Myanmar Reiseführer, Reisetipps, Tourismus


HauptstadtNaypyidaw
SprachenBurmesisch (Amtssprache)
StaatsformRepublik
Fläche676.578 km²
Einwohner55,1 Millionen (~81 Einwohner pro km²)
Kyat (MMK)
Telefon-Vorwahl +95
ZeitzoneUTC+6,5
NationalflaggeMyanmar Flagge

Myanmar Flagge

Kaum ein anderes Land im südostasiatischen Raum ist dem heutigen Massentourismus so wenig zugänglich wie Myanmar (das frühere Birma/ Burma). Zahllose Hürden sowie scheinbar endlose bürokratische Barrieren geben Reisenden trotz der beginnenden Öffnung des Landes nur wenige Möglichkeiten die grandiosen Naturwunder und die reiche Historie der Region erkunden zu können.

Individualtouristen, die sich mit Vorliebe abseits der gängigen Ballungszentren bewegen sind mit einem Aufenthalt im „goldenen Land“ eher schlecht beraten. Zu vielfältig sind die realen Gefahren, denen Urlauber ausgesetzt sind, sollten sie sich ohne kundige Hilfe in einer der zahlreichen kritischen Regionen bewegen.

Nachtschwärmer und Partylöwen können in Myanmar ebenfalls kaum auf ihre Kosten kommen und sollten auf andere ostasiatische Länder wie Thailand ausweichen.

Ein Besuch des Staates am Golf von Bengalen kann aber dennoch eine lohnenswerte Erfahrung sein. Wunderschöne Tempelanlagen, deren goldene Dächer noch Kilometer entfernt in der Abendsonne schimmern, sind nur die Vorboten einer beeindruckenden und reichen Geschichte. Nicht weniger beeindruckend sind die unberührte Natur und die fremdartige Fauna. Auch die faszinierende myanmarische Kultur trägt ihren Teil dazu bei, dass ein Urlaub im Land der goldenen Pagoden ein unvergessliches Ereignis bleibt.

Damit eine Reise nach Myanmar auch mit den gewünschten Ergebnissen endet, ist ein gewisses Maß an Vorbereitung und Planung notwendig. Durch die vielfältigen touristischen Einschränkungen im Land müssen bereits im Vorfeld zahlreiche Dinge geklärt und Dokumente beantragt werden. Spontanes Reisen außerhalb der erschlossenen Urlaubsregionen kann in Myanmar unter Umständen gefährlich sein. Daher sollten Routen schon im Vorfeld mit einem ortskundigen Führer abgesprochen werden.

Bei einer Größe von 676,578 qkm ist Myanmar mit 55,167,330 Einwohnern im südostasiatischen Vergleich eher durchschnittlich bevölkert. Das Land verfügt über mehrere internationale Flughäfen, welche die Einreise in den südostasiatischen Staat möglich machen. Mit knapp 4,5 Millionen Einwohnern ist der ehemalige Regierungssitz Yangon/ Rangun die größte Stadt im Land und aufgrund der vorhandenen Infrastruktur ein hervorragender Ausgangspunkt für touristische Unternehmungen in der gesamten Region.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen, Strände und Sehenswürdigkeiten in Myanmar:

Bagan

Bagan

Bagan: Exotischer Ort für eine Ballonfahrt

Bagan (andere Namen sind Arimaddana oder Arimaddanapura) ist eine faszinierende Stadt in der Mandaly Division, deren Bild durch unzählige Tempel und Pagoden in der Bagan Archaeological Zone dominiert wird.

Inle See

Inle See, Myanmar

Inle See

Der Inle See wird von Einheimischen bewohnt wird, die in Pfahlbauten auf dem Gewässer leben und sich in Kanälen zwischen Ihren Gebäuden und schwimmenden Feldern fortbewegen. In der Mitte des Sees findet man einen schwimmenden Markt, der zahlreiche Touristen anlockt. Auch eine Pagode sowie ein Kloster existieren auf dem Süßwassersee.

Mandalay

Mandalay

Mandalay

Die zweitgrößte Stadt Myanmars bietet nicht nur zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, sondern ist auch ein Ausgangspunkt für zahlreiche touristische Aktivitäten und Ausflüge.

Mrauk U

Mrauk U Myanmar

Mrauk U

Mrauk U ist die alte Königsstadt des Landes und kann mit zahlreichen Tempeln und Pagoden jeden Urlauber in seinen Bann ziehen. Hier gilt es zu beachtenden, dass für das gesamte Areal ein Eintrittsgeld zu entrichten ist.

Naypyidaw

Naypyidaw City

Naypyidaw

Naypyidaw (Aussprache: „Nepido„) ist seit 2005 der Regierungssitz und bietet neben einigen historischen Sehenswürdigkeiten vor allem modernere Errungenschaften wie neuere Hotels oder große Einkaufszentren sowie verschiedene Freizeitaktivitäten.

Ngapali Beach

Ngapali Beach Myanmar

Ngapali Beach

Der beliebteste Strand in Myanmar lädt Urlauber zum Schnorcheln und Relaxen ein.

Pindaya

Pindaya

Buddha Statuen in einer Pindaya Höhle

Ein idyllischer Ort, der direkt am Natthamikan See vor allem durch seine faszinierenden Höhlenwelten beeindrucken kann.

Taunggyi

Taunggyi

Taunggyi

Eine touristische eher wenig interessante Stadt, die jedoch einen guten Ausgangspunkt für Reisen zum Inle See und nach Pindaya bietet.

