Israel Reisen, Urlaub, Tourismus


HauptstadtJerusalem
SprachenNeuhebräisch und Arabisch (Amtssprachen)
StaatsformParlamentarische Republik
Fläche 22.380 km²
+ besetzte Gebiete 6.831 km²
Einwohner8,2 Millionen (~388 Einwohner pro km²)
WährungNeuer Israelischer Schekel (ILS)
Telefon-Vorwahl+972
ZeitzoneUTC+2
UTC+3 (Sommerzeit)
NationalflaggeIsrael Flagge

Israel Flagge

Wohl kaum eine andere Staatengründung hat im vergangenen Jahrhundert für mehr Missverständnisse und Kontroversen gesorgt als die Proklamation des Staates Israel am 14. Mai 1948 durch David Ben Gurion. Bis heute steht der Staat in Vorderasien immer wieder im Mittelpunkt religiöser und politischer Spannungen, ohne dass eine Annäherung der verschiedenen Konfliktparteien abzusehen wäre.

Viele Touristen besuchen Israel vor allem aufgrund seiner Bedeutung für das jüdische Volk oder auch aufgrund seiner Bedeutung für die christliche Geschichte. Insbesondere aus kulturhistorischer Sicht hat der kleine Staat am Mittelmeer tatsächlich unzählige Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zu bieten, und ist auch für konfessionslose Besucher in jedem Fall eine Reise wert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Israel weit mehr ausmacht als nur die Summe seiner Teile. Den kleinen Staat am Mittelmeer umgibt eine ganz besondere Atmosphäre. Dabei ist es nicht nur die landschaftliche Diversität, welche Israel zu einem ganz speziellen Reiseziel macht, sondern vielmehr der permanente Spagat zwischen Tradition und Moderne.

Israel Karte

Israel Karte

Besonders intensive kommt dieser Kontrast in den Städten Jerusalem und Tel Aviv zum Tragen. Während die eine Stadt zu den wichtigsten Orten des Christentums, des Islams und des Judentums gehört, ist die andere heute eine internationale Partymetropole, die auch Besucher abseits jeglicher Konfession anlockt.
Aus welchem Grund auch immer man Israel besucht, die Chancen stehen gut, dort genau das zu finden was man sich erhofft.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Trotz der geringen Größe des Landes gibt es in Israel viel zu sehen und erleben. Von religiösen Stätten über idyllische Strände bis hin zu einem ausschweifenden Nachtleben kann man im Gelobten Land alles finden, was einen Urlaub so unvergesslich macht.

Jerusalem

Jerusalem Grabeskirche

Jerusalem Grabeskirche

Die Hauptstadt Israels liegt rund 50 Kilometer östlich von Tel Aviv und ist mit knapp 900.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes, auch wenn sich die Agglomeration mit etwa 1.700.000 der Größe des Ballungsraums Tel Aviv geschlagen geben muss. Die Altstadt Jerusalems ist in ein jüdisches, ein christliches, ein armenisches und ein muslimisches Viertel aufgeteilt. Umgeben ist die etwa 1 km² große Altstadt von einer Mauer, die im Südosten durch den Tempelberg unterbrochen wird. Bereits innerhalb der Altstadt befinden sich unzählige Sehenswürdigkeiten, die jedes Jahr eine Vielzahl von Touristen anlocken.

Neben der Klagemauer ist der Tempelberg eines der bedeutenden Wahrzeichen der Stadt. Hier findet man unter anderem die al-Asqa-Moschee, die zu den wichtigsten Gotteshäusern des Islams zählt . Nichtmuslimen ist der Aufenthalt in der Moschee jedoch nur mit einer Sondergenehmigung erlaubt. Noch populärer ist indes der Felsendom mit seiner charakteristischen, goldfarbenen Kuppel. Schon aufgrund seiner Architektur ist er eine beliebte Touristendestination bei Reisenden aller Konfessionen.

Im Christlichen Viertel der Altstadt befindet sich die Grabeskirche, die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabe Jesu befindet. Die Führungen im Inneren sind in der Regel sehr gut besucht und sollte frühzeitig gebucht werden. Nicht weniger beliebt bei Touristen ist die Davidszitadelle oder die Salvatorkirche.

Östlich des Christlichen Viertels befindet sich das Muslimische Viertel, das mit 30 Hektar am größten und am dichtesten besiedelte Altstadtviertel. Bemerkenswert sind hier insbesondere die Ecce-Homo-Basilika, die St. Anna-Kirche und die Via Dolorosa, die nach dem Leidensweg Jesu benannt wurde, sowie die Burg Antonia.

Im südwestlich gelegenen Armenischen Viertel sind insbesondere die Jakobuskirche und die Markuskirche einen Besuch wert. Das Jüdische Viertel liegt im Südosten der Altstadt und gilt als reichster und am besten modernisierter Teil der Altstadt. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist unbestritten die Klagemauer. Diese stellt die ehemalige Westmauer des Zweiten Jerusalemer Tempels dar, welcher sich an dieser Stelle befand. Jeden Tag besuchen etliche Juden die Mauer, um zu beten. Es gehört dabei zum Alltag geschriebene Gebete in die Ritzen und Spalten der Mauer zu stecken. Der Zugang zur Klagemauer ist kostenlos und rund um die Uhr möglich.

Neben seinen endlosen historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten gibt es in der Stadt eine Reihe von Museen, die sich unter anderem mit der Geschichte des Landes befassen. Auf den lebendigen Straßen findet man zahlreiche Cafes und Restaurants und an den Wochenenden gibt es auch in Jerusalem so manche Möglichkeit die Nacht zum Tag zu machen, auch wenn die Hauptstadt des Landes in dieser Beziehung keine ernstzunehmende Konkurrenz zu Tel Aviv bietet.

Tel Aviv

Tel Aviv Sehenswürdigkeiten, Nightlife, Nachtleben

Tel Aviv bei Nacht.

Vor allem für viele junge Reisende ist Tel Aviv eine Stadt von besonderem Interesse. Neben verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Museen verfügt die Stadt über einen populären Strand und ein Nachtleben, das weit über die Grenzen Israels hinaus für neidische Blicke sorgt.

Der Ballungsraum beherbergt knapp 3,3 Millionen Einwohner, von denen rund 400.000 in der Stadt leben. Durch die unmittelbare Lage am Mittelmeer zieht die Stadt insbesondere in den Sommermonaten zahlreiche Touristen an. Eine der Hauptattraktionen Tel Avivs ist die sogenannte Weiße Stadt, eine Ansammlung von etwa 4000 Gebäuden im Westen der Metropole. Der Großteil der Gebäude wurde im Bauhausstil oder im Internationalen Stil, meist von deutschstämmigen Juden, die nach der Machtergreifung aus Deutschland geflohen waren, errichtet. Seit 2003 gehört die Weiße Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mittlerweile stehen rund 1000 dieser Gebäude unter Denkmalschutz.

