Sri Lanka Reisen, Reisetipps, Reiseführer


Inhalt

HauptstadtColombo
SprachenSinhala und Tamil (Amtssprachen)
StaatsformRepublik
Fläche65.610 km²
Einwohner20,2 Millionen (~323 Einwohner pro km²)
WährungSri-Lanka-Rupie (LKR)
Telefon-Vorwahl+94
ZeitzoneUTC+5:30
NationalflaggeSri Lanka Flagge

Sri Lanka

Auf der sonnenverwöhnten Tropeninsel Sri Lanka finden Besucher nicht nur herrliche Sandstrände mit Kokospalmen, die zu entspannten Bade- oder Wassersporturlauben einladen, sondern auch ein reichhaltiges Angebot für schöne Spaziergänge und Wanderungen durch atemberaubende Landschaften. In den vielen Naturschutzgebieten des Landes leben unzählige wilde Tiere wie Elefanten, Leoparden, Affen, Wasserbüffel, Hirsche, farbenfrohe Vögel und mehr. Besucher Sri Lankas können sie aus nächster Nähe betrachten und besondere Urlaubserinnerungen mit nach Hause bringen. Naturbelassene Regenwälder, Orchideen und weitere blütenreiche Pflanzen sorgen für ein optisches Potpourri verschiedenster Farben unter der hellen Sonne, die sich hier regelmäßig das gesamte Jahr über von ihrer besten Seite zeigt.

Neben ihren idyllischen Landschaften und variantenreicher Flora und Fauna bietet Sri Lanka auch für kultur- und geschichtsinteressierte Besucher zahlreiche interessante Stätten. Neben den derzeit acht besonderen Plätzen, welche die UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet hat, gibt es entzückende Fischerdörfchen und bedeutsame Sakralbauten der verschiedenen Religionen, welche ihren Besuchern erlauben, mehr über die bewegte Geschichte des Landes zu erfahren, beispielsweise in der Stadt Anuradhapura, einem der ältesten kontinuierlich bewohnten Orte der Welt.

Durch die strategisch wichtige Lage im Indischen Ozean und den Einfluss europäischer Mächte wie Niederländer, Portugiesen, Franzosen und Briten etablierte sich die Insel über Jahrhunderte hinweg als wichtiger Handelsstandort und profitierte von einem Angebot an Waren, das in Qualität und Quantität innerhalb der Region seinesgleichen suchte. Zum Erbe aus der Kolonialzeit gehören beeindruckende Festungen, Häuser im Kolonialstil, Delikatessenläden und sonstige Bauten und Elemente des täglichen Lebens, welche Reisende vor Ort live erleben können.

Hotels aller Preis- und Komfortklassen von luxuriös bis sehr günstig können auf Sri Lanka problemlos gefunden werden, wobei die meisten Unterkünfte im internationalen Vergleich für recht wenig Geld zu haben sind. Darüber hinaus finden Freunde kulinarischer Genüsse zahlreiche kleine und große Restaurants, in denen die vielen besonderen Gerichte der sri-lankischen Küche genossen werden können. Zu den wichtigsten lokal angebauten Produkten zählt der berühmte Ceylon-Tee, Kokosnüsse, Kakao, überaus scharfe Chilis, duftender Reis und zahlreiche Obst- und Gemüsesorten.

Im farbenfrohen Sri Lanka findet sich für jeden Geschmack etwas. Während weite Teile des Landes eher ländlich geprägt sind und zum Entspannen, Erkunden, Wandern, Tiere Beobachten und kulturell wichtige Stätten Besuchen einladen gibt es in Colombo und größeren Städten vor allem im Westen und Süden mittlerweile eine touristische Infrastruktur mit Freizeitmöglichkeiten, Sportangeboten und Nachtleben, so dass für alle Besucher des Landes kaum Wünsche offen bleiben.

Städte, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Sri Lanka Karte Provinzen

Sri Lanka: Karte der Provinzen und wichtigsten Städte

Innerhalb der neun Provinzen Sri Lankas, welche sowohl klimatisch und kulturell also auch topografisch und wirtschaftlich bedeutende Unterschiede aufweisen, gibt es für jeden etwas zu entdecken. Von den neun Provinzen des Landes liegen fünf an der Küste, wo herrliche Sandstrände zu finden sind, und vier im Zentrum des Landes, wo sich das bergige Land auf bis zu 2524m über dem Meeresspiegel erhebt. Die neun Provinzen, welche im folgenden vorgestellt werden (Hauptstädte in Klammern), teilen sich auf in insgesamt 25 Distrikte.

Westprovinz (Colombo)

Die überwiegende Mehrheit der Besucher Sri Lankas werden das Land über den Flughafen Colombo (Bandaranaike International Airport) bereisen, welcher in der Westprovinz liegt. Zu dieser Provinz gehören neben Colombo noch die beiden Distrikte Gampaha und Kalutara.

Colombo

Colombo Sri Lanka

Colombo

Wer Colombo erreicht, kann sofort in die farbenfrohe, exotische und freundliche Welt Sri Lankas eintauchen. In dieser größten Stadt des Landes, welche stolz als wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum Sri Lankas auftritt, leben Menschen aus allen Provinzen der Insel sowie aus anderen Ländern des Subkontinents und aus Übersee.

Bunte Märkte, Gärten und Gebäude verzaubern das Auge, während der Weg zum Strand nicht weit ist.

Colombo Sehenswürdigkeiten

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Tempel Gangaramaya und Seema Malaka, das Nationalmuseum sowie der Hindu-Tempel Kovil Veediya. Viele Reisende besuchen ferner die Stätten von Colombo, an denen sich das koloniale Erbe der Stadt zeigt, beispielsweise im Dutch Period Museum, dem einzigen Museum Asiens, welches sich speziell der Zeit unter Niederländischer Krone widmet, der Wolvendaal-Kirche oder dem alten Rathaus.

Restaurants

Beliebt ist darüber hinaus die Vielfalt der kulinarischen Raffinessen, welche in zahlreichen kleineren und größeren Restaurants Colombos angeboten wird. Für jeden Geldbeutel kann etwas interessantes und schmackhaftes gefunden werden. Südlich der Stadt Colombo liegt die zweitgrößte Stadt Sri Lankas, Dehiwala-Mount Lavinia, welche nicht zuletzt durch ihre bezaubernden Strände beeindruckt.

Gampaha

Negombo Beach

Negombo Beach

Im nördlich von Colombo gelegenen Distrikt Gampaha, dem Standort des größten Flughafens des Landes, leben mit 2,3 Millionen Menschen über 10% der Bevölkerung Sri Lankas. Hier befinden sich zahlreiche touristische und religiös bedeutsame Attraktionen, darunter der Tempel von und Kelaniya, welcher von Buddha persönlich besucht wurde.

Neben dem größten Flughafen des Landes befinden sich hier mehrere Freihandelszonen und eine der führenden Universitäten des Landes. Die Stadt Negombo, zentral im Gampaha Distrikt gelegen, hat sich einen Namen als das Rom von Sri Lanka gemacht, nicht zuletzt, da hier zahlreiche römisch-katholische Kirchen zu finden sind, welche weit in Richtung Himmel hinaufragen. Einen schönen Beach gibt es hier außerdem.

Die Reservate Muthurajawela und NARA Mangrove Sanctuary (Naturschutzgebiet mit üppigem Mangrovenwald) bieten eine tropische Welt unberührter Natur und erlauben unbeschwerte Spaziergängen oder längere Wanderungen innerhalb einer idyllischen Kulisse.

Kalutara

Richmond Castle Sri Lanka Kalutara

Richmond Castle aus der Luft.

Der am dichtesten besiedelte Distrikt Sri Lankas, Kalutara, befindet sich im Süden von Colombo und verfügt über beliebte Badeorte in Küstennähe. Hier können Besucher, die nach Inselfeeling mit schönen sandigen Stränden voller Kokospalmen Ausschau halten, voll auf ihre Kosten kommen. Zahlreiche kleine Fischerhütten verleihen dem Ort eine besondere Atmosphäre.

Zu den beliebten Sehenswürdigkeiten innerhalb Kalutaras zählen das Richmond Castle, ein Schloss aus der Kolonialzeit welches sich durch bemerkenswerte architektonische Features auszeichnet sowie die von Buddhisten verehrten Tempel Rankoth Viharaya und Kande Viharaya.

Südprovinz (Galle)

Neben der Westprovinz zählt die Südprovinz jährlich eine große Anzahl internationaler Gäste, die meist gerne die Strände, welche wirklich eine Augenweide sind, hinauf- und hinabschlendern. Die Nationalparks dieser Provinz sowie besondere historische Bauwerke zählen zu den Attraktionen, die Besucher hier erleben können.

Galle

Galle Fort

Galle Fort

Die historische Stadt Galle im gleichnamigen Distrikt an der Südküste Sri Lankas, welche bereits im 2. Jahrhundert auf der Weltkarte des Ptolemäus verzeichnet wurde, erlebt seit einigen Jahren einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung, dessen Auswirkungen Besucher an vielen Orten mit eigenen Augen sehen können.

Zu den vielen Sehenswürdigkeiten in Galle zählt insbesondere die berühmte Festung Galle Fort, welche von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Der Strand von Hikkaduwa erfreut sich besonderer Beliebtheit und erlaubt seinen Besuchern, fernab der dicht besiedelten Städte ein wenig Ruhe und Entspannung zu finden. In der Stadt Ambalangoda, welche in Sri Lanka besonders bekannt ist für ihre traditionellen Masken, befindet sich ein Maskenmuseum, in dem Besucher mehr über die Herstellung und Bedeutung dieses sri-lankischen Kulturguts erfahren können. Das Museum befindet sich direkt an der Hauptverbindungsstraße zwischen Colombo und Galle und kann dementsprechend leicht aufgesucht werden.

Matara

Westlich von Galle liegt die am Meer gelegene Stadt Matara, durch welche sich der Fluss Nilwala malerisch hindurchschlängelt. Sie gilt als Zentrum der Südprovinz und zieht Besucher vor allem durch die natürliche Schönheit der Umgebung magisch an.

Berühmte Autoren und Staatsmänner kamen aus dieser Stadt, darunter die auf Sri Lanka besonders verehrten Personen Anagarika Dharmapala, Kumawanathunga Munidasa und Gajaman Nona. Die Tempelruinen von Devinuwara and Weherahena zeugen von der jahrtausendealten Geschichte dieses Ortes als Hochkultur.

In Point Dondra finden Besucher einen der schönsten und ältesten Leuchttürme des Landes und in Dickwella die 50m hohe und somit größte Statue eines sitzenden Buddha auf Sri Lanka.

Hambantota

Yala National Park Leopard

Ein Leopard im Yala National Park.

Naturfreunde können in Hambantota das bekannteste und älteste Naturschutzgebiet Sri Lankas entdecken, den Yala-Nationalpark.

Hier leben Tiere aller Größen, Formen und Farben, darunter Leoparden, Elefanten, Lippenbären, Goldschakale, Sambarhirsche und Affen. Zu den hier beheimateten Reptilien zählen der Bengalenwaran, die Tigerpython und das Sumpfkrokodil. Unter den mehr als 130 Vogelarten finden sich der Buntstorch, der beeindruckende Ährenträgerpfau und der auffällige Rotgesicht-Malkoha.