Yangon/ Rangon

Yangon, Rangon

Yangon/ Rangon: Die Shwedagon-Pagode

Die größte Stadt im Land bietet neben zahlreichen Attraktionen eine ausgereifte Infrastruktur, was sie zum idealen Ausgangspunkt für weitere Unternehmungen in der Region macht. In der Umgebung um Rangun, genauer zwischen Rangun/Yangon und Pyay, herrscht derzeit eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 4 Uhr morgens.

-> Mehr dazu in unserem Yangon Reiseführer

Geschichte

Nachdem Birma im Zweiten Weltkrieg kurzzeitig durch Japan okkupiert wurde, gelangte das Land nach 1945 erneut unter die Herrschaft der britischen Krone. Schon drei Jahre später, im Jahr 1948, entließ man den kleinen Staat jedoch endgültig in die Unabhängigkeit. Die folgenden Jahre waren geprägt durch bewaffnete Konflikte zwischen verschiedenen Bürgerkriegsparteien, die je nach Ethnie für mehr Autonomie und Unabhängigkeit kämpften. 1965 wurden schließlich alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht.

Die Militärregierung

Eine Militärregierung kontrollierte seitdem die Geschicke im Land. Eben diese Regierung ist für den Tod mehrerer 1000 Menschen verantwortlich, die im Jahre 1988 gegen die rigorose Wirtschaftspolitik des Militärs protestierten. Erste demokratische Wahlen im Jahr 1990 erklärte das Militärregime für ungültig, wodurch es erneut zu gewaltigen Protesten und Aufständen kam, die ebenfalls blutig niedergeschlagen wurden. Während der 2000er Jahre entschied das Regime dann über die Verabschiedung einer neuen Verfassung.

Soziale Unruhen und Proteste

Die Unruhen im Land gingen dennoch weiter. Vor allem nachdem die Preise für flüssigen Treibstoff und Gas (aufgrund der gestrichenen Subventionen sämtlicher Kraftstoffe) zum Teil auf über 500% anstiegen, kam es erneut zu heftigen Protestbewegungen, die wie üblich unter Anwendung massiver Gewalt niedergerungen wurden.

Demokratische Wahlen und Beteiligung der Opposition

Aung San Suu Kyi

Aung San Suu Kyi

2008 erklärte das Regime die neu erarbeitete Verfassung, nach massiven Wahlfälschungen und Einschüchterungen, mit knapp 93% der Stimmen für gültig. 2010 kam es dann erstmals seit 1990 wieder zu demokratischen Wahlen, welche allerdings von den Regierungsgegnern boykottiert wurden. Erst bei den Parlamentswahlen 2012 beteiligte sich die Opposition, unter Führung von Aung San Suu Kyi, mit einem enormen Erfolg an den Abstimmungen, was von zahlreichen internationalen Beobachtern als großer Schritt im langwierigen Demokratisierungsprozess gewertet wurde. Da das Parlament allerdings stark mit Militärs und sonstigen Proteges der Militärjunta durchsetzt ist, wird den Reformern nur ein geringes Potenzial zur Veränderung zugestanden.

Visum

Für deutsche Touristen, die nach Myanmar einreisen möchten, besteht eine Visumspflicht. Visa können ausschließlich bei den Auslandsvertretungen der Union Myanmar beantragt werden. Die erste Adresse für deutsche Urlauber ist demnach die Botschaft von Myanmar in Berlin.

Embassy of the Republic of the Union of Myanmar
Thielallee 19
14195 Berlin
Tel. 030 2061570, Fax: 030 20615720
E-Mail: info@botschaft-myanmar.de
Bürozeiten: Mo. bis Fr. 09.30 bis 16.30 Uhr

Touristen-Visum

Grundgesetzlich stehen verschiedene Varianten zur Auswahl, von denen das sogenannte „Touristen-Visum“ wohl für die meisten Reisenden von entscheidender Bedeutung ist. Ein solches Dokument hat eine Gültigkeit von drei Monaten und sieht eine Aufenthaltsdauer von 4 Wochen vor, gemessen ab dem Zeitpunkt der (einmaligen) Einreise. Die Kosten belaufen sich 25 €. Anträge können auf der Homepage der Botschaft heruntergeladen werden: http://www.botschaft-myanmar.de/11.html.

Business-Visum

Eine Alternative, für alle die geschäftlich nach Myanmar reisen möchten, bietet das Business-Visum.

  • Das „Single Entry Business Visum“ ist drei Monate gültig und erlaubt einen Aufenthalt von maximal 10 Wochen
  • wohingegen das „Multiple Entry Business Visum“ eine Gültigkeit von 6 bzw. 12 Monaten besitzen kann. Allerdings darf auch hier die Aufenthaltsdauer eine Frist von zehn Wochen nicht überschreiten. Beide Varianten des Business -Visum können bei Bedarf verlängert werden.

Visa-on-Arrival

Neben weiteren Visaalternativen besteht seit Juni 2012 die Möglichkeit am Yangon International Airport ein Visa-on-Arrival zu beantragen. Für Individualreisende bietet sich diese Möglichkeit allerdings nicht an, da ein solches Visum entweder nur für die Durchreise bestimmt ist oder aber für Geschäftsleute mit Terminen im Land ausgestellt wird. Eine dritte Form gilt nur für „meetings, workshops und events“. Genauere Informationen zu diesem Thema finden Urlauber auf der englischsprachigen Website der Botschaft unter http://www.botschaft-myanmar.de/4.html.

