Working Travel Visum.

Geld und Währung

Korea Won

Koreanisches Geld: Won Geldscheine

Die nationale Währung in Südkorea ist der Won. Reisende, die Bargeld einführen, haben die Möglichkeit, direkt am internationalen Flughafen, bei Banken und Wechselstuben sowie in einigen der größeren Hotels Euro in Won umzutauschen.
Reisechecks können ebenso wie Bargeld in einigen Banken und Wechselstuben umgetauscht werden.

Geld abheben mit der Kreditkarte, Geldautomaten

Alternativ ist es im Land in der Regel möglich mit der Kreditkarte Bargeld an einem der internationalen Geldautomaten abzuheben. Da diese seltener zu finden sind, kann es passieren, dass man mehrere Banken aufsuchen muss, bevor die Suche erfolgreich verläuft. Zudem besitzen einige 7 Eleven Filialen ATMs, an denen das Abheben mit einer ausländischen Kreditkarte möglich ist. Allerdings sollten Urlauber darauf achten, dass ihr heimisches Kreditinstitut die Bargeldauszahlung außerhalb der Europäischen Union auch erlaubt. Andernfalls kann dies zu erheblichen Problemen führen. Bei eventueller Unsicherheit, sollten man sich im Vorfeld mit dem eigenen Kreditinstitut auseinandersetzen. Zudem erheben viele Banken eine zusätzliche Gebühr, sofern dort Bargeld mit einer internationalen Kreditkarte abgehoben wird.

Mit einigen Kreditkarten können Sie in Südkorea kostenlos Geld abheben.

In den ländlichen Regionen ist es schwieriger Bankautomaten zu finden. Es bietet sich daher an, unmittelbar nach der Einreise am Flughafen Geld von einem Automaten zu beziehen. Das Abheben von Bargeld mit einer der gängigen EC Karten ist in Südkorea übrigens nicht möglich.

Zahlen mit Kreditkarte

Alternativ können Urlauber in weiten Teilen Südkoreas bargeldlos mit der Kreditkarte zahlen. Die meisten Hotels sowie viele der größeren Restaurants und die meisten Geschäfte akzeptieren eine Zahlung auf diesem Weg. Die Nutzung der Kreditkarte ist in Südkorea sehr viel verbreiteter als in Deutschland. Bevor das eckige Stück Plastik jedoch zu stark strapaziert wird, sollte beachtet werden, dass bei der Begleichung einer Rechnung mittels der Kreditkarte eine zusätzliche Gebühr in Höhe von min. 1% berechnet wird. Hinzu kommt, dass in vielen Fällen das Hotel oder Restaurant ebenfalls eine zusätzliche Gebühr erhebt. Daher ist es in der Regel günstiger auf zuvor umgetauschtes Bargeld zurückzugreifen.

US Dollar in Südkorea

Neben Euro empfiehlt sich für die Mitnahme von Bargeld auch der US Dollar. Dieser kann in der Regel, ebenso wie der Euro, bei den entsprechenden Banken und Wechselstuben getauscht werden, vor allem aber ist es möglich in einigen Hotels und Restaurants oder Geschäften direkt mit der amerikanischen Währung zu bezahlen.

Lebenshaltungskosten und Preise für Alltägliches

Die Lebenshaltungskosten in Südkorea lassen sich in etwa mit denen in Japan vergleichen vergleichen. Einfache Gerichte wie Nudeln bekommt man in den kleinen einheimischen Restaurants bereits für 4 Euro. Getränke wie Softdrinks oder Kaffee kosten rund 2 Euro. Ein koreanisches Bier ist bereits für unter 2 Euro zu haben. Importierte Biere und andere Spirituosen sind hingegen deutlich teurer. Für ein deutsches Bier wird schon mal 5 Euro oder mehr verlangt.
Besonders kostspielig ist frisches Fleisch sowie Obst und Gemüse. Die Preise liegen hier über dem deutschen Niveau. Meeresfrüchte hingegen sind in Südkorea deutlich billiger als in der Bundesrepublik. Wer sich im Land vornehmlich nach der einheimischen Esskultur richtet, kann seinen Urlaub dort relativ günstig gestalten.
Die Kosten für eine Hotels und andere Unterkünfte lassen sich mit den Preisen in Europa vergleichen. Ein einfaches Doppelzimmer in Seoul ist für rund 35 Euro zu haben. Sterne- und Luxushotels verursachen hingegen Kosten von mindestens 150 Euro pro Nacht.

