Oman Reisen, Reiseführer, Urlaub


Inhalt

HauptstadtMaskat (alternative Schreibweise: Muscat)
SprachenArabisch (Amtssprache)
StaatsformErbmonarchie
Fläche309.500 km²
Einwohner3,15 Millionen (~10,2 Einwohner pro km²)
WährungRial Omani (OMR)
Telefon-Vorwahl+968
ZeitzoneUTC+4
NationalflaggeOman Flagge

Oman Flagge

Der Oman, ein Land, das einen erhabenen Wohlstand genießt, dabei jedoch großen Wert auf Traditionen legt, beeindruckt durch seine gepflegten Städte, welche den Eindruck erwecken, direkt aus einer der Geschichten aus 1001 Nacht entnommen zu sein. Markante Wüstenlandschaften zieren das Gelände, entlegene Berge und wunderschöne Strände sorgen für eine malerische Kulisse. Zu den etablierten Personenkreisen der Gesellschaft des Landes zählt die Herrscherfamilie, welche bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts in absoluter Monarchie regiert. Der Oman gilt als überaus sicheres Reiseland mit sehr geringen Kriminalitätsraten. Der Reichtum, welcher durch die Bodenschätze des Landes erzielt wird, kommt den Bürgern des Landes zu Gute und das Geschäft mit teuren Autos, Gold, exotischen Gütern und Luxusprodukten boomt. Konflikte, die zu einer Absetzung der Regierung führen könnten wie in anderen Ländern des arabischen Raums, sind im Oman nicht zu erwarten.

Oman Karte

Oman Karte

Zur unberührten Natur des Landes gehört seine ansprechende Flora und Fauna. Hier können Tiere beobachtet werden, welche seit Jahrhunderten vor Ort zu finden sind, ohne von Menschen in ihrem Umfeld merklich eingeschränkt worden zu sein. Verschiedene Schildkrötenarten, von denen einige Exemplare über 100 Jahre alt werden und jedes Jahr durch den indischen Ozean zu ihren Brutstätten im Oman schwimmen, gehen unberührt ihrem Alltag nach. Delfine gehören ebenfalls zu den auffälligeren Vertretern vor den Küsten des Oman. Darüber hinaus lebt eine Vielzahl an Walen in den Gewässern der Region, welcher im Rahmen einer professionell durchgeführten Bootstour gesichtet werden können.

Freunde des Bergsports kommen im Oman voll auf ihre Kosten. Bergsteiger und Bergwanderer finden Wege, Pfade und Hänge von Anfänger- bis Profiniveau, wobei sich beide auf ein atemberaubendes Panorama nach dem Erreichen eines der höchsten Berggipfel des Landes freuen dürfen. Der Höhlentourismus wächst ebenfalls stetig an. Viele Berge bieten Zugang zu den zahlreichen Höhlen der Landes, welche sich durch ihre Tiefe und Form unterscheiden, jedoch die gleiche Faszination ausmachen. Vom Anfänger bis zum Höhlenprofi wird hier jeder etwas entdecken können, insbesondere in den Höhlen am Jebel Shams, welche zu einem der größten Höhlensysteme der Welt gehören. Die Höhle Majlis Al Jinn, in welcher sich ein faszinierende System von Seen befindet, zählt als die zweitgrößte Höhle der Welt.

Oman Landschaft

Oman Landschaft: Küstenlinie in Musandam.

Verschiedene Stätten des Oman wurden als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Als besonders sehenswert gilt dabei die Festung Bahla, welche in der Region Dakiliya liegt und über traditionelle Märkte, verwinkelte Wege und antike Moscheen verfügt. Das Original der Festung, welche noch heute von einer etwa 13km langen Mauer umschlossen wird, wurde bereits im dritten Jahrtausend vor Christus errichtet.

Einst besaß der Oman die wirtschaftliche Stärke, das technische Know-How und entsprechend ausgebildete Streitkräfte, um selbst Kolonien zu unterhalten. Das Land geriet unter britische Oberhoheit, die lokalen Führer des Landes konnten jedoch weitestgehend unabhängig regieren. Seine Bürger leben an einem strategisch wichtigen Ort, an welchem Ost und West aufeinandertreffen. Sie sind an Menschen aus anderen Ländern gewohnt und verhalten sich oftmals sehr weltoffen. Neben der Amtssprache Arabisch wird Englisch meist gut verstanden und gesprochen. Minderheitensprachen wie Urdu und Swahili gehören zum Tagesgeschehen an vielen Orten des Landes. Darüber hinaus herrscht Religionsfreiheit! Als einziges Land im Arabischen Golf verfügt der Oman über christliche Kirchen und Hindutempel. Darüber hinaus verhält sich das Land als blockfreier Staat ohne OPEC-Mitgliedschaft politisch neutral und tritt vielfach als Vermittler zwischen arabischen und westlichen Staaten auf.

Reisende können im Oman ein dünn besiedeltes Land kennenlernen, welches wunderschöne unberührte Natur bietet und von einem überaus gastfreundlichen Volk bewohnt wird. Das Land, welches in der Tradition von Sindbad dem Seefahrer und der Weihrauchstraße steht, verzaubert seine Besucher mit Elementen aus den vergangenen fünf Jahrtausenden und erlaubt es, Bilderbuchlandschaften kennen zu lernen, welche den Anschein erwecken, sie seien aus einem historischen Roman entnommen worden. In dem familienfreundlichen Land können Reisende unbesorgt Urlaub machen und zwischen Bergen, Wüste, Großstadt und Strand eine schöne, inspirierende und erlebnisreiche Zeit verbringen.

Städte, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Regionen, Berge und Sehenswürdigkeiten im Oman.

Maskat / Muscat

Maskat

Maskat bei Nacht

Die Stadt Maskat (auch: Muscat) gilt als einzigartiges Reiseziel, welches nicht nur wegen seines besonderen orientalischen Flairs besonders beliebt ist, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass sich die Stadt in wesentlichen Bereichen deutlich von anderen Orten der Region unterscheidet. Maskat gilt als insgesamt sehr wohlhabend, versucht jedoch nicht die glitzernde Welt von modernen Wolkenkratzern zu kopieren, wie man sie beispielsweise in Dubai findet. Stattdessen wird in der Hauptstadt des Landes viel Wert auf Tradition und Stil gelegt und eine Kuppel oder ein Fenster im arabischen Stil kann an fast jedem Gebäuden entdeckt werden. Die strengen Bauvorschriften verleihen Maskat ein außergewöhnliches, schönes und gleichartiges Stadtbild, welches sie erscheinen lässt, als sei sie wie aus einem Stück geschnitzt worden, ein großer Gegensatz zu der recht willkürlichen Ansammlung von Einzelgebäuden in Teilen der Vereinigten Arabischen Emirate und anderen Städten der Region.

Maskat Sehenswürdigkeiten

Zu den sehenswerten Highlights in Muscat gehören die beeindruckenden Festungsanlagen Al Jalali und Al Mirani (Qasr Al Alam Street), welche im 16. Jahrhundert unter portugiesischer Herrschaft errichtet wurden. Zunächst dienten sie als Gefängnisse, seit dem 20. Jahrhundert jedoch als Museum.

Um die kulinarischen Raffinessen von Maskat kennen zu lernen, können Reisende durch die jüngst modernisierte Corniche Area streifen und in einem der Restaurants dieses Teils der Stadt Halt machen. Wer am östlichen Ende der Corniche Area bis zur Festung Mutrah hinaufsteigt, kann einen herrlichen Blick über Maskat und die nähere Umgebung genießen.

Muscat Sehenswürdigkeiten: Sultan Qaboos Moschee

Sultan Qaboos Moschee

Die Sultan Qaboos Moschee, welche auch Nicht-Muslimen unabhängig vom Geschlecht Zugang gewährt, zählt zu den drei größten Moscheen der Welt. Innerhalb des großzügigen Gebäudekomplexes befindet sich unter einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten auch der zweitgrößte handgefertigte Perserteppich der Welt.

Museen

Zu den empfehlenswerten Museen der Stadt gehören das Nationalmuseum, das Naturhistorische Museum sowie das Bait Al Zubair, welches seinen Gästen die spannende Gesellschaftsgeschichte des Oman näher bringt. Im Meereswissenschafts- und Fischereizentrum (zwischen dem Al Bustan Palace Hotel und dem Capital Yacht Club) gibt es zahlreiche Meeresbewohner zu bestaunen sowie interessante Informationen über die Bedeutung der Fischerei und der Meereswissenschaft für den Oman. In der Parfümfabrik Amouage können Besucher das wertvollste Parfüm der Welt bestaunen. Ein Besuch in Maskat kann durch einen Gang in das stilvolle Opernhaus, welches im Jahr 2011 errichtet wurde, harmonisch abgerundet werden.

Nizwa

Nizwa Oman

Nizwa

Die Stadt Nizwa zählt zu den beeindruckendsten Städten im Oman. Die ehemalige Landeshauptstadt gilt noch heute als die intellektuelle Hauptstadt des Oman, primär durch eine Reihe begabter Poeten und Dichter, welcher in Nizwa geboren wurden, hier lebten und Werke schufen, welche noch lange nach ihrem Tode eine besondere Rolle spielen sollten. Die Stadt diente als ein Zentrum für die Verbreitung der islamischen Lehre und kann sich noch heute mit ein paar der frühesten Moscheen des Landes schmücken. Zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten vor Ort zählt die Nizwa-Festung, welche als älteste Festung des Oman eine besondere Bedeutung besitzt.

Wadi Ghul

Darüber hinaus gilt Wadi Ghul als ein interessantes Beispiel für die besonderen Launen der Natur. Der auch als „Grand Canyon des Oman“ bezeichnete Wadi Ghul führt zum Wadi Nakhr, dem eigentlichen Canyon, in welchem Besucher einen spektakulären Blick auf die außergewöhnlichen Felsformationen werfen können und die besonderen Farbänderungen des Gesteins an diesem Ort durch die Sonne zu Gesicht bekommen.

Sur

Sur Oman

Sur

In der beeindruckenden Stadt Sur können Besucher dem Geist der Vergangenheit näher auf den Grund gehen. Die antike Hafenstadt, welche einst eine bedeutende Rolle innerhalb der Region um die Arabische Halbinsel und den Indischen Ozean spielte, galt nicht nur als wichtiger Handelsstandort, sondern fungierte auch im Sinne der Völkerverständigung und des internationalen Austauschs zwischen Arabern, Asiaten und weiteren Kulturen der Region als wichtige Oase des friedvollen Kontaktes. Für viele Menschen der Region galt sie als außergewöhnlicher, mystischer und heiliger Ort, nicht zuletzt weil sie als östlichste Stadt der arabischen Welt die Sonne täglich als erste erblicken darf. Eng verbunden mit der Geschichte und dem Wohlstand der Stadt ist die Kunst des Schiffsbaus.

