Japan Reiseführer, Reiseziele, Reisetipps, Tourismus


Inhalt

HauptstadtTokio
SprachenJapanisch (Amtssprache)
StaatsformParlamentarische Monarchie
Fläche378.000 km²
Einwohner126,6 Millionen (~337 Einwohner pro km²)
Währung Yen (JPY, ¥)
Telefon-Vorwahl+81
ZeitzoneUTC+9
NationalflaggeJapan Flagge

Japan Flagge

Japan, Nippon, das Land der aufgehenden Sonne. Der kleine Staat im Pazifischen Ozean hat viele Namen. Ebenso vielfältig wie die Namenswahl ist Japan auch in touristischer Hinsicht. Eine abwechslungsreiche, teils atemberaubende Landschaft sowie ein starkes kulturhistorisches Erbe und eine hervorragend ausgebaute touristische Infrastruktur: Japan ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes.

Schon längst sind viele Trends aus dem Land der aufgehenden Sonne auch im deutschen Alltag anzutreffen. Sushi, Manga, Essstäbchen, Aikido oder Zen. Vor allem in den 2000er Jahren erlebte die japanische Kultur hierzulande eine enormen Boom. Die Besucherzahlen aus Deutschland stiegen an und das allgemeine Interesse an der asiatischen Kultur schien weiter zuzunehmen.

Tokio Sehenswürdigkeiten

Tokio hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Bild: Shinjuku.

Dennoch scheuen sich viele Urlauber noch immer vor einer Reise in den Staat im Osten Asiens. Zu fremdartig scheint das Land am anderen Ende der Welt. Die unbekannten Schriftzeichen, die fremde Sprache oder die außergewöhnlichen Verhaltensregeln, es gibt eine Reihe von Gründen die potentielle Urlauber verunsichern. Grund für eine solche Haltung besteht jedoch kaum. Natürlich lässt sich eine Reise nach Nippon nicht mit einem Trip in eines unserer europäischen Nachbarländer vergleichen.

Mit ein wenig Vorbereitung und der Lust sich auf etwas Neues einzulassen, kann ein Urlaub in Japan jedoch zu einem Ereignis werden, das Ihnen für den Rest Ihres Lebens in (positiver) Erinnerung bleibt. Denn aller Barrieren zum Trotz können Reisende in Japan Dinge sehen und erleben, die einzigartig sind auf unserer Welt.

Der Besuch Tokios ist bereits ein Erlebnis für sich. Die Stadt an der Südküste der Hauptinsel Honshu begeistert jedes Jahr tausende von Reisenden. Mit ihrem einzigartigen Flair zählt man sie zu recht zu den großen Metropolen dieser Welt.
Aber natürlich ist Tokio nicht der einzige Grund den asiatische Inselstaat im Pazifischen Ozean zu besuchen. Auf jeder der vier Hauptinseln können Reisende Sehenswürdigkeiten und Attraktionen entdecken, die schlicht und einfach einmalig sind.

Mit einer Fläche von rund 378 000 km und knapp 127 Millionen Einwohnern ist Japan zwar kaum größer als Deutschland, allerdings ist die Insel im Pazifik, mit etwa 337 Einwohnern pro km, weitaus dichter bevölkert. Dennoch ist der Staat zu über 65 % mit Wald bedeckt, was enorme Ballungszentren rund um die Großstädte zur Folge hat und zugleich den Kontrast zwischen von Menschen geschaffenem Lebensraum und der atemberaubenden Natur betont.

Städte, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten in Japan:

Tokio

Tokio

Tokio bei Nacht

Tokio (oft auch „Tokyo“) zählt zweifellos zu den größten und beeindruckendsten Metropolen dieser Welt. Egal was man als Urlauber sucht, in der Hauptstadt Japans gibt es nichts was ist nicht gibt. Von den glänzenden Fassaden der Hochhäuser im Zentrum über den in unmittelbarer Nähe liegenden Kaiserpalast mit seinen atemberaubenden Gärten bis hin zu riesigen Kaufhäusern, versteckten Tempeln, enormem Parkanlagen einer Vielzahl an Museen sowie unzähligen Restaurants, Bars und Clubs: In der neun Millionen Stadt an der südöstlichen Küste des Landes finden Reisende alles was das Herz begehrt.

Unzählige Attraktionen warten hier, dazu zählen etwa der Meiji-Schrein, der Asakusa-Tempel, der Tokyo Tower oder auch eine der bekanntesten Kreuzungen der Welt, Shibuya Crossing. Attraktionen und Sehenswürdigkeiten sind jedoch nicht das einzige, was Tokio auszeichnet.

Ebenfalls ist die Stadt ein absolutes Paradies für alle Shoppingbegeisterte. Die neusten Trends aus Mode und Technik, außergewöhnliches Spielzeug sowie Manga und Anime aber auch Kunst und Antiquitäten ziehen viele Touristen in die entsprechenden Stadtteile. Zudem bietet sich die Hauptstadt Japans als hervorragender Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region an. Durch die perfekt ausgebaute touristische Infrastruktur ist es für Reisende ein leichtes, sowohl die Stadt wie auch den Rest des Landes zu bereisen.

Mehr zur Stadt in unserem Reiseführer Tokio.

Kyoto

Kyoto

Prächtige Natur in Kyoto (Bild von kyoto.travel)

Die Millionenstadt im Westen des Landes ist aus kulturhistorischer Sicht einer der bedeutendsten Orte Japans. Heute ist die ehemalige Hauptstadt die erste Adresse für Touristen mit einem Interesse an der feudalen Seite des Inselstaats. Unzählige Sehenswürdigkeiten reihen sich in der Stadt aneinander. Mittlerweile zählen 14 Tempel und Schreine der Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Anders als Tokio bietet Kyoto seinen Besuchern eine Atmosphäre, die trotz der Moderne noch immer ein wenig den Zeitgeist von Samurai und Kaiser in sich trägt.

Der Chion-in Tempel ist eine der Hauptattraktionen und die flächenmäßig größte Tempelanlage Japans. Noch beliebter ist der Kinkaku-ji Tempel, der Goldene Pavillon. Die Wände der zwei oberen Etagen sind mit Blattgold belegt, und spiegeln sich bei Tag im klaren Wasser des anliegenden Gartensees.

Ebenfalls sehenswert der Kiyomizu-Tempel und das Nijo-Schloss. Beides Orte, die erahnen lassen, wie einst das Leben in Japan verlief. Neben Sehenswürdigkeiten und Attraktionen bietet Kyoto aber auch ein einmaliges Shoppingerlebnis und einige Möglichkeiten einen unterhaltsamen Abend zu verbringen. Zwar ist die Stadt nicht grade für ihr buntes Nachtleben bekannt, trotzdem findet man die ein oder andere Bar bzw. den einen anderen anderen Club. Höhepunkt des Abends ist aber ein Besuch des Minami-za, des ältestens Kabuki-Theaters in Japan.

Osaka

Osaka, Japan

Osaka

Osaka liegt knapp 50 km von der ehemaligen Hauptstadt Kyoto entfernt und ist mit 2,6 Millionen Einwohnern nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt im Land. Die Metropole bietet alles, was man von einer Stadt dieser Größenordnung erwartet. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, viele Aktivitäts- und Shoppingmöglichkeiten sowie ein buntes Nachtleben. Dennoch steht die Stadt noch immer im Schatten Kyotos und Tokios. Weniger kulturell als Kyoto und ökonomisch schwächer als Tokio, ist Osaka die ewige Dritte. Dennoch ist ein Besuch durchaus lohnenswert. Ein wahrer Augenöffner ist die Burg Osaka ebenso wie der Sumiyoshi-Schrein im Süden der Stadt. Architektonisch beeindruckend ist auch das auffällige Sky Building im Handels- und Geschäftsbezirk Umeda.

Weiterhin bietet sich die Stadt als optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region an. Die Kaiserstadt Nara ist ein absoluter Touristenmagnet liegt nur rund 25 km östlich von Osaka und lässt sich Dank der hervorragenden Infrastruktur bequem erreichen. Etwa auf der Hälfte des Weges findet man das Horyuji Kloster, ebenfalls eine der beliebten Sehenswürdigkeiten im Bereich rund um die Stadt. Etwas weiter entfernt, ca. 65 km südlich von Osaka, liegt die Klosterstadt Koya-san in 860 Meter Höhe. Den Mittelpunkt bildet das Kloster Kongobu-ji.

Okayama

Okayama Castle und Korakuen

Okayama Castle und Korakuen

Die Universitätsstadt Okayama ist mit ihren 700.000 Einwohnern touristisch eher unauffällig, kann allerdings mit einzigartigen Highlights glänzen. Direkt am Ufer des Asahi-Flusses gelegen, befindet sich der Koruka-Park, einer der drei berühmten Gärten Japans und ein absolutes Muss bei einem Besuch der Region.

Auf einer Insel mitten im Asahi- Fluss finden Reisende die Burg Ujo, die wegen ihres schwarzen Anstrichs auch Krähenburg genannt wird. Die beachtliche Architektur des vierstöckigen Hauptturms beeindruckt jedes Jahr unzählige Touristen. Darüber hinaus eignet sich die Stadt hervorragend für Schiffsreisen durch die Inlandsee oder um auf die kleinste der vier Hauptinseln, Shikoku, überzusetzen.

Himeji

Die Stadt ist in ganz Japan für die Burg Himeji bekannt. Auch die „Burg des weißen Reihers genannt“, ist Himeji die einzige Burg, die noch komplett erhalten ist. Zudem zählt sie seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe.
Ebenfalls zu den Attraktionen der Stadt zählt der dazugehörige Park, der besonders zur Zeit der Kirschblüte unzählige Touristen anlockt.

Hiroshima

Hiroshima heute

Hiroshima heute

Sobald man den Namen der Stadt im Süden der Hauptinsel Honshu hört, denkt man unmittelbar an den 6. August 1945, der Tag, an dem die Amerikaner mit einem Knopfdruck tausende Leben auslöschten und das Gesicht des Landes nachhaltig prägten. An die Tragödie, die das Ende des zweiten Weltkriegs einläutete, erinnert heute der Friedenspark. Mit seinen Mahnmälern, dem Museum oder dem sogenannten Friedensturm ist der Park auch heute noch eine Art Pilgerstätte für viele Japaner, aber auch für Touristen aus aller Welt. Nördlich des Parks befindet sich die Atombombenkuppel. Die Ruine der ehemaligen Industrie- und Handelsmesse wurde als Gedenkstätte und Mahnmal bewahrt. 400 Meter über dem Gebäude explodierte damals die Atombombe „Little Boy“.

Ganz ohne tragischen Hintergrund aber dennoch sehr beliebt ist der Shukkei Garten, eine Anlage nahe dem Zentrum der Stadt, die nach dem Vorbild eines klassischen chinesischen Landschaftsgartens der Sung-Dynastie geschaffen wurde. Nicht weit entfernt liegt die „Karpfenburg“, welche 1958 originalgetreu (nach ihrer Zerstörung 1945) aus Stahlbeton nachgebaut wurde und mittlerweile ein Museum beherbergt.
Knapp eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt liegt die Anlegestelle für die Fähre auf die heilige Insel Miyajima, welche u.a. den Itsukushima-Schrein beherbergt. In der Nähe des Ufers befindet sich eines der bekanntesten Torii Japans. Mitten im Wasser erhebt sich das rote Tor, welches den symbolischen Zugang zum Schrein bildet.

Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark

Fuji Hakone Izu National Park

Fuji Hakone Izu National Park

Der Nationalpark liegt etwa 80 km südwestlich von Tokio und beherbergt den heiligen Berg Mt. Fuji. Der ruhende Vulkan lässt sich relativ unproblematisch besteigen, allerdings sollte die Tour nur im Sommer vorgenommen werden, da zur dieser Zeit die Hütten und Schutzräume geöffnet haben und Busse auf etwa 2400 Meter Höhe fahren. Besonders beliebt sind Nachtaufstiege, die in Gruppen organisiert werden, um den Atemberaubenden Sonnenaufgang miterleben zu können. Ausflüge können direkt von Tokio aus organisiert werden. Um den Aufenthalt entspannt genießen zu können, sollte man 2 Tage für den Trip einplanen.

Ein weiteres Highlight im Nationalpark ist der Bereich rund um den Ashi See und das kleine Städtchen Hakone. Bei gutem Wetter können Reisende von Togendai aus einen Blick auf den Mt. Fuji werfen und ein grandioses Panorama genießen.

