Philippinen Reiseführer, Reisetipps, Tourismus


HauptstadtManila
SprachenFilipino (Amtssprache),
Englisch
StaatsformRepublik
Fläche300.000 km²
Einwohner92,3 Millionen (~308 Einwohner pro km²)
WährungPhilippinischer Peso (PHP)
Telefon-Vorwahl +63
ZeitzoneUTC+8
NationalflaggePhilippinen Flagge

Philippinen Flagge

Schon zu den Zeiten der amerikanischen Kolonialherrschaft waren die westlichen Besatzer beeindruckt von der Landschaft und der Schönheit der Natur, welche sich ihnen auf dem Inselstaat im Pazifischen Ozean bot.
Auch heute kann das tropischer Archipel mit seinen mehreren tausend Inseln, seinen lange Sandstränden, den wunderschönen Naturschauspielen sowie dem architektonischen Erbe der Kolonialzeit selbst erfahrene Weltenbummler verblüffen. Die Philippinen sind bereits seit Jahrzehnten ein absoluter Touristenmagnet. Die landschaftliche Diversität sowie die Mischung aus Moderne und Tradition wissen auch heute noch zu begeistern. Unzählige Nationalparks, atemberaubende Korallenriffe und die gastfreundliche Kultur der Filipinos locken jährlich weit mehr als 2 Millionen Besucher auf das Inselparadies.

Leider ist nicht alles Gold was glänzt. Politisch und religiös motivierter Terror hat in einigen südlichen Regionen des Landes in den vergangenen Jahren für internationales Aufsehen gesorgt. Zwar richten sich solche Angriffe nicht gezielt gegen Touristen, da allerdings meistens populäre Orte für die gewalttätigen Akte gewählt werden, ist Vorsicht geboten.
Auch die Kriminalität im Land hat zugenommen. Das Spektrum reicht von Diebstahl bis hin zum Kinderhandel. Wie in anderen Länder auch, bekommen Reisende von dieser kriminellen Subkultur jedoch kaum etwas mit. Lediglich der recht verbreitete Sextourismus lässt erahnen, welche Schatten sich hinter den sonnengeküssten Stränden des Landes verbergen.

Mit einer Größe von knapp 300.000 Quadratkilometer und einer Einwohnerzahl von etwa 92 Millionen Einwohnern sind die Philippinen, nach Singapur, das am stärksten besiedelte Land in Südostasien. Der Staat im Pazifischen Ozean besteht aus mehreren tausend Inseln, die sich der Inselgruppe Luzon, den Visayas und der Inselgruppe Mindanao zurechnen lassen. Alle zusammen bilden die Philippinen.
Über 80% der Bevölkerung sind katholisch, weitere 5-6 % Moslems und lediglich um die zwei Prozent Protestanten.

Inseln, Städte und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen und Sehenswürdigkeiten auf den Philippinen:

Geographisch gesehen bestehen die Philippinen aus über 7000 Inseln, von denen etwa 880 bewohnt sind. Die Größten Inseln des Landes sind Luzon mit der Hauptstadt Manila sowie die Inseln der Visayas, Palawan und Mindanao.

Die Philippinen bieten einige der schönsten Tauchplätze der Welt. Einige davon stellen wir in unserem Artikel zum Tauchen auf den Philippinen vor.

Bantayan

Bantayan ist eine paradiesische Insel, welche zu den Visayas gehört. Neben den wunderschönen Stränden macht vor allem ein Besuch des kleinen Ortes Santa Fe einen Ausflug auf die Insel lohnenswert.

Boracay

Boracay White Beach

Boracay White Beach (Nami Resort)

Boracay eine der kleineren Inseln des Landes und lockt mit idyllischen Traumstränden sowie einer optimalen touristischen Infrastruktur.

Bohol

Bohol bildet mit seine wunderschönen „Chocolate Hills“ das geographische Zentrum der Visaya Inselgruppe.

Cebu

Cebu gehört zu den beliebtesten Inseln im Land und verfügt in weiten Teilen über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Eigentlich gehört die Insel zu den (Zentral) Visayas.

Cebu City

Cebu City

Cebu City

Die Hauptstadt der Insel hält für Besucher neben zahlreichen Attraktionen ein opulentes Nachtleben bereit.

Moalboal

Ein idyllischer Ort, der vor allem für Freunde des Wassersports eine große Anziehungskraft besitzt. Taucher und Schnorchler kommen hier voll auf ihre Kosten.

Luzon

Luzon könnte man als „Hauptinsel“ der Philippinen bezeichnen, da hier die Hauptstadt Manila liegt.

Baguio

Eine schöne Bergstadt im Norden Luzons, die mit zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zum Verweilen einlädt. Zudem lässt sich von hier aus die Stadt Bontoc über die bekannte Helsema Road erreichen.

Banaue

Banaue

Banaue Rice Terraces

Über Botonc gelangt man Banaue. Die spektakulären Reisterassen, welche sich über 10qm an den Hängen der Berge erstrecken, werden gelegentlich als das achte Weltwunder beschrieben.

Manila

Die Hauptstadt der Philippinen ist mit ca. 1,7 Millionen Einwohnern zugleich auch die größte Metropole im Land. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten lockt die Stadt mit ihrem glamourösen Nachtleben und ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für touristische Unternehmungen in der Region.

-> Mehr auf unserer Detailseite zu Manila.