Wer ein wenig mehr über die Kunstgeschichte und die Kunstszene des Landes wissen möchte, der besucht das Tel Aviv Museum of Art. Nicht allzu weit entfernt finden Urlauber das Eretz Israel Museum, welches sich in erster Linie mit der Archäologie und der Geschichte der Region befasst. Seit einiger Zeit gehört zudem ein Planetarium zu m Museum.

Ein weiteres architektonisches Highlight der Stadt ist die Immanuelkirche, die sich im Viertel der American Colony im Westen der Stadt befindet. Heute dient die Kirche als Sitz einer lutherischen Gemeinde der Norwegischen Israelmission. Erbaut wurde das Gotteshaus bereits 1904, 44 Jahre vor der Gründung des Staates Israel. Ebenfalls einen Besuch wert ist zudem der Hafen der Stadt.

Neben den verschiedenen Sehenswürdigkeiten kann man überall in der Stadt gut einkaufen oder das vorbeiziehenden Leben aus einem der endlosen Cafes und Restaurants beobachten. Die besten Clubs der Stadt findet man an der Strandpromenade, im Viertel Florentin oder auch am Hafen. Für Nachtschwärmer ist Tel Aviv die unbestrittene Hauptstadt, wenn es um Nightlife und Party geht. In den angesagten Clubs findet man in den späten Stunden des Tages in der Regel ein durchmischtes, internationales Publikum.

Ölberg

Ölberg Jerusalem

Ölberg

Der Ölberg (Mount of Olives) liegt in Jerusalem nord-nordöstlich des Tempelberges und ist eines der beliebtesten Touristenziele der Region, was vor allem an dem besonderen Panorama liegt, welches sich Reisenden bei einem Blick vom Ölberg auf die Altstadt Jerusalems eröffnet. Sowohl das Judentum wie auch das Christentum und der Islam haben einen besonderen Bezug zu der stadtnahen Erhebung. Mit 809 m liegt der Hügel etwa 65 m höher als der Tempelberg.

Neben der religiösen Bedeutung des Berges und der wunderbaren Aussicht auf die Stadt, befinden sich auf dem Ölberg eine Reihe von Kirchen. Nördlich der Himmelfahrtskuppel liegt die Himmelfahrtskirche, deren Grundstein dort bereits 1899 gelegt wurde. Ebenfalls von Bedeutung sind die Himmelfahrtskapelle, welche die Stelle markiert, von welcher Jesus, laut Überlieferung, zum Himmel aufgefahren ist sowie die Paternosterkirche, die Dominus Flevit oder auch die Kirche der Nationen.

Der Ölberg lässt sich aus dem Zentrum problemlos mit dem Bus erreichen.

Haifa

Haifa, Israel

Haifa

Haifa ist mit knapp 270.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Israel. Im Ballungsraum Haifas leben rund 600.000 Menschen. Die Stadt liegt im Norden Israels direkt am nördlichen Abhang des Karmelgebierges unmittelbar am Mittelmeer und beherbergt darüber hinaus Israels größten Seehafen. Aufgrund seines mediterranen Klimas ist Haifa im Laufe der Zeit zu einem wahren Touristenmagneten geworden.

Die Strände der Stadt sind in den warmen Monaten des Jahres ein beliebter Treffpunkt. Ob die Promenade bei Bat Galim oder direkt am Karmel-Strand, überall können Reisende entspannen, sich sportlich betätigen oder auch die angenehme Atmosphäre in einem der verschiedenen Cafes entlang der Küste zu genießen.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist zudem der Hafen der Stadt. Unter anderem ist es von hier aus möglich Schiffsrundfahrten zu buchen, die es Urlaubern ermöglichen, den Hafen und die Stadt auch vom Meer aus zu bewundern und sich somit eine neue Perspektive auf Haifa zu beschaffen.

Eine weitere Attraktion sind die kunstvollen Bahai-Gärten, die als Meisterwerk der Gartengestaltung und der Landschaftsarchitektur gelten. Unter anderem findet man in den Gärten den Schrein des Bab. Der prachtvolle Tempel mit seiner imposanten Kuppel gilt als das Weltzentrum der Bahai-Religion und gehört seit Juli 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ebenfalls zu den Sehenswürdigkeit zählt das Stella-Maris-Kloster an der Westseite des Karmelberges. Von hier aus lässt sich die gesamte Bucht Haifas überblicken. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein Aussichtspunkt, ein Leuchtturm sowie die Elija-Höhle, die als ehemaliger Wohnort und als Grab des Propheten gilt.

Darüber hinaus ist Haifa vor allem für seine unzähligen Museen bekannt. Neben dem archäologischen Hecht-Museum gibt es noch das National Maritim Museum, das Haifa Museum of Art, das Clandestine Immigration and Naval Museum sowie das Israel National Museum of Science, Technology and Space oder auch Exoten, wie das Tikotin Museum of Japanese Art.

Abseits seiner kulturellen Seite ist die Stadt aber auch ein beliebter Anlaufpunkt für Shoppingbegeisterte und Müßiggänger, die in den bunten Cafes oder am Strand der Stadt Entspannung suchen. Darüber hinaus findet man in der ganzen Stadt Bars, Restaurants und Clubs, die eine abwechslungsreiche Abendunterhaltung garantieren.

Eilat

Eilat Israel Urlaub

Eilat

Die südlichste Stadt im Land ist der einzige Zugang für Israel zum Roten Meer. Obwohl in der Stadt nur knapp 60.000 Menschen leben, erfreut sich Eilat in den vergangenen Jahren einer zunehmenden Beliebtheit.

Nennenswerte Attraktion von kulturhistorischer Bedeutung findet man hier zwar kaum, dafür ist die Stadt aber aufgrund ihrer Lage, ihres Aufbaus und ihres Klimas bei vielen Reisenden als ein Hort der Entspannung bekannt. In der Stadt findet man zahlreiche Ferienressorts und Hotels jeglicher Preisklassen. Es gibt einen Indoor-Freizeitpark, eine große Eissporthalle mit integriertem Einkaufszentrum, das Dolphin Reef und das Coral Beach Nature Reserve sowie einen botanischen Garten. Die meisten Touristen tummeln sich jedoch tagsüber an den Stränden der Stadt.

Außerdem bietet sich Eilat als idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region an. So liegt etwa 25 Kilometer nördliche von Eilat, am Rande der Wüste Negev, der Timna-Nationalpark, wo man die imposanten Salomos-Säulen bewundern kann, die auf natürliche Weise durch Erosionen entstanden sind. Darüber hinaus findet man hier die Überreste einer historischen Stadt sowie eine antiken Kupfermine.