Sabaragamuwa (Ratnapura)

Östlich von Colombo, im Innern des Landes zwischen der Westprovinz und der Zentralprovinz liegt Sabaragamuwa. eine Provinz, die vor allem durch ihre landschaftlich besonders reizvolle Umgebung besticht. Sonnenverwöhnte Hügellandschaften, Täler, in denen es blüht und gedeiht sowie zahlreiche Orte voller Edelsteine zählen zu den besonderen Attraktionen von Sabaragamuwa, zu welcher die beiden Distrikte Ratnapura und Kegalle zählen.

Ratnapura

Adam's Peak Sri Lanka

Adam’s Peak

Der 2242m hohe Adam’s Peak, welcher auch Sri Pada genannt wird, gilt als beliebtes Ausflugsziel, welches seine Besucher mit einem faszinierenden Blick über die malerische Landschaft der Umgebung belohnt. Bei klarer Sicht können Wanderer sogar bis Colombo schauen. Seit über 1000 Jahren pilgern Buddhisten, Hindus und Christen auf den Gipfel dieses besonderen Berges.

Im Naturschutzgebiet um den Regenwald von Sinharaja, einem der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete der Insel, können Besucher die unglaubliche Biodiversität des UNESCO-Weltnaturerbes mit seinen zahlreichen endemischen Arten mit eigenen Augen aus nächster Nähe betrachten.

Besonderer Aufmerksamkeit erfreut sich weiterhin der sagenumwobene Wasserfall von Bopath Ella, welcher im Dörflein Agalwatta liegt, etwa eine Stunde südöstlich der Stadt Ratnapura.

Kegalle

Pinnawala Elefanten

Elefanten im Pinnawala Reservat

Auf der Verbindungsstraße zwischen Colombo und Kandy liegt die Stadt Kegalle (78km von Colombo und 40 km vor Kandy). Zu den am meisten besuchen Attraktionen gehört das Elefantenreservat Pinnawala, in welchem sich zahlreiche Helfer um das Wohl von etwa 80 bis 100 Elefanten bemühen.

Zentralprovinz (Kandy)

In der geschichtsträchtigen Zentralprovinz liegen heutzutage riesige Teeplantagen des berühmten Ceylon-Tees und weiterer wertvoller landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die ehemalige Hauptstadt des Landes, Kandy, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sowie im speziellen der Palast mit einem Zahn Buddhas werden gerne von internationalen Gästen besucht.

Kandy

Dalada Maligawa

Dalada Maligawa

In der Stadt Kandy, der letzten Hauptstadt des sri-lankischen Königreichs, finden Besucher berühmte und beeindruckende religiös, kulturell und touristisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten, welche den Reichtum und die kulturhistorische Bedeutung dieser besonderen Stadt widerspiegeln.

Ganz Kandy, auch bekannt als Mahanuwara, zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im eindrucksvollen Palast Dalada Maligawa befindet sich ein Zahn Buddhas, eine Reliquie, welche die Geschichte der Stadt in der Vergangenheit mehrfach verändern sollte. Jährlich im Juli/August findet über zehn Tage lang eine farbenfrohe Parade zu Ehren der Reliquie statt, an welcher Buddhisten und interessierte Besuchern aus der ganzen Welt teilnehmen. Die Stadt gilt als sehr friedlich und harmonisch und zeichnet sich durch eine sehr geringe Kriminalitätsrate aus.

Die nahe gelegenen königlichen botanischen Gärten in Peradeniya gelten als schönste botanische Gärten von Sri Lanka.

Matale

Sri Muthumariamman Thevasthanam

Sri Muthumariamman Thevasthanam

Die Stadt Matale im gleichnamigen Distrikt zählt etwa 37.000 Einwohner und hat sich einen Namen gemacht als Zentrum eines wichtigen Plantagengebiets. In der näheren Umgebung werden Gewürze wie Chilis, Pfeffer und Zimt angebaut sowie Kautschuk, Reis, Tee und verschiedene Gemüsearten.

Beliebte Ausflugsziele sind hier die britische Festung Macdowall, welche im 19. Jahrhundert errichtet wurde, der hinduistische Tempel Sri Muthumariamman Thevasthanam mit seinem farbenfrohen Figurenschmuck und der Felsentempel von Aluvihara, eine der bedeutendsten Stätten für Buddhisten auf Sri Lanka.

Nuwara Eliya

Victoria Park Nuwara Eliya

Victoria Park Nuwara Eliya

Inmitten eines Hochlandes, welches vielerorts nach Tee duftet, liegt auf etwa 1980m Höhe die Stadt Nuwara Eliya. Landschaftlich sehr ansprechend öffnet sich der Victoria Park seit 1897 seinen Besuchern und zeigt heute ein Meer von Rosen und anderen Blumen, die für eine wahre Blütenpracht sorgen, darunter einige, die innerhalb Sri Lankas ausschließlich an dieser Stelle zu finden sind.

Der Gregory Lake strahlt eine besinnliche Ruhe aus und lädt zu Spaziergängen durch die Umgebung ein. Zu den weiteren interessanten Orte im näheren Umfeld zählen der Hindutempel Sita Eliya, in welchem ein Dämonenkönig gefangen sein soll, der Nationalpark Peak Wilderness Sanctuary, in welchem Leoparden und andere große Tiere leben, sowie größere und ansehnliche Wasserfälle und Stauseen.

Uva (Badulla)

Die südöstliche Zentralprovinz, welche nur wenig besiedelt ist, beeindruckt hauptsächlich durch ihre landschaftlichen Sehenswürdigkeiten. Zahlreiche Teegärten ziehen sich durch die malerische Szenerie und sorgen für einen angenehmen Duft.

Badulla

Mahiyangana Raja Maha Vihara

Mahiyangana Raja Maha Vihara

Im Distrikt Badulla, welcher sich hauptsächlich auf das südöstliche Hügelland im Zentrum Sri Lankas erstreckt, liegt die gleichnamige Hauptstadt der Provinz Uva. Sie zählt zu den ältesten Städten Sri Lankas und ist Standort des Endbahnhofs der Schienenverbindung nach Colombo.

Hier befindet sich neben anderen besonders für Buddhisten bedeutsamen Bauten auch der antike Tempel Mahiyangana Raja Maha Vihara, einer der heiligsten buddhistischen Orte Sri Lankas.

Monaragala

Gal Oya Nationalpark

Elefanten im Gal Oya Nationalpark.

Der Distrikt Monaragala, welcher wörtlich übersetzt werden kann mit „Fels, auf dem der Pfau landet“, wird hauptsächlich für den Anbau von Gummi, Zuckerrohr, Reis und Kakao genutzt und ist dementsprechend von ländlichem Leben und naturbelassenen Landstrichen mit grünen Wäldern geprägt.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Region gehört der Nationalpark Gal Oya, in welchem ganzjährig Elefanten beobachtet werden können. Weiterhin leben Füchse, Büffel, Rotwild, Affen, Wildschweine, und natürlich Pfauen in diesem Teil des Landes.

Ostprovinz (Trincomalee)

In der Ostprovinz Sri Lankas, welche zeitweise mit der Nordprovinz zusammengelegt wurde, gibt es heute die größte Vielfalt bezüglich ihrer Bewohner, sowohl ethnisch als auch religiös gesehen. Neben den Städten mit eigenen Distrikten (Ampara, Batticaloa und Trincomalee) gelten Kalmunai, Kattankudy und Eravur als die wichtigsten Städte der Provinz.

Ampara

Arugam Bay Beach in Ampara

Arugam Bay Beach in Ampara

In Ampara, einem der Hauptreisanbaugebiete Sri Lankas, können Besucher eine Landschaft betrachten, durch die sich über weite Strecken Reisfelder bis fast zum Horizont schlängeln.

Am Strand des Distrikts finden jährlich wiederkehrende internationale Surfmeisterschaften statt, die Besucher aus vielen Teilen der Welt anziehen. Tierliebhaber finden innerhalb der vier Naturschutzgebiete, in denen unter anderem auch Elefanten leben.

Batticaloa

Kallady Beach

Kallady Beach

Urlauber auf der Suche nach schönen Stränden werden in Batticaloa problemlos fündig. Etwa 120km weiche Sandstrände ziehen sich entlang der zahlreichen Fischerdörfchen in diesem Teil Sri Lankas, wobei der kaum berührte und saubere Kallady-Strand zu den beliebtesten in unmittelbarer Nähe der Stadt Batticaloa gehört.

Weitere populäre Beaches sind Passikudah und Kalkudah. Im flachen Wasser, wo üblicherweise keine gefährlichen Strömungen auftreten, können sogar Anfänger und Nichtschwimmer am Strand baden. Ein reichhaltiges Angebot an Wassersportaktivitäten ermöglicht Besuchern ein stetig wachsendes Spektrum an Freizeitmöglichkeiten. Darüber hinaus laden zahlreiche Tempel, Kirchen und Moscheen der Region interessierte Reisende zu einem Besuch ein.

Trincomalee

Uppuveli Beach

Uppuveli Beach

Einer der fünf größten natürlichen Häfen der Welt und für viele Besucher auch einer der schönsten liegt in Trincomalee, der legendären Hafenstadt mit einer jahrtausendealten Geschichte.

Zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort zählen das Fort Fredrick, welches von Niederländern errichtet wurde, ein stilvoller Hindutempel, welcher eine atemberaubende Aussicht die anliegende Halbinsel erlaubt und der schöne saubere Strand von Uppuveli, etwa 6km nördlich des Stadtzentrums. Zur Tierwelt der näheren Umgebung gehören interessanterweise Hirsche, welche vielerorts zu sehen sind.

Nordprovinz (Jaffna)

Die Nordprovinz, welche von 1988 bis Ende 2006 zusammen mit der Ostprovinz die Nordostprovinz ausmachte, wurde während des Bürgerkriegs zu großen Teilen von Regierungsgegnern kontrolliert und war Standort ihrer letzten Bastionen bis zum Ende des Bürgerkrieges im Jahr 2009. Die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Teil der Insel sind Tamilen, welche insgesamt nur etwa 11% der Gesamtbevölkerung Sri Lankas ausmachen.

Im Vergleich zu anderen Provinzen gibt es in der Nordprovinz derzeit die wenigsten Einwohner. Die Provinz erfährt aufgrund vieler Rückkehrer steigende Bevölkerungszahlen und entwickelt sich seit Ende des Bürgerkrieges recht stark, liegt jedoch noch weit hinter dem Niveau des Westteils und anderer Bereiche des Landes. Unverbrauchte Strände werten die Landschaft der Provinz auf.

Jaffna

Jaffna Fort

Jaffna Fort

Die Kulturhauptstadt der Tamilen Sri Lankas, Jaffna, zählt zu den am längsten bewohnten Orten in den südlicheren Breiten Südasiens. Noch heute können Besucher die Relikte der vier Jahrhunderte vorfinden, in welchen die Stadt als Hauptstadt des mittelalterlichen Königreichs Jaffna diente.

Vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahre 1983 gab es keine größere Stadt auf Sri Lanka mit Ausnahme von Colombo. Die Stadt litt jedoch sehr unter den Folgen der militärischen Auseinandersetzungen und veranlasste viele Bürger zu fliehen. Zu den Sehenswürdigkeiten der heutigen Hauptstadt der Nordprovinz zählen die berühmte Bibliothek, die Tempel Dambakolapatuna Sangamiththa und Naguleswaram sowie das Jaffna Fort.

Kilinochchi

Elephantpass War Memorial

Elephantpass War Memorial

Im Distrikt Kilinochchi steht das Elephant Pass War Memorial, welches den Gefallenen der heftigen Auseinandersetzungen um den Elefantenpass gewidmet ist, sowie weitere Kriegsdenkmäler, die an die militärischen Aktivitäten in diesem Teil Sri Lankas erinnern.

Mannar

Mannar Island

Mannar Island

Eine kleine Insel direkt vor der sri-lankischen Küste voller weißer Sandstrände, Palmen, Möwen und Seeschwalben verzaubert ihre Besucher. Wer ein abgeschiedenes ruhiges aber schönes Plätzchen abseits der touristisch erschlossenen Gebiete als Ausflugsziel sucht ist hier goldrichtig.

Mannar Island litt zwar sehr unter den militärischen Aktivitäten im Zuge des sri-lankischen Bürgerkrieges, erholt sich heutzutage jedoch vom Schicksal ihrer Vergangenheit und blüht von Tag zu Tag heller auf und wird möglicherweise eines Tages wieder wie einst vor dem Krieg als Anlegestelle für internationale Passagierfähren dienen.

Vavuniya

Grand Jummah Mosque, Moschee

Grand Jummah Mosque

In Vavuniya überzeugen vor allem das archäologische Museum, die Moschee Grand Jummah sowie der Madukanda Vihara, wo einst der wertvolle Zahn Buddhas gelagert gewesen sein soll.

Mullaitivu

Der Distrikt Mullaitivu erlangte traurige Berühmheit als Schauplatz der letzten Gefechte des sri-lankischen Bürgerkrieges im Jahr 1996.

Bunker mit dicken Wänden und kugelsicheren Türen und weitere Überbleibsel des Krieges können bis heute aufgesucht werden.

Nordwestprovinz (Kurunegala)

In der im Norden von Colombo gelegenen Nordwestprovinz, welche sich über die beiden Distrikte Kurunegala und Puttalam erstreckt, können Reisende unzählige Kokospalmen betrachten, welche auf zahlreichen Plantagen angepflanzt wurden.

Neben der Hauptstadt Kurunegala existieren hier noch die kleineren Städte Chilaw und Puttalam, welche als größere Ansammlung von Fischerdörfern mit Kleinstadtcharakter betrachtet werden können.

Kurunegala

Der schiefe Uhrenturm (Clock Tower) in Kurunegala

Der schiefe Uhrenturm (Clock Tower) in Kurunegala

Die Hauptstadt der Nordwestprovinz, Kurunegala, spielte über viele Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle in der Geschichte Sri Lankas, wobei sie für mehr als ein halbes Jahrhundert sogar als königliche Hauptstadt diente. Heute verfügt Kurunegala über einen relativ hohen Wohlstand im Vergleich zu anderen Teilen der Insel und unterscheidet sich in einigen Stadtteilen kaum vom geschäftigen Geschehen Colombos.

Zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort zählen der Kurunegala-See, der Uhrturm und der Wald Arankale. Der alte Bahnhof gilt ebenfalls als interessantes Motiv.

Darüber hinaus besitzt die Stadt eine gewisse Berühmtheit aufgrund der zahlreichen Edelsteine, welche meist in der Nähe gefunden und vor Ort verkauft werden. Die größte Anzahl von Edelsteinhändlern auf Sri Lanka befindet sich in dieser besonderen Stadt im Innern des Landes, während auch sonst viele Einheimische relativ weite Strecken zurücklegen, um hier Produkte aller Art zu erwerben.

Puttalam

Puttalam Lagoon Lagune

Puttalam Lagune

Bereits vor 2500 Jahren fand Puttalam historische Erwähnung, als der nordindische Prinz Vijaya den Ort besuchte, nachdem sein Boot an den Strand gespült wurde. Der Name Puttalam bedeutet in etwa soviel wie „Ort, an dem Salz produziert wird“.

Heutzutage gilt die Küstenregion der Nordwestprovinz hauptsächlich aufgrund ihrer schönen Strände, Lagunen und wilden Tiere als interessantes Reiseziel.

Nördliche Zentralprovinz (Anuradhapura)

Die nördliche Zentralprovinz, welche ähnlich dünn besiedelt ist wie die Nordprovinz, bietet tropische Wälder und viel unberührte Natur. Sie ist im allgemeinen wirtschaftlich sehr wenig entwickelt, besitzt allerdings mit der jahrtausendealten Hauptstadt Anuradhapura ein interessantes Stück UNESCO-Weltkulturerbe.

Anuradhapura

Anuradhapura

Anuradhapura

Die Hauptstadt der nördlichen Zentralprovinz, Anuradhapura, zählt zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Städten der Welt. Als eine der antiken Hauptstädte Sri Lankas besitzt sie eine lange Geschichte als Dreh- und Angelpunkt innerhalb einer Hochkultur, wobei die gut erhaltenen Ruinen der antiken sri-lankischen Zivilisation weit über das Land hinaus bekannt und berühmt sind und zu den bewegendsten Sehenswürdigkeiten des gesamten Subkontinents gehören.

Einige der historischen Stätten sind nach wie vor in Benutzung, während zahlreiche neuere buddhistische Klöster die für Buddhisten heilige Stadt umgeben.

Polonnaruwa

Polonnaruwa

Polonnaruwa

Neben Anuradhapura diente auch Polonnaruwa einst als königliche Hauptstadt Sri Lankas. Noch im 13. Jahrhundert pulsierte das Leben in der Stadt, welche als wirtschaftliches, religiöses und kulturelles Zentrum der Region fungierte. Seltene Güter wurden angeboten, zahlreiche Tempel errichtet und regelmäßige Veranstaltungen organisiert und besucht.

Noch heute können Besucher das Erbe dieser Zeit in den archäologischen Stätten von Polonnaruwa mit eigenen Augen betrachten. Tierliebhaber finden darüber hinaus Nationalparks mit zahlreichen Elefanten und anderen Wildtieren in unmittelbarer Umgebung.

Geschichte

Um etwa 500 v. Chr. siedelten Menschen mit indischem Ursprung auf Sri Lanka, die späteren Singhalesen. Buddhistische Missionen begannen im Jahr 247 v. Chr., als der Kaiser Ashoka seinen Sohn Mahinda und seine Tochter auf die Insel entsandte, um dort die buddhistische Lehre nach der Theravada-Tradition zu verbreiten. Im Jahr 200 v. Chr. wurde der Buddhismus schließlich Staatsreligion im Königreich Anuradhapura, welches im zentralen Norden des heutigen Sri Lanka gelegen ist. Anuradhapuras Blütezeit reichte vom sechsten Jahrhundert v. Chr. bis ins elfte Jahrhundert n. Chr., wobei sie als Hauptstadt des singhalesischen Königreichs als wichtigste und mächtigste Stadt der Insel galt. Es folgten wechselnde Hauptstädte, wobei Polonnaruwa und Sigiriya zeitweise jeweils eine größere Rolle spielten.

Mittelalter

Im 13. Jahrhundert bildete sich ein tamilisches Königreich mit der Hauptstadt Jaffna. Mächtige Reiche im Süden Indiens konnten mehrmals weite Teile des heutigen Sri Lankas kontrollieren. Die Chola-Dynastie beherrschte im elften Jahrhundert sogar über Jahrzehnte hinweg die gesamte Insel. Danach entwickelten sich verschiedene kleinere Königreiche der Singhalesen und Tamilen, wobei das Reich von Kotte (Sri Jayewardenepura) das wahrscheinlich bedeutsamste war.

Handel und Austausch mit anderen Teilen der Welt fand bereits in den ersten Jahrhunderten n. Chr. relativ umfangreich statt, besonders mit dem Römischen Reich und mit China. Für die Machthaber auf der Insel spielte die Seidenstraße eine besondere Rolle. Es gab jedoch auch zahlreiche Konflikte mit den Chinesen, die sich wiederholt in die Geschehnisse auf der strategisch wichtig gelegenen Insel einmischten. Eine Zahnreliquie von Buddha spielte dabei eine besondere Rolle und war Auslöser mehrerer militärischer Aktionen.

Nach mehreren Auseinandersetzungen im späten 13. und im 14. Jahrhundert sendete der chinesische Admiral Zheng im Jahr 1410 insgesamt etwa 2000 Soldaten in die Hauptstadt von Kotte und ließ den König, Vira Alakesvara, festnehmen und nach China überführen, wodurch dieser Zeit Lebens seine Macht verlor. 1414 besuchte eine neue chinesische Delegation Kotte mit dem Ziel, einen pro-chinesischen König einzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte allerdings Parakramabahu IV fast die gesamte Insel vereint und konnte bald selbst König von Kotte werden und die Chinesen vertreiben.

Kolonialisierung durch europäische Mächte

Im Jahre 1518 landeten portugiesische Seefahrer auf Sri Lanka und eroberten die Küstenregionen des Landes. Mitte des 17. Jahrhunderts konnten Niederländer zunächst die Stadt Colombo und später auch den übrigen Teil der bis dato portugiesisch kontrollierten Gebiete unter ihre Kontrolle bringen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen Briten die Herrschaft über die Insel. Ihnen gelang es, auch den zentralen Teil, das Königreich Kandy zu erobern, welches bis dahin als letzte Bastion der Urbevölkerung bestand gehabt hatte.

Es gab mehrere Aufstände der Singhalesen und Tamilen allerdings mit nur begrenztem Erfolg. Erst 1948 konnte das Land die Unabhängigkeit als Teil im Britischen Commonwealth erlangen. Am 22. Mai 1972 wurde Ceylon eine Republik mit dem Namen „Sri Lanka“.

Bürgerkrieg

Sri Lanka Bürgerkrieg Soldaten

Soldaten im Bürgerkrieg

Konflikte zwischen Tamilen und Singhalesen führten von 1983 bis 2009 zu einem der längsten Bürgerkriege im 20. Jahrhundert. Tamilen verlangten einen eigenen Staat auf der Insel, welcher im Norden sowie in den Küstengebieten im Westen und Osten liegen sollte. Der Bürgerkrieg endete mit einem Sieg der Regierungstruppen über die Separatisten, wobei es Schätzungen zufolge etwa 100000 Todesopfer gegeben haben soll. Seit 2009 traten keine weiteren nennenswerten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und der von der Regierung kontrollierten Armee mehr auf, wodurch sich das Land wirtschaftlich, kulturell und strukturell erholen konnte.

Visum

Deutsche, Österreicher, Schweizer und Besucher aus den meisten anderen Ländern der Welt benötigen für die Einreise nach Sri Lanka einen gültigen Reisepass, welcher noch mehr als sechs Monate über das geplante Ende der Reise hinaus gültig ist, und ein Visum. Auch Kinder benötigen ein eigenes Ausweisdokument, da die Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils seit Juni 2012 nicht mehr gültig sind.