Sagada

Die Stadt ist vor allem für seine Höhlen und die hängenden Gärten bekannt. Ein wunderbarer Rückzugsort, in dessen unmittelbarer Umgebung zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Freunde eines ausschweifenden Nachtlebens seien aber gewarnt: In Sagada tritt ab 21:00 Uhr eine Sperrstunde in Kraft.

Vigan City

Als älteste spanische Kolonialstadt die noch Bestand hat, wurde Vigan City im Jahr 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Mindanao

Mindanao, eine der größten Inseln des Landes. Das Auswärtige Amt rät von Reisen im Süden des Landes und prinzipiell vor Reisen auf dem Überlandweg ab.

Davao City

Davao City

Davao City: Im People’s Park

Davao City ist eine der größten Städte der Philippinen. Da die Metropole noch recht jungen Datums ist, findet man hier seltener historische Sehenswürdigkeiten, dafür jedoch schöne Natur und zahlreiche Aktivitäten.

-> Mehr zu Davao City auf unserer Detailseite.

Negros

Negros ist die größte Insel der Visayas.

Dumaguete

Auf der Insel Negros gelegen, können Wassersportler hier in einem nahe gelegenen Tauchressort ihrer Leidenschaft nachgehen.

Sipalay

Der ruhige Sugar Beach lädt zum Erholen ein und ist eine schöne Abwechslung zu den überlaufenden Stränden des Landes.

Geschichte

Bereits im 16. Jahrhundert beanspruchte Spanien das Gebiet um die Philippinen als eigene Kolonie. Da der Islam zu dieser Zeit noch weniger stark verwurzelt war, fiel es der spanischen Krone leicht die Christianisierung voranzutreiben. Eine erste Zäsur in der Kolonialherrschaft war der Einfall der Briten 1762. Zwar konnten die Invasoren zurückgedrängt werden, hinterließen im Land jedoch Unruhen und Spannungen. Die Säkularisierungsbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts erweckten bei den Filipinos den Drang zur Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Nach einer Reihe von gewalttätigen Auseinandersetzungen wuchs das Verlangen der Einheimischen nach Reformen.

Bevor es dazu kommen konnte übernahm jedoch Amerika die Kolonialherrschaft über das Land. Aufstände der Einheimischen wurden blutig niedergeschlagen. Es folgte eine Zeit der Spannungen und bürgerkriegsähnlicher Zustände. Erst der Philippine Autonomy Act von 1916 übertrug den Filippinos mehr Aufgaben in den Behörden. 1935 wurde eine Teilautonomie für die Philippinen beschlossen, welche 1945 in der Unabhängigkeit des Landes münden sollte. Zuvor wurde das Land jedoch 1942 durch die Japaner besetzt. Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg entließen die USA das Land letztendlich in die Unabhängigkeit, jedoch nicht ohne sich für die Folgejahre zahlreiche Sonderrechte zu sichern.

In den 1960er Jahren kam es, zwischen der christlichen und muslimischen Bevölkerung des Landes, immer wieder zu Auseinandersetzungen im Süden der Philippinen. 1972 nutzte der damalige Präsident Ferdinand Marcos eine Reihe fingierter Anschläge, um in aller Härte gegen die Opposition vorzugehen. Das zu diesem Zeitpunkt verhängte Kriegsrecht wurde erst 1980 aufgehoben. Bereits ein Jahr später folgten erste Parlamentswahlen, bei denen jedoch massive Wahlfälschung vermutet wurde. Nach der Ermordung eines populären Oppositionspolitikers im Jahr 1983 überzog eine Welle von Protesten und Demonstrationen das Land. Marcos, welcher versuchte mit vorgezogenen Neuwahlen auf diese Proteste zu reagieren, war schließlich gezwungen 1986 das Land zu verlassen. Die Witwe des 1983 ermordeten Politikers wurde als neuen Präsidentin vereidigt.
Ein Jahr später trat die neue Verfassung in Kraft. Die Philippinen waren nun offiziell eine Präsidialrepublik mit einem Zwei- Kammern- Parlament, bestehend aus Repräsentantenhaus und Senat.

Bis in die heutige Zeit wird den meisten Regierungen in Indonesien Wahlfälschung und Manipulation vorgeworfen. Der Demokratisierungsprozess im Land ist keinesfalls abgeschlossen. Neben dem Vorwurf der Wahlfälschung, kommt es auch heute noch im ganzen Land zu Spannungen zwischen den Vertretern der zahlreichen politischen Ausrichtungen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise auf die Philippinen kein Visum. Lediglich der deutschen Reisepass dient als Voraussetzung, um das Land zu besuchen. Der Reisepass muss zum Zeitpunkt der Anreise mindestens sechs weitere Monate gültig sein. Darüber hinaus müssen Besucher bei der Einreise ein gültiges Rückflugticket vorlegen. Die maximale Aufenthaltsdauer von 30 Tagen kann auf den Philippinen verlängert werden (max. 1 Jahr).

Urlauber, die länger als 30 Tage im Land verweilen möchten, benötigen ein Touristenvisum.
Ein solches Dokument erlaubt es dem Besucher bis zu 59 Tage auf den Philippinen zu verweilen, mit der Option, die Aufenthaltsdauer zu verlängern.
Für die Beantragung eines Touristenvisums benötigen Reisende ihren Reisepass (der nach der Rückkehr noch weitere sechs Monate gültig sein muss), außerdem eine Kopie oder Bestätigung des Flugtickets sowie einen Nachweis über die Zahlung der Visumsgebühren. Nach dem Eingang des Geldes beträgt die Bearbeitungszeit in der Regel 5 Tage.

Ein Touristenvisum kann direkt bei der Deutschen Botschaft in Berlin beantragt oder auf dem Postweg bestellt werden. Im Falle der postalischen Variante, sollte der Antrag 4 bis 5 Wochen vor Reiseantritt eingesandt werden. Es gilt zu beachten, dass ein adressierter und frankierter Rückumschlag für ein Einschreiben beigelegt werden muss.

Die Gebühren für ein Touristenvsium (mit 59 Tagen Aufenthaltsgenehmigung) belaufen sich auf 27 Euro. Gemäß dem Fall, der Reisende möchte während eines Zeitraums von 6 Monaten mehrfach einreisen, steigen die Kosten auf 54 €, für die mehrmalige Einreise während eines Zeitraums von 12 Monaten werden 81 Euro berechnet.

Neben dem Postweg und der Möglichkeit den Antrag direkt bei der Botschaft der Republik der Philippinen zu stellen, können Visa zudem beim Honorarkonsulat in München, Stuttgart, Essen oder Dresden beantragt werden.
Formulare für die Beantragung sowie weiterführende Informationen finden sie hier : www.philippine-embassy.de

Wetter und Klima

Das Wetter auf den Philippinen wird in erster Linie durch das tropische Klima bestimmt. In den höher gelegenen Regionen kann das Klima zum Teil als subtropisch bezeichnet werden.

Die Jahresdurchschnittstemperatur im Land liegt bei 26, 5° C. Zwar gibt es keinen großen Temperaturschwankungen, es machen sich regional jedoch erhebliche Unterschiede bei den Niederschlagsmengen und der Luftfeuchtigkeit bemerkbar. Der Norden des Landes wird stark durch den Südwestmonsun beeinflusst, welcher zu starken Niederschlägen zwischen den Monaten Juni und Oktober führt. Es folgt eine kühlere Trockenzeit von November bis Februar und eine warme Trockenzeit von März bis Mai. Die Niederschlagsmengen in diesen Monaten sind bedeutend geringer. Weiterhin fallen die Niederschlagsmengen auf der Westseite der Insel, aufgrund der überwiegend in Nord- Süd- Richtung verlaufenden Gebirge, geringer aus als im Osten des Landes.

Der Süden der Insel verzeichnet das ganze Jahr über hohe Temperaturen und stabile Niederschlagsmengen. Die Luftfeuchtigkeit ist permanent erhöht.
Grundsätzlich besteht auf den Philippinen die Gefahr von Taifunen. Vor allem während und nach der Regenzeit sind weite Teile des Landes betroffen.
Als beste Reisezeit gelten allgemeinhin die Monate von Ende November bis Anfang Mai. Es fällt weniger Regen bei einer moderaten Luftfeuchtigkeit und erträglichen Temperaturen (welche jedoch bereits ab März deutlich ansteigen können). Die Gefahr durch Taifune ist in diesen Monaten sehr gering.
Zu meiden ist vor allem der Zeitraum von Juni bis Oktober, da es hier durch die starken Regenfälle (neben Wirbelstürmen) zu erheblichen Überschwemmungen kommen kann, welche die Infrastruktur im Land oftmals erheblich beeinträchtigen.

Währung und Geld

Philippinen Geld, Pesos

Philippinen Geld: Verschiedene Peso Geldscheine

Die nationale Währungen ist der philippinische Peso. Das Zahlen mit Fremdwährung oder Reiseschecks gestaltet sich auf den Philippinen mitunter schwierig. Allenfalls in den großen Hotels und bekannten Kaufhäusern ist eine Zahlung auf diese Weise möglich. Urlauber können ihre Traveller- Checks und/ oder Fremdwährung jedoch in vielen Banken sowie in den zahlreichen Wechselstuben eintauschen. Abgeraten wird hingegen von einem Tausch bei den zahlreichen Straßenhändlern. Für den Fall, dass man ohne einheimische Währung in das Land einreist, besteht zudem die Möglichkeit direkt am Flughafen Geld zu wechseln. Hierbei muss man allerdings häufig mit einem etwas schlechteren Kurs als bei den innerstädtischen Wechselstuben rechnen.

Bezahlen mit Kreditkarte, Geldautomaten

In den größeren Hotels sowie manchen Geschäften und einige Restaurants werden Kreditkarten akzeptiert. Dieses Angebot gilt allerdings nur eingeschränkt. Zudem ist es ratsam die Kreditkarte nur in renommierten Einrichtungen zu verwenden, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Betrugsfällen gekommen ist. Bei der Verwendung einer Kreditkarte rechnet die Bank zusätzlich zwischen 1 und 1, 75 Prozent zusätzliche Gebühren. Hin und wieder kommt es außerdem vor, dass das Hotel oder Geschäft ebenfalls eine Sondergebühr für die Kreditkartenzahlung berechnet.
Reisende haben allerdings die Möglichkeiten an einen Bankautomaten/ ATM Bargeld abzuheben. In den großen Städten sowie den touristisch erschlossenen Regionen finden Urlauber meist flächendeckend Geldautomaten. In den ländlichen Bereichen hingegen ist eine Abdeckung mit ATMs nicht gewährleistet. Neben gängigen Kreditkarten wie Visa oder Mastercard kann an vielen Geldautomaten auch die Maestro- Karte (EC Karte) benutzt werden.

Lebenshaltungskosten und Preise

Die Lebenshaltungskosten erscheinen für den Westeuropäer recht gering. Vor allem Serviceleistungen kosten nur einen Bruchteil des Preises im Vergleich mit Deutschland. Auch die Nahrung auf den Philippinen ist sehr günstig. Kleinere Gerichte erhält man bereits für unter 1,00 € und selbst in einem Restaurant kann man schon für weniger als 2,00 € eine Mahlzeit genießen. Gerichte die ohne Fleisch oder Fisch zubereitet werden sind sogar noch billiger.
Getränke wie Wasser oder Softdrinks kosten zwischen 30 und 50 Cent. Für ein lokales Bier werden in der Regel knapp 70 Cent gerechnet. Importierte Alkoholika sind hingegen bedeutend teurer. Gleiches gilt für andere importierte Lebensmittel, Milchprodukte sowie Designerkleidung.
Die Kosten für eine Unterkunft sind auf den Philippinen etwas höher als in anderen südostasiatischen Staaten. In der Hauptstadt Manila muss man für ein einfaches Einzelzimmer mit Kosten von 15,00 € pro Nacht rechnen. Ein Doppelzimmer ist für etwa 20,00 € die Nacht zu haben. In den ländlichen Regionen sind die Preise entsprechend günstiger.

1 € = 58,62 PHP ( Philippinischer Peso)
5 € = 293,13 PHP (Stand: August 2013)

Unterkunft

Eine Unterkunft in Malaysia zu finden stellt in der Regel kein Problem dar. Alle gängigen Internetanbieter führen zahlreiche Angebote zu einem Großteil der Hotels im Land. Aber auch für Spontanreisende ist es kein Problem sich direkt vor Ort in einem der zahlreichen Hotels oder Gästehäuser einzubuchen.
Wie überall in Südostasien findet man auch auf den Philippinen die günstigsten Übernachtungsmöglichkeiten in einem der zahlreichen Schlafsäale. Die Kosten für eine Nacht belaufen sich dort auf etwa 5,00 €. Schlichte Einzelzimmer in einem der vielen Hotels verursachen Kosten von etwa 15 Euro, ein Doppelzimmer schlägt mit etwa 20,00 € zu Buche. Die Zimmer sind einfach aber sauber und grundsätzlich mit einem Fernsehgerät ausgestattet.

W-Lan findet man meist in den öffentlichen Bereichen der Anlage. Reisende, die auf eine Klimaanlage nicht verzichten können, müssen mit entsprechend höheren Kosten rechnen. Wie überall sind die Preise nach oben hin offen. Komfortablere Doppelzimmer findet man ab 30,00 € .Eine Suite in einem der Sterne- und Luxushotel kann ab etwa 150 € die Nacht gebucht werden. Neben der komfortablen Einrichtung verfügen diese Hotels meistens über einen umfangreiches Unterhaltungsprogramm, einen Shuttle- Service und kostenloses W-Lan. Häufig können in den teuren Unterkünften Ausflüge und Aktivitäten direkt an der Rezeption gebucht werden.

Anreise

Die Anreise auf die Philippinen lässt sich von Deutschland aus problemlos mit dem Flugzeug (momentan allerdings nicht per Direktflug) bewältigen. Neben dieser Möglichkeit, können Urlauber zudem relativ problemlos auf dem Luftweg aus den benachbarten Staaten einreisen.

Anreise mit dem Flugzeug

Eine Vielzahl von bekannten Anbietern wie KLM oder Thai Airways fliegen mit kurzen Zwischenstopps in Amsterdam, Bangkok oder Hongkong den internationalen Flughafen in Manila an. Die Ticketpreise belaufen sich auf etwa 750 €.
Günstiger sind Flüge mit einer der im Mittleren Osten beheimateten Airlines. Qatar Airways, Emirates oder Gulf Air bieten Flüge bei rechtzeitiger Buchung schon für unter 600 Euro an. Reisende müssen hier allerdings mit mehrstündigen Aufenthalten in Doha, Dubai oder Abu Dhabi rechnen.
Urlauber, die sich nach Ankunft einen PKW Mieten, benötigen vom Flughafen in Manila etwa 20 bis 30 Minuten in die Innenstadt. Andernfalls bietet es sich an eines der akkreditierten Flughafentaxis zu nutzen, die zu einem Festpreis von etwa 8,00 € regelmäßig verkehren. Die Preise der privaten Taxiunternehmen liegen deutlich darüber.
Neben dem internationalen Flughafen in Manila wird auch der internationale Flughafen auf Cebu, meistens über Umsteigeflughäfen in Kuala Lumpur oder Singapur, angeflogen.

Wer aus den benachbarten Staaten wie Indonesien oder Malaysia einreisen möchte, kann auf einen der zahlreichen Billigflieger zurückgreifen. Gesellschaften wie Air Asia, Cebu Pacific oder Jetstar bedienen hier regelmäßig Flugrouten nach Manila.

Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr von knapp 13,00 € gerechnet die bar und in US Dollar oder Philippinischen Pesos gezahlt werden muss.

Fortbewegung im Land

Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Region ARMM, XII und IX (Zamboanga Peninsula) sowie nach Basilan und auf die Inseln des Sulu- Archipels dringend ab. Das Gleiche gilt für den Überlandweg auf ganz Mindanao. Es wird hier zu erhöhter Vorsicht geraten.
Ein im November 2009 verhängter Ausnahmezustand in Ctabatu City, Maguindanao und Sultan Kdarat hat trotz nachlassender Spannungen weiterhin bestand.
(Stand: August 2013)

Die touristisch erschlossenen Regionen des Landes verfügen über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Es wird allerdings immer wieder von offiziellen Stellen davor gewarnt öffentliche Transportmittel zu nutzen, da diese keineswegs den westlichen Sicherheitsstandards entsprechen.

Flugzeug

Möchte man weitere Strecken im Land zurücklegen, bietet sich in erster Linie der Flugverkehr an. Das Streckennetz ist gut ausgebaut und die Kosten halten sich in Grenzen. Auch hier kann man problemlos auf einen der vielen Billiganbieter zurückgreifen. Air Asia, Cebu Pacific oder Tigerair fliegen Destinationen auf den verschiedenen Inseln an. Die kleineren Provinzflughäfen werden häufig noch mit Propellermaschinen bedient. Da diese kleinen Maschinen recht anfällig sind, kommt es vor, dass diese bei Taifungefahr am Boden bleiben. Es gilt zu beachten dass auch bei Inlandsflügen eine Gebühr von knapp 4,00 Euro berechnet wird.

Bus, Taxi, Jeepney etc.

Jeepney, Philippinen

Ein Jeepney

Auf den Philippinen existiert ein dichtes Busnetz. Die öffentlichen Busse sind häufig nicht klimatisiert und meist überfüllt, zudem kommt es immer wieder zu Unfällen.
Urlauber, die längere Strecken zurücklegen, können auf einen der klimatisierten und etwas größeren Busse der Privatanbieter zurückgreifen. Diese Vehikel sind weitaus sicherer als die öffentlichen Busse und bieten eine kostengünstige Alternative zum Fliegen.

Um sich im innerstädtischen Bereich fortzubewegen stehen Urlaubern Taxis, Jeepneys oder Tricycles zur Verfügung. Die Preise sind sehr gering, allerdings lässt auch hier die Sicherheit des Öfteren zu wünschen übrig. Es wird weiterhin davor gewarnt derartige Verkehrsmittel nach Einbruch der Dunkelheit zu nutzen, da es in der Vergangenheit öfter zu Überfällen und Betrugs- bzw. Erpressungsversuchen kam.

Fähre

Eine gute Möglichkeit sich zwischen den Inseln fortzubewegen, bietet das dichte Fährennetz auf den Philippinen. Der Zustand der Vehikel entspricht allerdings nicht den westlichen Sicherheitsstandards, dafür können die kleinen Boote aber mit günstigen Preisen locken. So kostet eine Fahrt von Cebu City nach Tagbilaran nur knapp 8,00 Euro. Da die Fahrpläne nicht immer auch den aktuellen Fahrzeiten entsprechen, ist es ratsam, sich frühzeitig vor Ort zu informieren und rechtzeitig zu buchen. Wie auch bei den kleineren Flugmaschinen wird der Fährenverkehr im Fall von Taifunwarnungen ausgesetzt.

Mietwagen

Wer auf den Philippinen einen Mietwagen nutzen möchte, benötigt einen internationalen Führerschein. In den meisten Großstädten sowie in den Touristikhochburgen gibt es Vermietungen, die verschiedene Modelle anbieten. Für längere Strecken sind Mietwagen allerdings nicht geeignet, da diese meistens nicht an anderer Stelle abgegeben werden können. Zudem wird häufig versucht an den Checkpoints von ausländischen Touristen Geld zu erpressen. Reisende müssen sich darüber hinaus auf einen unübersichtlichen und chaotischen Verkehr einstellen. Um sich in den Städten fortzubewegen, bietet das Taxi noch immer die beste Alternative.

Handy, Smartphone, Internet

Wer bei einer Reise auf die Philippinen nicht auf sein Handy oder Smartphone verzichten möchte, ist gut damit beraten, auf eine der einheimischen Prepaid- Karten zurückzugreifen, um die noch immer horrenden Roaming- Gebühren einzusparen.
Prepaid- Karten findet man in den entsprechenden Shops, häufig aber auch in den größeren Einkaufszentren oder Elektronikmärkten. Urlauber sollten auf eine Karte der Anbieter Smart oder Globe zurückgreifen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 5 Euro für die Karte plus den aufzuladenden Betrag. Beide Unternehmen bieten auch Prepaid- Karten für die Nutzung des mobilen Internets an. Die Netze sind in den meisten Regionen des Landes recht moderat ausgebaut, lediglich in den touristisch unerschlossenen Gebieten müssen Reisende mit Einschränkungen rechnen.

Neben dem Smartphone oder Tablet haben Urlauber weiterhin die Möglichkeit eines der zahlreichen Internetcafés zu nutzen. Diese Einrichtungen sind vor allem in den Großstädten weit verbreitet und können zu sehr geringen Preisen (teilweise unter 50 Cent pro Std.) genutzt werden.
Obwohl die Philippinen bei der Internetnutzung im asiatischen Vergleich noch immer zurückliegen, wurden in den vergangenen Jahren die W-Lan Hotspots ausgebaut. Die meisten Hotels bieten ihren Gästen mittlerweile kostenlosen Internetzugang, häufig allerdings nur in den öffentlichen Bereichen der Anlage. Neben den Hotels bzw. Resorts finden sich aber auch Hotspots in den größeren Einkaufszentren und in einigen Restaurants.
In den ländlichen, weniger bekannten Regionen kann es vorkommen, dass man sich auf die Post verlassen muss. Die Geschäftsstellen sind für gewöhnlich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Versand nach Deutschland kann bis zu zehn Tagen dauern.

Essen

Philippinen Essen, Pancit

Philippinen Essen: Pancit ein beliebtes Gericht mit Nudeln und Gemüse.

In kaum einem anderen Land spürt man die Einflüsse der Kolonialmächte auf die einheimische Küche in einem solchen Ausmaß wie auf den Philippinen. Neben spanisch anmutenden Gerichten findet vor allem amerikanisch beeinflusstes Essen den Weg auf die Speisekarten des Landes. Häufig findet man hier neben Burger und Pommes auch allerlei fritierte Kleinigkeiten nach amerikanischem Vorbild.

Neben den Kolonialmächten spielem aber auch die übrigen Länder Asiens spielen eine unübersehbare Rolle in der philippinischen Cuisine. Chinesische, indische und auch japanische Einflüsse sind nicht unverkennbar.
Als Hauptnahrungsmittel gilt Reis, welche man bereits zum Frühstück serviert bekommt. Die größeren Hotelanlagen bieten allerdings häufig ein westlich orientierte Frühstück mit Toast, Butter, Marmelade und Eiern an.

Philippinische Küche

Philippinische Küche

Philippinische Küche

In der Regel wird zum Reis Gemüse, Fleisch oder Fisch serviert. Hierbei handelt es sich meistens um Schwein oder Huhn. Während man aus vielen benachbarten Staaten eher scharf gewürzte und pikante Speisen kennt, dominieren auf den Philippinen mild gewürzte Gerichte das Angebot.
Eine der bekanntesten, welche von vielen Einheimischen als Nationalgericht angesehen wird, ist Adobo. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Hühner- oder Schweinefleisch, welches mit Kartoffeln und Karotten in Essig, Sojasauce und Knoblauch gekocht wird. Ungemein populär ist zudem bei Einheimischen wie auch bei Besuchern Lechon, gegrilltes Spanferkel, das mit einer dicken Lebersoße serviert wird.

Als Nachtisch kommen auf den Philippinen besonders häufig die beliebten Mangos auf den Tisch. Im Gegensatz zu den benachbarten Ländern zeichnen sich die philippinischen Früchte dadurch aus, dass sie besonders süß sind. Zu den Mahlzeiten wird meistens Wasser gereicht aber auch Softdrinks gewinnen zunehmend an Popularität.

Die Preise für Nahrung im Land sind verhältnismäßig moderat. Günstig kann man an den zahlreichen Straßenständen essen. Häufig gibt es hier kleine Gerichte bereits für unter 1,00 Euro. Auch in den einheimischen Restaurants kann man noch günstig einkehren. Schlichte Mahlzeiten sind ihre ab 2,00 € zu haben. Für ein umfangreicheres Mahl können sich die Kosten aber auch auf 4 oder 5,00 Euro belaufen.

Verhaltensregeln

Die Filipinos gelten allgemeinhin als äußerst gastfreundlich und hilfsbereit. Besonders deutsche Urlauber sind auf den Philippinen gerne gesehen. Häufig werden Reisende aus Deutschland noch mit der Vergangenheit in Verbindung gebracht. Es ist daher nicht ungewöhnlich, sollte man von Einheimischen auf das Dritte Reich angesprochen werden.

Der Ehrbrgriff spielt auf den Philippinen eine große Rolle. Mit Reichtum und Wohlstand zu prahlen oder aus Mitleid finanziellen Hilfen anzubieten, ist im Land, trotz der verbreiteten Armut, äußerst verpönt. Dennoch sollte man bei einer privaten Einladung stets ein kleines Gastgeschenk mitbringen. Jede Hilfe, die einen entgegengebracht wird oder die man selbst anbietet, ist auf den Philippinen mit einer Gegenleistung verbunden. Lappalien, wie Auskünfte über den Weg oder die Frage nach sonstigen Informationen, sind von dieser Regelung natürlich ausgenommen.

Da, wie bereits erwähnt, die Ehre eine sehr große Rolle im Leben eines Filipinos spielt, sollte man grundsätzlich auf Kritik verzichten, da viele Einheimische hier äußerst sensibel reagieren. Ebenso wie in anderen Staaten im südostasiatischen Raum sind lautstarkes Verhalten und Wutausbrüchen in der Öffentlichkeit ein absolutes Tabu und führen nach Meinung der Einheimischen zum sofortigen Gesichtsverlust. Bei Problemen sind Urlauber und Touristen gut damit beraten, Kritik sachlich und vor allem freundlich vorzubringen. Viele Probleme lassen sich auf den Philippinen mit Gelassenheit und Ruhe weitaus schneller lösen als durch plumpes, aggressives Verhalten.

Sprache und Verständigung

In kaum einem anderen Land Südostasiens funktioniert die Kommunikation mit den Einheimischen so reibungslos wie auf den Philippinen. Die langjährige amerikanische Kolonialherrschaft hat deutliche Spuren hinterlassen. Neben Filipino ist Englisch die Amtssprache im Land und wird von den meisten Einheimischen flüssig gesprochen. Das gilt nicht nur für die Großstädte und die touristisch erschlossenen Regionen, auch in den ländlichen Gebieten, die von Urlaubern eher selten aufgesucht wird beherrschen die meistens Menschen einen passablen englischen Wortschatz. Zwar gibt es Ausnahmen, diese kommen allerdings selten vor.
Neben Filipino und Englisch findet man im Land zudem zahlreiche Einheimische die Spanisch oder Chinesisch sprechen.

Nachtleben und Party

Philippinen Nightlife, Nachtleben, Party

Philippinen Nightlife: Das Nachtleben auf einer Party am Strand von Boracay.

Ähnlich wie Thailand, haben die Philippinen mit erheblichen Vorurteilen gegenüber dem Sextourismus zu kämpfen. Schenkt man den Populärmedien Glauben, könnte man auf den Gedanken kommen, dass nach Einbruch der Dunkelheit ausschließlich exotische Damen des Gewerbes und bierbäuchige Rentner die Straßen bevölkern.

Tatsächlich ist Sextourismus im Land weit verbreitet. Da Prostitution auf den Philippinen offiziell verboten ist, gibt es zahlreiche Bars, meist als Go-Go Bars oder auch Bikini Bars bekannt, in denen junge Damen tanzen und anschließend von einem Kunden für die Nacht ausgelöst werden kann, um mit diesem private Stunden zu verbringen. Ob die Tänzerinnen mit den Kunden zusätzliche Zeit verbringen möchten, liegt in ihrem eigenen Ermessen. Dieser Szene (vor allem in einem touristischen Zusammenhang) sämtliche Bedeutung abzusprechen, wäre schlichtweg falsch. Allerdings existieren neben diesem frivolen Milieu unzählige Bars, Clubs und Diskotheken, die keinerlei Bezug zum ältesten Gewerbe der Welt haben. Hier trifft man auf junge Leute, die sich gerne amüsieren und (bei dem einen oder anderen Drink) die Nacht zum Tag machen.Besonders Manila, die Hauptstadt des Landes, ist für sein aufregendes und ausschweifendes Nachtleben bekannt. Vor allem die Bezirke Makati und Malate bieten Nachtschwärmern genügend Gelegenheiten sicher richtig auszutoben.

Auf der philippinischen Insel Luzon findet sich die Stadt Angeles City. Das Los Angeles Asiens lockt mit unzähligen Nachtclubs und Bars und erfreut sich in den letzten Jahren einer zunehmenden Beliebtheit, insbesondere bei jungen Urlaubern. Weitere bekannte Hotspots sind neben Manila und Angeles City die Stadt Cebu auf der gleichnamigen Insel sowie Boracay, Puerto Galera und die Stadt Davao auf der Inseln Mindanao. Von ruhigen Bier- und Cocktailbars bis hin zu extravaganten Clubs, hat die Partyszene auf den Philippinen eigentlich für jeden Besucher etwas zu bieten.

Reise- und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat einige Sicherheitshinweise für die Philippinen veröffentlicht, mit denen sich Touristen vor der Abreise vertraut machen sollten.

Terrorismusgefahr

Das Auswärtige Amt warnt, dass auf den Philippinen mit terroristischen Anschlägen gerechnet werden muss. Belebte Plätze und religiöse Einrichtungen sowie große Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten stets gemieden werden. Besonders hoch ist die Gefahr auf Mindanao. Seit 2012 hat sich die Lage etwas entspannt. Das AA rät dennoch zur Vorsicht.

Desweiteren kommt es von Zeit zu Zeit zu Entführungen von philippinischen Staatsangehörigen oder Urlaubern. In der Regel geht es bei solchen Verbrechen stets um eine Lösegelderpressung ohne politische Interessen.

Eine Besonderheit auf den Philippinen sind sie regelmäßig stattfindenden Durchsuchungen durch das Wachpersonal. Betroffen sind hier in erster Linie Banken und größere Geschäfte. Aber auch Supermärkte, Apotheken oder sogar McDonalds sind häufig Ziele solcher Aktionen. Da diese Durchsuchungen auf den Philippinen ( zumindest in einigen Regionen) zum Alltag gehören, sollte man die Prozedur anstandslos über sich ergehen lassen, auch wenn ein solches Vorgehen westlichen Touristen meist fremd und zum Teil sogar bedrohlich vorkommen kann.

Kriminalität

Die Kriminalität im Land ist im Vergleich zu anderen Staaten Südostasiens verhältnismäßig hoch. Von Diebstahl über Raub bis hin zu Gewaltverbrechen finden sich jegliche Art von kriminellem Verhalten in den jährlichen Statistiken wieder.
Urlauber sollten es stets vermeiden Wertgegenstände und Bargeld offen bei sich zu tragen. Die unnötige Zurschaustellung von Wohlstand und Reichtum kann fatale Folgen haben.

Verschließen sie bei Fahrten mit dem Taxi oder dem PKW stets die Türen. Nehmen Sie keine Getränke oder Nahrung von Fremden an. In der Vergangenheit kam es dabei immer wieder zu Fällen, in denen K.O.- Tropfen eingesetzt wurden. Besonders brisant sind Fälle, bei denen die Polizei Druck auf Urlauber ausgeübt hat (Drogenbesitz, Kauf von gefälschter Ware etc.) um Bargeld zu erpressen. Den Forderungen sollte in derartigen Fällen immer nachgekommen werden, um Schlimmeres zu vermeiden.

Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr von Geldbeträgen, die einen Wert von 10 000 US Dollar überschreiten, muss bei der Einreise deklariert werden. Es bestehen zudem Importverbote für Nachtsichtgeräte, Waffen, Waffenteile und Munition, selbst wenn diese nur dekorativen Charakter haben. Auch die Einfuhr von pornographischen Material sowie die Mitnahme von Medikamenten oder medizinischen Geräten zur Durchführung einer Abtreibung, sind strengstens verboten und werden mit Strafe geahndet.

Drogen

Zwar ist die Todesstrafe im Jahr 2006 gesetzlich abgeschafft worden, dennoch erwarten Reisende, bei denen Drogen gefunden werden, drakonische Strafen. Der Handel, der Besitz sowie die Ein- und Ausfuhr sind strengstens verboten. Bereits bei einem Besitz von fünf Gramm einer illegalen Substanz kann eine lebenslange Freiheitsstrafe die Folge sein. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts kann fatale Konsequenzen haben.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Prostitution ist auf den Philippinen offiziell verboten. Die gängige Praxis macht es jedoch schwer diesen Begriff genau zu definieren. Sehr empfindlich reagiert das philippinische Gesetz zudem auf sexuelle Kontakte mit Minderjährigen, unabhängig davon, ob der Betroffene über das Alter informiert war oder nicht. Derartige Fälle werden nicht nur auf den Philippinen, sondern auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Das Mitführen pornografischer Materialien kann zu empfindlichen Geldstrafen führen.

Gesundheit

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert- Koch- Institus.
Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza und Polio, können auch Impfungen gegen Tollwut, Hepatitis A/ B und Japanische Enzephalitis sowie ggf. Typhus sinnvoll sein.

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht auf den Philippinen eine akute Ansteckungsgefahr mit Dengue- Fieber und Malaria. Beide Krankheiten werden von einer Mücke übertragen, wobei Dengue- Fieber tagsüber, Malaria hingegen in den Abendstunden und nachts übertragen wird.
Dengue tritt auf den Philippinen ganzjährig in Manila und anderen Regionen auf, mit eine Häufung während und nach der Regenzeit von April bis Oktober.
Auch Malaria kann abhängig von der bereisten Region ganzjährig auftreten, mit einem zunehmenden Risiko einer Infektion während der Regenzeit. Eine hohe Risiko besteht in Palawan. Ein mittleres Infektionsrisiko kann in weiten Teilen des Landes auftreten, mit der Ausnahme der Inseln Bohol, Cebu, Cantanduanes und Leyte sowie der Hauptstadt Manila, welche als malariafrei gelten.

Urlauber und Touristen sollten grundsätzlich besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Chemoprophylaxe, (Einnahme von Tabletten) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone oder Riamet auf dem deutschen Markt erhältlich. Da die Malariaprophylaxe durchaus mit Risiken und Nebenwirkungen einhergehen kann, sollte diese unbedingt vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden.

Die Beschwerden gleichen meist den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten. Eine Erkrankung lässt sich daher nicht immer nicht direkt diagnostizieren, kann jedoch bei rechtzeitiger Behandlung zuverlässig und ohne bleibende Schäden geheilt werden.

Eine weitere durch Mücken übertragene Erkrankung ist das Chikungya- Fieber, das sich durch hohe Temperatur und zum Teil langanhaltende Gliederschmerzen auszeichnet. Auch diese Infektion kann auf den Philippinen immer wieder auftreten, heilt im Gegensatz zu Malaria aber allein wieder aus.
Japanischen Enzephalitis wird ähnlich wie das Dengue- Fieber durch eine nachtaktiv Mücke übertragen und kann tödlich enden. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz auch eine vorbeugende Schutzimpfung in Betracht gezogen werden. Im Gegensatz zu Dengue- Fieber und Malaria sind Erkrankungen mit der Japanischen Enzephalitis allerdings eher selten.

Da sowohl Malaria, wie auch das Dengue- und das Chikungya- Fieber durch Mücken übertragen werden, wird Urlaubern grundsätzlich empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Wie in vielen anderen südostasiatischen Ländern treten auch auf den Philippinen gehäuft Durchfallerkrankungen und vereinzelt Cholera auf. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohen Salat und Gemüse zu verzehren sowie unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen und Cholera lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs
  • Zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Urlauber stets Trinkwasser aus der Flasche nutzen
  • Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.

Während der Regenzeit ist mit der saisonalen Influenza zu rechnen, ebenso wie mit der Schweinegrippe, welche sich seit 2009 verstärkt im Land ausbreitet. Weiterhin kann Tollwut, insbesondere in den ländlichen Gebieten, eine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Eine Impfung vor Reiseantritt sollte daher in Betracht gezogen werden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung entspricht in den Großstädten, insbesondere in Manila, durchaus westlichen Standards. Vor allem die privaten Krankenhäuser bieten im Fall eines Malariaverdachts oder sonstiger ernstzunehmender Schwierigkeiten einen hochqualifizierten Service. Aufgrund der Historie als amerikanische Kolonialmacht, trifft man überall auf Ärzte mit einem umfangreichen Fremdsprachenniveau. Medikamente sind in breiter Auswahl in den zahlreichen Apotheken erhältlich. Eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte dennoch immer mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Für Touristen ist es darüber hinaus grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen.

In Manila wird neben dem Makati Medical Center und dem Asean Hospital and Medical Center vor allem das St. Luke’s und das „The Medical City“ Krankenhaus als Anlaufstelle empfohlen. Weiterführende Informationen zu Krankenhäusern und Kooperationsärzten finden sie auf der Internetseite der Deutschen Botschaft.