Macau Reisen, Reiseführer, Tourismus


SprachenChinesisch (Hochchinesisch und Kantonesisch), Portugiesisch (Amtssprachen)
StaatsformSonderverwaltungszone
Fläche28,2 km²
Einwohner573.000 (~20.000 Einwohner pro km²)
WährungMacao-Pataca (MOP)
Telefon-Vorwahl+853
ZeitzoneUTC+8
NationalflaggeMacau Flagge

Macau Flagge

Auch wenn hier alles etwas kleiner ist als im Spielerparadies in der Wüste Nevadas, schafft es die chinesische Sonderverwaltungszone dennoch jedes Jahr viele tausend Touristen aus dem asiatische Umland in die pompösen Casinohotels der Stadt zu locken. Insbesondere Hong Kong-Chinesen zieht es auf die etwa 65 km entfernt gelegene Halbinsel, auf welcher das Glücksspiel bereits im 19 Jahrhundert legalisiert wurde. Die meisten Touristen verbringen nur wenige Tagen in Macau und tatsächlich dürfte für viele Besucher die Hauptmotivation im Glücksspiel liegen, dennoch sollten Reisende nicht übersehen, dass die Stadt trotz ihrer überschaulichen Größe noch einige Attraktionen zu bieten hat. Interessant sind insbesondere die Spuren, welche die Portugiesen nach der Übergabe der Halbinsel hinterlassen haben. Imposanten Kolonialbauten und Ruinen alter Kathedralen stehen heute im krassen Gegensatz zu den modernen Hotelkomplexen, die vor allem durch amerikanische Investoren seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Insel erbaut wurden.

Macau, China

Macau, China: Zeichnung des imposanten Galaxy Hotels. (Goddard Group)

Neben den modernen Unterhaltungsmöglichkeiten und den kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, ist es vor allem die macanesische Küche, welche viele Urlauber in ihren Bann zieht. Die Melange portugiesischer und chinesischer Einflüssen hat eine Cuisine erschaffen, die den meisten Touristen wahrlich das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Wer die Stadt wirklich kennenlernen möchte, sollte sich in jedem Fall mindestens 3 oder 4 Tage Zeit nehmen, um das kontrastreiche Angebot Macaus wahrnehmen zu können.

Die chinesische Sonderverwaltungszone beherbergt auf einer Fläche von knapp 30 km² ungefähr 580.000 Einwohner. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Zentrum der Stadt ist die Peninsula de Macau. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit gehören knapp 15% der Bevölkerung dem Christentum an, wodurch auf Macau auch Feiertage wie Ostern oder Weihnachten zelebriert werden.

Stadtteile und Sehenswürdigkeiten

Macau Districts Map, Karte

Karte der Distrikte von Macau. Klicken um zu vergrößern.

Die Sonderverwaltungszone Macau teilt sich in drei separate Distrikte auf.

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum ist die Peninsula de Macau, welche im Norden an Festlandchina grenzt.

Südlich liegen die Inseln Taipa und Coloane, welche durch den durch Landgewinnung erschaffenen Bezirk Cotai miteinander verbunden sind.

Der Süden und der Norden Macaus sind wiederum über die Macau-Taipa Bridge und die Friendship Bridge miteinander verbunden.

Macau Peninsula

Einen Großteil der Sehenswürdigkeiten der Sonderverwaltungszone findet man auf der Macau Peninsula. Eine der größten Attraktionen der Stadt sind sicherlich die Ruinen der Church of St. Paul. Diese im frühen 17. Jahrhundert erbaute Jesuitenkirche war einst das größte Monument christlichen Glaubens in ganz Asien und ist heute noch eine Pilgerstätte für Christen aus der Region. Mindestens ebenso populär ist Church of St. Paul aber auch bei Urlaubern und Besuchern anderen Glaubens. Die Kirche, von der mittlerweile nur noch die Front geblieben ist, liegt ein wenig über den Dächern der Stadt und muss zunächst über eine Treppe erklommen werden, was ihr sowohl einen beeindruckenden wie auch leicht surrealen Eindruck verleiht. Seit 2005 zählen die Überreste der Kirche, als Teil des historischen Zentrums Macaus, zum UNESCO Weltkulturerbe.

Nicht weit entfernt von der Church of St. Paul liegt das Fortaleza do Monte. Eine militärische Anlage, die von den Portugiesen zum Schutz der Jesuiten und ihres Eigentums auf Macau erbaut wurde.

Nahe dem Largo do Senado, welcher bereits einen Ausflug wert ist, liegt das ehemalige Regierungsgebäude Macaus, welches während der portugiesischen Kolonialherrschaft genutzt wurde. Mittlerweile wird der Anblick des „Leal Senado“ allerdings durch unschöne Hochhausbauten des 20. Jahrhunderts getrübt. Auch dieses Gebäude zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im Süden der Peninsula Macau findet man den A-Ma Tempel in der Rua de Sao, der die Göttin Tin Hau ehrt. Der A-Ma Tempel ist der nicht nur der älteste Tempel der Stadt sondern auch der beeindruckendste.

Macau Tower

Macau Tower

Im Südwesten der Peninsula liegt der Macau Tower am Largo de Torre de Macau. Mit 338 m ist der Turm das höchste Gebäude in Macau und bietet in seinem Inneren verschiedene Restaurants und Geschäfte. Im unteren Teil findet man das Macau Convention & Entertainment Centre. Zudem beherbergt der Tower diverse Restaurants und Cafes sowie Aussichtsplatformen auf der 58. und 61. Etage. Wagemutige Urlauber können gegen einen Preis von rund 150 Euro den knapp 100m hohen Mast erklimmen und die atemberaubende Aussicht genießen.

Taipa

Taipa Village Macau

Taipa Village

Taipa liegt südlich von der Macau Peninsula und lässt sich über die Macau-Taipa Bridge und die Friendship Bridge erreichen. Die Top-Attraktion der Insel ist sicherlich Taipa Village, ein Dorf, das zahlreiche Tempel und Kolonialbauten sowie einige nette Restaurants und Geschäfte, aber auch Museen beherbergt. Besonders empfehlenswert ist der Pou Tai Tempel in 5 Estrada Lou Lim Ieok, der größte Tempelkomplex der Stadt.

Neben dem historischen Zentrum der Stadt auf der Macau Peninsula, ist das Taipa Village sicherlich die erste Anlaufstätte für Urlauber, die ein wenig mehr über die Kultur der ehemaligen Kolonie erfahren möchten.

Coloane

Coloane Village Macau

Coloane Village

Südlich von Taipa liegt Coloane. Ein Hightlight ist hier das Coloane Village, ein noch immer etwas verschlafen wirkendes Fischerdorf, das die ursprüngliche Seite Macaus repräsentiert. Der Markt und die verschiedene Tempel erlauben einen guten Einblick auf das zunächst einfache Leben in Taipa und wirkt fast schon wie ein Gegenentwurf zum Taipa Village, das mittlerweile sehr viele Touristen in seinen Bann zieht.

Ebenfalls einen Ausflug wert ist die Kapelle des St. Francis Xavier in der Avenida de Cinco de Outubro. Architektonisch weniger interessant, kann die Kapelle doch mit ihrem bunten Äußeren und den ansprechenden Malereien im Inneren beeindrucken.

Veranstaltungen und Festivals

Das ganze Jahr hindurch bietet Macau Reisenden und Touristen eine Vielzahl an Festivals und Events, die Urlauber in Berührung mit der einheimischen Lebensart und dem kulturellen Erbe bringen.

Januar

Chinesisches Neujahrsfest

Chinesisches Neujahrsfest

Chinesisches Neujahrsfest

Das chinesische Neujahrsfest ist auch in Macau eines der absoluten Höhepunkte im Jahr. Viele Tempel und zahlreiche Gebäude sind hell erleuchtet und beeindrucken sowohl Einheimische wie auch Touristen mit zahlreichen Veranstaltungen und einem opulentem Feuerwerk. Überall herrscht eine ausgelassene und angenehme Atmosphäre, welche die gesamte Zeit vor, während und auch nach dem Festival noch für einige Tage anhält.

