Nepal Reisen, Reiseführer, Reisetipps


Inhalt

HauptstadtKathmandu
SprachenNepali (Amtssprache)
StaatsformParlamentarische Bundesrepublik
Fläche147.181 km²
Einwohner26,5 Millionen (~180 Einwohner pro km²)
WährungNepalesische Rupie (NPR)
Telefon-Vorwahl+977
ZeitzoneUTC+5:45
NationalflaggeNepal Flagge

Nepal Flagge

Im Einzugsgebiet des höchsten Gebirges der Welt, des Himalaya, mitten zwischen den aufstrebenden Mächten China und Indien gelegen, tritt Nepal als unabhängiges und selbständiges Land mit seiner eigenen Kultur, Sprache und Identität auf. Innerhalb mehrerer verschiedener Klimazonen und einer gewaltigen Temperaturspanne innerhalb des Landes öffnet sich eine reichhaltige indigene Flora und Fauna mit vielen Arten, welche weltweit ausschließlich in Nepal zu finden sind. Besucher des Landes können innerhalb der Hügellandschaft um ein einziges Tal nach wenigen Stunden von einem Schneesturm in den Höhen zu einer sonnenverwöhnten Landschaft voller Bananenstauden in den Tiefen gelangen.

Das Land besitzt eine spannende jahrtausendealte Geschichte, welche durch zahlreiche historische Bauwerke näher veranschaulicht wird. Vegetationsreiche subtropische Wälder voller wilder Tiere wie Tiger, Rhinozerosse, Affen und Leoparden sowie spektakuläre Gebirgslandschaften rund um den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt, bieten Besuchern des Landes die Möglichkeit, fantastische Eindrücke zu bekommen und eine faszinierende Welt kennen zu lernen, wie es sie auf Erden nur einmal gibt.

Nepal Trekking

Nepal

Die etwa 26 Millionen Einwohner Nepals behaupten sich als Nation zwischen China und Indien, den bevölkerungsreichsten Mächten der Welt, welche mit einer kombinierten Einwohnerzahl von insgesamt etwa 2,6 Milliarden eine etwa 100mal größere Bevölkerung besitzen. Eine Landschaft voller moderner Produktionsstätten, welche die neu erstarkte Wirtschaft weiter vorantreiben erlaubt Nepal einen neuen Schub von Entwicklung und Wohlstand. Touren durch die schneebedeckten Höhen vor dem Panorama des Himalaya in Nepal zählen als Königsdisziplin unter Bergwanderern aus der ganzen Welt.

Städte, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Nepal Karte Download, politisch, Berge

Nepal Karte

Das Land Nepal, welches sich von Osten nach Westen über einen deutlich größeren Raum erstreckt als von Norden nach Süden, ist dadurch gekennzeichnet, dass im Norden grundsätzlich höhere Gipfel gen Himmel ragen als im Süden. In der Himalaya-Region im Norden des Landes liegen über 90 Berge mit Gipfeln in über 7000m Höhe sowie und acht, deren Gipfel sich sogar mehr als 8000m über dem Meeresspiegel befinden, darunter der Mount Everest, welcher mit seinen 8848m bekannt ist als höchste Berg der Welt. Im Südteil des Landes Liegen zahlreiche flachere Regionen, wobei der tiefste Punkt des Landes lediglich 59m über dem Meeresspiegel liegt.

Himalaya

Himalaya Karte

Himalaya Karte

Nepals Himalaya-Region, manchmal lyrisch als das Dach der Welt bezeichnet, beherbergt neben dem Mount Everest auch den dritthöchsten Berg der Welt, den Kangchenjunga, sowie die Annapurna-Region mit dem 8091m hohen Annapurna I und 13 weiteren Gipfeln über 7000m.

Darüber hinaus befindet sich hier der Langtang National Park (siehe unten), der zweitgrößte Nationalpark Nepals, in dem zahlreiche Pflanzenarten und wilde Tiere zu finden sind. Zu den Siedlungen der Region zählen Lukla, der einzige Ort mit einem Flughafen in der Mount Everest Region (Khumbu), Tengboche, der Ort mit dem größten Kloster in Khumbu und Namche Bazaar, der beliebteste Ort für Wanderer auf dem Weg zum Basislager des Mount Everest.

Mount Everest

Mount Everest

Mount Everest

Eine Trekkingtour am höchsten Berg der Welt gehört sicherlich zu den Highlights im Leben vieler begeisterter Bergwanderer und solcher, die er werden möchten. Viele Besucher, die sich diesen Traum wahrmachen, genießen schon den Anflug von Kathmandu nach Lukla, wo sie zum ersten Mal die spektakulären eisbedeckten Riesen mit eigenen Augen erblicken können.

Während in der Höhe Schnee und Eis zu sehen sind, können sich Wanderer innerhalb der Region auf den Weg machen durch grüne Wälder und verzaubernde naturbelassene Dörfer. Hier gibt es Sherpa-Siedlungen sowie Sakralbauten, die Wanderer hier aus der Nähe kennen lernen können, während sie der Route folgen, welche bereits der Neuseeländer Edmund Hillary ging, der erste Besteiger des Mount Everest.

Am Basislager des Mount Everest können Bergwanderer etwas mehr von der Luft schnuppern, in der zahlreiche mutige Menschen starteten, um den höchsten Berg der Erde zu erklimmen. Vom Aussichtsberg Kala Patthar kann darüber hinaus der wahrscheinlich schönste und fotogenste Ausblick auf das Dach der Welt genossen werden.

Annapurna-Region

Annapurna

Annapurna

Im westlichen Zentrum von Nepals Himalaya-Region liegt die Bergkette Annapurna, eins der populärsten Gebiete für Bergwanderungen überhaupt. Eine Annapurna-Wanderung gilt als eine der spektakulärsten, schönsten und beeindruckendsten Bergwanderungen der Welt. Bei klarer Sicht können Wanderer von vielen Punkten an der Strecke zahlreiche Berge der Region mit ihren schneebedeckten Gipfeln erblicken, was vielen als wundervoller und malerischer Anblick im Gedächtnis bleibt.

Reizvolle Cafés auf dem Weg bieten leckeren Apfelkuchen, Kaffee und Tee an, bei einigen lässt sich ein garantiert kühles Bierchen trinken und zahlreiche Unterkünfte sorgen für angenehme und relativ komfortable Schlafmöglichkeiten für die Besucher dieser Gegend. Dies soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Annapurna-Umrundung zu den anspruchsvolleren körperlichen Herausforderungen dieser Erde zählt.

Nationalpark Langtang

Langtang Trek

Langtang

Im Nationalpark Langtang, welcher 1976 als erster Nationalpark im Himalaya eröffnet wurde, können Wanderer eine Naturwelt erleben, in welcher mehr als 1000 Pflanzenarten, über 250 verschiedene Vogelarten und zahlreiche wilde Tiere leben. Tiger, Leoparden, Bären, wilde Schafe, verschiedene Affenarten und Rotwild gehören zu den größeren Vertretern der einheimischen Tierwelt in diesem Naturschutzgebiet.

Aufgrund seiner Nähe zu Kathmandu (etwa 30km Luftlinie) kann der Park bequem von Besuchern Nepals erreicht werden, die über die Hauptstadt einreisen. Zur Pflanzenpracht des Nationalparks gehören seltene Orchideen, Rhododendron-Sträucher und nepalesische Lärchen, welche als die einzige sommergrüne Konifere gilt und kaum anderswo auf der Welt zu finden ist.

Kathmandu-Tal

Kathmandu Tal

Kathmandu Tal

Im Kathmandu-Tal im Zentrum Nepals, wo sich drei der größten Städte des Landes befinden sowie hunderte weiterer Siedlungen, können Besucher zahlreiche der wertvollen Errungenschaften der nepalesischen Kultur, Baukunst und Küche hautnah erleben. Es handelt sich um das kulturelle, wissenschaftliche und ökonomische Zentrum des Landes und gilt als das am meisten entwickelte und am stärksten besiedelte Gebiet innerhalb Nepals.

Von den über 100 bedeutenden Monumenten des Tals verfügen insgesamt stolze sieben über den besonderen Status UNESCO-Weltkulturerbe. Neben Kathmandu zählen Lalitpur (Patan) und Bhaktapur zu den besonders bedeutsamen Städten des Tals.

Kathmandu

Stupa in Bodnath, einem Vorort von Kathmandu

Stupa in Bodnath, einem Vorort von Kathmandu

Die Hauptstadt und größte Stadt des Landes, Kathmandu, gilt als Dreh- und Angelpunkt Nepals und bietet seinen Besuchern eine Vielzahl an Attraktionen, die von prachtvollen Bauten über buddhistische und hinduistische Heiligtümer bis hin zu prachtvollen Gärten und Naturanlagen reicht.

Hier befinden sich Tempel, Museen, Restaurants, welche die verschiedenen Küchen der größeren internationalen Region anbieten, sowie Bars und weitere Orte für ein erlebnisreiches Nachtleben. Besucher Nepals sollten nicht ohne einen Besuch dieser Stadt nach Hause fahren.

Lalitpur (Patan)

Lalitpur, Patan, Manigal

Lalitpur

Die Stadt Lalitpur, welche auch Patan oder Manigal genannt wird, liegt im Süden des Zentrums vom Kathmandu-Tal und gilt als eine der wichtigsten Städte des heutigen Nepals.

Zum bedeutsamen kulturellen Erbe der Stadt, die im Mittelalter zu den zehn größten Städten der Welt gehörte, zählt ihre geschichtliche Entwicklung, wobei sie zunächst im dritten Jahrhundert vor Christus als erste Stadt im Kathmandu-Tal gegründet wurde, über Jahrhunderte hinweg als Hauptstadt des Königreichs der Region diente und heute noch über beeindruckende Stätten verfügt wie beispielsweise den Patan Durbar Square, den Tempel der tausend Buddhas (Hiranya Varna Mahaa Vihar) und die beeindruckende fünfstöckige Pagode Kumbeshwar.

Bhaktapur

Bhaktapur Nepal

Bhaktapur

Die ehemalige Hauptstadt Nepals, Bhaktapur, besticht durch ihre reichhaltige kulturhistorische Entwicklung, welche sich in vielen Bauwerken widerspiegelt sowie der Produktion von Kunstwerken, Werkzeugen und anderen Produkten aus Holz, Metall und Stein.

Die Stadt, deren Name soviel wie „Stadt der Frommen“ bedeutet, ist geprägt von Töpferkunst, einer besonders aktiven Musikerszene und zahlreichen weiteren Kulturgruppen, welche dazu beitrugen, dass die Stadt als Hauptstadt der darstellenden Künste des Landes bekannt wurde.

