Vientiane Sehenswürdigkeiten, Reisetipps


Fläche der Metropolregion3920 km²
Einwohner der Metropolregion754.000
Postleitzahl01000
Telefon-Vorwahl21
Vorwahl von Deutschland nach Vientiane: +856(21)
FlughafenWattay International Airport, VTE (Internationaler Flughafen)
KlimaTropisch mit Trockenzeit von November bis März, Regenzeit von April bis Oktober

Vientiane zählt sicherlich zu den exotischsten Urlaubszielen weltweit. Wer das hektische Treiben anderer Städte des südostasiatischen Subkontinents kennt (beispielsweise Hanoi oder Bangkok), findet hier eine willkommene Oase der Entspannung und der Ruhe. Als einzige Hauptstadt eines Binnenstaates in Südostasien bietet Vientiane seinen Besuchern Einblicke in eine Welt, die außerhalb dieser Region kaum jemand kennt.

Bisher blieb Vientiane – im Gegensatz zu anderen Städten der Region wie Bangkok und Saigon – noch vom Massentourismus verschont. Wer sich die Stadt also näher anschaut hat die Chance, faszinierende Einblicke in die Kultur, Gesellschaft, Geschichte und heutige Bedeutung zu gewinnen. Die Stadt überzeugt mit religiösen Gebäuden aller Art, geschichtlichen und kulturellen Museen und weiteren architektonisch beeindruckenden Bauwerken.

Sonnenbegeisterte Urlauber finden mit Vientiane einen Ort, an dem üblicherweise zu jeder Jahreszeit Tageshöchstwerte um die 30°C vorkommen. Von November bis Februar können die nächtlichen Tiefsttemperaturen ein wenig unter 20 Grad fallen, dafür fällt jedoch kaum Regen. Von Mai bis September bleibt einer von zwei bis drei Tagen niederschlagsfrei, wenn jedoch Regen fällt ist er häufig eine willkommene Erfrischung.

Vientiane Sehenswürdigkeiten

Hier finden Sie die Top 10 der schönsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten in Vientiane.

Patuxai (Siegestor und Park) (auch: Patou Xai)

Patou Xai, Laos, Vientiane

Der Patou Xai, Triumphbogen in Vientiane

Vientiane besitzt mit dem Patuxai seit 1968 seinen ganz eigenen Triumphbogen. Es handelt sich um ein markantes Monument, welches ziemlich zentral gelegen ist und schon aus der Ferne leicht erkannt werden kann.Gewidmet ist das Monument den gefallenen Laoten, die gegen Frankreich (sowie zuvor Siam und Japan) für die Unabhängigkeit des Landes gekämpft haben.

An der Spitze befinden sich fünf Türme in typisch laotischen Stil, wodurch das Bauwerk sogar etwas höher hinausragt als sein Pendant in Paris. Ein weiterer Unterschied ist, dass es über vier Tore verfügt (statt zwei). Als Baumaterial diente von den USA gespendeter Zement, welcher ursprünglich zum Bau eines neuen Flughafen für den Vietnamkrieg geplant war (daher der Spitzname „Vertical Runway“).

Wer hinauf möchte zahlt 3000 Kip, schlendert an den Shops im Inneren des Bauwerks vorbei und kann von der siebten Etage aus eine herrliche Aussicht über die Anlage und die Stadt genießen. Es empfiehlt sich, tagsüber zu erscheinen, da der Aufgang am späten Nachmittag wieder verschlossen wird.
Nicht nur das Monument selbst ist einen Besuch wert, sondern auch der drumherum gelegene Park. Anspechende Blumenbeete und ein Springbrunnen verleihen dem Ort eine angenehme Atmosphäre, die sich am besten beim Spazierengehen oder auf einer Bank mit einem Snack oder einem kühlen Getränk aus den dortigen Shops genießen lässt.

Vientiane Lao National Museum

Lao National Musuem

Lao National Musuem

Das Lao National Museum, auch bekannt als National History Museum (früher auch Lao Revolutionary Museum) gilt als das sehenswerteste Museum von Vientiane, wahrscheinlich von ganz Laos. Es liegt im Zentrum der Stadt, direkt neben dem Lao Plaza Hotel, etwa 500m vom Khong River und etwa 600m westlich der Avenue Lane Xang.