See Genezareth

See Henezareth

See Henezareth

Für viele Urlauber gehört ein Ausflug zum See Genezareth, aufgrund seiner biblischen Bedeutung, zu den Höhepunkten einer Reise nach Israel. Der See liegt im Norden des Landes im oberen Jordangraben ganz in der Nähe der Golanhöhen. Mit einer Höhenlage von 212 m unter N.N. ist das Gewässer der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Welt. Mit einer Länge von etwa 21 Kilometern (abhängig vom Wasserstand) und einer Breite von max. 12 km hat er einen Umfang von rund 53 km.

Am Westufer des Sees liegt die Stadt Tiberias, die mit ihren 40.000 Einwohnern immer wieder ein beliebtes Ziel für Touristen ist. Darüber hinaus laufen von hier aus viele Boote aus, welche die fischreichen Gewässer des See Genezareth erleichtern.

Masada

Die ehemalige Festung befindet am Südwestende des Toten Meeres und ist heute ein Teil des gleichnamigen Nationalparks. Die Anlage liegt auf einem isolierten Tafelberg mit einem Höhenunterschied von über 400m zum östlich gelegenen Toten Meer. Aufgrund der steilen Felswände, ist die Festung von allen Seiten natürlich geschützt. Erbaut wurde das monumentale Gebäude bereits ab etwa 40 v. Chr., im Auftrag des Königs Herodes.

Zum 340 Hektar großen Nationalpark gehören heute neben der Festung auch die römischen Belagerungswerke. Im Jahr 1971 entschied man sich für den Bau einer Seilbahn, welche den Fuß des Tafelberges (-257 m) mit dem Gipfelplateau (33 m) verbinden sollte. Aufgrund der enormen Besucherzahlen wurde 1999 eine neue Seilbahn in Betrieb genommen. Seit 2001 gehört der Masada-Nationalpark zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das der Tourismus in Masada mittlerweile die zentrale Stellung einnimmt, zeigt sich daran, dass im Herbst 2011 im Besucherzentrum des Nationalparks eine McDonalds Filiale ihre Pforten eröffnet hat, wenn auch gegen erheblichen Widerstand.

Das Weltkulturerbe lässt sich von Jerusalem oder Tel Aviv aus bequem und unproblematisch mit dem Bus erreichen.

Totes Meer

Totes Meer

Totes Meer

Das Tote Meer ist ein Salzgewässer, das 416 m unter dem Meeresspiegel liegt und sich zu etwa gleichen Teilen in Jordanien und in Israel (u.a. auch im Westjordanland) befindet. International bekannt ist das Tote Meer insbesondere aufgrund seines erheblichen Salzgehaltes von nahezu 35%, der dafür verantwortlich ist, dass man dort kaum untergehen kann, da der Körper im dickflüssigen Wasser oben treibt. Ab einer bestimmten Tiefe geht der Auftrieb allerdings verloren. Aufgrund des erheblichen Salzgehalts sollten Badegäste nicht mehr als 30 Minuten pro Tag im Wasser verweilen.

Zum Teil findet man im Wasser Salzkörner mit einer Größe von 5 bis 10 cm Durchmesser, die gerne als kostenloses Souvenir mit in die Heimat genommen werden. Ein weiterer Effekt ist die zudem die heilende Wirkung, die dem Toten Meer nachgesagt wird. Demnach wirkt sich ein Bad in der dickflüssigen Salzsole positive auf die Gelenke und die Haut aus.

Vorsicht ist allerdings geboten, sollten Sie große Mengen an Salzwasser schlucken. In einem solchen Fall kann es zu Organversagen kommen, weshalb schnellstmöglich ein Arzt oder Mediziner aufzusuchen ist.

Eine der beliebtesten Destinationen, um den Flair des Toten Meeres in vollen Zügen zu genießen, ist der kleine Touristenort En Bokkek. Die Siedlung liegt unmittelbar am Toten Meer und besteht hauptsächlich aus Hotels, Restaurants, Bars und Einkaufzentren. Für Reha- und Kurmaßnahmen wurde dort zudem das Deutsche Medizinische Zentrum im Hotel Lot erbaut, welches sich in erster Linie auf Hautkrankheiten spezialisiert hat. Von Jerusalem aus lässt sich En Bokkek problemlos mit dem Bus oder dem PKW erreichen.

Herodium

Herodium Herodion Israel

Herodium

Knapp 15 Kilometer südlich von Jerusalem befindet sich im heutigen Westjordanland eine Festungsanlage, welche vom damaligen König, Herodes dem Großen, errichtet wurde. Das obere Plateau liegt deutlich über der Hauptstadt und beherbergte einst u.a. eine Zitadelle und ein Mausoleum.

In den 1950er Jahren begannen Ausgrabungen am Herodium, die ihren Höhepunkt mit der Behauptung des mittlerweile verstorbenen Archäologen Ehud Netzer im Jahr 2007 fanden, der sich sicher war, in den Ruinen das Grab des Herodes entdeckt zu haben. Bis heute wurde der Fund jedoch nicht eindeutig bestätigt.

Bethlehem

Bethlehem Israel

Bethlehem

Die Stadt mit ihren knapp 30.000 Einwohnern liegt im Westen des Westjordanlandes und ist nach biblischer Überlieferung der Geburtsort von Jesus Christus. Insbesondere für Christen aus aller Welt ist Bethlehem daher ein ganz besonderen Ort.

Aufgrund der Lage im Westjordanland ist die Stadt allerdings nicht so leicht zugänglich wie manch anderer Ort in Israel. Vor allem nach der zweiten Intifada lag der Tourismus in der Stadt einige Jahre brach. In der vergangenen Zeit konnte sich Bethlehem allerdings gut erholen, was sich auch deutlich in den Besucherzahlen widerspiegelt. Sehenswürdigkeiten sind hier vor allem die Geburtskirche oder auch die Omar-Moschee und die Altstadt.

Nazareth

Nazareth Stadt Israel

Nazareth

Bekannt ist Stadt vor allem für die biblische Überlieferung, nach der Jesus hier seine Kindheit und Jugend verbrachte. Für viele christliche Pilger noch immer ein Höhepunkt ist die Verkündigungsbasilika, die genau an jenem Ort stehen soll, an dem der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschienen ist. Unmittelbar daneben liegt die Kirche des Heiligen Joseph, welche der Überlieferung nach dort erbaut wurde, wo der Zimmermann Joseph seine Werkstatt hatte.

Heute wird die Stadt hauptsächlich von arabischen Muslimen und Christen bewohnt. Aufgrund der wechselhaften Geschichte der Stadt findet man in Nazareth über 30 Kirchen und Klöster sowie mehrere Moscheen und Synagogen.