E-Visum

Ähnlich wie Kambodscha ist auch Myanmar damit beschäftigt die Einreise in das Land zu vereinfachen. Einer der Wege auf denen die Regierung versucht dieses Ziel zu erreichen, ist die Einführung eines E-Visums, welches direkt über das Internet beantragt und bezahlt werden kann. Momentan befindet sich der Prozess allerdings noch in der Beta-Phase (Stand, August 2013). Berichte über die Zuverlässigkeit des elektronischen Visums lassen sich daher nur schwer bestätigen. Interessenten finden genauere Informationen auf der offiziellen Seite der myanmarischen Regierung: https://www.myanmarevisa.gov.mm/

Myanmar Botschaft in Berlin

Urlauber die ihr Visum auf die klassische Art und Weise bei der Botschaft in Berlin beantragen möchten, können ihre Unterlagen Mo.-Fr. von 10:00 – 12:00 Uhr einreichen und Mo.-Fr. von 13:00 – 14:00 Uhr abholen. In der Regel wird eine Bearbeitungsdauer von etwa 2 Wochen veranschlagt, diese kann aber aufgrund der enormen Zunahme von Anträgen in den letzten Monaten (nach Informationen des Auswärtigen Amts) aktuell mehrere Wochen betragen.

Wetter und Klima

Mit der Ausnahme einiger Bereiche im Norden des Landes, in denen ein subtropisches Klima vorherrscht, lässt sich Myanmar der tropischen Klimazone zuteilen.

Im wesentlichen bestimmen drei Jahreszeiten das Wetter im Land. Die kühle trockene Jahreszeit von November bis Februar, der Sommer von März bis Mai und die Regenzeit von Ende Mai bis Ende Oktober. Grundsätzlich wird dass Klima im Land, abseits von einigen Regionen im äußeren Norden, stark durch den indischen Monsun beeinflusst.

Beste Reisezeit

Während in der Regenzeit enorme Niederschlagsmengen und eine hohe Luftfeuchtigkeit das Klima beherrschen, ist es in den Sommermonaten von März bis Mai geradezu unerträglich heiß, mit Temperaturen, die jenseits der 40°C Grenze liegen können.

Die beste Reisezeit für einen Besuch in Myanmar bieten die Monate zwischen November und Februar. Angenehme Temperaturen und geringer Niederschlag schaffen eine gute Voraussetzung, um das kleine Land möglichst stressfrei erkunden zu können. Im Januar und Februar sinkt dann auch die Luftfeuchtigkeit auf ein erträgliches Maß.

Währung und Geld

Myanmar Geld, Kyat Banknote

Myanmar Geld: Ein 1 Kyat Geldschein.

Die nationale Währung in Myanmar ist der Kyat.

Allerdings spielt die einheimische Währung für Touristen nur eine untergeordnete Rolle. Ein Großteil der Leistungen sind in US Dollar oder Euro zu bezahlen. Dazu zählen etwa die Begleichung von Inlandsflügen, Übernachtungen, Bahnfahrten, Eintrittsgebühren etc..

Kreditkarten, EC-Karten und Reisechecks

Eine Zahlung mit Kreditkarten oder Reiseschecks wird im Land, außerhalb der großen Hotels, weiterhin nicht akzeptiert. Allerdings ist es seit kurzem möglich an verschiedenen ATM-Automaten Bargeld mit der Kredit- oder EC Karte abzuheben. Am häufigsten findet man diese Automaten in den zahlreichen Supermärkten mit internationalen Warensortiment. Aber auch in größeren Hotels, den internationalen Flughäfen oder großen Touristenmärkten wurden im letzten Jahr Bankautomaten für ausländische Besucher aufgestellt.

Da nicht alle Banken ihre EC Karten für Myanmar freigestellt haben, sollte bereits vor Reiseantritt geprüft werde, ob die eigene Karte für eine Reise nach Myanmar in Frage kommt. Wer eine Kreditkarte mit sich führt, sollte zwingend auf Visa (empfehlenswert ist die DKB Visa Card zum kostenlosen abheben von Bargeld in Myanmar) oder Mastercard zurückgreifen, da andere Karten im Land nicht akzeptiert werden.

Barzahlung mit US Dollar

Am sichersten fährt man jedoch weiterhin mit einer Barzahlung. Beliebtestes Zahlungsmittel im Land ist der US Dollar. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass bei der Zahlungen einige Besonderheiten berücksichtigt werden müssen. Abgenutzte, abgeknickte oder beschädigte Scheine werden in der Regel nicht akzeptiert. Dasselbe gilt für Dollarnoten der Serien vor 1996 sowie 100 Dollarnoten der neuen Serien mit einer Seriennummer, die mit den Buchstaben CB beginnt. Es ist daher ratsam grundsätzlich neue Dollarnoten bei sich zu führen. Ebenso kann zur Bezahlung der Singapurdollar oder der Euro genutzt werden. Bei diesen Währungen wird über kleinere Mängel öfter hinweggesehen, dennoch empfiehlt es sich auch hier vorzugsweise unbenutzte Banknoten mit sich zu führen.

Geld wechseln

Für den Wechsel von eingeführten Bargeld in Kyat stehen öffentliche Wechselstuben zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit am Flughafen in Yangon oder in den größeren Hotels Geld zu tauschen. Vor allem in den Hotels ist der Wechselkurs jedoch signifikant schlechter als in den Wechselstuben oder am Flughafen.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in Myanmar sind stark davon abhängig, wie und wo man sich versorgt. Dabei können die Preise in den internationalen Hotels und den dazugehörigen Restaurants teilweise 200 bis 300% über den einheimischen Preisen liegen.