Wetter und Klima

Das Klima der Republik Korea erinnert stark an die Verhältnisse in Europa. Es gibt vier ausgeprägte Jahreszeiten, unterteilt in Sommer, Winter, Frühjahr und Herbst. Die Monate von Juni und August sind in der Regel feucht und heiß, wohingegen im Zeitraum von Dezember bis Februar meistens eine trockene und kalte Luft vorherrscht. Der Frühling ist in der Regel recht mild und beginnt meistens Ende März/Anfang April. Ab Juni beherrscht der Sommermonsun das Klima in Südkorea. Die Temperaturen steigen, ebenso wie die Niederschläge. Der Sommeranfang ist zugleich auch der Beginn der Regenzeit. In den Monaten von Juni bis August findet man daher nicht nur die höchsten Temperaturen (mit Spitzenwerten von rund 30° C im Juli und August), sondern auch die ausgiebigsten Niederschlagsmengen. Zudem können bis in den Spätsommer hinein tropische Wirbelstürme für Unruhe sorgen.

Bereits ab Oktober beginnt in Südkorea die kalte Jahreszeit. Während der Wintermonate, insbesondere zwischen Dezember und Februar kann die Temperatur in der Hauptstadt auf bis zu – 7° C absinken. Das Klima ist zu dieser Zeit vorwiegend kalt und trocken.
Die Temperaturunterschiede nehmen von Süden nach Norden zu. Eine Ausnahme bildet hier die Südküste der Insel Jeju-do, wo ein subtropisches Klima vorherrscht.

Die beste Reisezeit für einen Besuch in Südkorea sind die Wochen zwischen Anfang September und Ende Oktober. Zu dieser Zeit herrscht ein angenehmes Klima, das auch für westliche Touristen sehr verträglich ist. Die geringere Luftfeuchtigkeit und die angenehmen Temperaturen sowie das stark gefärbte Herbstlaub, welches gemeinhin als Touristenattraktion gilt, locken jedes Jahr zahlreiche Besucher ins Land. Ähnlich populär sind die Frühlingsmonate von Ende März bis Ende Mai. Neben dem angenehmen Klima, beschert vor allem die Kirschblüte Südkorea in dieser Zeit viele Touristen.

Unterkunft – Hotels und Hostels

Hotels oder Unterkünfte in Südkorea zu finden, stellt in der Regel kein Problem dar. Von günstigen Schlafsälen über eine Vielzahl von Hotels im mittleren Preissegment bis hin zu diversen Luxus- und Sternehotels bietet Südkorea für jeden Geldbeutel etwas. Das Preisniveau auf der Halbinsel ist vergleichbar mit dem in Europa. In Seoul ist die Nacht in einem gemischten Schlafsaal für rund 15 Euro zu haben und ist damit die bei weitem günstigste Übernachtungsmöglichkeit.
Die Kosten für ein schlichtes Einzelzimmer mit eigenen Sanitäranlagen, Klimaanlage, W- Lan etc. belaufen sich auf wenigstens 35 Euro die Nacht. Doppelzimmer sind in einigen Hotels für den gleichen Preis, zu haben.

Ab 150 Euro aufwärts kann man in einem der 4 oder 5 Sterne Hotels nächtigen, die neben der üblichen Ausstattung über zahlreiche Serviceleistungen (Autovermietung, Ticketservice, etc.) einen Shuttledienst, einen Pool und häufig auch ein Fitnesscenter o.ä. verfügen. Einige Hotels im Land erhöhen ihre Preise an den Wochenenden. Zudem verlangen einige Hotels höhere Kosten für ein Zimmer, welches zu jeder Zeit storniert werden kann. Preisvergleiche sollten daher zwingend vorgenommen werden. Die meisten Unterkünfte in Südkorea lassen sich bequem über einen der zahlreichen Onlineanbieter buchen. In den kleineren Städten kann man Hotels auch direkt vor Ort buchen. Von vielen kleinen Unterkünften findet man die Kontaktdaten über eine der gängigen Suchmaschinen.

Anreise

Die Anreise nach Südkorea lässt sich meist mit dem Flugzeug aus Deutschland oder den umliegenden Nachbarstaaten bewältigen.
Seit dem 1. Januar 2012 werden nach der Einreise die biometrischen Daten und Fingerabdrücke von Ausländern (über 17 Jahren) erfasst. Bei der Ausreise aus dem Land muss der Reisepass vorgelegt werden, der auch zur Einreise benutzt wurde. Hier müssen insbesondere Urlauber mit mehreren Reisepässen achtgeben, da andernfalls die Ausreise verweigert werden kann.