Seit dem 1. Januar 2012 kann das Visum für Sri Lanka zum Preis von 30USD im Internet erworben werden. Es wird üblicherweise zunächst für 30 Tage ausgestellt und kann später verlängert werden. Es hat die Bezeichnung ETA, was für den englischen Begriff Electronic Travel Authorization steht und wird über die Seite www.eta.gov.lk beantragt. Alternativ kann das Visum auch traditionell bei einer sri-lankischen Auslandsvertretung beantragt und erhalten werden oder über eine Reiseagentur.

Visa on Arrival

Die Ausstellung direkt vor Ort am Flughafen ist ebenfalls möglich, allerdings steigt der Preis dadurch auf 35USD. Für Kinder bis zu zwölf Jahren und für Transitaufenthalte bis zu zwei Tagen fallen keine Gebühren an.

Gelbfieber-Impfungen

Besucher, welche älter als ein Jahr als sind, müssen bei der Einreise eine gültige Gelbfieberimpfung nachweisen können, wenn sie sich innerhalb von neun Tagen vor der Einreise nach Sri Lanka in einem Land mit einem erhöhtem Risiko für Gelbfieber aufgehalten haben. Diese Regelung betrifft eine große Anzahl afrikanischer und südamerikanischer Staaten, allerdings keine europäischen oder nordamerikanischen.

Wetter und Klima

Das tropische Klima auf Sri Lanka erlaubt es, dass Besucher der Insel das gesamte Jahr über eine angenehme Wärme genießen können. Die Werte liegen dabei in Colombo üblicherweise zwischen Tageshöchstwerten bei knapp über 30°C und nächtlichen Tiefstwerten um 22 bis 25°C.

In Bezug auf die Temperaturen in Sri Lanka spielt weniger der aktuelle Monat eine Rolle als die entsprechende Höhenlage eines Gebietes. Prinzipiell gibt es kühlere Temperaturen, je höher man hinaufsteigt, mit Werten, die im Jahresmittel bei 16 bis 20°C liegen, während an den Küsten eine jährliche Durchschnittstemperatur von etwa 27°C die Regel ist. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 80% tritt im Süden und Westen des Landes ganzjährig auf. Im Norden und Osten liegt sie während der Trockenzeit etwas niedriger, allerdings selten unter 60%.

Jahreszeiten

Auf Sri Lanka wird zwischen Regenzeiten und Trockenzeiten unterschieden.

Der Yala-Monsun von Mai bis September bringt starke Regenfälle besonders für den West- und Südteil des Landes. Von Dezember bis März gibt es in diesem Teil des Landes üblicherweise eine Trockenzeit.

Der Maha-Monsun, welcher jährlich von Oktober bis Januar auftritt versorgt verstärkt den Nord- und Ostteil Sri Lankas mit dem für die Pflanzen notwendigen Niederschlag. Hier gibt es eine Trockenzeit von Mai bis September und deutlich weniger Regen als in der anderen Hälfte des Landes.

Auch zwischen den Monsunzeiten treten im Oktober und November häufig Regenfälle und Gewitter in sämtlichen Regionen der Insel auf.

Beste Reisezeit

Besucher Sri Lankas aus Europa bevorzugen üblicherweise die Trockenzeiten. Dabei gelten die Monate Dezember bis März als am besten geeignet für Besuche im dichter besiedelten Westen und Süden des Landes sowie in den Bergen. Während der Weihnachtstage sind viele Flüge, Hotels und touristische Angebote häufig im Vorfeld ausgebucht, daher sollte die essentiellen Bestandteile der Reise rechtzeitig geplant und gebucht werden.

Der Ostteil des Landes kann am besten von April bis September bereist werden. Grundsätzlich empfängt Sri Lanka jedoch ganzjährig Besucher, da üblicherweise zu jeder Jahreszeit in einem Teil des Landes schönes Wetter zu verzeichnen ist. Wie auch in anderen Urlaubsgebieten der Erde sinken in der Nebensaison üblicherweise die Übernachtungspreise.

Währung, Geld und Kosten

Sri Lanka Geld, Rupie Banknote

Sri Lanka Geld: 50 Rupien Geldschein

Auf Sri Lanka wird mit Rupien bezahlt, wobei 1 Euro etwa 180 Rupien entspricht (Stand Januar 2014). Der Kurs kann sich jedoch jederzeit ändern und sollte vor Reisebeginn überprüft werden (z.B. auf www.xe.com).

Kreditkarte

Im Gegensatz zu Europa wird in Sri Lanka deutlich seltener mit Kreditkarte bezahlt. Für Flugbuchungen, Hotels und Online-Käufe mag das Bezahlen per Kreditkarte inzwischen vielerorts etabliert sein, zum Essen gehen, für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie Taxis, Tuk-Tuks und Reisebüros sowie das Besuchen von Sehenswürdigkeiten wird in den meisten Fällen Bargeld benötigt.

Selbst wenn die Bezahlung per Credit Card möglich ist sollte nicht immer davon Gebrauch gemacht werden. Nicht selten treten Fälle von Kreditkartenbetrug auf, die zu ernsthaften Problemen für die Betroffenen führen können. Aus diesem Grund wird empfohlen, grundsätzlich mit Bargeld zu bezahlen.

Bargeldversorgung

Es gibt zahlreiche Geldautomaten auf Sri Lanka, welche deutsche Kreditkarten mit PIN akzeptieren und problemlos (Mit der DKB Visa Card kostenlos) Bargeld auszahlen, vor allem in Colombo und Kandy. Auch mit einigen EC-Karten kann das Abheben funktionieren, viele europäische Banken erlauben es jedoch aus Sicherheitsgründen nicht oder nur eingeschränkt. Ältere Karten funktionieren noch etwas häufiger. Karten, die ab dem Jahr 2011 herausgegeben wurden, funktionieren jedoch leider in vielen Fällen nicht.

Geldwechsel

Grundsätzlich kann auf Sri Lanka am Flughafen, in Banken, bei privaten Wechselstuben und in größeren Hotels getauscht werden. Rupien bekommt man im Vorfeld der Reise außerhalb der Insel üblicherweise nicht. Man benötigt sie jedoch in der Regel auch nicht. Darüber hinaus werden auch keine US Dollar oder andere Banknoten zum Tauschen benötigt, da der Euro bereits an den meisten Orten problemlos akzeptiert wird.

Es wird empfohlen, direkt am Flughafen die ersten Euros in Rupien zu tauschen. Das Tauschen im Hotel ist bequem, allerdings werden meistens recht ungünstige Wechselkurse angeboten. Bei Banken bekommen Urlauber mehr Rupien für ihre Euro-Scheine. Es bietet sich also zur Sicherheit an, zu schauen, wann die Banken in der Umgebung geöffnet haben.

Die besten Kurse bieten häufig private Wechselstuben, allerdings sollte aus Sicherheitsgründen nicht auf der Straße getauscht werden, auch wenn das Angebot noch so verlockend erscheint. Beim Umtausch sollte nicht nur der Wechselkurs beachtet werden, sondern auch die Gebühr, welche an bestimmten Orten erhoben wird. Ein leicht ungünstigerer Kurs mag besser sein als ein günstiger Kurs mit einer höheren Wechselgebühr. Klappt das Wechseln jedoch nicht rechtzeitig, wird manchmal bei Bedarf auch von Händlern und Restaurants Euro-Bargeld angenommen. Der Kurs dürfte dadurch jedoch sehr zu Gunsten des Entgegennehmenden ausfallen.

Lebenshaltungskosten

Die starke Inflation in Sri Lanka ließ die allgemeinen Kosten in den letzten Jahren ansteigen. Es ist jedoch auch weiterhin möglich, auf der Insel günstig Urlaub zu machen oder länger zu leben. Das Preisniveau unterscheidet sich nicht sehr vom Durchschnitt anderer südasiatischer oder südostasiatischer Länder.

Sparsame Reisende, die keine Jugendherbergen oder einfachen Hotels scheuen, können mit 15 bis 20 Euro pro Tag auf der Insel zurechtkommen.

Luxusurlauber, die in den besten Hotels des Landes unterkommen möchten und die gesamte Palette des Angebots auf der Insel nutzen, können 300 Euro pro Tag und mehr bezahlen.

Grundsätzlich gibt es drei tägliche ortsübliche Mahlzeiten jedoch schon für wenige Euro. Busreisen von einem Ende der Insel zum anderen werden für unter 20 Euro angeboten. Eintrittsgelder für bestimmte Sehenswürdigkeiten können etwas teurer ausfallen, so dass der Besuch eines der Nationalparks oder einer der acht Stätten mit UNESCO-Weltkulturerbe-Status mit Anreise und Gebühren etwa 60 bis 80 Euro pro zwei Personen beanspruchen kann.

Unterkunft, Hotel

Der Tourismus boomt auf Sri Lanka. Dementsprechend nimmt das Angebot an Unterkünften kontinuierlich zu. Von einfachen Angeboten für Doppelzimmer ab 10 Euro pro Nacht (und weniger) bis hin zu Luxusunterkünften für mehr als 1000 Euro für die Übernachtung reicht die Spannbreite auf der Insel.

Während bereits zahlreiche günstige Angebote über das Internet gebucht werden können, gibt es häufig noch kleinere Pensionen und Hotels vor Ort, die sich nicht online buchen lassen, jedoch echte Schnäppchenpreise bieten. Es wird jedoch empfohlen, zumindest die ersten Nächte im Vorfeld der Reise zu buchen.

Anreise

Anreise nach Sri Lanka mit Flugzeug oder Schiff.

Flug

Bandaranaike International Airport Colombo

Bandaranaike International Airport Colombo

Die überwiegende Mehrheit der Besucher Sri Lankas bereist das Land aus der Luft, wobei üblicherweise der Flughafen Bandaranaike in Katunayaka in der Nähe von Colombo genutzt wird.

Sri Lankan Airlines bietet Direktflüge von Frankfurt aus an, während zahlreiche weitere Verbindungen mit einem oder mehreren Zwischenstopps mit anderen Fluggesellschaften möglich sind. Zu den beliebtesten gehört die Verbindung von Qatar Airways, welche Frankfurt, München, Berlin, Wien und Zürich mit Colombo verbindet (Umsteigen in Doha). Zu den weiteren Gesellschaften, die Flüge zwischen Deutschland und Sri Lanka regelmäßig anbieten, gehören Oman Air, ab München und Frankfurt (Umsteigen in Maskat), Emirates (Umsteigen in Dubai) und Turkish Airlines (Umsteigen in Istanbul).

Wer aus anderen Ländern in Asien einreisen möchte findet günstige Flüge vor allem bei einer der asiatischen Billig-Airlines, allerdings auch die Full Service Anbieter locken mitunter mit Sonderpreisen. Zu den Gesellschaften, die Colombo von asiatischen Flughäfen aus anfliegen, zählen Jet Airways, Mihin Lanka, SpiceJet, Air Asia, Singapore Airlines, Thai International Airways und Cathay Pacific.