Bereits das Gebäude selbst kann als ein historisches Element betrachtet werden, schließlich handelt es sich um eine Villa, die 1925 im französischen Kolonialstil für den Gouverneur errichtet wurde. Wer das Museum besucht, findet interessante Artefakte und kann wissenswerte Fakten über die Geschichte, Gesellschaft, Kunst, Kultur und die Menschen von Laos erfahren.

Man findet verschiedenste Aussstellungsstücke von Dinosaurier-Knochen, Tonscherben und Khmer Skulpturen, welche die frühe Geschichte der Region beschreiben bis hin zu Exponaten, die sich der bewegten Geschichte des modernen Laos widmen. Es geht um die siamesischen Invasionen, die französische Kolonialzeit und die amerikanische Militärpräsenz während des Vietnamkrieges. Besonders herausgestellt wird der Kampf für die Unabhängigkeit und die Einführung des Kommunismus.

Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet (Eintritt 10.000 Kip) und es bietet eine gute Gelegenheit, tagsüber eine interessante Sehenswürdigkeit zu besuchen und gleichzeitig der heißen Mittagssonne zu entfliehen.

Wat Si Saket (Tempel und Museum)

Wat Si Saket Vientiane

Wat Si Saket: Figuren im Tempel

Zentral gelegen (am Südende der Avenue Lane Xang) bietet die Tempelanlage Wat Si Saket (auch als Sisaket Museum bezeichnet) ein kulturelles Highlight, das innerhalb von Vientiane leicht und schnell erreichen werden kann.

Die Wat wurde im Jahre 1818 von König Anouvong (Chao Anou) im Bangkok-Stil errichtet und überlebte höchstwahrscheinlich aufgrund dieses äußeren Erscheinungsbildes den siamesischen Einfall von 1828, in dessen Zuge viele andere religiöse Gebäude der Stadt zerstört wurden. Somit handelt es sich um den ältesten noch existierenden Tempel von Vientiane.

Heutzutage befinden sich mehr als 10.000 Buddha-Statuen verschieder Größen, Formen, Farben und Materialien (Silber, Bronze, Stein und Holz) innerhalb dieser heiligen Hallen. Experten erkennen hier ein paar Eigenschaften Buddhas, die typisch für Laos sind, beispielsweise der für Regen betende Buddha, Buddha mit erhobenen Armen und Handflächen nach vorne („Aufruf zum Frieden“-Buddha) sowie übertrieben große Brustwarzen und eine eckige Nase, als Ausdruck eines Buddha jenseits der gewöhnlichen menschlichen Existenz.

Wat Si Saket Opening Hours: Besucht werden kann das Museum täglich für 5000 Kip von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16:00 Uhr. Einige Teile der Anlage wie beispielsweise die Bibliothek und das Kloster können sogar kostenlos betreten werden.

Große Stupa (Pha That Luang)

Pha That Luang Tempel Vientiane

Pha That Luang Tempel Vientiane

Der große Stupa ist bekannt als heiligstes Denkmal und Nationalsymbol von Laos. Ihr Bild findet sich dementsprechend vielerorts innerhalb des Landes wieder, beispielsweise auf Banknoten, Stempeln, Postern und sonstigen Dokumenten. Es handelt sich um stark buddhistisch beeinflusste Architektur im laotischen Stil mit vielen Buddhastatuen sowie geschmackvollen Blumen- und Tierbildern.

Bereits im Jahr 1566 wurde der Stupa unter dem Namen „Loka-Chulamani“ vom König eingeweiht, im Jahre 1828 während der siamesichen Eroberung jedoch stark beschädigt. Weitere Zerstörungen geschahen aufgrund eines Blitzschlags im Jahr 1896. Die französische Kolonialregierung ließ zwar bereits 1900 eine Restaurierung des Bauwerks durchführen, dieser Aufbau wurde jedoch in den 1930er Jahren revidiert und es wurde begonnen, den Stupa wieder originalgetreu aufzubauen.

Heute wirkt das Monument durch die hohen Mauern von außen eher wie eine prächtige Festung. Im Innern befinden sich zwei Tempel, wobei die 148m hohe Hauptstupa an ihrer Spitze stilvoll mit Blattgold überzogen ist. Als kulturell, geschichtlich, architektonisch und gesellschaftlich bedeutsame Einrichtung gehört der große Stupa zu den Sehenswürdigkeiten von Vientiane, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Kaysone Phomvihane Museum und Denkmal

Kaysone Phomvihane Museum

Kaysone Phomvihane Museum

Diese beiden Sehenswürdigkeiten (etwa 1km voneinander entfernt) widmen sich voll und ganz dem Leben eines Mannes, der Laos verändern sollte wie kaum ein anderer innerhalb der jüngeren Geschichte von Laos.