Anreise mit dem Flugzeug

Von Deutschland aus besteht die Möglichkeit von verschiedenen Flughäfen via Direktflug nach Südkorea zu reisen. Von Frankfurt am Main und München aus gibt es täglich mehrere Nonstop- Verbindungen zum Incheon International Airport, der etwa 50 km westlich der Hauptstadt Seoul liegt. Die Flugdauer beträgt knapp 11 Std., während die Kosten für den Flug wenigstens zwischen ca. 500 und 700 Euro schwanken. Angeboten werden die Flüge von Lufthansa, Korean Air, Asiana und Jeju Air.
Vom internationalen Flughafen in Incheon aus verkehren regelmäßig Busse in kurzen Abständen, welche u.a. die Hauptstadt Seoul anfahren. Der Transitverkehr zwischen dem Flughafen und der Hauptstadt ist hervorragend ausgebaut, so dass Urlauber ohne große Strapazen die letzte Hürde ihrer Reise bewältigen können.

Ähnlich problemlos ist die Anreise aus den umliegenden asiatischen Ländern. Etwa von Japan aus bieten Billigflieger wie Air Asia regelmäßig Flüge in den Süden der koreanischen Halbinsel an.

Anreise mit dem Schiff

Zwischen Japan und Südkorea bestehen eine Vielzahl von Verbindungen, die in vielen Fällen täglich mit einer Reihe von Fähren bedient werden. Ausgangspunkt für eine Reise von oder nach Südkorea ist die Stadt Busan. Verschiedene Unternehmen (Korea Ferry, Mirejet, Pukwan Ferry, Daea Express Shipping, Panstar Cruise Ferry) bieten auf diesen Reiserouten ihren Dienst an. Abhängig von Ausgangsort und Ziel beträgt die Fahrtdauer zwischen einer (von Tsushima aus) und 16 Stunden (von Osaka nach Busan). In der Regel können die Reservierungen bis zu drei Monate vor der Abfahrt getätigt werden. Da eine Reservierung für die Fähre in vielen Fällen nur telefonisch möglich ist, ist es ratsam, sich an eine der Touristeninformationen zu wenden, da die Kontaktpersonen meistens nur Japanisch oder Koreanisch sprechen.

Von China aus besteht die Möglichkeit von zahlreichen Ausgangshäfen die koreanische Stadt Incheon zu erreichen. Es gibt wöchentlichen mehrere Verbindungen, unter anderen von Dandong, Dalian, Yingkou, Qinhuangdao,Yantai, L ianyungang, Weihai, Qingdao oder Tianjin aus. Die Fahrtdauer beträgt in der Regel zwischen 14 und 24 Stunden, abhängig von der gewählten Route. Grundsätzlich sollten Reisende 2 bis 3 Stunden vor Abfahrt an den Hafenterminals sein, um die üblichen Vorgänge rechtzeitig abschließen zu können. Tickets können in vielen Fällen direkt an den Terminals gekauft werden. In den meisten Fällen benötigen Urlauber hierfür ihren Reisepass.

Weiterhin ist es möglich mit den Schiff zwischen der koreanischen Hafenstadt Donghae und dem russischen Wladiwostok zu verkehren. Die Fahrtdauer beträgt in der Regel zwischen 20 und 23 Stunden. Anbieter ist die DBS Cruise Ferry mit ihrem Schiff Eastern Dream, welches mehrmals in der Woche auf dieser Route unterwegs ist. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der DBS Cruise Ferry.

Fortbewegung im Land

Das Land verfügt über eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur. Urlauber können mit dem Flieger, mit der Bahn oder mit dem Bus sowie mit dem PKW oder der Fähre beinahe jeden Winkel der Halbinsel bereisen.
Entlang der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea besteht einen 4 km breiter Grenzstreifen, der auf beiden Seiten weitläufig von Regierungstruppen abgeschirmt wird. Auf südkoreanischer Seite besteht ein militärisches Sperrgebiet, welches die unmittelbare Annäherung an die Grenze verhindert. Im Osten und Westen der Grenzlinie existieren zwei Übergänge, die allerdings momentan aufgrund der jüngsten Vorfälle geschlossen sind.

Flugzeug

Südkorea verfügt über ein hervorragenden ausgebautes Flugliniennetz. Die Gesellschaften Korean Air und Asiana Airlines fliegen weit mehr als ein Dutzend der großen Städte im Land an. Erweitert wird das Angebot zudem durch die beiden Billigflieger Eastar Jet und T’way Airlines. Insgesamt verfügt Singapur über 20 Flughäfen die für den inländischen Flugverkehr genutzt werden. Von Seoul aus lassen sich die meisten Destinationen im Land mit dem Flugzeug in rund einer Stunde erreichen. Die meisten Flughäfen bieten zudem gute Busverbindungen oder einen Shuttleservice in das jeweilige Stadtzentrum an.