Zentrales Hügelland

Zwischen dem Himalaya im Norden und dem westlichen und östlichen Terai im Süden Nepals liegt ein Streifen, der sich parallel zum nördlicheren Hochgebirge quer durchs Land zieht.

Mahabharat und Siwaliks

Mahabharat

Südlicher Mahabharat

Prägend in diesem Bereich sind der Mahabharat-Bereich im Vorfeld des Himalaya ebenso wie die Siwaliks (auch Churia-Hügel genannt). Direkt parallel zum eigentlichen Himalaya liegen die Gebirge des Mahabharat, welche Höhen bis zu 2700m erreichen und kaum bewohnt werden. In den Siwaliks, welche sich südlich der Berge des Mahabharat-Bereichs erstrecken, leben ebenfalls sehr wenige Menschen.

Nichtsdestotrotz beeindruckt die Form dieser Höhenzüge, welche fast senkrecht gen Himmel ragen. Ihre Höhe bleibt unter der Marke von 1500m. Stärker besiedelte Bereiche innerhalb des zentralen Hügellandes liegen meist in den Tälern auf unter 2000m Höhe, in welchen Landwirtschaft möglich ist.

Pokhara

Pokhara, Nepal

Pokhara

Als eine der größten Städte Nepals bietet Pokhara ihren Besuchern eine verzaubernde Schönheit, welche schon von zahlreichen Reiseautoren in ihrer idyllischen Anmut näher beschrieben wurde. Die klare, saubere Luft, die herrliche Aussicht auf schneebedeckte Gipfel des Umlands, grünende Naturlandschaften und Ruhe ausstrahlende Gebirgssehen innerhalb der näheren Umgebung der Stadt machen Pokhara zu einem Juwel der Region, einem Ort von bemerkenswerter natürlicher Schönheit.

Ein üppiges Freizeitangebot, welches die zahlreiche Besucher der Stadt anspricht, sorgt dafür, dass Reisende niemals Langeweile bekommen und auch abends bei einem Getränk in einer der vielen Bars mit anderen Reisenden ein paar Eindrücke und interessante Erlebnisse teilen können.

Westliches Terai

Chitwan Nationalpark

Nashorn im Chitwan Nationalpark

Im Südwesten Nepals, nahe der Grenze zu Indien, liegt ein schmaler Streifen Flachland, welcher sich in den letzten Jahrzehnten zu einer überaus produktiven Region entwickeln konnte, die mitunter mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes in Nepal erwirtschaften konnte. Im westlichen Terai blüht die Produktion, der Handel und der Austausch mit Organisationen und Menschen aus dem benachbarten Indien. Zuckerfabriken, Märkte und Jutespinnereien, moderne Straßen und aufwändige Bewässerungsanlagen gehören mittlerweile fest zum Bild der Region.

Glücklicherweise wurde jedoch von Regierungsseite auch darauf geachtet, dass große Teile der Natur vor Ort mit ihren besonderen Ökosystemen und indigener Flora und Fauna in Form von Naturschutzgebieten bewahrt werden, so dass Besucher der Region heutzutage hier exotische Pflanzen, zahlreiche Vogelarten und wilde Tiere beobachten können, zu denen auch einheimische Tiger, Leoparden, Hirsche und Rhinozerosse gehören. Am meisten sei Besuchern der Nationalpark Chitwan ans Herz gelegt, wobei auch die etwas kleineren und ruhigeren Parks Bardia und Phanta diejenigen belohnt, die den Weg dorthin auf sich nehmen.

Eine weitere Besonderheit der Region besteht darin, dass hier vor etwa zweieinhalb Millennien der Religionsgründer Buddha persönlich geboren wurde, welcher den asiatischen Kontinent auf eine friedvolle Weise verändern sollte wie kaum ein anderer. Am Ort Tilaurakot wurden zahlreiche historisch bedeutsame Entdeckungen gemacht, von welchen einige vor Ort in einem kleinen Museum ausgestellt werden.

Östliches Terai

Janakpur Nepal

Janakpur

Mit eher warmen Temperaturen und von tropischer Vegetation geprägt präsentiert sich das östliche Terai, die Flachlandregion im Südosten Nepals. Hier leben mehr Menschen als im westlichen Terai und es gibt eine größere Industrie, allerdings eine noch kaum vorhandene touristische Infrastruktur.

Eine nur etwa 35km lange Strecke durch einen indischen Streifen verbindet die Region mit Händlern und Repräsentanten aus Bangladesch, die neben Indern am internationalen Handel der Region beteiligt sind. Insgesamt besitzt die Region kulturell einen sehr starken Einfluss durch ihre indischen Nachbarn, wobei nepalesisch für viele Bewohner lediglich die zweite oder dritte Sprache darstellt, während Maithili, Bhojpuri und andere nordindische Sprachen und Dialekte sehr präsent sind. Als interessanteste Stadt der Region gilt Janakpur, eine berühmtes Wallfahrtszentrum für Hindus, während das Naturschutzgebiet Koshi Tappu für Naturfreunde sehr interessante optische Eindrücke bietet.

Geschichte

Die Geschichte Nepals wurde stets stark beeinflusst durch Menschen mit indischer oder chinesischer Herkunft. Erste Siedlungen des Landes stammen archäologischen Funden zufolge bereits aus dem Zeitraum von etwa 30000 v. Chr.. Zunächst lag ein großer See in dem Tal, in welchem heute Kathmandu liegt. Das Wasser lief nach einem Erdbeben jedoch ab und es wurde die Basis geschaffen für Siedler aus der Region, welche das neu entstandene und recht fruchtbare Land nutzten. Aus den verschiedenen Einwandern bildete sich das Volk der sogenannten Newar.

Eigenständiges Nepal

Lange Zeit stand Nepal unter indischer Herrschaft, im 14. Jahrhundert gelang es jedoch dem Newar Jayadharma Malla, die Menschen des Kathmandu-Tals zu vereinigen und ein eigenes Königreich zu gründen. Seinen Nachfahren glückte es, dieses Reich auszuweiten und einen größeren Wohlstand zu erlangen. Nach einer längeren turbulenten Schwächephase, die mit dem Zerfall des Reiches einherging, konnte der Gurkhafürst Prithvi Narayan Shah das Land im 18. Jahrhundert wieder vereinen, es vergrößern und über eine längere Zeit hinweg regieren.

Krieg mit England

Es gab Konflikte mit britischen Streitkräften, die sich in der Region ausbreiteten, sodass es schließlich im Jahre 1814 zum Krieg kam. Durch den Vertrag von Sugauli wurde Nepal im Jahre 1816 ein britischer Schutzstaat. Die Wirtschaft wurde erheblich geschwächt und Briten rekrutierten zahlreiche Gurkhas als Soldaten für ihre Kriege.

Neues nepalesisches Reich

Nach einem blutigen Massaker übernahm Jang Bahadur Rana im Jahre 1846 die Macht. Im neuen Staatssystem, welches er einführte, besaß der Ministerpräsident nahezu die alleinige Macht, während dem Königshaus lediglich eine formelle Position blieb.

20. Jahrhundert

Im Ersten Weltkrieg kämpfte Nepal mit über 50000 Soldaten in Afghanistan und im Osmanischen Reich auf Seiten Englands. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden Truppen bereitgestellt. Nach instabilen Jahren mit verschiedenen Regierungen und imperialistischen Einflüssen aus China und Indien sowie starken Überschwemmungen und Hungersnöten übernahm König Tribhuvan im Jahre 1952 die alleinige Macht. 1959 gab es erstmals freie Wahlen. Nach weiteren instabilen Jahren mit wirtschaftlichem Abschwung und der Abhängigkeit von Entwicklungshilfe, größtenteils aus Deutschland, angewiesen. Im Jahre 1990 wurde das Mehrparteiensystem wiedereingeführt und das Land wurde eine konstitutionelle Monarchie. Nach Wahlen im Jahr 1991 sah das Land erneut eine in den Augen der Bevölkerung komplett korrupte politische Elite und ab 1996 kam es zum Bürgerkrieg.

Moderne Entwicklung

Nachdem König Birendra im Jahr 2001 von seinem Sohn, Kronprinz Dipendra Bir Bikram Shah Dev, ermordet wurde und sich sein Bruder 2005 zum absoluten Herrscher erklärt hatte, rebellierte das Volk und es gab einen Generalstreik. Das Parlament wurde wieder eingesetzt, es kam 2006 zum Ende des Bürgerkriegs und 2007 zum Ende der Monarchie. In den Wahlen des Jahres 2008 verfehlten die Maoisten die absolute Mehrheit nur knapp. Der studierte Mediziner Ram Baran Yadav wurde zum ersten Präsidenten Nepals gewählt.

Visum

Menschen aus Europa, die Nepal bereisen möchten, brauchen grundsätzlich ein Visum sowie einen gültigen Reisepass, welcher bei der Einreise noch eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten aufweist. Vorläufige Reisepässe werden akzeptiert, der Personalausweis wird als Reisedokument jedoch nicht anerkannt. Kinder benötigen ihr eigenes Ausweisdokument, da die Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils seit Juni 2012 nicht mehr gültig sind.

Visum an der Botschaft von Nepal beantragen

Das Visum für Nepal kann im Vorfeld bei der nepalesischen Botschaft in Berlin oder bei einem der Honorarkonsuln in Frankfurt, Hamburg, Köln, München oder Stuttgart beantragt werden. Eine Ausstellung bei der Einreise am Flughafen Kathmandu oder an einem der terrestrischen Grenzübergänge ist möglich, allerdings häufig mit erheblichen Wartezeiten und teilweise mit Extrakosten verbunden.

Gültigkeit und Preise

Es gibt verschiedene Typen von Visa, wobei

  • 15 Tage für 25 USD,
  • 30 Tage für 40 USD
  • und 90 Tage für 100 USD

zur Verfügung stehen. Das Touristenvisum erlaubt es, Nepal innerhalb des Gültigkeitszeitraumes zu verlassen und mit dem gleichen Visum wieder einzureisen. Es wird jedoch dabei dringend angeraten, sicherzustellen, dass das notwendige Visum für das zusätzlich zu bereisende Land rechtzeitig erhalten werden kann.