Februar

Laternenfest

Das Laternenfest läutet das offizielle Ende der Feierlichkeiten anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes ein. In der ganzen Stadt schmücken auffällige Laternen die Tempel, Geschäfte und Restaurants aber auch die privaten Häuser der Stadt. An vielen Orten gibt es volkstümliche Aufführungen sowie künstlerische Darbietungen oder Umzüge.

März

Fest zu Ehren des Gottes Tou Tei

Das Fest zu Ehren des Erdgottes wird jährlich in allen Tou Tei Tempel in der Stadt abgehalten. Zwar ist das Fest kein besonderer touristischer Höhepunkt, erlaubt aber dennoch einen netten Einblick in die Kultur der Stadt.

April

Ching Ming Festival

Das Ching Ming Festival findet in der Regel Anfang April statt und ist das chinesische Totenfest. Während auch in Macau Friedhöfe für gewöhnlich gemieden werden, werden während des Ching Ming Festes die Gräber der Ahnen gesäubert, ja geradezu heraus geputzt.
Man bringt Gaben wie Nahrungsmittel, Blumen oder aber Gegenstände, die den Verstorbenen zu ihren Lebzeiten Freude bereiteten. Traditionell werden Räucherstäbchen angezündet und verschiedene weitere Opfergaben aus Papier verbrannt, welche dem Glauben nach durch das Feuer in das Reich der Verstorbenen gelangen. Am häufigsten sind das Geldscheine aus Papier, aber auch komplexe Gebilde wie Papierautos oder sogar Anzüge aus Papier werden zu Gedenken der Toten in Brand gesteckt.

Mai

Buddhas Geburtstag

Am achten Tag des vierten Mondmonats wird in Macau der Geburtstag Buddahs zelebriert. Alle buddhistischen Tempel und Kloster der Stadt sind an diesem Tag festlich geschmückt und allerorts finden Zeremonien statt. Höhepunkt ist die Waschung der Buddah Statuen, welche die Reinigung von Sünden und das Streben nach Reinheit und Weisheit symbolisiert.

Juni

Macau Lotus Flower Festival

Dieses Festival zu Ehren der Lotusblüte findet jährlich im Taipa-Houses Museum und im Lou Lim leoc Garden statt. Aber auch sonst erblüht die Stadt zu dieser Jahreszeit in den schillernden Farben des Lotus. Was für die Japaner das Fest zur Kirschblüte ist, ist für die Macanesen das Lotus Flower Festival.

Drachenboat Festival

Jedes Jahr findet zu Ehren eines chinesischen Nationalhelden das sogenannte Dragonboat Festival statt. Aufgrund erlittenen Unrechts wollte sich dieser in den Tiefen eines Flusses ertränken. Austragungsort der Renne ist jedes Jahr der Nam Van Lake auf der Peninsula Macau statt.

August

Feast of Maidens

Ähnlich wie das Laternenfest gilt auch das Feast of Maidens als eine Art chinesischer Valentinstag und entspricht dem Seven Sisters Festival, welches in ganz China gefeiert wird. Die Ursprünge dieses Festes gehen zurück auf die beiden Sterne Altair und Vega, welche nach einer chinesischen Legende zwei Liebhaber sind, die auf herzlose Weise voneinander getrennt wurden und seitdem an den verschiedenen Enden der Milchstraße ihre Existenz in Einsamkeit verbringen müssen. Traditionell finden an diesem Tag Handarbeitswettbewerbe statt und junge Frauen bringen den beiden getrennten Liebenden aus der Legende kleine Opfergaben.

Hungry Ghost Festival

Hungry Ghost Festival

Hungry Ghost Festival

Am Tag des  Hungry Ghost Festivals wandeln die Toten auf der Suche nach Freude und Feier über der Erde. Das Festival zeichnet sich in erster Linie durch künstlerische Darbietungen aus. Vor allem Tänzer und Sänger findet man zu dieser Zeit auf den Straßen.  Auch bei diesem Fest werden Opfergaben aus Papier verbrannt und Speiseopfer gebracht.

September

Macau International Fireworks Display Contest

Bei diesem jährlich stattfindenden Feuerwerkswettbewerb treffen in der Regel zehn internationale Teams aufeinander, die den Himmel über Macau hell erstrahlen lassen. Austragungsort ist die Sea Area unmittelbar vor dem Macau Tower.

Mid-Autum Festival

Jedes Jahr am 15. Tag des achten Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender findet jährlich das Mid-Autum Festival statt.  Die Straßen sind gefüllt mit kleinen Ständen und Hütten, die eine Art  gefüllter Teigtaschen anbieten. Diese „Mondkuchen“ findet man mal mit süßer und mal mit würziger Füllung. Die kleinen Snacks sind sowohl bei Einheimischen wie auch bei Touristen äußerst beliebt. Aus ihnen ergibt sich auch der alternative Name der Veranstaltung: Mooncake Festival.

Oktober

Macau International Music Festival

Highlight sind die Opern, die während diese mehrwöchigen Festes aufgeführt werden. Daneben findet man aber auch eine Reihe weiterer Künstler aus verschiedenen musikalischen Bereichen.

Chung Yeung Festival

Während des Chung Yeuung Festes werden, ähnlich wie beim Ching Ming Festival, die Gräber der Ahnen gesäubert und Gaben wie Nahrungsmittel, Blumen oder aber Gegenstände die den verstorbenen zu ihren Lebzeiten Freude bereiteten erbracht. Traditionell werden Räucherstäbchen angezündet und verschiedene Opfergaben aus Papiere verbrannt.

Außerdem ist es für viele Familien an diesem Tag üblich eine Wanderung zum höchsten Punkt in der Umgebung zu machen, was Glück und Freude verspricht. Zurück geht diese Traditionen auf eine alte Legende, der zufolge ein junger Mann auf Anraten eines Wahrsagers mit seiner Familie sein Dorf verlassen und einen höher gelegenen Ort aufgesucht hat, um einer bevorstehenden Katastrophe zu entgehen.

November

Macau Food Festival

Im November treffen sich in Macau mehr als hundert Köche und Lebensmittelhändler, um die Küche Macaus zu zelebrieren und die Gäste in die herausragenden Gastronomie der Sonderverwaltungszone einzuführen. Zwar steht das Essen im Mittelpunkt dieses mehrwöchigen Festivals, es gibt aber auch diverse Veranstaltungen, Spiele und Preise. Ausgelassene Stimmung und volle Bäuche sind beim Macau Food Festival garantiert.

Macau Grand Prix

Macau GP

Macau GP Motorrad Rennen

Rennsportfreunde werden sich sicherlich nicht das letzte Rennen der Saison während der Tourenwagen Weltmeisterschaft entgehen lassen wollen, das mit dem Macau GP seit 2005 jährlich auf dem Guia Circuit stattfindet. Ausserdem gibt es Motorrad und Formel 3 Rennen im Rahmen des Macao Grand Prix.

Dezember

Macau International Marathon

Seit 1981 findet in der Stadt jährlich der Macau Marathon statt. Der Strecke beginnt und endet im Macau Olympia Stadion und schließt neben der Peninsula Macau auch die Inseln Taipa und Coloane mit ein.

Wintersonnenwende

Die Feierlichkeiten zur Wintersonnenwende basieren in China auf dem Konzept von Yin und Yang. Während Yin die Dunkelheit und Kälte in sich vereint, symbolisiert Yang das Licht und die Wärme. Da am Tag der Wintersonnenwende Yin seine absolute Stärke erreicht hat, bedeutet dies auch einen Wechsel hin zum Yang, welches sodann zunimmt , während das Yin wieder schwächer wird. Dieser Umbruch wird vor allen in den Familien ausgelassen gefeiert und gilt, nach dem chinesischen Neujahrsfest, als einer der wichtigsten Feiertage des Jahres.