Bahn fahren in Südkorea, KTX

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Korail verfügt über einen weitläufig ausgebautes Schienennetz und bietet Verbindungen in allen größeren Städte und Ortschaften des Landes an. Neben der gängigen Eisenbahn bietet Korail auch Fahrten in einer Hochgeschwindigkeitsbahn an. Der KTX (Korean Train Xpress) erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern und verbindet die meisten großen Städte des Landes miteinander. Von Seoul nach Busan beträgt die Fahrtdauer rund 2 Stunden 40 Minuten. Der KTX befährt vier verschiedene Strecken, die sich allesamt vom Norden des Landes in den Süden bzw. in den Südosten erstrecken. Gemeinsamer Ausgangspunkt für alle Verbindungen ist die Hauptstadt Seoul. Tickets können entweder vor Ort oder auf der Internetseite von Korail im Vorfeld gebucht werden.

Die Züge sind aufgeteilt in Waggons der ersten und zweiten Klasse sowie in manchen Fällen in zusätzliche Abteile für Familien. Reisende, die die das Land mit dem Zug bereisen möchten, sollten sich im Vorfeld ihrer Reise überlegen, ob sich die Anschaffung eines KP Passes für sie lohnt. Mit diesen Sonderticket können Urlauber sämtliche Züge von Korail nutzen oder einen weiteren Aufschlag zu zahlen. Die Gültigkeit des KP Passes beträgt einen, drei, fünf, sieben oder zehn Tage. Die Preise reichen entsprechend von etwa 40,00 € (für einen Tag) bis zu rund 125 € (für zehn Tage). Kinder bezahlen die Hälfte. Zusätzlich gibt es Ermäßigungen für Gruppen und für Jugendliche. Weitere Informationen zu den allgemeinen Fahrplänen sowie zum KP Pass oder Buchungen und Ticketreservierungen finden Sie auf der offiziellen Internetseite von Korail. Neben dem KP Pass findet man hier auch noch weitere Angebote, die bei einem längeren Aufenthalt in Südkorea durchaus nützlich sein können.

Bus

Überall in Südkorea findet man Linien- und Expressbusse. Diese verbinden die meisten der großen Städte sowie viele kleinere und größere Ortschaften. Die Preise sind recht günstig und zumindest die Expressbusse verfügen über eine komfortable Ausstattung und sind klimatisiert. Da diese etwas komfortableren Busse insbesondere die Großstädte miteinander verbinden, sind Touristen, welche auch die touristisch eher unerschlossenen Regionen des Landes bereisen wollen, auf die regionalen Linienbusse angewiesen. Diese sind zwar sehr günstig, verfügen aber in einigen Fällen nicht über eine Klimaanlage und sind zudem häufig überfüllt.

Auto und Mietwagen

Wer sich bei der Erkundung Südkoreas nicht auf den Bus oder die Bahn verlassen möchte, kann sich im Land einen Auto mieten. Autovermietungen findet man in der Regel an den internationalen Flughäfen sowie in den meisten Großstädten. Die meisten Straßen sind asphaltiert und alle Großstädte sind durch hervorragend ausgebaute Autobahn miteinander verbunden. Lediglich die kleineren Nebenstraßen und manche Landstraßen sind in schlechterem Zustand. Der Mieter muss das 22. Lebensjahr erreicht haben und über einen internationalen Führerschein verfügen, der mindestens ein Jahr alt ist sowie den Führerschein des Herkunftslandes besitzen. In Südkorea herrscht Rechtsverkehr. Urlaubern, denen das selbständige Fahren Sorgen bereitet, können zudem einen PKW mit Fahrer anmieten.

Taxi

Um sich in der Stadt sorgenfrei fortzubewegen, bietet das Taxi eine preiswerte Alternative zu Bus und Bahn. In jeder größeren Stadt gibt es Taxistände. Wahlweise können die bemannten PKWs aber auch auf der Straße angehalten werden. In der Nacht wird in der Regel ein Aufpreis von 20% berechnet. Gleiches gilt für die Fahrt in den speziell gekennzeichneten Taxis mit englischsprachigen Fahrer.

Schiff

Es gibt Verbindungen zwischen Busan und Mokpo sowie zwischen Busan und Yosu und Busan und der Insel Jeju- do. Die Dauer der Überfahrt beträgt rund zwölf Stunden.

Handy, Smartphone, Internet

Reisende, die ein Südkorea eigenes Handy oder Smartphone benutzen möchten, stehen vor einem Problem. Der koreanische im Netzstandard unterscheidet sich von dem in Europa, so dass es für Urlauber nicht möglich ist, sich einfach eine einheimische Sim- Karte zu besorgen und loszutelefonieren.