Visum verlängern

Wer länger in Nepal bleiben möchte, kann sein Visum auf bis zu 150 Tage Aufenthalt im Land verlängern. Für Kinder, die das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, fallen keine Kosten für das Visum an. Reisende sollten beachten, dass bei der Einreise ein Passfoto abzugeben ist. In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Problemen bei der korrekten Datierung bezüglich des Aufenthaltszeitraumes. Besucher der Landes sollten daher sofort nach dem Empfang des Visums prüfen, ob der gewünschte Zeitraum korrekt eingetragen wurde und im Fehlerfall darum bitten, dies unverzüglich zu korrigieren. Andernfalls kann es später bei Ausreise zu Problemen und erheblichen Strafgebühren kommen. Wer nicht bezahlen möchte (oder kann) darf in diesem Fall auch nicht ausreisen!

Wetter und Klima

In Nepal gibt es aufgrund der großen Höhenunterschiede zwischen den Gebirgsregionen und den Tiefebenen mehrere verschiedene Klimazonen. Allen Landesteile vereint jedoch ein ausgeprägter Monsuneinfluss, der für Regenzeiten und Trockenzeiten sorgt.

Beste Reisezeit

Von Juni bis September kommt es üblicherweise in ganz Nepal zu stärkeren und teilweise lange andauernden Regenfällen. In dieser Zeit sind auch Überschwemmungen und Erdrutsche keine Seltenheit. Die meisten Besucher des Landes kommen aus diesem Grund eher von März bis Mai und von Oktober bis November nach Nepal, hartgesottene auch in den meist kälteren aber weniger regnerischen Monaten von Dezember bis Februar. Prinzipiell kann das Land ganzjährig bereist werden. Es empfiehlt sich jedoch, die Wetterlage und üblichen klimatischen Veränderungen im Vorfeld zu studieren. Ähnlich wie in Mitteleuropa können grundsätzlich vier verschiedene Jahreszeiten unterschieden werden.

Winter

Im nepalesischen Winter, welcher etwa im Dezember beginnt und bis März andauert, können in den Höhenlagen extrem kalte Temperaturen auftreten. Verstärkter Schneefall erschwert mitunter das Wandern in den Bergen. Auch um Kathmandu herum wird es kälter, wobei die Winter etwas milder als in Mitteleuropa ausfallen und selten Minusgrade gemessen werden.

Frühling

Der Frühling gilt als besonders angenehme Zeit, um Nepal zu bereisen. Warmes Wetter ohne zu viel Regen von Ende März bis Mitte Juni erlaubt Reisenden ein paar schöne Tage im exotischen Nepal zu verbringen und die positive Stimmung im Land voller farbenprächtiger Blüten zu genießen. In Kathmandu steigt das Thermometer auf Werte um 30°C und auch noch in den Höhenlagen können warme Temperaturen auftreten, die Bergwanderungen besonders angenehm werden lassen. Im Terai können heiße Temperaturen um 40°C auftreten.

Monsun

Von Ende Juni bis September tritt in Nepal üblicherweise die Monsunzeit auf, charakterisiert durch heftige Regenfälle. In den Bergregionen gibt es etwas weniger Niederschlag als im Kathmandu-Tal. Es entstehen jedoch Wolken und Nebelfelder, welche die Sicht auf die Gipfel im Himalaya trüben. Während die Regenfälle im Bereich Kathmandu und Pokhara üblicherweise alle zwei bis drei Tage auftreten und etwa ein bis zwei Stunden anhalten, scheint dort in der übrigen Zeit tagsüber die Sonne bei Temperaturen um 25 bis 30°C. Reisende, die Nepal während der Monsunzeit besuchen, sollten einen soliden Regenschirm bei sich tragen oder sonstige Vorkehrungen gegen den heftigen Niederschlag treffen. Die Übernachtungskosten sinken während dieser Zeit und es gibt deutlich weniger Touristen.

Herbst

Im Herbst von Oktober bis Dezember kühlen die Temperaturen etwas ab, es regnet jedoch kaum. Während dieser Jahreszeit gibt es nach der reinigenden Wirkung der Monsunregen sehr klare Luft in vielen Teilen des Landes. Aus diesem Grund gilt auch der Herbst als beliebte Reisezeit für Nepal.

Währung, Geld und Kosten

Nepalesische Rupie

Geld in Nepal

Nepalesische Rupie

Die offizielle Währung in Nepal ist seit 1932 die Nepalesische Rupie, welches im Verhältnis 1,60 NPR = 1,00 INR an die indische Rupie gekoppelt ist. Somit war ein Euro am 1. Januar 2014 etwa 135 Rupien wert. Eine Rupie entspricht 100 Paisa.

Rupie, Saya, Hadchar, Lakh, Karor

Für größere Mengen an Rupien werden eigene Bezeichnungen verwendet, darunter 1 Saya = 100 Rupien, 1 Hadchar = 1000 Rupien, 1 Lakh = 100000 Rupien (einhunderttausend) und 1 Karor = 10000000 Rupien (zehn Millionen).

Zustand der Banknoten

Während in anderen asiatischen Ländern selbst größtenteils zerfetzte Banknoten noch als gültiges Zahlungsmittel akzeptiert werden, gilt in Nepal, dass Scheine in einem komplett unbeschädigten Zustand sein sollten, um im Alltag als Zahlungsmittel akzeptiert zu werden. Selbst bei einem nur kleinen Riss läuft der Besitzer Gefahr, das Geld nicht ohne Probleme einsetzen zu können. Stattdessen muss die Banknote zu einer Bankfiliale gebracht und gewechselt werden, bevor ihr Wert in Form eines anerkannten Zahlungsmittels genutzt werden kann.

Stückelung

Es gibt Banknoten der Nepalesischen Rupien mit den Werten 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000. Zusätzlich sind seit 1997 auch Scheine im Wert von 25 und 250 Rupien im Umlauf. Münzen gibt es zu 1, 2 und 5 Rupien sowie 5, 10, 25 und 50 Paisa.

Bargeldversorgung

Die beste Infrastruktur für die Versorgung mit Bargeld über Automaten besteht im Kathmandu-Tal, wobei EC-Karten, Visa (kostenlos mit DKB Visa Card) und Mastercard mit Geheimzahl von den meisten Maschinen akzeptiert werden. Mit den Automaten der Himalaya Bank gab es in der Vergangenheit leider Probleme wie fälschlich abgebuchte Beträge, welche (wenn überhaupt) nur durch zeitaufwändigen persönlichen Einsatz korrigiert werden konnten!

Traveler Cheques

An den meisten Banken in Nepal können problemlos Traveler checks eingelöst werden.

Geldwechsel

In allen größeren Städten kann ohne Schwierigkeiten Geld getauscht werden. Reisende, die sich im Vorfeld des Nepal-Aufenthaltes in Indien aufhielten, können davon profitieren, dass die indische Rupie in Nepal frei konvertierbar ist. Es dürften jedoch lediglich Scheine bis zu einem Wert von 100 Rupien verwendet werden. Das Mitbringen von 500ern oder 1000ern ist illegal und kann bestraft werden! Grundsätzlich muss bei jedem offiziellen Tausch von Touristen ein Reisepass vorgezeigt werden.

Unterkunft

Hotels, Hostels, Guesthouses.

Günstig

Nepal bietet sehr preisgünstige Unterkünfte an, wobei zwei Reisende für ein Doppelzimmer manchmal umgerechnet weniger als einen Euro bezahlen müssen (etwa 250 Rupien pro Zimmer). In diesem Fall sollten Reisende jedoch nicht überrascht sein, wenn weder Bettwäsche noch Decken, Handtücher oder sonst irgend etwas im Raum zu finden ist außer Bett und Fußboden.

Für etwa sechs Euro pro Doppelzimmer bekommt man unter Umständen bereits ein für lokale Verhältnisse gutes Doppelzimmer im günstigeren Preissegment. Prinzipiell können die Übernachtungspreise fast immer verhandelt werden, sodass Besucher meist letztendlich weniger zahlen müssen, als eingangs angeboten. Besonders, wenn man länger bleiben möchte, empfiehlt sich dementsprechend freundlich aber bestimmt zu verhandeln. Darüber hinaus sollten Reisende sich das zu buchende Zimmer im Vorfeld näher anschauen, da häufig Räume verschiedener Kategorien und Klassen zur Verfügung stehen.

Mittleres Niveau

Drei-Sterne-Hotels mit Klimaanlage, eigenem Badezimmer, Internetzugang und Fernseher kosten etwa 15 bis 20 Euro pro Doppelzimmer, in beliebten Stadtteilen Kathmandus und anderen Städten mit einem erhöhten Touristenaufkommen auch etwas mehr.

Luxus Hotels

Nepal ist kein Land für Rund-um-Luxus-Urlaube. Das höchste Niveau, welches in den meisten Orten zu finden ist, liegt bei etwa Vier-Sterne-Niveau nach westlichem Standard. Die Zimmer werden meist für 75 bis 100 Euro pro Nacht (Festpreis) angeboten und bieten teilweise moderne Badelandschaften mit Whirlpools, sichere Stromversorgung auch wenn die anderen Häuser des Stadtviertels dunkel bleiben, Zimmerservice, üppige Frühstücksbuffets und sehr gute Restaurants.

Anreise

Anreise nach Nepal mit Flugzeug, Bus, Auto, Motorrad, Bahn oder Schiff.

Flug

Gängige Flugverbindungen von Deutschland aus nach Nepal gehen mit Air China (ab Frankfurt, München, Düsseldorf) über Chengdu oder Peking, mit Qatar Airways über Doha, mit Air India über Delhi, mit Etihad über Abu Dhabi oder mit Emirates über Dubai. Seit September 2013 gibt es darüber hinaus Flüge von Istanbul mit dem Star Alliance Mitglied Turkish Airlines. Direktflüge aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz werden derzeit keine angeboten, viele Reisende fliegen jedoch zunächst nach Indien, um von dort aus etwas später einen günstigen Flug nach Nepal zu nehmen (oder mit dem Bus nach Nepal einzureisen).

Wer Nepal aus dem asiatischen Raum bereisen möchte findet Verbindungen mit Star Alliance Mitglied Thai Airways von Bangkok nach Kathmandu sowie Linienflüge aus Kuala Lumpur (Air Asia X), Chengdu, Guangzhou, Kunming oder Lhasa (Air China, China Eastern, China Southern), Delhi, Kolkata, Varanasi oder Visakhapatnam (Air India), Hong Kong, Seoul, Singapur oder Dhaka. Die nationalen Fluglinie Nepal Airlines erlaubt den Flugverkehr aus Hong Kong, Bangkok, Kuala Lumpur und Doha.