Weihnachten und Silvester

Obwohl beide Feiertage in Macau weit weniger populär sind als im Westen, findet man auch hier in den kalten Dezembertagen eindeutige Zeichen, dass Weihnachten und ein neues Jahr vor der Tür stehen. Da knapp 15% der Bevölkerung christlichen Glaubens sind, findet man auch hier einige Bräuche und Traditionen, die sonst eher in westlichen Ländern Bestand haben.

Geschichte

Im Jahr 1513 setzten die ersten portugiesischen Seefahrer ihren Fuß auf chinesischen Boden. Dennoch dauerte es weitere 40 Jahre bis auf der Insel Shangchuan ein offizieller Handelsposten zur Vermittlung zwischen den beiden Ländern eingerichtet wurde. Allerdings zwangen die hohen Ankergebühren die Portugiesen, nur wenige Monate nach dem Einrichten der Handelszone, die Insel zu verlassen und nach Lampacau (aufgrund von Sedimentablagerungen existiert die Insel in ihren damaligen Zustand heute nicht mehr) weiterzuziehen, dessen nordöstliche Halbinsel auch als Macau bekannt war.

Macau wird zum Handelszentrum

1557 überließ der kaiserliche Hof den Portugiesen die Halbinsel Macau und gestattete es ihnen Unterkünfte und Handelsposten einzurichten. In den folgenden Jahren wurde Macau zu einem der wichtigsten Knotenpunkte für den Handel zwischen China, Japan, Indien und Europa, was unter anderen daran lag, dass die chinesischen Machthaber bereits 1574 den direkten Austausch von Waren mit Japan untersagten. Macau wurde zu einem idealen Austauschort zwischen westlicher und östlicher Kultur, was den damaligen Papst, Clemens XIII, dazu veranlasste die Halbinsel zum Bischofssitz zu ernennen, um die Missionarsbemühungen der katholischen Kirche voranzutreiben. In den Folgejahren entstanden viele der Kathedralen und Kloster, die der Insel auch heute noch ihr charakteristisches Aussehen verleihen.

In den kommenden Jahren stand Macau in seiner absoluten Blüte. Dies änderte sich erst mit dem Auftauchen der Holländer und Briten. Obwohl ein Eroberungsfeldzug der Niederländer im Jahr 1622 zurückgeschlagen werden konnte, gelang es den beiden anderen Mächten ihren Einfluss auf die Region zunehmend auszubauen. Der Einfluss Macaus und Portugals nahm hingegen ständig ab.

Opium und Glücksspiel

Nachdem die kleine Halbinsel im Jahr 1793 für Chinesen geöffnet wurde, florierte auch hier der Opiumhandel. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Hafen zu einem der wichtigsten Drogenumschlagsplätze der Region. Nachdem infolge des Ersten Opiumkrieges Hongkong an die britische Krone begeben wurde, bemühte sich Portugal den Einfluss auf Macau aufrechtzuerhalten. Drei Jahre später wurde aufgrund des schwächelnden Handels das Glücksspiel legalisiert und erste Spielhallen errichtet. In den darauffolgenden Jahren besuchten zunehmend Hongkong Chinesen die kleine Halbinsel, um sich dem, in Hongkong verbotenem, Glücksspiel zu widmen, was wiederum das Bruttoinlandsprodukt Macaus stärkte.

Während der Mitte des 19. Jahrhunderts versuchten die Portugiesen erstmals die alleinige Kontrolle über Macau zu gewinnen und erklärten den Bereich für unabhängig von China. Nach einer Reihe von kleineren Gefechten und Aufständen, wurde den Portugiesen im Protokoll von Lissabon aus dem Jahr 1887 sowie in einem 1888 abgeschlossenen Handels-und Freundschaftsvertrag das umfassende Hoheitsrecht über das Territorium zugesagt. Zu einer Ratifizierung des Abkommens von Seiten Chinas kam es allerdings nie.

Während des Zweiten Weltkrieges blieb Macau weitgehend unbeachtet, da die Japaner die portugiesische Neutralität anerkannten. Dies führte zu einem erheblichen Flüchtlingsstrom von Hongkong und Festlandchina auf die kleine Halbinsel.

Nachdem im Jahr 1949 die Kommunisten in China die Macht ergriffen, versuchten diese auch ihren Einfluss auf Macau zurückzugewinnen, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. 1966 und 1967 kam es auf der Peninsula Macau dann erneut zu politischen Unruhen. Erst 1979 nahmen die Volksrepublik China und Portugal wieder diplomatische Beziehungen miteinander auf. 1987 vereinbarten beide Parteien schließlich die Übergabe der Halbinsel am 20. Dezember 1999 als Sonderverwaltungszone an die Volksrepublik China. Wie auch Hongkong, wurde Macau fortan unter dem Motto „ein Land – zwei Systeme“ geführt. Abseits der Verteidigung und der Außenpolitik, welche Peking unterstehen, genießt das Land eine weitgehende Autonomie. Seit dem Fall des Glücksspielmonopols im Jahr 2002 floriert die Sonderverwaltungszone und gilt mittlerweile als das Las Vegas Asiens. Vor allem US Konzerne investieren seit Jahren in den Bau neuer Casinos und Hotels und locken damit unzählige Besucher, vor allem aus Hongkong, auf die kleine Halbinsel im Mündungsdelta des Perlflusses.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Macau kein zuvor erworbenes Visum. Bei der Ankunft am Flughafen bzw. am Fähranleger wird Urlaubern automatisch ein sogenanntes Visa-on-Arrival mit einer Gültigkeit von 90 Tagen ausgestellt.

Visum verlängern

Falls es die Situationen erfordern sollte, ist es möglich das Visum einmalige um 30 Tage verlängern zu lassen. Vorgenommen werden kann diese Änderung bei der:
Public Security Police Force
Praceta de 1 Outbro
Edf. Comforseg
Macau
Tel.: +853 2857 3333
Fax.: +853 2878 0826

Besondere Visa

Innerhalb der ersten 90 Tage können zudem Visa für die Familienzusammenführung oder für grundsätzlich längere Aufenthalte bis zu maximal einem Jahr beim Macau Immigration Service beantragt werden. Reisende, die derartige Formalia nicht erst vor Ort erledigen möchten, haben die Möglichkeit bereits im Vorfeld einen Antrag bei der chinesischen Botschaft in Berlin zu stellen.
Wer sich nicht als Tourist nach Macau begibt, sonder als Investor auf die Insel reist, der kann auf Grundlage des sogenannten „Investment Scheme“ ein Visum mit einer Gültigkeit von drei Jahren erhalten. Ausgestellt wird ein solches Dokument beim:
Macau Trade and Investment Promotion Institute
N° 918 Avenida da Amizade
1° – 4° andar, World Trade Center
Macau
Tel.: +853 28710 300
E-Mail: ipim@ipim.gov.mo

Arbeitsvisum

Wer hingegen nach Macao reist, um einer Tätigkeit nachzugehen benötigt einen gesonderten Visumsantrag zur Arbeitsaufnahme, welchen Sie bei der zuständigen Arbeitsbehörde erhalten. Hierfür wenden Sie sich bitte an:
Labour Affairs Bureau of the Government of Macau SAR
Rotunda de Carlos da Maria
Edf. Do Estado
Macau
Tel.: +853 2856 4109
E-Mail: dsalinfo@dsal.gov.mo

Grundsätzlich müssen Besucher der Sonderveraltungszone darauf achten, die Gültigkeitsdauer ihres Visums nicht zu überschreiten, da dies mit sofortiger Abschiebung und eventuell einer Wiedereinreisesperre geahndet wird.

Wetter und Klima

Ähnlich wie Hongkong lässt sich auch Macau der subtropischen Klimazone zurechnen. Auch in Macau findet man ähnliche Jahreszeiten, wie man sie aus Europa kennt.

Der Frühling dauert etwa von Mitte März bis Ende Mai und ist gekennzeichnet durch die stetig steigenden Temperaturen, welches etwa zwischen 18 und 25°C liegen. Bereits Ende Mai fällt auf, dass die Niederschlagsmengen in Macau erheblich zunehmen.