Es bieten sich allerdings einige Alternativen an. Sofern das eigene Mobiltelefon sowie die verwendete Sim-Karte den UMTS Standard unterstützen, ist es möglich, gegen entsprechende Roaming-Gebühren, auch in Südkorea Land zu telefonieren. Die anfallenden Kosten sind jedoch in der Regel relativ hoch. Da es in Südkorea nicht ohne weiteres möglich ist eine einheimische Prepaid Sim-Karte für ein deutsches Smartphone oder Handy zu erhalten, greifen viele Urlauber auf ein Miethandy zurück. Die Gebühr beläuft sich am Tag auf etwa 5,00 €. Hinzu kommen die verursachten Kosten durch das Telefonieren. Alternativ können Urlauber auch ein koreanisches Handy kaufen. Günstige Exemplare erhält man bereits für etwa 15,00 € in einem der zahlreichen Mobilfunkshops. Vor der Nutzung des Handys muss allerdings ein Prepaidtarif angemeldet werden. Die Kosten belaufen sich ebenfalls auf etwa fünfzehn Euro inklusive Guthaben. Bereits vor dem Kauf gilt es darauf zu achten, welcher Anbieter genutzt wird. Handys von KTF etwa können nur in deren Netz registriert werden, gleiches gilt für Handys der SK Telecom.

Mobiles Internet und W-LAN

Selbst mit einem Leihhandy ist es jedoch nicht möglich das mobile Internet zu nutzen. Sehr zum Vorteil für alle Touristen gibt es im Land, vor allem in der Hauptstadt Seoul, unzählige Wi- Fi Hotspots. Zudem können Urlauber eines der zahlreichen Internetcafés aufsuchen, die man eigentlich in allen größeren Städten gehäuft findet. Wer hingegen keinen Wert darauf legt permanent online zu sein, für den dürfte das W-LAN reichen, das mittlerweile in beinahe allen Hotels kostenlos in der Lobby oder auf den Zimmern verfügbar ist.

Koreanisches Essen

Koreanisches Essen

Koreanisches Essen

Die koreanische Küche wird zwar durch die umliegenden Länder beeinflusst, hat jedoch gegenüber Japan oder China prägnante Alleinstellungsmerkmale. Vor allem Suppen spielen in Korea eine weitaus bedeutendere Rolle als in anderen ostasiatischen Staaten. Der wichtigste Bestandteil einer typischen Mahlzeit ist jedoch auch hier der Reis.

Zutaten in der koreanischen Küche

Typische Zutaten der koreanischen Küche sind neben Knoblauch, Peperoni, Ingwer, Reiswein u.a. Fischsauce, Sojasauce, Sesamöl und Seetang.
Häufig verwendet werden zudem Meeresfrüchte aller Art, aber auch Fleisch kommt in der modernen koreanischen Cuisine immer öfters zum Einsatz. Insbesondere Rind- und Schweinefleisch erfreuen sich mittlerweile einer großen Beliebtheit. Für den westlichen Gaumen erscheinen viele der einheimischen Gerichte sehr scharf. Besonders das Nationalgericht Kimchi, meistens scharf eingelegter Chinakohl, der mit Chili, Knoblauch und Fischsauce verfeinert wird, sorgt bei europäischen Besuchern des Öfteren für rote Köpfe und Atemnot.

Beliebte koreanische Gerichte

Koreanische Küche

Koreanische Küche

Weitere traditionelle Gerichte neben Kimchi sind Bulgogi, marinierte Rindfleischstreifen, die schonend in der Pfanne gegart werden, Samgyeopsal, geschnittene Schweinebauchscheiben, die in der Pfanne gegrillt werden oder aber Haemultang, ein Eintopf aus Meeresfrüchten und Fisch in Kombination mit verschiedenen Gemüsesorten. Ein beliebter Snack im Land ist Gimbap. Dieser kleinen Imbiss, der auf den ersten Blick stark an japanisches Sushi erinnert, ist eine Kombination aus Reis mit Gemüse und Omelettstreifen, die in Seetang gerollt werden.

Zu den Mahlzeiten wird in Südkorea traditionell neben Wasser auch Tee getrunken. Zu Feierlichkeiten greifen die Einheimischen außerdem gerne auf Bier und Reiswein zurück. Grundsätzlich werden im Land zum Verzehr von Alkohol immer auch Snacks gereicht.
Klassische einheimische Gerichte bekommt man in den kleineren koreanischen Restaurants bereits ab vier oder 5,00 €. Bier und Softdrinks sind für etwa 2,00 € zu haben.