Noch heute können Besucher am Dhow-Dock des Hafens sehen, wie die traditionellen Fischerboote, Dhows, gefertigt, repariert und gereinigt werden. Im Museum für Meereskunde werden weitere interessante Details zur Bedeutung des Ozeans und der Gewässer der Region verraten. Eine großzügige Zahl von Schlössern, Festungen und Burgen ziert die Umgebung der faszinierenden Stadt Sur, wobei die imposanten Anlagen Sinayslah und Bilad zu den beliebtesten gehören. Eine weitere lokale Besonderheit besteht in der Aufzucht von seltenen Schildkrötenarten, welche am „Turtle Beach“ für einen ungewohnten Anblick sorgen.

Dhofar-Region (Salalah)

Oman Salalah

Salalah

Die Dhofar-Region, welche ein Drittel der Fläche des Oman einnimmt, liegt im Süden des Landes. Berge und Hügel laden ein zu entspannten Wanderungen an der frischen Luft, wobei Besucher genießen können, wie die Vielfalt der lokalen Flora und Fauna der Region eine besondere Schönheit verleiht. Saubere Sandstrände erlauben es über eine Distanz von mehreren hundert Kilometern, dass Besucher vor Ort ein paar ruhige und entspannte Tage am Wasser verbringen können. Inmitten einer beeindruckenden orientalischen Kulisse können Besucher abschalten, den gewohnten Alltag daheim lassen und sich vom Flair der Region verzaubern lassen. Das umliegende Meer eignet sich hervorragend für Bootsausflüge und Wassersport.

Die Temperaturen im Sommer fallen hier etwas angenehmer, milder und weniger heiß aus. Zahlreiche Bewohner der nördlichen Regionen des Landes verbringen aus diesem Grund gerne ihren Sommer im Süden. Neben Salala gehören die folgenden Städte zur Region und bieten ein echtes lokales Ambiente, fast vollständig frei von touristischen Einflüssen: Taka, Mirbat, Sada, Schalim, Dalkut, Rakhyut, Thamrit, Mokshin, Al Mazuna und die Halaniyat Inseln.

Berge

Al Jabal Al Akhdar (Grüner Berg)

Al Jabal Al Akhdar

Al Jabal Al Akhdar

Der Al Jabal Al Akhdar bietet eine idyllische Umgebung für Bergwanderungen vor der Kulisse einer reichhaltigen Pflanzenwelt. Sein Gipfel liegt in knapp 3000m Höhe, ein wenig über einem weit ausladenden Hochplateau. Mit einem Allradfahrzeug kann der Berg von Maskat aus in etwa zwei Stunden erreicht werden.

Samhan

Wolf im Samhan

Wolf im Samhan ((c) Hadi AL Hikmani / Barcroft Media)

Der Samhan, einer der wichtigsten Berge im Süden des Landes, erreicht eine Höhe von etwa 2100m. Mehrere Hochebenen bieten Raum für eine Verschnaufpause. Beliebt sind darüber hinaus kurze Erkundungstouren in die vielfältigen Höhlen, von denen sich einige kaum erforscht sind und sich mehr als 1000m tief in das felsige Berginnere ausdehnen.

Auf Samhan wachsen Akazien und Gummibäume. Tierfreunde freuen sich über den Anblick von Füchsen, Wölfen, Gazellen und Ziegen und zeigen den nötigen Respekt beim seltenen Anblick eines der letzten hier frei lebenden Leoparden.

Jabal Shams (Sonnenberg)

Jabal Shams, Jebal Shams

Jabal Shams

Der mit über 3000m höchste Berg der Arabischen Halbinsel, Jabal Shams (auch: Jebel Shams), weist markante Steigungen, Abhänge und Zwischengipfel auf. Von einem Abhang zum nächsten können Reisende sich zum höchsten Gipfel der Länder der Region aufmachen und nach der Ankunft am höchsten Punkt eine überwältigende Aussicht genießen. In unmittelbarer Umgebung um den Höhenzug laden einige Pensionen zur Übernachtung für ein paar Nächte ein. Der Name des Berges, Sonnenberg, geht darauf zurück, dass am Gipfel die Sonne morgens zuerst zu sehen ist und am Abend noch etwas länger als im Tal.

Geschichte

Frühe Zivilisation

Erste Hochkulturen auf dem Boden des heutigen Oman existierten bereits im 3. Jahrtausend vor Christus, wobei es regen Handel mit den Sumerern aus Mesopotamien gab. Der Kupferbergbau, Diorit-Exporte und weitere Rohstoffe brachten beträchtliche Einnahmen für die Machthaber der Region.
Im sechsten Jahrhundert vor Christus eroberten die Perser den Norden des Oman. Einige hundert Jahre später, im zweiten Jahrhundert nach Christus folgten die Araber, allerdings konnten persische Sassaniden das Land wieder für sich gewinnen und zu einem bedeutenden Handelszentrum ausbauen. Im 7. Jahrhundert sollte es unter die Kontrolle von Muslimen gelangen.

Mittelalter

Durch die Gründung des Kalifenreichs, zu dem auch der Oman gehörte, konnte die gesamte Golfregion und somit auch der Oman seine Bedeutung als wichtiger Standort des internationalen Handels zurückerlangen. Der Hafen von Suhar galt vom achten bis zum zehnten Jahrhundert als einer der wichtigsten innerhalb der damaligen islamischen Welt, wobei Kontakte zu entlegenen Regionen wie China erfolgreich unterhalten werden konnten. Persische Buyiden zerstörten den Hafen jedoch im zehnten Jahrhundert, was der Region einen schweren Schlag versetzte. Zahlreiche Mächte sollten in den folgenden Jahrhunderten die Kontrolle über die Region erlangen. Um das Jahr 1500 gewann Maskat an Bedeutung und sollte sich über die kommenden Jahrhunderte als die wichtigste Handelsstadt des Landes etablieren, was bis in unsere heutige Zeit anhält.

Portugiesische Vorherrschaft und Said-Dynastie

Im frühen 16. Jahrhundert kamen Portugiesen in den Oman und schafften es, Maskat und Suhar in ihre Gewalt zu bringen. Die neuen Herren mussten zahlreiche Angreifer abwehren, konnten sich jedoch bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts halten. Ab diesem Zeitpunkt übernahm die Yaruba-Dynastie die Kontrolle und der Oman entwickelte sich zu einer ernstzunehmenden Macht innerhalb der Region, welche erfolgreich Kolonien in Afrika errichten konnte und stark vom Sklavenhandel profitierte. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Said-Dynastie gegründet, welche das Land bis heute beherrscht (2014).

Moderne

Durch britischen Einfluss kam es zum Niedergang der Wirtschaft und zur Verarmung des Oman. Eine Politik der Isolation, welche von den Sultanen zwischen den 1930er Jahren bis 1970 ergriffen wurde, sollte diese Entwicklung noch weiter verschärfen. Ab den 1960er Jahren erlangte das Land jedoch erneut wirtschaftliche Erfolge, primär aufgrund der Erdölförderung. Der Oman näherte sich dem Westen durch Schutzverträge mit den USA an. Er blieb während des Krieges zwischen dem Irak und dem Iran innerhalb der 1980er Jahr neutral und führte im zweiten Golfkrieg von 1991 Krieg gegen den Irak. Im Jahr 2005 gab es schwere Sturmschäden in Maskat und anderen Teilen des Landes, welche zu mehr als 50 Todesopfern führten. Wirtschaftlich geht es im Oman bergauf, wobei zuletzt der Prozess der Omanisierung für grundlegende Veränderungen gesorgt hat. Statt von ausländischen Arbeitskräften abhängig zu sein werden in diesem Zuge Arbeitsplätze von einfachen Arbeitern bis hin zu Topmanagern von Einheimischen besetzt.

Visum

Die Einreise in den Oman gestaltet sich deutlich leichter als in verschiedene andere Länder der Region (z.B. Saudi-Arabien). Für die meisten Besucher des Landes wird ein Visum direkt bei der Einreise (Visa on arrival) erstellt. Wer aus einem Gelbfiebergebiet (Afrika oder Südamerika) einreist, benötigt eine Bestätigung, aus der hervorgeht, dass er/sie gegen Gelbfieber geimpft wurde. Wer direkt aus Mitteleuropa oder anderen Ländern Asiens einreist, benötigt keine besonderen Dokumente bezüglich Impfungen.

Deutsche Staatsbürger

Deutsche Staatsbürger benötige für die Einreise in den Oman prinzipiell einen Reisepass oder einen vorläufigen Reisepass. Der Personalausweis wird als Einreisedokument nicht akzeptiert. Aktuelle Bestimmungen können über die Auslandsvertretung des Oman in Deutschland (Berlin) erfragt werden. Die Adresse ist folgende.

Botschaft des Sultanats Oman
Clayallee 82
14195 Berlin
Tel.: +49 30 81 00 510
Fax: +49 30 81 00 51 96

Österreichische Staatsbürger

Österreichische Staatsbürger benötige für die Einreise in den Oman prinzipiell einen offiziellen Reisepass. Der cremefarbige Notpass wird als Einreisedokument nicht akzeptiert. Er kann allerdings bei Bedarf für die Ausreise genutzt werden. Weitere Einzelheiten können über die Auslandsvertretung des Oman in Österreich (Wien) erfragt werden. Die Adresse lautet wie folgt.

Botschaft Oman in Wien
Währinger Straße 2 – 4 / 24-25
1090 Wien – Österreich
Tel.: (+43 / 1) 310 86 43 – 44
Fax: (+43 / 1) 310 72 68

Schweizerische Staatsbürger

Staatsbürger der Schweiz benötige für die Einreise in den Oman prinzipiell einen Reisepass. Während ihres Aufenthalts im Oman können sich Schweizer bei Problemen und Fragen an die Botschaft der Schweiz im Oman wenden. Sie ist unter folgende Adresse zu erreichen.

Al Asfoor Plaza Building
1st floor, Apt. 104
Al Qurum
Muscat
Oman
Tel.: +968.2456.8205
Fax: +968.2456.8206
Email: consulch@omantel.net.om

Allgemeine Bestimmungen für Besucher des Oman, Preise

Das Einreisedokument (Reisepass) muss eine Gültigkeitsdauer besitzen, welche noch mindestens sechs Monate über den Tag der Einreise hinausgeht. Bei der Einreise auf dem Luftwege kann ein Visum für einen touristischen Aufenthalt im Oman am Flughafen erhalten werden. Der zu zahlende Betrag steht im direkten Bezug auf die Aufenthaltsdauer.