In den Sommermonaten von Juni bis September steigen die Niederschläge ebenso wie die Temperaturen weiter an. Im Juli und August erreichen die Temperaturen Werte von über 30 Grad Celsius bei Niederschlagsmengen von über 300 mm. Die warme tropische Luft aus dem Süden sowie die enorme Luftfeuchtigkeit, die auf über 90 Prozent ansteigen kann, machen die Sommermonate zu einem ungünstigen Reisetermin.

Die meisten Urlauber bevorzugen den Besuch der Stadt zwischen Oktober und Dezember. Angenehme Temperaturen zwischen 17 und 26° C sowie sehr geringe Niederschläge und eine deutlich abfallende Luftfeuchtigkeit entsprechen meist mehr den Wünschen westlicher Besucher.Zwar kann es in Macau bis in den November hinein zu Taifunen kommen, dennoch ist der Herbst aufgrund der klimatischen Bedingungen die beliebteste Reisezeit.

Wahlweise kommen auch die Monate März bis Mitte April als beste Reisezeit in Frage. Am kühlsten ist es auf der Halbinsel zwischen Ende Dezember und Anfang März. Hier können die Temperaturen schon mal auf unter 10° Celsius sinken.

In den Wintermonaten von Ende Dezember bis etwa Mitte März sinken die Temperaturen auf 15°C ab und können sich in der Nacht sogar dem Gefrierpunkt nähern. Zudem gibt es kaum Niederschläge und nur eine geringe Luftfeuchtigkeit bei klarer Sicht.

Währung und Geld

Macau Geld, Pataca, MOP

Geld in Macau: Ein 10 Pataca (MOP) Geldschein

Die offizielle Währung in der Sonderverwaltungszone ist der Macau Pataca. In der Regel ist es kein Problem in der Stadt Bargeld oder Reiseschecks einzuwechseln. In beinahe allen Banken, vielen Hotels und bei den sogenannten Money Changern haben Urlauber die Möglichkeit, ihr mitgeführtes Bargeld in Pataca umzutauschen. Allerdings sollte auf die Money Changer nur im Notfall zurückgegriffen werden, da diese zwar mit hervorragenden Wechselkursen locken, häufig aber eine horrende Provision verlangen. Zwar nehmen auch Banken eine Bonus für den Umtausch von Bargeld oder Reiseschecks, dieser liegt allerdings in der Regel nicht über 5,00 Euro. Achten Sie bitte darauf, dass beim Umtausch von Reiseschecks der Reisepass vorgelegt werden muss.

Geld wechseln im Casino

Eine weitere Möglichkeit zum Geldwechsel bieten die Casinos. Auf dieses Angebot sollte man allerdings nur in Ausnahmefällen zurückgreifen, da diese häufig wesentlich schlechtere Wechselkurse anbieten. Vor dem Umtausch sollte man sich hier also immer den aktuellen Wechselkurs geben lassen.

Zahlen und Geld abheben mit Kreditkarte

Wer auf die Mitnahme von zu viel Bargeld verzichten möchte, kann auf seine Kreditkarte zurückgreifen. Beinahe überall in der Stadt akzeptiert man die Zahlung mit der Credit Card. Alle größeren Hotels, viele Geschäfte und auch die größeren Restaurants nehmen allerdings eine kleine Servicegebühr.

Weiterhin ist es möglich mit der Kreditkarte an einem der zahlreichen Geldautomaten bzw. ATMs Bargeld abzuheben. Beachten Sie jedoch, dass sowohl Ihr einheimisches Kreditinstitut wie auch die Bank in Macau für das Abheben mit der Kreditkarte zusätzliche Gebühren berechnen. Setzen Sie sich im Vorfeld der Reise mit ihren Kreditinstitut auseinander, um zu erfahren, wie hoch diese Kosten sind.

Hong Kong Dollar wird auch akzeptiert

Sehr unproblematisch ist das Ganze, sofern man von Hongkong aus anreist. In der Regel akzeptieren alle Hotels und Geschäfte neben den Macau Pataca auch den Hongkong Dollar. Zwar entspricht der offizielle Wechselkurs des Pataca nicht exakt dem HK$, dennoch wird es im alltäglichen Zahlungsverkehr so gehandhabt.

Lebenshaltungskosten und Preise für Alltägliches

Die Preise in Macau orientieren sich grob an den Preisen in Hongkong. Öffentliche Verkehrsmittel und Taxis kosten in beiden Sonderverwaltungszonen etwa gleich viel. Für ein Taxi werden Kosten von 13 Pataca (etwa 1,20 Euro) für die ersten 1,6 km fällig und 1,5 Pataca für alle weiteren 230 m. Unterkünfte sind auf Macau in der Regel jedoch deutlich kostspieliger. Die Preise hängen natürlich stark mit Lage und Austattung zusammen.

Ein einfaches Gericht (z.B. Nudeln) bekommt man auch in Macau bereits ab 2 Euro. Wie überall auf der Welt sind die Preise nach oben hin offen. So sollte man sich bei einem Besuch eines Hotelrestaurants entsprechend auf höhere Kosten einstellen, als wenn man eines der kleinen einheimischen Lokale besucht. Grundsätzlich gilt jedoch, dass sich die Lebenshaltungskosten für Touristen in Hongkong und Macau in einem ähnlichen Preissegment bewegen.

Unterkunft

Venetian Macau

Das Venetian in Macau ist ein Hotel der Superlative.

Macau ist die Stadt der Hotels. Bei einem ersten Besuch in Macau kann man durchaus den Eindruck gewinnen, es gäbe hier mehr Hotels als private Wohnungen. Vor allem die großen Sterne- und Luxushotels stechen sofort ins Auge.

Da die Stadt jedoch sehr daran interessiert ist, ein möglichst großes Spektrum an Besuchern in das Spielerparadies am Südchinesischen Meer zu locken, gibt es auch hier zahlreiche Unterkünfte im mittleren Preissegment.

Ein Doppelzimmer findet man nur selten für weniger als 50 Euro pro Nacht. Allerdings gibt es auch in Macau zwei Jugendherbergen, in denen man die Nacht ab 10 Euro verbringen kann. Beide Hostels unterstehen dem „Education and Youth Affairs Bureau“. Sowohl für das „Hac-Sa Youth Hostel“ wie auch für das „Cheoc Van Youth Hostel“ ist eine Reservierung notwendig. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Education and Youth Affairs Bureau.

Hotel in Macau buchen

Die meisten Hotels können problemlos über das Internet gebucht werden. Alternativ kann eine Buchung aber auch unmittelbar nach der Ankunft in Macau am Fährenterminal oder, für den Fall, dass Sie aus Hongkong anreisen, über eine der Reiseagenturen im Shun Tak Centre (Startpunkt der Fähren nach Macau) vorgenommen werden. Bei einer Buchung auf diesem Weg kann man häufig von kurzfristigen Rabatten profitieren.
Problematisch wird es allerdings dann, wenn Sie ohne vorherige Buchung an einem Ferientag oder am Wochenende nach Macau reisen. Nicht nur kommt es vor, dass die Hotels zu diesen Zeiten stark überlastet sind, viele Unterkünfte verdoppeln oder verdreifachen ihre Preise an bestimmten Festtagen auch.

Anreise

Die Anreise nach Macau lässt sich in der Regel problemlos mit dem Flugzeug aus Deutschland oder mit der Fähre aus Hongkong bewältigen.

Anreise mit dem Flugzeug

Macau Airport

Macau Airport (Bildquelle: chinahighlights.com)

Air China bietet von Frankfurt am Main aus Verbindungen nach Macau über Shanghai oder Chengdu an. Nach der Landung begibt man sich zur Immigration. Hier erhält man seine 90-tägige Aufenthaltsgenehmigung (Visa on Arrival) und kann anschließend weiter zur Gepäckausgabe, von wo aus man anschließend den Zoll passiert. Sofern man keine zu verzollenden Waren mit sich führt, begibt man sich durch den „Green Channel“ in die Ankunftshalle (andernfalls nutzen Sie bitte den „Red Channel“). Vor dem Terminal kann man anschließend mit dem Taxi, dem Airport Bus oder dem Hotel Shuttle Bus zum Zielort weiterreisen.