Neben den verschiedenen historischen Sehenswürdigkeiten ist Nazareth aber auch in vielerlei Hinsicht eine recht moderne Stadt. Dies gilt insbesondere für Nazarath Illit, welches erst in den 1950er Jahren oberhalb von Nazareth erbaut wurde und hauptsächlich von Juden bewohnt wird.

Burg Nimrod

Nimrod Burg Festung, Israel

Nimrod Burg

Die Festungsanlage wurde im 13. Jahrhundert wahrscheinlich von al-Azizz Uthman erbaut, einem von Saladins Neffen. Die mittelalterliche Burg befindet sich im Norden der Golanhöhen auf israelischen Territorium. Der Name der Anlage geht zurück auf einen Urenkel Noahs, der den Überlieferungen zu Folge auf diesem Felsen residiert haben soll.

Die Nimrodsburg befindet sich auf einem schmalen Felsrücken auf einer Höhe von knapp 800m und erstreckt sich über eine Länge von etwa 420 m und eine Breite von 150 m. Verwaltet wird die Festung heute von der israelischen Behörde für Natur und Naturreservate, welche es Besuchern gestattet die freigelegten und restaurierten Teile der Anlage zu besichtigen.

Geschichte

Vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert gehörte Palästina zum osmanischen Reich. Lange Zeit stagnierte der wirtschaftliche Wachstum in der dünn bevölkerten Region. Zur Zeit der ersten großen jüdischen Einwanderungswelle, nach den Pogromen im Russischen Kaiserreich ab 1881, lebten nur rund 450.000 Menschen in Palästina, davon lediglich ca. 15.000 Juden. Einige Jahre später, im August 1897, organisierte Theodor Herzl gemeinsam mit Oskar Marmorek und Max Nordau den ersten Zionistischen Weltkongress in Basel. Die Ideen Herzls sollten im Laufe der kommenden Jahrzehnte noch ein wichtige Rolle für die Gründung des Staates Israel spielen.

Bald schon machten sich die Vorboten des Ersten Weltkrieges bemerkbar. In vielen Ländern Europas hatten Juden zu dieser Zeit mit einem zunehmenden Antisemitismus zu kämpfen. Eine zweite große Einwanderungswelle folgte als Reaktion zwischen den Jahren 1904 und 1914. 1909 wurde die Stadt Tel Aviv gegründet. Ursprünglich ein Vorort der Hafenstadt Jaffa, wurden beide Städte im Jahr 1950 zum heutigen Tel Aviv-Jaffa vereinigt.

Im religiösen und historischen Verständnis der Juden entsprach die Region Palästina dem gelobten Land. Bereits zu dieser Zeit ließen sich Probleme erkennen, spielte doch die muslimische Bevölkerung in den Zukunftsplänen der Juden keinerlei Bedeutung. Unstimmigkeiten und Auseinandersetzungen waren schon jetzt unabwendbar.

Eine historische Zäsur folgte durch die britische Eroberung Palästinas und den Niedergang des Osmanischen Reiches. 1922 Übertrug schließlich der Völkerbund den Briten das Mandat für Palästina. Diese hatten in der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 zugesagt, eine nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina zu gründen, ohne die Rechte nichtjüdischer Gemeinschaften in der Region zu beeinträchtigen. Zu diesem Zweck sollten jüdischer Einwanderer geschlossen auf dem Staatsland des ehemaligen Osmanischen Reiches angesiedelt werden.

Im Juli 1922 teilte die britische Krone Palästina in zwei Verwaltungsbezirke. Der jüdischen Bevölkerung war es ausschließlich gestattet sich westlich des Jordans anzusiedeln. Es folgten weitere Einwanderungswellen zwischen 1924 und 1932 sowie zwischen 1933 und 1939. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vereinbarte die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Teilungsplan für Palästina durchzusetzen, der vorsah das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzugliedern. Während die Teilung von jüdischer Seite akzeptiert wurde, lehnte der arabische Teil der Bevölkerung den Plan ab und verwies darauf, dass die Vereinten Nation arabische Interessen nicht berücksichtigen würden. Bereits kurze Zeit später begann die teils gewaltsame Vertreibung arabisch-stämmiger Ansässiger aus den jüdischen Gebieten.

Israel Staatsgründung 1948

Israel Staatsgründung

Am 14. Mai 1948, der Tag, an dem das britische Mandat für Palästina ablaufen sollte,verkündete David Ben Gurion die Errichtung des Staates Israel. Neben dem Beschluss der UN-Vollversammlung, führte er auch die „natürlichen und historischen“ Rechte des jüdischen Volkes an, um diesen Schritt zu rechtfertigen. Bereits wenige Minuten später folgte die völkerrechtliche Anerkennung des Staates durch die USA. Noch in der selben Nacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, der Libanon, der Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Israel konnte sich jedoch militärisch gegenüber seinen Widersachern durchsetzen, was dem Staat erhebliche Gebietsgewinne einbrachte. 1956 folgte mit der Sueskrise die nächste Auseinandersetzung, in dessen Folge die Grenze zu Ägypten durch UN-Friedenstruppen gesichert wurden.

Der von Ägypten initiierte Sechstagekrieg endete nach einem Präventivschlag von israelischer Seite. Nach dem Krieg begann Israel mit dem Bau erster Siedlungen, um die Kontrolle über die besetzten Gebiete auszubauen. 1973 folgte mit dem Jom-Kippur-Krieg der nächste gewaltsame Konflikt, den Israel ebenfalls für sich entscheiden konnte. Fünf Jahre später unterzeichneten der ägyptische Präsident Anwar Al-Sadat und der israelische Premierminister Menachem Begin in Camp David ein Friedensabkommen.

Trotz zahlreicher Bemühungen die Region zu stabilisieren, kommt es bis heute immer wieder zu gewalttätigen und kriegerischen Auseinandersetzungen. 1982 folgte der Erste Libanonkrieg. Ab 1987 folgte die erste Intifada und 1991 begann der erste Irakkrieg. Vor allem die Konflikte im Westjordanland und dem Gazastreifen arteten in den vergangenen Jahren erneut aus. 2012 und 2014 bombardierte die israelische Armee erneut militärische Ziele im Gazastreifen, als Reaktion auf vorherige Raketenanschläge der Hamas. Die Lage in der Region ist grundsätzlich instabil und Staaten wie Syrien oder der Iran haben das Existenzrecht Israels bis heute nicht anerkannt.

Visum

Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können erheblich variieren.