Schiff

Eine Fähre von Südindien existierte vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1983 und für kurze Zeit erneut im Jahr 2011. Über eine Neueröffnung wird seitdem verhandelt.

Fortbewegung im Land

Straßenverkehr

Die Straßenverhältnisse auf Sri Lanka sind in einem Zustand, der Überlandfahrten unabhängig vom Fahrzeug in weiten Teilen der Insel nur in einem sehr langsamen Tempo von meist maximal 40km/h im Durchschnitt erlaubt. Die meisten Straßen führen direkt durch Dörfer und Wohngebiete, wo nicht besonders schnell gefahren werden kann. Der häufig recht dichte Verkehr besteht aus einem Sammelsurium an Fahrzeugen und wird nicht in erster Linie von PKWs, sondern von Tuk-Tuks dominiert, wodurch ein agiles Vorwärtskommen meist deutlich erschwert wird. Reisende sollten viel Geduld und gute Nerven mitbringen, besonders wenn längere Strecken über Land zurückgelegt werden sollen.

Gefahren, Unfälle

Der Zustand der Fahrzeuge auf Sri Lanka liegt teilweise deutlich unter dem europäischen Niveau. Es gibt keine technischen Untersuchungen wie beispielsweise die Hauptuntersuchung beim TÜV, wodurch viele Fahrzeuge Mängel aufweisen, die zu Unfällen führen können. Während die Verkehrsregeln grundsätzlich offiziell ähnlich sind wie in westlichen Ländern, halten sich leider viele Bewohner der Insel nicht daran und es kommt häufig zu Unfällen, besonders auf Überlandfahrten.

Ein Verkehrsunfall kann zusätzlich dadurch zu einem größeren Problem werden, weil keine zufriedenstellend funktionierende Infrastruktur mit entsprechenden Rettungsfahrzeugen existiert (besonders in ländlicheren Gebieten). Das Risiko erhöht sich weiter bei Dunkelheit, daher sollten Nachtfahrten außerhalb der Städte vermieden werden, auch deshalb, weil eine Beleuchtung häufig nur marginal vorhanden ist. Um das Unfallrisiko zu vermeiden, welches von teilweise überaus waghalsig fahrenden Busfahrern ausgeht, wird empfohlen, die Bahn als Verkehrsmittel an den Stellen zu nutzen, wo es möglich ist.

Tuk-Tuks

Die stärkste Präsenz unter den Fahrzeugen auf Sri Lanka besitzen die dreirädrigen Tuk-Tuks (Tuck-Tucks), Fahrzeuge, die auf einem Mofa- oder Mopedmotor basieren und meist über eine Bank mit drei Sitzplätzen zusätzlich zum Fahrer verfügen. Sie werden auch als „Three wheeler“ oder Trishaws bezeichnet und sind meist aufgrund ihres Lärms schon von weitem zu hören.

Wer mit viel Gepäck reist nutzt bevorzugt die etwas größeren Exemplare, welche über einen geräumigeren Gepäckstauraum verfügen. Tuk-Tuks stellen die üblicherweise am häufigsten angebotene und eine recht günstige Transportform auf Sri Lanka dar, allerdings nicht unbedingt die sicherste. Tuk-Tuks haben in der Regel keine Anschnallgurte, keine echte Knautschzone und sind an den Seiten offen.

Preise

Europäisch aussehende Besucher bekommen üblicherweise einen höheren Preis angeboten. Man sollte sich also bei Einheimischen nach den aktuell üblichen Preisen erkundigen und basierend darauf mit den Fahrern in Verhandlungen gehen. Die Einheimischen hinterm Steuer benutzen eine Vielzahl an Tricks, um von westlichen Besuchern mehr Geld für ihre Fahrt zu bekommen. Dazu gehört beispielsweise die Aussage, die Preise für Benzin seien gestiegen. Die Preisspanne reicht von etwa 30 bis 100 Rupien pro Kilometer je nach Länge der Strecke, Anzahl der Mitfahrenden und Laune des Fahrers. Einige verfügen über ein Taxameter, wobei Besucher des Landes jedoch darauf achten sollten, dass es auch korrekt benutzt wird. Ist dies der Fall so liegt der zu zahlende Preis häufig deutlich unter dem, was sich mit anderen Fahrern verhandeln ließe. Die Preisverhandlungen sollten grundsätzlich vor Antritt der Fahrt begonnen und auch abgeschlossen werden. Es gibt üblicherweise viel Auswahl unter den Tuk-Tuks, man muss also nicht zwangsläufig bei dem ersten Fahrer eine Fahrt buchen auch wenn dieser es gerne möchte. Besonders die Fahrer von Tuk-Tuks, welche direkt vor Hotels und Touristenattraktionen warten, nehmen häufig höhere Preise als sonst üblich. Wer ein paar hundert Meter zu Fuß geht findet normalerweise leicht eine günstigere Option.

Taxis

Vor allem im Raum Colombo gibt es inzwischen eine steigende Anzahl an Taxis, welche aufgrund des Taxameters teilweise günstiger zu haben sind als manche Tuk-Tuks. Wer länger Bedarf hat kann ein ganztägiges Paket vereinbaren, beispielsweise 80km über acht Stunden für 40USD. Zu bestimmten Zeiten können die Preise höher als sonst sein, vor allem nachts und an Feiertagen. Die Taxis (häufig Vans) sind meist klimatisiert und sicherer als Tuk-Tuks, wobei Reisende jedoch aufgrund der Fahrgewohnheiten der Person am Steuer trotzdem ziemlich waghalsige Fahrten miterleben können.

Motorrad

Es ist möglich, auf Sri Lanka Motorräder zu mieten, allerdings weniger üblich als in anderen Teilen Asiens. Besonders im Raum Negombo werden verschiedene Modelle angeboten.

Mietwagen

Hotels auf Sri Lanka empfehlen ihren Gästen üblicherweise Mietwagen als Fortbewegungsmethode innerhalb des Landes. Da der Stundenlohn auf Sri Lanka generell ziemlich niedrig ist, kostet der Wagen mit Fahrer häufig nicht unbedingt (viel) mehr als ohne. Fahrer mit einer offiziellen Lizenz sind meist zu bevorzugen, wobei einige von ihnen über ein beachtliches Fachwissen bezüglich der Geschichte, Geografie, Sehenswürdigkeiten und Kultur ihres Landes verfügen, sich in verschiedenen Sprachen gut verständigen können und internationalen Besuchern in vielen Belangen weiterhelfen können, die weit über den Transport hinausgehen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, Reisende sollten demzufolge nicht zu hohe Erwartungen haben.

Lokale Reiseagenturen

Als bequeme Methode, um die Insel Sri Lanka und ihre Sehenswürdigkeiten besser kennen zu lernen, gilt das Buchen einer Tour mit einem Van über ein ortsansässiges Reisebüro.

Wie in anderen südostasiatischen Ländern auch gibt es jedoch ein paar schwarze Schafe unter den Anbietern, daher sollten sich Reisende im Vorfeld genau erkundigen, welche Orte besucht werden, wie lange die Rundreise dauert und was im Preis inbegriffen ist. Es gibt immer wieder Berichte von Urlaubern, die eine Rundreise zu interessanten Sehenswürdigkeiten buchen möchten, allerdings nach kurzer Zeit in einem Geschäft landen, welches einem Freund, Bekannten oder Geschäftspartners des Fahrers gehört. Klar ersichtliche Übersichtskarten mit dem Reiseverlauf, wie sie von professionellen Reiseagenturen angeboten werden, sind ein Zeichen, dass eine wirklich gute und interessante Rundreise angeboten wird.

Bus

Die Busnetze des öffentlichen Nahverkehrs sind in den großen Städten auf Sri Lanka recht gut ausgebaut. Darüber hinaus gibt es Langstreckenbusse, die auf der Insel fast überall hinfahren, wo Menschen leben oder es etwas zu sehen gibt. Besonders lange Strecken lassen sich auf diese Weise sehr günstig zurücklegen. Der Reisekomfort kann dabei nicht mit einem Mietwagen oder Van verglichen werden, die Federung sorgt jedoch manchmal für eine leicht angenehmere Fortbewegung. Im öffentlichen Nahverkehr sind Busse ohne Klimaanlage eher die Regel als die Ausnahme, allerdings gehört es für viele Besucher zum Kennenlernen des Landes dazu, das Reisen mit einem gewöhnlichen Bus inmitten von Bewohnern der Insel einmal auszuprobieren. Selbst wer einen Sitzplatz ergattern kann wird dem holprigen Gang auf den löchrigen Straßen nicht komplett entfliehen können.

Zum guten Ton gehört es, die Sitzplätze der ersten Reihe für Mönche oder Priester zur Verfügung zu stellen, falls man sie antreffen sollte. Etwas komfortablere Busse mit Klimaanlage und garantiertem Sitzplatz sind für etwas das doppelte des Preises erhältlich, was im Vergleich mit Europa noch immer sehr günstig ist und die Reise etwas angenehmer verlaufen lässt.

Zug

Die Insel verfügt über ein gut ausgebautes Schienennetz, welches alle größeren Städte (außer denen im Norden) miteinander verbindet. Schnellzüge können dabei eher ankommen als Busse, allerdings sind sie nicht für alle Strecken verfügbar. Die Züge sind oft komfortabler als Busse und manchmal sogar günstiger.

Klassen

Häufig gibt es Fahrkarten in drei Klassen, wobei die dritte Klasse nicht deutlich schlechter sein muss als die zweite und ebenfalls hinreichend Sitzplätze bietet, wenn auch etwas einfachere (ohne Armlehnen). Spezielle Touristenabteils werden angeboten, von welchen hervorragende Bilder der Landschaft aufgenommen werden können. Diese sollten jedoch früh genug gebucht werden, da sie teilweise über Tage im Voraus komplett ausgebucht werden, besonders auf der beliebten Strecke zwischen Colombo und Kandy.

Flugzeug

Die wahrscheinlich schnellste Verbindung zwischen zwei Orten auf Sri Lanka, die weiter voneinander entfernt sind, erfolgt durch die Luft. Kleinere Flugzeuge der Fluggesellschaften Sri Lankan Airlines, Aero Lanka, Cinnamon Air und Fly Sri Lanka verbinden Colombo, Kandy, Jaffna, Galle, Nuwara Eliya, Ratmalana, Trincomalee und andere Orte auf Sri Lanka. Auf diese Weise können Besucher die Schönheit der Insel aus der Luft erkennen und mit etwas Glück ein paar hübsche Aufnahmen mit nach Hause nehmen.

Handy, Smartphone, Internet

Roaming

Wie auch in anderen asiatischen Ländern ist Roaming mit SIM-Karten europäischer Anbieter grundsätzlich möglich, allerdings liegen die Verbindungspreise und Datennutzungsgebühren normalerweise derartig hoch, dass von intensiver Nutzung nur abgeraten werden kann. Der Kauf einer SIM-Karte eines sri-lankischen Anbieters kann die Verbindungsqualität verbessern und deutlich Kosten senken. Pakete für Gespräche innerhalb Sri Lankas und selbst ins Ausland sind vergleichsweise günstig zu bekommen.