Verhaltensregeln

Etwa 31 % der Bevölkerung sind Christen, während knapp 24 % dem Buddhismus anhängen. Zudem findet man in Südkorea wesentlich mehr Atheisten als im asiatischen Umland. Knapp ein Drittel der Bevölkerung in Südkorea gehören keiner Religion an. Grundsätzlich sollte es für alle Gäste im Land eine Selbstverständlichkeit sein spezielle Bräuche zu achten und entsprechende Regeln einzuhalten, sofern diese bekannt sind.

Lautstarkes Verhalten und öffentliche Wutausbrüche sind, wie in den meisten asiatischen Ländern, verpönt und führen zu einem sofortigen Gesichtsverlust. Bei Problemen hilft eine ruhige Schilderung der Situation sowie Geduld weitaus mehr als laute Diskussionen.

Buddhistische Gepflogenheiten respektieren

Da knapp ein Viertel der Südkoreaner dem buddhistischen Glauben angehören, gibt es einige grundlegende Regeln, die eingehalten werden sollten. Es gilt als unhöflich mit dem Finger auf fremde Personen zu zeigen, stattdessen ist es üblich mit dem Kopf in die entsprechende Richtung nicken. Der Kopf gilt im Buddhismus übrigens als das „höchste“ Körperteil und darf daher niemals von Fremden berührt werden. Selbst kleinen Kindern über den Kopf zu streichen wird in buddhistisch geprägten Ländern bereits als Beleidigung angesehen. Im Gegensatz zum Kopf, sind die Füße der „niedrigste“ Teil des Menschen und gelten somit als unrein. Niemals sollten diese im sitzen auf eine andere Person oder etwa auf eine Buddha-Statue zielen. Vor betreten eines Tempels oder Hauses müssen außerdem die Schuhe ausgezogen werden, da diese ebenfalls als unrein empfunden werden. Grundsätzlich sollte man gegenüber älteren Menschen immer Respekt zeigen.

Richtiges Benehmen bei Tisch

Besondere Regelungen gibt es in Verbindung mit den einheimischen Tischmanieren zu beachten. Sofern man als Urlauber lediglich mit anderen Touristen speist, wird über „Regelverstöße“ natürlich hinweggesehen. Für den Fall, dass Sie gemeinsam mit Koreanern den Tisch teilen, sollten jedoch auch Ausländer die hiesige Tischetikette beachten. Zunächst einmal ist es üblich, dass die älteste Person mit der Mahlzeit beginnt. Da sich mehrere Personen aus den gleichen Schüsseln bedienen, gilt es zudem als überaus rüde im Essen herumzustochern oder gar nach den besten Stücken zu suchen. Dabei wird grundsätzlich keinen Essen mit der Hand vom Teller genommen. Südkoreaner benutzten in der Regel Stäbchen oder den Löffel, aber nie beides gleichzeitig. Anders als etwa in China, werden Reisschüsseln nicht mit den Händen zum Mund gehoben, stattdessen führt man die Stäbchen von der Schlüssel zum Mund. In der Regel wird übrigens erwartet, dass die beigelegte Portion Reis vollständig aufgegessen wird.

Während heiße Suppe geschlürft werden darf, sind laute Geräusche oder Schmatzen während des Essens enorm verpönt. Ebenso ungehörig ist es, sich bei Tisch die Nase zu putzen, zu husten oder zu niesen. Die Tischmanieren dürfen von älteren Personen ignoriert werden, während sich jüngere Menschen an die Regeln zu halten haben.
Natürlich wissen die Südkoreaner, dass Urlaubern und Touristen nicht alle Verhaltensregeln bekannt sind. Sollten sie unbeabsichtigt in ein Fettnäpfchen treten, wird man ihnen einen solchen Fauxpas in der Regel nachsehen.

Sprache und Verständigung

Die offizielle Amtssprache im Land ist Koreanisch. Obwohl es keine weiteren anerkannten Minderheitssprachen gibt, wird an den Schulen Englisch als zweite Sprache gelehrt, sowie später auch Chinesisch und Japanisch.
Trotz des Unterrichts wird in weiten Teilen des Landes, vor allem in den ländlichen und in den touristisch unerschlossenen Regionen, kaum Englisch gesprochen oder verstanden. Meistens trifft man lediglich in den größeren Städten wie etwa der Hauptstadt Seoul oder Busan auf englischsprachige Einheimische. Hier sind es meistens die jüngeren Leute, die Englisch verstehen und sprechen. Zudem findet man in den Hotels und einigen Restaurants und Geschäften Angestellte, die über einen gewissen Grundwortschatz an englischen Vokabeln verfügen. Bewegt man sich eher in den Touristikzentren des Landes, kann man sich meistens mit Hilfe der englische Sprache verständlich machen, selbst wenn der Gegenüber nur einige grundsätzliche Vokabeln versteht. Außerhalb dieser Gebiete sollten Reisende immer einen Sprachführer für die essentiellen Dinge mit sich führen. Natürlich ist es auch in Südkorea gerne gesehen, wenn Urlauber einige grundlegende Vokalen auf koreanisch beherrschen, wie etwa die Begrüßung, die Verabschiedung oder auch das Bedanken.

