Singapur Reiseführer, Reisetipps, Tourismus


HauptstadtSingapur
SprachenTamil, Malaiisch, Chinesisch und Englisch (Amtssprachen)
StaatsformParlamentarische Republik
Fläche712,4 km²
Einwohner5,3 Millionen (~7126 Einwohner pro km²)
WährungSingapur-Dollar (S$)
Telefon-Vorwahl+65
ZeitzoneUTC+8
NationalflaggeSingapur Flagge

Singapur Flagge

Singapur, eine Stadt wie sie kein zweites Mal auf Erden existiert, wird von vielen Experten als die vielleicht modernste Stadt der Welt angesehen. Die Bewohner vom einzigen auf einer Insel befindlichen Stadtstaat der Welt erwirtschaften ein Durchschnittseinkommen, welches unter den höchsten der Erde liegt, während die Stadt umringt wird von ärmlicheren Regionen.

Keine Bodenschätze, sondern eine eifrig arbeitende Bevölkerung und ein intelligentes marktwirtschaftlich orientiertes System machen es möglich. Singapur vereint verschiedene Völker Asiens sowie den Einfluss westlicher Länder wie kein zweiter Ort auf Erden. Wer dieses besondere Stück Land und seine Bewohner näher kennengelernt hat, kann mit Stolz behaupten, etwas mehr von dieser Erde zu verstehen.

Von einigen als überfrachtete Metropole abgeschrieben, bietet Singapur außerhalb des unmittelbaren Zentrums Möglichkeiten zum Entspannen und Relaxen. Naturreservats und Grünanlagen bilden einen wohltuenden Kontrast zu den überlaufenden Stadtteilen rund um den Central Business District. Wer Zeit mitbringt, wird schnell feststellen, dass der Stadtstaat eine Vielfalt zu bieten hat wie man sie in anderen Ländern dieser Welt nicht findet. Zu einem Großteil ist dies der Verdienst der verschiedenen Ethnien, welche den einzelnen Stadtteilen ihren unvergleichlichen Flair verleihen.

Neben Buddhisten und Christen findet man in Singapore Moslems, Hindus und Taoisten, welche das Bild der Stadt entscheidend prägen. Mit knapp fünf Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 710 Quadratkilometern weist Singapur die höchste Bevölkerungsdichte im südostasiatischen Raum auf. Das BIP pro Kopf im Land ist höher als in jedem anderen Staat der Region, was sich allerdings auch im gegenwärtigen Preisniveau widerspiegelt.

Stadtteile und Sehenswürdigkeiten

Singapur Sehenswürdigkeiten

Singapur Sehenswürdigkeiten: Das Marina Bay Sands bei Nacht

Der Stadtstaat Singapur ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Dabei unterscheidet sich die administrative Gliederung von der Gliederung der Stadtteile. Administrativ umfasst das Land fünf CDC (Community Development Council) Distrikte. Dazu zählen neben dem Central Singapore District, der North East- und der North West District sowie der South East-und der South West District. Wesentlich interessanter für den Besucher sind jedoch die ursprünglichen Stadtteile der Metropole. Im Stadtzentrum findet man den Central Business District (CBD). Gläserne Bürotürme und geschäftiges Treiben auf den Bürgersteigen sind das Markenzeichen der Innenstadt. Südlich des CBD findet man Chinatown, welches seit jeher ein Anlaufpunkt für Touristen war.

Nördlich des Central Business Ditricts liegt der Colonial District und die berühmten Quays. Oberhalb erstreckt sich Little India und Kampong Glam, während im Westen die Orchard Road zu den beliebtesten Einkaufsvierteln der Metropole gehört. Vorgelagert im Süden der Stadt findet sich Sentosa Island. Nicht nur für Touristen und Urlauber zählt ein Besuch auf der kleinen Insel zum Pflichtprogramm, auch die Einheimischen stürmen, vor allem am Wochenende, in Massen auf das kleine Eiland im Süden.

Central Business Distric und Chinatown

Singapur Chinatown Tempel

Singapur Chinatown Tempel

Abseits seiner strahlenden Hochhäuser hat der Geschäftsbezirk in touristischer Hinsicht nicht viel zu bieten. Lediglich der Raffles Place ist einen Besuch wert, kann man doch von hier aus schnell das Ufer der Marina Bay erreichen, auf deren anderer Seite das pompöse Marina Bay Sands steht. Nachts hell erleuchtet, ist das Gebäude einer der touristischen Hotspots im Land. Die Architektur erinnert an ein Kreuzfahrtschiff, welches von drei Säulen getragen wird und bietet in der Tat einen beeindruckenden Anblick.

Cinatown hingegen lockt neben diversen Einkaufsmöglichkeiten mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die MRT-Station befindet sich direkt im Geschehen, wer also an der gleichnamigen Haltestelle den Exit A verlässt, befindet sich direkt im Geschehen. In der South Bridge Road findet man den Sri Mariamman Tempel. Der älteste Hiduntempel im Land ist ein beliebter Ausgangsort für Besuche in Chinatown. Weiter geht es dann zum Buddha Tooth Relic Tempel (9 bis 18.30h geöffnet, Eintritt frei), ebenfalls in der South Bridge Road, welcher einer der Höhepunkte eines jeden Ausflugs nach Chinatown sein sollte. Die aus 420 Kilogramm Gold bestehende Stupa ist bereits den Anfahrtsweg wert. Namensgeber des Tempels ist ein Zahn im vierten Stock des Tempels, welcher von Buddha selbst stammen soll.

Besucher, welche mehr über die buddhistische Tradition in Erfahrung bringen möchten, können im Nei Xue Tang Museum in der Cantonment Road ihrem Wissendurst freien Lauf lassen. Die kulturelle Wissensreise kann anschließend im Chinatown Heritage Complex fortgesetzt werden. Wer nach soviel Kultur ein wenig entspannen möchte, sollte den People’s Park Complex in der Park Road aufsuchen. Diese eigentümliche Mall bietet zahlreiche Kuriositäten und ist ein passender Ort um sich nach Souverniers für die Bekanntschaft umzuschauen.

Beliebt ist Chinatown auch aufgrund seiner vielen kleinen Restaurants. Die Preise mögen hier leicht höher ausfallen als in weniger wohlhabenden Ländern, auf der anderen Seite bekommt man jedoch ein wenig bessere Qualität und man läuft hier nicht Gefahr, bedrängt zu werden, wie es in anderen Städten Südostasiens geschehen kann.

Colonial District und die Quays

Colonial District Singapore

Colonial District Singapore

Ein gemächlicher Spaziergang entlang des Singapore River bietet einen gelungenen Einstieg, um die Atmosphäre rund um die Quays und den kolonialen Stadtteil der Metropole aufzusaugen. Weiter östlich findet man am Esplanada Drive die Theatres on the Bay. Die spektakuläre Architektur der „Durians“ etwa steht im krassen Gegensatz zu dem von Kolonialbauten geprägten Stadtteil. Entlang der Esplanada bieten sich dem Besucher zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Touristen, die mehr über die Geschichte des Stadtstaats wissen möchten, besuchen das Pernakan Musuem in der American Street, während Kunstbegeisterte sich im Singapore Art Miseum in der Bras Basah Road weiterbilden können.

Bevor man sich ins bunte Nachtleben stürzt kann man den Tag bei einem Spaziergang im Fort Canning Park ausklingen lassen. Einige interessante Orte, wie etwa der Schrein des Sultan Iskander Shah oder ein ehemaliger Militärkomplex aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs, verleihen dem Park, welcher zu den wenigen Grünflächen im unmittelbaren Zentrum zählt, eine touristische Bedeutung.

Little India und Kampong Glam

Singapore Little India, Singapur

Singapore Little India

Durch die Straßen Little Indias zu flanieren ist bereits ein Erlebnis für sich. Abseits der gängigen Geschäftigkeit in den übrigen Bereichen Singapurs findet man hier ein Kaleidoskop verschiedener Farben, Formen und Gerüchen.

Wie der Name schon sagt, findet man hier einen Stadtteil, der stark indisch geprägt ist. Im Gegensatz zum Original verläuft das Geschehen hier jedoch etwas organisierter, geordneter und harmonischer ab. Straßen, Restaurants und Geschäfte sehen dementsprechend sauberer und einladender aus als auf dem fernen indischen Subkontinent.

Im Bereich Shopping punktet Little India mit dem Mustafa Centre, der einzigen Shopping Mall des Landes, welche täglich 24 Stunden geöffnet ist. Kleinere Shops befinden sich entlang der Serangoon Road und ihrer näheren Umgebung. Wer einmal in der Gegend ist, hat darüber hinaus die Chance, in einem der kleineren Restaurants vor Ort ein Stück authentische indische Küche zu probieren.

Als besonders sehenswertes Bauwerk ragt in Little India ein Tempel heraus, der Sri Veeramakaliamman Temple. In seiner jetzigen Form besteht er seit 1986, ursprünglich errichtet wurde er jedoch bereits 1881 und ist somit Little Indias ältester (und am stärksten frequentierter) Tempel. Der Eintritt ist kostenlos, man sollte jedoch vor dem Betreten respektvoll die Schuhe ausziehen.

Ein Museum der etwas anderen Art findet man in der Rowell Road. Das Museum of Shanghai Toys bietet einen interessanten Einblick in die Geschichte der Spielzeugkultur im 20 Jahrhundert und davor.

Ein besonderes Erlebnis bietet der Skaya Muni Buddha Gaya Tempel, der Tempel der 1000 Lichter, welcher vor allem für seine 15 Meter lange und 300 Tonnen schwere Buddha Statue bekannt ist.

Südostlich von Little India liegt Kampong Glam, ein Viertel mit starken arabischen Einflüssen. Die Sultan Moschee in der Muscat Street zählt hier zu den absoluten Highlights. Um Eindrücke zu sammeln und Shoppen/ Essen zu gehen empfiehlt sich ein Besuch der Arab Street und der Haji Lane. Beide Straßen bieten eine Vielzahl an Geschäften und Restaurants, die den besonderen Flair Kampong Glams hervorheben.

Orchard Road

Singapore Orchard Road, Singapur

Orchard Road

Der Bereich um die Orchard Road ist das absolute Zentrum für Reisende und Touristen. Zwar finden sich hier weniger Sehenswürdigkeiten als in den anderen Teilen der Stadt, dafür sind die Straßen überfüllt mit Besuchern, welche durch die unzähligen Shops, Hawkerzentren und Malls flanieren. Die Orchard Road ist das Konsummekka Singapurs, ein Ort an dem es beinahe alles gibt, was sich mit Geld bezahlen lässt. Für die einen das Paradies, für die anderen ein von Touristen überlaufender Alptraum, ist kein Singapururlaub komplett ohne einen Besuch im größten Freilaufteinkaufszenrum der Stadt.

Gigantische Wolkenkratzer reihen sich dicht gedrängt aneinander und Geschäfte versuchen ständig, sich preislich zu unterbieten. Wer auf der Suche ist nach Mode oder Elektronik mag hier das ein oder andere Schnäppchen finden.