Mobilfunkanbieter

Zu den Mobilfunkanbietern auf Sri Lanka zählen Dialog, Mobitel, Etisalat, Airtel, und Hutch. Dialog verfügt über das stärkste Netz und die meisten Kunden, gefolgt von Mobitel. Ähnlich wie in Europa stehen die Anbieter in einem Wettbewerb, der sich durch häufige und relativ schnelle Veränderungen auszeichnet. Aufgrund der insgesamt eher geringen Preise wird Besuchern Sri Lankas empfohlen, verstärkt auf die Qualität des Netzes und die Größe des Anbieters zu achten.

SIM Card kaufen

Wer sofort nach der Ankunft innerhalb Sri Lankas mit einem lokalen Anbieter mobil erreichbar sein und telefonieren möchte kann direkt im Flughafen bereits das notwendige Zubehör bekommen. Direkt hinter dem Wartebereich befinden sich Stände der Anbieter Dialog, Mobitel und Etisalat. Dialog bietet günstige Tarife und wird von den meisten Besuchern Sri Lankas empfohlen. Eine Kopie des Reisepasses wird an der Verkaufsstelle angefertigt und wenige Minuten später kann die neue SIM-Karte in Betrieb genommen werden.

Guthaben aufladen, Top up

Das Guthaben auf der sri-lankischen SIM-Karte kann an einem der zahlreichen Mobilfunkshops innerhalb des Landes aufgeladen werden. Damit dies funktionieren kann, sollten Besucher ihre Rufnummer und ihren Anbieter kennen. Nicht überall kann für alle Anbieter aufgeladen werden. Es empfiehlt sich, stets nach dem Logo des Anbieters zu schauen, welchen man gewählt hat. Es gibt zwei Möglichkeiten, das Guthaben aufzuladen. Bei der einen Variante wird das Guthaben direkt versendet („Reload“), bei der anderen muss eine Karte erworben werden, auf der ein Code freigerubbelt wird, um in einem Folgeschritt per Telefonanruf (auf englisch) das erworbene Guthaben verfügbar zu machen. Die Reload-Variante wird häufig bevorzugt, da sie etwas einfacher vonstatten geht als die Rubbelkarten-Version.

Internet

Internet-Cafés gibt es in den meisten Orten im West- und Südteil Sri Lankas sowie in größeren Städten und Ortschaften, an denen Touristen verkehren. Besucher sollten jedoch nicht zu hohe Verbindungsgeschwindigkeiten erwarten. Preise von etwa zwei bis fünf Rupien pro Minute sind die Regel. In Hotels gibt es häufig auch die Möglichkeit, im Internet zu surfen, die Verbindungspreise liegen jedoch mit fünf bis zehn Rupien etwas höher. In belebten Zentren wie beispielsweise im Majestic City in Colombo gibt es günstigere Preise von etwa 50 bis 100 Rupien pro Stunde.
Wer mit dem eigenen Endgerät online gehen möchte, kann eine entsprechendes Paket bei einem der Mobilfunkanbieter des Landes buchen.

Essen

Sri Lanka Essen, Küche

Essen in Sri Lanka

Die Küche Sri Lankas, welche zu den komplexesten Südasiens gehört, besitzt aufgrund der örtlichen Nähe einen gewissen südindischen Einfluss, unterscheidet sich in einigen Gerichten jedoch insbesondere aufgrund der Zutaten deutlich von anderen Küchen der Region und besitzt somit einen sehr eigenen Charakter. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage im indischen Ozean galt Sri Lanka lange Zeit als größeres Handelszentrum, wodurch viele Gewürze und Lebensmittel verfügbar wurden, die in dieser Zusammenstellung kaum an anderen Orten der Welt gefunden werden konnten.

Während Reis als Grundbasis zu jeder Tageszeit verzehrt werden kann gibt es scharfe Currys als Mittag- und Abendessen. Tatsächlich gehören einige überaus scharfe Gerichte zur landesüblichen Küche. Wer es jedoch etwas milder mag wird auch auf seine Kosten kommen. Auch wer auf Reis verzichten möchte findet verschiedene Brotarten zur Auswahl, üblicherweise das Fladenbrot Paratha oder das flache Brot Roti. Während Sri Lanka als Insel mit tropischem Klima bekannt ist, verwundert es nicht sehr, dass zu den Hauptzutaten neben Reis sehr viel Fisch und Kokosnuss gehört.

Hauptgerichte, Nationalgerichte

Es folgen klassische Hauptgerichte, welche in dieser oder anderer Form üblicherweise auf Sri Lanka serviert werden. Zu den meisten Gerichten wird normalerweise Reis, Roti oder Paratha gereicht.

Fischgerichte

Fisch-Curry mit gemischtem Reis

Zu den wirklich klassischen Gerichten der Insel zählt Reis mit einer der vielen Formen von Curry. Zum gemischten Reis gehören üblicherweise ortsübliche Gemüsearten.

Chili-Fisch-Curry mit Reis

Duftende Kreationen mit scharfer Chili-Note sind keine Seltenheit auf Sri Lanka, wobei Fisch als Grundlage eine besondere Bedeutung besitzt.

Frittierter gesalzener Fisch

Bei einem Fischgericht, welches auf sri-lankische Art frittiert und gewürzt wurde, läuft vielen Fischliebhabern schon aufgrund des Duftes das Wasser im Mund zusammen. Der knusprige Fisch, welcher gut zu gewürztem Reis schmeckt, kommt meist aus lokalen Gewässern, manchmal auch von den Malediven oder anderen Regionen im Indischen Ozean.

Nord-sri-lankischer Tamil-Reis

Als ein farbenfrohes Potpourri verschiedenster Bestandteile wird der nord-sri-lankische Tamil-Reis serviert. Das Gericht aus der näheren Umgebung von Jaffna erfreut Auge und Geschmacksempfinden. Es kommt meist mit gelbem Reis, verschiedenen Gemüsearten und Meeresfrüchten, Parathas und Soßen.

Tintenfisch-Curry

Diese nord-sri-lankische Mahlzeit besteht auch kleingeschnittenen Tintenfischstücken, die zusammen mit Paprika und Zwiebeln frittiert und mit einer scharfen tomatenbasierten Soße verfeinert werden. Dazu werden Reis und Parathas serviert.

Fleischgerichte

Frittiertes Hühnchen mit Reis

Als ein absoluter Klassiker auf Sri Lanka gilt das frittierte Hühnchen, welches mit würzigem Reis und auf Wunsch mit Gemüse serviert wird. Varianten werden auch mit Ei zubereitet.

Sri-lankisches Hühnchen-Curry

An jedem Ort wird das Hühnchen-Curry individuell zubereitet und besitzt einen Geschmack, welcher stets leicht unterschiedlich ist zu anderen Hühnchen-Currys.

Lamm-Curry

Das Curry besteht aus Lammfleisch, der Würzmischung Garam Masala, Zwiebeln, Currypulver, Chilis, Knoblauchzehen, Ingwer, Kokos, Koriander und weiteren Gewürzen und kann recht scharf sein.

Kottu mit Fleisch

Das eigentlich vegetarische Kottu kann häufig auch mit einem Fleischbestandteil, Käse und Ei bestellt werden.

Lamprais

Das in Sri Lanka sehr weit verbreitete Gericht Lamprais besteht aus verschiedenen Zutaten, welche in Bananenblättern gebacken werden. Der gewünschte Inhalt wird auf ein vorgewärmtes Bananenblatt gelegt und mit Reis versehen. Als Füllung gibt es Lamm, Hühnchen, Hammel und vegetarische Spezialitäten.

Vegetarische Gerichte

Paratha

Das traditionelle Brot auf Sri Lanka heißt Paratha und existiert in ähnlicher Form innerhalb der Region auch unter den Namen Roti oder Chapati. Das flache Brot eignet sich hervorragend zum dippen oder als Basis für andere Gerichte.

Kottu

Zu den sehr weit verbreiteten Gerichten auf Sri Lanka zählt Kottu, welches aus kleingeschnittenen Stückchen des Brotes Paratha besteht, die unter Bewegung in Öl gebraten und mit einer jeweils individuellen Auswahl Gewürzen versehen werden.

Kandierte Auberginen mit Reis (Brinjal eggplant)

Meist im Verbund mit anderen Köstlichkeiten wie ortsübliche Gemüsearten und sri-lankische Curries werden kandierte Auberginen auf Reis serviert.

Daal-Curry

Zu den wirklich typisch sri-lankischen Gerichten zählt auf jeden Fall Daal-Curry, ein Gericht aus Linsen, welches oft mit Kokosmilch verfeinert wird und als reichhaltiges Gericht zusammen mit Reis verzehrt wird.

Jackfrucht-Curry

Stücke der Jackfrucht werden auf verschiedene Weise zu Curries mit unterschiedlichem Schärfegrad verarbeitet.

Rote-Bete-Curry

Ein weiteres typisches Currygericht des Landes ist ein Rote-Bete-Curry. Die Rote Bete wird gekocht, bis sie recht weich ist und mit Zimt und Curryblättern gewürzt.

Pol Sambola (scharfes Kokosnussgericht)

Der Mix aus zerkleinerten Kokosnussstückchen mit Chili-Pulver, Limettensaft, Zwiebeln und Salz schmeckt hervorragend mit Paratha, Roti oder Reis.

Sri-lankisches Omelett

Ein sri-lankisches Omelett wird kräftig gewürzt mit Chili, Kumin, Currypulver und in Kokosnussöl gebratenen, bis es goldbraun glänzt. Es lässt sich hervorragend mit anderen Mahlzeiten kombinieren.

Lunu Miris

Kleingeschnittene Zwiebeln mit Chili-Pulver oder Chili-Soße wird gern als Teil eines Gerichtes serviert. Oft gehört auch reichlich Salz und Limettensaft dazu.

Süßspeisen

Pittu

Die süßschmeckende Zwischenmahlzeit, welches aus Mehl und frischer gehackter Kokosnuss besteht, kann mit Schmalzgebäck, Strauben oder Spritzkuchen verglichen werden.

Kiribath (Milchreis)

Das Wort Kiribath setzt sich zusammen aus den singhalesischen Begriffen Kiri (Milch) und Bath (Reis) und kann tatsächlich mit süßem Milchreis verglichen werden. Kiribath wird mit Kokosmilch zubereitet und gilt als eine der sehr typischen nationalen Süßspeisen.

Wattalapam

Der süße Pudding mit leckerer Kruste besteht aus Kokosflocken, Milch, Eiern, Zucker, gehackten Cashewnüssen und Gewürzen.

Zwischenmahlzeiten

Frittierte Jackfrucht-Samen

An verschiedenen Ständen und in einigen Restaurants oder Hotels gibt es frittierte Jackfrucht-Samen, welche gesalzen und in kleinen Papiertüten ausgegeben werden.

Sri-lankische Samosas

Kleine dreieckige Teigtaschen, die mit Fleisch oder Gemüse gefüllt werden, gibt es vielerorts auf Sri Lanka und können heiß oder kalt gegessen werden.

Dreieckige Roti

Ähnlich wie Samosas, allerdings nicht frittiert, sondern in der Pfanne zubereitet werden die gefüllten Rotis an vielen Orten angeboten. Dabei gibt es Füllungen mit Fisch, Fleisch und vegetarisch.