Nachtleben und Party in Südkorea

Bis 2001 war das Nachtleben in Südkorea stark eingeschränkt. Diskotheken und Clubs waren illegal und eine Partyszene, wie man sie zu dieser Zeit z.B. in Tokio vorfand, existierte im Süden der koreanischen Halbinsel nicht. Das hat sich jedoch in den letzten zehn Jahren schlagartig geändert. Seoul gilt zurzeit als eine der angesagtesten Städte, wenn es um ein buntes und ausschweifendes Nightlife geht. Insbesondere die Stadtteile Hongdae (das Studentenviertel) und Gangnam (das südkoreanische Pendant zu Berlin Mitte) sowie der etwas heruntergekommene Stadtteil Itaewon ziehen in den späten Abendstunden zahlreiche Nachtschwärmer an. Abhängig vom Geschmack findet in Seoul jeder wonach er sucht.

Auch in den anderen Großstädten des Landes findet man in der Regel einige Bars, Clubs und Diskotheken. Busan z.B. hat ebenfalls eine stark ausgeprägte Partyszene. In den kleineren Städten und Ortschaften hingegen findet des Öfteren kein Nachtleben Stadt. Hier sind es lediglich die Bars, die zu später Stunde noch als Treffpunkt bereitstehen.
Koreaner sind in der Regel recht kontaktfreudig und gerade in der Hauptstadt fällt es abends leicht Kontakte zu knüpfen und eine feuchtfröhlichen Nacht zu verbringen.

Karaoke, KTV, Noraebang

Ebenso wie in Japan, ist auch in Südkorea Karaoke weit verbreitet und äußerst populär. Die korrekte Bezeichnung lautet Noraebang. Es gibt unzählige Bars, die sich ausschließlich auf Karaoke konzentrieren und Räume für kleine bis mittlere Gruppen anbieten, in denen gesungen und getrunken werden kann. Den Abend in einer Karaokebar ausklingen zu lassen zählt zu den liebsten Beschäftigungen vieler Koreaner.

Reise-und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat einige Informationen veröffentlicht, mit denen sich Urlauber vor einer Reise nach Südkorea beschäftigen sollten.

Allgemeine Sicherheitshinweise

Die angespannte Situation zwischen Nord- und Südkorea sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für internationales Aufsehen. Nach den Vorfällen im Frühjahr 2013 rät das Auswärtige Amt deutschen Staatsangehörigen sich bei einem längeren Aufenthalt bei der deutschen Botschaft in Seoul zu melden und die Kontaktadressen zu hinterlassen. Und eine unmittelbare Gefahr für Reisende besteht nach Auffassung der offiziellen Stellen allerdings nicht.

Kriminalität

Südkorea gilt allgemein als ein sehr sicheres Reiseland. Reisende sollten dennoch nicht die alltägliche Vorsicht vernachlässigen. Insbesondere in Bezug auf Zollvorschriften und strafrechtliche Bestimmungen gibt es einige Regelungen, die zu berücksichtigen sind.

Besondere Zollvorschriften

Bargeld darf in einer Höhe von bis zu zehntausend US Dollar eingeführt werden. Beträge, welche über diese Grenzen hinausgehen, müssen beim Zoll deklariert werden.

Haustiere, die aus Deutschland eingeführt werden, benötigen einen Nachweis, dass sie wenigstens 30 Tage vor der Einreise gegen Tollwut geimpft wurden. Zudem benötigen die Tiere ein Tiergesundheitszeugnis sowie eine Mikroship, dessen Nummer im Gesundheitszeugnis angegeben ist. Andernfalls werden die Tiere in Quarantäne genommen.
Die Einfuhr von Fleisch- und Wurstwaren sowie von Milchprodukten ist aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Tierseuchen in Europa strengstens verboten. Gleiches gilt für die Einfuhr von Obst, Gemüse, Nüssen unter Reis.
Wie üblich, ist auch die Einfuhr von Waffen untersagt.