Kathmandu Flughafentransfer

Nach der Ankunft in Kathmandu warten zahlreiche mit Schildern wedelnde, laut schreiende Vertreter ortsansässiger Tourismusunternehmen auf die Einreisenden. Wer dem bunten Treiben entgehen möchte organisiert sein Hotel im Vorfeld und lässt dieses einen Fahrer zum Flughafen entsenden. Alternativ können Taxis gebucht werden, wobei der Preis häufig Verhandlungssache ist, selbst wenn ein Festpreis angegeben wird (etwa 300 Rupien sind akzeptabel). Wer Geld sparen möchte, Zeit hat und nicht zu viel Gepäck bei sich trägt kann nach einem kurzen Spaziergang von 500m an der Ring Road den Stadtbus nehmen oder in ein günstigeres Taxi steigen.

Bus

Von Indien mit dem Bus nach Nepal

Besucher können von Indien aus mit kommerziellen Überlandbussen nach Nepal einreisen. Zu den offiziellen Grenzübergängen, die für Touristen zur Verfügung stehen gehören Sunauli-Bhairawa in der Nähe von Varanasi, Raxaul-Birganj bei Kalkutta und Siliguri-Kakarbhitta in der Nähe von Darjeeling. Im Westen von Nepal gibt es darüber hinaus den Übergang Banbassa-Mahendrenagar, welcher recht gut von Delhi aus erreicht werden kann.

Von Tibet mit dem Bus nach Nepal

Darüber hinaus können Reisende mit einem entsprechenden Visum von Tibet nach Nepal einreisen (bei Kodari). Der umgekehrte Weg, von Nepal nach Tibet, ist lediglich in Form einer Gruppenreise möglich, die durch ein entsprechendes Reiseunternehmen organisiert wurde.

Auto oder Motorrad

Die Einreise mit einem privaten motorisierten Fahrzeug nach Nepal ist grundsätzlich möglich, wird allerdings nicht empfohlen. Aufgrund der schwierigen formalen Bedingungen und der Gefahren, die mit dem Führen eines privaten Kraftfahrzeugs verbunden sind, entscheiden sich nur sehr wenige Reisende, auf eigene Faust motorisiert einzureisen. Es kann zu mehrstündigen Wartezeiten an der Grenze kommen.

Reisende benötigen darüber hinaus alle notwendigen Fahrzeugpapiere, ein Versicherungsdokument, einen international gültigen Führerschein, zwei Fotografien, ihren Reisepass und gegebenenfalls weitere Papiere. Der Besitzer des Fahrzeugs muss nicht der Fahrer sein, allerdings anwesend, andernfalls muss eine Vollmacht mitgeführt werden. Die Dokumente müssen nicht nur an der Grenze vorgezeigt werden, sondern mehrfach innerhalb Nepals, manchmal mehrmals erneut auf wenigen Kilometern.

Bahn

Es gibt kein Schienennetz in Nepal, welches Bahnverbindungen für den allgemeinen Passagierverkehr erlaubt. Lediglich ein paar Kilometer für den Güterverkehr (und für Menschen mit einem indischen Pass) in der Nähe zu Indien stehen zur Verfügung.

Schiff

Es gibt Flüsse zwischen Indien und Nepal, die vereinzelt von kleineren Booten befahren werden, allerdings keine gängigen kommerziellen Routen.

Fortbewegung im Land

Flüge

Kathmandu Airport, Flughafen TIA

Tribhuvan International Airport (TIA) in Kathmandu

Zu den inländisch operierenden Fluggesellschaften in Nepal gehören neben der staatlichen Linie Nepal Airlines auch die Linien Buddha Air, Gorkha Airlines und Yeti Airlines sowie kleinere weitere Anbieter für Kurzstreckenflüge und Transport per Helikopter. Die meisten Flüge starten und landen am Tribhuvan International Airport in Kathmandu.

Buddha Air

Zu den von Buddha Air angeflogenen nepalesischen Orten gehören

  • Bhadrapur
  • Bhairahawa
  • Bharatpur
  • Biratnagar
  • Dhangadhi
  • Janakpur
  • Nepalgunj
  • Pokhara
  • Simara
  • Tumlingtar
  • Varanasi
  •  Paro

Sita Air

Sita Air fliegt nach

  • Biratnagar
  • Dang
  • Dhangadhi
  • Janakpur
  • Jomsom
  • Lukla
  • Nepalgunj
  • Pokhara
  • Tumlingtar

Yeti Airlines

Yeti Airlines fliegt folgende Airports in Nepal an:

  • Bhadrapur
  • Bhairahawa
  • Bharatpur
  • Biratnagar
  • Dhangadhi
  • Janakpur
  • Nepalgunj
  • Pokhara
  • Tumlingtar

sowie weitere Flughäfen, die mit der Tochtergesellschaft Tara Air angeflogen werden.

Flüge buchen

Flüge sollten rechtzeitig gebucht werden, da sie häufig ausverkauft sind. Darüber hinaus sollten sich Reisende darauf einstellen, dass nicht selten Flüge aufgrund von schlechtem Wetter oder technischen Problemen ausfallen oder sich deutlich verspäten. Auf der anderen Seiten verändert sich das Streckenangebot kommerzieller Flüge recht häufig.

Sicherheit der Airlines in Nepal

Die Flugzeuge von nepalesischen Fluggesellschaften erfüllen nicht die europäischen Sicherheitsstandards. Der Preis für die geringen Sicherheitsvorkehrungen waren zahlreiche Abstürze mit vielen Toten innerhalb der letzten Jahre. Aufgrund der vielen Probleme und mangelnder Bereitschaft, Prozeduren sicherer zu gestalten, besitzt seit Dezember 2013 keine einzige nepalesischen Fluggesellschaft die Erlaubnis, im europäischen Luftraum zu operieren. Wer dennoch in Nepal fliegen möchte, sollte sich der Gefahren bewusst sein. Leider gibt es für viele Strecken keine alternativen Anbieter.

Auf der Straße unterwegs

Reisende sollten sich als Verkehrsteilnehmer in Nepal darauf einstellen, dass Linksverkehr herrscht und teilweise katastrophale Straßenverhältnisse zu erwarten sind, welche die Verkehrssicherheit stark negativ beeinflussen. Zahlreiche Straßen und Brücken sind beschädigt und nur auf schmaleren Bereichen der Fahrbahn befahrbar.

Besonders von Nachtfahrten wird aufgrund der doppelten Gefahr durch schlechte Sichten und unebene Straßen eher abgeraten. Spezielle Busse für Touristen gelten als etwas sicherer, können jedoch auch in Unfälle verwickelt werden.

Zusätzlich beeinflussen großflächig auftretende Überschwemmungen die Befahrbarkeit weiter Bereiche des Landes. Besonders das Grenzgebiet zu Indien wird häufiger überschwemmt und kann dementsprechend nicht oder nur sehr schwer passiert werden. Die Überschwemmungen und Erdrutsche treten insbesondere während der Monsunzeit von Juni bis Oktober auf.

Bei Notfällen erschweren die häufig gestörten Kommunikationskanäle das Zustandekommen eines funktionierenden Rettungssystems. Rettungsflüge, die nach Verkehrsunfällen notwendig sind, werden vom häufig schlechten Wetter und schlechter Sicht beeinflusst und erreichen ihr Ziel häufig erst, wenn es zu spät ist und können in bestimmte Höhenlagen oder Regionen gar nicht vordringen.

Wer aus einem entlegeneren Teil Nepals zum Flughafen von Kathmandu zurückkehren möchte sollte genügen Zeit einplanen, da es aufgrund von Transportstreiks, Blockaden mit brennenden Reifen und ähnlichen Aktionen zu tagelangen Verzögerungen kommen kann.

Ähnlich wie in anderen asiatischen Ländern gehört lautes Hupen zum Straßenverkehr dazu. Grundsätzlich gilt, wer zuvor nur in Europa als Fahrer unterwegs war wird es im chaotischen Verkehr des Landes höchstwahrscheinlich nicht leicht haben. Wer jedoch bereits in Indien gefahren ist, mag die Situation als etwas entspannter empfinden.

Die starke Luftverschmutzung in dicht befahrenen Gebieten führt dazu, dass Atemmasken für Roller- und Fahrradfahrer empfohlen werden können. Aufgrund der stark gestiegenen Anzahl motorisierter Verkehrsteilnehmer gibt es häufig sehr zähflüssigen Verkehr und Staus, die zu erheblichen Wartezeiten führen.

Streiks

Verschiedene politische Organisationen organisieren regelmäßig Streiks und größere politische Kundgebungen. Die sogenannten Bandhs (Zwangsstreiks) und Straßensperren können im gesamten Land, also auch im Kathmandu-Tal auftreten. Diese Streiks führen häufig zu einem fast vollständigen Erliegen des Verkehrs an bestimmten Punkten. Bestreikte Kreuzungen und Gebiete sollten auf keinen Fall durchfahren werden, es sei denn, man fährt in einem Krankenwagen oder einem Fahrzeug mit blauem Diplomaten-Nummernschild. An der Grenze zu Indien kann es zu erheblichen Verzögerungen kommen, was unter anderem an den instabilen politischen Verhältnissen auf beiden Seiten der Grenzübergänge liegt.

Überlandbus

Weite Teile Nepals können mit Überlandbussen befahren werden. Sie sind das Hauptverkehrsmittel für Einheimische und es wird empfohlen mindestens einmal die Erfahrung zu machen, mit einem gewöhnlichen nepalesischen Bus unterwegs zu sein. Neben den preiswerten Bussen, die generell von Nepalesen benutzt werden gibt es spezielle Touristenbusse, die weniger Zwischenstopps einlegen, über eine bessere Ausstattung verfügen und etwas sicherer sind. Sie kosten natürlich auch dementsprechend mehr, werden allerdings empfohlen für Reisende, denen Komfort und Sicherheit wichtig sind.

Tickets kaufen

Die Fahrkarten für die gewünschten Reisestrecken sollten rechtzeitig vor der Fahrt erworben werden, da sowohl Touristenbusse als auch die Überlandbusse, die verstärkt von Einheimischen genutzt werden, häufig ausverkauft sind. Beim Kauf der Tickets sollten Reisende sich genau erkundigen, wo und wann der entsprechende Bus abfährt. Alternativ übernehme viele Hotels die Buchungen für ihre Gäste und bringen sie je nach Situation auch zum entsprechenden Abfahrort des Überlandbusses. Zu den zuverlässigsten Anbietern zählt Greenline, ein Unternehmen, welches hauptsächlich die Städte Kathmndu, Pokhara, Chitwan und Lumbini miteinander verbindet.