  • Das Visum für eine einmalige Einreise mit einen Aufenthalt von ein bis zehn Tagen kostet fünf Rial (etwa 9,50 Euro).
  • Das Visum für eine einmalige Einreise mit einem Aufenthalt von bis zu einem Monat kostet 20 Rial (etwa 47,50 Euro)
  • und die Gebühr für ein Visum mit mehrfacher Einreise und einem Nutzungszeitraum von bis zu einem Jahr beträgt 50 Rial (etwa 95 Euro).

Beim letzten Visum ist zu beachten, dass jeder Einzelaufenthalt nicht die Dauer von drei Wochen überschreiten darf. Darüber hinaus ist vorgeschrieben, dass der Reisepass bei der Ausstellung noch mindestens zwölf Monate gültig ist. Wer die Gültigkeitsdauer eines Visums überschreitet, muss eine Strafgebühr in Höhe von zehn Rial (19 Euro) pro überzogenem Tag bezahlen!

Einreise Flughafen Maskat

In Maskat gibt es für die Erteilung von Visa ein etabliertes und zuverlässig funktionierendes System. Es sollte lediglich beachtet werden, dass für ein Visum auch Gebühren anfallen sowie dass die Wechselkurse, welche bei der Bezahlung für das Visum in Fremdwährung verwendet werden, aus Werten bestehen, die eher zu Ungunsten der Reisenden Person ausfallen. Bezahlung per Kreditkarte ist ebenfalls möglich.

Einreise Flughafen Salala

Reisende berichteten von einem weniger kundenfreundlichen System in Bezug auf den Erhalt von Visa on Arrival in Salala im Vergleich zu Maskat. Es handelt sich um einen relativ kleinen Flughafen und Besucher sollten sich darauf einstellen, dass die Mitarbeiter der Visavergabe angeben könnten, sie hätten kein Wechselgeld für größere Scheine und dementsprechend den Differenzbetrag behalten möchten!

Aufenthalt im Zuge einer Kreuzfahrt

Personen, welche den Oman im Rahmen einer Kreuzfahrt besuchen, müssen für Aufenthalte von bis zu 24 Stunden kein Visum erwerben.

Besonderheiten Katar/Oman

Es gibt einige Visa, welche für Katar ausgestellt werden und darüber hinaus die Erlaubnis beinhalten, den Oman zu bereisen, wenn dies auf dem Luftwege geschieht (Doppelvisum).

Besonderheiten Dubai/Oman

Reisende, die ein Visum für das Emirat Dubai besitzen, welches noch mindestens 21 Tage gültig ist, benötigen kein separates Visum für die Einreise in den Oman.

Wetter und Klima

Oman Urlaub

Subtropisches Klima im Oman Urlaub.

Der Oman wird durch ein subtropisches Klima gekennzeichnet, welches einem starken Einfluss durch den Monsun unterlegen ist und dementsprechend im Verlauf des Jahres relativ stark variieren kann. Zudem gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Küsten im Norden um Maskat, den Gebirgsregionen im Nordosten, dem Landesinneren und dem Süden.

Norden

Im nördlichen Teil des Landes, entlang der Meeresküsten, gibt es sehr heiße, trockene Sommer mit Temperaturen über 40°C. Heiße Fallwinde treiben die gefühlte Temperatur weiter nach oben. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht fallen relativ gering aus, so dass auch nachts noch sehr hohe Temperaturen auftreten. Die Wintermonate fallen recht mild aus mit angenehmen Tagestemperaturen zwischen 20 und 25°C. Es fällt sehr wenig Niederschlag, allerdings liegt die Luftfeuchtigkeit mit 60 bis 75% ganzjährig relativ hoch.

Gebirge im Nordosten

Auf höheren Erhebungen des Oman (Hadschar-Gebirge) fällt der Sommer tagsüber ähnlich warm aus wie auf den Landstrichen näher am Meer, allerdings wird es nachts deutlich kühler. Die Winter können kühl werden, wobei mitunter Werte unter dem Gefrierpunkt auftreten und es dementsprechend schneit. Reisende sollten dies bei Ausflügen, Touren und Wanderungen im Gebirge berücksichtigen und entsprechende Kleidung bei sich tragen.

Zentrale Landesteile

Die Wüstengebiete im Landesinneren des Oman weisen nur eine geringe Bevölkerungsdichte auf. Sie eignen sich jedoch für interessante Ausflüge und müssen durchquert werden, wenn auf dem Landweg vom Norden in den Südteil des Landes gereist wird oder umgekehrt. Im Sommer können hier 50 (fünfzig) Grad Celsius erreicht werden, Besucher sollten sich dementsprechend auf die Hitze einstellen und passende Kleidung mitbringen, genügend Wasser dabei haben und idealerweise über ein Fahrzeug mit funktionierender Klimaanlage verfügen. Im Winter bleiben die Temperaturen mit etwa 25°C relativ hoch, allerdings gibt es deutliche Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen. Die Luftfeuchtigkeit fällt im Landesinneren deutlich geringer aus als an den Küsten.

Süden

Im Süden des Landes kann von einem nahezu tropischen Klima gesprochen werden. Heiße, aber noch erträgliche Sommer mit Tagestemperaturen um 30°C sind die Regel, wobei es nachts – im Gegensatz zu den Wüstengebieten im Zentrum des Landes – kaum abkühlt. Des Süden unterscheidet sich darüber hinaus dadurch vom Norden, dass es mit etwa 500mm Niederschlag in einem deutlichen höheren Maße regnet. Aus diesem Grund gedeiht die lokale Flora im Süden etwas üppiger. Im Winter bleiben die Temperaturen bei 20 bis knapp 30°C.

Währung, Geld und Kosten

Geld im Oman: Rial Banknote

Geld im Oman: Rial Geldschein

Die Währung im Oman besteht aus dem Rial (OMR), welcher in 1000 (tausend) Baisa eingeteilt ist. Der Rial ist an den amerikanischen Dollar gebunden und besitzt einen Wert von etwa 1,89 Euro (Stand Februar 2014). Somit zählt er zu den drei wertvollsten Währungen der Welt, gemessen am Wert in Euro pro Einheit (nach dem Dinar aus Kuwait und dem Dinar aus Bahrain). Dies verleitet häufig dazu, mehr Geld auszugeben, als man möchte, da die Werte geringer sind als im Euroraum. Reisende sollten sich stets des Wertes ihres Geldes bewusst sein und sorgsam ihre Ausgaben planen. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass Personen im Oman angeben, dass sie kein Wechselgeld hätten, wenn eine Zahlung fällig wird. Reisende, welche stets genügend Geld in kleiner Stückelung bei sich tragen, riskieren in diesem Fall nicht, mehr bezahlen zu müssen.

Banknoten und Münzen

Im Oman zirkulieren Geldscheine in der Stückelung 100 Baisa, ¼ Rial, ½ Rial, 1 Rial, 5 Rial, 10 Rial, 20 Rial und 50 Rial. Es wurden auch Scheine im Wert von 200 Baisa gedruckt. Diese sind jedoch nicht mehr im Umlauf. Es gibt zwei verschiedene Scheine des Wertes 1 Rial, wobei die neuere Note eine rote Färbung trägt, die ältere eine violette.

Es befinden sich derzeit Münzen im Wert von 5 Baisa, 10 Baisa, 25 Baisa, 50 Baisa, 100 Baisa, 200 Baisa, 250 und 500 Baisa im Umlauf.

Geld wechseln, Euro in Rial tauschen

Eine Grundversorgung mit den ersten Rial wird nach der Ankunft im Flughafen oder an der terrestrischen Grenze empfohlen. Weiteres Geld kann später getauscht werden. Im Hotel geht es am bequemsten, kostet allerdings oft deutlich mehr als anderswo. In den Banken des Oman bekommt man etwas mehr für seine Euros (oder Dollar, etc.) als im Hotel. In den Wechselstuben, welche an zahlreichen Orten gefunden werden können, ist der Kurs noch besser als in den Banken. An vielen Orten muss jedoch eine Gebühr bezahlt werden (z.B. 500 Baisa). Wer im Vorfeld weiß, dass er einen größeren Betrag ausgeben wird, kann Gebühren sparen durch eine Reduzierung der Tauschvorgänge. Einen größeren Geldbetrag bei sich zu tragen stellt im Oman aufgrund der geringen Kriminalitätsquote ein geringeres Risiko da als in vielen anderen Ländern der Erde.

Geld abheben

Zahlreiche Banken bieten im Oman die Möglichkeit, Geld abzuheben, meist über Mastercard oder Visa (kostenlos mit DKB Visa Card). Zu den international operierenden Banken, welche im Oman zu finden sind, zählen Barclays Bank, Citibank, HSBC und Standard Chartered. Einige Banken akzeptieren das Abheben von Kundenkarten ohne Kreditkartenfunktion. Kunden sollten sich jedoch im Vorfeld bei ihrer Bank erkundigen, welche Konditionen für ihre Karte im Oman gelten.

Kreditkartenzahlung

In immer mehr Hotels, Geschäften, Restaurants und Orten des gesellschaftlichen Lebens innerhalb des Oman können mittlerweile Kreditkarten als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Auf Märkten, in weniger dicht besiedelten Gebieten, für Taxifahrer und für kleinere Summen sollten Reisende jedoch stets Bargeld bei sich führen.

Reiseschecks

Im Oman können Reiseschecks prinzipiell genutzt werden. Als ergänzende, alternative Geldquelle können sie in bestimmten Fällen von Nutzen sein. Es empfiehlt sich, die Schecks auf amerikanische Dollar auszustellen. Die Gebühren in Deutschland können üblicherweise recht transparent eingesehen werden. Im Oman fällt für das Einlösen meist nur eine geringe Gebühr an.

Unterkunft

Günstige Hotels

Grundsätzlich betreibt der Oman keine größeren Anstrengungen, große Massen an Touristen ins Land strömen zu lassen. Die wertvollen Bodenschätze bei einer relativ geringen Bevölkerung erlauben ein Dasein, welches den Tourismus als Wirtschaftsfaktor weitestgehend vernachlässigen darf. Wenn Besucher aus anderen Ländern ins Land kommen, sind es häufig zahlungskräftige Personen. Aus diesem und anderen Gründen sucht man Jugendherbergen im Oman vergebens. Günstige Hotels sind ebenfalls kaum vorhanden.