Deutsche, die nach dem 1. Januar 1928 geboren wurden, benötigen für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten kein Visum. Wer hingegen bei einem früheren Besuch aus Israel ausgewiesen wurde, sich illegal im Land aufgehalten hat oder wem bereits in der Vergangenheit die Einreise in den Staat verweigert wurde, der muss sich entweder bei einer israelischen Auslandsvertretung oder beim israelischen Innenministerium um eine Überprüfung und ein Visum bemühen.

Deutschen Staatsangehörigen mit einer palästinensischen Personenkennziffer und deutsche Staatsangehörige, die in das palästinensische Bevölkerungsregister eingetragen sind, ist die direkte Einreise nach Israel nicht gestattet. Die Einreise in das Westjordanland ist ausschließlich über Jordanien möglich. Eine Weiterreise nach Israel kann erfolgen, allerdings nur mit eine speziellen Sondergenehmigung. Darüber hinaus wird für die Einreise ein palästinensischer Reisepass verlangt. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die palästinensischen Personenkennziffer in den deutschen Reisepass eingetragen.

Ebenfalls Sonderregelungen gibt es für die Einreise von Minderjährigen unter 16 Jahren, welche ohne elterlich Begleitung bzw. nur mit einem Elternteil anreisen. Betroffene Jugendliche benötigen in diesen Fällen eine Einverständniserklärung der Eltern bzw. des abwesenden Elternteils.

Ein besondere Regelung gilt auch für deutsch-israelische Staatsangehörige, die ihren Wehrdienst in Israel bisher nicht abgeleistet haben. Nach der Einreise muss in solchen Fällen die israelische Musterungsstelle benachrichtigt werden. Die Ausreise kann erst erfolgen, nachdem die Musterung durchgeführt wurde und in einigen Fällen erst nachdem der ausstehende Wehrdienst abgeleistet wurde.

Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise einen Reisepass bzw. einen vorläufigen Reisepass. Die Dokumente müssen nach der Einreise noch mindestens sechs weitere Monate gültig sein. Kinder benötigen eigene Reisedokumente. Kindereinträge im Reisepass der Eltern sind ungültig.

Wetter und Klima

Das Klima Israels wird bestimmt durch die Lage des Landes im Übergangsgebiet zwischen der subtropischen Trockenheit der Sahara und der arabischen Wüste sowie dem mediterranen Klima des Mittelmeers.

Im Norden Israels sind deutlich die Einflüsse des Mittelmeerklimas zu spüren. Die Sommer sind warm und trocken und die Region ist großflächig bewaldet. Die Höchsttemperaturen können bei 30°C liegen. Die Wintermonate sind in der Regel gemäßigt, mit Temperaturen, die nicht in den Minusbereich absinken. Indes können aber von Ende November bis März erhebliche Niederschläge fallen. Die Sommermonate von Ende April bis Anfang Oktober sind extrem trocken. Im Juni, Juli und August kann es vorkommen, dass überhaupt kein Regen fällt. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr hindurch recht moderat, mit höheren Werten zwischen Dezember und März. Insbesondere in den Küstenregionen im Westen des Landes kann die Luftfeuchtigkeit aber auch in den Sommermonaten erheblich ansteigen.

Im Inneren des Landes, dem Jordantal und der Wüste Negev steigen die Temperaturen gelegentlich auf über 40°C. In den Sommermonaten fällt kein Niederschlag und die Luftfeuchtigkeit ist sehr gering. Grundsätzlich nimmt die Niederschlagsmenge von Norden nach Süden hin ab. In Eilat, der südlichsten Stadt des Landes und dem einzigen Zugang Israels zum Roten Meer, steigt die Niederschlagsmenge für gewöhnlich nicht über 30 mm pro Jahr und die Temperaturen im Juli und August nähern sich der 40°C-Marke an. In den höheren Lagen der Negev kann es zudem im Winter zu Schneefällen kommen.

Jerusalem Klima

In der Hauptstadt Jerusalem steigen die Temperaturen im Sommer auf 27-28°C bei einer moderaten Luftfeuchtigkeit. Niederschläge hingegen fallen kaum. Ab November können die Temperaturen auf unter 10°C absinken und sich im Januar sogar dem Nullpunkt annähern. Zudem fallen zwischen Anfang Dezember und Ende März zwischen 100 und 150 mm Regen pro Monat. In diesem Zeitraum steigt auch die Luftfeuchtigkeit erheblich an.

Tel-Aviv Klima

Im knapp 60 Kilometer südlich gelegenen Tel-Aviv, in unmittelbarer Nähe zur Küste des Mittelmeeres, steigen die Temperaturen im Sommer stärker an als in Jerusalem, während sie im Winter weniger stark absinken. Auch die Niederschlagsmengen sind hier geringer und liegen zwischen Dezember und März eher bei 80-130 mm pro Monat. Zwischen Juni und August fällt hier in der Regel kein Regen, die Luftfeuchtigkeit ist hingegen das ganze Jahr über erhöht.

Beste Reisezeit

Die Beste Reisezeit für Israel ist abhängig von der bereisten Region. In vielen Landesteilen ist eine Reise das ganze Jahr über möglich. Ganz im Süden Israels sollte man aufgrund der unangenehm hohen Temperaturen allerdings die Sommermonate meiden. Im Idealfall buchen Touristen eine Reise zwischen März und Mai oder auch in den Herbstmonaten September und Oktober. Aufgrund der religiösen Feiertage zieht es viele Touristen auch um Weihnachten und Ostern ins Land. Vor allem im Winter sollte man aber die steigenden Niederschläge im Hinterkopf behalten.

Währung und Geld

israel Geld Schekel Banknote

Israelisches Geld: Ein 1 Schekel Geldschein

Die nationale Währung Israels ist der Schekel. Für das Mitführen von Bargeld empfiehlt sich der Euro oder der US-Dollar. Wer bereits in Deutschland Euro in Schekel tauschen möchte, muss dies seiner Bank frühzeitig mitteilen, da die wenigsten Kreditinstitute Schekel vorrätig haben. Die zusätzlichen Kosten, die für die Bank entstehen, sobald sie die israelische Währung bestellten, wird an den Kunden weitergegeben. Darüber hinaus ist nicht nur der Wechselkurs bei den deutschen Banken meist schwächer als in Israel, es werden zudem bei einem Tausch in Deutschland zusätzliche Kosten berechnet.

Geld wechseln

Urlauber können Bargeld bei Banken oder in Wechselstuben tauschen. In der Regel kann dies direkt nach der Einreise am Flughafen geschehen. Banken, die Geld wechseln, findet man in allen Städten des Landes. Grundsätzlich gilt es hier auf die Wechselkurse zu achten und zu vergleichen, da es zwischen den verschiedenen Kreditinstituten gelegentlich bemerkenswert Unterschiede gibt.