Mutton Roll

Zartes Hammelfleisch mit Tomate und Gewürzen der Saison wird an vielen kleinen Ständen innerhalb Sri Lankas verkauft.

Getränke

Ceylon-Tee

Als einer der größten Tee-Produzenten der Welt bietet Sri Lanka eine Vielfalt an geschmackvollen Teevarianten, die frisch vor Ort gekostet werden können. Der Ceylon-Tee, benannt nach dem Namen, welchen die Insel bis ins Jahr 1972 trug, wird am liebsten mit Milch, allerdings auch gerne mit Ingwer getrunken.

Fruchtsäfte

Innerhalb des tropischen Klimas auf Sri Lanka können zahlreiche Früchte gedeihen. Zu den beliebten Sorten für Fruchtsäfte zählen Maracuja, Mango, Orange, Schwarze Johannisbeere und Ananas.

Toddy

Das leicht alkoholische Getränk wird auf Basis des Saftes von Palmen hergestellt.

Arrak

Der Arrak, auf deutsch auch Reisbranntwein genannt, ist eine hochprozentige Spezialität aus Sri Lanka, welche aus Palmzuckersaft und Reismaische hergestellt wird. Sri Lanka gilt als das älteste und am meisten Kokonuss-Arrak produzierende Land der Welt. Zu den größten Anbietern gehören die Marken DCSL, IDL, Rockland und Mendis.

Verhaltensregeln

Besuchern Sri Lankas wird geraten, die lokal geltenden Werte und Normen weitestgehend zu respektieren und zu befolgen. Insbesondere an religiös bedeutsamen Orten gilt es, sich respektvoll zu verhalten, um in dem von Bürgerkrieg geplagten Land nicht unnötigerweise für Verärgerung zu sorgen. Sri-Lanker agieren meist sehr zurückhaltend und werden üblicherweise nicht sofort ansprechen, was ihnen sonderbar oder unpassend erscheint, daher sollten sich Besucher nicht darauf verlassen, dass sie stets darauf hingewiesen werden, falls sie etwas inadäquates tragen, sagen oder tun.

Innerhalb der heterogenen Gesellschaft aus Buddhisten, Hindus, Christen und Gläubigen anderer Religionen sollten idealerweise auch ein paar Grundregeln bezüglich der jeweiligen Religion bekannt sein, um sich korrekt zu verhalten.

Darstellungen Buddhas

Buddha wird auf Sri Lanka besonders verehrt, daher sollte mit entsprechendem Respekt in Bezug auf Darstellungen Buddhas agiert werden. Dazu gehört, dass keine Fotos gemacht werden sollten, wo Personen mit dem Rücken zu einer Buddha-Statue stehen. Besucher sollten sich grundsätzlich zurückhaltend und respektvoll gegenüber den Statuen verhalten, besonders wenn Fotos gemacht werden, und nicht auf sie hinaufklettern. Angemessene Kleidung ist beim Betreten von buddhistischen Tempeln zu tragen, wobei auch bei hohen Temperaturen so viel Haut wie möglich inklusive Schultern und Knie bedeckt sein sollten.

Kleidung, Dress Code

Besonders Damen sollten die traditionellen Regeln der Insel im öffentlichen Leben zur eigenen Sicherheit besonders beachten. Dazu gehört das Tragen von Kleidung, welche grundsätzlich viel Haut bedeckt, wobei auch Schultern und Knie nicht sichtbar erscheinen sollten. Gewöhnliche T-Shirts und Blusen sind in den meisten Fällen in Ordnung ebenso wie Hosen und längere Röcke.

Am Strand sollten Badeanzüge getragen werden, die Bauch und Rücken bedecken (keine Bikinis). Herren können grundsätzlich kürzere Hosen tragen, welche die Knie freilassen, allerdings gelten längere Hosen als respektvoller. Beim Betreten eines Tempels oder besonderen Hauses sollten sowohl von Damen als auch von Herren die Schuhe ausgezogen werden.

Gesprächsverhalten

Während im täglichen Leben auf Sri Lanka häufig innerhalb der Großstädte eine geschäftige Lautstärke herrscht, die besonders im Straßenverkehr auffällt, gilt eine unangemessene Gesprächslautstärke als unhöflich und sollte vermieden werden. Ähnliches gilt für unbescheidenes oder angeberisches Verhalten. Ferner sollten keine Schimpfworte benutzt werden.

Verhalten zwischen den Geschlechtern

Das sogenannte PDA (Public display of affection), also die offene Liebesbekundung in der Öffentlichkeit (zu naher Körperkontakt, Küssen, etc.), stellt in Sri Lanka wie auch in weiten Teilen des asiatischen Raums eine Beleidigung dar und sollte vermieden werden.

Geschenke

Als Geschenke eignen sich Blumen eher schlecht, da sie üblicherweise als Grabbeigaben dienen. Alkoholhaltige Getränke sollten nur an Personen verschenkt werden, von denen man weiß, dass sie diese schätzen werden. Die meisten Muslime und auch zahlreiche Buddhisten trinken keinen Alkohol oder nur sehr wenig. Als Geschenkpapier eignen sich die Farben weiß und schwarz eher weniger, da sie als Farben der Trauer auf Beerdigungen verwendet werden. Streng gläubige Muslime werden sich nicht über Nahrungsmittel freuen, die Schwein enthalten, da diese als unrein gelten. Hindus wiederum lehnen Produkte aus Leder ab.

Beim Übergeben und Entgegennehmen eines Geschenks sollten als Zeichen des Respekts beide Hände verwendet werden. Alternativ legen einige Sri-Lanker ihre linke Hand auf ihren rechten Unterarm, während das Geschenk mit der rechten Hand übergeben oder angenommen wird. Nach dem Empfang eines Geschenks sollte es nicht unverzüglich geöffnet, sondern für einige Zeit verschlossen gelassen werden.

Bei Tisch

Wenn auf eine bestimmte Uhrzeit zum Essen eingeladen wird, dauert es nicht selten mehrere Stunden, bis die Mahlzeit tatsächlich verzehrt wird. Besucher sollten demzufolge nicht mit knurrendem Magen zur verabredeten Zeit erscheinen.

Sri Lanker mögen einen organisierten Ablauf in Bezug auf das gemeinsame Speisen, bei dem bestimmte Hierarchieebenen und Rituale eine Rolle spielen. Dazu gehört, dass sich Besucher nicht unverzüglich setzen sollten, sondern abwarten, bis ihnen ein Platz angeboten wird. Ähnlich verhält es sich mit dem Auftun der Speisen auf den eigenen Teller.

Falls die Frage aufkommt, ob Gäste ihre Hände waschen möchten, so sollte diese bejaht werden. Gegen Ende der Mahlzeit muss nicht alles aufgegessen werden. Ein kleiner Rest suggeriert, dass der Gast satt geworden ist, während ein leerer Teller die Vermutung erwecken kann, er sei noch hungrig. Der Großteil des sozialen Austauschs findet vor dem Essen statt, während die Teilnehmer der Runde häufig nach Ende der Mahlzeit innerhalb von 20 bis 30 Minuten gehen.

Sprache und Verständigung

Englisch wird innerhalb touristischer Anlagen, in Colombo, Kandy, Galle und Teilen anderer Städte, vor allem in Küstennähe sowie von Regierungsmitarbeitern normalerweise ausreichend verstanden, allerdings von weniger als 100000 Sri Lankern als Muttersprache gesprochen. Außerhalb dieser Bereiche könnte die Verständigung schwieriger werden. Deutschsprachiges Personal gibt es in einigen wenigen Hotels auf der Insel.

Die zwei offiziellen Sprachen in Sri Lanka sind Singhalesisch und Tamil, wobei Singhalesisch in erster Linie von der Mehrheit der Bevölkerung, den Singhalesen, gesprochen wird, welche etwa drei Viertel der Bevölkerung ausmachen (ca. 13 Millionen). Die Sprache Tamil wird von etwa drei Millionen Menschen auf Sri Lanka gesprochen, darunter sowohl von Tamilen als auch von der muslimischen Minderheit. Zusätzlich leben Personengruppen auf Sri Lanka welche auf Portugiesisch sowie in verschiedenen Kreolsprachen miteinander kommunizieren.

Nachtleben, Nightlife, Party

Colombo Sri Lanka Nightlife

Colombo Nightlife

Das traditionelle Sri Lanka gilt nicht unbedingt als Partyinsel. Typische Urlauber des Landes sind eher auf der Suche nach ruhigen Stränden, historisch, kulturell und religiös bedeutsamen Stätten und unberührter Natur voller wilder Tiere und exotischer Pflanzen. Im nördlichen und östlichen Teil der Insel wird man kaum Partylocations im westlichen Sinne finden, da die Bewohner eher die besinnliche Ruhe lieben. Im Westen, Süden und einigen Teilen des Zentrums hingegen schlüpfen nach und nach die ersten Veranstaltungsorte für ein feuchtfröhliches Nachtleben aus dem Boden. Die meisten Optionen für ein ausgiebiges Nachtleben bietet derzeit die Stadt Colombo, wobei andere touristische Orte ihren internationalen Besuchern eine entsprechende Feier-Plattform bieten möchten und sich dementsprechend auch verstärkt eine Nightlife-Kultur bildet. Neben Colombo zählen die Städte Beruwela, Galle und Bandara zu den Vorreitern im Bereich Nachtleben auf Sri Lanka. Während es inzwischen grundsätzlich Ausgehmöglichkeiten auf Sri Lanka gibt, gilt, dass sie sich üblicherweise an internationale Gäste richten und nur zögerlich von Einheimischen angenommen werden.

Colombo Nightlife

In Colombo existieren einige Möglichkeiten zum nächtlichen Feiern, wobei die meisten Optionen aus hoteleigenen Clubs bestehen, beispielsweise im Hilton, Trans Asia Hotel oder Colombo Plaza. Außerhalb der Hotels gibt es kleinere Kneipen, Sportbars und Veranstaltungszentren mit Live-Musik von Künstlern aus verschiedenen Ländern. Wie in anderen asiatischen Ländern auch gibt es in Sri Lanka eine besondere Vorliebe der Bevölkerung für Karaoke, wodurch eine steigende Anzahl an Karaoke-Bars zu finden ist, wobei viele von ihnen auch nachts länger geöffnet haben.

Reise-und Sicherheitshinweise

Während die Lage auf Sri Lanka seit 2009 insgesamt ruhig und frei von Terroranschlägen ist, zeigen Armee und Polizei weiterhin eine hohe Präsenz an wichtigen und belebten Orten. Regelmäßig finden Sicherheitskontrollen statt, wobei Besucher der Insel den Anweisungen durch Uniformierten unverzüglich folgen sollten, um Probleme zu vermeiden. Es wird empfohlen, Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fern zu bleiben, da das Auftreten von gewalttätigen Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden kann. Seit Ende des Bürgerkrieges (2009) konnten nationalistische Kräfte an Einfluss gewinnen, wobei vereinzelt auch anti-westliche Reden beobachtet werden konnten. Weiße Touristen gelten grundsätzlich als wohlhabend und werden bevorzugt Opfer von Betrügereien.