Anreise mit dem Schiff

Es verkehren regelmäßig Fähren, welche die Strecke von Hongkong nach Macau bedienen. In den meisten Fällen starten die Schiffe ihre Fahrt am Hong Kong Macau Ferry Terminal in Sheung Wan. Einige Verbindungen beginnen zudem am Hong Kong China Ferry Terminal in Tsim Sha Tsui im Stadtteil Kowloon.

Macau Ferry Companies

Die beiden wichtigsten Unternehmen sind „TurboJet“ und „New World First Ferry Services Limited„. Tickets können direkt an den jeweiligen Terminals erstanden werden, wobei die Preise, abhängig vom Anbieter und von der Klasse, zwischen ca. 15 und 30 Euro schwanken.
Weiterhin ist es möglich mit dem Anbieter TurboJet von Shenzhen nach Macau reisen, Schiffe zwischen den beiden Regionen verkehren mehrmals am Tag.

Anreise mit dem Helikopter

Eine Reiseerlebnis der besonderen Art bietet Sky Shuttle Helicopters an. Hier bestehen Verbindungen zwischen Hongkong und Macau sowie Shenzhen und Macau. Ein Flug (sowohl von Shenzhen als auch von Hongkong) kostet umgerechnet etwa 380 Euro. Flüge gehen alle 30 Minuten. Reisende treffen in Macau am Macau Maritime Terminal ein. Hier werden auch alle Zoll- und Passgelegenheiten geklärt.
Reisende, die von Hongkong aus einreisen, müssen im Shun Tak Centre in Sheung Wan, Hong Kong Island, zunächst den Sky Shuttle Ticketschalter aufsuchen.
Wer von Shezhen aus einreisen möchte, tut dies von der Helicopter Lounge am New Terminal of Shenzhen Baoan International Airport.

Fortbewegung in Macau

Macau Map

Macau Map in english zum Download, Macau Karte

Macau verfügt über eine gute ausgebaute Infrastruktur, welche es Touristen erleichtert auch die entlegenen Bereiche der Sonderverwaltungszone zu erkunden. Durch die günstigen Tarife ist vor allem die Fahrt mit dem Taxi eine gute Möglichkeit, die Stadt genauer kennenzulernen.

Bus fahren

Busse bieten die günstigste Möglichkeit sich in Markau motorisiert fortzubewegen. Zwar gibt es einige Destinationen in der Sonderverwaltungszone, die man mit dem Bus nicht erreichen kann, in den meisten Fällen eignen sich die klimatisierten Busse allerdings sehr gut, um die Stadt zu erkunden. Für gewöhnlich verkehren die Transportvehikel von 6 Uhr am Morgen bis Mitternacht, meistens in Intervallen, die zwischen fünf und 15 Minuten liegen.

Das Preisschema ist sehr einfach gehalten. Auf der Halbinsel Macau kostet die Fahrt umgerechnet etwa 25 Cent. Fahrten von Macau nach Taipa kosten etwa 35 Cent und Fahrten von Macau bis ins Zentrum von Taipa etwa 40 Cent. Bei einer Fahrt zum Flughafen ergeben sich Kosten von rund 60 Cent. Bezahlt wird unmittelbar nach dem Einsteigen.

Taxi fahren

Wer sich in Macao schnell fortbewegen möchte, ohne sich auf den öffentlichen Nahverkehr zu verlassen, der kann ruhigen Gewissens auf eines der zahlreichen Taxis zurückgreifen. Da die Preise sehr attraktiv sind, bieten sich Fahrten in Taxis insbesondere für längere Distanzen an und für Destinationen, die mit dem Bus nicht erreicht werden können. Für ein Taxi werden Kosten von 13 Pataca (etwa 1,20 Euro) für die ersten 1,6 km fällig und 1,5 (etwa 14 Cent) Pataca für alle weiteren 230 m. Bei Fahrten von Macau nach Coloane bzw. Taipa und Coloane fallen Extrakosten an, die jedoch nur minimale Centbeträge ausmachen. Gleiches gilt für die Mitnahme von Gepäckstücken (etwa 4 Cent pro Stück).

Da viele Fahrer über einen eingeschränkten englischen Grundwortschatz verfügen, bietet es sich an, die wichtigsten Adressen in chinesisch auf einen Zettel zu notieren und diesen bei sich zu tragen. In der Regel hilft das Hotelpersonal bei einem solchen Vorhaben gerne weiter. Ebenfalls hilfreich ist in vielen Fällen ein Stadtplan. Alternativ haben viele Taxifahrer einen Plan mit wichtigen Zielorten vorliegen.

Pedicab

Pedeicab

Pedicabs in Macau

Reisende, die es nicht eilig haben, sollten sich die Zeit nehmen, um die Stadt mit einer Rikscha zu erkunden. Es gibt in Macau mehrere Stellplätze, an denen die Fahrer mit ihren überdachten Dreirädern auf Kundschaft warten. Grundsätzlich findet man einige Rikschafahrer am Fährenterminal oder rund um die großen Hotels.

Der Preis pro Stunde musst individuell verhandelt werden, sollte allerdings niemals über 150 MOP (umgerechnet knapp 14,00 Euro) liegen. In jedem Fall sollte man sich den Fahrpreis vor dem Einstieg vom Fahrer bestätigen lassen, andernfalls kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen.

Bahn

Momentan verfügt Macau noch nicht über ein eigenständiges Schienennetz. Das soll sich jedoch spätestens im Jahr 2015 ändern. Anfang des Jahres soll dann die erste Strecke des Macau Light Rail Transit eröffnet werden, welches nicht nur Macau, Taipa und Coloane miteinander verbinden soll, sondern zukünftig auch durch eine Schienenverbindung nach China weiterführen soll.

Mietwagen, Auto, PKW

Reisende, die sich für einen Mietwagen entscheiden, müssen mindestens 21 Jahre alt und im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Das kann entweder eine Fahrerlaubnis des eigenen Landes oder aber ein internationaler Führerschein sein. Auf diesem Weg hat man die Möglichkeit über einen Zeitraum von zwölf Monaten in Macau mobil zu sein, vorausgesetzt, man verfügt über eine Kaskoversicherung. Besucher, die länger im Land bleiben, benötigen auf Dauer einen Führerschein der Sonderverwaltungszone.
In der Stadt gelten die Verkehrsregeln der einstigen Kolonialmacht. Es herrscht Linksverkehr und der Fahrer und Beifahrer sind dazu verpflichtet die Sicherheitsgurt anzulegen.
Einen Wagen mieten kann man direkt am Flughafen. Der größte Anbieter Avis öffnet täglich von 7:00 – 22:00 Uhr seine Türen. Neben einer Kreditkarte ist auch die Vorlage des Passes oder des Personalausweises notwendig.

Handy, Smartphone, Internet

Wer auch in Macau sein Handy oder Smartphone nutzen möchte, hat unmittelbar nach der Einreise die Gelegenheit sich eine Sim-Karte zu besorgen. Um eine einheimischen Karte nutzen zu können, sollten Sie im Vorfeld feststellen, ob ihr Smartphone UMTS/ Frequenz 2100 MHz unterstützt. Falls Sie kein Smartphone nutzen, bzw. keinen Wert auf 3G legen, beachten Sie, dass ihr Handy GSM 900 MHz und 1800 MHz unterstützen muss. Gleiches gilt übrigens auch für Hongkong.