In den kleineren Unterkünften zahlt man etwa 7,00 $ die Nacht für ein sauberes, wenn auch weniger komfortables, Einzelzimmer. Eine Mahlzeit bekommt man hier bereits ab 4,00 $ und ein alkoholfreies Getränk für zusätzliche 50 Cent. Ein Bier kostet etwa 1,00 $. Vor allem bei Alkohol sollte darauf geachtet werden, dass einheimische Spirituosen meist nur einen Bruchteil importierter Alkoholika kosten. In Geschäften, in denen die Preise nicht ausgeschrieben sind, ist es in Myanmar üblich zu handeln. Preise für Fahrten mit dem Taxi oder einem Tuk-Tuk sollten stets im Vorfeld vereinbart werden. Zudem ist es im Land üblich für Service- und Dienstleistungen Trinkgelder anzubieten.

Der derzeitige Wechselkurs beträgt: 1 € = 1296,89 MMK( Myanmarischer Kyat)
5 € = 6484,5 MMK (Stand: August 2013)

Unterkunft

Touristen ist es ausschließlich erlaubt in staatlich registrierten Hotels oder Gästehäusern zu übernachten. Private Übernachtungen sind ausdrücklich verboten und können zu empfindlichen Strafen führen.

Hotelpreise und Buchung

Soweit möglich, sollten Hotels bereits im Voraus gebucht werden. Mittlerweile bieten einige der größeren Hotels Online Buchungen an, in der Regel muss jedoch telefonisch im Vorfeld die Anzahl der Übernachtungen abgeklärt werden. Es ist möglich spontan ein Zimmer anzumieten, allerdings kann es vorkommen, dass bei einer solchen Vorgehensweise die Preise um ein vielfaches höher liegen als wenn man das Hotel in einem der zahlreichen örtlichen Reisebüros bucht. Die Preise sind stark abhängig von der Region. Ein schlichtes Einzelzimmer ist oftmals schon ab 7,00 $ die Nacht zu haben, für ein Doppelzimmer mit Frühstück belaufen sich die Kosten auf etwa 15 bis 30 US Dollar.

Stromausfälle

Aufgrund der instabilen Stromversorgung im Land kommt es häufiger zu Stromausfällen, deren Auswirkungen auch Touristen zu spüren bekommen. Bei nächtlichen Temperaturen von über 30°C (während der Sommermonate) kann ein Ausfall der Klimaanlage durchaus für Unmut sorgen. Urlauber, die sich solche Überraschungen ersparen möchten, sind gut damit beraten, in einem Hotel mit eigenständiger Notstromversorgung einzuchecken. Die Kosten steigen dann entsprechend an. Wie überall sind auch in Myanmar die Preise nach oben hin offen. Vor allem in den Touristenzentren entstehen mittlerweile diverse Sterne-und Luxushotels, die wohlhabende Besucher anlocken sollen.

Anreise

Die Einreise nach Myanmar ist abgesehen von einzelnen komplizierten Routen über die Grenze zu Thailand, China oder Indien ausschließlich mit dem Flugzeug zu bewältigen.

Die Möglichkeit für einen Direktflug bietet momentan nur die deutsche Condor an. Es ist allerdings kein Problem das Land über einen der verschiedenen Umsteigeflughäfen zu erreichen. Gesellschaften wie Lufthansa, Air Asia, Vietnam Airlines, Singapore Airlines sowie einige andere, bieten hier zahlreiche Flüge von verschiedenen deutschen Abflughäfen an.

Als Umsteigeflughafen bietet sich insbesondere Bangkok an, da hier die myanmarische Botschaft über einen 24 Std. Service verfügt, so dass evtl. Formalia (Probleme mit dem Visum etc.) noch vor Einreise geklärt werden können.

Die Ausreise muss am selben Grenzübergang erfolgen wie die Einreise auch. Dies gilt auch bei einer Anreise über den Luftweg. Es kommt vor, dass die Grenzkontrollbehörden den Ausweis nach der Einreise, bis hin zur Ausreise an der gleichen Grenzstation, zurückhalten. Möchte man dem entgehen, sollte mindestens 14 Tage vor der Anreise eine staatliche Genehmigung beantragt werden. Informationen zu den zahlreichen Reisebeschränkungen können Touristen beim staatlichen Reisebüro „Myanmar Travels and Tours“ einholen : http://www.myanmartravelsandtours.com

Fortbewegung im Land

Myanmar Karte

Myanmar Karte: Landkarte des ehemaligen Birma. (klicken zum vergrößern)

Das Auswärtige Amt hat für das Reisen in Myanmar eine Reihe von Sicherheitshinweisen vorgelegt, die dringendst berücksichtigt werden sollten.

Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen im März 2013, hat die Regierung in Meiktila sowie den angrenzenden Gemeinden Mahlaing, Tharzi und Wundwin, den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach erneuten Auseinandersetzungen wurde zudem eine nächtliche Ausgangssperre in den Gemeinden der Bago Region und der Yangon Region zwischen Yangon und Pyay beschlossen.

Auch der Rakhni State steht seit den Unruhen im Juni 2012 noch immer unter Ausnahmezustand.
Von einer Reise in die oben genannten Regionen einschließlich der Städte Siiwe und Mrauku wird bis auf weiteres abgeraten.