Ein weitere Möglichkeit Bargeld einzutauschen bieten die zahlreichen Wechselstuben, die man ebenfalls in allen größeren Städten oder Orten von touristischer Bedeutung findet. Häufig sind die Wechselkurse bei den sogenannten „Money Changern“ ein wenig günstiger als bei den Banken, allerdings lohnt es sich auch hier in der Regel zwischen den unterschiedlichen Anbietern zu vergleichen. Wechselstuben gelten für gewöhnlich als seriös, dennoch sollten Urlauber nach dem Umtausch immer den ausgezahlten Betrag prüfen.

Zahlen und Geld abheben mit Kreditkarte

Die Zahlung mit der Kreditkarte ist in Israel weit verbreitet und stellt in vielen Geschäften und Restaurants kein Problem dar. Die heimische Bank berechnet in einem solchen Fall meist eine Gebühr zwischen 1% und 1,75%. Hinzu kommen Kosten, die evtl. durch das jeweilige Geschäft, Restaurant oder Hotel erhoben werden. Alternativ ist es möglich mit der Kreditkarte an den Geldautomaten bzw. ATMs überall im Land Geld abzuheben.

Lediglich in den ländlichen und touristische unerschlossenen Regionen kann es hier Probleme geben. Im Gegensatz zum Wechsel von Bargeld, ist das Abheben mit der Kreditkarte ein wenig kostspieliger, aufgrund der zusätzlich erhobenen Gebühren durch die Bank. (Kostenlos geht es z.B. mit der DKB Visa Card.) Am weitesten verbreitet ist die Nutzung von Visa und MasterCard. An einigen Automaten ist es zudem möglich mit der Maestro EC-Karte Geld abzuheben.

Traveler Checks

Wer weder auf Bargeld noch auf seine Kreditkarte zurückgreifen möchte, muss sich auf Reisechecks verlassen. Diese können ähnlich wie Bargeld bei Banken oder Wechselstuben eingetauscht werden. Die Traveller Cheques sollten entweder in USD oder Euro ausgestellt sein. Wechselstuben bieten auch hier die besseren Kurse. Ein spezieller Vorteil der Reisechecks ist, dass diese im Verlustfall schnell ersetzt werden können.

Lebenshaltungskosten

Urlauber, die das gelobte Land besuchen, müssen mit ziemlich horrenden Lebenshaltungskosten rechnen. Vergleichbar sind diese in etwa mit denen in Deutschland, auch wenn in manchen Lebensbereichen der Alltag in Israel noch ein wenig teurer ist als in der Bundesrepublik. Für ein schlichtes und sauberes Hotelzimmer in der Hauptstadt müssen Reisende mit Kosten von wenigstens 50 Euro rechnen. Die Preise für den Nahverkehr sind vergleichbar mit denen in Deutschland. Einheimisches Obst und Gemüse kann auf den Märkten recht günstig erworben werden, wohingegen Milch- und Fleischprodukte sowie Reis, Nudeln und Vollkornprodukte deutlich teurer sind. Besonders kostspielig sind Genussmittel wie Alkohol. Ein Bier im Restaurant kann schon mal 5 Euro kosten.

1€ = 4,81 Schekel (ILS)
5€ = 24,07 Schekel (ILS) (Stand: März 2014)

Unterkunft

Ein Hotel oder eine Unterkunft in Israel zu finden stellt grundsätzlich kein Problem dar. Auch wer spontan reist, kann sich in den Städten direkt vor Ort um eine Unterkunft bemühen. Wer allerdings vor hat, während religiöser Feiertage nach Israel zu reisen, der sollte sich bereits einige Monate im Vorfeld um ein Reservierung bemühen.

Israel Hotels

Israel Hotel

Hotel in Israel (Golden Crown Hotel – Nazareth)

Ein sauberes Einzelzimmer mit eigenen Sanitäranlagen, Fernseher und kostenlosem W-LAN kostet rund 50 Euro pro Nacht. Die Preise können natürlich abhängig von der Stadt und dem Zeitraum variieren. Ab drei Sternen werden die Unterkünfte bereits deutlich teurer. Ein Doppelzimmer in Jerusalem oder Tel-Aviv kann in dieser Kategorie schon mal 80 Euro oder mehr kosten. Luxuriöser wird es ab 100 Euro pro Nacht.

In allen größeren Städten findet man zahlreiche 4-Sterne Hotels, die in dieser Preiskategorie Zimmer anbieten. Viele dieser Anlagen verfügen neben einem Pool, Restaurants oder Krafträumen in der Regel auch über einen Shuttleservice. Ausflüge oder Unternehmungen können hier meistens an der Rezeption geplant und gebucht werden. Wie in jedem Land sind die Preise nach oben hin offen. Wer während seines Aufenthalts uneingeschränkten Komfort genießen möchte, sollte wenigstens 200 bis 250 Euro pro Nacht einplanen.

Die meisten Unterkünfte können über eines der zahlreichen Internetportale gebucht werden. Urlauber sollten berücksichtigen, dass die Preise für ein Zimmer während der religiösen Feiertage meist ansteigen.

Hostels

In allen größeren Städten findet man private Hostels mit günstigen Betten, meistens in größeren Schlafsälen. Die Kosten für eine Nacht belaufen sich hier auf 15 bis 20 Euro. Reisende müssen allerdings damit rechnen, dass die Einrichtung und die Sanitäranlagen nicht immer dem neusten Stand entsprechen.

Über das ganz Land verteilt findet man zudem Jugendherbergen der Israel Youth Hostel Association. In insgesamt 18 Häusern können Reisende, die Mitglied beim Dachverband Hostelling International sind, ihre Ferien verbringen. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der Israel Youth Hostel Association. Die Jugendherbergen sind sauber und organisiert. Die Preise sind jedoch nicht immer wesentlich günstiger als in den Hotels der Stadt.

Anreise

Die Einreise nach Israel stellt in der Regel kein Problem dar. Neben der Möglichkeit mit dem Schiff, etwa von Italien aus, nach Israel zu reisen, ist die gängigste Variante die Anreise mit dem Flugzeug.

Israel Flüge

Die einfachste Variante um von Deutschland nach Israel zu gelangen bietet die Anreise mit dem Flugzeug. Von Frankfurt, München und Berlin aus fliegen eine Reihe von Fluggesellschaften in das Heilige Land. Der bedeutendste israelische Anbieter ist EL AL. Aufgrund der ständigen terroristischen Bedrohung werden die Flüge der Airline ganz besonders streng überwacht. Reisende müssen daher in der Regel früher beim Chek-In sein als bei anderen Fluggesellschaften. Direktflüge werden angeboten von Berlin-Schönefeld, Frankfurt am Main, München und Düsseldorf sowie aus Wien, der Hauptstadt Österreichs und Zürich in der Schweiz. Der Flug kann im Internet, über ein Reisebüro oder über ein Büro der Firma EL AL gebucht werden.