Besondere strafrechtlichen Vorschriften

Wie auch andere ostasiatische Länder geht Südkorea mit zunehmender Härte gegen die Verbreitung von illegalen Drogen vor. Die südkoreanische Justiz macht im Gegensatz zu vielen anderen Staaten keinen Unterschied zwischen weichen und harten Drogen. Der Kauf, die Einfuhr oder der Gebrauch auch von kleinen Mengen illegaler Substanzen wird in Südkorea unmittelbar mit Strafen geahndet. Ebenso kann der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts fatale Folgen haben.

Auch für Fotografen gilt es bei einer Reise in den Süden der Halbinsel bestimmte Richtlinien zu beachten. Militärische Einrichtungen dürfen daher nicht fotografiert werden. Zuwiderhandlungen können auch hier zu Strafe führen.
Gesundheit

Für die Einreise nach Südkorea besteht derzeit keine Impfpflicht. Das Auswärtige Amt empfiehlt dennoch Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert- Koch- Institus.
Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza und Polio, können auch Impfungen gegen Hepatitis A/ B und Japanische Enzephalitis sowie Tollwut sinnvoll sein.

Um die Sicherheit im Land zu gewährleisten, wird bei der Einreise die Körpertemperatur durch ein Wärmemessbild festgestellt. Diese Maßnahmen dienen vor allem dem Schutz vor der A/ H1N1 Influenza.

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht in Südkorea eine Ansteckungsgefahr mit Malaria. Die Krankheiten werden von einer nachtaktiven Mücke übertragen und treten besonders gehäuft in den nördlichen Teilen der Provinz Kyunggi- do und Gangwon- do auf, mit einer Zunahme der Erkrankungen in den Monaten zwischen Juni und September.
Urlauber und Touristen sollten daher grundsätzlich besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Als Prophylaxe sollten Reisende sich daher stets vor Mückenstichen schützen. Die Beschwerden bei Malaria ähneln meist den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten. Eine Erkrankung lässt sich daher nicht immer nicht direkt diagnostizieren, kann jedoch bei rechtzeitiger Behandlung zuverlässig und ohne bleibende Schäden geheilt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten Asiens ist in Südkorea vor allem die Tertiana Malaria verbreitet, deren Verlauf sich deutlich von der gefährlichen Malaria Tropica unterscheidet und nur selten lebensbedrohlich ist.

Japanischen Enzephalitis wird durch eine nachtaktiv Mücke übertragen und kann tödlich enden, kommt in Südkorea aufgrund der vorbeugenden Schutzimpfung jedoch kaum noch vor. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz von Urlaubern auch eine Impfung vor Reisebeginn in Betracht gezogen werden.
Trotz der eher geringen Gefahr durch Malaria und Japanische Enzephalitis wird Urlaubern empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Zudem sollten Reisende in den kritischen Gebieten stets darauf achten Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Wanderer und Trekkingbegeisterte sind zudem der Gefahr ausgesetzt, sich mit dem Tstsugamushi Fieber/ Scrub Typhus zu infizieren, welches durch Milben übertragen wird. Auch hier sollten Reisende auf Insektenschutzmittel und entsprechende Kleidung achten. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht insbesondere in den wärmeren Jahreszeiten.

Auch in Südkorea treten gelegentlich Durchfallerkrankungen auf. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohen Fleisch zu verzehren oder unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs (das gilt auch für Eiswürfel).
  • Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden.
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.
  • Ggf. sollten Urlauber zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Urlauber Trinkwasser aus der Flasche nutzen. Dies gilt besonders für den ländlichen Regionen. In den größeren Städte wie Seoul oder Busan kann Leitungswasser für derartige Vorhaben genutzt werden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Südkorea entspricht in großen Teilen des Landes den europäischen Standards. Für Urlauber empfiehlt es sich, die internationalen Abteilungen der großen Krankenhäuser aufzusuchen, da man hier in der Regel Ärzte mit erweiterten Fremdsprachenkenntnissen findet. Lediglich in den ländlichen und touristisch unerschlossenen Gebieten, kann es zu Problemen kommen, die vor allem auf fehlende Technik zurückzuführen sind. Zudem fehlen außerhalb der großen Städte meistens englischsprachige Mediziner.

Eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte immer mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Für Touristen ist es darüber hinaus grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen. Außerdem empfiehlt es sich, vor der Abreise mit einem kundigen Arzt oder Tropenmediziner zu sprechen.

Deutsche Vertretung in Südkorea

Bei außerordentlichen Problemen können sich deutsche Staatsangehörige an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Seoul wenden.

Embassy of the Federal Republic of Germany
Adresse:
Seoul 32 Jangmun-ro, Yongsan-gu, Seoul 140-816
Postanschrift:
CPO Box 1289
Seoul 100-612
Republik Korea

Telefon: +82 2 748 41 14
Telefax: +82 2 748 41 61
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