Zu bewaffnete Konflikten kommt es auch immer wieder in Teilen des Kachin State bzw. des nördlichen Shan States. Rebellenarmeen und das myanmarische Militär liefern sich in diesen Regionen anhaltende Gefechte. Auch in einigen Grenzregionen u.a. in Teilen des Chin State und der Sagaing Region sowie in Bereichen des Shan, Mon, Kayin und Kayah States bleibt die Lage angespannt. Besondere Vorsicht ist hier durch die ungekennzeichneten Minenfelder geboten.

Flugzeug

Myanmar verfügt über ein Netz aus Flugrouten, welches die meisten touristisch interessanten Städte und Orte miteinander verbindet. Neben den internationalen Flughäfen in Yangon und Mandalay existieren mehrere nationalen Flugplätze, die ein schnelles Vorankommen im Landesinneren ermöglichen.

Der Flugverkehr in Myanmar ist allerdings weit weniger organisiert als es in Westeuropa der Fall ist. Verspätungen sind an der Tagesordnung und häufig steht bis zum Startzeitpunkt nicht fest, ob ein Zwischenstopp eingelegt wird oder nicht. Darüber hinaus müssen sich Reisende darauf gefasst machen, nicht in einen Jet, sondern in einer der älteren Propellermaschinen durch die Lüfte getragen zu werden.

Airlines und Flugpreise

Abhängig von der zurückgelegten Distanz kostet einen Ticket für den nationalen Flugverkehr zwischen 40 und 70,00$ pro Flug. Die Gesellschaften Air Bengan, Air Mandalay und Asien Wings bedienen alle interessanten Routen im Land. Auf einen Flug mit der einheimischen Gesellschaft Myanama [sic] Airlines sollte man lieber verzichten, da es während der letzten Jahre immer wieder zu drastischen Problemen aufgrund mangelnder Wartung gekommen ist.

Bus Travel

Ein Bus in Yangon/ Rangon, Myanmar

Ein Bus in Yangon, Myanmar

Die meisten Strecken im Land lassen sich gut mit dem Bus bewältigen. Neben den staatlichen Bus Companies, gibt es mittlerweile auch mehrere private Anbieter, die meist über einen besseren Service und komfortablere Vehikel verfügen. Von lokalen Kleinbussen bis hin zu den größeren und etwas bequemeren Nachtbussen, welche meistens die größeren Städte des Landes verbinden und durchaus eine Fahrtdauer von bis zu zwölf Stunden auf sich nehmen, findet man für jede Gelegenheit ein passendes Fortbewegungsmittel.

Bei einer Buchung in einem der neueren Busse erhalten Touristen in der Regel einen eigenen Sitzplatz und eine Klimaanlage. Da die Straßenverhältnisse in Myanmar jedoch nach wie vor ungenügend sind, bleiben längere Fahrten auch heute noch ein Abenteuer.

Bus Tickets

Die Tickets können direkt am Ort der Abfahrt gekauft werden. Idealerweise sollte man sich den Fahrschein bereits einige Tage vor Abreise besorgen, da die Busse gelegentlich recht überfüllt sind.

Bus Schedule, Timetable

Preise und Fahrzeiten ändern sich relativ häufig, eine einigermaßen aktuelle Tabelle findet man unter http://www.ananda-travel.com/UK/myanmar_bus_fares_uk.htm.

Bahn

Urlauber die gerne mit der Bahn reisen sollten Zeit und Gemütlichkeit mitbringen. Neben teils stundenlangen Verspätungen fährt die Bahn recht langsam, bietet damit jedoch die Gelegenheit ein Stück der wunderschönen Natur des Landes genauer kennenzulernen. Vor allem die Strecke von Yangon nach Mandalay erfreut sich in den letzten Jahren einer stetig wachsenden Beliebtheit. Neben Mandalay fährt die Bahn jedoch auch zahlreiche weitere Destinationen von Yangon aus an. Die ehemalige Haupstadt ist damit ein perfekter Ausgangspunkt, um auch die weniger bekannten Ecken im Land zu erkunden.

Neben der größten staatlichen Eisenbahngesellschaft, der „National Railways“ gibt es noch den „Chinese Train“ um den „Bagan Train“. Touristen sind gut damit beraten sich im Zug einen Platz in der ersten Klasse zu buchen, da die Beinfreiheit andernfalls sehr eingeschränkt ist, was bei einem etwa 14-Stündigen Trip schnell zu Unmut führen kann.

Myanmar National Railways

Mit dem mit „National Railway“ lassen sich von Yangon aus folgende Destinationen erreichen:

  • Kyaikhto
  • Mawla Myane
  • Thazi
  • Mandalay
  • Bag
  • Taungoo
  • Tha Hton
  • Pyay
  • Pyinmana

Chinese Train

Der „Chinese Train“ steuert folgende Ziele an:

  • Mandalay
  • Thazi
  • Taungoo
  • Pyinmana

Bagan Train

Der „Bagan Train“ hingegen bedient ausschließlich die Strecke zwischen Yangon und Bagan.

Kosten

Die Kosten für ein Fahrt belaufen sich auf der Strecke von Yangon nach Mandalay zwischen 11 USD (einfacher Sitz) und 33 USD für einem Platz im Schlafabteil. Abhängig von der Art des Zuges und der gewählten Klasse können die Preise variieren.

Schiff

Auf dem Irrawady, welcher das Land von Süden nach Norden durchzieht, gibt es einige Touren die touristisch interessante Städte miteinander verbinden. Da die Erkundung mit dem Schiff eine sehr gemächlich Form des Reisens darstellt, sollten Touristen ausreichend Zeit und Geduld mitbringen, um die ganze Schönheit des Landes bewusst und ohne Stress genießen zu können.