Three Prepaid Card

Der Anbieter Three (three.com.mo) hat eine Reihe verschiedener Sim-Kartenmodelle im Angebot. Zu nennen wäre etwa die 3G Prepaid Data Card für knapp 30 Euro oder auch die 3G Prepaid Data Card für rund 10 Euro. Erstere ist für dreißig Tage gültig und ermöglicht die Nutzung des mobilen Internet sowie nationale und internationale Anrufe und SMS. Die zweite, günstigere Variante ist hingegen lediglich für sieben Tage gültig, bietet ansonsten aber die gleichen Konditionen wie die erstgenannte Karte. Genauere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite des Anbieters.

HK-Macau Prepaid SIM Card

Ein besonderes Angebot für Touristen, die sowohl in Hongkong wie auch in Macau einige Tage verbringen, ist die sogenannte „HK-Macau Prepaid SIM Card“, ebenfalls von Three. Die Karte funktioniert in beiden Sonderverwaltungszonen, kann allerdings ausschließlich für Telefonate genutzt werden.

Wi-Fi in Macau

Da Macau jedoch über unzählige free Wi-Fi Hotspots verfügt, ist eine Sim-Karte, welche das mobile Internet unterstützt nahezu unnötig. An rund 140 Hotspots können Besucher sich mit ihrem Handy, ihrem Smartphone bzw. Tablet oder auch Laptop kostenlos ins Internet einwählen. Das mag zunächst nicht spektakulär klingen, allerdings sollte man beachten, dass Macau mit einer Fläche von lediglich 30 Quadratkilometern recht gering ausfällt und im besten Fall den Ausmaßen einer deutschen Kleinstadt gleicht. Eine Übersicht über die Hotspots finden Sie unter: www.wifi.gov.mo (die Seite ist auch in Englisch verfügbar).

Neben den gratis Hotspots bietet zudem der Großteil der Hotels kostenloses W-LAN an. Weiterhin findet man überall in der Stadt Internetcafes, die mit wirklich günstigen Preise werben.

Essen

Die Küche Macaus ist zum einen geprägt durch die geographische Lage der Halbinsel, spiegelt zum anderen aber auch deutlich die Einflüsse der portugiesischen Kolonialzeit wieder.
So kam es, dass sich im Laufe der Jahrzehnte verschiedene gastronomische Richtungen entwickelt haben, welche sowohl der Vielfalt der Einflüsse Genüge tun, darüber hinaus aber auch eine ganze neue Liaison zwischen der portugiesischen und der chinesischen Cuisine anbieten.

Typisch für Macau sind Gerichte der Kanton-Küche. Viele Bewohner der Stadt kamen ursprünglich aus Guangdon (auch Kanton), daher verwundert es nicht, dass man Gerichte dieser Region in Restaurants, welche sich über die gesamte Stadt verteilen, findet. Die Küche genießt international einen außerordentlich guten Ruf und ist aufgrund ihrer geringen Schärfe auch für westliche Besucher sehr bekömmlich.

Sichuan Küche

Sichuan Küche

Frische Zutaten wie Kohl, Zwiebeln, aber auch Kopfsalat und Tomaten werden vorwiegend mit Schweine- oder Hühnerfleisch schonend in einem Wok gegart. Außerdem bestimmen Gewürze wie Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Salz, Sojasauce und Reisessig den Geschmack der Regionalküche. Als traditionelle Beilage wird in der Regel Reis serviert. Neben den Einflüssen Kantons findet man in der Stadt aber auch die Sichuan-Küche und die Einflüssen der Schanghairegion.

Ursprünglich ebenfalls ein Teil der Kanton-Küche sind Dim Sum. Die kleinen Gerichte werden in Bambuskörbchen serviert und sind meistens gedämpft oder frittiert. Die meisten Dim Sum sind verschiedene Varianten von gefüllten Teigtaschen und sind in der gesamten Region, sowohl in Festlandchina wie auch in Macau und Hongkong, eine äußerst populärer Snack.

Portugiesische Küche in Macau

Als Gegenpart zu den chinesischen Einflüssen kommt die portugiesische Küche ins Spiel. Neben der beeindruckenden Architektur hat die portugiesische Kolonialzeit ihre Spuren vor allem in der Cuisine der Sonderverwaltungszone hinterlassen. Zur Folge hatte dies, dass neben der klassischen portugiesischen Küche auch eine Kombination aus portugiesischen und chinesischen Einflüssen ihren Einzug in die kulinarische Landschaft der Halbinsel hielt. Heute resultiert das ganze in vermeintlich portugiesischen Gerichten, die unter chinesischen Einfluss zubereitet werden.

Beliebten Gerichte sind neben der „grünen Gemüsesuppe“ oder Muscheln mit Chorizo auch Schweinefleisch mit Muscheln, Sardinen oder aber portugiesisches Hähnchen sowie Stockfisch. Eine äußerst beliebte Süßspeise sind die sogenannten Pastel de Nata, kleine Blätterteigtörtchen, die mit Pudding gefüllt sind. Als Getränk werden mit Vorliebe Kaffeespezialitäten serviert sowie Säfte oder Cocktails.

Sowohl die chinesischen wie auch portugiesischen Restaurants findet man über die gesamte Stadt verteilt, in jeglichen Preisklassen. In kleinerer Auswahl existieren zudem auch einige Lokale, die italienische oder auch amerikanische Gerichte servieren. Einfache Gerichte, wie etwa Nudeln (nach Chinesischer Art), bekommt man auch in Macau bereits ab 2 Euro. Natürlich gilt auch hier, dass die Preise stark abhängig von der Lage und dem Angebot sind. Die kleineren einheimischen Ecklokale sind dementsprechend billiger als die großen westlichen Restaurants.

Macau Peninsula Restaurants

In der 975 Avenida Grande findet man den „Clube Militar de Macau„. Untergebracht in einem alten Kolonialgebäude serviert das Restaurant hervorragende portugiesische Köstlichkeiten und erinnert mit seiner klassischen Einrichtung an eine Zeit, in der Macau noch nicht in die Hände Chinas zurückgegeben wurde. Die Preise bewegen sich zwischen 5 und 25,00 Euro, abhängig von der Wahl des Gerichtes. Zudem gibt es ein Mittagsbuffet, an dem man sich für umgerechnet ca. 11,00 Euro satt essen kann.

Ebenfalls portugiesisches Essen serviert das „A Lorcha“ in der 289A Rua do Almirante Sergio. Das A Lorcha gilt als eines der besten Restaurants auf der Macau Peninsula und zieht daher in der Regel viele Touristen an. Gerichte kosten in etwa zwischen 5,00 und 20,00 Euro.

Wer ein wenig Abwechslung sucht, findet diese im „Portas Do Sol“ im Lisboa Hotel in der 84A Rua Sao Tome. Das kantonesische Restaurant wird vor allem für seine herausragenden Dim Sum bekannt. Zwar ist das Portas Do Sol lediglich eins von sechs Restaurants im Hotel Lisboa (darunter auch Tim’s Kitchen, welches mit einem Michelinstern ausgezeichnet wurde), dennoch erfreut sich das „Sonnentor“ einer ganz besonderen Beliebtheit. An den Wochenenden ist es ratsam im Vorfeld einen Tisch zu buchen unter: +853 8803 3100. Die Preise für Dim Sum bewegen sich zwischen 2,00 und 5,00 Euro, während Hauptgerichte bis zu 25,00 Euro kosten können.

Wer hingegen möglichst günstig speisen möchte und nicht allzu großen Wert auf Komfort legt, der sollte sich einmal das Cheong Kei in der 68 Rua de Felicidade ansehen. In dem kleinen kantonesischen Lokal gibt es eine Reihe verschiedener Nudelgerichte, die allesamt zwischen umgerechnet etwa 2,00 bis 3,00 Euro kosten. Für gewöhnlich ist es hier sehr voll und man muss sich auf lange Warteschlangen einstellen, was allerdings die Qualität des kleinen Restaurants bestätigt.

Taipa Restaurants

Antonio“ in der 3 Rua dos Negociantes ist wohl einer der beliebtesten Portugiesen auf der Insel Taipa. In edlen Ambiente können Sie hier traditionelle portugiesische Küche probieren und den Besuch bei einen exquisiten Glas Wein ausklingen lassen. Die Preise bewegen sich zwischen sieben und 20,00 Euro. Die Öffnungszeiten liegen zwischen 12 und 15 Uhr sowie 18 und 23 Uhr. An den Wochenenden kann das Restaurant ziemlich Überlaufen sein.

Auf macanesische Weise zubereitete portugiesische Spezialitäten findet man bei „Amago“ in der Rua Ho Lin Vong. Das kleine Restaurant ist vor allem für sein portugiesisches Huhn bekannt und sowohl bei Besuchern wie auch bei Einheimischen äußerst beliebt. Die Preise für ein Gericht schwanken zwischen umgerechnet ca. 4 und 18,00 Euro. Das Amago öffnet seine Türen täglich zwischen 18 und 22 Uhr, abgesehen vom Ruhetag am Mittwoch.

Vegetarier haben es in Macao nicht ganz leicht. Die sehr fleischlastige portugiesische Küche ist auf der Insel weit verbreitet. Eine Ausnahme bildet hier das Pou Tai Tempel Restaurant in 5 Estrada Lou Lim Ieok, direkt im gleichnamigen Tempel in Taipa Village. Begetarische Gerichte sind hier bereits ab 3,00 Euro zu haben.

Coloane Restaurants

Das „Kwun Hoi Heen“ in der 3. Etage des Westin Resort Macau in 1928 Estrada de Hac Sa ist bekannt für seine exzellente kantonesische Küche, die man auch auf einer Terrasse im Freien, bei beeindruckenden Aussicht auf das Südchinesische Meer, genießen kann. die Preise für eine Hauptgericht variieren hier zwischen 5 und 25,00 Euro.

Den kulinarischen Gegenpart findet man im „Fernando“ in 9 Hac Sa Beach. Hervorragendes portugiesisches Essen bekommt man hier für Preise, die zwischen 5 und 20 Euro variieren. Als besonders empfehlenswert gelten die verschiedenen Meeresfrüchtespezialitäten. Das Fernando öffnet seine Türen täglich zwischen 12.00 und 21.30 Uhr.

 

Sprache und Verständigung

Die offiziellen Amtssprachen sind Chinesisch (Kantonesisch) und Portugiesisch. Der Großteil der Einwohner Macaus spricht Kantonesisch. Zudem sind verschiedene weitere chinesische Dialekte vertreten. Portugiesisch hingegen wird auf der Halbinsel kaum noch gesprochen. Ebenso selten trifft man auf englischsprachige Einheimische. Ausnahmen findet man allerdings in den Hotels und Casinos sowie in einigen der größeren Restaurants. Anderes Servicepersonal wie Kassierer oder Taxifahrer sprechen und verstehen dagegen häufig keine Fremdsprachen. Da das Taxi jedoch das optimale Fortbewegungsmittel für Macau darstellt, bietet es sich an, die wichtigsten Adressen (in Mandarin) auf einen Zettel zu notieren und diesen bei sich zu tragen. Auch das Mitführen eines Stadtplan kann sehr hilfreich sein. Notfalls muss man sich an den großen Hotels orientieren, die eigentlich jeder Taxifahrer kennt.

Nachtleben und Party

Macau Nightlife

Macau Nightlife

Wie man es vom Las Vegas Asiens erwartet, spielt sich ein großer Teil des Nachtlebens in den Casinos und Hotels ab. Nebenher findet man in den Straßen der Stadt allerdings auch einige Bars und Clubs, deren Besuch sich für Nachtschwärmer durchaus lohnt.

Insbesondere der südliche Teil der NAPE (Novos Aterros do Porto Exterior Area) verfügt über eine lebendige Bar- und Kneipenszene. Dort findet man z.B. das Cinnabar im Wynn Macau Hotel in der Rua Cidade de Sintra. Hier bietet sich dem Gast eine gehobene aber dennoch entspannte Atmosphäre, die vor allem im Außenbereich rund um den Pool dazu einlädt die unterschiedlichen Cocktails auf der Getränkekarte zu testen.

Als Treffpunkt für die stilsichere, hippe Generation präsentiert sich Corner’s Wine Bar & Tapas Cafe in der 3 Travessa de Sao Paulo. Auf einer Dachterrasse mit herrlichem Ausblick kann man hier bei entspannter Musik den ein oder anderen Wein aus der umfangreichen Karte wählen. An den Wochenende hat Corner’s Wine Bar & Tapas Cafe bis um 1:00 nachts geöffnet.

Eine wirklich beeindruckende Aussicht bietet auch das „38“ in der 38. Etage des Altira Macau in der Avenida de Kwong Tung Taipa. Vor allem der Außenbereich bietet ein wahrhaft atemberaubende Kulisse, um einige der besten Wein und Whiskeys der Stadt zu kosten.

MGM Macau

MGM Macau

Wer auf der Suche nach Abwechslung ist, ohne dabei von einem Ort zum anderen zu müssen, der ist genau richtig in „MGM Macau“ in der Avenida Dr Sun Yat Sen. Neben zahlreichen Restaurants, die von regionalen Spezialitäten bis hin zur internationalen Küche alles im Angebot haben, gibt es in dem optisch auffälligen Hotel auch zwei hervorragende Bars. In der Lion’s Bar wird zu Livemusik getrunken und getanzt. In den späteren Stunden übernimmt dann ein DJ die Bühne, der das Publikum zu den Klängen internationalen Beats bis in die frühen Morgenstunden weiter anheizt. Edel und entspannt geht es hingegen in der Aba Bar zu, die sich damit rühmt, den besten Champagner und die besten Weine der Stadt zu servieren. Die Bar ist ganz klar ein Ort um zu sehen und um gesehen zu werden.

Macau D2

Macau D2 Nightclub

Wer allerdings auf der Suche nach einer ausschweifende Party ist, der sollte sich das „D2“ im AIA Tower in 301 Avenida Comercial de Macau nicht entgehen lassen. Das D2 ist seit Jahren einer der angesagtesten Clubs in Macao und zieht regelmäßig Unmengen an Nachtschwärmern und Partywütigen an, die bei lauten Dancebeats und zahlreichen Drinks bis in die Morgenstunden feiern. Auf der Suche nach käuflicher Liebe wird man hier auch fündig.

Wem das D2 gefällt, der aber trotzdem ein wenig Abwechslung möchte, findet in der Avida da Mizade am Fisherman’s Wharf das „DD3„, den Schwesternclub des D2. Stimmung und Atmosphäre beider Clubs ähneln sich und beide bieten die Möglichkeit die Nacht zum Tag zu machen.
Großer Beliebtheit erfreut sich momentan auch der „Club Cubic“ in der Estrada do Istmo im „City of Dreams“ Komplex. Ähnlich wie im D2 kann hier zu Dancemusik und Alkohol die Nacht durchgefeiert werden, nur dass hier alles etwas größer und auffälliger ist.

Eher was für männliche Besucher ist der „Divino Ultraclub“ ebenfalls in 301 Avenida Comercial de Macau im AIA Tower. Hier gibt es zahlreiche exotische Tänzerinnen und alle weiblichen Angestellten entsprechen einer gewissen Optik. An den Wochenenden finden häufig spezielle Partys statt und die Preise sind nicht ganz ohne.

Ein wahrer Las Vegas Abkömmling ist auch das „Sands“ in 23 Largo de Monte Carlo, welches vom gleichen Konsortium betrieben wird wie das legendäre Sands Casino in der Wüste Nevadas. Ähnliches gilt für das MGM Grand Casino in der Avenida Dr Sun Yat Sen, welches zwar nicht so groß ist wie sein Vorbild in Las Vegas aber dennoch zu den attraktivsten und edelsten Casinos in Macau gezählt werden darf.

Alter und Dresscode

Touristen dürfen in Macau ab dem 18. Lebensjahr die Casinos unsicher machen. Das Fotografieren innerhalb der Einrichtung ist verboten und auch auf die Kleidung wird strengstens geachtet. Männern, die lediglich kurze Hosen tragen wird der Eintritt zum Casino ebenso verwehrt wie Frauen, die Shorts oder ärmellose Oberteile tragen. Ebenso ausgeschlossen ist der Einlass mit Flip-Flops.

Verhaltensregeln

Obwohl Macau als das Las Vegas Asiens beschrieben wird, geht es hier dennoch nicht ganz so hemmungslos zu wie beim westlichen Pendant in der Wüste Nevadas. Neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus findet man viele Christen aber auch Taoisten und einige Moslems.

Grundsätzlich verpönt sind lautstarkes Verhalten und öffentliche Wutausbrüche. In den Augen der Einheimischen verliert man durch ein solches Verhalten sein Gesicht. Weiterhin sollte man auf seine Gesten achten, da es durchaus möglich ist, dass eine freundlich gemeinte Geste in Macau als beleidigend gilt. Auch Klagen über Personen und Zustände werden in Macau nicht gerne gehört und sollten daher niemals in aller Öffentlichkeit kundgetan werden.

Religion respektieren

Man sollte es unterlassen mit dem Finger auf fremde Personen oder heilige Gegenstände zu zeigen, stattdessen ist es angebracht mit dem Kopf in die entsprechende Richtung nicken. Im Buddhismus gilt der Kopf als der wichtigste Körperteil. Es gilt als unangebracht den Kopf eines Fremden zu berühren. Die Füße des Menschen hingegen gelten als unrein und sollten daher im Sitzen nicht auf eine andere Person zielen. Da es sich bei den Füßen um den niedrigsten Teil des Menschen handelt, ist es angebracht vorm Betreten eines Tempels oder auch Hauses die Schuhe auszuziehen. Zwar kann man in Macau unbedarft in Freizeitkleidung das Hotel verlassen, es ist allerdings ratsam Tempel nicht in kurzer Kleidung zu betreten.  Auch in den Abendstunden und im Nachtleben ist ein gewisser Stil gefragt. Wer hier zu leger gekleidet ist, kann schon mal an der Tür abgewiesen werden.

Nicht gern gesehen ist der öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten. Beim Verteilen von Visitenkarten beachten Sie bitte, dass diese grundsätzlich mit beiden Händen übergeben und auch mit beiden Händen entgegengenommen werden.

Korrekts Verhalten bei Tisch

Besondere Regelungen gibt es zudem in Verbindung mit den einheimischen Tischmanieren zu beachten. Sofern man als Urlauber lediglich mit anderen Touristen speist, wird über kleine Verfehlungen natürlich hinweggesehen. Für den Fall, dass Sie gemeinsam mit Einheimischen den Tisch teilen, sollten jedoch auch Ausländer die hiesige Tischetikette beachten.
Grundsätzlich sollte der Gastgeber das Essen bestellen und auch derjenige sein, der das Mahl beginnt. Niemals sollte man die Stäbchen aufrecht in die Schüssel stecken, da dies an eine Opferzeremonie erinnert. Es gilt als höflich sich lediglich kleine Portionen auf den eigenen Teller zu legen. Am Schluss sollte zudem immer noch ein wenig in den Schälchen zurückbleiben. In jedem Fall sollten Sie es vermeiden sich beim Essen die Nase putzen oder zu niesen.

Reise- und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat einige Reisehinweise für Macau veröffentlicht, mit denen sich Touristen vor der Abreise vertraut machen sollten.

Kriminalität

Ähnlich wie auch Hongkong gilt Macau als ein sehr sicheres Reiseziel. Urlauber sollten dennoch nicht die alltägliche Vorsicht vernachlässigen. Dies gilt insbesondere für Gepäck und Wertsachen. Vor allem bei Menschenansammlungen an öffentlichen Plätzen.

Besondere Zollvorschriften

Reisenden ist es untersagt Drogen oder sonstige illegale Substanzen einzuführen. Ebenso verboten ist die Einfuhr von Feuerwaffen sowie von gefährdeten Tier- oder Pflanzenarten und von Pestiziden. Beschränkungen bestehen hinsichtlich der Einfuhr von Fisch, Fleisch und Gemüse, für deren Transport im Vorfeld eine Einfuhrgenehmigung einzuholen ist.

Erlaubt ist hingegen die zollfreie Einfuhr von 200 Zigaretten bzw. 250 Gramm Tabak oder 50 Zigarren bzw. 100 Zigarillos. Zudem können 1 Liter Wein oder 1 Liter Alkohol mit weniger als 30% sowie Waren im Wert von 10 000 Patacas zollfrei eingeführt werden. Auf die Einfuhr von Elektrogeräten bezahlen Touristen einen Einfuhrzoll in Höhe von fünf Prozent. Ausführliche und aktuelle Informationen zu den Zollvorschriften erhalten Sie bei der entsprechen Zollbehörde.

Drogen

Mit Drogenbesitz verhält es sich in Macau wie in Hongkong. Wie üblich wird in Asien gegenüber dem Drogenhandel eine harte Linie gefahren. Bereits bei einem Besitz nur geringer Mengen Rauschgift ist eine hohe Freiheitsstrafe vorsehen. Erwerb und Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr können mit drakonischen Strafen geahndet werden. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts kann fatale Folgen haben.

Gesundheit

Für die Einreise nach Macau besteht derzeit keine Impfpflicht. Das Auswärtige Amt empfiehlt dennoch Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert- Koch- Institus.
Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza und Polio, können auch Impfungen gegen Hepatitis A/ B und Japanische Enzephalitis sowie Tollwut sinnvoll sein, insbesondere, wenn man nach Südchina weiterreist.

Dengue-Fieber und Malaria

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht in Macau eine Ansteckungsgefahr mit Dengue-Fieber. Die Krankheit wird von einer Mücke in den Tagesstunden übertragen. Dengue wird vor allem durch Reisende aus Hongkong oder China eingeschleppt. Malaria hingegen stellt auf der Halbinsel kein Problem dar. Die Beschwerden bei Dengue-Fieber ähneln meist den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten.

Japanischen Enzephalitis

Japanischen Enzephalitis wird durch eine nachtaktiv Mücke übertragen und kann tödlich enden, kommt in Macau aber aufgrund der vorbeugenden Schutzimpfung seit dem Jahr 2002 kaum noch vor. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz von Urlaubern auch eine Impfung vor Reisebeginn in Betracht gezogen werden. Trotz der eher geringen Gefahr durch Dengue-Fieber und Japanische Enzephalitis wird Urlaubern in kritischen Gebieten empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Zudem sollten Reisende in der Grenzregion stets darauf achten, Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Wanderer und Trekkingbegeisterte sind zudem der Gefahr ausgesetzt, sich mit dem Tstsugamushi Fieber/ Scrub Typhus zu infizieren, welches durch Milben übertragen wird. Auch hier sollten Reisende auf Insektenschutzmittel und entsprechende Kleidung achten. Grundsätzlich ist das Infektionsrisiko auf der Halbinsel aber gering.

Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene

Auch auf Macau können aufgrund der Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene gelegentlich Durchfallerkrankungen und sogar Hepatitis E auftreten. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohes Fleisch zu verzehren oder unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs (das gilt
  • auch für Eiswürfel).Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden.
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden.
  • Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.
  • Ggf. sollten Urlauber zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser aus der Flasche nutzen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Macau ist gut und entspricht in etwa dem europäischen Niveau. Bei kritischen Fällen sollten Reisende allerdings ein Krankenhaus oder Spezialisten in Hongkong aufsuchen. Wie auch in Hongkong ist die medizinische Versorgung in Macau sehr teuer. Eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte daher immer mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Für Touristen ist es darüber hinaus grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen.

Deutsche Vertretung in Macau

Bei außerordentlichen Problemen können sich deutsche Staatsangehörige an das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hongkong wenden. Das Konsulat ist für sowohl für die Sonderverwaltungszone Macau wie auch für die Sonderverwaltungszone Hongkong zuständig.

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland Hongkong
21/F United Centre
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Hong Kong

Telefon: +852 2105 8788
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