Neben EL AL bietet auch die Tochtergesellschaft San d’Or Flüge nach Israel an. Abflughäfen sind hier Frankfurt, Düsseldorf und München. Ein weiterer Anbieter ist Israir. Das private Flugunternehmen fliegt im Gegensatz zu EL AL und Sun d’Or auch am Samstag – am Sabbat – von Berlin nach Tel Aviv.
Seit dem 30. März 2014 bietet zudem die EL AL-Tochter „UP“ Flüge von Berlin nach Tel-Aviv an. Die Lowcost-Fluggesellschaft ersetzt seitdem sämtliche EL AL-Flüge aus Berlin.

Neben den erwähnten Anbietern bedienen auch Lufthansa, Germanwings, Easyjet oder Airberlin die Route zwischen Deutschland und Israel. Die Flugzeit beträgt in etwa 5 Stunde und die Kosten für den Hin- und Rückflug liegen in der Regel bei etwa 300 Euro, natürlich mit gewissen Schwankungen.

Flüge werden auch aus israelischen Nachbarstaaten wie Ägypten und Jordanien angeboten. Wer allerdings plant, nach einem Aufenthalt in Israel in bestimmte arabische Staaten weiterzureisen, sollte zwei Reisepässe besitzen, da einige dieser Staaten (z.B. Syrien, Libanon, Libyen, Yemen oder Iran) der Einreise untersagen, sofern sich im Reisepass ein israelischer Stempel befindet.

Ben Gurion International Airport

Tel Aviv Airport, Ben Gurion FLughafen Israel

Ben Gurion Airport, Tel Aviv

Der wichtigste Internationale Flughafen im Land ist der Ben Gurion International Airport, der knapp 20 Kilometer südöstlich von Tel Aviv liegt und rund 50 Kilometer westlich von Jerusalem. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, um vom Flughafen nach Tel Aviv oder nach Jerusalem zu gelangen.

Airport Transfer

Neben den Flugsteigen 21 und 23 auf der 2. Etage der dreistöckigen Brücke befinden sich Haltestellen des Busunternehmens Egged. Busse fahren von hier aus in die naheliegende Airport City, von wo aus wiederum Busse der Firma Egged nach Tel Aviv oder Jerusalem weiterfahren. Außer von Freitag Nachmittag bis Samstag Abend verkehren die Busse täglich. Ausführliche Informationen finden Urlauber auf der Website des Unternehmens.

Eine Alternative zur Reise mit dem Bus bietet Israel Railways. Auf einer Strecke zwischen dem Flughafen Ben Gurion und der Stadt Naharija macht der Zug Halt in Tel Aviv, Haifa und Akko. Der Zug verkehrt regelmäßig zwischen 3.00 und 24.00 Uhr außer am Sabbat von Freitag Nachmittag bis Samstag Abend. Die Station der Israel Railways befindet sich im untersten Stockwerk auf der Etage S und kann mit der Rolltreppe, der Treppe oder dem Fahrstuhl erreicht werden. Fahrkarte können auf Etage G an den entsprechenden Automaten erstanden werden. Die Fahrt nach Tel Aviv dauert in etwa 15 bis 20 Minuten.

Im Erdgeschoss vor Terminal 3 befinden sich die Taxistände. Ein Großteil der Taxiunternehmen unterstehen der Israelischen Flughafenbehörde. Die Israelische Verkehrsbehörde empfiehlt, ausschließlich auf diese Anbieter zurückzugreifen. Es wir unterschieden zwischen Einzeltaxis und Sammeltaxis, den sogenannten Sheruts. Da diese häufig von arabischen Anbietern betrieben werden, verkehren diese auch am Sabbat. Die Fahrt nach Jerusalem kostet nur rund 10 Euro, allerdings kann es sein, dass Reisende eine Weile am Ausgangspunkt warten müssen bis das Taxi gefüllt ist. Bei einer Fahrt im Sammeltaxi wird der Preis im Voraus festgelegt.

Einzeltaxis erheben einen Zuschlag von 25% für Fahrten zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr und ebenfalls für die Zeit während des Sabbats. Weiterhin müssen Reisegäste, die über den Flughafen Ben Gurion anreisen, einen Aufschlag von 5 Schekel bezahlen plus drei weitere Schekel für jedes Gepäckstück.

In Terminal 1 befindet sich eine Autovermietung, die 24 Std. täglich, 7 Tage die Woche geöffnet hat. Darüber hinaus gibt es diverse Firmen, die einen Limousinenservice anbieten.

Anreise mit dem PKW

Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind, haben die Möglichkeit über Ägypten oder Jordanien in das Gelobte Land einzureisen.

Seit dem Friedensabkommen im Jahr 1994 ist der Yitzhak-Rabin-Grenzübergang zwischen Jordanien und Israel für Reisende geöffnet. Dieser rund 3 Kilometer von der Stadt Eilat entfernte Grenzposten kann mit dem PKW in beide Richtungen passiert werden. Die Öffnungszeiten liegen Sonntags bis Donnerstags zwischen 6:30 Uhr und 19:00 Uhr sowie Freitags und Samstags zwischen 8:00 und 19:00 Uhr. Reisende sollten allerdings spätestens eine Stunde vor der Schließung des Grenzpostens anwesend sein. Am islamischen Neujahrsfest und am israelischen Jom Kippur bleibt die Grenze geschlossen.
Eine weitere Grenze zwischen Jordanien und Israel ist die Allenby-Brücke, die das Westjordanland mit Jordanien verbindet. Allerdings darf dieser Grenzposten nicht mit dem Motorrad, einem Mietwagen oder dem Taxi überquert werden.

Die Scheich-Hussein-Brücke im Norden verbindet Jordanien direkt mit Israel und kann mit einem Taxi oder dem privaten PKW überquert werden. Die Öffnungszeiten liegen von Sonntag bis Donnerstag zwischen 6:30 Uhr und 20:00 Uhr sowie Freitag und Samstag zwischen 8:00 Uhr und 19:00 Uhr. Auch dieser Grenzübergang ist am islamischen Neujahrsfest und an Jom Kippur geschlossen.

Urlauber, die aus Ägypten mit dem PKW einzureisen beabsichtigen, können die Grenze zu Israel am Taba Grenzübergang überqueren. Reisende erhalten hier eine sogenannte Border Control Clearence, eine Einreisekarte, die bis zur Ausreise aufbewahrt werden muss. Offiziell ist die Grenze ist das gesamte Jahr über, 24 Std. am Tag, 7 Tage die Woche geöffnet. Allerdings kommt es immer wieder vor, das der Übergang kurzzeitig geschlossen wird, was unter Umständen zu erheblichen Wartezeiten führen kann. Beim Überqueren der Grenze mit einem PKW wird zusätzlich eine sich häufig ändernde Gebühr fällig.