Auto und Motorrad

Des eigenständige manövrieren von Autos oder Motorrädern ist Touristen in Maynmar grundsätzlich untersagt. Es besteht jedoch die Möglichkeit ein PKW mit Fahrer zu mieten. Dieser hat die Funktion eines Chauffeurs und fährt den Urlauber zu jedem beliebigen Ziel.

Fahrrad

Das Reisen mit dem Fahrrad erfreut sich in Myanmar mittlerweile einer zunehmenden Beliebtheit. Es muss bei Fahrradreisen jedoch beachtet werden, dass die Qualität der Straßen in weiten Teilen des Landes eher fragwürdiger Natur sind. In den touristisch weniger erschlossenen Gebieten müssen Urlauber zudem damit rechnen häufiger nach ihren Pass und Ihren Dokumenten gefragt zu werden. Auf jeden Fall sollten man auf Fahrradtour nicht mehr nach Anbruch der Dunkelheit unterwegs sein. Auch hier muss noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Urlauber ausschließlich in registrierten Gästehäusern und Hotels nächtigen dürfen.

Handy, Smartphone, Internet

Aufgrund der rigiden Informationspolitik seitens der Regierung ist im Land ein einwandfreier Internetzugriff kaum möglich. Zwar gibt es einige Internetcafes, die Nutzung ist jedoch stark eingeschränkt. Langsame Verbindungen und gesperrte Seiten erlauben gelegentlich nicht einmal das Schreiben und Beantworten von E-Mails.

Obwohl die Zensur 2012 gelockert wurde, darf man keinesfalls westliche Standards erwarten. Ähnliches gilt auch für das noch recht junge Mobilfunknetz. Eine Nutzung ist ausschließlich mit einer der einheimischen Sim-Karten möglich und ist weiterhin sehr eingeschränkt.

Öffentliche Telefonzellen gibt es nicht, häufig hat der Urlauber aber die Möglichkeit von der Hotelrezeption ins Ausland zu telefonieren. Die Kosten belaufen sich auf etwa vier US Dollar pro Minute. Viele der neueren Hotels stellen mittlerweile auch W-Lan zur Verfügung. Auch hier muss aber mit Einschränkungen gerechnet werden.

Essen

Das kulinarische Klima in Myanmar wird von verschiedenen regionalen Küche beherrscht. Besonders beliebt sind Currys, die sich in Geschmack und Schärfegrad, je nach Gebiet, voneinander unterscheiden. Mit Stäbchen wird in Myanmar eher selten gegessen. Vorwiegend kommen Löffel und Gabel zum Einsatz, in manchen Regionen des Landes benutzt man aber auch die Hände.

In den westlichen geprägten Hotels und Gasthäusern werden zum Frühstück meistens Toast, Butter, Marmelade und Eier serviert. Mittags und abends kann man sehr günstig in den einheimischen Restaurants essen. Traditionelle myanmarische Gerichte sind bereits zwischen drei und vier US Dollar zu haben.

Nationalgericht Mohinga

Mohinga

Mohinga

Ein Nationalgericht in Myanmar ist Mohinga. Eine Suppe aus Fisch und Reisnudeln, die sich in weiten Teilen des Landes einer enormen Beliebtheit erfreut und in den kleineren Gästehäusern häufig bereits zum Frühstück serviert wird. Traditionell wird dazu Tee gereicht.

Getränke

Westliche Softdrinks sind in den meisten Supermärkten erhältlich. Besondere Vorsicht ist geboten beim Verzehr von Wasser aus der Leitung. Da die Qualität im Land nach wie vor ungenügend ist, sollte Leitungswasser niemals direkt getrunken werden. In Plastikflaschen abgefülltes Wasser ist an jeder Straßenecke für wenig Geld zu bekommen. Andernfalls drohen unangenehme Durchfallerkrankungen bis hin zu Cholera.

Verhaltensregeln

Myanmar ist ein äußerst konservativer Staat, dessen Bewohner über Jahrzehnte hinweg von der Außenwelt isoliert wurden. Gute Umgangsformen sowie ein gepflegtes Äußeres zählen daher zu den Grundregel eines respektvollen Verhaltens.

Verpönt sind zudem lautstarkes Verhalten und öffentliche Wutausbrüche. In den Augen der Einheimischen verliert man durch ein solches Verhalten sein Gesicht. Gelassenheit und ein ruhiges Wesen führen in Myanmar weitaus häufiger zum Ziel als Tobsuchtsanfälle.

Respekt vor dem Buddhismus

Jeder Tourist sollte es zudem unterlassen mit dem Finger auf fremde Personen oder heilige Gegenstände zu zeigen, stattdessen ist es üblich mit dem Kopf in die entsprechende Richtung nicken. Der Kopf gilt in im Buddhismus und somit in weiten Teilen von Myanmar übrigens als das „höchste“ Körperteil und darf daher niemals von Fremden berührt werden. Selbst kleinen Kindern über den Kopf zu streichen gilt in buddhistisch geprägten Ländern bereits als bewusste Beleidigung.

Im Gegensatz zum Kopf, sind die Füße der „niedrigste“ Teil des Menschen und gelten somit als unrein. Niemals sollten diese im sitzen auf eine andere Person oder gar eine Buddha-Statue zielen. Vor betreten eines Tempels oder auch Hauses müssen außerdem die Schuhe ausgezogen werden, da diese ebenfalls als unrein empfunden werden.