Hakone Free Pass

Mit dem „Hakone Free Pass“ können Urlauber von Tokio aus in die Region reisen und drei Tage lang sämtliche Verkehrsmittel kostenlos Nutzen. Zunächst geht es nach Odawara über Gora mit einer Seilbahn Richtung Hakone. Der Hakone Free Pass kann in der Shinjuku Station an einem entsprechenden Schalter gekauft werden. Für die Reise sollten zwei Tage eingeplant werden. In Odawara gibt es zu diesem Zweck einige nette Hotels und gute Einkaufsmöglichkeiten.

Nara

Die ehemalige Kaiserstadt Nara lässt sich sowohl von Kyoto wie auch von Osaka aus gut erreichen und lockt mit ihren bedeutenden historischen Schätzen jährlich unzählige Besucher in die Region. Höhenpunkt einer Reise nach Nara ist der Besuch des Todai-ji-Tempel mit seiner 16 Meter hohen Buddha-Statue. Ähnlich beliebt ist der Kasuge Schrein, der insbesondere mit seiner Architektur und den mehr als Tausend Stein- und Bronzelaternen begeistert.

Beide Sehenswürdigkeiten befinden sich im Nara-Park (häufig kann man hier freilaufendes Rot- und Dammwild beobachten). Auf dem Weg dorthin erstreckt sich der Kofuku Tempel, der vor allem durch seine fünfstöckige Pagode auffällt aber auch darüber hinaus ein beeindruckendes Beispiel japanischer Baukunst ist.

Kamakura

Kamakura Buddha

Kamakura Buddha

Die Stadt liegt etwa 50 km südwestlich von Tokio und ist vor allem an den Wochenenden ein beliebter Ausflugsort bei den Einheimischen. Mit der Bahn lässt sich die Stadt von Tokio aus in etwa eine Stunde erreichen und bietet mit ihren historischen Tempeln, Schreinen, wunderschönen Gärten und Denkmälern sowie reizvollen Wanderwegen einen angenehmen Kontrast zur Hektik und Schnelllebigkeit der Großstadt. Die Topattraktionen in Kamakura ist der „große Buddha“. Die Statue ist über 13 Meter hoch und beinahe 800 Jahre alt. Um die Figur bestaunen zu können, wird eine Eintrittsgebühr von umgerechnet etwa 1,50 € fällig.

Ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten zählt der Engaku Tempel, welcher der älteste Zen-Gebäudekomplex in Japans ist. Von touristische Bedeutung sind außerdem der Kencho Tempel und der Tokei Tempel. In den wärmeren Monaten zieht es viele Besucher zudem an einen der belebten Strände. Nach der Ankunft in Kamakura können sich Urlauber unmittelbar bei der Touristeninformationen am Hauptbahnhof über Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sowie Veranstaltungen informieren.

Sapporo, Hokkaido

Sapporo

Sapporo

Sapporo ist die Hauptstadt der Insel Hokkaido. Die nördlichste der vier Hauptinseln unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom übrigen Japan. Die Landschaft wirkt wesentliche rauer, beinahe unberührt. Aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit ist Hokkaido reich an heißen Quellen. In den Wintermonaten liegt die nördliche Insel im Einzugsbereich arktischer Kaltluftströme. Im Winter kommt es hier zu ergiebigen Schneefällen die manchmal eine Höhe von 3 Meter erreichen können, und auch die Sommermonate sind wesentlich kühler als auf den anderen Inseln des Landes.

Viele der besonderen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen lassen sich von der Hauptstadt Sapporo aus erreichen. Südlich der Stadt liegt der Shikotsu-Toya-Nationalpark, der einen guten Querschnitt der Landschaft Hokkaidos zeigt und mit seinem Gebirgen, seinen Seen sowie den Vulkanen und heißen Quellen jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Toya Kratersee, der von hohen bewaldeten Bergen umgeben ist. Südlich des Sees befindet sich das Ainu Dorf Shraoi, das noch mit traditioneller Bauweise glänzt, allerdings mittlerweile zu einer Touristenattraktionen geworden ist. Nahe der Südküste befindet sich der Thermalbadeort Noboribet-su.

Alle Orte lassen sich gut von Sapporo aus erreichen, doch auch die Stadt selber hat einiges zu bieten. Vor allem die knapp 1,5 km lange Odori Avenue ist bei Besuchern sehr beliebt. Unzählige Shoppingmöglichkeiten sowie Restaurants und Bars bestimmen das Bild der Straße. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch des Botanischen Gartens und des dazugehörigen Ainu Museums. Im Westen der Stadt haben Touristen zudem die Möglichkeit den Maruyama-koen, einen der beeindruckenden östlichen Gärten, zu besuchen. Wie man es von einer Stadt mit knapp zwei Millionen Einwohnern erwartet, gibt es in Sapporo zudem ein buntes Nachtleben.

Kumamoto

Die Provinzhauptstadt auf der südlichen Hauptinsel Kyushu ist vor allem für das Schloss Kumamoto bekannt. Die Anlage zählt mit ihren mächtigen Mauern, der schwarzen Holzverkleidung und den weißen Gibeln zu einer der eindrucksvollsten Festungen in ganz Japan. Am anderen Ende der Stadt findet man den Suizenji-koen, den Suizenji Park. Diese künstliche Parklandschaft gehört mit ihren Inseln und Vögeln sowie ihren kleinen Seen und dem Teehaus zu einem der schönsten Landschaftsgärten im Land.

Rund 40 km westlich der Stadt können Urlauber den Aso-Nationalpark besuchen. Der Krater des erloschenen Vulkans ist einer der größten Vulkankrater der Erde. Im Wandel der Zeit haben sich im Krater fünf weitere Sekundärvulkane gebildet, von denen der Nakadake noch immer aktiv ist. Neben der atemberaubenden Natur gibt es im Nationalpark auch zahlreiche heiße Quellen und einige wunderschöne Ryokan, die zum Übernachten einladen.

Nagasaki

Nagasaki heute

Nagasaki heute

Traurige Berühmtheit erlangte die Stadt am 9. August 1945, nachdem die Menschen Nagasakis Opfer des zweiten Atombombenabwurfs durch die Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs wurden. Die Stadt auf der südlichen Hauptinsel Japans hat jedoch weit mehr zu bieten als seine dramatische Geschichte. Empfehlenswert sind insbesondere die beide Zen-Tempel KofufkuJi und der im Ming Stil erbaute Sofuku-ji Tempel.

Nagasaki ist jedoch auch Abseits der Tempel und Museen ein sehenswerter Ort . Im Westen der Stadt liegt der Ozean, während Reisende im Osten das Bergpanorama bestaunen können. Abends gibt es Dank der vielen Studenten ein lebendiges Nachtleben mit zahlreichen Bars und auch einigen Clubs.

Natürlich gedenkt die Stadt aber auch ihrer Toten und ihrer tragischen Geschichte. Im Stadtteil Urakami befindet sich der im Jahr 1955 erbaute Friedenspark. Zentraler Ausgangspunkt der Anlage ist die rund 10 Meter hohe „Statue des Friedens“. An den Seiten des Parks finden sich zusätzlich Plätze auf denen gestiftete Werke und Monumente internationaler Künstler zu sehen sind.

Nikko

Nikko

Nikko

Obwohl die rund 140 km nördlich von Tokio gelegene Stadt weniger als 100.000 Menschen beherbergt, zählt sie doch zu den absoluten Highlights einer jeden Japanreise. Der Grund für die enorme Popularität der Stadt liegt in der prunkvollen Tempelanlage, die majestätisch in die atemberaubende Berglandschaft der Region eingebettet ist. Erster Blickpunkt der Anlage ist die „Heilige Brücke“, welche über den Fluss Daiya führt und nur zu speziellen Zeremonien betreten werden darf. Weiter geht es dann zum Rinno-Tempel. Sehenswert ist hier insbesondere die Haupthalle sowie die Halle der drei Buddhas. Anschließend folgt einer der Höhepunkte. Nachdem man ein großes Stein-Tor durchschritten hat, führt der Weg zum Toshogu-Schrein, der vor allem für die Schnitzerei der drei Affen, die sich Ohren, Nase und Mund zuhalten bekannt ist. Das Prunkstück der Anlage ist allerdings das Yomei-mon Tor. Mit endlosen Schnitzereien und Millionen Goldfolien veredelt, wird es auch das Tor genannt, welches Menschen den ganzen Tag zu betrachten suchen.

Umgeben ist die Stadt vom idyllischen Nikko-Nationalpark. Mit seinen ausgedehnten Wäldern, ruhigen Seen, seinen Schluchten und Wasserfällen gehört der Park zu den beeindruckendsten Naturregionen die man in der Nähe Tokios aufsuchen kann. Empfehlenswert ist ein Besuch des Chuzenji Sees. Unterwegs sollten Reisende unbedingt einen Stopp am Aussichtspunkt Akechi-daira einlegen, von wo aus man einen schönen Ausblick auf die umliegende Bergwelt hat. Ein noch beeindruckenderes Panorama erwartet Besucher, die von dort mit der Seilbahn zum höher gelegenen Aussichtspunkt Tembodai fahren.

Geschichte

Noch im 19. Jahrhundert war Japan von der Welt mehr oder weniger isoliert. Die Ein- und Ausreise während dieser Zeit war sowohl für Japaner wie auch für Ausländer verboten. Ausnahmen bestanden lediglich für den Austausch mit China und den Niederlanden. In dieser Epoche wurde das Land von der Tokugawa Familie regiert, welche über zweihundert Jahre hinweg die restlichen Fürsten Japans unter Kontrolle hielt.

Erst nachdem es einem amerikanischer Admiral mit seiner Flotte gelang unbehelligt in den Hafen von Tokio einzulaufen und ein Schreiben des Präsidenten zu übergeben, in dem dieser offene Handelsbeziehungen mit Japan forderte, begannen sich die regionalen Herrscher zu mobilisieren. Der Aufstand endete mit der Wiedereinsetzung des Kaisers und beendete die Herrschaft der Kriegerkaste. Die anschließenden Reformen des Kaiserhauses durch den Meiji-Tenno läuteten die Moderne ein und beendeten das Zeitalter des Kriegeradels ein für allemal. Erstmalig erhielt das Land eine Verfassung sowie ein Parlament. Auf diese Weise konnte schließlich eine konstitutionelle Monarchie eingeführt werden.
Nach dem Ende der Meiji-Ära begann die Taisho-Ära. Der schwächelnde Kaiser ließ Raum, um die Demokratie im Land zu stärken. Ein Vorgehen das jedoch letztendlich scheiterte und es dem Militär erlaubte zunehmend die Kontrolle über das Land zu gewinnen.

1910 besetzte Japan die Koreanische Halbinsel und machte das Land zu einer Kolonie. Im ersten Weltkrieg stand Japan auf der Seite Großbritanniens, Frankreichs und Russlands. Aufgrund der Unterstützung der Entente, gelang es Japan sich wirtschaftlich zu profilieren und zudem deutsche Kolonien in China zu übernehmen, was zu enormen Protesten in diesen Regionen führte.

Ende der 1920er Jahre wurde Japan von der Weltwirtschaftskrise erfasst. Nach der Umstrukturierung der eigenen Wirtschaft, bemühte man sich um die weitere Expansion des Landes. Am Anfang der 1930er Jahre besetzte Japan erste Teile Chinas und gründete 1932 den abhängigen Staat Mandschuko. Nur ein Jahr später trat das Land nach einem negativen Bericht aus dem Völkerbund aus. Nach einem Zwischenfall begann schließlich 1937 der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg. In Kooperation mit den Achsenmächten Deutschland und Italien begann Japan ein Eroberungsfeldzug in ganz Asien, dem etliche Kolonialreiche zum Opfer fielen.

Obwohl auch amerikanische Kolonien betroffen waren und in Europa ein Jahrhundertkrieg tobte griffen die USA erst ein, nachdem Japan 1941 Pearl Harbor bombardierte. Nach vier Jahren andauernder Kämpfe im pazifischen Raum, gelang es alliierten Truppen mehrere Inseln in der Nähe Japans zurückzuerobern. Die Kapitulation Japans erfolgte letztendlich nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August 1945.