Die günstigsten Preise liegen häufig bei etwa 30 bis 50 Euro pro Nacht. Wer mit wenig Geld im Oman zurechtkommen möchte, bringt sein eigenes Zelt mit. Auf diese Weise haben Reisende die Chance, eine besondere, spannende Zeit im Oman zu erleben, ohne dafür zu viel ausgeben zu müssen. Besonders in den Bergen oder an einem entlegenen Strand kann dies zu einem besonderen Highlight der Reise werden. In unbewohnten Gebieten, welche sich nicht in Privatbesitz befinden und nicht genutzt werden, dürfen Zelte problemlos aufgestellt werden.

Mittleres Niveau

Das Preisniveau der Mittelklasse (etwa drei Sterne) liegt im Oman prinzipiell etwas höher als in anderen Ländern der Erde. Die meisten Hotelzimmer, welche im Oman angeboten werden, können als mindestens moderat, meist gut bis sehr gut eingestuft werden. Eine Klimaanlage und einen Fernseher findet man fast immer, manchmal auch einen Kühlschrank. Mitunter verfügen selbst Hotels der Mittelklasse über relativ großzügige Hotelanlagen mit einem repräsentativen Restaurant und auch sonst guter Ausstattung.

Wer zu einer Bar möchte, an der auch Alkohol ausgeschenkt wird, muss jedoch üblicherweise zu einem Luxushotel gehen, kann also dementsprechend taktisch klug ein Hotelzimmer mit mittlerem Niveau in Fußgängerreichweite zu einem Luxushotels buchen.

Luxushotels

Im Oman gehört Luxus für viele Menschen zum Alltag. Fünf-Sterne-Hotels passen gut in die Landschaften voller Prachtbauten, teurer Autos und Luxusläden. Zu den exquisitesten Hotels des Landes gehören die folgenden.

Maskat Hotels

Shangri-La Barr Al Jissah Resort and Spa

Shangri-La Barr Al Jissah Resort and Spa

Shangri-La Barr Al Jissah Resort and Spa

Das überschaubare luxuriös ausgestattete Resort im Nordosten Maskats liegt nicht weit von einladenden Stränden auf der einen Seite und markanten Bergen auf der anderen. Das Wellness Center mit seinen vielen Pools gilt als größte private Badeanlage des Landes. In zwölf Heilbehandlungspavillons kümmern sich Mitarbeiter der Hotelanlage mit Hingabe um das Wohl des Gäste.

Adresse: Shangri-La Barr Al Jissah Resort and Spa, PO Box 644, Postcode 113, Maskat, Oman

InterContinental Muscat

InterContinental Muscat

InterContinental Muscat

In der Nähe des Opernhauses von Maskat, direkt am Strand gelegen, befindet sich das Hauptstadthotel der Kette InterContinental, ein Ort, an dem Besucher eine faszinierende Fusion aus arabischer Gastfreundschaft in Verbindung mit höchstem Luxus erleben können. In malerischen Palmengärten haben Reisende einen beeindruckenden Blick auf die umliegenden Berglandschaften. Natürlich stehen modernste Freizeitbereiche zur Verfügung mit Badelandschaft, Tennis- und Squashplätzen, Gesundheits- und Fitnesszentrum, Kinderspielplätzen und erstklassige Restaurant, welche internationale Küche servieren. Für Geschäftsreisende stehen entsprechende Besprechungs- und Geschäftsräume zur Verfügung.

Adresse: InterContinental Muscat, PO BOX 398, Postcode 114, Maskat, Oman

Zu den weiteren Häusern am oberen Ende der Qualitätsskala stehen das Al Bustan Palace und das The Chedi Muscat.

Musandam Hotels

Six Senses Hideaway Zighy Bay

Six Senses Hideaway Zighy Bay

Six Senses Hideaway Zighy Bay

Der Charme eines traditionellen omanischen Dorfes, kombiniert mit modernstem Material und luxuriöser Ausstattung kann im Six Senses Hideaway Zighy Bay erlebt werden. Die Gäste, welche eine der 79 Pool Villas oder The Private Reserve buchen, genießen sehr viel Platz in ihrem Domizil vor Ort sowie die Möglichkeit vom reichhaltigen Angebot des Hauses Gebrauch zu machen, darunter zahlreiche Swimmingpools, Wellness-Angebote, Bootstouren und Tauchausflüge.
Adresse: Six Senses Hideaway Zighy Bay, Zighy Bay, Musandam, Oman

Anreise

Flug

Es gibt zahlreiche Flugverbindungen von Europa und Asien in den Oman, wobei Reisende üblicherweise am internationalen Flughafen von Maskat ankommen. Ein weiterer internationaler Flughafen des Oman ist im Süden des Landes, etwa 5km vom Zentrum der Stadt Salala.

Muscat Airport

Muscat International Airport

Muscat International Airport

Zahlreiche internationale Fluglinien operieren am Muscat International Airport (bis 2008: Seeb International Airport), darunter neben der staatlichen Linie Oman Air auch die europäischen Linien Lufthansa, Swiss International, British Airways, Air France, KLM Royal Dutch Airlines sowie Airlines, welche eine relativ große Präsenz im europäischen Luftraum aufweisen wie Qatar Airways, Emirates und Etihad.

Aus dem arabischen Raum gibt es Flüge von Gulf Air, Kuwait Airways und Saudi Arabian Airways und aus asiatischen Ländern fliegen Air India, Jet Airways und Star Alliance Mitglied Thai Airways. Die meisten Verbindungen gibt es zwischen dem Flughäfen von Dubai und Maskat.

Salalah Airport

Salalah Airport

Salalah Airport

Die staatliche Fluglinie Oman Air fliegt von Dubai und Jeddah (Saudi-Arabien) nach Salala, wobei die Strecke von Dubai aus auch alternativ mit flydubai zurückgelegt werden kann oder über den nahe liegenden Flughafen von Sharjah mit Air Arabia.

Qatar Airways unterhält eine Verbindung von Doha, Rotana Jet von Abu Dhabi und Air India Express fliegt Salala von Kochi, Kozhikode und Thiruvananthapuram an. Verbindungen aus Europa verlaufen von zahlreichen europäischen Flughäfen aus üblicherweise mit Qatar Airways über Doha.

Straßenverbindungen Vereinigte Arabische Emirate (VAE) – Oman

Die Hauptverkehrsstraßen an und um die Grenzübergänge sind in einem guten bis sehr guten Zustand. Reisende sollten darauf vorbereitet sein, für ihr Oman-Visum an der Grenze bezahlen zu müssen (5 Rial). Mitunter arbeiten einige Mitarbeiter an der Grenze nicht sauber und vergessen den Ein- oder Ausreisestempel zu setzen, was zu erheblichen Problemen führen kann! Reisende sollten stets selbst prüfen, dass sie die notwendigen Stempel erhalten haben und gegebenenfalls nachfragen.

Weiterhin sollten man sich auf langwierige Gepäckkontrollen einstellen. Nicht selten werden dutzende Koffer, Rucksäcke und Taschen nebeneinander gelegt und händisch intensiv geprüft. Fahrer eines Kraftfahrzeugs müssen ein Dokument vorzeigen, aus welchem hervorgeht, dass das Fahrzeug, mit welchem in das Land eingereist wird, dort auch versichert ist. Busverbindungen nach Maskat werden von Dubai und anderen größeren Städten der Vereinten Arabischen Emirate angeboten. Nicht immer gibt es Busbahnhöfe. Die Busse fahren stattdessen von einem zentralen Ort ab.

Grenzübergängen zwischen dem Oman und den Vereinten Arabischen Emiraten

  • Hatta-Übergang bei Wadi Hatta und Al-Wajajah (günstig von Dubai/Sharjah)
  • Khatam Al Shikhla (VAE) und Wadi Jizzi (Oman), (günstig von Al Ain und Abu Dhabi)
  • Khatmat Milahah (Sharjah), 5km von Fujairah
  • Jebel Hafret (nach Ibri und Nizwa)
  • Aus dem Emirat Ras al Khaimah nach Bukha (Musandam-Enklave)
  • Aus dem Emirat Fujeirah nach Dibba (Musandam-Enklave)
  • Khatam Al Shukla

Straßenverbindungen Jemen – Oman

Prinzipiell ist es möglich, zwischen dem Jemen und dem Oman auf dem Landweg hin und her zu reisen. Dies erfordert jedoch meist einen nicht zu unterschätzenden Vorbereitungsaufwand, wobei sich die Bestimmungen für die Grenzüberquerung auf beiden Seiten jederzeit ändern können.

Reiseverbote für allein reisende Frauen gehörten in der Vergangenheit zur Tagesordnung. Noch heute wird Damen nicht empfohlen, in diesem Teil der Welt ohne Begleitung unterwegs zu sein. Dies gilt auch, wenn sie ihren Ehemann auf der anderen Seite der Grenze treffen wollen! Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass die Region im Jemen, welche in der Nähe der Grenze zum Oman liegt, nur wenige Einwohner zählt und aufgrund fehlender Mittel über eine kaum vorhandene Infrastruktur verfügt.

Straßenverbindungen Saudi-Arabien – Oman

Es gibt eine lange Grenze zwischen Saudi-Arabien und dem Oman. Diese zu überqueren wird jedoch nicht empfohlen, da keine echten Straßen vorhanden sind.

Schiffsverkehr

Derzeit operieren keine internationalen Passagierfähren an den Häfen des Oman. Abenteuerlustige Reisende können mit relativ viel Aufwand für relativ viel Geld einen wenig komfortablen Platz auf einem Frachter buchen, welcher in einem Hafen des Oman hält. Flüge sind jedoch üblicherweise günstiger, bequemer und einfacher zu buchen.

Kreuzfahrt

Einige Kreuzfahrtschiffe machen Halt im Oman, darunter Costa Cruises, MSC Cruises, P&O Cruises und Oceania Cruises. Eine Möglichkeit, das Kernland des Oman mit dem Schiff zu erreichen, kann über die Exklave Musandam im Nordosten Dubais erfolgen, von wo aus regelmäßige Schiffsverbindungen für Passagiere verfügbar sind.

Schienenverkehr

Bisher existiert keine Bahn im Oman. Es ist geplant, im Oman bis zum Jahr 2018 ein modernes Schienennetz zu errichten, welches auch mit den Vereinten Arabischen Emiraten verbunden werden soll.

Fortbewegung im Land

Flugzeug

Mit der staatlichen Fluggesellschaft Oman Air können Passagiere zwischen den etwa 1000km voneinander entfernt liegenden Städten Maskat und Salalah (im Süden des Landes) hin und herfliegen. Zusätzlich gibt es Flüge von Maskat nach al-Chasab, welches in Musandam liegt, der Exklave des Oman im Nordosten von Dubai.