Sprache und Verständigung

Die Nationalsprache im Land ist Birmanisch. Sehr zum Vorteil der meisten Urlauber wird neben zahlreichen weiteren Sprachen und Dialekten auch in einigen Regionen des Landes Englisch gesprochen. Vor allem in den Touristenhochburgen beherrschen viele Einheimische einen passablen Grundwortschatz an englischen Vokabeln.

Die grundsätzliche Verständigung mit Hotelkräften oder sonstigen Angestellten funktioniert für gewöhnlich einwandfrei (kleine Ausnahmen bestätigen hier die Regel). Ein wenig mehr Mut zum Gestikulieren muss der Tourist mitbringen, sofern er die abgelegeneren Regionen des Landes bereist. Zwar findet man auch hier i.d.R. Einheimische, die zumindest bruchstückhaftes Englisch sprechen, es kommt jedoch auch ebenso häufig vor, dass die Verständigung nur über Hand, Fuß und Mimik funktioniert.

Wie überall ist es gern gesehen, wenn Reisende einige Grundsatzvokabeln (Begrüßung, Verabschiedung, bedanken etc.) in Birmanisch beherrschen. Solche Gesten werden von Einheimischen immer mit Wohlwollen und Sympathie aufgenommen.

Nachtleben und Party

Nachtleben/ Nightlife in Myanmar: Der Night Market in China Town, Yangon

Nachtleben in Myanmar: Der Night Market in China Town, Yangon

Das Nachtleben in Myanmar ist nicht zu vergleichen mit den ausschweifenden Party- Exzessen wie man sie in Thailand und vielleicht noch in Vietnam findet. Durch die ursprünglich strikte Trennung vom Massentourismus hat sich in Myanmar niemals eine solche Szene etablieren können. Da das Land sehr arm ist, besteht zudem von Seiten der Einheimischen kaum der Drang nach einem ausschweifenden Nightlife.

Die meisten Restaurants und Bars im Land schließen in den Abendstunden. Häufig gibt es nur in den größeren Hotelanlagen einige Etablissements, die bis in die Nacht geöffnet haben und Alkohol ausschenken. Eine lebendige Club- und Barszene sucht man in Myanmar bis heute vergebens. Nachtschwärmer und Freunde von langen, feuchtfröhlichen Nächten sind mit einer Reise in das Entwicklungsland daher weniger gut beraten.

Reise- und Sicherheitshinweise

Es gibt zahlreiche weitere Hinweis, die durch das Auswärtige Amt im Fall eine Reise nach Myanmar zur Verfügung gestellt werden.

Terrorismusgefahr

Immer wieder kommt es im Land zu politische motivierten Gewalttaten. Nach den Verursachern der Anschläge in den Jahren 2005 und 2010 wird weiterhin gefahndet. Zwar richtet sich die Gewalt nicht gezielt gegen Urlauber und Touristen, meistens werden aber bekanntere öffentliche Orte zur beliebten Zielscheibe. Menschenansammlungen, stark frequentierte Plätze sowie Demonstrationen sollten strikt gemieden werden. Dabei geht die Gefahr nicht ausschließlich von terroristischen Gruppen aus, auch das Militär und die Polizei neigen zu intensiver Gewaltanwendung beim Auflösen solcher Ansammlungen.

Die populären Touristendestinationen wie Yangon, Bagan, Mandalay, Inle-See und Ngapali gelten im Regelfall als sicher. Andere Reiseziele sollten durch ein erfahrenes nationales Reisebüro auf eventuelle Sicherheitsprobleme geprüft werden.

Bei Reisen über Land müssen Touristen mit Straßensperren durch das Militär und die Polizei rechnen. Die Hotels und Gästehäuser sind in jedem Fall verpflichtet, die Passdaten ihrer Gäste zur Verfügung zu stellen. Der Reisepass muss daher immer bereit gehalten werden.

Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Kyat ist nicht gestattet. Bestände können allerdings vor Ausreise in den Wechselstuben in USD getauscht werden. Beträge, die einen Wert von 10.000 US Dollar übersteigen, müssen vor der Einreise deklariert werden. Die Einfuhr von elektronischen Geräten, die zur Kommunikation dienen (Satellitentelefone, Modems, Telefaxgeräte etc.) bedürfen einer vorherigen Genehmigung durch das myanmarische „Post & Telecommunications Department“. Tragbare Computer, wie Laptops oder Netbooks, sind von dieser Regelung ausgenommen.

Ein Einfuhrverbot besteht für Waffen, pornographisches Material, Spielkarten sowie Gegenstände, welche die myanmarische Nationalflagge, das Abbild Buddhas oder nationale Pagoden zeigen.

Ein Ausfuhrverbot gilt insbesondere für jede Form von Antiquitäten. Erstandener Schmuck und Edelsteine können nur gegen Vorlage der Quittung eines staatlich lizenzierten Händlers in die Heimat überführt werden.

Das mitgeführte Reisegepäck wird bei Ein- und Ausreise kontrolliert und vereinzelt gezielt per Hand durchsucht. Verstöße gegen die oben genannte Bestimmungen können mit langen Haftstrafen geahndet werden.