Die größte der modernen Shopping Malls ist das Ion Orchard (eröffnet im Jahre 2009), welche sich über vier Stockwerke überirdisch erstreckt sowie weitere vier Stockwerke unterirdisch! Der Shopping-Tempel wird abgerundet durch eine Kunstgalerie im vierten Obergeschoss und einen Foodcourt im vierten Kellergeschoss. Der Foodcourt ist etwas hochpreisiger als in anderen Teilen der Stadt, kann aber durch ein enorm großen Angebot interessanter Speisen überzeugen.

Wer mit der MRT unterwegs ist, steigt an einer der Haltestellen Orchard, Somerset oder Dhoby Ghaut aus, um sich ins Geschehen zu stürzen. Fühlt man sich innerhalb größerer Menschenmassen unwohl, sei empfohlen, seinen Besuch lieber auf den etwas ruhigeren Vormittag zu legen. Darüber hinaus gehören ein Besuch des National Museum of Singapore und des Singapore Art Museum zu den etwas ruhigeren Aktivitäten, die Orchard bietet.

Ostsingapur

Von Touristen weniger überlaufen, bietet der östliche Teil Singapurs doch einige nennenswerte Sehenswürdigkeiten, wie den Sri Senpaga Vinayagar Tempel in der Ceylon Road oder dem Kuan ImTing Tempel. Wer Entspannung sucht, sollte einen Abstecher in den East Coast Park, einem riesigen Wasserpark, in Betracht ziehen. Weniger sportlich, dafür ursprünglich und mit einem charmanten Flair lockt Changi Village. Für viele Touristen noch immer eine Art Geheimtip, kann man hier dem Stress und der Hektik des Zentrums entgehen und die entspannte und ruhige Atmosphäre genießen.

Sentosa Island

Sentosa Island

Sentosa Island

Die kleine Insel vor der Südküste Singapurs ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, findet man hier doch die einzigen Strände im Stadtstaat. Vor allem an den Wochenenden sind diese jedoch meist stark überlaufen und sollten gemieden werden. Abseits der Bademöglichkeiten lockt die kleine Insel mit weiteren Attraktionen wie etwa dem Fort Siloso, einem Artilleriefort aus dem 19 Jahrhundert, das Besuchern zur Besichtigung offensteht. Für den ultimativen Ausblick lohnt sich ein Besuch des Tiger Sky Tower. Mit einer Höhe von 110 Metern ist er der ideale Ausgangspunkt, um sich einen unvergesslichen Überblick über Sentosa und ganz Singapur zu verschaffen.

Ähnlich wie in vielen Freizeitparks, steigen Besucher in eine Kabine welche beim Aufstieg um den Turm herum rotiert, so dass allen 72 Plätzen den bestmöglichen Blick genießen können. Die Kosten für eine Fahrt belaufen sich auf umgerechnet ca. 8 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder. Freunde der Tierwelt einen Abstecher in die Underwaterworld and Dolphin Lagoon in Betracht ziehen. Das riesige Meereswasseraquarium ist nicht nur die Heimat unzähliger maritimer Arten, Besucher können außerdem den direkten Kontakt zu Delphinen suchen oder sogar mit den Haien tauchen. Während die Sonderaktionen ziemlich kostenintensiv sind ( knapp 80 Euro um mit den Haien zu schwimmen) bietet sich der Park grundsätzlich als hervorragendes Ziel für Familienausflüge an.

Wer hingegen die Flora und Fauna der Tropen näher kennenlernen möchte, begibt sich auf den rund 1,8 Kilometer langen Nature Walk. Unzählige Vogelarten, Halbaffen und exotische Pflanzen sorgen für eine unverwechselbare Erfahrung.

Marina Bay

Singapur Marina Bay

Singapur Marina Bay by night

Wer Singapur besucht, sollte auf keinen Fall weiterfahren, ohne die Marina Bay mit eigenen Augen gesehen zu haben. Zu beeindruckend und vielfältig sind die Sehenswürdigkeiten und optischen Eindrücke, die Besucher hier erleben können. Zahlreiche charakteristische Elemente, welche Singapur als eine der fortschrittlichsten Städte der Welt auftreten lassen, sind hier zu finden.

Bei einem Spaziergang um die Bucht lassen sich die meisten Sehenswürdigkeiten dieses Ortes bequem einsehen. Vom Raffles Place überquert man die Hauptstraße zum Fullerton Hotel (unterirdisch oder über die Brücke) und kann bereits das Wasser sehen und einen ersten Eindruck dieses imposanten Ortes wahrnehmen.

Etwas weiter nördlich befindet sich der Merlion, Singapurs Wahrzeichen und ein beliebter Fotohintergrund für Urlaubsbilder. Wer weiter Richtung Esplanade Center spaziert, kann von der Brücke aus einen herrlichen Blick auf das Marina Bay Sands Hotel mit seinen drei Türmen und dem Dach in Form eines Schiffs genießen. Im Esplanade Center selbst gibt es Konzerte, Shops, eine Bücherei und auf dem Dach eine stilvolle grün bepflanzte Aussichtsplattform.

Der Weg führt weiter Richtung Helix-Brücke am Makansutra Gluttons Bay Foodcourt vorbei, wo man günstig für einen Imbiss oder eine größere Mahlzeit pausieren kann. Jenseits der Brücke bekommt man Zugang zum Marina Bay Sands mit seinen Shops, dem Casino, einer Eislauffläche, zahlreichen Restaurants und weiteren Attraktionen.

An ein paar Geschäftsgebäuden und dem höchsten Wohnhaus des Landes (The Sail) vorbei, führt der Weg zurück Richtung Fullerton Hotel, wo man seine müden Beine bei einem Abendessen entspannen kann.

Museum der asiatischen Zivilisationen (Asian Civilisations Museum)

Das Museum der asiatischen Zivilisation gehört zu den absoluten Highlights innerhalb einer Vielzahl von Museen der Stadt. Es verfolgt den Zweck, seinen Besuchern, ein besseres Verständnis der reichhaltigen Kulturen zu ermöglichen, welche Singapur und andere Teile Asiens ausmachen. Es geht in erster Linie um Völker und Stämme aus China, Südostasien und Südasien.

Auf drei Etagen werden insgesamt 11 Galerien gezeigt, von denen sich eine komplett dem Thema China widmet, dem ursprünglichen Herkunftsland von etwa drei Vierteln der Bewohner Singapurs. Es werden antike Gemälde und Kalligrafien gezeigt sowie Elemente, welche das frühere Leben in China und den Einfluss von Konfuzius näher beschreiben. Der Informationsgehalt aller Galerien kombiniert findet kaum an einem anderen Ort dieser Erde seinesgleichen, was die mutige Vision der Verantwortlichen unterstreicht, sich als das beste Museum in Asien zu etablieren.

Täglich von 10 bis 19 Uhr öffnet das Museum der asiatischen Zivilisationen seine Tore für Besucher, Freitags sogar bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei für Kinder bis 6 Jahren sowie für alle Bürger Singapurs und Permanent Residents. Alle anderen Erwachsenen zahlen 8 SGD, Vollzeitstudenten und Senioren ab 60 Jahren nur 4 SGD.

Universal Studios Singapore

Singapore Universal Studios

Singapore Universal Studios

Auf Sentosa Island, im Süden von Singapur gelegen, befindet sich ein Erlebnispark der Extraklasse. In den Universal Studios Singapore gibt es hochmoderne Achterbahnen, beeindruckende und unterhaltsame Shows und Attraktionen basierend auf berühmten Filme und Fernsehserien, darunter Transformers, Shrek, Madagascar, Jurassic Park, Kampfstern Galactica und weitere. Der Park zieht sich über insgesamt sieben Sektionen: Hollywood, New York, Sci-Fi City, Ancient Egypt, The Lost World, Far Far Away und Madagascar.

Zu den Highlights unter den Shows gehört das Shrek 4-D Adventure sowie das Erlebniskino „Lights! Camera! Action! Hosted by Steven Spielberg“ im Bereich New York, welches das Szenario eines größeren Hurricanes zeigt, der kurz davor ist, New York zu treffen.

Unter den Fahrgeschäften beeindruckt Revenge of the Mummy, der Canopy Flyer im Bereich Jurassic Park, die Fahrt durch’s Wasser in der Madagascar-Landschaft und seit Dezember 2011 die Fahrt im „Transformers: The Ride“.

Karten für die Univeral Studios kosten 74 SGD für Erwachsene, 54 SGD für Kinder von 4 bis 12 Jahren und 36 SGD für Senioren ab 60. Der Park ist üblicherweise täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Neben den Universal Studios gibt es zahlreiche weitere attraktive Erlebnisangebote auf Sentosa Island.

Singapore Flyer, das Singapur Riesenrad

Singapur Riesenrad, Singapore Flyer

Riesenrad in Singapur: Der Singapore Flyer

Als imponierend markantes Bauwerk kann der Singapore Flyer schon von weitem erkannt werden. Nicht nur von außen beeindruckt dieses Riesenrad jedoch, sondern auch vom Innern einer seiner Kapseln, besonders wenn vom höchsten Punkt aus, wo man einen unglaublichen Blick über die Marina Bay und den Rest der faszinierenden Stadt Singapur genießen kann.

Viele Besucher interessieren beim Singapore Flyer Höhe und Umrundungszeit. Er basiert auf dem London Eye, ist mit seinen 165m jedoch größer und interessanterweise sogar höher als sämtliche anderen bekannten Attraktionen vergleichbarer Art und somit das größte Riesenrad der Welt.

Singapore Flyer Lage und Betriebszeiten

Der Singapore Flyer befindet sich recht zentral nordöstlich vom Marina Bay Sand Hotels auf der anderen Seite der Helix Bridge. Eine Umrundung kann täglich von 8.30 bis 22.30 Uhr erlebt werden. Die Singapore Flyer Tickets werden von 8 bis 22 Uhr vor Ort verkauft (oder online, mit einem Singapore Flyer Promo Code kann es auf diese Weise etwas günstiger werden).

Singapore Flyer Preise

Es gibt drei Kategorien für die Singapore Flyer Tickets: Erwachsene (13 bis 59 Jahre) zahlen 33 SGD, Kinder von 3 bis 12 Jahren 21 SGD und Senioren ab 60 Jahren 24 SGD.

Pulau Ubin

Pulau Ubin Island

Pulau Ubin Island

Mehr als 5 Millionen Menschen leben auf der kleinen Fläche des Landes Singapur. Schnell mag der Eindruck entstehen, es sei nicht genügend Platz da und man will dem Gedränge entfliehen. Neben den botanischen Gärten von Singapur gibt es noch einen weiteren grünen, entspannten und naturbelassenen Ort auf dem Gebiet von Singapur: die Insel Ubin (Pulau Ubin).

Im Nordosten der Stadt gelegen, strahlt diese idyllische Insel eine Harmonie aus, wie sie sonst kaum innerhalb der Grenzen von Singapur zu finden ist. Lediglich etwa 100 Menschen leben an diesem unbeschwerten Ort der Entspannung. Besucher kommen entweder in festen Wanderschuhen oder machen vom Fahrradverleih Gebrauch und radeln auf eigene Faust durch die unberührte Naturlandschaft der 10,2 Quadratkilometer großen länglichen Insel.

Um zur Insel zu gelangen nimmt man die MRT bis Tampines, dann Bus 29 bis zur Endhaltestelle Changi Village und von dort aus gelangt man mit dem Boot innerhalb weniger Minuten auf die Insel.

Mt. Faber Park

Einer der ältesten Parks in Singapur. Nördlich von Harboufront gelegen und gut zu erreichen, haben Besucher hier die Möglichkeit die Spitze des Mt. Faber mit dem Cable Car zu erreichen.

Labrador Secret Tunnels

Etwas westlich von Harbourfront, in der Labrador Villa Road, findet man die Labrador Secret Tunnels. Hierbei handelt es sich um ein Tunnelsystem, welches Ende des 19 Jhdt. erbaut und im Zweiten Weltkrieg von den Briten genutzt wurde.

Chinese Gardens

Auf einer Inseln im Jurong Lake gelegen, lädt der Chinese Garden zum flanieren und entspannen ein. Westlich von der Bukit Timah Road (in der Chinese Garden Road) gelegen, lässt sich die Anlage bequem mit dem MRT erreichen (Haltestelle: Chinese Garden). Der Eintritt ist kostenfrei.

Singapore Science Center

Dank zahlreicher interaktiver Spielereien ist das Singapore Science Center ein Erlebnis für jung und alt. In der Science Center Road im Westen Singapurs haben Familien mit Kindern die Möglichkeit, für eine Eintrittsgebühr von ca. 6 (Erwachsene) bzw. 3 € (Kinder), einen schönen gemeinsamen Tag zu verbringen.

Central Catchment Nature Reserve

Singapurs größtes Naturreservat hat auf über 2000 Hektar zahlreiche kleine Sehenswürdigkeiten zu bieten. Auf verschlungenen Pfaden können Besucher durch den Park schlängeln und ein Stück unberührte Natur genießen.

Singapore Zoo und Night Safari

Singapur Zoo

Singapur Zoo: Weisse Tiger

Ein besonderes Erlebnis ist der hervorragend geführte Zoo von Singapur. In verschiedenen Bereichen können kleine und große Besucher aufregende Tiere zu Gesicht bekommen, darunter weiße Tiger, asiatische Elefanten, Affen, Nilpferde, Otter und Bären.

Verschiedene Themenbereiche widmen sich Tieren aus aller Welt, darunter die Sektionen Frozen Tundra, Wild Africa, Australian Outback, Great Rift Valley of Ethiopia, Reptile Garden und der Tropical Crops & Orchid Garden.

Der Zoo ist eins der Projekte, die von der Wildlife Reserves Singapore Group betreut werden. Andere Projekte, die ebenfalls wärmstens empfohlen werden können schließen die folgenden mit ein: Jurong Bird Park, River Safari und die weltweit einmalige Singapore Zoo Night Safari.

Singapurs Zoo ist täglich (inklusive Sonn- und Feiertage) von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet. Einfache Tickets kosten 22 SGD für Erwachsene und 14 SGD für Kinder, es gibt jedoch zahlreiche Kombitickets, beispielsweise in Verbindung mit der Singapore Zoo River Safari, der Singapore Zoo Night Safari oder dem Singapore Zoo Bird Park.

Sungei Buloh Wetland Reserve

Hoch im Norden der Insel findet man das Sungei Buloh Wetland Reserve. Für eine minimale Gebühr können Urlauber in natürlicher und ursprünglicher Atmosphäre zahlreich Tierarten erleben. Besonders empfehlenswert sind die Führungen durch das Reservat.

Snow City

Skifahren oder Snowboarden bei 30 Grad im Schatten? Kein Problem! In Snow City in der Jurong Town Hall Road können Urlauber bei -5°C auf 1200 Quadratkilometern Strecke zurücklegen. Die Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden.

Singapore Botanic Gardens (Singapur Botanische Gärten)

Singapur Botanischer Garten

Singapur Botanischer Garten

Im Herzen der Wolkenkratzer-Metropole befinden sich die botanischen Gärten, die grüne Lunge der Stadt, welche ihren Besuchern frische Luft schenkt, die Möglichkeit Sport zu treiben, Pflanzen näher kennenzulernen oder einfach nur auszuspannen und fernab der schnelllebigen Großstadtwelt ein bisschen Ruhe und Besinnlichkeit zu genießen.

Ein Highlight der botanischen Gärten ist der Orchideengarten, welcher sich auf dem höchsten Hügel des Geländes befindet. Hier zeigen sich insgesamt über 60.000 Orchideenpflanzen in allen Farben und Formen. Neben Rio de Janeiro zählt Singapur zu den lediglich zwei Städten weltweit, in deren Gebiet sich ein Stück echter tropischer Regenwald befindet.

Weitere interessante Sektionen sind der Evolution Garden, welcher die Geschichte der Entwicklung der Pflanzenwelt auf unserer Erde beschreibt sowie der Ginger Garden mit seinen Zahlreichen Ingwergewächsen. Außerdem gibt es eine Bücherei mit Werken zum Thema Botanik und Gartenbau sowie das Singapore Herbarium.

Die botanischen Gärten sind täglich von 5 Uhr bis Mitternacht geöffnet (Eintritt frei). Der Orchideengarten öffnet seine Tore von 8.30 bis 19 Uhr (letzter Ticketverkauf um 18 Uhr). Erwachsene zahlen hier 5 SGD, Studenten und Senioren ab 60 nur 1 SGD. Kinder unter 12 Jahre haben freien Eintritt.

Veranstaltungen und Festivals

Das ganze Jahr hindurch bietet Singapur Reisenden und Touristen eine Vielzahl kultureller, religiöser oder kommerzieller Festivals, die Urlauber in Berührung mit der einheimischen Lebensart und den verschiedenen Ethnien bringt.

Januar

Thaipusam

Thaipusam Singapore

Thaipusam

Auf dem jährlich stattfindenden Festival durchbohren sich Gläubige Hindus Wangen und Zunge oder treiben sich Haken in die Haut, um ihre Religion zu ehren. Diese martialisch anmutende Festivität lockt jährlich zahlreiche Besucher an. Die Prozession beginnt meist am Sri Srinivasa Tempel in der Serangoon Road und findet ihren Endpunkt am Chettiar Hindu Tempel in der Tank Road.

Februar

Chinesisches Neujahrsfest

Das chinesische Neujahrsfest ist auch in Singapur eines der absoluten Höhepunkte im Jahr. Vor allem Chinatown ist hell erleuchtet und beeindruckt Einheimische wie auch Touristen mit zahlreichen Veranstaltungen und opulentem Feuerwerk.

Chingay

Die Chingay- Parade findet jährlich am 22. Tag nach dem chinesischen Neujahrsfest statt. Es ist das größte Straßenfestival in Singapur und wird entweder an der Orchad Road oder im Colonial Dirstict veranstaltet. Tickets für einen Sitz auf den Tribünen müssen im Voraus gekauft werden.

März

Mosaic Music Festival

Das zehntägige Festival rund um Jazz, Weltmusik und Indie findet jährlich auf der Esplanade statt und bietet Besuchern freie Konzerte, entspannte Stimmung und eine herausragende Atmosphäre.

Singapore Fashion Festival

Singapore Fashion Week/ Festival

Singapore Fashion Festival

Das Pendant zur Berliner Fashionweek ist ein Muss für alle Designer und Modebegeisterte. Neben lokalen Größen findet man auch zahlreiche internationale Namen.

April

Singapore Food Festival/ World Gourmet Summit

Das einmonatige Festival rund um die Genüsse des Essens findet ihren Höhepunkt im Gipfeltreffen der kulinarischen Elite, dem World Gouemet Summit. Besuchern bietet sich hier die Möglichkeit fremdländische Küche der ganzen Welt kennenzulernen. Das Festival findet nicht immer im April statt. Gelegentlich wird auf die angrenzenden Monate zurückgegriffen.

Internationales Filmfestival

Auch in Singapur findet jährlich ein internationales Filmfestival statt, auf welchen sich Besuchern die Gelegenheit bietet Arthouse und Independet Filme zu sehen.

Mai

Vesak

Der höchste aller buddhistischen Feiertage wird unter anderen mit der Freilassung eingesperrter Vögel zelebriert, welche die Befreiung der eingesperrten Seele symbolisieren sollen. Insbesondere der Buddah Tooth Relic Temple und der Sakaya Muni Buddah Gaya Temple sind zentrale Punkte dieses Feiertags.

Juni

Great Singapore Sale

Ohne Frage ist der Juni der beste Monat um in Singapur shoppen zu gehen. Von Ende Mai bis Anfang Juli wird die Orchad Road sowie viele der größeren Malls zum Einkaufsparadies. Bunter Banner verkünden reduzierte Preise und verführen damit vor allem Touristen mit vermeidlich unschlagbaren Angeboten. Es sollte jedoch darauf geachtete werden, dass nicht jedes Angebot auch ein Schnäppchen ist.

Drachenboot Festival

Das Dragonboat Festival wird jährlich zu Ehren eines chinesischen Heiligen abgehalten, der sich aus Protest gegen eine korrupte Regierung ertränkte. Die Rennen in den auffällig bunten Booten finden jedes Jahr am Bedok Reservoir statt.

Singapore Arts Festival

Die größte Kunstveranstaltung des Landes lockt jährlich unzählige Besucher mit klassischer Malerei, Design, Musik, Theater und Tanz.

August

Singapore National Day

Der Nationalfeiertag wird jedes Jahr am 9. August zelebriert, als Erinnerung an die Unabhängigkeit von Malaysia. Eine riesige Parade sowie ein beeindruckendes Feuerwerk und ausgelassene Stimmung in allen Stadtteilen sind fester Bestandteil der Feier.

Hungry Ghost Festival

Hungry Ghost Festival Singapore

Hungry Ghost Festival

Eine etwas andere Festivität ist das Hungry Ghost Festival. Der Tag an dem die Toten auf der Suche nach Freude und Feier über der Erde wandeln wird gefeiert mit Auftritten von Tänzern, Sängern und anderen Unterhaltungskünstlern.

September

Formel 1 – Der große Preis von Singapur

Der große Preis von Singapur findet seit 2008 jährlich im September statt. Austragungsort ist seitdem der Marina Bay Street Circuit.

Mondfest

Am 15. Tag des achten Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender findet jährlich das Mondfest statt. Zu dieser Zeit findet man überall auf den Straßen Stände, welche den sogenannten Mondkuchen anbieten, der mal mit süßer, mal mit würziger Füllung, wahlweise aber auch mit Fleisch oder vegetarischen Inhalt angeboten wird. Durch diesen Umstand ergibt sich auch der alternativer Name, „Mooncake Festival“.

Navarathri

Ein traditionelles Hindufest, welches die Frauen der Gottheiten Shiva, Vishnu und Brahma ehrt. Die jungen Mädchen verkleiden sich als die Göttin Kali und unterhalten mit Tanz und Gesang. Diese Zeremonien findet man vor allem am Chettiar Hindutempel, am Sri Mariamman Tempel und am Sri Srinivasa Tempel.

Sentosa Buskers Festival

Das Festival der Straßenkünstler auf Sentosa lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher auf die kleine vorgelagerte Insel . Die Straßen sind gefüllt mit Zuschauern und Artisten, die bei ausgelassener Stimmung eine Woche lang die freigeistige Seite Singapurs zelebrieren.

Oktober

Deepavali

Das „Festival of Lights“ findet jährlich im Oktober statt. In allen Hindutempeln sowie an den Häusern der meisten Inder werden kleine Lampen angebracht. Insbesondere Little India erstrahlt hell in der Nacht und bietet einen wunderschönen Anblick. Seinen Höhepunkt findet das Festival am Vorabend der Ferien, wenn es zu ausgelassenen Straßenpartys kommt.

Pilgerfahrt nach Kusu Island

Im neunten Monat des Jahres nach dem chinesischen Kalender findet jährlich eine Pilgerfahrt zu einem Schrein auf Kusu Island statt. Dieser taoistische Brauch ist eine weitere Möglichkeit die verschiedenen Kulturen Singapurs kennenzulernen.

Dezember

Weihnachten

Ganz nach amerikanischem Vorbild wird Weihnachten wie kein anderer Feiertag im Jahr zelebriert. Die ganze Stadt ist geschmückt und erstrahlt im weihnachtlichem Glanz. Für die einen grenzenloser Kitsch, für die anderen eine schöne Einstimmung auf das Fest. Die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen.

Geschichte

Die eigentlichen Ursprünge Singapurs sind historisch nicht ohne weiteres nachzuvollziehen. Erstmalig erwähnt wird es in einem chinesischen Text im dritten Jahrhundert. Tatsächliche Bedeutung erlangte der Stadtstaat aber erst im Jahr 1819, als Sir Thomas Stamford Raffles das Land zu einem Handelssitz der Britischen Ostindien- Kompanie erhob. Fünf Jahre später hatte die Kompanie bereits die komplette Insel vereinnahmt, welche sie dem damalige Sultan von Johor (südlichster Bundesstaat von Malaysia) abgekauft hatte. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde Singapur zu einer der wichtigen Kolonien der britischen Krone. Vor allem die Bedeutung als Handels- und Umschlaghafen, entlang der unverzichtbaren Schiffsrouten zwischen China und Europa, verlieh dem Stadtstaat neuen Glanz.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Singapur durch die Japaner besetzt. Mit der Kapitulation im Jahr 1945 endete jedoch auch diese Epoche, so dass die Stadt anschließend erneut unter britische Herrschaft geriet. Schließlich wurde sie im Jahr 1959 zu einer selbstregierten Kronkolonie mit einem ersten Ministerpräsidenten. Nur vier Jahre später, im Jahr 1963, erlangte Singapur letztendlich seine Unabhängigkeit. 1965 löste sich das Land schließlich auch aus seiner Föderation mit Malaya, Sabah und Sawarak und wurde nur wenige Tage später von Malaysia als souveräner Staat anerkannt.

Mit dem Rückzug der Kolonialmacht aus dem Land kam es kurze Zeit später zu Unruhen zwischen chinesischen und nicht- chinesischen Einwohnern. Ein ausarten in gewalttätige Konflikte konnte jedoch durch die parlamentarisch – demokratische Regierung verhindert werden.

Innerhalb der nächsten Jahrzehnte schaffte der Stadtstaat den Sprung vom Entwicklungsland hin zur Industrienation. Aber auch Singapur blieb nicht von der Asienkrise in den 1990er Jahren verschont. Der wirtschaftliche Einbruch führte zu Problemen, welche die Regierung bereits zu lösen geglaubt hatte, die jedoch weiterhin auf die Wirtschaft im Land drückten. In den 2000ern konnte sich das Land erholen und zu neuer Stärke auflaufen. Heute gilt Singapur nicht nur als wirtschaftlich stabil und gut aufgestellt, sondern auch als eine der teuersten Städte der Welt.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Singapur kein Visum. Bei der Ankunft erhalten sie automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung mit einer Gültigkeit von bis zu neunzig Tagen. Die Dauer der Aufenthaltserlaubnis sollte nicht überschritten werden, da dies zu empfindlichen Geldstrafen führen kann.
Allerdings benötigen Reisende zwingend einen Reisepass oder einen vorläufigen Reisepass, welcher nach der Ankunft noch mindestens weitere sechs Monate gültig sein muss.
Seit Juni 2012 benötigen zudem Kinder einen eigenen Kinderreisepass. Einträge im Pass eines Elternteils sind seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gestattet.
Für Einzelheiten über Visabestimmungen in Bezug auf die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit im Stadtstaat, sollten sich Interessierte grundsätzlich zunächst mit der deutschen Botschaft in Singapur in Verbindung setzen.

Wetter und Klima

Singapur lässt sich der tropischen Klimazone zurechnen. Auf Grund seiner flächenmäßigen Größe gibt es im Stadtstaat keine klimatischen Unterschiede. Jahreszeiten, wie man sie aus Europa kennt, existieren in Singapur nicht. Es gibt kaum Temperaturschwankungen und die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über hoch, mit Spitzenwerten von 84% im November und Dezember. Tageshöchstwerte von knapp über 30°C sind üblich, während die nächtlichen Tiefstwerte um die 24°C liegen. Zugleich bestimmt in dieser Zeit der Monsun das Wetter im Land. Bis Anfang Februar sind die Niederschlagsmengen deutlich erhöht.
Abseits dieser Regenzeit eignet sich Singapur ganzjährig für einen Besuch. Die Jahres- Durchschnittstemperatur liegt bei etwa 27 Grad Celsius, wobei die Temperaturen tagsüber auf über 30° steigen und in der Nacht auf etwa 20° absinken. Größtes Problem für die meisten westlichen Besucher ist jedoch die stets erhöhte Luftfeuchtigkeit.

Währung und Geld

Geld in Singapur: Der Singapore Dollar

Geld in Singapur: Der Singapore Dollar

Die nationale Währung im Land ist der Singapur- Dollar, häufig auch Singdollar genannt. Zwar ist es grundsätzlich möglich in einer der Banken im Stadtstaat Geld zu wechseln, diese Variante wird allerdings nur von den wenigsten wahrgenommen, da die lizenzierten Wechselstuben , welche man in der ganzen Stadt (vor allem in den Einkaufszentren) findet, meist einen deutlich besseren Kurs bieten. Gleiches gilt für das Eintauschen von Reiseschecks.

Eine weitere Variante besteht darin, an einem der zahlreichen Bankautomaten/ ATMs Singapur- Dollar abzuheben. Es werden alle größeren internationalen Kreditkartenanbieter sowie EC- Karten akzeptiert. (Beide Karten verursachen jedoch zusätzliche Kosten pro Abhebung, meist zwischen 3 und 6 Euro.)
In vielen Fällen ist es im Stadtstaat jedoch überhaupt nicht nötig auf Bargeld zurückzugreifen. Beinahe alle Restaurants, Hotels, Geschäfte und zum Teil auch andere Einrichtungen wie Museen oder sonstige Freizeitangebote können direkt mit dem beliebten Plastik bezahlt werden. Reisenden müssen allerdings damit rechnen, dass bei einer solchen Vorgehensweise zusätzliche Gebühren erhoben werden.
Für Taxifahrten aber auch für geringere Eintrittsgelder oder ähnliche Situationen, sollte man stets einen kleineren Betrag an Singapur- Dollar mit sich führen.

Im Vergleich zu seinen südostasiatischen Nachbarn ist Singapur absoluter Spitzenreiter was die Lebenshaltungskosten betrifft. Vor allem seit die Preise für Unterkünfte stark angestiegen sind, müssen Urlauber mit einem Tagesbudget von mindestens 50,00 € rechnen.

Ein Bett in einer Jugendherberge, in einem Schlafsaal, kostet bereits 15,00 Euro. In einem der kleineren Räume, etwa in einem Vierbettzimmer, belaufen sich die Kosten für eine Einzelbett auf etwa 25,00 €. Für ein Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad muss ein Urlauber bereits 45,00 € zahlen. Für Doppelzimmer und Unterkünfte mit mehr Komfort erhöhen sich die Preise entsprechend. Kosten von 150 €, allein für die Unterkunft, sind in Singapur keine Seltenheit. Wie üblich sind die Preise nach oben offen.

Auch für Nahrung und Essen sind die Preise in Singapur und höher als im übrigen südostasiatischen Raum. In einem der sogannaten „Hawker Center“ (Food Center) kostet ein kleines Gericht zwischen 2 und 5 Euro. Abhängig vom Stadtteil, können sich die Preise verdoppeln. In einem der vielen mittelklasse Restaurants müssen Urlauber jedoch von deutlich höheren Kosten ausgehen. Die Preise für Shopping sowie Eintrittsgelder und Taxifahrten orientieren sich am westlichen Niveau.

1 € = 1,71 SGD ( Singapur- Dollar)
5 € = 8,56 SGD (Stand: August 2013)

Gebührenfrei Bargeld am ATM abheben

Mit bestimmten Visa Kreditkarten, die kostenlos erhältlich sind, kann man in Singapur kostenlos Geld abheben.

Unterkunft

Wie bereits erwähnt übersteigt das Preisniveau in Singapur für Hotels und andere Unterkünfte deutlich das der anderen südostasiatischen Staaten. Für ein klimatisiertes Einzelzimmer mit eigenen Sanitäranlagen müssen Urlauber mit Kosten ab 60,00 Euro aufwärts rechnen.

Aufgrund der vorzüglichen Infrastruktur spielt es kaum eine Rolle in welchem Stadtteil man eine Unterkunft findet. Atmosphärische Unterkünfte zu verhältnismäßig kleinen Preisen findet man in Chinatown oder Little India. Urlauber, welche sich nicht im direkten Zentrum einmieten möchten, finden günstige Hotels in Joo Chiat im Osten von Singapur.

Unterkünfte jegliche Preisklasse findet man im Colonial District. Von äußerst günstigen Einzelbetten in einem der zahlreichen Schlafsäle bis hin zum überteuerten Luxushotel, findet sich im touristischen Zentrum der Stadt für jeden Geschmack die richtige Übernachtungsmöglichkeit.
Für Reisende, die nicht auf ihr Budget achten müssen, bietet sich eines der zahlreichen Sternehotels in der Orchard Road an. Das Goodwork Park Hotel etwa wurde 1900 erbaut und soll an eines der Rheinschlösser erinnern. Mit seiner opulenten Ausstattung werden Kosten von min. 330 Euro die Nacht fällig. Wer die asiatische Lebensweise bevorzugt, sollte einen Blick auf das Grand Hyatt werfen, welches 1989 umgebaut wurde, um den Prinzipien des Feng shui zu entsprechen. Eine Übernachtung ist auch hier ab etwa 330 € die Nacht zu haben.

Neben der üblichen Ausstattung bietet einen Großteil der Hotels auch kostenloses W- Lan auf den Zimmern und in den öffentlichen Bereichen an. Buchungen können bei jedem größeren Internetanbieter vorgenommen werden. Reisende, die sich nicht bereits im Vorfeld um eine Unterkunft bemüht haben, können am Changi Airport einen Schalter der „Singapore Hotel Association“ aufsuchen oder in Orchad Road das „Singapore Visitor Center nutzen, um ohne große Strapazen ein Hotel vor Ort zu buchen.

Anreise

Die Anreise nach Singapur lässt sich problemlos mit dem Flugzeug bewältigen. Direktflüge aus Deutschland werden momentan von Singapore Airlines und Lufthansa angeboten. Neben dieser Möglichkeit können Urlauber auch auf dem Luftweg oder per Boot aus den benachbarten Staaten einreisen.

Anreise mit dem Flugzeug

Singapur Airport

Singapur Airport: Im inneren des Internationalen Flughafen Changi.

Der Changi Airport ist der große internationale Flughafen im Land und für die meisten Touristen der erste Kontakt mit singapurischem Boden. Sowohl Singapore Airlines, als auch Lufthansa bieten regelmäßig Direktflüge von Frankfurt und München aus an. Darüber hinaus bestehen unzählige Verbindungen mit einem oder zwei Zwischenstopps. Air France, Airberlin oder Qatar Airways sind nur einige der Fluggesellschaften, welche diese Routen anbieten. Wird die Buchung bereits einige Monate im Vorfeld durchgeführt (mit der Bereitschaft mehrfach das Flugzeug zu wechseln) ist ein Flug bereits ab 400 Euro zu haben.

Vom Changi Airport aus gibt es eine Reihe von Möglichkeiten in das Zentrum der glänzenden Metropole am Meer zu gelangen. Von den Hauptterminals fahren in regelmäßigem Abstand Shuttlebusse, welche Besucher direkt an den entsprechenden Hotelanlagen (mit Ausnahme von Sentosa Island) abliefern. Weiterhin fahren öffentliche Busse im 15 Minutentakt in die Orchard Road und den Colonial District.

Neben dem Bus können Reisende die Fahrt ins Zentrum der Stadt auch mit der Bahn bewältigen. Der MRT fährt von den frühen Morgenstunden bis in die späten Abendstunden (unterhalb der Terminals 2 und 3) die Stadt an.

Natürlich steht es jedem Besucher frei für die Fahrt ein Taxi zu wählen, die hervorragende Infrastruktur und vor allem die geringeren Preise von MRT oder Shuttlebus, machen eine Taxifahrt in der Regel überflüssig.

Für Touristen, welche mit dem Flugzeug aus dem asiatischen Umland einreisen möchten, bieten ein Handvoll Billigflieger ein umfangreiches Flugnetz. Allem voran Air Asia, aber auch Jetstar und Tigerair fliegen den Changi Airport aus allen benachbarten Staaten an. Verbindungen findet man regelmäßig und die Preise sind moderat.

Anreise mit Schiff oder Bahn

Neben der verbreiteten Anreise mit dem Flugzeug, bieten sich Touristen, welche aus den Nachbarstaaten einreisen möchten, noch weitere Varianten der Grenzüberquerung.

Im Süden Malaysias haben Reisende die Möglichkeit vom Tanjung Belungkor Ferry Terminal mehrmals am Tag eine Fähre zum Changi Ferry Terminal zu nehmen. Die Fahrt dauert knapp 45 Minuten und beläuft sich auf Kosten von knapp 13 Euro.

Eine weniger bekannte Möglichkeit bietet sich von Pengerang aus. Fähren steuern hier, je nachdem wann die komplette Auslastung erreicht ist, mehrfach am Tag das Changi Ferry Terminal an. Weniger komfortabel als die erste Variante, sind jedoch die Kosten, mit umgerechnet ca. 4 €, wesentlich geringer.

Begibt man sich auf dem Landweg nach Singapur, sollte man zunächst Johor Bahru besuchen. Die Stadt, welche nur einen Kilometer von Singapur entfernt liegt, ist über eine Dammstraße mit der schimmernden Metropole verbunden. Es gibt eine Reihe von Busverbindungen, die mehrmals täglich zwischen Johor Bahru und Singapur pendeln. Der „Singapore-Johor Express Coach“ etwa bewegt sich im 15 Minuten Takt von Johor Bahru zum Queens St Bus Terminal. Am Grenzübergang müssen Reisende mit all ihren Sachen den Bus verlassen, damit dieser kontrolliert werden kann. Für gewöhnlich warten Besucher neben dem Vehikel, bis es wieder freigegeben wird. Trotz der geringen Distanz zwischen beiden Städten kann es vorkommen, dass die Fahrtzeit bis zu einer Stunden betragen kann. Der Preis hingegen ist mit umgerechnet zwischen 1 und 2 € (die öffentlichen Busse sind billiger) unschlagbar günstig. Wer hingegen ein Taxi bevorzugt muss mit Kosten um die 25 € rechnen, um von JB nach Singapur zu gelangen.

Urlauber, die aus Malaysia kommend nicht zunächst Johor Bahru anreisen möchten, können auch von Kuala Lumpur, Penang, Melaka, Perak und weiteren Destinationen aus mit dem Bus nach Singapur einreisen. Vor allem die Unternehmen Consortium Transnasional und Grassland Express bieten ein ausgereiftes Streckennetz, welches zahlreiche malaiische Städte mit dem Stadtstaat Singapur verbinden.

Weiterhin gibt es einige Busverbindungen, welche hauptsächlich vom thailändischen Hat Yai aus, durch Malaysia, direkt nach Singapur führen. Die Preise liegen meist zwischen 25 und 35 Euro.

Zwischen Indonesien und Singapur verkehren zahlreiche Schiffe, welche die indonesischen Inseln mit Singapur verbinden. Von den Inseln Pulau Batam, Pulau Bintan , Tanjung Batu und Tanjung Balai verkehren. Von Bintan und Batam aus steuern Fähren das Tanah Merah Ferry Terminal in Singapur an. Die üblichen Verbindungen führen zum HarbourFront Terminal. Beide Anlaufpunkte gehören zum Singapore Cruise Centre.

Fortbewegung im Land

Singapur hat eine in jeder Hinsicht herausragend ausgebaute Infrastruktur, welche sich auch über das gesamte Netz der öffentlichen und privaten Verkehrsmittel erstreckt.

Bus

Eine günstige Variante die Stadt zu erkunden bietet das städtische Busnetz. Ab 80 Cent lassen sich sämtliche Regionen der Metropole erreichen. Das Geld muss nach dem Einstieg passend in den Kartenautomaten gegeben werden, da dieser kein Wechselgeld zurückgibt.
Die Busse sind sauber, sicher und verkehren zuverlässig zu den angegebenen Zeiten. Am Wochenende bietet das Unternehmen SMRT Verbindungen an, die auch in der Nacht noch in die Vororte des Stadtstaates fahren. Die Preise liegen hier bei etwa 2,50 Euro. Am Wochenende bietet SMRT zudem einen kostenlosen Shuttleservice, der alle 8 Minuten MRT (Bahn) Stationen in Little India und Chinatown anfährt.

Eine Besonderheit ist der SIA Hop-on Touristenbus von Singapore Airlines. Alle 30 Minuten werden hier auf verschiedenen Routen Stadtrundfahrten mit zahlreichen Zustiegsmöglichkeiten angeboten. Die Kosten belaufen sich auf etwa 8-9 Euro.

Bahn/ MRT

Singapore MRT Map

Singapore MRT Map Download

Die singapurische Regierung hat in den vergangenen Jahren Unsummen an Geld in die öffentlichen Verkehrsmittel investiert und somit eine der am einfachsten zu bereisenden Städte Asiens geschaffen. Nicht nur das Straßennetz wurde ausgebaut, sondern auch der einheimische Bahnservice wurde modernisiert. Das Mass Rapid Transit (MRT) Schienennetz zählt zu den am besten ausgereiften Netzen in ganz Asien und macht das „Reisen“ in Singapur zu einem Kinderspiel. Von 5:30 am Morgen bis Mitternacht verbinden drei umfangreichen Bahnlinien sämtliche Bezirke im Staat, mit Abfahrtszeiten alle 3-6 Minuten. Ein Einzelfahrschein kostet zwischen 1 und 2 Euro (zusäzlich wird ein Euro als erstattungsfähige Gebühr berechnet). Da die Gebührenerstattung schnell lästig werden kann, bietet es sich an, in eine „EZ-Link Karte“ zu investieren. Für einen Preis von etwa 12 Euro können Käufer mit dieser Karte bargeldlos in Bussen und Bahnen ihr Ticket zahlen. Beim Einsteigen wir der die Karte vor ein Lesegerät gehalten, welches automatisch den Höchstpreis für eine Fahrt abzieht. Um die Differenz erstattet zu bekommen, hält man beim Aussteigen die Karte erneut vor das Gerät, so dass die überschüssigen Kosten zurückgebucht werden. Reisende, die sich vornehmlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen, sollten sich für ca. 2 € einen Transit Link Guide kaufen, welcher alle MRT- und Busrouten beinhaltet.

Auto, Mietwagen

Wer auf die öffentlichen Verkehrsmittel verzichten möchte, dem steht es frei, ein Auto zu mieten. Wie in vielen ehemaligen britischen Kolonien herrscht auch in Singapur Linksverkehr. Abseits dieser Hürde benötigen Reisende einen internationalen Führerschein, um im Land unbehelligt fahren zu dürfen. Hinzu kommen die horrenden Preise für Mietwagen, die bei über 70 Euro pro Tag liegen können. Zusätzliche Kosten durch Maut- und Parkgebühren sowie Benzin machen das selbständige Fahren zu einer teuren Angelegenheit. Urlauber, die das erste mal im Land verweilen, sollten daher auf eine der anderen Fortbewegungsmöglichkeiten umsteigen.

Taxi

Obwohl sich in Singapur zum Teil Unmengen an Taxis durch den Straßenverkehr bewegen, ist es nicht immer einfach eines der bemannten Vehikel zu ergattern. In den Hauptzeiten, nachts oder auch bei Regen kann es gefühlte Ewigkeiten dauern, bis eines der hell erleuchteten Taxischilder im Blickfeld erscheint.
Grundsätzlich wird eine Gebühr von etwa 2,50 Euro berechnet, anschließend kommen für alle 385 Meter zusätzliche Kosten von ca. 15 Cent hinzu. Während der Hauptverkehrszeiten und nach Mitternacht wird zudem häufig ein Aufschlag berechnet. Bei der Zahlung mit einer Kreditkarte werden automatisch zusätzliche 10% hinzuaddiert.
Taxis der Unternehmen Comfort and Citycab sowie Premier Taxis und SMRT Cabs können per Telefon geordert werden.
Abseits der erwähnten Problemsituationen müssen Besucher glücklicherweise nicht mit längeren Wartezeiten rechnen.

Trishaw, Fahrrad, Boot

Trishaws sind kleine, Rikscha- ähnliche Mobile, die weniger zur Fortbewegung als für touristische Zwecke genutzt werden. Urlauber können sich die Gegend zeigen lassen oder eine Fahrt im Park genießen. Wer lieber selber in die Pedale treten möchte, kann sich ein Fahrrad mieten. Aufgrund der Verkehrssituation, sollten sich Urlauber aber eher auf den gesicherten Radwegen entlang der Parks bewegen als im unruhigen Straßenverkehr.
Gut entspannen lässt es sich zudem auf den Booten, welche regelmäßig den Singapore River befahren und einen anderen Blickwinkel auf die Stadt ermöglichen.

Einkaufen und Shopping

Hält man sich vorwiegend im Zentrum der Stadt auf, könnte einem leicht der Gedanke kommen ganz Singapur wäre ein einziges, riesiges Einkaufszentrum. Geschäfte in allen Ecken und Gassen bieten von antiken Möbeln über Haushaltswaren und Kleidung bis hin zu den neusten elektronischen Gadgets alles an was das Herz begehrt. Ein solches Überangebot an Konsum auf so wenigen Quadratmetern findet man weltweit nur selten.

Beliebtestes Ziel für Touristen ist die Orchard Road. Hier findet man einfach Alles. Große Einkaufzentren, kleine Botiquen, Kunsthändler oder Bücherläden erstrecken sich entlang der Straße und der umliegenden Gebiete. Besonders beliebt Touristen ist z.B. der Tangs Department Store (320 Orchard Road), welcher auf 5 Etagen von Kleidung über Technik und Haushaltswaren auch einige Kuriositäten im Umlauf hat. Zudem findet man neben der Orchard Road auch in der Scotts Road diverse Einkaufszentren wie das Pacific Plaza oder das Far East Plaza. Aufgrund des Überangebots ist es kaum möglich hier sinnvolle Vorschläge zu unterbreiten. Shoppingbegeisterte werden sicherlich am meisten Vergnügen bei der selbständigen Erkundung der unzähligen Geschäfte und Läden haben.

Das Colonial District ist in dieser Hinsicht nicht ganz so stark überlaufen wie die Orchard Road, kann aber dennoch zahlreiche Malls aufweisen. Vor allem Suntec City (3 Temasek Blvd.), Raffles City (252 North Bridge Road) und die City Link Mall (1 Raffles Link) zählen hier zu den Highlights. Etwas besonderes bietet sich Besuchern des Stamford House, Ecke Stamford Road und Hill Street. 1904 erbaut bietet dieses Einkaufszentrum ein unvergleichliches Flair und bereits der Besuch ist eine einzigartige Erfahrung für sich selbst.

In Chinatown und dem Business District finden Besucher in erster Linie Antiquitäten, Kleidung sowie Souveniers und Haushaltswaren. Vor allem in der Pagoda Street, der South Bridge Road und der Amoy Street können sich Einheimische und Touristen mit allerlei Waren eindecken.

Im Süden Singapurs im HabourFront District, mit direktem Blick auf Sentose Island, findet man Vivocity. Ein ikonisch geformtes Einkaufszentrum, das die Massen anlocken und die Bereiche um die Orchard Road oder den Colonial Distrcit entspannen sollte.
Mit einem ausreichende Budget kann man hier Stunden, wenn nicht sogar Tage, verbringen. Auf 90.000 Quadratmetern Fläche findet man neben Geschäften zu jeder Thematik auch Restaurants, Unterhaltungseinrichtungen und Kinderspielplätze, verschmolzen in einer interessanten Architektur nach der Vorlage des Japaners Toyo Ito.

Abseits des beliebten Mustafa Centre in der Syed Alwi Road, einem durchgängig geöffneter Department Store, der so ziemlich alles führt, was das Hertz begehrt sowie dem Sim Lim Tower in der Jalan Besar, einem Paradies für Technikbegeisterte und Computerliebhaber, wird das Straßenbild in Little India eher durch Einzelhändler in den Bereichen Kunst, Kleidung, Musik und Lebensmittel bestimmt. Die Geschäfte bieten den Besuchern ein ursprüngliches Flair und sind eine willkommene Abwechslung zum Konsumangebot in der Orchard Road.

Im östlichen Singapur finden sich weniger Einkaufmöglichkeiten als im Zentrum der Metropole. Neben einer Vielzahl an Hawkerzentren und Restaurants gibt es nur wenige nennenswerte Geschäfte. Es sind insbesondere einige ausgefallene Möbelgeschäfte und ein paar Einkaufszentren, die interessante Waren bieten. Wirklich lohnenswert ist hingegen der Besuch des Changi Marktes in Changi Village. Trotz der moderneren Architektur, welche man auch hier findet, verströmt der Ort eine Ruhe und Ursprünglichkeit, wie man sie in Singapur nur selten findet.

Im Bereich um die Holland und Bukit Timah Road liegen in erster Linie Haushaltswaren, Einrichtungsgeschäfte, Antiquitäten oder auch Wellnessoasen. Da es sich hier bereits um die ersten Vororte der Stadt handelt, verwundert es nicht, dass in erster Linie Einheimische in diesen Bereichen unterwegs sind.

Handy, Smartphone, Internet

Für Reisende, die nur wenige Tage in Singapur verweilen, bietet es sich an, sich in eines der heimischen Mobilfunknetzwerke einzuwählen. Unterstützt werden GSM 900 und GSM 1800 Netze. Die lückenlose Abdeckung erstreckt sich über den gesamten Stadtstaat.
Da die Roaminggebühren der meisten Anbieter noch immer relativ hohe Kosten verursachen, bietet es sich bei einem längeren Aufenthalt an, auf eine der einheimischen Sim-Karten zurückzugreifen. Die Provider Singapore Telecom/ Singtel, M1 oder Starhub bietende Sim- Karten zu verschiedenen Konditionen an.
Poststationen sowie die meisten 7-Eleven Märkte verkaufen Karten für rund 25,00 Euro (inklusive Guthaben). In der Regel müssen Urlauber und Touristen bei einem Kauf ihren Pass vorlegen.
Eine Alternative zu den einheimischen Sim- Karten bieten die zahlreich vorhandenen Telefonzellen oder der Kauf einer Telefonkarte (sofern es nur um Gespräche geht).

Abseits der Möglichkeit mit dem Smartphone oder Tablet via Sim- Karte zu surfen, bietet mittlerweile einen Großteil der Hotels und Jugendherbergen die kostenlose W- Lan Nutzung an. Darüber hinaus gibt es in der Stadt weit mehr als 1000 Wi-fi Hot Spots, die über den lokalen Anbieter Singtel genutzt werden können. Touristen, die sich gegen den Gebrauch des Smartphones entscheiden, haben weiterhin die Möglichkeit eines der zahlreichen Internetcafés zu besuchen.
Wer sich für Postkarten oder Briefe entscheidet, sollte eine der Poststellen aufsuchen, die in der Regel von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends geöffnet haben und größtenteils effizient und schnell arbeiten.

Essen

Singapur Essen

Singapur Essen

Die Küche in Singapur wird in erster Linie durch die umliegenden Staaten und die verschiedenen Ethnien in der Stadt bestimmt.
Die Auswahl an Gerichten und Restaurants ist enorm. Im Colonial District und den Quays finden sich vor allem teure Restaurants und Bars, die sich zunehmend auf westliches Essen spezialisieren. Im Osten Singapurs bestimmen Meeresfrüchte und die populäre Peranakan- Küche, welche chinesische und malaiische Einflüsse kombiniert, das kulinarische Klima. Welche Cuisine in Chinatown und Little India die Oberhand hat, lässt sich bereits aus dem Namen erschließen. Zudem findet man überall in der Stadt unzählige Hawker- Center (eine Art Einkaufszentrum, in welchem es ausschließlich Essen gibt), die verschiedenste Gerichte zu verhältnismäßig günstigen Preisen anbieten und sowohl bei Einheimischen wie auch bei Besuchern äußerst beliebt sind. Diese ungeheure Vielfalt sowie die hohen hygienischen Standards und die weite Verbreitung der englischen Sprache, ermöglichen es Touristen sich ausgiebiger auf die einheimische Küche einzulassen, als es in anderen südostasiatischen Staaten der Fall ist.
Aufgrund der Vielzahl an in Singapur lebenden Hindus und Buddhisten, findet man in der ganzen Stadt vegetarische Restaurants. Vor allem Little India bietet für Vegetarier und Veganer eine passable Auswahl und ist in der Regel der erste Anlaufpunkt.

Eine der besten Möglichkeiten im Colonial District günstig essen zu gehen, bietet das Gluttons Bay Hawker Center in der Esplanade Mall. Die Auswahl ist riesig und Hauptgerichte sind ab 6,00 Euro zu haben. Für 15,00 € und aufwärts empfiehlt sich das Wah Lok in der zweiten Etage des Carlton Hotels in der Bras Basah Road. Dieses chinesischen Restaurant lockt mit angenehmen Ambiente gutem Essen und seinen herausragenden Tofugerichten. Allerdings wird den Kellner nachgesagt sich nicht immer von ihrer freundlichsten Seite zu präsentieren.
Liebhaber von Meeresfrüchten sollten sich die Pierside Kitchen & Bar in der Fullerton Road nicht entgehen lassen. Die wunderbare Aussicht und das feine Essen sind die idealen Voraussetzungen für einen romantischen Abend zu zweit. Reisende, die hier einige Stunden verbringen möchten, müssen allerdings ein deutlich höheres Budget einplanen.

In Chinatown und dem Central Business District isst man am günstigsten im Lau Pa Sat am Raffles Quay oder im Maxwell Road Hawker Center, in welchem man den bekannten und beliebten Tian Tian Stand findet. Vegetarisches Essen findet man bei Annalakshmi in der Amoy Street. Eine besondere chinesische Köstlichkeit können Urlauber bei Chuan Jiang Hao Zi in der Smith Street genießen. Zutaten werden in einen siedenden Topf, welcher in der Mitte des Tisches steht, gekocht bzw. gegart und anschließend gegessen. Diese traditionellen Methoden der Zubereitung nennt man in der Regel Hot Pot, Steamboat oder einfach chinesisches Fondue. Die Preise belaufen sich auf 20,00 € und mehr.

Auch in Little India gibt es einige günstige Möglichkeiten die heimische Küche genauer kennenzulernen. Das Tekka Centre ist eine nette Abwechslung zu den übrigen Hawker Zentren der Stadt. Beliebt ist auch das Madras New Woodlands in der Upper Disckson Road. Das vegetarischen Restaurant bietet eine große Auswahl an indischen Spezialitäten und ist bekannt für seinen freundlichen Service. Wer in Klein- Indien gerne etwas anderes probieren möchte, kann dies im Da Chang Jin Korean Hot Stone BBQ in der Beach Road. Ein Hauptgericht erhält man hier ab etwa 8,00 €.

Ähnlich wie der Colonial District beherbergt die Orchard Road Restaurants, die ein etwas runderes Budget erfordern. Mit Ausnahme des Newton Circus Hawker Centre in der Scotts Road und dem Food Republic in der Orchad Road ( 4. Etage im Wisma Atria Shoppingzenter) findet man sonst eher Einrichtungen, bei denen der Kunde tiefer in die Tasche greifen muss. Ein gutes Beispiel ist das Nogawa, ein beliebtes japanisches Restaurant im Le Meridien, dass vorzügliches Sushi serviert. Gerichte kosten in der Regel 20,00 € und mehr.

Westlich der Orchard Road findet man das Gebiet um die Holland und Bukit Timah Road. Hier findet man Restaurants jegliche Art. Vom günstigen Holland Village Market & Food Center über das L’Estaminet in der Greenwood Avenue, welches einem belgischen Pub gleicht und europäische Köstlichkeiten anbietet, bis hin und zum Greenwood Fish Market & Bistro in der gleichen Straße. Die Preise für die Restaurants variieren zwischen günstigen 5,00 € pro Gericht bis hin zu horrenden Summen von 50,00 Euro. Im südwestlichen Teil Singapurs findet man zudem die Brotzeit German Bier Bar am Habourfront Walk.

Im östlichen Teil der Stadt bietet das East Coast Lagoon Food Village günstiges Essen, von klassischem Satay bis hin zu BBQ Meeresfrüchten. Deutsche Touristen, die von Heimweh geplagt werden, gönnen sich einen Ausflug in Werner’s Oven Bakery & Resturant in der Upper East Coast Road, wo althergebrachte Klischees gepflegt werden. Weiterhin findet man hier eines der etwas teureren Hawker Center. Der Eng Seng Coffeeshop am Joo Chiat Place ist bekannt für seine Black Pepper Crab und seine hervorragenden Meeresfrüchte.

Die von Besuchern zum Teil überlaufende Sentosa Island bietet neben indischen, französischen und weiteren internationalen Restaurants ebenfalls das ausgezeichnete The Cliff in der Bukit Manis Road. Hier können Besucher vorzügliche Meeresfrüchte bei einem wunderbaren Ausblick genießen. Grundsätzlich sind die Preise auf Sentosa höher als auf dem Festland.

Verhaltensregeln

Singapur ist ein Land verschiedener Ethnien und Religionen. Neben Buddhisten und Christen findet man Moslems, Taoisten und Hindus. Alle Religionen haben ihre eigenen Vorstellungen über Respekt, welche durchaus unterschiedlich stark ausgeprägt sind.
Grundsätzlich verpönt sind lautstarkes Verhalten und öffentliche Wutausbrüche. In den Augen der Einheimischen verliert man durch ein solches Verhalten sein Gesicht. Auch Klagen über Personen und Zustände werden in Singapur nicht gerne gehört und sollten daher nicht in aller Öffentlichkeit kundgetan werden.
Jeder Tourist ist gut damit beraten es zu unterlassen mit dem Finger auf fremde Personen oder heilige Gegenstände zu zeigen, stattdessen sollte man eher mit dem Kopf in die entsprechende Richtung nicken. Der Kopf gilt im Buddhismus als das „höchste“ Körperteil und darf daher niemals von Fremden berührt werden. Selbst kleinen Kindern über den Kopf zu streichen gilt schon als bewusste Beleidigung. Im Gegensatz zum Kopf, sind die Füße der „niedrigste“ Teil des Menschen und gelten daher als unrein. Niemals sollten diese im sitzen auf eine andere Person oder gar eine Buddha-Statue zielen. Vor betreten eines Tempels, einer Moschee oder auch Hauses müssen zudem die Schuhe ausgezogen werden, da diese, in kausaler Konsequenz, ebenfalls als unrein gelten. Es ist ratsam Tempel und Moscheen nicht in Strand- oder kurzer Kleidung zu betreten.

Besondere Regeln gelten auch beim Essen. Betritt man eines der zahlreichen Hawker- Center, sollte man sich zunächst einen Platz zu sichern. Hier besteht die Möglichkeit den Sitz mit einer Packung Taschentücher zu markieren, um zu symbolisieren, dass der Platz bereits besetzt ist.

Für alle Kulturen gelten verschiedene Tischmanieren, die jedoch, insbesondere in den großen Zentren meist missachtet werden. In den spezifischen Restaurants empfiehlt es sich hingegen die Gepflogenheiten zu achten. Die meisten Cafes und Bars in Singapur berechnen grundsätzlich eine 10% Serviceleistung. Daher ist es in der Regel nicht notwendig ein Trinkgeld anzubieten. Auch in den Hawker- Zentren ist die Gabe von Trinkgeld unüblich. Allerdings lohnt es sich einen Blick auf die Rechnung zu werfen, da viele Einrichtungen in der vergangenen Zeit dazu übergegangen sind, keine Serviceleistungen zu berechnen und es dem Kunden zu überlassen, ob er ein Trinkgeld entrichten möchte oder nicht. Sollte die Berechnung einer zusätzlichen Leistung fehlen, gebietet es die Höflichkeit ein Trinkgeld zu geben.

Grundsätzlich sollten Verbote und Anweisungen im öffentlichen Raum ernst genommen und berücksichtigt werden. Zuwiderhandlungen können in manchen Fällen zu Strafen führen.

Sprache und Verständigung

Die vier offiziellen Amtssprachen im Land sind Malaiisch, Chinesisch, Tamil und Englisch. Vor allem Mandarin ist in Singapur weit verbreitet. Es werden eine Reihe von verschiedenen Dialekten gesprochen, von denen Hokkien und Kantonesisch am weitesten verbreitet sind. Aber auch die englische Sprache nimmt im Land mittlerweile einen erheblichen Stellenwert ein. Da Englisch nicht nur eine der Amtssprachen ist sondern auch primär im Geschäftsleben und im Verkehr genutzt wird, beherrscht ein Großteil der einheimischen Bevölkerung einem passablen Grundwortschatz. Nach einer im Jahr 2000 gestarteten Kampagne, „speak good English“, wird zudem an einen Großteil der Schulen Englisch als erste Unterrichtssprache angeboten.

Die Verständigung im Land ist daher für die meisten Urlauber und Touristen kaum mit Problemen behaftet. Die grundlegende Verständigung im Hotel oder Restaurant verläuft in der Regel reibungslos. Bei längeren Gesprächen werden Besucher jedoch schnell feststellen, dass Einheimische dazu neigen, ihren englischen Wortschatzes mit dem ihrer Muttersprache zu kreuzen. In diesem Zusammenhang wird häufig von „Singlish“ gesprochen. Weiterhin kann es passieren, dass die Menschen im Land englischsprachige Reisende nicht immer verstehen, was in erster Linie daran liegt, das einige Singapurer dazu neigen Vokale oder auch die letzte Silbe eines Wortes zu verschlucken. Üblicherweise lassen sich solche Missverständnisse jedoch rasch aufklären.

Nachtleben und Party

Singapur Nightlife, Party und Nachtleben in Singapur

Party im Nightlife von Singapur

Von der vermeintlich abgerockten Untergrundbar, an deren Theke Whisky ausgeschenkt und Jazz gespielt wird, bis hin zum Hochglanz- Dancefloor, auf dem schick gestylte Hipster die Nacht durchtanzen, hat Singapur für jeden Geschmack etwas zu bieten. Es gibt im Land keine Ausgangssperre, sodass vor allen am Wochenende viele der Bars, Clubs und Diskotheken bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Nachtschwärmer sollten jedoch auf ihr Geld achten. Neben Brunei ist Singapur der teuerste Staat in Südostasien. In einer Bar kann ein kleines Bier schon mal 5 Euro oder mehr kosten. Cocktails und Longdrinks sind entsprechend teurer und können eine durchtanzte Nacht zu einem kostenspieligen Ereignis machen.
Die Partyszene in Singapur ist schnelllebig. Clubs eröffnen, gelten als angesagt und sind dennoch wenige Monate später wieder von der Bildfläche verschwunden. Die hier vorgestellten Clubs und Bars haben jedoch seit langem Bestand und sind eine Institution im lokalen Nachtleben.

Freunde einer gediegenen Barszene mit Hang zur Live- Musik finden ihre Erfüllung im Crazy Elephant in der River Valley Road am Clarke Quay. Eine lässige Einrichtung gepaart mit lauter Musik, vorwiegend Blues und Rock, locken regelmäßig sowohl Einheimische wie auch Touristen in die alternativ wirkende Bar. Wer es weniger rustikal und ein bisschen moderner mag, besucht die Butter Factory am Robertson Quay. Eine Location, die stets mit den Strom schwimmt und vor allem bei den Mittzwanzigern sehr beliebt ist.
Wer hingegen lediglich mit ein paar Freunden beim gemeinsamen Bier einen ruhigen Abend verbringen möchte, sollte sich das Penny Black ansehen. Dieser Pub erinnert mit seiner Inneneinrichtung stark an das viktorianische London und bietet eine rundum einladende Atmosphäre. Wer von London nach München reisen möchte, kann dies mit einem Wechsel ins Paulaner Brauhaus tun, welches am Raffles Boulevard zu finden ist.

In Chinatown bestimmen unzählige Bars das heimische Nachtleben. Musikalisch veranlagte Touristen können sich in Cows & Coolies Karaoke Pub die Seele aus dem Leib singen. Obwohl es sich hierbei nicht um eine Schwulenbar handelt, ist der Laden ein beliebter Anlaufpunkt für Homosexuelle, welche danach häufig weiter in den Play Club in der Tanjong Road ziehen.
Weniger Party, dafür mehr Atmosphäre bietet die Bar Sa Vanh. Mit einem Wasserfall und einen Koiteich, welcher von großen Buddhastatuen umgeben ist, findet man hier häufig Paare mittleren Alters bei deliziösem Fingerfood und einer guten Flasche Wein. Die Preise im Sa Vanh sind allerdings selbst für die einheimischen Verhältnisse enorm hoch.

Little India und Kampong Glam bieten ebenfalls unzählige Bars, welche seit jeher ein Anlaufpunkt für Backpacker und Individualreisende sind. Besondere Erwähnung verdienen das Blujaz Cafe in der Bali Lane und das Night and Day in der Selegie Road. Das letztere ist Bar und Kunstgallery sowie Live- Bühne in einem. Die Veranstaltungen reichen von Partys über alle drei Etagen bis hin zur stilsicheren Vernissage. Das Blujaz ist vor allem ein (Live-) Club mit täglichem Programm. Zwischen Auftritten lokaler Musiker und einem sich wöchentlich wiederholendem Clubprogramm können Nachtschwärmer hier gekühlte Drinks in einer entspannten Atmosphäre zu sich nehmen. An den Wochenenden hat das Blujaz Cafe offiziell bis 2:00 Uhr nachts geöffnet.

Wer im Bereich um die Orchard Road unterwegs ist und nach ein wenig Abwechslung zu dem Überangebot an Kneipen, Pubs und Live Bars sucht, findet in der Jiak Kim Street das Zouk. Die Diskothek, welcher einst zum besten Club Asiens gewählt wurde, lockt mit House und Elektro Beats sowie einem ausgefallenen Interieur und ist für viele Nachtschwärmer noch immer die erste Adresse, wenn es darum geht, die Nacht zum Tag zu machen.
Touristen können sich jedoch zunächst im Brauhaus Restaurant & Pub in der Thomson Road in gediegener Atmosphäre auf den Abend vorbereiten. Bei weit über 100 Biersorten im Angebot, sollte auch für den größten Tanzmuffel etwas dabei sein, um die Beine für den späteren Abend zu lockern.

Im Bereich um die Holland und Bukit Timah Road findet sich die 2am: Desert Bar. Neben dem offensichtlichen Konzept der Bar, werden hier zudem die besten Weine ausgeschenkt und das in einer Umgebung, welche in jeden Hollywoodfilm ihren Platz finden würde.

Das California Jam in der Changi Village Road befindet sich im östlichen Teil Singapurs. Freunde gepflegter Rockmusik sind hier genau richtig und können zu den Klängen verschiedener Klassiker ihr Bier in einem Ambiente genießen, dass noch an die ursprünglichen Zeiten des Rock erinnert.
Etwas weniger laut geht es in der Sunset Bay Beach Bar am East Coast Park zu. Zu exotischen Cocktails kann man hier in entspannter Atmosphäre den idyllischen Meeresblick genießen und den Abend langsam ausklingen lassen oder auch einläuten.

Urlauber, die eine Nacht auf Sentosa verbringen, sollten zu nächtlicher Stunde die St. James Power Station aufsuchen. Bei 11 verschiedenen Clubs in nur einem Gebäude, von Karaoke über Livemusik hin zu R&B, Dance oder Swing hat der Komplex wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ist der Eintritt einmal bezahlt, erhält man freien Zugang zu allen elf Locations. Urlauber werden schnell merken, dass der Club nicht umsonst bei den AsiaOne People’s Choice Awards in den Jahren 2009 und 2010 zum Partykomplex Nummer eins gewählt.

Reise- und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat einige Reisehinweise für Singapur veröffentlicht, mit denen sich Touristen vor der Abreise vertraut machen sollten.

Allgemeinhin gilt Singapur als eines der sichersten Länder im asiatischen Raum. Im Gegensatz zu anderen Staaten Südostasiens gibt es hier weder eine erhöhte Terrorismusgefahr, noch die übliche Kriminalität, die man etwa in Malaysia oder auf den Philippinen findet. Landesspezifische Sicherheitshinweise gibt ist daher nicht. Allerdings findet man im Stadtstaat einige besondere Vorschriften und Gepflogenheiten, die berücksichtigt werden sollten.

Besonderen Zollvorschriften

Bei der Einreise müssen mitgeführte Barmittel, die den Wert von 30 000 Singapur Dollar überschreiten deklariert werden.
Reisende, die das Alter von 18 Jahren überschritten haben dürfen folgender Artikel zoll- und abgabenfrei zum persönlichen Gebrauch einführen: Souvernirs, Geschenke, Lebensmittel und sonstige Waren bis zu einem Wert von 150 Singapur Dollar bei einem Aufenthalt von weniger als 48 Std.. Urlauber, welche länger im Land verweilen, dürfen weitere Artikel im Wert von 600 SGD einführen.
Alkohol darf ausschließlich in begrenzten Mengen mitgebracht werden. 1 Liter Wein, Bier oder hochprozentige Spirituosen bilden hier die Obergrenze. Tabak wird bei der Einreise sogar mit einer speziellen Einfuhrsteuer belegt.
Auch die Mitnahme von Medikamenten kann u.U. zu Problemen führen. Eine Liste der Arzneien, für die eine vorherige Genehmigung bei den singapurischen Gesundheitsbehörden einzuholen ist finden Sie unter: www.hsa.gov.sg/
Ein striktes Einfuhrverbot gilt für Waffen (auch Spielzeugwaffen), Munition, kugelsichere Kleidung, Handschellen, Kaugummi und pornographische Artikel sowie Produkte von geschützten Tieren und Pflanzen.

Drogen

Wie in Asien üblich wird gegenüber Drogenhandel und Besitz eine harte Linie gefahren. Bereits bei einem Besitz nur geringer Mengen Rauschgift ist eine hohe Freiheitsstrafe vorsehen. Erwerb und Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr können neben langer Haft sogar mit der Todesstrafe geahndet werden. Ab 15 Gramm Heroin oder 500 Gramm Cannabis wird automatisch Drogenhandel unterstellt, was zur unwiderruflichen Todesstrafe führt. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts kann fatale Folgen haben.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Obwohl es im Land einige Bars und Clubs gibt, in denen die Schwulenszene aufblüht, sind homosexuelle Handlungen zwischen Männern nach wie vor gesetzlich untersagt und können mit einer Prügelstrafe geahndet werden. Weiterhin sollte bei abendlichen Aktivitäten darauf geachtet werden, ein angemessenes Verhalten gegenüber Frauen zu beachten, da grobes und unziemliches Verhalten zu einer Haft- oder Prügelstrafe führen kann. Die Anwaltskosten, die bei einer Festnahme bestehen können, sind enorm.

Abseits dieser juristischen Einschränkungen müssen einige landestypische Gepflogenheiten beachtet werden. In der Öffentlichkeit angebrachte Verbotsschilder sollten unter allen Umstände berücksichtigt werden. Der Verzehr von Speisen und Getränken in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie das Rauchen in Amtsgebäuden, Restaurants oder Bars, Parkhäusern, unter überdachten Gehsteigen sowie bei Menschenansammlungen mit mehr als fünf Personen, kann zu einer empfindlichen Geldstrafe führen. Zudem muss ein Abstand von mindestens 5 Metern zum Ein- bzw. Ausgang eines Gebäudes gehalten werden, sollte man dort rauchen.
Beim überqueren der Straße muss der Zebrastreifen benutzt werden. Wer in der Stadt achtlos seinen Müll verteilt, musste ebenfalls mit einer Geldbuße rechnen.
Eher belustigend wirkt auf den westlichen Besucher die Tatsache, dass Lügen im Land unter Strafe steht und bei Nachweisbarkeit mit Betrug gleichgesetzt um anschließend mit einer drakonischen Geldstrafe geahndet zu werden. Ebenfalls fremd für ausländische Gäste ist das Verbot von Kaugummi. Diese dürfen nur genutzt werden, sofern ein Rezept vom Arzt vorliegt. Unter gar keinen Umständen sollte man das Kaugummi auf die Straße spucken. Diese Art von Verhalten ist nicht nur äußerst verpönt, sondern führt ebenfalls zu einer erheblichen Geldstrafe.

Gesundheit

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert- Koch- Institus.
Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza, Pneumokokken und Polio, können bei längeren Aufenthalten auch Impfungen gegen Hepatitis A/ B und ggf. Typhus sinnvoll sein.

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht in Singapur eine Ansteckungsgefahr mit Dengue- Fieber. Die Krankheit wird von einer Mücke übertragen in den Tagesstunden übertragen. Dengue tritt im Land regelmäßig auf, mit eine Häufung während und nach der Regenzeit. Malaria hingegen ist in Singapur kein Problem.
Urlauber und Touristen sollten grundsätzlich besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Chemoprophylaxe, (Einnahme von Tabletten) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll sein. Die Einnahme von Medikamenten sollte vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden.

Eine weitere durch Mücken übertragene Erkrankung ist das Chikungya- Fieber, das sich durch hohe Temperatur und zum Teil langanhaltende Gliederschmerzen auszeichnet. Auch diese Infektion kann auf den Philippinen immer wieder auftreten, heilt im Gegensatz zum Denguefieber aber allein wieder aus.
Da sowohl das Dengue- wie auch das Chikungya- Fieber durch Mücken übertragen werden, wird Urlaubern grundsätzlich empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht. Weiterhin wird geraten stehende Gewässer zu meiden.

Im Gegensatz zu vielen anderen südostasiatischen Ländern entsprechen die hygienischen Bedingungen in Singapur westlichen Standards. Die Sanitäranlagen sind gepflegt und Wasser kann aus Leitung getrunken werden (wird aber nicht empfohlen, da die Wasserqualität keinesfalls den deutschen Standards entspricht). Durchfallerkrankungen sind demnach recht selten und werden meist mit dem zunächst ungewohntem Essen in Verbindung gebracht. Dennoch kommt es immer wieder zu Fällen der Hand- Fuß- Mund Krankheit. Die Übertragung erfolgt als Schmierinfektion, über Nahrungsmittel oder als Tröpfcheninfektion (Husten, Schnupfen bzw. Niesen). Grundsätzlich ist die Erkrankung eher harmlos und kann durch strikte Hygienemaßnahmen bereits im Vorfeld eingeschränkt werden.

Haze

Singapore Haze

Haze in Singapur (Bild: Reuters)

Das Auswärtige Amt warnt vor der zeitweilig auftretenden Luftverschmutzung im Land. Brandrodungen und Schwelbrände (meist in Malaysia und Indonesien) können, insbesondere in den Sommermonaten, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen zur Folge haben, die in der Regel als „Haze“ beschrieben werden. Die erhöhte Schadstoffkonzentration kann zu Reizungen der Augen und der Atemwege führen. Besonders Herz- und/oder Lungenkranke Menschen sowie ältere Urlauber und Kleinkinder sind gefährdet. Aber auch gesunde Menschen sollten ihre Aktivitäten bei erhöhten Messwerten einschränken und körperliche Betätigung im Freien vermeiden.
Für gewöhnlich veröffentlichen die einheimischen Medien Schadstoffwerte, sobald diese Ansteigen. Da diese allerdings auch im Tagesverlauf stark schwanken können, ist es sinnvoll, sich auf der Internetseite der singapurischen Umweltbehörde über die aktuellen Messdaten zu informieren: www.nea.gov.sg/psi/
Reisende, die bereits im Vorfeld Probleme mit ihren Atemwegen haben sollten vor der Abreise mit einem Arzt Rücksprache halten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Land entspricht dem europäischen Niveau. Die Krankenhäuser bieten im Fall einer ernstzunehmender Erkrankung einen hochqualifizierten Service. Da Englisch zu den vier Amtssprachen zählt, trifft man überall auf Ärzte mit einem umfangreichen Fremdsprachenniveau. Medikamente sind in breiter Auswahl in den zahlreichen Apotheken erhältlich. Eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte dennoch immer mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Für Touristen ist es darüber hinaus grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen.

Das Raffles Hospital/ SurgiCenter, 585 North Bridge Road ist 24 Std. besetzt und kann jederzeit ohne Termin aufgesucht werden.

Weiterhin zu empfehlen sind das Gleneagles Hospital, 6A Napier Road, das Mount Elizabeth Hospital, 3 Mt Elizabeth Road sowie das Singapore General Hospital in der Outram Road.
Unter dem einheimischen Fachpersonal findet man auch immer wieder deutschsprachige Ärzte.