Unter der Besatzung der Alliierten folgte in den Jahren bis 1952 der Wiederaufbau des Landes. Der neue Feind der westlichen Welt war jetzt der Kommunismus. Ein Kampf in den Japan aktiv mit eingebunden wurde und von dem das Land insbesondere zu Zeiten des Koreakrieges enorm profitierte. Japan begann sich rasch zu entwickeln und wuchs in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer wahren Wirtschaftsmacht heran.

Der Einbruch erfolgte erst in den 1990er Jahren. Nach dem Platzen der Immobilienblase verlor das Land zunehmend an Einfluss und hatte in den Folgejahren mit einer schrumpfenden Wirtschaft zu kämpfen, die das gesamte Land beeinflusste. Verstärkt wurde das Problem zudem durch die Asienkrise von 1997 und 1998.

Erst zu Beginn der 2000er Jahre schaffte es Japan sich wirtschaftlich zu stabilisieren, hatte nun allerdings mit der Konkurrenz aus den aufstrebenden Tigerstaaten zu kämpfen. Einen erneuten Schlag musste Japan 2011 hinnehmen, nachdem ein Tsunami, verursacht durch ein Erdbeben, Teile des Landes überflutete und zudem das Nuklearunglück von Fukushima seinen Lauf nahm. Bis heute hat sich Japan von der schweren Krise in den 90er Jahren und der fatalen Naturkatastrophen von 2011 noch immer nicht ganz erholt.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Japan kein Visum. Unmittelbar nach der Landung wird Urlaubern eine Aufenthaltserlaubnis von 90 Tagen ausgestellt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann diese Erlaubnis auf 180 Tage ausgeweitet werden. In einem solchen Fall müssen sich Reisende beim zuständigen Einwohnermeldeamt vor Ablauf der 90 Tages Frist anmelden. Anschließend wird ein „Certificate of Alien Registration“, ein Fotoausweis, ausgehändigt, welcher von Ausländer stets mitgeführt werden muss. Weiterhin muss die Aufenthaltserlaubnis im Pass durch die zuständige Einwanderungsbehörde verlängert werden. Reisende, welche versuchen diese Regelungen, etwa durch kurzfristige Ausreise und Wiedereinreise, zu umgehen, müssen damit rechnen, keine Einreisegenehmigung zu erhalten.

Weiterhin benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Japan entweder einen Reisepass oder einen vorläufigen Reisepass. Sollte dieser nicht vorhanden sein, wird die Einreise ebenfalls verweigert.

Visum für Arbeit und Studium

Die oben genannten Regeln gelten für Urlauber. Diejenigen, die einer Erwerbstätigkeit oder einem Studium nachgehen möchten, benötigen ein besonderes Visum, dass bei der japanischen Auslandsvertretung in Deutschland beantragt werden kann. Abhängig von der aufzunehmenden Tätigkeit, werden verschiedenen Visa ausgestellt (z.B. Praktikant = Trainee Visa, Wirtschaftswissenschaftler = „Specialist in Humanities/ International Services“ oder Ingenieur = Engineer Visa ).Interessierte sollten sich bei Fragen frühzeitig an die japanische Botschaft oder an ein japanisches Konsulat wenden. Um die Bearbeitungsdauer zu verkürzen und die Erfolgsaussichten zu erhöhen, ist es von Vorteil ein „Certificate of Eligibility“ vorweisen zu können. Ein solches Dokument kann vom künftigen japanischen Arbeitgeber bei der Einwanderungsbehörde in Japan beantragt werden.

Working Travel Visum

Wie auch in anderen Ländern Asiens ist es in Japan möglich ein sogenanntes Working Travel Visum zu beantragen. Dieses Dokument ermöglicht es jungen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit (im Alter zwischen 18 und 30 Jahren) bis zu einem Jahr in Japan zu verweilen und dort einer Tätigkeit nachzugehen. Es gilt jedoch zu beachten, dass das Visum ausdrücklich für einen Ferien-Arbeitsaufenthalt vergeben wird. In diesem Sinne soll die primäre Intention des Besuchs das Reisen und nicht das Arbeiten sein. Die Beantragung des Working Holiday Visums ist im Fall von Japan nicht gebührenpflichtig. Für die Aufnahme einer andauernden Tätigkeit wird ein entsprechendes Visum (s.o.) gefordert.

Für die Beantragung des Working Travel Visums muss ein Antragsformular (ausgefüllt und unterzeichnet) an die entsprechende japanische Vertretung gesandt werden. Interessenten benötigen neben dem Hin- und Rückflugticket einen Finanzierungsnachweis, der belegt, dass der Antragsteller sich zunächst selbstständig finanzieren kann. Dafür wird ein Betrag von 2000 Euro vorausgesetzt. Reisende müssen zudem einen Nachweis einer Auslandskrankenversicherung erbringen. Der Antrag sollte mindestens drei Wochen vor Abreise gestellt werden.

Abhängig vom Bundesland sind verschiedene japanische Vertretungen für die Bearbeitung des Working Travel Visums zuständig.

  • Für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen Anhalt, Sachsen, Mecklenburg Vorpommern und Thüringen wenden sich Interessierte bitte an die Botschaft von Japan in Berlin.
  • Nordrhein Westfalen hat eine japanische Vertretung in Düsseldorf.
  • Reisende aus Rheinlandpfalz, dem Saarland und Hessen erhalten ein Working Travel Visum beim Japanischen Generalkonsulat in Frankfurt am Main.
  • Für Baden Württemberg und Bayern ist das Japanische Generalkonsulat in München zuständig.
  • Interessierte aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig Holstein müssen ihre Unterlagen an das Konsulat von Japan in Hamburg weiterreichen.

Auch für die Einreise mit dem Working Travel Visum ist zwingend ein gültiger Reisepass erforderlich.
Weiterführende Informationen finden Interessierte auf der deutschsprachigen Internetseite zum Working Travel Visum.

Touristen müssen zudem darauf achten, dass in Japan Passzwang besteht. Urlauber müssen daher stets ihren Pass bei sich tragen, andernfalls können sie verhaftet und für mehrere Tage festgehalten werden, häufig in Verbindung mit einer erheblichen Geldstrafe. Ausländer, die länger als 90 Tage in Japan verweilen und über eine Alien Regestration Card verfügen, müssen diese ebenfalls ständig bei sich tragen.

Wetter und Klima

Das japanische Staatsgebiet umfasst insgesamt drei Klimazonen. Der größte Teil des Landes ist allerdings gemäßigter bis subtropischer Natur. Trotzdem findet man ähnlich wie in Deutschland im gesamten japanischen Raum vier sich deutlich unterscheidende Jahreszeiten.

Von März bis Mai sind die Temperaturen auf der ganzen Insel angenehm. Der Sommer ist auf Hokkaido und Nord-Honshu in etwa mit den Sommermonaten Europa zu vergleichen. Im südlichen Teil Honshus sowie Shikokus und Kyushus hingegen sind die Temperaturen stark erhöht, bei einer enormen Luftfeuchtigkeit. Hier kommt deutlich der tropische Charakter des Klimas zum Vorschein.

Noch vielschichtiger ist jedoch das Klima im Winter. Besonders im hohen Norden auf Hokkaido und auf dem Nordteil Honshus können in manchen Fällen mehrere Meter hohe Schneemassen die Dörfer geradezu unter sich bedecken. Im Süden und Westen hingegen fällt zu dieser Jahreszeit kaum Schnee, vielmehr gibt es mehrere Sonnenstunden und es gibt wenig Niederschlag. Im südwestlich gelegenen Nagasaki findet man selbst in den Wintermonaten noch Temperaturen von zehn Grad und mehr, bei zugleich sehr geringen Niederschlagsmengen.

Dies ändert sich allerdings schlagartig in den Sommermonaten. Auf der Insel Kyushu beginnt im Juni die Regenzeit. Lang anhaltende, wolkenbruchartigen Niederschläge ziehen Richtung Norden über das Land und erreichen etwa Mitte Juli Hokkaido. Aufgrund der erhöhten Niederschlagsmengen steigt auch die Luftfeuchtigkeit im Land rapide an, was für viele europäische Besucher eher unangenehm ist.

Die beste Reisezeit für einen Urlaub in Japan sind die Monate von Ende März bis in den Mai hinein oder aber zwischen September und Oktober. Zu beiden Zeiten findet man ein angenehmes Klima mit geringen Niederschlag, einigen Sonnenstunden und einer angenehmen Luftfeuchtigkeit. Während Besucher gegen Ende März, Anfang April von der Kirschblüte profitieren, können Reisende in den späteren Monaten die erstaunliche Herbstfärbung bewundern.

Tokio Klima

In Tokio liegen die Temperaturen im April etwa zwischen 15 und 20° bei einer moderaten Luftfeuchtigkeit sowie geringen Niederschlagsmengen. Im September und Oktober hingegen liegen die Temperaturen ein wenig darüber. Gelegentlich können zu dieser Zeit noch 25° erreicht werden. In den frühen Herbstmonaten müssen Urlauber jedoch auch mit etwas mehr Niederschlag und einer höheren Luftfeuchtigkeit zu rechnen.

Währung, Geld und Kosten

Japan Geld, Yen Geldschein Banknote

Japan Geld: Ein 1000 Yen Geldschein

Die nationale Währung ist der Japanische Yen.

Es empfiehlt sich grundsätzlich mit Bargeld nach Japan einzureisen. Da Ihr deutsches Kreditinstitut möglicherweise keinen Umtausch von Euro in Yen anbietet, sollten sie unmittelbar nach der Einreise am Flughafen etwas Geld umtauschen.

Obwohl Tokio zu den großen Metropolen dieser Welt zählt, ist die Kreditkartenzahlung im gesamten Land weit weniger verbreitet als in anderen asiatischen Staaten wie z.B. Singapur. Zudem finden sich nicht überall Bankautomaten an denen es möglich ist mit einer ausländischen Kreditkarte Geld abzuheben. Aus diesen Gründen sollte man einen Betrag tauschen, der es einem ermöglicht die ersten 2 bis 3 Tage großzügige mit Bargeld finanzieren zu können. Sofern Sie in einer der größeren Städte zu Besuch sind, sollten Sie in diesem Zeitraum einen funktionierenden Geldautomaten/ ATM gefunden haben.

Geldautomaten finden

Häufig können Reisende auf einen schnellen Erfolg in den Supermärkten der Ketten 7-Eleven oder Daily Yamazaki hoffen. In vielen der Filialen stehen Bankautomaten, die auch mit ausländischen Kreditkarten genutzt werden können. Natürlich ist es auch möglich ein Kreditinstitut aufzusuchen, wie etwa eine Filiale der Citibank, der Shinsei Bank oder der japanischen Postbank (Japan Post). Automaten der Citibank und auch der Shinsei Bank findet man zwar selbst in einer Großstadt wie Tokyo eher selten, Postfilialen hingegen sind im ganzen Land verbreitet. Grundsätzlich wird es mehr Probleme bereiten Geld mit der Kreditkarte außerhalb einer der Großstädte abzuheben. Touristen, die vorhaben auch die ländlicheren Regionen zu besuchen, sollten daher bereits im Vorfeld ausreichend Bargeld mitführen.

Wie bereits erwähnt, ist das Zahlen mit der Kreditkarte in Japan weit weniger verbreitet als in manch anderen asiatischen Ländern. Dies gilt vor allem für kleinere Städte oder Ortschaften, die für gewöhnlich eher einen geringen touristischen Zulauf verbuchen. In einer Großstadt wie Tokio hingegen ist es durchaus möglich in den größeren Restaurants, Hotels und auch vielen Geschäften, mit der Kreditkarte zu zahlen. Gleiches gilt für die Eintrittspreise bei den größeren und bekannteren Attraktionen.

Kostenlos Geld am Automaten abheben

Mit einigen Visa Karten, die gebührenfrei erhältlich sind, kann man kostenlos in Japan Geld abheben.

Zahlen am Automaten

Japan Automaten

In Japan gibt es unendlich viele Automaten. Hier im Bild ein Salat Automat.

Selbst wenn man die gesamte Dauer des Aufenthalts in Tokio verbringt, sollte man sich dennoch nicht ausschließlich auf die eckige Plastikkarte verlassen. Japan ist das Land der Automaten. In jeder Stadt, egal wie klein diese ist, finden sich unzählige Maschinen, die Snacks, Süßigkeiten, Getränke oder Spielzeug anbieten. Darüber hinaus ist es bei vielen der kleineren einheimischen Restaurants nötig, im Vorfeld am Automaten die gewünschte Nummer zu ziehen und diese anschließend am Schalter abzugeben. Keiner der mehr als 500.000 Automaten im Land akzeptiert eine Zahlung via Kreditkarte. Zudem sollten sich Reisende im Vorfeld bei ihrer Bank erkundigen, ob sie mit ihrer Kreditkarte im Ausland kostenlos Bargeld abheben können. Andernfalls bietet sich ein Wechsel zu einem Anbieter an, der diese Option ermöglicht.