Geboren als Sohn einer laotischen Mutter und eines vietnamesischen Vaters, wurde Kaysone Phomvihane früh aktiv im Unabhängigkeitskampf innerhalb des damals französischen Indochinas. Er begann ein Studium der Rechtswissenschaften in Hanoi, ging jedoch vor dem Abschluss zurück nach Laos und trat der Pathet Lao bei. 1955 besaß er eine einflussreiche Position innerhalb der Lao Revolutionären Volkspartei (LPRP). Er war als Ministerpräsident zwischen 1975 und 1991 tätig und als Präsident von 1991 bis zu seinem Tod im Jahr 1992.

Im Jahre 1995, zum 75. Geburtstag des verstorbenen Präsidenten, wurde das Kaysone Phomvihane Denkmal zu seinen Ehren eingeweiht. Es besteht aus zwei sehr verschiedenen Stätten: seinem alten Wohnhaus und dem neuen Museum. Das Wohnhaus zeigt seinen bescheidenen Lebensstil, der wahrscheinlich einfacher und rustikaler als der aller anderen Landesführer der Welt. Im Gegensatz dazu kommt das von Vietnam geförderte Museum in einem edlen und opulenten Stil daher.
Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr (Montags geschlossen). Der Eintritt beträgt 10.000 Kip.

Ho Phra Keo (Haw Phra Kaew)

Ho Phra Keo

Ho Phra Keo Temple

Dieser ehemalige Tempel, welcher im Jahre 1565 als persönliche Kapelle der laotischen Königsfamilie errichtet wurde, gehört zu den eindrucksvollsten und interessantesten Gebäuden von Vientiane.

Lange Zeit beherbergte der Tempel die wertvolle Smaragd-Buddha-Figur, welche zuvor durch König Setthathirath von Chiang Mai (Thailand) nach Laos gebracht wurde. Von siamesischen Eroberern wurde sie im Jahre 1778 zurückgeholt und sitzt nun in der fast gleichnamigen Wat Phra Keo in Bangkok. Der Name Ho Phra Keo bedeutet “Altar des Smaragd-Buddha”, was darauf hindeutet, dass die Statue nicht mehr vor Ort ist, der Altar jedoch schon.

Mehrfach wurde der Tempel durch Eroberer zerstört, jedoch immer wieder aufgebaut, zuletzt durch die französische Kolonialmacht zwischen 1936 und 1942, sodass die Schönheit laotischer Kunst auch heute noch bewundert werden kann. Innerhalb der Anlagen des Ho Phra Keo bieten die schattigen, gepflegten Gärten eine Oase der Ruhe und Entspannung sowie einen willkommenen Schutz vor der direkten Sonne.

Das Anwesen öffnet sich Besuchern täglich von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr (Eintritt 5000 Kip). Es liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Wat Si Saket, kann also schnell und leicht vom Zentrum Vientianes aus besucht werden.

Mekong Riverfront

Vientiane Nightlife Mekong Riverfront

Das Nachtleben an der Riverfront in Vientiane

Zum tatsächlichen Kennenlernen der Stadt Vientiane gehört auch ein Spaziergang entlang der Mekong Riverfront. Zahlreiche laotische Restaurants, Cafés und Shops warten hier auf Besucher. Lokale Küche sowie ein authentisches Beerlao kann hier genossen werden.
Richtig interessant wird der Streifen gegen Abend. Täglich direkt nach Sonnenuntergang sammeln sich hier zahlreiche Händler, die Nahrungsmittel, Souvenirs, und viele weitere Produkte verkaufen. Zu den populären Artikeln gehören Seidenschals, Lampen, Bilder und natürlich Laos-T-Shirts. Preise werden üblicherweise verhandelt und können deutlich günstiger sein als in den stationären Souvenirläden. Wer Glück hat kann also mit ein wenig Verhandlungsgeschick ein wahres Schnäppchen erzielen. Unter den Speisen sind die typischen Fleischspieße, klebriger Reis und Papaya-Salat besonders beliebt. Die Mekong Riverfront eignet sich ideal, um einen erlebnisreichen Tag entspannt ausklingen zu lassen.