Straßenverkehr allgemein

Der Verkehr im Oman läuft prinzipiell weniger geordnet ab als in Mitteleuropa. Das Risiko, Opfer eines Unfalls zu werden, liegt dementsprechend höher. Bezogen auf die geringe Bevölkerung des Landes kommt es prozentual recht häufig zu Unfällen, sowohl zu leichten als auch zu solchen mit Todesfolge. Zahlreiche Personen am Steuer eines Fahrzeugs im Oman achten nicht oder nur in geringem Umfang auf die Verkehrsregeln und zulässigen Höchstgeschwindigkeiten. Übertretungen der erlaubten Geschwindigkeit sind eher die Regel als die Ausnahme, insbesondere auf Straßen in weniger dicht besiedelten Gebieten. Es gibt zwar zahlreiche Kameras zur Geschwindigkeitsmessung, allerdings sind nicht alle in Betrieb und Einheimische wissen meist (im Gegensatz zu internationalen Besuchern), wo sie unbehelligt schneller fahren dürfen als erlaubt. Darüber hinaus sollten Reisende wissen, dass in weiten Teilen des Landes nicht sichergestellt werden kann, dass schnelle Hilfe und/oder medizinische Versorgung eintrifft, wenn es zu einem Unfall kommt.

Straßen Maskat – Sur / Maskat – Nizwa

Zwischen Maskat and Sur sowie zwischen Maskat und Nizwa gibt es eine gut ausgebaute Schnellstraße mit zwei Spuren in jede Richtung. In anderen Teilen des Landes erreicht die Qualität der Straßen ein deutlich geringeres Niveau. Zusätzlich zum wenig befriedigenden Belag kommt die Tatsache, dass sich häufig deutlich mehr Verkehrsteilnehmer auf den Fahrwegen befinden als eine akzeptable Auslastung zulassen würde.

Bus

Alle größeren Städte im Oman können durch zuverlässige, meist tägliche Busverbindungen der staatlichen Busgesellschaft ONTC (Oman National Transport Company) erreicht werden. Es handelt sich um moderne, saubere, klimatisierte Busse, in denen ein funktionierendes WC vorhanden ist. Die Fahrpreise liegen bei relativ günstigen fünf Rial für die meisten Strecken und 11 Rial für ein Ticket nach Salala im Süden des Landes und zurück. Das Netz wird kontinuierlich verändert, ausgebaut und erweitert. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Betreibers, www.ontcoman.com. Fahrpläne existieren, es wird allerdings grundsätzlich empfohlen, sich telefonisch nach den Abfahrtszeiten für die gewünschte Strecke zu erkundigen. Die Nummern lauten wie folgt.

  • Hauptbüro der ONTC
    Tel:: 24490046, 2449060-1/2/3/4
    Hotline: 24490948
    Email: info@ontcoman.com
  • ONTC Call Center
    Tel.: 24121500, 24121555
  • Ruwi
    Tel.: 24708522
  • Burj Sahwa
    Tel.: 24510438
  • Burami
    Tel.: 25652424
  • Sur
    Tel.: 25540019
  • Salala
    Tel: 23292773
  • Sohar
    Tel: 26841772

Sammeltaxen/Minibusse

Die Fahrer einiger PKWs, teilweise Minibusse, warten auf Passagiere, bis alle Plätze belegt sind. Auf diese Weise bezahlt jeder einzelne einen geringeren Preis. Der Service wird hauptsächlich von Frauen genutzt, kann aber auch von Männern in Anspruch genommen werden. Frauen sollten stets gemeinsam sitzen und Männer in einer separaten Sitzreihe. Die Sammeltaxen/Minibusse fahren häufig an den Hauptstraßen entlang und nehmen Passagiere mit, welche durch ein Handzeichen signalisieren, dass sie mitfahren möchten, meist für kürzere Fahrten.

Taxi

Zahlreiche Taxis frequentieren die Straßen des Oman. Preise sind üblicherweise Verhandlungssache und sollten vor Fahrtantritt vereinbart werden. Einige Taxis sind etwas sauberer und operieren mit einem Taxameter. Sie kosten meist etwas mehr. Die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt von Maskat liegt bei etwa sechs bis acht Rial. Hier muss im Vorfeld bezahlt werden, wobei der Fahrer häufig ein Trinkgeld von etwa 0,50 bis 1,00 Rial erwartet. Einige seriöse Taxiunternehmen können unter folgenden Rufnummern kontaktiert werden.

City Taxi (24 Stunden am Tag) Tel.: +968 2460 2211 oder +968 2460 3363
Bid Bid Taxi. Tel.: +968 2469 3377
Dar Taxi LLC. Tel.: +968 2470 0555 oder +968 2470 0777

Mietwagen

Ein Führerschein aus Mitteleuropa wird üblicherweise im Oman anerkannt. Das Mindestalter zur Miete eines Kraftfahrzeugs variiert zwischen den verschiedenen Anbietern und liegt meist bei 21 bis 25 Jahre.

An den Flughäfen und in den Städten im Oman operieren große internationale Fahrzeugvermieter wie Europcar, Sixt und Avis sowie kleinere Anbieter. Das Benzin im Oman kostet deutlich weniger im Vergleich zu den Preisen in Mitteleuropa.

Es wird empfohlen, ein Fahrzeug mit Allradantrieb und hohem Radstand zu mieten, um den unvorteilhaften Straßenverhältnissen entgegenzuwirken, besonders wenn geplant wird, außerhalb der befestigten Wege unterwegs zu sein. Die Preise für entsprechende Fahrzeuge liegen häufig etwa doppelt so hoch wie für gewöhnliche PKW. Wer jedoch tatsächlich das Gelände abseits der asphaltierten Straßen kennen lernen möchte, benötigt ein Fahrzeug mit Allradantrieb. Nicht nur auf bewusst ausgewählten Geländetrips, sondern auch auf Verbindungswegen, welche auf omanischen Karten als Straßen eingezeichnet werden, kann es dazu kommen, dass Reisende, welche nicht mit einem Allradfahrzeug unterwegs sind, aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse auf erhebliche Probleme treffen.

Wer längere Strecken fahren möchte, sollte beachten, dass viele Verträge nur eine begrenzte Anzahl Kilometer vorsehen, beispielsweise 200 pro Tag. Wir mehr gefahren, muss hinterher unter Umständen deutlich draufgezahlt werden. Es kann jedoch üblicherweise im Vorfeld verhandelt werden, wie viel insgesamt für welche Kilometeranzahl zu bezahlen ist. Einige Anbieter erlauben in bestimmten Tarifen sogar eine unbegrenzte Kilometeranzahl, allerdings häufig nur bei einer längeren Mietdauer.

Reisende sollten so aufmerksam, defensiv und vorausschauend fahren wie möglich. Die Wahrscheinlichkeit, seine Erste-Hilfe-Kenntnisse anwenden zu können, liegt im Oman höher als in mitteleuropäischen Ländern. Bei längeren Fahrten sollte hinreichend Wasser mitgenommen werden, genügend Pausen sollten eingelegt werden und Übernachtungsmöglichkeiten sollten im Vorfeld ausfindig gemacht werden. Europäern ohne Erfahrungen auf der Arabischen Halbinsel wird geraten, für Fahrten zu touristischen Zielen in weniger dicht besiedelten Gebieten auf ortsansässige Reiseveranstalter zurückzugreifen.

Weiterhin sollten man Bescheid wissen, dass es im Oman illegal ist, ein schmutziges Fahrzeug auf öffentlichen Straßen zu fahren. Wer es dennoch tut, riskiert zur Kasse gebeten zu werden.

Pannendienst

Die bekannten Fahrzeugvermieter im Oman bieten üblicherweise Fahrzeuge, die in einem guten bis sehr guten Zustand sind. Falls Autofahrer dennoch eine Panne haben sollten oder technische Hilfe benötigen, kann der Hilfsdienst AAA (Arabian Automobile Alliance) kontaktiert werden (Tel.: 2460 5555). Sie werben mit einem 24-Stunden-Service.

Verfügbarkeit und Wartezeit auf die Hilfe variieren. Erschwerend kommt hinzu, dass noch immer große Teile im Innern des Landes vom Mobilfunknetzwerk abgeschnitten sind. Reisende müssen in diesem Fall zunächst eine Mitfahrgelegenheit in eine nicht zu weit entfernte Stadt oder Region finden, um von dort aus telefonisch Kontakt mit dem AAA oder dem Autovermieter aufnehmen zu können.

Reiseveranstalter

Urlauber können durch das Buchen von Inlandsreisen mit ortsansässigen Reiseveranstaltern auf lokales Know-How zurückgreifen und sich auf diese Weise Organisationsaufwand, ausgiebige Planung und weitere Arbeiten ersparen. Zu den etablierten Anbietern gehören Zahara Tours (Tel.: +968 24400844) und Oman Orient Tours (Tel. im Oman: +968 244 85066, Tel. in Deutschland: +49 8932 27488). Wüstentrips und sonstige Erlebnisse werden organisiert von Desert Discovery (Tel.: +968 2449 3232).

Bootsverkehr

Es gibt Fähren von Maskat zur Exklave Musandam (im Nordosten von Dubai), von al-Chasab nach Lima und Shinas und von Salala zu den Halaniyat-Inseln. Weitere Fähren sind geplant, darunter die Verbindung von Shinna nach Maseira und von Shuwaymiyah nach Hallaniyat und Hasik. Die staatliche Fährenorganisation kann telefonisch unter 2449 5453 kontaktiert werden (im Internet unter www.nfc.om).

Fahrrad

Die Fortbewegung mit dem Fahrrad hat im Oman verschiedene Nachteile. Zunächst mag die enorme Hitze als ein weniger angenehmes Umfeld für die Fortbewegung auf einem unklimatisierten Fahrzeug liefern. Schnell kommt man ins Schwitzen und die Wege sind lang. Auf dicht befahrenen Straßen steigt die ohnehin schon hohe Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, für Radfahrer weiter an.

Ein zufriedenstellendes System von großzügigen Fahrradwegen und Extraspuren für Fahrradfahrer wie in einigen europäischen Ländern gibt es im Oman nicht. Hinzu kommt, dass die Berge des Nordens, in denen vielen Straßen nicht asphaltiert sind, für weniger sportliche Personen eine echte Herausforderung darstellen. Im Süden sind weniger Höhenunterschiede, allerdings bleiben die weiten Entfernungen zwischen den einzelnen besiedelten Gebieten, die schlechte Beschilderung, wenig inspirierende Straßenverhältnisse und die Gefahr, Opfer eines Unfalls zu werden.