Preise für Hotels, Flüge, Essen, Metro und Taxi

Viele Urlauber und Touristen gehen davon aus, dass Japan ein sehr teures Reiseland ist. Diese Annahme ist jedoch nur bedingt richtig und bezieht sich vor allem auf den Flug und die Unterkünfte.

Preise für Hotels entsprechen in etwa dem europäischen Niveau und die Flugpreise sind nicht höher, als bei vergleichbar entfernten Reisezielen.

Mit Blick auf die Lebenshaltungskosten kann Japan (z.B. Tokio) wesentlich billiger sein als viele andere Metropolen derselben Größenordnung. Letzten Endes ist die Frage nach den Kosten auch abhängig davon, welche Präferenzen der Reisende hat. Möchten Urlauber sich auch in Japan heimisch fühlen und greifen auf westliche Produkte und Lebensmittel zurück, kann das sehr teuer werden. Die Preise wären ungefähr vergleichbar mit dem Einkauf in einem Delikatessengeschäft in Deutschland.

Günstig leben und essen in Japan

Urlauber, die jedoch den Flair Japans spüren möchten und sich auf die Lebensweise dieser altasiatisch Kultur einlassen wollen, können im Land der aufgehenden Sonne auch mit einem kleineren Budget zurechtkommen. Eine schlichte Mahlzeit in einem der kleineren einheimischen Restaurants, wie etwa Nudeln oder japanisches Curry, bekommt man bereits ab umgerechnet 3,50 €. Ein etwas umfangreicheres Mittagessen verursacht Kosten von ca. 7,00 bis 8,00 €.
Ebenfalls sehr günstig ist Sushi. In den zahlreichen Convenience Stores erhält man ein gutes Angebot mit etwa zehn Teilen für rund 3,50 €. Ein Reisdreieck (Onigiri) kostet unter 1,00 €, ebenso wie die frischen Sandwiches, die in jedem dieser Läden angeboten werden.
Sofern man in einem Restaurant isst, erhält man für gewöhnlich gratis Wasser zum Gericht. Darüber hinaus stehen aber an jeder Ecke Automaten an denen Getränke für umgerechnet etwa 80 Cent angeboten werden.

Eine Fahrt mit der Metro kostet, abhängig von der Distanz, zwischen 1,30 € und 2,00 €. Die ersten 2 km einer Taxifahrt schlagen mit etwa 5,00 € zu Buche.

Lediglich wer in Japan auf Dinge wie Käse oder Sahne etc. nicht verzichten möchte bzw. es vorzieht in den den Restaurants der gehobenen Preisklasse (von welchen es ebenfalls unzählige gibt) zu dinieren , muss ein höheres Budget einplanen. Hält man sich hingegen an die nationalen Lebensmittel wie Fisch oder Meeresfrüchte sowie die kleineren einheimischen Restaurants ist es auch in einer Weltstadt wie Tokio möglich mit weniger Geld gut über die Runden zu kommen. Die Preise in den japanischen Supermärkten sind etwas höher als der deutsche Durchschnitt (vor allem Obst und Gemüse) und lassen sich statistisch gesehen in etwa mit den Preisen in München vergleichen. Lebensmitteldiscounter, wie hier zu Lande üblich, findet man in Japan kaum. Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, dass alle größeren Supermärkte meistens über ein passables Angebot an frisch zubereiteten Gerichten verfügen, die entweder direkt an der Kasse oder auch im Hotel erhitzt werden können. Für diese teils umfangreichen Mahlzeiten sind die Preise unschlagbar günstig.

Unterkunft

In ganz Japan findet man eine breite Auswahl an Hotels sämtlicher Kategorien. Westlich geführte Häuser entsprechen in der Regel gehobeneren Ansprüchen, sind dafür aber auch kostenintensiver. Die gängigen japanischen Hotels hingegen sind meist sehr sauber, bieten aber kleinere Zimmer, häufig jedoch zu einem geringeren Preis. Grundsätzlich lassen sich die Preise mit denen in Deutschland vergleichen, allerdings sind die Kosten auch in Japan abhängig von der Region, der Stadt und dem Stadtteil. Angefangen bei etwa 20 Euro für ein sogenanntes Kapselzimmer (eine Schlafkapsel) oder 50 Euro für ein gepflegtes Einzelzimmer im Herzen Tokios bis hin zu 350 Euro für eines der zahlreichen Luxus- und Sternehotels in der Hauptstadt: Japan bedient jede Preisspanne.

Alle Urlauber, die ein wirkliches Stück Japan mit nach Hause nehmen möchten, sollten die Gelegenheit nutzen in einem traditionellen Hotel japanischen Stils, einem Ryokan, zu übernachten. Auch hier können die Preise erheblich schwanken, in der Regel ist die Nacht in einem Ryokan allerdings teurer als in einem der gängigen Hotels. Dennoch gehört die Übernachtung in einem dieser traditionellen Unterkünfte für viele Besucher zu einem gelungenen Japanurlaub dazu. Technische Annehmlichkeiten, wie etwa kostenloses W-Lan (was mittlerweile eigentlichen in allen Hotels zum Standard gehört) finden Reisende in einem Ryokan allerdings eher nicht.

Die meisten Unterkünfte in Japan lassen sich bequem über einen der zahlreichen Onlineanbieter buchen. In den kleineren Städten kann man Hotels auch direkt vor Ort buchen. Von vielen kleinen Unterkünften findet man die Kontaktdaten über eine der gängigen Suchmaschinen. Zudem verfügt das Land über ein gut ausgebautes Netz an Jugendherbergen. Für weitere Informationen zu den Jugendherbergen lohnt es sich, die Suchmaschine Ihres Vertrauens zu bemühen oder sich direkt an die Japanische Fremdenverkehrszentrale in Frankfurt zu wenden.

Anreise

Die Anreise nach Japan lässt sich in der Regel problemlos mit dem Flugzeug aus Deutschland oder den umliegenden Nachbarstaaten bewältigen.
Seit dem 20. Novemer 2007 werden nach der Einreise die biometrischen Daten (Fingerabdrücke und Gesichtsfotos) von Ausländern (ab 16 Jahren) erfasst.

Anreise mit dem Flugzeug

Japan Airlines

Japan Airlines Flugzeug

Von Deutschland aus besteht die Möglichkeit von verschiedenen Flughäfen via Direktflug nach Japan zu reisen. Von Frankfurt und München aus steuern die Fluggesellschaften All Nippon Airways, Japan Airlines und Lufthansa ohne Umwege die japanische Hauptstadt an (Direktflug auch von Frankfurt nach Osaka mit Lufthansa). Darüber hinaus kann man von beinahe allen deutschen Flughäfen mit einen, manchmal zwei Zwischenstopps, die asiatische Insel im Pazifischen Ozean erreichen.

Die Flugdauer ist abhängig von der Route und beträgt bei einem Direktflug etwa 11,5 Stunden. Die Dauer erhöht sich entsprechend für Routen, die ein Zwischenstopp vorsehen.

Die Kosten können erheblich variieren, abhängig davon mit welcher Gesellschaft man fliegt sowie der Route und dem Zeitraum. In einigen Fällen ist es möglich eine Verbindung von einem deutschen Flughafen nach Tokio für rund 600 € zu finden.

Vom Tokio Narita Airport in die Stadt

Im unmittelbaren Umfeld der Hauptstadt Tokio befinden sich zwei große internationale Flughäfen. Zum einen der Flughafen Haneda, der nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt und zum anderen der Narita Airport, über den momentan noch der Großteil des internationalen Flugverkehrs läuft. Da der Flughafen mehr als 60 km vom Zentrum der Hauptstadt entfernt liegt, müssen Japan-Besucher nach ihrer Ankunft noch den Weg in die Stadt finden. Möglichkeiten gibt es genug. Neben der Bahn (Keisei Line und der JR East) fährt regelmäßig der „Airport Limousine“ Bus alle wichtigen Haltestellen in Tokio sowie alle bedeutenden Hotels an. Der Preis für den Airport Limousine Bus beläuft sich auf etwa 25 Euro bei einer Fahrtzeit von rund 1,5 Std.

N’ex & Suica Card

Wer vorwiegend in der Region Tokio unterwegs sein wird, sollte sich bereits am Flughafen die sogenannte N’ex & Suica Karte zulegen. Sie vereint gleich mehrere Vorteile und ist zudem eine der günstigsten Möglichkeiten um vom Narita Aiport nach Tokio zu gelangen. Die Karte kostet ungefähr 28,00 Euro und beinhaltet neben einem Ticket für die Fahrt mit dem Narita Express (vom Flughafen in die Stadt, u.a. mit Halt an der Tokio Station) ein weiteres Guthaben von 12,00 €, welches Reisende nutzen können um sich mit der Metro oder den JR East Linien in Tokio und Umgebung fortzubewegen. Das Prinzip ist simpel. Beim Betreten des Bahnhofs hält man die Karten über ein Lesegerät und passiert anschließend das Drehkreuz. Am Zielbahnhof hält man die Karte erneut über das Lesegerät um den Bahnhof verlassen zu können. Der fällige Betrag wird nun von der Karte abgezogen. Das Guthaben auf der Karte kann an jeder Station erneut aufgeladen werden und bringt weiterhin den Vorteil mit sich, dass man an einigen Getränkeautomaten und bei manchen 7-Eleven Filialen ebenfalls mit ihr zahlen kann.

Vom Tokio Haneda Airport in die Stadt

Tokyo Haneda Airport

Tokyo Haneda Airport

Wer in Haneda landet, kann ähnlich wie Reisende am Narita Aiport den Service des Aiport Limousine Bus in Anspruch nehmen. Die Kosten belaufen sich auf knapp 10,00 €. Haltestellen sind u.a. in Shibuya und Shinjuku. Zudem fährt die Tokyo Monorail alle zehn Minuten für ein Preis von umgerechnet ca. 4,00 € in das Zentrum der Stadt. Ähnliche Konditionen gelten für die Keikyu Line.

Ähnlich problemlos ist die Anreise aus den umliegenden asiatischen Ländern. Etwa von Südkorea aus bieten Billigflieger wie Air Asia regelmäßig Flüge in das Land der aufgehenden Sonne an. Zudem ist es möglich vom russischen Wladiwostok aus einen Flug nach Tokio zu nehmen.

Anreise mit dem Schiff

Von einigen seiner indirekten Nachbarländer lässt sich Japan mit dem Schiff bzw. der Fähre erreichen.
Zwischen Japan und Südkorea bestehen eine Vielzahl von Verbindungen, die in vielen Fällen täglich mit einer Reihe von Fähren bedient werden. Ausgangspunkt für eine Reise von Südkorea nach Japan ist die Stadt Busan. Verschiedene Unternehmen (Korea Ferry, Mirejet, Pukwan Ferry, Daea Express Shipping, Panstar Cruise Ferry) bieten auf diesen Reiserouten ihren Dienst an.

Abhängig von Ausgangsort und Ziel beträgt die Fahrtdauer zwischen einer (von Busan auf die Insel Tsushima) und 16 Stunden (von Busan nach Osaka). Weiter japanische Städte, die von Busan aus angesteuert werden sind: Fukuoka, Shimonoseki und Hiroshima. In der Regel können die Reservierungen bis zu drei Monate vor der Abfahrt getätigt werden. Da eine Reservierung in vielen Fällen nur telefonisch möglich ist, ist es ratsam, sich an eine der Touristeninformationen zuwenden, da die Kontaktperson meistens nur Japanisch oder Koreanisch sprechen.

Urlauber können ebenfalls über eine für Verbindungen vom russischen Wladiwostok über die südkoreanische Stadt Donghae ins japanische Sakaiminato gelangen. Diese zweitägige Reise wird angeboten von einer Fähre der DBS Cruise Ferry, der „Eastern Dream“ und kostete rund 400 €.