National Institute of Fine Arts

National Institute of fine Arts Vientiane

National Institute of fine Arts Vientiane

Als Geheimtipp für Kunstinteressierte gilt das National Institute of Fine Arts (NIFA). Zahlreiche laotische Kunstwerke können hier täglich bestaunt und bewundert werden. Die meisten Ausstellungsstücke stammen von Schülern dieses traditionellen Instituts. Zahlreiche berühmte laotische Künstler lernten bereits hier ihr Handwerk und ließen sich von der besonderen Umgebung dieses Ortes inspirieren.
Wer selbst einmal Hand anlegen möchte und sich nicht scheut, aktiv die laotische Kunst zu lernen, kann an den Hobbykursen des NIFA teilnehmen (50.000 Kip pro Stunde).

Die Institution wurde vor kurzer Zeit Teil des laotischen Ministeriums für Information, Kultur und Tourismus und nun verstärkt gefördert, um laotische Kunst zu erhalten, zu fördern und sie international bekannter zu machen. Es ist also davon auszugehen, dass Kreationen von Künstlern aus Laos demnächst auch in einem größeren Einzugsgebiet einen stärkeren Bekanntheitsgrad erlangen werden.

Die Adresse des National Institute of Fine Arts ist Ban Anou, Khoun Boulom Rd (P.O. Box 122, Vientiane). Es öffnet seine Tore für interessierte Besucher täglich von 8 bis 16 Uhr.

COPE Visitor Centre (National Rehabilitation Centre)

COPE Visitor Centre

COPE Visitor Centre

Das COPE Visitor Centre (Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise) befindet sich relativ zentral, etwa 1km östlich der Avenue Lane Xang. Hier haben sich Menschen zusammengefunden, die Opfern helfen, die verstümmelt wurden, typischerweise infolge des Kontaktes mit einem amerikanischen Sprengkörper (UXO: Unexploded Ordnance).

Laos trägt den traurigen Rekord des am stärksten bombardierten Landes der Welt. Auch heute noch, Jahrzehnte nach dem Vietnamkrieg, liegen unzählige nicht detonierte Kampfmittel auf laotischen Boden. Noch immer kommt es zu jährlich über 300 Zwischenfällen mit Verletzungen oder sogar Toten aufgrund dieser Rückstände.

Das COPE Visitor Centre bietet Besuchern die Möglichkeit, die gravierenden Auswirkungen von Blindgängern auf Laos innerhalb einer kostenlosen Dauerausstellung besser zu verstehen. Dokumentationen über UXOs (Blindgänger) werden gezeigt, Geschichten von Überlebenden können gelesen werden und Besucher können mehr über die Wirkung und die funktionsweise der gezeigten Prothesen lernen.
Es gibt darüber hinaus einen kleinen Souvenirladen und das Karma Café, wo köstliches hausgemachtes Eis und Lao Kaffee serviert werden. Das Besucherzentrum ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Eintritt frei).

Buddha Park (Xieng Khuan)

Buddha Park (Xieng Khuan)

Buddha Park (Xieng Khuan)

Im Buddha Park befindet sich eine bemerkenswerte Sammlung zahlreicher teilweise riesiger Statuen und Skulpturen von buddhistischen und auch hinduistischen Gottheiten sowie Tieren und Fabelwesen. Inmitten grüner Natur wurde dieser beeindruckende Skulpturgarten geschmack- und fantasievoll eingerichtet.
Schöpfer dieser Anlage war Luang Pu, ein Priester, welcher in den 1950er Jahren begann die Statuen zu sammeln und sich bis zu seinem Tod im Jahre 1996 mit Hingabe um das Anwesen kümmerte.

Besonders beliebt ist der gigantische liegende Buddha am Rande des Parks, welcher über seine kleineren Kollegen wacht.
Der Buddha Park liegt etwa 24km (45 Minuten per Tuktuk) südwestlich von Vientiane nahe des Khong River (Grenze zu Thailand). Wer etwas komfortabler reisen möchte nimmt den großen Bus bis zur Lao-Thai-Freundschaftsbrücke und ein Tuktuk nur für die letzten paar Kilometer. Der Bus Linie 14 fährt etwa alle 20 Minuten von der Talat Sao Station und kostet 6000 Kip für eine Strecke. Die Fahrt von der Freundschaftsbrücke zum Park mag etwas holprig verlaufen, Besucher können jedoch einen Blick über die schöne Landschaft entlang des Mekong River werfen. Der Buddha Park ist täglich von 8 bis 16.30 Uhr geöffnet (Eintritt 5000 Kip).