Nahverkehrsbusse

Günstige Kurzstreckenbusse gibt es vielerorts in Nepal. Sie kosten nicht viel, allerdings sind sie ähnlich wie einige Überlandbusse meist randvoll mit Einheimischen, die Ziegen, Enten und andere Tiere transportieren.

Minibus

Kleine Busse, in denen etwa zehn bis zwölf Passagiere sitzen können, erfreuen sich in Nepal besonderer Beliebtheit und stetig steigender Verfügbarkeit. Sie sind schnell und agil, was zum einen von Vorteil sein kann, allerdings auch Gefahren mit sich bringt. Ein Großteil der vielen Verkehrsunfälle innerhalb Nepals geschieht unter der Beteiligung von mindestens einem Minibus.

Rikscha

Die Rikschas sind ein relativ bequem verfügbares und günstiges Transportmittel in Nepal. Reisende, die dieses Transportmittel noch nie genutzt haben, haben die Chance, diese Erfahrung hier zu machen. Sie eignen sich für kürzere Strecken für Reisende mit wenig Gepäck.

Taxis

Die privaten Taxis operieren hauptsächlich zwischen Flughäfen und Hotels der höheren Klassen. Im Gegensatz zu den landesüblichen Sammeltaxen muss hier auf niemanden gewartet werden. Die Ausstattung ist in den meisten Fällen etwas besser. Dementsprechend höher sind auch die Preise.

Sammeltaxis

Für wenig Geld können Reisende die Sammeltaxen nutzen, welche auch von Einheimischen meist genommen werden. Der Fahrer macht sich erst dann auf den Weg, wenn genug Personen im Fahrzeug sind.

Straßenbahn

Die alte Straßenbahn von Kathmandu nach Bhaktapur ist inzwischen nicht mehr in Betrieb.

Motorrad

An verschiedenen Orten lassen sich Motorräder verschiedener Größen mieten. Besonders im Viertel Thamel von Kathmandu trifft man mehrere Vermieter an. Reisende sollten sich jedoch gut überlegen, ob sie am chaotischen Treiben auf den nepalesischen Straßen teilhaben möchten.

Zu Fuß

Viele Teile des Landes können lediglich zu Fuß erreicht werden. Für viele Nepalesen ist dies die übliche Fortbewegungsmethode. Selbst Märsche von mehreren Tagen in eine Richtung sind keine Seltenheit. Wer in entlegene Gebiete des Landes vordringt kann die wahre Schönheit vieler Gebiete des Landes und die Gastfreundschaft ihrer Bewohner kennenlernen.

Handy, Smartphone, Internet

Telefonieren und Nutzung des Internets in Nepal.

Vorwahlen

Für Gespräche nach Nepal muss die Landesvorwahl 00977 (oder +977) gewählt werden, gefolgt von der lokalen Rufnummer ohne führende 0. Für Anrufe aus Nepal nach Europa sollten Reisende die jeweilige Landesvorwahl ihres Heimatlandes kennen, beispielsweise 0049 (oder +49) für Deutschland, 0043 (oder +43) für Österreich und 0041 (oder +41) für die Schweiz.

Mobilfunk

Die zwei großen Mobilfunkanbieter in Nepals sind die Firma Nepal Telecom, welche bis 2003 als staatliches Unternehmen eine Monopolstellung besaß, und Ncell, ein privater Anbieter, der zu 80% zur schwedisch-finnischen Firma TeliaSonera Holdings gehört.

Nepal Telecom besaß ursprünglich das größere Know-how und verfügte über einen deutlich größeren Kundenstamm, wobei dieser Unterschied inzwischen kaum noch zu erkennen ist. Die Netzabdeckung beider Unternehmen ist gut innerhalb von dicht besiedelten Gebieten, etwas lückenhaft auf dem Lande und kaum noch vorhanden, je höher und weiter man durch die Berge wandert.

Die Abdeckung und Qualität ist in den letzten Jahren jedoch deutlich verbessert worden, sodass inzwischen auch in entlegeneren Gebieten, beispielsweise im Everest Base Camp, eine Verbindung mit der Außenwelt möglich ist. In einigen Bergregionen, wie beispielsweise über Lukla in der Nähe des Everest Base Camps, verfügt Ncell über eine bessere Abdeckung, während in unteren Bergregionen und anderen Teilen des Landes, beispielsweise im Osten und um Annapurna die bessere Netzabdeckung von Nepal Telecom erreicht wird. In der südlichen Hälfte des Landes (außerhalb der höheren Gebirge) bietet der Anbieter UTL Nepal (United Telecom Limited) darüber hinaus ein Netz mit vielerorts gutem Empfang.

SIM-Karten und mobiles Internet

Nepal Telecom bietet 900 MHz GSM, GPRS, HSDPA, 3G und 2100 MHz UMTS, kann also mit modernen Smartphones und älteren Geräten des 900er Standards oder Dualband-Handys genutzt werden. Ncell bietet GSM-900/1800, HSDPA, 3G und 2100 MHz UMTS, eignet sich also auch für die meisten Mobilfunkgeräte. Reisende sollte jedoch ein Gerät mit sich führen, welches nicht dem SIM-Lock unterliegt oder alternativ ein günstiges Gerät vor Ort kaufen.

SIM Card kaufen

Roaming mit europäischen Anbietern funktioniert in Nepal, allerdings treten hohe Gebühren auf, daher wird empfohlen, eine nepalesische SIM-Karte zu kaufen. Diese gibt es günstig schon direkt am Flughafen (allerdings nur direkt nach der Landung, kein späterer Zugang), im Viertel Thamel in Kathmandu und inzwischen auch an zahlreichen anderen Orten innerhalb des Landes. In Thamel gibt es im Vergleich zum Flughafen mehr Auswahl und weniger Stress. Reisende können mit Verkäufern sprechen, die hervorragend Englisch können und gerne dabei behilflich sind, die SIM-Karte einzusetzen und zu aktivieren oder für die Benutzung von Geräten zurechtschneiden, die eine Micro-SIM oder Nano-SIM benötigen.

Besucher von Nepal sollten sich über die aktuellen Tarife und besondere kurzzeitig auftretende Aktionen informieren und wissen, wie die Nummer ihrer SIM-Karte lautet, wie man die Höhe des Guthabens abfragt und wie man sein Guthaben auflädt. Das Aufladen erfolgt üblicherweise mit vielerorts erhältlichen Aufladekarten mit einer Fläche, die frei zu rubbeln ist, um einen Code zum Aufstocken des Guthabens zu realisieren. Es sollte beachtet werden, dass eine Fotokopie des Reisepasses sowie zusätzlich zwei Passfotos notwendig sind für die Aktivierung der SIM-Karte. Darüber hinaus muss ein Formular ausgefüllt werden. Häufig interessiert es die Mitarbeiter jedoch nicht, was man einträgt, solange überhaupt etwas eingetragen wird.

Es kann zwischen SIM-Karten für Sprache und für Daten gewählt werden. Datenübertragung und Internetzugang kann auch mit der Sprach-SIM realisiert werden, allerdings fallen dafür höhere Gebühren an. Mit der Daten-SIM kann man nicht telefonieren, allerdings neben dem Internetzugang auch SMS senden und empfangen.

Internet

In Kathmandu, speziell im Viertel Thamel aber auch in anderen Stadtteilen und üblicherweise in allen touristisch erschlossenen Gebieten Nepals, gibt es zahlreiche Internetcafés, die für günstige Preise den Zugang zum Netz ermöglichen. Darüber hinaus bieten die meisten Hotels und sogar zahlreiche Restaurants inzwischen kostenlosen Internetzugang über WiFi. Mobiles Surfen kann bequem und günstig über eine Daten-SIM erfolgen wie im vorigen Absatz beschrieben.

Essen

Dal Bhat

Dal Bhat

Die Kulturen aus Tibet, Indien und Ostchina, welche Nepal in verschiedenster Form geprägt haben, üben auch einen großen Einfluss auf die Küche vor Ort aus. Auf diese Weise entstand eine lokale Kochkunst, die wertvolle Elemente der verschiedenen kulinarischen Raffinessen des Umlands vereinigt.

Nicht alle Gerichte sind scharf, wer jedoch die überaus pikanten Gerichte aus Indien liebt, wird auch die scharfen Kreationen in Nepal gern mögen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass in Nepal ähnlich wie in Indien viele Gerichte vegetarischer Natur sind und Rind eher selten verzehrt wird. Zu den empfehlenswerten Restaurants in Kathmandu, welche traditionelle nepalesische Küche bieten, zählt das „Yangling Tibetan Restaurant“ (Thamel).

Kartoffeln, Mais und Weizen gehören neben Reis und Linsen zu den Grundnahrungsmitteln des Landes. Als Gewürze finden meist Pfeffer, Knoblauch, Koriander, Ingwer, Senf und Cumin Verwendung, mitunter auch scharfe Chili.

Nationalgericht, beliebte Speisen

Als nationales Gericht von Nepal gilt Dal-Bhat, welches aus Reis, Linsen und Gemüse besteht. Dazu wird häufig Gemüse und Fleisch gereicht oder Currygerichte. Viele Nepalesen leben davon, dieses Gericht in leicht abgewandelter Form zweimal täglich als recht große Portion zu essen, wobei das erste gegen 11 Uhr vormittags und das zweite am späten Abend verzehrt wird.

Alu Tama

Ein Mix aus Kartoffeln und Bambussprossen wird gerne als Sättigungsbeilage gegessen.

Chatamari

Das Chatamari ist ein flaches Brot, welches aus Reismehl gebacken wird.

Choyla

Das Gericht Choyla besteht aus gegrilltem und scharf gewürztem Fleisch mit Alu Tama und zählt zu den landestypischen Spezialitäten.

Käse

Überall in Kathmandu, Pokhara und anderen Orten Nepals wird Käse angeboten. Als besondere Spezialität gilt der Yak-Käse.

Momos (Masu Momo)

Das Gericht Momos, auch als Masu Momo bekannt, besteht aus kleinen Teigbällchen mit Fleisch und Beilagen. Es wird meist Yak- oder Lammfleisch verwendet, Zwiebeln, Tomaten und Gewürze wie Koriander, Ingwer und Curry.

Trakari

Beim traditionellen Trakari handelt es sich um Spinat mit Senfsprossen und Reis.

Getränke

Tee

Heißer Tee mit Milch und Zucker wird in Nepal gern getrunken. Gewürze wie Kardamom, Zimt oder Ingwer verfeinern das Geschmackserlebnis.

Tongba

Der leicht süßliche Tongba, ein nepalesisches Getränk mit einem leichten Alkoholgehalt, basiert auf Hirse und stammt aus dem Osten Nepals. Traditionell symbolisiert das Anbieten von Tongba höchstem Respekt einem Gast gegenüber. Zur Herstellung des bedeutsamen Getränks wird Hirse geschält, gekocht und zum Erkalten stehen gelassen. Nach dem Hinzufügen einer Hefekultur und einer Ruhezeit von ein paar Tagen wird alles zusammen über mehrere Wochen fermentiert. Der fertige Tongba wird gerne in heißer Form durch Bambus-Strohhalme getrunken.

Chhaang

Sowohl unter Nepalesen als auch unter Tibetern gilt der Chhaang (auch Chang) als besonders beliebt. Es handelt sich um ein gebrautes Getränk, welches auf Gerste und Fingerhirse oder Reis basiert. Bei warmem Wetter wird Chhaang meist bei Raumtemperatur serviert, während es im Winter oft kochend heiß gereicht wird, um die Kälte auszugleichen.

Rakshi

Der hochprozentige Schnaps aus Weizen oder Reis, Rakshi, wird von vielen Nepalesen gern selbst gebrannt. Er wird gern bei besonderen Gelegenheiten und zu feierlichen Anlässen getrunken. Traditionell wird er aus großer Höhe eingeschenkt, was schon für sich genommen eine unterhaltsame Darbietung darstellt.

Verhaltensregeln

„Andere Länder, andere Sitten!“ gilt ganz besonders, wenn man sich in ein sowohl geografisch als auch kulturell derartig weit entferntes und schwer zugängliches Land wie Nepal vorwagt. Hier können Reisende Traditionen, Bräuche und Sitten kennenlernen, die in dieser Form kaum in Mitteleuropa zu finden sind.

Grundsätzlich verzeihen Nepalesen ihren westlichen Besuchern sehr viele Verhaltensweisen, die in ihren Augen eigentlich als unhöflich oder ungehörig gelten, allerdings können Reisende aus Europa dadurch punkten, wenn sie bestimmte Verhaltensweisen zumindest kennen und diese sogar richtig anwenden oder auch vermeiden können.

Die folgende Übersicht der Elemente eines Verhaltenscodex‘ in Nepal sollte nicht als in Stein gemeißelte einzige Wahrheit verstanden werden, sondern als generelle Richtlinie, die beim täglichen Miteinander mit Menschen aus Nepal helfen kann. Dabei sollte beachtet werden, dass zahlreiche verschiedene ethnische Gruppierungen im Land Nepal leben, deren Kultur sich ebenfalls in verschiedenen Punkten unterscheiden kann. Im Tal von Kathmandu treffen die Vertreter verschiedenen Volksgruppen aufeinander und es gibt ein generell höher liegendes Niveau der Toleranz in Bezug auf Kleidung, Lebensstil, Wortwahl und Verhaltensweisen. Außerhalb der Gebiete, die vermehrt von Touristen besucht werden, gibt es jedoch viele Bewohner der Landes, die einen größeren Wert auf bestimmte Verhaltensweisen (oder deren Vermeidung) legen.

Aufdringliche Geschäftemacher

Während die Menschen in Nepal traditionell ein wesentlich ruhigeres Geschäftsgebaren an den Tag legen als es in Indien üblich ist, nimmt seit Beginn der 2010er Jahre die Anzahl an Personen zu, die ähnlich aufdringlich um Kunden kämpfen, wie es auf der indischen Seite der Grenze und in anderen Teilen Asiens üblich ist.

Schon bei der Ankunft am Flughafen und an vielen Orten, die häufig von Touristen frequentiert werden, können Besucher Nepals mit dieser eher weniger angenehmen Verhaltensweise konfrontiert werden. Die Geschäftemacher wollen häufig Produkte und Dienstleistungen aller Art verkaufen, darunter Taxifahrten, Kurzreisen, Restaurantbesuche, Hotelzimmer, organisierte Wanderungen und verstärkt auch Drogen und Sex mit Prostituierten.

In den meisten Fällen empfiehlt es sich, wenn kein Interesse besteht, die Personen zu ignorieren oder bestimmt, aber freundlich zurückzuweisen. Ein härteres Zurückweisen, wie es in Indien häufig notwendig ist, wäre etwas zu harsch und unangebracht für nepalesische Verhältnisse. Darüber hinaus sollte fein unterschieden werden zwischen den marktschreierischen und geldgierigen Nervensägen und Einheimischen, die ein aufrichtiges intrinsisches Interesse an Menschen aus anderen Ländern hegen, sie kennenlernen und vielleicht sogar auf eine freundliche Art weiterhelfen möchten, sowohl unverzüglich als auch zukünftig. Der Bedarf an einheimischer Hilfe kann für viele Reisende in Nepal durchaus entstehen.

Tischmanieren

Während viele Nepalesen traditionell mit den Händen essen, gilt, dass Nahrungsmittel ausschließlich mit der rechten Hand angefasst werden dürfen. Die linke gilt als unrein und darf lediglich zum Halten von Gefäßen oder anderen Gegenständen verwendet werden, auf keinen Fall das Essen selbst. Reisende sollten darauf achten, wenn sie beispielsweise etwas zu essen, dass links von ihnen liegt an eine andere Person am Tisch weitergeben möchten. Auch das Reinigen des Mundes unter Zuhilfenahme der linken Hand gilt als schmutziges Verhalten. Wenn Reisende eingeladen werden, so kann es sein, dass erwartet wird, dass sie als erstes essen. Ganz besonders in diesem Moment sollte man sich das landestypisch korrekte Essverhalten zu Herzen nehmen. Es sollte zunächst weniger auf den Teller genommen werden, als man möchte, um später nachzunehmen, was als lobende Geste verstanden wird.

Eine weitere Regel ist, dass alles, was jemand mit den Lippen berührt, als verschmutzt für andere Personen gilt. Demzufolge sollten Reisende beim Teilen einer Getränkeflasche mit anderen darauf achten, dass die Flasche nicht am Mund angesetzt wird, sondern leicht erhöht gehalten wird und die Flüssigkeit getrunken wird, nachdem sie kurz ein paar Zentimeter gefallen ist. Aus besonderer Höflichkeit sollte man auch aus seiner eigenen Getränkeflasche nur auf diese Weise trinken, da man sie eventuell noch mit jemandem teilen könnte. Weiterhin empfiehlt es sich nicht, anderen etwas anzubieten, wovon man bereits abgebissen hat.

Während nach dem Essen in Europa nicht selten ein Besuch an der Bar ansteht und der Abend mitunter bei einem gemütlichen Wein, Bier und Schnaps ausklingt, gilt in Nepal, dass nach dem Essen Schluss ist und alle gehen. Im Vorfeld des Essens findet jedoch nicht selten die soziale Komponente des Treffens statt. Reisende sollten demzufolge nicht zu hungrig erscheinen, da es eine Weile dauern kann, bis tatsächlich gegessen wird.

Tempel

Viele Tempel, sowohl von Hindus als auch von Buddhisten, gelten unter den vielen sehr gläubigen Menschen in Nepal als besonders heilig und dürfen häufig nicht oder nur in eingeschränkter Weise von Andersgläubigen betreten werden, da sie sonst verunreinigt würden. Wer trotzdem Einlass gewährt bekommt sollte sich mit höchstmöglichem Respekt verhalten und die Schuhe vorher ausziehen. Auf Lederkleidung oder das Zeigen von zu viel Haut sollte verzichtet werden (Schultern und Knie sollten bedeckt gehalten werden, besonders bei Damen). Es sollte so wenig wie möglich angefasst werden, auf keinen Fall Opfergaben oder heilige Schreine. Fotos sollten nur dann gemacht werden, wenn es explizit erlaubt ist, wobei im Gegenzug eine kleine Spende in eine möglicherweise vorhandene Spendenbox gerne gesehen wird. Falls Reisende eine Audienz bei einem buddhistischen Lama bekommen, wird empfohlen, als traditionelle Geste einen weißen Schal (Khata) zu übergeben, welchen es üblicherweise in der Nähe zu kaufen gibt. Darüber hinaus sollten buddhistische Bauwerke stets im Uhrzeigersinn, nicht in entgegengesetzter Richtung, umlaufen werden.

Einladung in Privatwohnung

Wenn Reisende zu einer Mahlzeit in die private Wohnung eines Einheimischen in Nepal eingeladen werden, freuen sich die Bewohner über Früchte oder Süßigkeiten. Es sollte jedoch kein zu großer Dank erwartet werden, da das Empfangen kleiner Geschenke als alltägliche Situation ohne große Dankesgesten vonstatten geht. Aus Respekt sollten die Schuhe vor Betreten der Wohnung ausgezogen werden. Bewohner der höheren Bergregionen sehen ihre Feuerstelle als einen heiligen Bereich an, daher sollte kein Müll hineingeworfen werden.

Sprache und Verständigung

In den Städten von Nepal werden Besucher der Landes keine größeren Probleme damit haben, sich auf Englisch verständigen zu können. In kleineren Städten und den vielen ländlicheren Gebieten wird es etwas schwieriger werden, allerdings findet man fast überall jemanden, der zumindest ein paar Worte Englisch versteht. Englisch ist die Sprache der höheren Schulen und wird von den meisten Nepalesen problemlos verstanden, die in technischen, medizinischen, wissenschaftlichen und touristischen Berufen arbeiten. Auch einfache Schulen unterrichten bereits auf Englisch (Tendenz steigend) und fast nur noch in einigen staatlich geförderten Schulen wird Nepalesisch statt Englisch als Unterrichtssprache eingesetzt. Ältere Menschen kamen jedoch üblicherweise nicht in den Genuss dieser Bildung.

Insgesamt werden im kleinen Nepal über 100 Sprachen von den zahlreichen verschiedenen Volksgruppen gesprochen. Die offizielle Sprache des Landes, Nepalesisch, wird von weniger als der Hälfte der Einwohner als Muttersprache erlernt (Tendenz abnehmend), allerdings von vielen verstanden. Im Gebiet Terai dient Maithili als Lingua Franca. Wer länger im Land bleibt, mag sich die Zeit nehmen, um ein wenig Nepalesisch zu lernen und kann sich auf diese Weise vieler Sympathien der Bewohner sicher sein. Es folgt eine kleine Übersicht der wichtigsten nepalesischen Worte und Ausdrücke. Man beachte beispielsweise das der Ausdruck für „Hallo“ auch gleichzeitig „Auf Wiedersehen“ bedeutet (Namaskar).