Ebenfalls ist es möglich vom chinesischen Festland, genauer gesagt von der Stadt Quingdao aus mit dem Schiff in das japanische Shimonoseki zu reisen. Die sogenannte „Orient Ferry“ Fähre „Utopia“ bedient diese Strecke momentan zweimal wöchentlich. Die Kosten belaufen sich auf etwa 170 € bei einer Dauer von etwa 38 Stunden.

Außerdem bietet die Shanghai Ferry Co., LTD. eine Verbindung von Schanghai nach Osaka an. Die Route wird wöchentlich befahren und dauert etwa 46 Stunden, bei einem Preis von rund 170 € für ein Zimmer der zweiten Klasse.

Fortbewegung im Land

Japan Karte Download

Japan Karte

Sicherheitshinweis:
“Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der engeren Region um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu.”
„Aus radiologischer Sicht ist ein Aufenthalt, außer in den gesperrten Gebieten in ganz Japan unbedenklich.
Bei den gesperrten Gebieten handelt es sich um
 den von der japanischen Regierung festgelegten 20-km-Umkreis um das Kernkraftwerk sowie
 das gesamte Gebiet der außerhalb dieses Umkreises gelegenen Ortschaft von Iitate sowie um Teile der Ortschaften von Katsurao, Minamisōma und Kawamata.“ (Quelle: www.auswaertiges-amt.de, Oktober 2013)
Weiterhin rät das AA bei einem Besuch der Region die örtlichen Medien zu verfolgen und in entsprechenden Fällen den Anweisungen der japanischen Behörden Folge zu leisten.

Japan hat eine außerordentlich gut ausgebaute und funktionierende Infrastruktur. Ob mit der Bahn, dem Flugzeug, dem Bus oder dem Boot, die unzähligen Verbindungen ermöglichen es Reisenden beinah jeden Winkel des Landes zu erkunden.

Adressen in Japan finden

Ein kleiner Rat! Das System der Adressen in Japan basiert nicht wie in Deutschland auf der Straße und Hausnummer sondern auf den Verwaltungseinheiten. Straßennamen, wie man sie aus Deutschland kennt, gibt es in Japan nicht. Lediglich einige der großen, bedeutenden Straßen wurden mittlerweile betitelt.

Eine Adresse in Japan enthält zunächst die Postleitzahl gefolgt von der Stadt, dem Stadtbezirk, dem Stadtteil, der Nummer des Stadtteilabschnitts sowie der Nummer des Häuserblocks und anschließend noch der Nummer des Gebäudes und dem Personennamen. Wie man leicht erkennt, ist das japanische System weitaus komplexer und für den Laien unverständlicher als die deutsche Vorgehensweise. Hinzu kommt, dass Hausnummern nicht unbedingt nebeneinander liegen. So kann es durchaus sein, dass die Nummer 20 fünfzig oder hundert Meter (in die eine oder andere Richtung) von der Nummer 21 entfernt liegt. Selbst Japanern bereitet es daher gelegentlich Schwierigkeiten einen Ort allein aufgrund der Adresse zu finden.

Es empfiehlt sich daher grundsätzlich eine Karte und einen Kompass mit sich zu führen. Dieser kann bereits in den großen Bahnhöfen hilfreich sein, da sich mit der richtigen Himmelsrichtung leichter der richtige Ausgang finden lässt, was als Grundvoraussetzung für die weitere Orientierung gilt. Vor allem bei den großen Bahnstationen wie Shinjuku oder Tokio kann man bei der Wahl des falschen Ausgangs schnell mal die Orientierung verlieren.

Bahn fahren

Shinkansen

Shinkansen Serie 700 Zug

Japan hat eines der am besten ausgebauten Schienennetze in ganz Asien. Neben verschiedenen privaten Anbietern sind es vor allem die Züge von Japan Railways (JR), welche das ganze Land befahren. Die ehemals staatlichen Bahngesellschaft wurde in 1980er Jahren privatisiert und in mehrere rechtlich unabhängige Unternehmen aufgegliedert, die jedoch alle unter dem Namen JR agieren. Zu nennen wären die JR Kyushu, JR Shikoku, JR West, JR Central sowie JR Hokkaido und für den Großraum Tokio die JR East.

Shinkansen

Neben der gängigen Eisenbahn gehört auch der Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen (das japanische Pendant zum deutschen ICE) zu Japan Railways. Die verschiedenen Routen des Shinkansen decken, abseits von Hokkaido und Shikoku, den größten Teil Japans ab. Der Anschluss der nördlichen Insel Hokkaido an das Shinkansennetz ist für 2016 geplant.

Japan Rundreise mit Japan Rail Pass

Für Urlauber, die eine Rundreise geplant haben, bietet es sich an, auf einen Japan-Rail-Pass zurückzugreifen. Ausgestellt wird dieser in der Regel für eine, zwei oder drei Wochen und beläuft sich auf Kosten von umgerechnet etwa 225 Euro, 360 Euro oder 465 €. Bereits bei einer Hin- und Rückreise von Tokioo nach Kyoto haben sich die Kosten für ein 7-Tage Ticket bereits annähernd amortisiert. Zudem können Sie mit den Pass auch den Service der JR Bahnen in den verschiedenen Städten nutzen. Natürlich kann man mit dem Pass nicht nur die normalen Bahnen sondern auch die Schnellverkehrszüge genutzt werden. Lediglich der Nozomi-Shinkansen (der schnellste Zug Japans) ist von diesen Service ausgenommen.

Der Japan-Rail-Pass ist ein spezielles Angebot für Besucher und kann daher ausschließlich außerhalb Japans und frühestens drei Monate vor Nutzung gekauft werden. Der Pass kann nur bei autorisierten Verkaufsstellen bzw. autorisierten Reisebüros erworben werden. Anschließend erhalten Urlauber einen Gutschein, welcher erst nach der Einreise gegen den Japan-Rail-Pass eingelöst werden kann. Dies geschieht in der Regel an einem der JR-Schaltern in den großen Bahnhöfen. Beachten Sie bitte, dass der Japan-Rail-Pass ausschließlich in den Bahnen der JR genutzt werden kann. Um mit anderen privaten Anbietern fahren zu können, müssen Sie einen entsprechenden Schalter an den Bahnhöfen aufsuchen, was vor allem bei Erstbesuchern anfänglich für Verwirrung sorgen kann, da in manchen Fällen zwei oder drei verschiedene Bahngesellschaften im selben Bahnhof operieren.

Um den Pass überhaupt erwerben zu können (selbst wenn bereits der benötigte Gutschein vorliegt) müssen Urlauber den Status eines „zeitweiligen Besuchers“ genießen. Zu diesem Zweck müssen Touristen bei ihrer Einreise einen Aufenthalt zur „Besichtigung von Sehenswürdigkeiten“ beantragen, woraufhin der Reisepass mit einem Stempeleintrag versehen wird, der den benötigten Status bestätigt.

Einzelne Tickets kaufen

Urlauber, die auf einen Japan-Rail-Pass verzichten möchten, haben die Möglichkeit Einzelfahrscheine an den entsprechenden Schaltern in den Bahnhöfen zu kaufen. Da es keine Selbstverständlichkeit ist, dass das Servicepersonal Englisch spricht, empfiehlt es sich einen Zettel mitzuführen auf dem die Zieldestination und der Abfahrtsbahnhof geschrieben stehen. In der Regel reicht es einen solchen Zettel vorzuzeigen. Das Personal kümmert sich dann um alles weitere.
An den kleineren Bahnhöfen ist es möglich ein Ticket an einem der Automaten zu ziehen. Da allerdings außerhalb der großen Städte die Automaten nicht immer auch über eine englische Anleitung verfügen, ist es ratsam die Tickets bereits im Vorfeld an einem der Schalter in den größeren Stationen zu kaufen.

Flugzeug – Inlandsflüge in Japan

Japan verfügt über eine hervorragend ausgebautes Streckennetz. Mehr als ein Dutzend Flughäfen stehen für den Passagiertransport zur Verfügung. Allerdings gibt es hier eine Häufung im Zentrum und Süden des Landes, wohingegen im Norden der Hauptinsel Honshu und auf Hokkaido nur wenige Flughäfen angeflogen werden.

In Anbetracht des vorbildlich ausgebauten Schienennetzes lohnt es sich jedoch in den wenigsten Fällen auf den Flieger zurückzugreifen. Ratsam ist eine Reise mit dem Flugzeug nur bei wirklich großen Distanzen oder wenn es sich um Regionen handelt, die andernfalls schwer zu erreichen sind. Etwa wenn man vom Süden des Landes nach Hokkaido (die Insel im Norden Japans verfügt derzeit noch nicht über einen Anschluss an das Shinkansennetz) oder auf eine der vorgelagerten Inseln wie Okinawa reisen möchte. Ist der Ausgangspunkt einer Japanreise jedoch Tokio, bietet sich der Zug als primäres Reisemittel an. Zwar locken einige der Low Coast Airlines mit wirklich günstigen Angeboten, die Dauer ist jedoch aufgrund der Fahrt zum Flughafen sowie dem Check-In und dem Check-Out meistens länger als mit der Bahn.

Verschiedene Fluggesellschaften bieten Inlandsflüge an. Darunter auch zahlreiche Billiganbieter wie Air Asia oder Jetstar Japan. (Mehr dazu unter Japan Billig Airlines)

Bus

Eine günstige Alternative zum Schnellzug oder Flugzeug sind die Busse. Verschiedene Anbieter, unter anderem auch JR, bieten zahlreiche Routen an, welche die meisten größeren Städte Japans miteinander verbinden. In der Regel handelt es sich um große und komfortable Reisebusse, die ausreichend Beinfreiheit bieten und an Bord über einen gewissen Service verfügen. Tickets erhalten Urlauber in Reisebüros oder den Geschäftsstellen der Unternehmen.

Boot und Fähre

Besucher, die mehr Zeit mitbringen, können bequem mit einer der zahlreichen Fähren reisen. Das Land verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Fährverbindungen, das sehr viele Küstenstädte aber auch die kleineren Inseln miteinander verbindet.

Die „A Line“ (Long Distance Route) etwa verbindet Tokio, über ein Zwischenstopp in Shibushi, mit der Stadt Naha auf Okinawa.
Abhängig von der Distanz welche zurückgelegt wird, haben die Fähren eine unterschiedliche Größe. Kurzstreckenschiffe transportieren in der Regel nur einige Dutzend Passagiere und verfügen meistens über nur wenige PKW Stellplätze.

Wahl der Klasse auf der Fähre

Für die längeren Distanzen werden hingegen große Fähren eingesetzt die mehreren hundert Passagieren Platz bieten. Normalerweise verfügen diese Schiffe über zahlreiche Annehmlichkeiten wie öffentliche Bäder, Restaurants oder Fitnessräume. Da die Reisen häufig 24 Stunden und länger dauern, haben Reisende die Wahl zwischen verschiedenen Klassen. Die günstigste Variante bietet die zweite Klasse ohne ein eigenes Bett. Urlauber schlafen hier in großen Sälen auf den vorbereiteten Tatami Matten. Eine etwas teurere Alternative bietet die zweite Klasse mit Bett. In der Regel handelt es sich dabei um 4 bis 12 Betten die in einem Schlafsaal untergebracht sind. Der Preis liegt zwischen 20 und 40% über dem der zweiten Klasse ohne eigenes Bett.

Die erste Klasse bietet meistens 2 bis 4 Bettzimmer und kostet etwa das Doppelte der zweiten Klasse ohne Bett.
Zudem gibt es an Bord der meisten Fähren auch Doppelzimmer, die sogenannte Spezial Klasse. Allerdings sind die Preise für einen solchen Raum etwa dreimal so hoch wie die Kosten für die zweite Klasse ohne eigenes Bett.

Tickets für die Fähre kaufen

Die Tickets für eine Fähre können in den meisten Fällen direkt an den Terminals, per Telefon oder online gebucht werden. Da das Personal an den Verkaufschaltern bzw. an den Servicetelefonen häufig nicht über englische Sprachkenntnisse verfügt, bietet sich eine Buchung über die entsprechende Internetseite an, da diese häufig auch in Englisch verfügbar sind.

Mietwagen

Das mieten eines PKWs in Japan ist mit einigen Problemen verbunden. So berechtigen weder der deutsche Führerscheinen noch ein internationaler Führerscheinen dazu in Japan ein Auto zu mieten und zu fahren, ohne dass eine offizielle Übersetzung der Dokumente vorliegt.