Drogen

Wie auch in anderen Ländern Südostasiens kennt die myanmarische Regierung bei Drogenbesitz und Handel kein Pardon. Es verwundert daher wenig, dass die Gesetze bereits bei einem Besitz nur geringer Mengen Rauschgifts eine hohe Freiheitsstrafe vorsehen. Dies gilt auch für den Besitz weicher Drogen wie Cannabis. Erwerb und Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr können neben langer Haft sogar mit der Todesstrafe geahndet werden. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts kann fatale Folgen haben.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Auch heute noch müssen ausländische Touristen damit rechnen vom Staat überwacht zu werden. Solche Maßnahmen liegen in der Angst begründet, fremde Kräfte könnten sich zu sehr in das Geschehen im Land einmischen. Jegliche Art politischer Aktivität ist daher verboten.

Gleiches gilt für Kritik an der Regierung. Selbst das Fotografieren uniformierter Persönlichkeiten sowie strategisch bedeutender Infrastruktur oder Militäreinrichtungen ist illegal. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Haftstrafen geahndet werden.

Bereits der Besitz von pornographischen Materialien ist in Myanmar strafbar. Prostitution, gleichgeschlechtliche Handlungen und intimer Kontakt mit Minderjährigen, sei es auch in einvernehmlichem Verständnis, sind im Land strikt untersagt und werden hart bestraft.

Gesundheit

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Instituts.

Neben Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio, können auch Impfungen gegen Tollwut, Hepatitis A und Japanische Enzephalitis sinnvoll sein.

Dengue-Fieber und Malaria

Myanmar Malaria Map

Myanmar Malaria Map

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht in Myanmar eine akute Ansteckungsgefahr mit Dengue-Fieber und Malaria. Beide Krankheiten werden von einer Mücke übertragen, wobei Dengue- Fieber tagsüber, Malaria hingegen in den Abendstunden und nachts übertragen wird.
Dengue tritt in Myanmar gehäuft während der Regenzeit auf. Es besteht ein landesweites Übertragungsrisiko, wobei die Stadtgebiete oftmals stärker betroffen sind als ländliche Regionen.

Auch Malaria kann abhängig von der bereisten Region ganzjährig auftreten, mit einem zunehmenden Risiko einer Infektion während der Regenzeit.
In ganz Myanmar besteht ein mittleres Malariarisiko. Vor allem im Osten des Landes und in den Grenzgebieten zu Thailand, aber auch in den westlichen Regionen, sollten Urlauber die unten genannten Sicherheitsvorkehrungen beachten.
In der Umgebung von Yangon und anderen größeren Städten ist das Malariarisiko hingegen deutlich geringer. Die Stadtgebiete von Yangon/ Rangon und Mandalay gelten als malariafrei.

Besondere Vorsicht ist vor der Malaria Tropica geboten. Diese kann bei Europäern durchaus tödlich enden und tritt auch in Myanmar besonders gehäuft auf. Urlauber und Touristen sollten daher besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Chemoprophylaxe, (Einnahme von Tabletten) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone oder Riamet auf dem deutschen Markt erhältlich. Da die Malariaprophylaxe durchaus mit Risiken und Nebenwirkungen einhergehen kann, sollte diese unbedingt vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden.

Die Beschwerden gleichen meist den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten. Eine Erkrankung lässt sich daher nicht immer nicht direkt diagnostizieren, kann jedoch bei rechtzeitiger Behandlung zuverlässig und ohne bleibende Schäden geheilt werden.

Eine weitere durch Mücken übertragene Erkrankung ist das Chikungya- Fieber, das sich durch hohe Temperatur und zum Teil langanhaltende Gliederschmerzen auszeichnet. Auch diese Infektion kann in Myanmar immer wieder auftreten. Ähnlich verhält es sich mit der Japanischen Enzephalitis. Diese Infektionskrankheit wird wie das Dengue- Fieber durch nachtaktive Mücken übertragen und kann mitunter zum Tode führen. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz auch eine vorbeugende Schutzimpfung in Betracht gezogen werden. Im Gegensatz zu Dengue- Fieber und Malaria sind Erkrankungen mit der Japanischen Enzephalitis allerdings eher selten.
Da sowohl Malaria, wie auch das Dengue- und das Chikungya- Fieber durch Mücken übertragen werden, wird Urlaubern grundsätzlich empfohlen körperbedeckende helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Wie in vielen anderen ostasiatischen Ländern treten auch in Myanmar gehäuft Durchfallerkrankungen und sogar Cholera auf. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohen Salat und Gemüse zu verzehren sowie unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen und Cholera lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs
  • Zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Urlauber stets Trinkwasser aus der Flasche nutzen
  • Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.

Tollwut

Tollwut kann in Myanmar eine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Die Krankheit wird durch Vieren im Speichel infizierter Tiere auf den Menschen übertragen. Eine Infektion verläuft in der Regel tödlich. In ganz Kambodscha besteht ein Risiko von einem der zahlreichen streunenden Hunde gebissen zu werden. Zwar ist keineswegs jeder Streuner infiziert, im Notfall kann die benötigte medizinische Behandlung nach einer solchen Verletzung aber nicht immer zeitnah vorgenommen werden. Daher empfiehlt es sich vor Reiseantritt ein Tollwutimpfung durchführen zu lassen.
Eine weitere Gefahr im Land ist Tuberkulose, welche mittlerweile gehäufter auftritt und durch die zunehmende Existenz von resistenten Tuberkuloseerregern in Myanmar zu einer realen Bedrohung werden kann.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Land entspricht keinesfalls westlichen Standards. Häufig werden Probleme mit der Technik und der Hygiene, aber auch fehlende Kompetenz seitens des Personals bemängelt. Ärzte mit ausreichenden Fremdsprachenkenntnissen sind selten vor Ort. Für Touristen ist es daher grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen. Auch eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden.