Phnom Penh Sehenswürdigkeiten, Reisetipps


Phnom Penh

Phnom Penh

Fläche376 km²
Einwohner1,5 Millionen
PostleitzahlGeneral Post Office: 12000
Distrikte: 12101 - 12415
Telefon-Vorwahl023
FlughafenPhnom Penh Pochentong, PNH (Internationaler Flughafen)
KlimaTropisch, ganzjährig heiß und feucht, Regenzeit von Mai bis Oktober.

Einst bekannt als die „Perle Asiens“ besitzt Phnom Penh, die Hauptstadt und größte Stadt des Landes Kambodscha, heute einen ganz besonderen Charme. An diesem überaus lebendigen Ort verbinden sich Jahrhunderte alte asiatische Traditionen, französische Elemente aus der Kolonialzeit und moderne westliche Einflüsse auf harmonische Weise.

Architektonische Meisterwerke, die fernen Jahrhunderten entstammen, Kolonialbauten und zeitgenössische Gebäude lassen Besucher von Phnom Penh eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Stadt erleben. Ähnlich vielfältig zeigt sich die kulinarische Welt an diesem besonderen Ort. Kambodschanische Krabben-, Fisch und Hummerspezialitäten sowie wohlduftende Nudel- und Reisgerichte, die nach lokaler Methode gewürzt werden, finden sich vielerorts entlang der Boulevards der Stadt. Während man in vielen Städten Asiens vergeblich nach Brot sucht, findet man in Phnom Penh an jeder Ecke frisch belegte Baguettes, die auch wiederum westliche Küche mit lokalen Gewürzen veredelt.

Was das Wetter anbelangt kommen Sonnenliebhaber in Phnom Penh besonders auf ihre Kosten. Ganzjährig liegen die Tageshöchstwerte bei etwa 30°C, während selbst nachts selten Werte unter 20°C auftreten. Auch in der Regenzeit (Mai bis Oktober) bleibt jeder zweite oder dritte Tag niederschlagsfrei. Schutz gegen Regen wird zu dieser Zeit empfohlen, warme Pullover und Winterjacken können jedoch gerne daheim gelassen werden. Leichte Kleidung genügt bei einer Tour zur Erkundung der faszinierenden und bewegenden Attraktionen von Phnom Penh, welche wir hier im folgenden gerne vorstellen.

Phnom Penh Sehenswürdigkeiten

Hier finden Sie die Top 10 der schönsten aber auch schockierendsten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh.

Königspalast

Phnom Penh Königspalast

Phnom Penh Königspalast/ Royal Palace

Die zentral gelegenen Palastanlagen gehören seit langem zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh. Sie wurden im 19. Jahrhundert auf der Basis kambodschanischen Designs mit Hilfe französischer Technologie errichtet. Die Traumata des 20. Jahrhunderts haben sie erstaunlich gut überlebt und dank zahlreicher Restaurationsarbeiten zeigen sie sich heute in prachtvollem Glanz.

Auf diesem überaus sehenswerten Gelände können Besucher königliche Luft schnuppern und einen Einblick in die Gemächer der Monarchenfamilie des Landes genießen. Neben dem eigentlichen Palast befinden sich hier weitere interessante Gebäude, wobei besonders zwei prächtige Pagoden hervorzuheben sind: die Silber-Pagode und der Tempel des Smaragd-Buddha (Wat Phra Sri Rattana Satsadaram).

Die Öffnungszeiten des Royal Palace sind 8 bis 11 Uhr und 14 bis 17 Uhr, wobei empfohlen wird, bereits in den frühen Morgenstunden (kurz vor 8 Uhr) vor Ort zu sein. Zum einen fallen die Temperaturen morgens üblicherweise etwas milder aus, zum anderen lässt sich so das Bad innerhalb des großen Ansturms von Touristengruppen vermeiden, so dass mehr persönlicher Freiraum und Ruhe zur Verfügung steht.

Nationalmuseum

Phnom Penh Nationalmuseum

Phnom Penh Nationalmuseum

Direkt neben dem Gelände des Königspalastes befindet sich das Nationalmuseum des Landes Kambodscha. Es wurde bereits im Jahre 1917 eröffnet, damals zu Ehren von König Sisowath. Heute zeigt es etwa 5000 Objekte, welche Besuchern die spannende Geschichte dieses Teils der Welt ein Stück näher bringt.
Die hier ausgestellten Objekte lassen sich grob in vier Bereiche einteilen: Bronze (Metall), Stein, Holz und Keramik. Man findet Werke von besonderer Bedeutung sowohl hinsichtlich Kunst und Kultur als auch in Bezug auf Geschichte und Religion. Während ein deutlicher indischer Einfluss erkennbar wird, bleibt festzuhalten, dass kambodschanische Künstler einen wirklich eigenen Stil schufen.