Offiziell beglaubigte Übersetzung des Führerscheins notwendig

Hierfür ist es erforderlich dass der originale Führerscheine oder eine beglaubigte Kopie desselben bei der deutschen Botschaft in Tokio oder dem deutschen Generalkonsulat in Osaka vorgelegt werden. Die Kosten von 3300 Yen müssen direkt vor Ort bezahlt werden. Eine Bezahlung in Euro ist nicht möglich. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 3 Werktage. Für den Fall, dass der Führerschein (bzw. die beglaubigte Kopie) an eine Adresse in Japan geschickt werden soll, fallen zusätzlich weitere 440 Yen Porto an. Sofern eine deutsche Adresse vorliegt ist ein ausreichend frankierten Rückumschlag beizulegen.

Aber selbst wenn die Formalia erledigt sind, ist Fahren in Japan nicht immer einfach. Für viele zunächst gewöhnungsbedürftig ist der im Land vorherrschende Linksverkehr. Darüber hinaus ist auf den Strecken zwischen den dicht besiedelten Gebieten stets mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Während man hier allerdings noch lateinisch beschriftete Straßenschilder findet, fehlen diese in den ländlichen Gebieten meist völlig.

Auf den Autobahnen herrscht eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h. Auf den Landstraßen liegt die Grenze in der Regel bei 50 km/h. Die Promillegrenze liegt anders als in Deutschland bei 0% und wird bei Überschreitung streng bestraft. Hinzu kommen erhebliche Kosten für die Autobahnmaut und für Parkplätze. Für eine Rundreise im Land sind in der Regel die Züge oder Busse besser geeignet.

Taxi – japanische Besonderheiten beachten

Taxis findet man in allen größeren und kleineren Städten. Der Grundtarif beträgt etwa 5 Euro für die ersten zwei Kilometer. Von 23 bis 5 Uhr morgens wird ein Aufschlag von 30 % berechnet. Bereits beim Einsteigen ins Taxi kann man in ein Fettnäpfchen treten. Gäste sollten niemals selber die Türgriffe nutzen. Der Fahrer schließt und öffnet die Türen von innen. Ob ein Taxi benutzt werden kann oder belegt ist, erkennt man an dem roten Licht in der unteren Ecke der Windschutzscheibe. Sofern dieses leuchtet, ist das Taxi frei und kann genutzt werden. Für den Fernverkehr sind Taxis grundsätzlich ungeeignet.

Handy, Smartphone, Internet

Es gibt wohl kaum ein anderes Land in Asien, das technisch soweit fortgeschritten ist wie Japan und es Besuchern dennoch so schwer macht das eigene Handy zu benutzen. Während man in vielen asiatischen Ländern einfach eine der einheimischen Sim-Karten kauft, in das eigene Handy legt und telefonieren und surfen kann, ist der ganze Vorgang in Japan weitaus komplexer und in einigen Fällen sogar unmöglich.

Zunächst einmal werden in Japan ausschließlich Geräte funktionieren, welche den UMTS Standard unterstützen. Sofern ihr Handy dies nicht tut, können Sie es direkt zu Hause lassen. Alle anderen Geräte die hingegen den Standard unterstützen bzw. 3G-fähig sind, funktionieren auch in Japan.
Hier beginnen die Probleme allerdings erst. Urlauber, die sich visumsfrei (also bis 90 Tage im Land aufhalten), haben eigentlich keine Möglichkeit ein Simcard zu erwerben, die sowohl den Datentransfer wie auch einfaches telefonieren unterstützt. Sofern Ihr Handy bzw. Smartphone in Japan funktionsfähig ist können Sie natürlich die Roamingfunktion in Anspruch nehmen, die Kosten hierfür sind in Japan jedoch in der Regel enorm. Urlauber sollten sich daher im Vorfeld unbedingt mit ihrem Anbieter in Verbindung setzen.

Handy leihen

Ein wenig kostengünstiger, wenn auch weitaus komplizierter, ist die Option sich ein Handy zu leihen. Dies kann unmittelbar am Flughafen oder auch in einem der Shops in den größeren Städten geschehen. Es gibt eine Reihe von Anbietern, die diesen Service offerieren, u.a. Mobile Phone Japan, Rentaphone Japan oder auch Softbank.

Prepaid Sim für mobilen Datentransfer von b-mobile

Gesetzt den Fall sie möchten mit Ihrem Smartphone online gehen und surfen, haben Sie die Möglichkeit eine „Data-Only“ Sim-Karte zu erwerben. Dieser Service wird angeboten von b-mobile. Diese Sim-Karte ist ausschließlich für Besucher und ist nicht im eigentlichen Handel erhältlich, sondern muss über die Internetseite von b-mobile geordert werden. Urlauber haben die Möglichkeit zwischen zwei Varianten zu wählen. Zum einen gibt es eine „1 GB“ Prepaid-Karte, welche, nachdem das Datenvolumen aufgebraucht wurde, deaktiviert wird oder die „14 days“ Prepaid-Karte, welche, wie der Name bereits sagt, 14 Tage genutzt werden kann, allerdings ist bei diesem Angebot die Geschwindigkeit auf 300 kbps begrenzt. Beide Karten kosten 3980 Yen (etwa 32,00 €) und werden entweder an das Hotel bzw. die Unterkunft oder an eine private Adresse in Japan gesendet. Wahlweise können Touristen die Karte aber auch unmittelbar am Flughafen am offiziellen Postschalter abholen. Für diesen Service werden allerdings weitere 210 Yen berechnet. Die Karten sind sowohl als Standard Sim-Karte, Micro Sim oder Nano Sim erhältlich. Um ausschließlich (und überall) mobiles Internet nutzen zu können, ist die „Visitor Sim“ von b-mobile derzeit die beste Lösung.

Momentan ist es tatsächlich so, dass Urlauber die weniger als 90 Tage im Land bleiben und sowohl mit dem Handy telefonieren als auch surfen wollen, zum einen ein Handy für Gespräche mieten und sich zum anderen eine „Data-Only“ Sim-Karte für ihre eigenes Smartphone besorgen müssen.

Wem das zu viel wird, kann für Gespräche auch auf die Telefonzellen zurückgreifen, die man noch immer an den meisten öffentlichen Plätzen findet. Für Vieltelefonierer bietet es sich durchaus an in einem der unzähligen 7-Eleven Märkte o.ä. Eine Telefonkarte zu kaufen. Um ins Ausland zu telefonieren benötigen sie eine spezielle internationale Telefonkarte.

W-LAN Hotspots

Wer hingegen ausschließlich das Internet nutzen möchte hat die Möglichkeit einen der vielen (allerdings nicht immer kostenlosen) Wi-fi Hotspots zu nutzen. Gratis W-LAN gibt es z.B. in sämtlichen Starbucks-Shops, die man in allen größeren Städten findet. Außerdem gibt es an vielen großen Bahnhöfen/Metro Stationen und Flughäfen die Möglichkeit kostenlos ins Internet zu gehen. Touristen haben zudem die Möglichkeit über den Anbieter NTT East eine kostenlose Wi-Fi Karte zu erhalten, die ein Passwort und eine ID-Nummer enthält, welche genutzt werden können, um an über 30.000 Orten im Osten Japans online zu gehen. Die Karte ist 14 Tage gültig.

Internetcafés findet man in Japan hingegen nicht mehr so häufig wie noch vor einigen Jahren, in der Regel bieten aber die meisten Hotels und Unterkünfte auf den Zimmern oder zumindest in der Lobby gratis W-Lan an.
Wer hingegen auch altmodische Weise kommunizieren möchte, kann einen Brief oder eine Karte mit der Post verschicken. Die Geschäftsstellen der Post haben in der Regel von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr am Nachmittag geöffnet.

Essen

Japan Essen

Japanisches Essen: Eine gut gefüllte Bento Box

Essen spielt in Japan eine große Rolle. Besucher werden schnell feststellen, wie wichtig vielen Japanern ihrer täglichen Mahlzeiten zu sein scheinen. Und tatsächlich zählt das Essen ebenso zur japanischen Kultur wie Karaoke oder Manga. Über Jahrzehnte hinweg hat sich die japanisch Küche auf drei zentrale Zutaten gestützt: Reis, Sojabohnen und Tsukemono, wobei der Reis das Zentrum vieler Gerichte bildet. Aus Sojabohnen wird Miso hergestellt aber auch Sojasauce und Tofu. Bei Tsukemono handelt es sich um eingelegtes Gemüse, das als Beilage oder Snack gereicht wird. Aber natürlich haben auch die Japaner im Laufe der Jahre ihre Cuisine um diverse Zutaten erweitert bzw. einigen Zutaten mehr Platz eingeräumt.

In Deutschland mittlerweile ähnlich populär wie im Land der aufgehenden Sonne ist Sushi. Die beliebten Röllchen findet man in teuren Restaurants, am Fließband in mittelpreis Lokalen oder frisch verpackt in den zahllosen „Konbini“ ( 7-Eleven, Sunkus, Lawson etc.) zu günstigen Preisen.

Nudeln

Ebenso wichtig für die Japaner sind Nudeln. Unzählige kleine Restaurants bieten Soba, Udon oder Ramen in verschiedenen Variationen an. Für viele Japaner gehören die Teigwaren aus Buchweizen (Soba) oder Weizenmehl (Udon, Ramen) zum Alltag. Vor allem in den kleinen Ecklokalen herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Geschäftsleute und Angestellte machen hier ihre Mittagspause ebenso wie Urlauber und Touristen. Während man in Deutschland Currywurst oder Döner als kleinen Imbiss einnimmt, sind es in Japan die verschiedenen Nudelvariationen, die sich einer ähnlichen Beliebtheit erfreuen.

Einfacher essen bestellen am Automaten

Japanische Küche

Japanische Küche

Für viele Touristen sind diese kleinen Restaurants häufig der erste Anlaufpunkt. Der Grund ist simpel: Da viele Japaner kaum ein Wort Englisch sprechen, ist essen gehen in einem Restaurant, ohne ausreichende Japanisch Kenntnisse, ein äußerst schwieriges Unterfangen. Die zahlreichen kleineren Restaurants hingegen haben ihren ganz speziellen Weg entwickelt, Besucher einfach und schnell verköstigen zu können.

Touristen sollten Ausschau nach einem Automaten halten, der vor den Restaurants steht. In der Regel steht neben diesen Automaten eine große Glasvitrine mit zahlreichen, aus Plastik modellierten, Gerichten. Meistens ist jedem dieser Gerichte ist eine Nummer zugeordnet. Nun tippt man diese Nummer in die Maschine ein, bezahlt mit Kleingeld und nimm anschließend das Ticket an sich, welches die Automat auswirft. Nun muss nur noch das Ticket an der Theke abgegeben werden. Am besten man sucht sich einen Platz in der Nähe des Schalters. Da in diesen kleinen Geschäften Selbstbedienung herrscht, wird das Personal Augenkontakt aufnehmen um zu signalisieren, dass ihr Essen bereit steht. In einigen Fällen werden auch die englische Nummern ausgerufen, natürlich nur sofern die Bedienung auch Englisch spricht.

Neben den verschiedenen Nudelvariationen, mal mit Meeresfrüchten im Tempuramantel, mal mit hauchdünn geschnittenem Fleisch, findet man dort auch immer japanisches Curry. Die Preise sind sehr günstig und reichen in der Regel von 400 bis 600 Yen (umgerechnet etwa 3,20 € bis 4,80 €). Vor allem für die ersten Tage im Land sind diese Imbisse der einfachste Weg die japanische Küche kennenzulernen.

Tako-yaki und Okonamiyaki

Takoyaki

Takoyaki

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten Asiens ist “ Street Food“ in Japan weit weniger verbreitet. Die unzähligen Garküchen, wie man sie in vielen südostasiatischen Ländern findet, reduzieren sich im Land der aufgehenden Sonne auf ein Minimum. Allerdings gibt es einige Köstlichkeiten die sich kein Reisender entgehen lassen sollte. Häufig findet man Stände, die Tako-yaki anbieten. Hierbei handelt es sich um kleine Teigkugeln, in deren inneren sich ein Stück Octopus Fleisch befindet. Das Ganze wird garniert mit Bonito- Flakes, Okonamiyaki Sauce und wahlweise auch Mayonnaise. Dem ganzen vom Geschmack nicht unähnlich, allerdings ohne den Octopus, sind Okonamiyaki. Die Pfanduchenartigen Teigfladen sind teilweise mit Fleisch und Gemüse durchsetzt und werden ebenso wie Tako-yaki mit einer entsprechenden Sauce und eventuell Mayonnaise serviert.

Nicht zu verwechseln mit Tako-yaki sind Taiyaki. Das Gebäck in Form eines Fisches wird in einer entsprechenden vorm gebacken und ist in der Regel mit süßer Paste aus roten Bohnen gefüllt. Mittlerweile haben sich auch andere Füllungen, wie Macha- oder Vanillecreme durchgesetzt.

Fertige Verpflegung aus dem Supermarkt

Viele Japaner gehen weder Essen, noch bereiten sie es selber zu. Stattdessen verlassen sie sich ganz auf die zahlreichen Konbini (Mini-Märkte), Supermärkte oder auf die Lebensmittelabteilungen in den unzähligen Kaufhäusern. Neben Sushi, Onigiri (Reisdreiecke) oder Sandwiches findet man hier auch zahlreiche Bentos (verschiedene Speisen die zusammen einer Box serviert werden, allerdings durch Schieber voneinander getrennt sind). Man kann Nudeln mit Soße oder auch Reis mit Fleisch und Gemüse bis hin zu Yakitori-Spießen (gegrillte Fleischspieße, oftmals Huhn) kaufen und die Gerichte direkt an der Kasse durch das Personal erhitzen lassen. In der Regel gibt es aber auch in den Hotels und Jugendherberge Mikrowellen, die für diese Zwecke genutzt werden können.

Weitere japanische Spezialitäten

Natürlich gibt es neben den bereits erwähnten Gerichten noch einige Köstlichkeiten, deren Genuss sich Urlauber nicht entgehen lassen sollten. Bei Tempura, welches auch gelegentlich zu Soba oder Udon Nudeln serviert wird, handelt es sich um Fisch-oder Gemüsehäppchen welche in einem dünnen Teig paniert und anschließend in Öl ausgebacken werden.
Sukiyaki sind fein geschnittene Rindfleischscheiben, die in einer Brühe mit weiteren Zutaten gekocht und als Eintopf serviert werden. Die einzelnen Zutaten werden anschließend aus der Schale entnommen und in gequirltes Ei getunkt, bevor sie gegessen werden. Ähnlich verhält es sich mit Shabu-Shabu, nur dass das Fleisch gedünstet wird.
Mittlerweile auch hier zu Lande recht beliebt sind Teppanyaki, kleine Filetstücke, die auf einer beheizten Platte, zusammen mit Gemüse und Sauce, direkt vor den Augen der Gäste zubereitet werden.

Getränke

In den kleineren Ecklokalen trinken Japaner zum Essen in der Regel Wasser, das es kostenlos an den ausstehenden Automaten gibt. Ebenfalls sehr beliebt ist Grüner Tee (aus welchem auch das hier mittlerweile sehr beliebte Matcha-Pulver hergestellt wird), der allerdings eher beim Zusammensein oder zur Entspannung getrunken wird und weniger begleitend zur Mahlzeit. Einer enormen Beliebtheit in Japan erfreut sich zudem Bier. Bei vielen Gelegenheiten, ob abends vorm Fernseher oder in der Karaokebar, trinken die Japaner den auch hier zu Lande beliebten Gerstensaft.
Das traditionelle Nationalgetränk ist Sake, welches aus gedämpften Reis unter Zusatz von Hefe und Quellwasser gebraut wird. Im Gegensatz zu anderen Alkoholika und Spirituosen wird Sake warm getrunken.

Vegetarier und Veganer haben es schwer in Japan. Selbst Gerichte, die nicht offensichtlich mit Fisch oder Fleisch zubereitet worden, werden häufig mit Dashi-Brühe (eine Brühe auf Fischbasis) gewürzt. Vor allem in den kleineren Städten und Orten findet man kaum Gerichte, die komplette freien von tierischen Zutaten sind. In der Hauptstadt Tokio sowie einigen anderen Großstädten hingegen entwickelt sich in den letzten Jahren zunehmend ein Essenstrend, der auch Vegetarier und Veganer berücksichtigt.

Verhaltensregeln

Selbst wenn sie keinen besonderen Faible für Japan hegen, haben die meisten Menschen schon einmal von den besonderen Verhaltensregeln im Land der aufgehenden Sonne gehört. In der Tat bietet eine Reise nach Japan jede Menge Möglichkeiten in eines der vielen Fettnäpfchen zu treten. Zum Glück gehen die meisten Japaner gar nicht davon aus, dass ein „Gaijin“ (eine leicht abfällige Bezeichnung für Nichtjapaner, die jedoch mittlerweile im Land vermieden wird) alle Regeln beherrscht. Dennoch sollten sich Urlauber ihrer Rolle als Gast bewusst sein und soweit es möglich ist die gängigen Verhaltensregeln berücksichtigen.

Richtiges Benehmen bei Tisch

Es wird als höflich empfunden (wenn von Ausländern auch nicht erwartet), das man vor dem Essen ein „Itadakimas[u]“ (sinngemäß: guten Appetit) ausspricht. Stäbchen sollten niemals aufrecht in den Reis gesteckt oder dazu benutzt werden von einem anderen Stäbchen Essen zu übernehmen. Beides erinnert an eine Totenzeremonie. Sofern man sich von einem Gericht für mehrere Leute bedient, benutzt man die Rückseite der Stäbchen, um sich das Essen auf den eigenen kleinen Zusatzteller zulegen. Nudeln dürfen lautstark geschlürft werden, hingegen ist es extrem verpönt sich am Tisch (oder generell in der Öffentlichkeit) die Nase zu putzen. Als höflich gilt wer hochzieht. Am Ende einer Mahlzeit besteht die Möglichkeit sich beim Personal mit einem „Gochisosama deshita“ (etwa: es war köstlich) zu bedanken.

Die Gabe von Trinkgeld ist in Restaurants nicht nötig. Das gleiche gilt für den Besuch von Bars, obwohl gelegentlich eine kleine Eintrittsgebühr erhoben oder automatisch ein kleiner Snack der Rechnung hinzugefügt wird.

Begrüßung

In Japans ist es nicht üblich sich zur Begrüßung die Hand zu schütteln. In Geschäften, Restaurants oder Hotels wird man sie in der Regel mit einer Verbeugung empfangen. Touristen sollten es tunlichst vermeiden sich daraufhin ebenfalls zu verbeugen, da die Angestellten sich dann in der Pflicht sehen sich noch tiefer zu verbeugen. Ein Lächeln im Gesicht und ein angedeutetes Nicken erfüllen denselben Zweck.

Schuhe aus!

Wenn sie in einem Ryokan wohnen, vergessen Sie nicht vor Betreten die Schuhe auszuziehen. Ähnliches gilt für viele der Restaurants und Tempel. Natürlich wird bei den großen Touristenattraktionen, wie dem Meiji-Shrein nicht erwartet, dass sie sich im Vorfeld ihrer Schule entledigen. Besonders wichtig ist diese Regelung jedoch, sofern sie private Wohnungen betreten.

Urlauber, die Kleidung einkaufen, müssen damit rechnen in den Kabinen ein Haarnetz oder Pantoffeln vorzufinden. Dies gilt der Hygiene und sollte berücksichtigt werden. Besonders ungewohnt für westliche Besucher ist das Haarnetz, welches man sich über die Haare zieht bevor man einen Pullover oder ähnliches anprobiert.

Linksverkehr herrscht in Japan übrigens nicht nur auf den Straßen. Auch auf Gehwegen, auf der Rolltreppe, in Kaufhäusern oder in der Fußgängerzone, in Japan hält man sich stets links.

Lautstarkes Verhalten und öffentliche Wutausbrüche sind, wie in den meisten asiatischen Ländern, verpönt und führen zu einem sofortigen Gesichtsverlust. Bei Problemen hilft eine ruhige Schilderung der Situation sowie Geduld weitaus mehr als laute Diskussionen. Es gilt als unhöflich mit dem Finger auf fremde Personen zu zeigen, stattdessen ist es üblich mit dem Kopf in die entsprechende Richtung nicken. Der Kopf gilt im Buddhismus übrigens als das „höchste“ Körperteil und darf daher niemals von Fremden berührt werden. Selbst kleinen Kindern über den Kopf zu streichen wird in buddhistisch geprägten Ländern bereits als Beleidigung angesehen. Im Gegensatz zum Kopf, sind die Füße der „niedrigste“ Teil des Menschen und gelten somit als unrein. Niemals sollten diese im sitzen auf eine andere Person zeigen. Grundsätzlich sollte man gegenüber älteren Menschen immer Respekt zeigen.

Onsen Guide

Onsen

Onsen

Für viele Touristen gehört zu einer Reise nach Japan auch ein Besuch der heißen Quellen, der Onsen. Während für die Japaner die Verhaltensregeln in diesen besonderen Bädern reine Routine ist, kann der Besuch einer heißen Quelle für Urlauber durchaus etwas problematischer sein. Die wichtigste Regel vor einem Bad lautet: waschen! Bevor ein Besucher die Onsen betreten darf, muss er die Schuhe ausziehen. Anschließend wird der Eintritt bezahlt woraufhin man in einen Umkleideraum geleitet wird. Hier findet man in der Regel einen Spind, in dem der Besucher seine restliche Kleidung ablegt.

Anschließend geht es weiter in den Waschraum. Mitgenommen wird lediglich ein kleines weißes Handtuch. Jetzt heißt es gründlich waschen. Auf diesen Punkt legen die Japaner besonderen Wert, denn schmutzig eine der heißen Quellen zu betreten ist ein ungeheurer Frevel. Ist diese letzte Hürde genommen, können Besucher schließlich die wohltuende Wirkung der Onsen genießen. Das kleine weiße Handtuch wird dabei nicht mit ins Wasser genommen, sondern entweder neben den Beckenrand gelegt oder drapiert und auf den Kopf gesetzt. Sollten sie es zuvor benutzt haben um sich zu reinigen, ist es angebracht das Handtuch vor Betreten der Quelle gründlich auszuwaschen. Es ist durchaus möglich, dass tätowierten Gästen der Zugang zu den heißen Quellen untersagt wird. Das liegt daran das in Japan Tattoos noch immer mit der japanischen Mafia, der Yakuza, assoziiert werden.

Sprache und Verständigung

Die offizielle Amtssprache im Land ist Japanisch. Im Norden der Insel Hokkaido wird zudem die Minderheitensprache Ainu gesprochen. Als erste Fremdsprache lernen Japaner in der Schule Englisch. Chinesisch und Deutsch sind die zweit- und drittwichtigste Fremdsprache im Land. Trotz der Schulbildung werden Urlauber feststellen, dass nur die wenigstens Japaner Englisch sprechen und verstehen. Selbst in einer Großstadt wie Tokio ist es keineswegs selbstverständlich auf fremdsprachiges Personal, Verkäufer etc. zu treffen. Zum Glück für Reisende, die der japanischen Sprache nicht mächtig sind, wird in den meisten Hotels an der Rezeption Englisch verstanden und gesprochen. Gleiches gilt für die Touristeninformationen und viele der Serviceschalter an den Flughäfen.

Probleme kann es allerdings schon an den Bahnhöfen geben. Hier verfügt das Personal meisten nur über unzureichende (oder keine) Fremdsprachenkenntnis. Hier hilft es jedoch in der Regel Ausgangsort und Ziel auf einem Zettel zu notieren und vorzuzeigen.

Ähnlich problematisch kann es in Restaurants werden. Viele der kleineren Lokale verfügen über Automaten, an denen man einen Zettel mit dem gewünschten Gericht zieht, welches man zuvor in der Auslage gewählt (mehr dazu unter Japan Essen). Für Neuankömmlinge ist dies meist der einfachste Weg. Kleinere Restaurants, die nicht über einen solchen Automaten verfügen, haben dennoch häufig Muster ihres Essens im Schaufenster. Wer etwas Neues probieren möchten aber auf die Sprachbarriere bzw. die unbekannten Schriftzeichen trifft, kann mit seinem Smartphone ein Foto des gewünschten Gerichts machen und im Restaurant vorzeigen. Wenn auch etwas unorthodox, führt diese Vorgehensweise meist zum Ziel.

In den übrigen Geschäften, in denen das Personal keine Fremdsprache spricht, haben Besucher keine andere Möglichkeit als sich mit Hand und Fuß verständlich zu machen. Da die Japaner in der Regel sehr hilfsbereit sind, ist es für gewöhnlich jedoch kein Problem eine Lösung zu finden und sich letztendlich verständlich zu machen.

In den ländlichen Regionen und den touristisch weniger erschlossenen Bereichen des Landes wird entsprechend seltener Englisch oder eine andere europäische Fremdsprache gesprochen. Ebenso sind in diesen Gegenden Verkehrsschilder oder Bahnstationen nicht immer in lateinischer Schrift verfügbar, sodass Reisende bei einer Zugfahrt unbedingt auf die Ansagen über den Lautsprecher achten sollten.
Wie üblich ist es im Land gern gesehen, wenn Besucher einige Grundsatzvokabeln, wie die Begrüßung, die Verabschiedung oder auch das Bedanken beherrschen.

Nachtleben, Nightlife, Party

Japan Tokio: Nachtleben, Nightlife

Nightlife in Tokio, Japan

Reisende finden in ganz Japan, vor allem in den Großstädten, ein illustres Nachtleben. Es gibt unzählige Aktivitäten und Orte, die von Einheimischen nach Einbruch der Dunkelheit aufgesucht werden, um einen geselligen Abend oder eine feuchtfröhlichen Nacht zu verbringen.

Karaoke

Eines der liebsten Hobbys aller Japaner ist Karaoke. Anders als in Deutschland singt man in Japan nicht vor einem öffentlichen Publikum, sondern wird zusammen mit Freunden und Bekannten in einem abgeschiedenen Raum mit Sitzgelegenheiten und einer eigenen Karaokemaschine geleitet. Einige Japaner verbringen bei Bier und kleinen Snacks den ganzen Abend in der Karaokebar. Die Kosten liegen bei etwa 5,00 € pro Stunde, pro Person.

In jeder kleineren und größeren Stadt Japans findet man neben den Karaokebars unzählige Kneipen verschiedener Größe und verschiedener Ausprägung. Vom klassischen einheimischen Ambiente bis hin zum Irish Pub haben Besucher die freie Wahl, wo sie ihren Abend einläuten. Für die jüngere Generation geht es anschließend in einem der zahllosen Clubs, die ebenfalls in jeder größeren Stadt zu finden sind. Meist kann hier bis in die Morgenstunden gefeiert werden, oftmals hängt der eigene Verbleib von den Fahrzeiten der S- und U-Bahn ab.

Pachinko

Pachinko

Pachinko Automaten

Weniger mit Party und Alkohol zu tun haben die Pachinko-Hallen. Hier werden kleine silberfarbende Kugeln durch einen Automaten gejagt, bis schließlich einige von ihnen verschwinden oder aber erneut zum Vorschein treten und wieder eingesetzt werden können. Diese Spielhallen erfreuen sich einer ungeheuren Beliebtheit und sind meist bis spät in die Nacht geöffnet. Während Japaner durchaus einige Stunden vor den lauten Spielautomaten verbringen können, trifft das Spektakel bei westlichen Touristen meistens eher auf Unverständnis.

Alkohol spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle der japanischen Gesellschaft. Es gibt kaum eine Gelegenheit, die in Japan ausgelassen wird, um Alkohol zu servieren. Vor allem Bier, Wein und japanischer Whisky sind sehr beliebt.

Tokio Nightlife

Das absolute Partymekka des Landes ist natürlich die Hauptstadt Tokio. Das Nachtleben in Shinjuku ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Hier findet sich z.B. die New York Bar, welche seit dem Film „Lost in Translation“ ein wahrer Magnet für Touristen geworden ist. Allein der Anblick der unzähligen Neon-Reklamen und das geschäftige treiben nach Einbruch der Dunkelheit machen einen Besuch des Viertels in den Abendstunden bereits lohnenswert, auch wenn man nicht beabsichtigt die Nacht durchzufeiern.

Westler zieht es jedoch vorwiegend nach Roppongi. Das Kunstviertel bietet einen unvergleichlichen Flair mit unzähligen Bars und Clubs. Die Partyszene in diesem Stadtteil ist stark von ausländischen Besuchern und Geschäftsreisenden geprägt. Im Gegensatz zu Deutschland darf in Japan noch immer in vielen Clubs und Kneipen geraucht werden, auch wenn sich zunehmend eine Gegenbewegung etabliert.

Preise

Die zu zahlenden Preise sind stark abhängig von der gewählten Location. Während viele Diskotheken Preise haben, die sich mit Deutschland vergleichen lassen, kann es in einigen angesagten Clubs durchaus passieren, dass ein Eintrittsgeld von 25 Euro oder mehr fällig wird. Ähnlich verhält es sich mit den Preisen für Alkohol, die je nach Location und Marke (einheimisch vs. importiert) sehr unterschiedlich ausfallen können. Um Einlass in eine Bar oder einen Club zu erhalten, muss man übrigens mindestens 20 Jahre alt sein.

Reise-und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat einige Informationen veröffentlicht, mit denen sich Urlauber vor einer Reise nach Japan auseinandersetzen sollten.

Allgemeine Sicherheitshinweise

“Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der engeren Region um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu.”
Japan ist ein Land, in dem Naturkatastrophen keine Seltenheit sind. Jährlich werden rund 1500 Erdbeben registriert, von denen viele auch in der Großstadt Tokio deutlich zu spüren sind. Bei schweren Beben wird dazu geraten unter einen stabilen Möbelstück Schutz zu suchen. Solange die Erschütterungen anhalten, sollten Sie das Haus nicht verlassen, da eine große Gefahr besteht, durch herabfallende Teile oder Glasscherben verletzt zu werden. Sofern Sie sich im Freien befinden, suchen sie schnellstmöglich einen freien Platz auf entfernt von Gebäuden, Straßenlampen oder Stromleitungen.

Weiterhin besteht in Japan eine reale Gefahr von Taifunen, die vor allem im Süden und Westen des Landes gehäuft im Spätsommer auftreten. Folgen können Überschwemmungen und Erdrutsche sein, die eventuell die Infrastruktur beeinträchtigen können.

Kriminalität

Japan gilt als eines der sichersten Reiseländer der Welt. Es ist daher auch problemlos möglich sich in weniger belebten Bereichen aufzuhalten oder nachts die Bahn zu benutzen. Die Kriminalitätsquote im Land ist sehr gering. Zwar gibt es auch in Japan organisiertes Verbrechen, die Machenschaften der Yakuza finden aber in der Regel außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung statt. Natürlich gibt es auch in Japan einen (sehr) geringen Grad an Kleinkriminalität, der sich jedoch nicht mit anderen Reiseländern in Asien (und auch nicht mit dem in Deutschland) vergleichen lässt.

Besondere Zollvorschriften

Verboten ist die Einfuhr von Waffen und Munition, Drogen und Aufputschmitteln sowie von gefälschten Zahlungsmitteln oder Gegenständen, welche die öffentliche Sicherheit oder Moral verletzen können, etwa pornographisches Material. Ebenfalls verboten ist die Einfuhr von Waren, die gegen das Patentrecht verstoßen.

Personen ab 20 Jahren dürfen drei Flaschen (0, 75 Liter) Alkohol einführen sowie 100 Zigarren oder 400 Zigaretten bzw. 500 Gramm Tabak. Weiterhin dürfen zwei Unzen Parfum sowie Gegenstände im Wert von bis zu 200 000 Yen (etwa 1500 Euro) zollfrei eingeführt werden.

Bargeld kann beliebig eingeführt werden, allerdings unterliegt die Ein- und Ausfuhr bei einem Wert von über einer Million Yen (etwa 7500 Euro) der Meldepflicht, gleiches gilt für die ein und Ausfuhr von mehr als einem Kilo Edelmetall.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Da es in der vergangenen Zeit gehäuft zu versuchten Drogenschmuggel durch Touristen gekommen ist, geht Japan mit zunehmender Härte gegen die Verbreitung von illegalen Drogen vor. Die Japanische Justiz kennt im Gegensatz zu vielen anderen Staaten keinen Unterschied zwischen weichen und harten Drogen. Der Kauf, die Einfuhr oder der Gebrauch auch von kleinen Mengen illegalaler Substanzen wird in Japan mit teils schweren Strafen geahndet. Schon der Besitz von Cannabis kann mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden. Der Besitz von Amphetaminen kann sogar eine zehnjährige Strafen zur Folge haben. Ebenso kann der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts zu einer hohen Strafe führen.

Gesundheit

Für die Einreise nach Japan besteht zur Zeit keine Impfpflicht. Das Auswärtige Amt empfiehlt dennoch Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institus durchzuführen.
Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie, können auch Impfungen gegen Hepatitis A/ B und Japanische Enzephalitis bei einem längeren Aufenthalt sinvoll sein.

Japanischen Enzephalitis

Japanischen Enzephalitis wird durch eine nachtaktiv Mücke übertragen und kann tödlich enden. Mittlerweile kommt die Krankheit in Japan (auch aufgrund der vorbeugenden Schutzimpfung) kaum noch vor. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz auch eine Impfung vor Reisebeginn in Betracht gezogen werden.
Im Gegensatz zu vielen anderen asiatischen Ländern tritt in Japan keine Malaria auf. Lediglich aufgrund der Gefahr an Japanischer Enzephalitis zu erkranken wird Urlaubern empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Zudem sollten Reisende in den kritischen Gebieten stets darauf achten Insektenschutzmittel aufzutragen. Dies gilt allerdings nur für die gefährdeten Regionen auf Kyushu und Shikoku. In den Städten besteht für derartige Vorsichtsmaßnahmen kein Grund.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

In den letztes Jahren kam es in Japan immer wieder zu Ausbrüchen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit, welche in Japan endemisch ist. Die Übertragung erfolgt als Schmierinfektion, über Nahrungsmittel oder als Tröpfcheninfektion (Husten, Schnupfen bzw. Niesen). In vielen Fällen ist die Erkrankung eher harmloser Natur und kann durch strikte Hygienemaßnahmen bereits im Vorfeld eingeschränkt werden. Es gibt jedoch immer wieder besonders schwerwiegende Fälle im Land. Fieber, Haut- und Schleimhautveränderungen sowie Komplikationen an Herz oder Lunge können manchmal sogar tödlich enden. Entsprechende Hygiene kann die Gefährdung einer Erkrankung einschränken. Japaner tragen in der Regel kleine weiße Atemmasken, wenn sie krank sind, um Keime und Viren nicht unnötig zu verbreiten.

2013 wurde Japan von einer Rötelepedemie gefasst. Diese eigentliche Kinderkrankheit kann vor allen für ältere Personen und werdende Mütter gefährlich sein. Sofern Sie zur Risikogruppe gehören, sollten Sie über eine Impfung nachdenken.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Land entspricht den westlichen Standards und ist überall in Japan technisch und hygienisch unbedenklich. Probleme kann es hingegen mit der Kommunikation geben, da viele der einheimischen der Ärzte über unzureichende Fremdsprachenkenntnisse verfügen. In den Großstädten findet man allerdings auch englisch- oder deutschsprachige Ärzte.

Deutsche Ärzte in Tokio

Tokyo International Clinic
Dr. Thomas Nagano (deutscher Arzt)
4 – 18 – 19 Takanawa, Minato-ku, Tokyo
Tel.: 03-5798-3585
Fax: 03-05798-3587
Email: thomasdr@tokyo-international-clinic.com

Kamiuma Clinic
Dr. med. Masato Ueki (deutschsprachiger Arzt)
Kamiuma 5 – 9 – 18, Setagaya-ku, Tokyo 154 – 0011
Tel.: 03 – 3418 – 5806
Fax: 03 – 3481 – 5867

Tokyo Medical & surgical Clinic
Dr. Seez (deutscher Arzt)
Mori Bldg. 32, Shiba-Koen, 3 – 4 – 30, Minato-ku, Tokyo 105
Tel.: 03 – 3436 – 3028

Für weitere Informationen wenden Sie sich an eine deutsche Auslandsvertretungen in Japan.

Deutsche Botschaft in Tokyo – Japan
4-5-10, Minami-Azabu, Minato-ku, Tokyo 106-0047
Tel.: 03 – 5791 – 7700
Fax : 03 – 5791 – 7773
Email: info@tokyo.diplo.de

MEHR:

Tokio, Japan Reisebericht – Bericht mit Bildern zu Ueno, Meiji-Schrein, Harajuku, Kaiserpalast, Akihabara, Tokyo Tower, Shinjuku, Shibuya uvm.