Bahn

Ein ehrgeiziges Projekt besteht darin, von Ende 2014 bis 2018 weite Teile des Landes über den Bahnverkehr zu verbinden. Dieses neue Netzwerk soll auch ans Schienennetz benachbarter Staaten angeschlossen werden.

Handy, Smartphone, Internet

Vorwahlen

Die Landesvorwahl für den Oman lautet +968 (oder 00968). Reisende sollten darüber hinaus die Landesvorwahl ihres Heimatlandes Landes kennen. Für Deutschland gilt die Nummer +49 (oder 0049), für Österreich +43 (oder 0043) und für die Schweiz +41 (oder 0041).

Mobilfunkanbieter

Omantel Logo

Omantel Logo

Es gibt mehrere größere Mobilfunkanbieter im Oman, darunter

  • die staatliche Omantel
  • Nawras
  • FRiENDi
  • Majan Telecom
  • Mazoon Mobile
  • Injaz Telecom
  • Samatel.

Somit kann der Mobilfunkbereich, welcher einem echten Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern unterliegt, inzwischen als dynamischster und lebendigster Markt innerhalb der verschiedenen Zweige der Telekommunikationsindustrie im Oman beschrieben werden. Dieser Trend wird dadurch unterstützt, dass Nutzer ihre Rufnummern von einem zu einem anderen Anbieter mitnehmen können.

Prepaid Sim Card

Die überwiegende Mehrheit der Mobilfunknutzer benutzt ein Prepaid-Angebot. Die Preise für Telefongespräche innerhalb des Oman und ins Ausland liegen auf einem relativ niedrigen Niveau. Reisende, welche das Mobilfunknetz des Oman nutzen wollen, sollten beachten, dass sie ein ein SIM-Lock-freies Endgerät benötigen, welches sie entweder mitbringen oder vor Ort kaufen können.

Internet

Der Zugang zum Internet ist im Oman in vielen Hotels und Internetcafés möglich. Besucher sollten sich jedoch auf Restriktionen einstellen. Neben dem Sperren von pornografischen Webseiten werden auch Internetauftritte wie Partnersuche-Seiten blockiert. Seiten mit Personen in provokativ lasziver Kleidung sowie Schwulen- und Lebenseiten können ebenfalls zum großen Teil nicht aufgerufen werden.

Darüber hinaus wird der Zugang zu Programmen, welche die Anonymisierung des Zugangs oder die Nutzung von Proxy-Servern aus anderen Ländern erlauben, in großem Stil deutlich erschwert. Der Zugang zu Hackerseiten, Crack-Quellen und ein paar Filesharing-Tools wird ebenfalls blockiert. Die Benutzung von Voice over IP Diensten in Internetcafés ist komplett verboten und kam im Verstoß zu Haftstrafen führen! Einige Informationsseiten sind ebenfalls nicht zugänglich, beispielsweise die arabisch-amerikanische Zeitung „Arab Times“.

Mobiles Internet

Verschiedene Anbieter erlauben im Oman den Zugang zum Internet über mobile Endgeräte. Verschiedene Techniken für schnelle Verbindungen werden unterstützt, darunter HSPA, HSDPA und LTE.

UMTS

Das UMTS-Netz funktioniert im Oman meist sehr zuverlässig.

Funklöcher

Reisende berichteten von großen Funklöchern auf den Verbindungswegen zwischen den Städten des Nordens und des Südens. Wer auf dem Landweg im Oman unterwegs ist, sollte sich darauf einstellen, dass eine Kommunikation über das Mobilfunknetz unter Umständen nicht möglich sein wird!

Essen

Oman Essen

Omanische Küche: Kebap und mehr

Die kulinarische Welt der Speisen, welche im Oman erhältlich sind, reicht von fernöstlichen über westliche bis hin zu exotischen Gerichten aus allen Teilen der Welt. Besonders stark vertreten unter den Kochkünsten aus anderen Ländern ist die indische Küche, gefolgt von der persischen, chinesischen und thailändischen. Aus dem europäischen Raum gibt es italienische, griechische und vereinzelt portugiesische Mahlzeiten. Mexikanische und US-amerikanische Spezialitäten runden das Angebot ab. Darüber hinaus sind zahlreiche Raffinessen aus anderen Ländern der arabischen Raums vorhanden.

Es lohnt sich meist, in einem Restaurant außerhalb seines Hotels zu speisen. Bier, Wein und Spirituosen werden jedoch fast ausschließlich in den Hotels der höheren Preisklasse ausgeschenkt. Hungrige Touristen sollte darüber hinaus berücksichtigen, dass während des Ramadan viele Restaurants tagsüber geschlossen haben und erst wieder nach Sonnenuntergang ihre Spezialitäten servieren.

Omanische Küche

In der Kochkunst, welche im Oman angewendet, gelehrt und genossen wird, spielen Einflüsse aus anderen arabischen Ländern, Indien, Indonesien und Ostafrika eine Rolle. Beliebte Hauptbestandteile sind Reis, Hühnchen, Fisch, Ziege und Lamm. Gemüse wird häufig in eingelegter Form serviert.

Humus

Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Humus (ein Püree aus Kichererbsen).

Falafel

Überregional bekannt sind Falafeln, welche aus pürierten Kichererbsen oder Bohnen mit Kräutern und Gewürzen zubereitet werden.

Harissa

Das Gericht Harissa, welches im Oman häufig serviert wird, sollte nicht mit dem nordafrikanischen Gewürz verwechselt werden. Es besteht hauptsächlich aus einem Brei, welcher auf grob gemahlenen Weizenkörnern basiert, die lange eingeweicht und gekocht werden. Dieser Brei wird mit klein gehacktem Fleisch, meist Lamm oder Hühnchen, verfeinert.

Kebap

Das Kebap im Oman sollte vom Döner Kebap, welches in Deutschland an jeder Ecke erhältlich ist, unterschieden werden. Im Oman geht es um kleine Fleisch- oder Fischstücke, welche auf Grillspießen zubereitet werden, manchmal auch mit Gemüse und mit viel Gewürz.

Kabsa

Als Kabsa wird im Oman ein Gericht bezeichnet, welches aus Reis und Fleisch sowie einer großzügigen Menge an Gewürzen besteht. Die beliebteste Reissorte für Kabsa ist der langkörnige Basmatireis, während als Fleisch meist Huhn, Lamm, Rind oder Fisch verwendet wird. Zu den beliebtesten Gewürzen zählen Pfeffer, Safran, Kardamom, Zimt, Muskatnuss und Gewürznelken. Mandeln, Nüsse und Rosinen dienen mitunter zur Verfeinerung der Speise. Die traditionelle Esskultur sieht das Essen mit der rechten Hand aus einem großen Gefäß vor, welches sich auf dem Tisch in der Mitte einer speisenden Gruppe befindet.

Schuwa

Ein Gericht, welches im Oman üblicherweise lediglich an Feiertagen und zu besonderen Anlässen verzehrt wird, Schuwa, zählt als besondere Delikatesse und wird von einigen Omanern als inoffizielles Nationalgericht bezeichnet. Die Zubereitung dieser besonderen Speise erfordert einen beträchtlichen Aufwand. Zunächst wird das Fleisch mariniert, danach in getrocknete Bananenblätter gewickelt (alternativ auch Palmenblätter) und im Anschluss daran 24, manchmal sogar 48 Stunden im schwelenden Feuer im Sand erhitzt. Auf diese Weise wird das Fleisch besonders zart und schmackhaft. Es wird entweder mit Reis oder mit einem dünnen Brot serviert.

Masanif

Ein omanischer Snack, welcher auch dem Gaumen vieler Europäer mundet, ist Masanif. Es handelt sich um ein Teiggebäck, welches mit Hühnchen gefüllt wird.

Süßspeisen

Halwa

Ähnlichen wie in anderen Orten im erweiterten arabischen Raum gibt es auch im Oman eine lokale Variante von Halwa. Es handelt sich um eine Speise, welche auf einem Mus aus Ölsamen und Zucker oder Honig/Glucosesirup basiert und mit Vanille oder Kakao sowie Mandeln, Nüssen oder Pistazien verfeinert wird.

Früchte

Gerne werden im Oman süße Datteln gereicht. Im Norden gelten darüber hinaus Aprikosen und Granatäpfel als sehr beliebt, sowie Äpfel und Birnen. Im Süden gibt es Kokosnuss, Bananen, Papayas und weitere Südfrüchte.

Getränke

Kaffee

Der im Oman ausgeschenkte Kaffee, Gahwa, unterscheidet sich stark vom Kaffee, wie er in Europa getrunken wird. Es gibt meist sehr kleine Becher ohne Henkel, aus denen der wenig starke heiße Kaffee ohne Milch, Zucker oder Süßstoff getrunken wird. Stattdessen gibt es Gewürze wie Kardamom oder Nelken.

Fruchtsäfte

Die zahlreichen Früchte, welche im Oman wachsen, werden gerne als Saft getrunken, darunter auch Honigmelone.

Alkoholische Getränke

Eine lokale Produktion alkoholischer Getränke ist im islamischen Oman quasi nicht vorhanden. Bier, Wein und Hochprozentiges aus anderen Ländern gibt es im Duty Free Shop und in den Hotels des oberen Preisniveaus.

Verhaltensregeln

  • Besucher werden im Oman zahlreiche Gebetsmatten finden. Es sollte tunlichst vermeiden werden, mit Schuhen darüber zu laufen!
  • Zu offensichtliche Liebesbekundungen („Knutschen“) in der Öffentlichkeit sind ein absolutes Tabu im Oman, auch für Ausländer!
  • Alkohol wird von den meisten Omanern abgelehnt. Es sollte also vermieden werden, einen edlen Wein oder andere alkoholhaltige Getränke aus der Heimat zu verschenken. Es sei denn, man ist sich sicher, dass das Geschenk gern angenommen wird und keine peinliche Situation für den Beschenkten hervorrufen wird.
  • Zu jeder Zeit sollte vermieden werden, die Schuhsohlen so zu positionieren, dass sie auf jemanden zeigen, z.B. beim Überschlagen eines Beines. Die Geste bedeutet, dass man jemanden für Dreck hält!
  • Personen sollten nicht mit dem Finger hergewunken werden, da diese Geste bei Hunden verwendet wird.
  • In jedem Fall sollte Aggression und sichtbare Trunkenheit in der Öffentlichkeit vermieden werden. Dies würde selbst von sehr modernen und weltoffenen Omanern kaum toleriert werden.
  • Während der Zeit des Ramadan sollten Reisende nicht an Orten essen, trinken oder rauchen, welche von Muslimen eingesehen werden können.