Besucher sollten die Nachrichten während des Aufenthalts verfolgen, um über die Lage Bescheid zu wissen und gegebenenfalls über den nicht unmöglichen Fall von Ausgangssperren und deren Gründe rechtzeitig informiert zu sein. Der Reisepass sollte stets sicher bei sich getragen werden. Grundsätzlich können inzwischen jedoch alle Regionen Sri Lankas bereist werden. Im äußersten Norden in der Stadt Jaffna existiert bereits eine touristische Infrastruktur ähnlich wie im Süden. In den umliegenden Regionen entwickelt sie sich noch. In seltenen Fällen kann es zu Einbrüchen in Hotelzimmer kommen.

Minenrisiko

Noch immer geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr von Minen in verschiedenen Teilen des Landes aus. Die Halbinsel Jaffna im Norden des Landes gilt als frei von Minen mit Ausnahme der Hochsicherheitszonen. Besonders in der Umgebung des Elephant Pass werden zahlreiche unentdeckte Minen vermutet, weshalb regelmäßig Entminungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Stark vermint wurden darüber hinaus weite Gebiete um Kilinochchi, Mullaittivu, Mannar und Vavuniya. Reisende können sich hier inzwischen frei bewegen, es gibt jedoch eine hohe Militärpräsenz und vereinzelt Kontrollstellen. Hinweisschilder, die auf die Existenz von Minen hinweisen sollten in jedem Fall sehr ernst genommen werden. Vor allem im Osten des Landes besteht darüber hinaus ein erhöhtes Minenrisiko, speziell um Trincomalee, Batticaloa und Ampara. Die Landschaft abseits der Straßen mag optisch reizvoll aussehen und zu Spaziergängen einladen, darauf sollte jedoch in jedem Fall zur eigenen Sicherheit verzichtet werden.

Sexuelle Übergriffe

Es gab bereits häufiger Meldungen über sexuelle Belästigungen von Besuchern in Urlaubsgebieten. Frauen, die ohne männliche Begleitung unterwegs sind, unterliegen einem höheren Risiko von Vergewaltigungen und sollten dementsprechend vorsichtig, umsichtig und achtsam agieren. Kommt es doch zu einem entsprechenden Fall so kann 24 Stunden am Tag eine spezielle Polizeistelle zu diesem Thema informiert werden. Die Nummer ist 1938 aus dem Netz Sri Lankas.

Betrugsfälle

Bei Grundstückskäufen sollte ein guter Anwalt beauftragt werden, welcher sicherstellt, dass der Prozess korrekt abläuft. Dabei sollte auf die notwendige Registrierung im Grundbuch geachtet werden. Auch bei kleineren Geschäften gab es in der Vergangenheit häufiger betrügerische Aktivitäten, besonders bei Schmuck und Edelsteinen. Wie in anderen südostasiatischen Ländern auch, gibt es Tuk-Tuk-Fahrer, die überhöhte Preise kassieren wollen. Schon bei der Anreise ins Hotel wird häufig behauptet, dass gewünschte Hotel sei geschlossen, so dass der Fahrer die Besucher in ein Hotel seiner Wahl bringt, von dem er eine Provision bekommt. Ähnlich verhält es sich bei Touristenattraktionen, die angeblich geschlossen sein sollen oder erst später aufmachen. Mit dieser oder ähnlichen Begründungen werden Reisende in Geschäfte gebracht, die dem Fahrer eine Provision zahlen. Weiterhin kann es auf Sri Lanka vielerorts zu Betrugsfällen im Zusammenhang mit Kreditkarten kommen. Reisenden wird daher empfohlen, so oft wie möglich mit Bargeld zu bezahlen.

Gesundheit

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung und Ausstattung in größeren Städten und Tourismusgebieten liegt in Sri Lanka unter dem europäischen Niveau, gilt jedoch als ausreichend. Trotzdem wird eine Krankenversicherung mit Reiserückholung empfohlen, besonders für chronisch Kranke und Menschen, die häufiger zu Beschwerden neigen. Eine Reiseapotheke mit den üblichen Medikamenten sollte bei sich geführt werden und im Vorfeld der Einreise von einem Arzt in englischer Sprache als notwendig bescheinigt werden.

Impfschutz

Vor einer Reise nach Sri Lanka sollten die in Deutschland üblichen Standardimpfungen durchgeführt worden sein. Wichtig sind Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis) sowie Kinderlähmung (Polio), MMR (Masern, Mumps, Röteln), Grippe und Pneumokokken. Darüber hinaus werden für Reisen nach Sri Lanka Impfungen gegen Hepatitis A und H1N1 (Schweinegrippe) empfohlen. Bei längeren Aufenthalten oder als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sind darüber hinaus Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Japanische Enzephalitis und Tollwut empfohlen.

Malaria

Die häufig tödliche Krankheit Malaria wird durch nachtaktive Mücken übertragen und kann noch noch Wochen und Monate nach einem Aufenthalt in Sri Lanka ausbrechen. Die Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und Schüttelfrost, also Beschwerden, die auch bei anderen Krankheiten auftreten, wodurch häufig nicht die richtige Diagnose gestellt wird. Wird Malaria jedoch rechtzeitig erkannt und korrekt behandelt, kann das Leiden kuriert werden, ohne dass bleibenden Schäden auftreten.

Es besteht auf Sri Lanka ganzjährig ein Übertragungsrisiko für Malaria. Dicht besiedelte Bereiche der Städte und Orte über 1500m Höhe gelten als malariafrei. Im Südwesten des Landes besteht ein geringes Risiko, im Norden und Osten jedoch ein mittleres. In 95% der Fälle handelt es sich um die nur selten hochgefährliche Malaria tertiana. In den restlichen Fällen kann jedoch die Malaria tropica übertragen werden, welche sehr ernst zu nehmen ist. Zu den Vorsorgemaßnahmen gegen Stiche zählt das Tragen von langer heller Kleidung, die so viel Haut wie möglich bedeckt, Anti-Mücken-Sprays für die unbedeckten Stellen oder generell das Meiden von Orten, an denen sich verstärkt Mücken aufhalten (stille Seen) sowie die Verwendung einer Mückenzeltes über dem Bett. Falls doch Mücken in der Nähe sind kann aktiv mit (elektrischen) Mückenklatschen gegen die lästigen und möglicherweise gefährlichen Biester vorgegangen werden. Wer sich weiter absichern möchte kann ein Malariamittels bei sich führen, welches idealerweise von einem Tropenmediziner verschrieben wurde.

Dengue Fieber

Das Dengue Fieber tritt in Sri Lanka vor allem während der Monate um die Regenzeit auf. Es wird hauptsächlich in dicht besiedelten Gebieten in Küstennähe übertragen, dementsprechend also auch an Orten, wo viele Touristen verkehren. Die Krankheit, welche durch tagaktive Mücken übertragen wird, kann hohes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen und Hautausschlag verursachen. Bei entsprechenden Beschwerden sollte ein kompetenter Mediziner aufgesucht werden. Häufig wird die Krankheit von Laien oder weniger begabten Ärzten mit Malaria oder Grippe verwechselt und dadurch falsch behandelt! In seltenen Fällen kann es zu länger andauernden gesundheitlichen Schäden und sogar zum Tod kommen.
Da es keine Impfung oder hinreichend wirksame Medizin gegen Dengue-Viren gibt, sollten entsprechende Vorkehrungen zum Schutz gegen Mückenstiche getroffen werden. Dies sind prinzipiell die gleichen wie zum Schutz gegen Malariaerkrankungen.

Chikungunya

Zu den besonderen Krankheiten auf Sri Lanka gehört auch Chikungunya, welche besonders in den Monaten um die Regenzeit auftritt und durch tagaktive Mücken übertragen wird. Die Symptome sind Fieber und Kopfschmerzen, wodurch die Krankheit mit Grippe oder Malaria verwechselt werden kann und oft falsch behandelt wird. Da es keine Impfung oder wirksame Medikamente gegen Chikungunya gibt, spielt die Prophylaxe eine besondere Rolle. Es sollten die entsprechenden Schutzmaßnahmen wie für Malaria ergriffen werden.

AIDS und Geschlechtskrankheiten

Die Verbreitung des HIV-Virus‘ liegt mit weniger als 0,1% infizierter Bevölkerung in Sri Lanka im internationalen Vergleichen sehr niedrig. Trotzdem besteht wie in jedem anderen Land auch ein Infektionsrisiko, vor allem durch Geschlechtsverkehr mit Gelegenheitsbekanntschaften oder Prostituierten. Es wird empfohlen, beim Sex stets Kondome zu verwenden.

Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns, kann durch Viren hervorgerufen werden, welche in verschiedenen asiatischen Ländern und auch auf Sri Lanka existieren, besonders in ländlichen Regionen. Eine Infizierung findet ähnlich wie Malaria durch nachtaktiven Mücken statt. Die Japanische Enzephalitis tritt bei Menschen weniger häufig auf, falls es jedoch dazu kommt entstehen häufig schwerwiegende Schäden oder es kommt sogar zum Tod. Da es derzeit keine wirksamen Medikamente gegen die Japanische Enzephalitis gibt, kommt dem Mückenschutz, beziehungsweise der Schutzimpfung eine besondere Bedeutung zu.

Durchfallerkrankungen

In Sri Lanka können grundsätzlich ganzjährig aus verschiedenen Gründen Durchfallerkrankungen auftreten. Zur Vorsorge sollten Reisende stets vor dem Essen die Hände waschen und idealerweise danach keinen Türknauf vor der Mahlzeit mit der Handfläche berühren müssen. Ferner sollte man kein Leitungswasser direkt konsumieren, sondern Wasser stets nur aus geschlossen gekauften Flaschen trinken und dies auch zum Zähne putzen verwenden. Alternativ kann Leitungswasser auch vor dem Trinken abgekocht werden. Es wird empfohlen auch für das Waschen von Lebensmitteln nur Trinkwasser aus Flaschen zu verwenden. Es sollten keine rohen oder ungeschälten Produkte und kein Essen von Straßenhändlern verzehrt werden.

Sonnenbedingte Risiken

Die intensive Sonne auf Sri Lanka erfreut viele Besucher, allerdings birgt sie auch Risiken. Sonnenbrände bei westlichen Besuchern sind auf Sri Lanka keine Seltenheit, manchmal kommt es auch zu Hitzeschlägen, die in Einzelfällen tödlich enden können. Reisende sollten wissen, wie viel körperliche Aktivitäten sie in der Sonne vertragen und rechtzeitig und großzügig Sonnenschutzmittel verwenden oder die direkte Sonne meiden. Genügend Wasser sollte getrunken werden, um dem Austrocknen zuvorzukommen.

Meeresströmungen

Aufgrund von gefährlichen Strömungen gibt es immer wieder Situationen, bei denen Menschen im Meer vor Sri Lanka ertrinken. Daher sollten Besucher der Landes ausschließlich in ausgewiesenen Badestellen schwimmen gehen und die Warnhinweise beachten.

Sonstige Gefahren

Die bakterielle Infektion Leptospirose kann auf Sri Lanka in Süßwasserseen auftreten, daher sollte das Schwimmen dort vermieden werden oder auf ein Minimum reduziert.