Das Museum öffnet seine Tore für Besucher täglich von 8 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16.30 Uhr). Der Eintrittspreis beträgt 5USD (für Kinder kostenlos). Schwere Taschen und größere Gegenstände können an der Garderobe am Eingang abgegeben werden. Ebenfalls am Eingang können für ein Trinkgeld (ca. 2-3 USD) zusätzlich Guides gebucht werden (in Englisch, Französisch, Japanisch und Khmer).

Überaus beliebt ist auch die hier stattfindende Dance Show „Plae Pakaa“ (Freitags und Samstag um 19h, 12USD).

Wat Ounalom

Wat Ounalom, Phnom Penh

Wat Ounalom

Wat Ounalom liegt etwa 300m nördlich vom Nationalmuseum (600m vom Königspalast). Die Wat (religiöse Anlage) wurde bereits im Jahr 1443 gegründet und gilt heute als die wichtigste Wat von Phnom Penh sowie als das Zentrum des Buddhismus von ganz Cambodia. Unter der Herrschaft der Roten Khmer wurde die Pagode beschädigt, allerdings wieder ansehnlich restauriert.

Hier lebt neben anderen Geistlichen auch der höchste buddhistische Mönch des Landes. Die Wat diente lange Zeit als Bibliothek der buddhistischen Instituts und verfügte über mehr als 30 000 Titel. Die Bibliothek wurde jedoch von den Roten Khmer zerstört. Als weitere Besonderheit dieses Ortes gilt eine Augenbraue, die von Buddha stammen soll („Ounalom“). Sie befindet sich in einem Haus direkt hinter dem Hauptgebäude.

Das Betreten der Wat ist täglich von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Besucher empfinden es hier als besonders angenehm, dass eine besinnliche Stille existiert, welche dem Ort ein besonderes Flair verleiht.

Sisowath Quay

Sisowath Quay

Sisowath Quay

Die Promenade am Westufer des Tonle Sap River (Seitenarm des Mekong Rivers) gilt als Must-See für jeden Besucher der Stadt. Dieser Streifen fungiert als Verbindungselement verschiedener weiterer Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter der Königspalast, die Silberpagode, das Nationalmuseum, Wat Ounalom, zahlreiche Boutiquen, Restaurants, Cafés, Galerien, Shops, Wat Phnom und vieles mehr.

Irgendwo am Sisowath Quay kommt jeder auf seine Kosten. Sightseeing, Kultur, Shopping, Sport, Restaurants mit guter Küche aus aller Herren Länder, sowie Kneipen mit guten Bieren, Bars mit farbenfrohen Cocktails und Clubs zum Feiern finden sich in diesem besonderen Bereich von Phnom Penh. Über etwa drei Kilometer erstreckt sich der Sisowath Quay.

Wie in jedem belebten Umfeld dieser Erde kann es in gewissen Fällen auch hier zu Problemen mit einer kriminellen Minderheit kommen. Taschendiebstähle können genauso geschehen wie in anderen größeren Städten dieser Erde. Polizeipräsenz ist nicht sehr stark in dieser Region, es bietet sich also an, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um Probleme im Vorfeld zu vermeiden. Dazu gehört der Verzicht auf das zu deutliche Präsentieren von Geld, Schmuck und Reichtum. Wer jedoch normal agiert und offensichtlich stressorientierten Personen aus dem Weg geht wird auch hier problemlos hervorragend seinen Urlaub genießen können.

Zentralmarkt, Central Market (Phsar Thmei)

Phnom Penh Central Market Phsar Thmei

Phnom Penh Central Market: Der Phsar Thmei Zentralmarkt

Das Gebäude des Zentralmarktes,welches sich hervorragend als Orientierungspunkt eignet, bildet in etwa das geografische Zentrum von Phnom Penh. Dementsprechend liegt der hier beheimatete Markt nur einen etwa 15minütigen Spaziergang vom Königspalast entfernt.

Das Central Market Bauwerk, welches in den Jahren 1935 bis 1937 im Art Déco Stil errichtet wurde, entstammt der Feder eines französischen Architekten (Louis Chauchon). Es besticht nicht nur durch sein markantes Äußeres, sondern auch durch das lebhafte Treiben der Anbieter und Besucher auf der Suche nach einem guten Geschäft inmitten einer Vielfalt verschiedenster Produkte. Gehandelt werden zahlreiche Waren, darunter Bekleidung, Taschen, Schmuck, Kunsthandwerk, Sonnenbrillen, Uhren, Haushalts- und Gebrauchsgegenstände, Elektronik, DVDs, Bücher sowie Nahrungsmittel und Blumen.

Seit der 4,5 Millionen Euro teuren kompletten Renovierung von Januar 2009 bis Februar 2011 präsentiert sich der Zentralmarkt in einem modernen Gewand. Neben der Renovierung der Hauptteile des Gebäudes wurden hier auch zusätzliche überdachte Verkaufsbereiche errichtet und neue Bäume gepflanzt, um das Erscheinungsbild der Anlage weiter aufzuwerten. Es wurde jedoch auch darauf geachtet, das ursprüngliche Design so weit wie möglich zu erhalten, so dass der Markt auch weiterhin allein schon aufgrund seines optischen Erscheinungsbildes einen Besuch wert ist.

Wat Phnom

Wat Phnom, Phnom Penh

Wat Phnom

Etwa 800m nördlich vom Zentralmarkt befindet sich die Wat Phnom, der wohl bekannteste buddhistische Tempel (Stupa) von Phnom Penh. Nicht nur der Tempel selbst, sondern die gesamte Anlage gilt unter Besuchern und einheimischen gleichermaßen als sehenswert.

Wat Phnom wurde auf einem etwa 27m hohen aufgeschüttetem Hügel errichtet und ist somit das höchstgelegene religiöse Bauwerk der Stadt. Die runde Anlage, um die sich ein großzügig angelegter Kreisverkehr befindet, hat einen Durchmesser von 300m und ist vom Charakter eines naturbelassen Parks, in dem man ausspannen und seine Seele baumeln lassen kann.

Einer Legende zufolge, ließ die wohlhabende Witwe Daun Chi Penh im Jahre 1372 den Hügel errichten und die Anlage bauen, nachdem sie fünf Buddhastatuen am Ufer gefunden hatte. Das Wort „Phnom“ bedeutet zu deutsch „Hügel“, somit war also der Hügel der Witwe mit dem Nachnamen Penh geschaffen, Phnom Penh, die Keimzelle der heutigen Hauptstadt des Landes.
Für Touristen wird ein Eintrittspreis von zwei Dollar genommen. Das Geld wird für die Bezahlung des Personals und für die Pflege der Anlage verwendet. Wer auf einem Elefanten reiten möchte kann dies hier für 15 USD tun.

Russischer Markt, Russian Market

Phnom Penh Russenmarkt, Russian Market, Russischer Markt

Phnom Penh Russenmarkt, Russian Market

Der russische Markt (Psar Toul Tom Poung), im südlichen Teil der kambodschanischen Hauptstadt gelegen, bekam seinen Namen aufgrund seiner Popularität unter den russischen Auswanderern in den 1980er Jahren. Hier überzeugt weniger die architektonische Komponente wie beim Zentralmarkt, sondern eher das größere und vielfältigere Angebot.

Neben den zahlreichen Produkten aus den Bereichen Metallwaren, Kunsthandwerk, Datenträger, Edelsteine, Printmedien, Textilien, etc. gibt es auf dem Russenmarkt auch einen kulinarischen Bereich. Hier kann inmitten des Marktes lokale Küche gekostet werden. Die hygienischen Vorkehrungen sind nicht unbedingt mit den deutschen vergleichbar, aber auch nicht unbedingt schlechter als auf anderen südostasiatischen Märkten.

Wie bei anderen Unternehmungen unter freiem Himmel gilt auch hier, dass ein Besuch auf dem Russian Market aufgrund der hohen Temperaturen am ehesten in den frühen Morgenstunden oder wiederum am späten Nachmittag zu empfehlen ist. Wer nach eifrigem Feilschen ein paar nette Dinge erwerben konnte und es sich bei einer Tasse Kaffee gemütlich machen möchte findet zwei recht gute Cafés in der Nähe: Jars of Clay und Café Yejj. Beides sind Ausbildungsstätten für junge Erwachsene aus ärmeren Familien. Sie können sowohl quantitativ als auch qualitativ überzeugen.

Koh Dach (Flussinsel im Mekong River)

Koh Dach Phnom Penh

Koh Dach

Die idyllische Insel Koh Dach liegt nur wenige Kilometer flussaufwärts vom Stadtkern Phnom Penhs entfernt. Hier können Urlauber nach einer kurzen Überfahrt per Boot ganz entspannt die malerische Landschaft der Insel genießen und bei einem sorglosen Spaziergang ein wenig über Seide erfahren.
Die große Mehrheit der Bewohner dieser etwa 30km² großen Insel sind direkt oder indirekt in der Seidenweberei beschäftigt. Besucher haben die Chance, sich vor Ort direkt anzuschauen, wie die Menschen in diesem Gewerbe arbeiten und entsprechende Produkte direkt vom Hersteller erwerben. Darüber hinaus können auch Tätigkeiten aus den Bereichen Töpferei, Färberei und Holzschnitzerei aus nächster Nähe betrachtet werden. Darüber hinaus haben sie die Chance, die Dörfer der Insel und die Lebensweise ihrer Bewohner hautnah zu erleben.

Weitere beliebte Ziele sind die drei Pagoden der Insel, welche in der Gemeinde Koh Duch liegen (Ampor Phal, Kra Pumpich und Sa Maki Kbal Koh). Insgesamt erfreut sich die Insel auch deshalb besonderer Beliebtheit, da sich hier binnen weniger Minuten vom hektischen Treiben des Stadtzentrums entfernt eine Oase der Ruhe und malerischer Landschaft befindet.

Tuol Sleng Genozid Museum

Tuol Sleng Genozid Museum

Tuol Sleng Genozid Museum

Was jetzt ein Museum ist war lange Zeit eine Schule, dann jedoch 1975 bis 1979 ein Gefängnis der Roten Khmer (unter der Bezeichnung S-21). Es dient der Erinnerung an die grausamen Taten, welche unter der Herrschaft von Pol Pot hier stattfanden. Dazu zählen Folter, Mord und weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Gefangene musste sich hier unter katastrophalen hygienischen Bedingungen an sehr strenge Vorschriften halten, um nicht weiterer Folter ausgesetzt zu werden. Es war verboten zu lachen, zu weinen, zu reden oder in sonstiger Form ungefragt zu kommunizieren. Im Verstoßfall drohten Schläge, Elektroschocks, Untertauchen in Wasserbottichen, Aufhängen am Galgen bis zur Bewusstlosigkeit und weitere Greueltaten. Ziel der Roten Khmer war es, Informationen aus den Gefangenen herauszuholen. Tausende Dokumente zeigen die Geständnisse von Insassen, Biografien und Fotos. Seit Juli 2009 besitzt Tuol Sleng den Status Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Das Museum ist täglich von 8 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwei USD. Durch die schonungslos realistische Darstellung regelmäßig angewendeter überaus unmenschlicher Praktiken wird die Erfahrung von vielen Besuchern als tiefgehendstes Museumserlebnis Asiens bezeichnet.

Choeung Ek (Killing Fields)

Choeung Ek Killing Fields

Choeung Ek Killing Fields

Die Killing Fields Stätte Choeung Ek liegt etwa 40 Minuten (ca 17km) per Tuktuk im Süden von Phnom Penh. Mit etwas Verhandeln fährt ein Tuktuk-Fahrer hin und zurück für insgesamt etwa 10USD (auf Wunsch inklusive eines Halts am Tuol-Sleng-Genozid-Museum). Der Eintritt kostet 2USD.
In ungeschönter Art und Weise werden Details bezüglich der Grausamkeiten und Massenmorde gezeigt, welche hier unter der Herrschaft der Roten Khmer in den Jahren 1975 bis 1979 durchgeführt wurden. An mehr als 300 Stätten innerhalb des kleinen Landes (damals bekannt als Kampuchea) wurden über 200.000 Menschen durch den Vernichtungsapparat der kommunistischen Führungsriege hingerichtet. Die Gesamtzahl derer, die den Roten Khmer zum Opfer fielen liegt nach Expertenschätzungen im Bereich von ein bis zwei Millionen Menschen.

Choeung Ek gilt als die bekannteste Stätte der Killing Fields. Allein an diesem einzelnen Ort wurden etwa 17.000 Menschen umgebracht. Mehr als 8.000 Schädel wurden in einem Mausoleum hinter Glas aufgebahrt.
Aus Respekt sollten lange Hosen getragen werden sowie Kleidung, welche die Schultern bedeckt. Ein Besuch hier ist nichts für schwache Nerven, er kann sehr nachdenklich stimmen. Was man hier sieht gehört jedoch zur realen Geschichte des Landes und sollte nicht vergessen werden.

Karte, Map

Phnom Penh Map, Karte

Phnom Penh Map (vom Ministry of Tourism Cambodia)

Phnom Penh Karte Online zum Download und ggf. ausdrucken. Eingezeichnet sind Banken, Bushaltestellen, Post Filialen, Hotels, Märkte und Museen. Sie wird bereitgestellt vom Tourismus Ministeriums Kambodschas.

Phnom Penh Airport

Informationen zum Flughafen in Phnom Penh (Arrivals, Departures, Transfer usw.) finden Sie hier: Phnom Penh Airport.