Wichtige Übersetzungen Deutsch – Nepalesisch

  • Hallo – Namaskar, Namaste (नमस्कार, नमस्ते)
  • Guten Tag – Shuva Diin, Namaskar, Namaste (शुभ दीन, नमस्कार, नमस्ते)
  • Tschüss – Bidaa Hau, Namaskar (बिदा हौ, नमस्कार)
  • Auf Wiedersehen – Pheri Bhetaula, Namaskar (फेरी भेटौँला, नमस्कार)
  • ja – Ho , Hunchha (हो , हुन्छ)
  • nein – Hoina, Hudaina (होइन , हुँदैन)
  • Danke – Dhanyabad (धन्यवाद)
  • Bitte (Gern geschehen.) – Kehi Chhaina (केही छैन)
  • Prost – Cheers (चिएर्स)
  • Entschuldigung – Kshama Garnuhola , Kshama Pau (क्षमा गर्नुहोला , क्षमा पाउ)

Nachtleben, Nightlife, Party

Das Stadtviertel Thamel in Kathmandu, welches wahrscheinlich die meisten internationalen Gäste in ganz Nepal sieht, bietet das größte Nightlife-Angebot des Landes. Reisende finden hier hunderte von Restaurants, Bars, Clubs, ein Spielcasino und insgesamt 24 Stunden am Tag die Möglichkeit, etwas zu erleben. Grundsätzlich wird jedoch empfohlen etwas eher zu starten als in Europa, da viele Läden bereits ab 22 Uhr schließen (besonders in der Nebensaison), andere gegen Mitternacht.

Casinos

Zu den beliebtesten Nightlife-Orten in Kathmandu zählen die Casinos. Insgesamt gibt es vier lizenzierte Glücksspielzentren in der Stadt, welche allesamt innerhalb eines der besten Hotels in Kathmandu liegen. Es handelt sich um das Holiday Inn Crowne Plaza Soaltee, das Yak & Yeti, das Hotel de l’Annapurna sowie das Everest Hotel. Alle verfügen über eine breite Palette an Spielmöglichkeiten, darunter Roulette, Poker, Black Jack, Bakkarat sowie andere Kartenspiele und Automaten.

Bars, Clubs und Lounges

Unter den zahlreichen Bars, die Besuchern von Kathmandu erlauben, einen gemütlichen Drink am Abend zu nehmen, gehören zu den etablierten Häusern vor allem die Tom & Jerry’s Bar in der Nähe des großen Nargila Restaurants, die Rum Doodle Bar und der Neon Pub, allerdings auch der Everest Irish Pub und das New Orleans Café. Zu den sehenswerten Clubs gehören das House of Music, die Tamas Lounge sowie die J Bar.

Pokhara

Neben Kathmandu bietet auch Pokhara für Reisende einige Nightlife-Optionen. Hier sind die Stadtteile Lakeside und Baidam besonders zu empfehlen, wo ebenfalls zahlreiche Bars sowie ein paar Clubs zu finden sind. Besonders zu erwähnen sind der Paradiso Club, das Blue Lagoon, der Club Amsterdam und der Nasha Club.

Reise-und Sicherheitshinweise

Politische Lage

Nach einem Bürgerkrieg von 1996 bis 2006 und Bombenanschlägen auch nach Ende der offiziellen Kampfhandlungen gilt die allgemeine Situation in Nepal auch heute noch nicht als sicher. Im wechselnden Gebieten nahe der indischen Grenze operieren weiterhin bewaffnete Gruppierungen, von denen eine besondere Gefahr ausgeht. Von Reisen in das südöstliche Terai wird grundsätzlich abgeraten. Die Aktionen und Anschläge richten sich nicht gegen Touristen, allerdings können sie entsprechenden Problemen im Zusammenhang mit diesen Taten ausgesetzt sein. Es wird empfohlen, die aktuelle Lage im Vorfeld und während der Reise sorgfältig zu eruieren, um bezüglich potentieller Gefahren stets auf dem Laufenden zu sein. Bei größeren Menschenansammlungen, die grundsätzlich gemieden werden sollten, ebenso wie vor bekannten Sehenswürdigkeiten sollte erhöhte Aufmerksamkeit gelten. Vereinzelt werden Ausgangssperren verhängt, die meist nur sehr kurzfristig über das Radio angekündigt werden. Sicherheitskräfte besitzen die Erlaubnis zum Schusswaffengebrauch zur Durchsetzung der entsprechenden Ausgangssperren.

Stromausfälle

Häufig gibt es in Nepal Probleme bei der Stromversorgung. Besucher der Landes sollten sich darauf einstellen, dass an vielen Tagen für mehrere Stunden der Strom komplett abgeschaltet. Geräte mit Batterien wie Kameras, Laptops, Smartphones, aber auch Rasierapparate und Taschenlampen sollten rechtzeitig geladen werden.

Erdbeben

Die gesamte Region um den Himalaya gilt als besonders erdbebengefährdet, daher kann bei einer Reise in diesen Teil der Welt niemals ausgeschlossen werden, dass Reisende in entsprechende Beben verwickelt werden. Das Ausmaß der Gefahr wird dadurch weiter erhöht, dass kein funktionierendes Rettungssystem existiert, zu wenige Ärzte vor Ort sind und es eine nur unzureichende medizinische Ausstattung gibt.

Gewalt und Diebstahl

Das nur unzureichend funktionierende Rechtssystem erlaubt, dass Gewalttaten und kriminelle Handlungen in vielen Fällen straflos vollzogen werden können. Aus diesem Grund und wegen größeren Klassenunterschieden zwischen den Bewohnern kommt es häufiger zu Diebstahl und sonstigen Delikten, wobei besonders in touristisch erschlossenen Gebieten Wertsachen unerlaubt den Besitzer wechseln. Es sind Fälle bekannt, bei denen zwei Menschen auf einem Motorrad sitzen, wobei einer fährt und der andere während des Vorbeifahrens Taschen und Wertgegenstände an sich reißt.

Weibliche Besucher des Landes sollten besonders vorsichtig sein, insbesondere nach Sonnenuntergang und jederzeit mit einem Begleiter ihres Vertrauens unterwegs sein. Mehrere Touristinnen aus verschiedenen Ländern wurden bereits Opfer von Vergewaltigungen in Nepal, insbesondere im Viertel Thamel, dem Haupttouristenviertel von Kathmandu.

Darüber hinaus sind verschiedene kriminelle Organisationen im Land aktiv, die durch verschiedene teilweise recht gewalttätige Operationen Geld erpressen und ihre Forderungen durchsetzen. Zu den Leidtragenden zählen nepalesische und internationale Körperschaften, Firmen und Einzelpersonen, unter denen auch hin und wieder Touristen sind.

Gefahren bei Bergwanderungen

Wer sich weitab der dicht besiedelten Gebiete des Landes bewegt, befindet sich in einem Bereich, in dem andere Regeln gelten als es in europäischen Rechtsstaaten üblich ist. Erpressungen und Beraubungen von Wanderern in entlegenen Gebieten sind an der Tagesordnung. Zusätzlich birgt die hohe Lage besondere gesundheitliche Risiken. Die Höhenkrankheit sollte nicht unterschätzt werden. Wanderer sollten stets in Gruppen unterwegs sein und nur mit möglichst seriösen Organisatoren und Bergführern zusammenarbeiten.

Gesundheit

Krankenversicherung

Alle Besucher des Landes sollten auf jeden Fall im Vorfeld der Reise eine Krankenversicherung abschließen, die in Nepal als vollständig gültig anerkannt wird. Zur Sicherheit sollte eine Reiserückholversicherung Teil des Paketes eines Reisenden in Nepal sein.

Beratungsgespräch

Es wird empfohlen, vor Reiseantritt einen Mediziner aufzusuchen, der sich mit den medizinischen Gegebenheiten und Gefahren des Landes Nepal oder der größeren Region entsprechend auskennt. Besonders Personen, die eher zu Beschwerden neigen oder von chronischen Leiden geplagt werden, sollten besonders Rücksicht nehmen auf die gesundheitlichen Gefahren eines Aufenthalts im gebirgigen Nepal. Der Berater wird üblicherweise wertvolle Hinweise in Bezug auf Medikamente geben, welche sicherheitshalber nach Nepal mitgebracht werden sollten. Reisende sollten beachten, dass bei der Einreise nach einer Bescheinigung für die Notwendigkeit der Medikamente in englischer Sprache gefragt werden kann und diese dementsprechend anfertigen lassen und im richtigen Augenblick parat halten.

Reiseapotheke

Personen, die auch zu Hause regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen, sollten diese in ausreichender Anzahl mit sich führen. Der Verfügbarkeit innerhalb Nepals hat sich in den letzten Jahren verbessert, allerdings entfallen auf diese Weise unnötige Wege, es kann Zeit gespart werden und unnötige Aufregung, Hektik oder Ärger wird vermieden. Auch gesunde Menschen profitieren in ähnlicher Weise von einer hinreichend ausgestatteten Reiseapotheke, da im Ernstfall schneller und unkomplizierter geholfen werden kann. Besonders für den Fall, dass längere Wanderungen oder Aufenthalte in entlegeneren Gebieten geplant sind, wird das Mitführen einer entsprechenden Anzahl Medikamente wärmstens empfohlen. Die genaue Auswahl der Präparate sollte unter Einbeziehung eines Experten erfolgen.

Impfungen

Die auch in Europa empfohlenen Impfungen sollten vor einer Reise nach Nepal durchgeführt worden sein, da hier die Gefahr der Erkrankung mitunter höher sein mag. Schutz durch Impfung vor den folgenden Krankheiten sollte in jedem Fall bestehen: Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung (Polio), Influenza (Grippe), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und MMR (Mumps, Masern, Röteln). Darüber hinaus empfiehlt sich vor einem Aufenthalt in Nepal eine Impfung gegen Hepatitis A und Typhus. Wer länger im Land bleibt oder sich unter Konditionen mit besonderem Risiko aufhält, kann darüber hinaus durch entsprechenden Impfschutz gegen Hepatitis B, Tollwut und die Japanische Enzephalitis vorsorgen. Ein umfassender Check, ob alle notwendigen und empfohlenen Schutzimpfungen durchgeführt werden, sollte ähnlich wie die Zusammenstellung der Reiseapotheke unter Einbeziehung einer fachkundigen Mediziners geschehen.