Kleidung

Dresscode für Damen

Junge Frauen im Oman

Junge Frauen im Oman (Foto: GU-Tech Universität)

Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Konzepte von Damenkleidung im Oman: solche für einheimische Damen und solche für Damen aus anderen Ländern (außer der arabischen Welt), welche im Oman leben.

Omanische Damen müssen sich außerhalb ihres Hauses stets in einer Form kleiden, wie es Tradition, Sitte und Gesellschaft vor Ort vorsehen. Dies bedeutet, dass der gesamte Körper bedeckt sein muss, von Kopf bis Fuß. Einige Damen tragen Vollverschleierung, fast alle bedecken zumindest ihre Haare.

Damen, welche den Oman als Gäste aus Ländern außerhalb des muslimischen Welt besuchen sollten auf die ortsübliche Sichtweise zur Kleidung der Frau Rücksicht nehmen und dementsprechend Kleidung tragen, welche so viel des Körpers wie möglich bedeckt. Es muss keine Vollverschleierung getragen werden, allerdings sollten Schultern, Arme und Beine mit möglichst konservativer Kleidung sollten bedeckt sein. Frauen, die zu viel Aufmerksamkeit auf sie vermeiden möchten, tragen aus praktischen Gründen im öffentlichen Umfeld auch als Nicht-Muslime ein Kopftuch. Im privaten Umfeld des Hauses von Einheimischen gelten weniger strenge Regeln und die Verbreitung von westlicher Kleidung unter arabischen Frauen nimmt stetig zu.

Dresscode für Herren

Thawb

Thawb

Im Oman, ähnlich wie in anderen arabischen Ländern, tragen viele Männer den Thawb, ein luftiges, knöchellanges, langärmeliges, Gewand aus meist weißer Baumwolle (manchmal Wolle). Er wird sowohl zu geschäftlichen Veranstaltungen als auch im Privaten getragen. Im Unterschied zu anderen arabischen Ländern werden neben den etablierten weißen auch Thawbs in Pastelltönen getragen.

Von Herren, welche den Oman als Gäste aus nicht-muslimischen Ländern besuchen, wird nicht erwartet, dass sie arabische Kleidung tragen. Auch sie sollten sich jedoch der vor Ort üblichen Werte und Traditionen bewusst sein und auf das Tragen von kurzen Hosen und ärmellosen Hemden in der Öffentlichkeit verzichten. Langärmelige Hemden, dünne Hosen und feine Schuhe eignen sich als adäquate Kleidung in den meisten Situationen. Wer es etwas edler haben möchte, kann auch eine Krawatte tragen. Anzüge kommen lediglich bei besonderen Anlässen zum Einsatz. Im gewöhnlichen Geschäftsleben kommen auch Expats, die im Kundenkontakt stehen, problemlos ohne Sakko, Jackett, Weste oder Blazer aus.

Begrüßung und Gesprächsführung

Besucher des Oman sollten die ortsübliche arabische Begrüßung „Salam aleikum“ („Friede sei mit dir“) kennen sowie die Antwort darauf, „Wa aleikum as-salam“ („Und Friede mit dir“).

Ein Handschlag sollte sowohl beim Begrüßen als auch beim Verabschieden jeder einzelnen Person bei einem Treffen unter Männern nicht vergessen werden. Viele omanische Damen werden nicht die Hand eines Fremden schütteln, besonders wenn er kein Araber ist. Einige moderne, gebildete Bewohnerinnen des Oman mögen es jedoch selbstbewusst tun. Bei Frauen, welche man nicht per Handschlag begrüßt, kann alternativ die Hand aufs Herz gelegt werden.

Smalltalk

Nach der Begrüßung per Handschlag ist es üblich, sich nach dem Wohlbefinden und anderen Dingen seines Gegenüber zu erkundigen. Dieser Schritt erfolgt auch häufig im mitteleuropäischen Kulturraum, im Oman nimmt er jedoch eine größere Bedeutung ein. Besucher sollten eine passende Antwort auf die ihm höchstwahrscheinlich gestellten Fragen parat haben, beispielsweise zum persönlichen Familienstand beziehungsweise zur eigenen Familie. Häufig erkundigen sich Omaner schnell nach dem Familienstand und Werdegang einer Person, welche sie kennen lernen. Es zählt zum guten Ton, nach dem gesundheitlichen Befinden der Familie im generellen zu fragen.

Vermieden werden sollten jedoch Erkundigungen nach speziellen weiblichen Familienmitgliedern. Dieser kommunikative Austausch kann recht viel Zeit in Anspruch nehmen, auch wenn derzeit eigentlich wichtige Dinge zeitnah besprochen werden müssten. Häufig möchte niemand derjenige sein, welcher den freundlichen Austausch zu einem Ende bringt. Besucher des Oman sollten stets erst nach einem hinreichenden Austausch persönlicher Dinge zum Kernthema des Gesprächs kommen. Andernfalls wird das Risiko eingegangen, dass sich die Kontaktperson beleidigt und unwichtig fühlt. Omaner mögen es sehr, zu reden und Geschichten auszutauschen. Vorsicht geboten ist jedoch bei den Themen Religion und Politik, speziell bezüglich der omanischen Sultansfamilie.

Titulierung (Personen korrekt ansprechen)

Im allgemeinen öffentlichen Leben nimmt Höflichkeit im Oman eine wichtige Rolle ein. Korrektes Begrüßen und Verabschieden mit korrekter Namensnennung und Titulierung seines Gegenüber ist von relativ großer Bedeutung. Dabei haben internationale Besucher, welche den Aufbau arabischer Namen kennen, prinzipiell einen Vorteil.

Ein Bewohner des Oman mag beispielsweise folgenden Namen tragen: Mohammed bin Raschid al-Chattab Al-Jishi.

  • Dabei ist Mohammed der Vorname, welche häufig zu einer Kurzform vereinfacht wird, beispielsweise Hamad.
  • Raschid al-Chattab ist der Name seines Vaters
  • und Al-Jishi der Familien- oder Stammesname.

Bei offiziellen, formalen Anlässen und im schriftlichem Kontakt sollte der vollständige Name der Person verwendet werden, auf keinen Fall nur sein Vorname. Es darf jedoch der Einfachheit halber der Name des Vaters (Raschid al-Chattab) weggelassen werden, so dass es in Ordnung ist, ihn als Mohammed Al-Jishi anzusprechen.

Vor der Nennung des vollständigen Namens sollte das formale „Sayyed“ für Herren und „Sayida“ für Damen verwandet werden. Ein Scheich oder Träger eines anderen Titels sollte stets auch mit diesem Titel angesprochen werden.

Einladungen

Die Einladung ins Haus eines Omaners sollten Besucher des Landes stets dankbar annehmen und von der Chance Gebrauch machen, mehr über das tägliche Leben im Kreise einer omanischen Familie zu erfahren. Im Haus des Gastgebers sollten stets die Schuhe ausgezogen werden. Repräsentative Socken sind daher angebracht. Männer und Frauen gehen häufig nach dem Betreten des Hauses getrennte Wege innerhalb der Räumlichkeiten.

Tischsitten

Im gesamten arabischen Raum (und darüber hinaus) gilt, dass die linke Hand als unrein angesehen wird. Es ist in Ordnung, mit der linken Hand Gefäße zu halten, jedoch sollte sie in keinem Fall zum Essen oder zum Weiterreichen von Essbarem für andere benutzt werden! Reisende sollten dies stets beachten, wenn sie sich etwas zu essen nehmen oder weiterreichen möchten, was sich links von ihnen befindet.

Sprache und Verständigung

Die offizielle Sprache des Oman ist Arabisch. Die meisten Bewohner des Landes sprechen jedoch gutes bis sehr gutes Englisch. Oman-Touristen, welche des Englischen mächtig sind, werden demzufolge kaum auf eine Sprachbarriere treffen, besonders in Muscat und sonstigen touristisch erschlossenen Orten. Dieser Umstand kann jedoch die erheblichen kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Unterschiede zwischen dem Oman und Mitteleuropa nicht ausgleichen.

Minderheiten im Oman sprechen Swahili, Persisch, Jibbali, Belutschisch und indische Sprachen, im Süden und Westen des Landes auch neusüdarabische Sprachen. Bewohner des Islam werden es Besuchern danken, die ein paar Worte Arabisch sprechen. Die gesamte Sprache mit all ihren Regeln zu erlernen werden die wenigsten meistern, allerdings sollten Reisende im arabischen Raum zumindest ein paar grundlegende Ausdrücken kennen und aussprechen können. Unter den wichtigen arabischen Wörtern und Phrasen, welche häufig benutzt werden, befinden sich die folgenden.

Wichtige Arabische Ausdrücke

Guten Tag as salam aleikum
Guten Abend masa ul kher
Guten Morgen sabah ul kher
Auf Wiedersehen ma’a salam
Willkommen! achlan wa sachlan
Wie geht es Dir? kaif alak
ja na’am
nein la
Danke schukran
Bitte (nach danke) ‚afuan
Mein Name ist… ismi…
ich ana
ich möchte bitte ana uridu
das ist wunderbar mah sallah
Bahnhof mahatta
Hotel funduk
auf dein Wohl (prost) sahtik

Zahlen auf arabisch

1 wahid
2 ithnin
3 thalatha
4 arbaa
5 chams
6 sitt
7 sab’a
8 thamania
9 tis’a
10 aschra

Nachtleben, Nightlife, Party

Oman, Muscat Nightlife Party

Muscat bei Nacht

Orte, an denen im Oman ein feuchtfröhliches Zusammensein stattfinden kann, befinden sich meist innerhalb von Hotels oder in Privathäusern. Es gibt mittlerweile jedoch auch ein paar „Stand-alone-Kneipen“. Besonders in Maskat können Besucher sich zu einem gemütlichen Bier treffen. Gäste der hoteleigenen Pubs müssen nicht zwangsläufig Gäste des entsprechenden Hotels sein.

Alkohol wird im Oman stark besteuert und Preise um fünf Euro für ein Bier sind keine Seltenheit. Das Copacabana im Hyatt gehört zu den wenigen Orten im Oman mit einer „Tanzlizenz“, welche den Betrieb einer Einrichtung im Stil einer Disko erlaubt. Zu den Bars der Stadt, welche sowohl von internationalen Gästen wie auch von Einheimischen besucht werden, zählen die folgenden.

Muscat Bars

Al Maha Piano Bar
Al Bustan Palace Intercontinental Muscat, Muttrah, Muscat 114
Tel.: +968 24 799666

The Long Bar
Shangri-La Barr Al Jissah Resort, Muscat 113
Tel.: +968 24 776666

O’Malleys
Radisson SAS Hotel Muscat, Khulailam Street, Muscat 133
Tel.: +968 24 487777

Copacabana
Muscat Grand Hyatt, Shatti Al Qurm, Muscat 133
Tel.: +968 24 641234

Eine omanische Form der Abendunterhaltung besteht im Besuch einer „Shisha Bar“. Hier können die urigen Wasserpfeifen mit Tabak zahlreicher verschiedener Geschmacksrichtungen bis in die späten Abendstunden konsumiert werden. Darüber hinaus verfügt Maskat mit dem Royal Opera House über das einzige Opernhaus in den Golfstaaten. In dem modernen Gebäude mit hervorragender Ausstattung und Akustik können international bekannte Darbietungen genossen werden.

Reise-und Sicherheitshinweise

Besucher des Oman sollten die islamische Kultur des Landes respektieren und sich eher defensiv verhalten. Größere Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden werden.

Kriminalität

Grundsätzlich liegt die Kriminalitätsrate im Oman ziemlich niedrig. Reisende sollten jedoch die international üblichen Sicherheitsvorkehrungen beherzigen. Wertsachen sollten nicht zu offen präsentiert werden, unbeleuchtete Orte sollte nach Möglichkeit nicht nach Anbruch der Dunkelheit aufgesucht werden. Frauen sollten nicht alleine unterwegs sein, besonders nach Anbruch der Dunkelheit.

Wadis

Wer die Wadis (meist trockene Flusstäler) besuchen möchte, sollte diese bei einem aufziehenden Unwetter schnell verlassen, da sich diese bei starken Regenfällen schnell zu Flüssen mit gefährlichen Strömungen verwandeln.

Grenzgebiete

Gefahren lauern in den Grenzgebieten in der Nähe zum Jemen. Von Reisen in diese entlegenen Gebiete wird eher abgeraten.

Strand und Meer

Oman Meer

Das Meer bei Sur.

Beim Schwimmen im Meer sollten die Strömungen nicht unterschätzt werden. Leider kommt es noch immer relativ häufig dazu, dass Gefahren unterschätzt werden und Badende mit ihrem Leben dafür bezahlen. In seltenen Fällen kommt es auch zu ernsthaften körperlichen Beeinträchtigungen durch giftige Fische oder Quallen.

Bewaffnete Piraten operieren vor den Küsten Somalias, jedoch teilweise auch in der Nähe des Oman. Wer mit dem Boot unterwegs ist, sollte mit erhöhter Vorsicht agieren.

Gesundheit

Reisende sollten sich bewusst sein, dass eine Reise in den Oman gesundheitliche Risiken birgt, welche in der Regel größer sind als im Alltag in Mitteleuropa. Es wird empfohlen, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um das Risiko zu minimieren. Insbesondere Personen, welche schnell zu Beschwerden neigen, sollten sich so gut es geht auf die besondere Situation im Oman vorbereiten.

Zu einer adäquaten Vorbereitung für einen Aufenthalt im Oman gehört das Aufsuchen eines Gesundheitsexperten (Reisemediziner), welcher sich mit den Gefahren auf der arabischen Halbinsel, speziell im Oman, hinreichend auskennt. Dies sollte rechtzeitig vor Antritt der Reise geschehen.

Reiseapotheke

Die meisten Medikamente, welche in Mitteleuropa erhältlich sind, können auch im Oman erworben werden. Es wird jedoch empfohlen, Medikamente, welche regelmäßig eingenommen werden müssen, in ausreichender Menge bei sich zu führen. Besonders bei Aufenthalten außerhalb von Maskat kann auf diese Weise viel Zeit und Aufwand gespart werden und Gesundheitsgefahren werden verringert. Für die Einreise sollte ein Dokument erstellt werden, welches in englischer Sprache von einem Arzt die Notwendigkeit der entsprechenden Präparate bescheinigt.

Auslandskrankenversicherung

Besucher des Oman sollten vor Antritt der Reise eine entsprechende Auslandskrankenversicherung abgeschlossen haben, welche im Oman Gültigkeit besitzt. Zu einem hinreichenden Schutz gehört auch eine Reiserückholversicherung.

Impfungen

Vor einem Aufenthalt im Oman sollten Reisende ihren Impfschutz auf den neuesten Stand gebracht haben. Dazu zählen die Standardimpfungen, welche auch routinemäßig in Mitteleuropa empfohlen werden (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Kinderlähmung und weitere) sowie die Vorsorge gegen Hepatitis A.

Wer länger im Oman oder der Region bleibt, oder besonderer Gefährdung ausgesetzt ist sollte auch Reiseschutzimpfungen gegen Hepatitis B und Tollwut durchführen lassen.

Medizinische Versorgung

In Maskat gibt es eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Eine Vielzahl Englisch sprechender Mediziner kann meist problemlos erreicht werden. Die Kosten dafür liegen dementsprechend hoch. Wer in abgelegeneren Landesteilen einen medizinischen Fachmann mit Englischkenntnissen sucht, wird es schwieriger haben. Je weniger Menschen pro Quadratkilometer in einem Gebiet leben, umso weniger fachkundige Mediziner können angetroffen werden und umso geringer ist die Wahrscheinlich, jemanden zu treffen, welcher der englischen Sprache mächtig ist. Der Standard in einigen Gebieten liegt weit unter dem mitteleuropäischen Niveau.

Das öffentliche Gesundheitssystem des Oman richtet sich ausschließlich an die Staatsbürger des Oman, nicht an Ausländer. Lediglich in Notfallen kann unter bestimmten Voraussetzungen geholfen werden. Im Regelfall müssen internationale Besucher des Oman auf private medizinische Einrichtungen zurückgreifen. Dabei werden vor einer Behandlung nicht selten große Summen als Anzahlung oder Bürgschaft verlangt.

Neue Bedrohung: das Coronavirus „MERS-CoV“

In verschiedenen Ländern der Arabischen Halbinsel kommt es seit Mitte 2012 gelegentlich zu schwerwiegenden Infektionen im Atemwegsbereich durch das neue Coronavirus „Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus“, kurz MERS-CoV. Das Virus trat hauptsächlich in Saudi-Arabien auf, eine Ansteckung im Oman kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Eine Übertragung erfolgt nach derzeitigem Kenntnisstand primär von Tier zu Mensch, jedoch wird davon ausgegangen, dass eine Übertragung von Mensch zu Mensch prinzipiell ebenfalls möglich ist. Die Chance der Ansteckung ist gering, allerdings existent. Die Vermeidung eines zu nahen Kontaktes zu Tieren verringert das Risiko für Reisende.

Malaria

Durch nachtaktive Mücken kann die gefährliche Krankheit Malaria Tropica übertragen werden, welche ohne eine korrekte Behandlung bei Europäern häufig mit dem Tod endet! Das Risiko ist im Oman sehr gering, Reisende sollten jedoch als Schutzvorkehrung das Risiko minimieren, von Mücken gestochen zu werden, auch im Hinblick auf den Schutz gegen andere Krankheiten. Dies kann durch das Tragen von heller Kleidung geschehen, welche so viel Haut wie möglich bedeckt. Eine Imprägnierung gegen Insekten sowie der Aufenthalt an klimatisierten Orten verringert das Risiko weiter. Unbedeckte Hautstellen sollten regelmäßig ausreichend mit Mitteln gegen Insekten eingerieben werden. Moskitonetze über dem Bett halten die Blutsauger während der Nächte fern, Mückengitter an den Fenstern auch tagsüber.

Das Ausbrechen von Malaria kann auch erst Wochen oder Monate nach einem Aufenthalt auf der Arabischen Halbinsel geschehen. Die Symptome der Krankheit (z.B. Fieber, Kopfschmerzen und Durchfall) können leicht mit denen einer harmloseren Krankheit verwechselt werden. Beim Auftreten entsprechender Beschwerden sollte also auch einige Zeit nach dem Aufenthalt ein Mediziner aufgesucht und über die Situation informiert werden.

AIDS

Die Verbreitung von HIV liegt im Oman nicht höher als in Mitteleuropa. Auf Reisen besteht jedoch grundsätzlich ein höheres Risiko der Infektion als im Alltag zu Hause. Prostitution ist weit verbreitet. Bei der Nutzung dieses Angebots sowie beim Sex mit Gelegenheitsbekanntschaften sollten Kondome benutzt werden, um die Gefahr der Infizierung zu verringern.

Magen- und Darmerkrankungen

Einige hygienische Voraussetzungen erhöhen im Oman das Risiko für Reisende, sich mit Infektionskrankheiten anzustecken. Durchfall und Magenverstimmungen können überall im Gebiet des Oman ganzjährig auftreten. Das Leitungswasser sollte nicht oder nur abgekocht/gefiltert als Trinkwasser genutzt werden. Es wird empfohlen, nur das Wasser aus verschlossen gekauften Behältern zu konsumieren.

Vorsicht ist ausserdem in Bezug auf Lebensmittel geboten. Rohe Früchte sollten stets vor dem Verzehr hinreichend mit heißem Wasser gewaschen werden. Nicht durchgebratenes Fleisch gilt weiterhin als potentielle Gesundheitsgefahr. Reisende sollten während eines Aufenthalts im Oman verstärkt auf Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und/oder Desinfektion achten.

Tollwut

Landesweit besteht ein geringes Risiko von Tollwut, welche meist durch Bisse von streunenden Hunden übertragen wird. Ein vor Reiseantritt durchgeführter Impfschutz kann helfen, er sollte jedoch im Fall einer Bissverletzung vor Ort erneuert werden.

Leishmaniose

Ein Risiko der von Sandfliegen übertragene Hauterkrankung Leishmaniose besteht in den dünn besiedelten Regionen des Oman. Die gleichen Schutzmaßnahmen wie gegen Malaria können auch vor dieser Krankheit schützen. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es in der Regel erst Wochen oder Monate nach dem Kontakt mit dem Überträger. Es wird daher empfohlen, stets beim Gespräch mit einem Mediziner den Aufenthalt im Oman und die damit verbundenen Gefahren zu erwähnen.

Sonstige Gesundheitsgefahren

Die heiße Sonne im Oman, besonders während der Sommermonate, sollte nicht unterschätzt werden. Regelmäßiges Einkremen schützt vor Sonnenbrand. Es sollte genügend Flüssigkeit konsumiert werden, um das Risiko der Austrocknung zu verringern. Gelegentlich kommt es zu Hauterkrankungen, welche durch Tierkot an schmutzigen Stränden zurückzuführen sind.