Medizinische Versorgung

In Kathmandu finden Reisende eine hinreichende Versorgung von notwendigen und empfehlenswerten Medikamenten und eine zufriedenstellende Anzahl fähiger Mediziner, die vor Ort verfügbar sind und sich im Krankheitsfall um Reisende kümmern können. Ähnliches gilt für die üblichen Ziele, die von Besuchern des Landes in größerer Zahl aufgesucht werden, auch im Bereich der Wanderrouten im gebirgigen Teil des Landes. In vielen anderen Teilen Nepals außerhalb der Städte und touristisch erschlossenen Gebiete liegt das Niveau der ärztlichen Versorgung jedoch sowohl in Qualität als auch in Bezug auf die Quantität auf einem für europäische Verhältnisse unzureichenden Niveau. Zahlreiche Besucher Nepals berichteten von Produkten, die in Apotheken als Medikamente verkauft wurden, sich jedoch im Nachhinein als Fälschungen herausstellten. Besonders in kleineren Apotheken in weniger dicht besiedelten Bereichen des Landes laufen Reisende Gefahr, diese Erfahrung zu machen. Aus diesem Grund wird empfohlen, möglicherweise notwendige Medikamente in Form einer hinreichend bestückten Reiseapotheke mit sich zu tragen.

Krankenhäuser

Zu den Krankenhäusern in Kathmandu, die für Reisende empfohlen werden können, zählen die folgenden:

CIWEC Clinic

Adresse: Im Nordosten von Thamel direkt gegenüber der britischen Botschaft gelegen, verstärkt genutzt von Expats in Nepal
Belegschaft: hauptsächlich internationale Experten
Telefon: 4424111
Internet: www.ciwec-clinic.com
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr

Nepal International Clinic

Adresse: Im Osten von Thamel, südlich vom Königspalast gelegen
Telefon: 4434642 oder 4435357
Internet: www.nepalinternationalclinic.com
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr

NORVIC Hospital (Nepalesisches Privatkrankenhaus)

Adresse: Im Zentrum Kathmandus, Thapathali, gegenüber des Krankenhauses Prashuti Griha
Telefon: 4258554
Internet: www.norvichospital.com
Öffnungszeiten: 24 Stunden Notaufnahme

Patan Hospital

Adresse: Lagankhel (Patan)
Belegschaft: Personal teilweise aus westlichen Ländern
Telefon: 5522266
Internet: www.patanhospital.org.np
Öffnungszeiten: 24 Stunden Notaufnahme

Höhenkrankheit

Nepal Wandern

Vorsicht vor der Höhenkrankheit beim Wandern in Nepal.

Die meist beim Wandern durch zu schnellen Aufstieg verursachte Höhenkrankheit sollte ernst genommen werden. Zu den Symptomen gehören bedrohliche Probleme von Lunge und Gehirn, die in der Vergangenheit vielfach zu Todesfällen führten. Auch sonst gesunde, jung und sportliche Menschen sind vor der Höhenkrankheit nicht gefeit. Ein höheres Risiko tragen Menschen mit einer Krankengeschichte, in der bereits Herz- und Lungenprobleme auftraten. Zu den Symptomen im Vorfeld der Krankheit, die richtig gedeutet werden sollten, zählen unerwartete Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlaffheit. Es sollte ausreichende Ruhepausen zur Erholung eingelegt werden.

HIV (AIDS) und Geschlechtskrankheiten

Die Verbreitung von Menschen zwischen 15 und 49 Jahren mit HIV in Nepal liegt bei 0,3% und somit unter den Zahlen für Österreich und die Schweiz und leicht über dem Wert für Deutschland. Während die Gefahr im internationalen Vergleich somit eher gering ist, kann es natürlich trotzdem zur Übertragung des HIV-Virus‘ kommen, welches die gefährliche, unheilbare und tödliche Krankheit AIDS auslöst. Die üblichen Schutzmaßnahmen sollten sich Reisende besonders zu Herzen nehmen, da das Risiko einer Übertragung während eines Urlaubs häufig höher ausfällt als daheim. Dazu gehört die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr mit Gelegenheitsbekanntschaften und Prostituierten sowie die sorgfältige Auswahl oder der Verzicht bezüglich Tattoo- und Piercingstudios (es gibt nur wenige in Nepal). Ähnlich wie bei HIV kann die Benutzung von Kondomen auch vor den sexuell übertragbaren Krankheiten Gonorrhoe (Tripper), vor Syphilis und Hepatitis B schützen.

Schutz vor Mücken

Mehrere Krankheiten, darunter auch besonders unangenehme und gefährliche, werden innerhalb Nepals durch Mückenstiche übertragen. Gegen einige davon gibt es weder Impfschutz noch wirksame Medikamente, daher nimmt die Prävention vor Mückenstichen eine besonders wichtige Rolle ein. Es gibt viele Wege, die Reisenden helfen können, nicht gestochen zu werden. Empfohlen wird, helle Kleidung zu tragen, welche die Haut so großflächig wie möglich bedeckt und idealerweise gegen Insekten imprägniert wurde. Auf die noch offen liegenden Hautstellen sollten regelmäßig Mittel gegen Insektenstiche aufgetragen werden. Zur aktiven Vermeidung von Mückenstichen zählt darüber hinaus das Fernbleiben von Orten, an denen Mücken verstärkt auftreten (z.B. in der Nähe von stehenden Gewässern). Nachts helfen darüber hinaus Moskitonetze, welche über dem Bett angebracht werden und idealerweise ebenfalls imprägniert sind. Weiterhin empfohlen werden Gitter gegen Mücken an den Fenstern sowie das Herunterregeln der Raumtemperatur mittels Klimaanlagen.

Dengue Fieber

Das Dengue Fieber, welches in Nepal seit 2010 deutlich häufiger vorkommt, kann landesweit auftreten. Besondere Gefahrengebiete liegen dabei vor allem im Süden des Landes. Während des Regenzeit und kurz danach sind auch die mittleren Landesteile mit Höhen bis zu 2000m besonders gefährdet. Die Krankheit, welche meist tagsüber durch Mückenstiche übertragen wird, verursacht Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag. Es kommt häufiger zu Verwechslungen mit Malaria oder Grippe und somit zu falschen Behandlungen. Dementsprechend sollte ein fachkundiger Mediziner bei entsprechenden Beschwerden aufgesucht werden. Die Krankheit wird von sonst gesunden Menschen üblicherweise rückstandsfrei überstanden, in seltenen Fällen kann es jedoch zu schweren gesundheitlichen Problemen bis hin zum Tod führen. Da es keinen Impfschutz oder zuverlässige Medikamente gegen die Krankheit gibt, sollte auf den Schutz vor Mücken besonders geachtet werden.

Malaria

Die Krankheit Malaria, welche bei Menschen aus Europa in der Form Malaria Tropica häufig tödlich endet, wenn sie nicht korrekt behandelt wird, wird meist nachts von Anopheles Mücken übertragen. Manchmal tritt Malaria Tropica erst Wochen nach dem Aufenthalt in Nepal auf, daher sollte auch nach der Reise beim Auftreten entsprechender Symptome besondere Aufmerksamkeit gelten. Dies ist besonders deshalb von Bedeutung, da die Symptome der Krankheit sich meist nicht sehr von denen einer Grippe oder sonstigen Krankheit unterscheiden. Leiden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und andere Beschwerden können auch aufgrund einer einfachen Grippe oder sonstigen Erkrankung auftreten. Daher kommt es häufig zu Verwechslungen, die zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden und zum Tod führen können. Wird die Krankheit jedoch rechtzeitig erkannt und korrekt behandelt, heilt sie üblicherweise rückstandsfrei aus. Das Übertragungsrisiko besteht landesweit mit Ausnahme der Gebiete über 2000m Höhe und ist grundsätzlich im Süden höher als im Norden. Die Krankheit tritt ganzjährig auf, wobei eine erhöhte Gefahr während der Monate von Mai bis Oktober besteht. Der Schutz vor Mückenstichen gilt als wichtigste Präventionsmaßnahme gegen Malaria.

Japanische Enzephalitis

Die Japanischen Enzephalitis, eine Entzündung des Gehirns, wird von nachtaktiven Mücken übertragen. Erkrankungen bei Schweinen und anderen Tieren treten häufig auf, beim Menschen sind sie eher selten, können allerdings wenn sie auftreten schwere bleibende Schäden hinterlassen oder sogar zum Tod führen. Da es keine Medikamente gegen die Krankheit gibt, gilt ein umfassender Mückenschutz als besonders wichtig.

Durchfallerkrankungen

Verdauungsprobleme und Durchfallerkrankungen sind keine Seltenheit in Nepal. Sie treten unter anderem aufgrund unhygienischer Bedingungen auf wie unsauberes Leitungswasser, Keime an Türknaufen und häufig von vielen Menschen berührten Körpern und Flächen sowie verunreinigte Lebensmittel. Während die Körper von Einheimischen sich weitestgehend an die schlechten hygienischen Verhältnisse gewöhnt haben, leiden Europäer meist eher unter den Bedingungen vor Ort. Wasser sollte nur aus verschlossen gekauften Verpackungen konsumiert oder alternativ abgekocht werden. Auch zum Zähneputzen oder zum Waschen von Lebensmitteln sollte lediglich Wasser dieser Qualität eingesetzt werden. Erhöhte persönliche Hygienemaßnahmen wie häufiges Waschen der Hände und des Gesichts können das Risiko weiter verringern. Generell treten Salmonellen-, Shigellen- und Typhuserkrankungen sowie Wurmerkrankungen regelmäßig im ganzen Land auf.

Tollwut

Gegen die Tollwut, welche durch Tiere übertragen wird, sollten Besucher von Nepal im Vorfeld durch entsprechende Schutzimpfungen Vorsorge treffen.

Tuberkulose

Noch immer gibt es zahlreiche Fälle von Tuberkulose in Nepal. Es gibt keinen Impfstoff gegen die Krankheit, daher sollte bei Problemen mit der Lunge wie tiefer Husten und schweres Atmen ein Mediziner zurate gezogen werden, um eine adäquate Behandlung zu ermöglichen.

Schweinegrippe

Besonders in den Wintermonaten treten in Nepal verstärkt Fälle von H1N1 (Schweinegrippe) auf. Impfschutz wird häufig empfohlen.

Vogelgrippe

Vereinzelt treten seit 2012 Fälle der Influenza A H5N1 (Vogelgrippe) in Nepal bei Tieren auf, jedoch noch nicht bei Menschen. Trotzdem sollte zu starker Kontakt mit lebendem Geflügel unter hygienisch schlechten Bedingungen vermieden werden, da eine Ansteckung nicht ausgeschlossen werden kann.