Rund 10 Kilometer nördlich der Grenze liegt die israelische Stadt Eilat, die für viele Reisende aus Ägypten ein erster Anlaufpunkt ist.
Am 16. Februar 2014 kam es am Grenzübergang zu einem Bombenanschlag, bei dem fünf Menschen ihr Leben verloren.

Busreise

Urlauber können problemlos von Ägypten oder Jordanien aus mit dem Bus nach Israel einreisen. Wer auf dem Landweg von Jordanien einreisen möchte, kann die Grenze über die Allenby-Brücke überqueren. Es gibt Busverbindungen vom jordanischen Amman nach Tel Aviv oder auch nach Nazareth. Die jordanische Busgesellschaft Trust International Transport bedient diese Route täglich.

Die Grenzformalitäten sind allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der gesamte Vorgang kann schon mal bis zu zwei Stunden dauern. An der Grenze müssen Reisende den Bus verlassen, um die Formalitäten (Gepäckkontrolle, Personenkontrolle mit Metalldetektor und Ganzkörperscanner sowie Passkontrolle) zu erledigen. Anschließend müssen die Urlauber im Bus warten, bis sämtliche Vorgänge abgeschlossen werde. Alternativ ist es möglich den Bus zu verlassen um von israelischer Seite dann mit einem israelischen Busunternehmen Ziele im ganzen Land ansteuern. Für die Ausreise aus Jordanien müssen Urlauber eine spezielle Gebühr von knapp 10 Euro zahlen.

Wer aus Ägypten anreist, kann von Kairo aus mit dem Bus über die Grenze bei Taba nach Israel einreisen. Es gibt mehrere Busunternehmen, welche die Grenze in Taba von ägyptischer Seite aus ansteuern. Von Taba aus fährt unter anderem der Egged Bus Nr.15 weiter nach Eilat, von wo aus verschiedene Busunternehmen Ziele im ganzen Land bedienen.

Anreise mit dem Schiff

Zwar gibt es keine regelmäßigen Fährverbindungen nach Israel, allerdings gibt es verschiedene Kreuzfahrtunternehmen, die das Land ansteuern bzw. Kurztrips anbieten.

Salamis Cruise Lines etwa bietet von Juni bis Oktober mehrmals im Monate ein zweitägige Reise von Zypern aus nach Israel an. Das Schiff steuert den Hafen von Haifa an, von wo aus die Möglichkeit besteht an einem Tagesausflug nach Jerusalem teilzunehmen. Genauere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Unternehmens.

Eine weitere Möglichkeit bietet eine Kreuzfahrt mit der Costa Deliziosa, welche bei ihrer Reise über das Mittelmeer ebenfalls für zwei Tage in Haifa anlegt.

Fortbewegung im Land

Israel ist ein recht kleines Land mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Neben der Eisenbahn bieten sich vor allem der Bus als Fortbewegungsmittel an. Unzählige Unternehmen verkehren auf zahlreichen Routen, welche beinahe alle Städte des Landes miteinander verbinden. Die Inlandsreise mit dem Flugzeug hingegen ist in der Regel unrentabel.

Bahn fahren

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Israel Railways entstand 1948 u.a. aus den Teilen der ehemaligen Palastine Railways. Das Streckennetz verläuft vom Norden (Niharija) des Landes bis in den Süden (Dimona). Befahren werden zur Zeit 8 verschiedene Routen.

Einer der wichtigsten Bahnhöfe ist Tel Aviv, von wo aus Routen ins ganze Land laufen. Die Strecke von Tel Aviv nach Nahariyya über Hertzlija, Netanja,Haifa und Akko wird halbstündlich befahren. Die Fahrt dauert rund 1:40 Std. und kostet etwa 10 Euro. Eine Fahrt von Tel Aviv in das südliche Be’er Sheva kostet knapp 7 Euro und dauert etwa 80 Minuten. Züge auf dieser Strecke verkehren stündlich.

Zudem bedient bedient Israel Railways die Route zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Auf der Strecke überwindet der Zug knapp 700 Höhenmeter. Um die knapp 50 Kilometer zurückzulegen benötigt die Bahn etwa eineinhalb Stunden, bei Kosten von umgerechnet etwa 5 Euro.

Während das Schienennetz den Norden und Zentralisrael gut abdeckt, gibt es durch die Wüste Negev bis ins südliche Eilat keine Zugverbindung. Die südlichste Endtstation ist momentan Be’er Sheva, welches am nördlichen Rand der Negev liegt. Eine Erweiterung des Streckennetzes von Be’er Sheva nach Eilat ist seit langer Zeit in Planung, wird jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Im Westjordanland verkehren keine Züge.

Der Zugverkehr erfreut sich vor allem bei Touristen einer zunehmenden Beliebtheit. 2013 hat Israel Airway ca. 45 Millionen Kunden transportiert. Das sind etwa doppelt so viele wie noch im Jahr 2004. Die Züge der staatlichen Bahngesellschaft sind sauber und sicher und das Streckennetz sowie der Service werden ständig überarbeitet. Hinzu kommt, dass die Kosten für die Bahnfahrten im Vergleich mit Deutschland sehr moderat sind. Eine Fahrt von der nördlichsten Station Naharija bis zur Station in Be’er Sheva (etwa 220 Kilometer) dauert knapp 2:50 Std. und kostet nur etwa 16 Euro. Im Vergleich dazu ist eine Fahrt mit dem ICE auf einer ähnlichen langen Strecke bedeutend teurer.

Zugtickets kaufen

Tickets können an den entsprechenden Fahrkartenständen oder an den Automaten an den Bahnhöfen gekauft werden. Sitzplätze können im Vorfeld reserviert werden. Am Sabbat und an den übrigen Feiertagen wird der Zugverkehr eingestellt.

Israel Railways bietet eine sehr übersichtliche Internetpräsenz in englischer Sprache (www.rail.co.il/EN), die sich hervorragend eignet, um Rundreisen mit der Bahn bereits vor der Anreise ausführlich zu planen.

Bus fahren

Israel ist ein kleines Land, das sich problemlos mit dem Bus erkunden lässt. Es gibt etliche Unternehmen, die zahlreiche Routen anbieten und eigentlich alle bedeutende Städte miteinander verbinden. Neben dem Nahverkehr werden die Busse ebenfalls für Überlandstrecken verwendet. Der bedeutendste Anbieter für Überlandfahrten ist die Egged Busgesellschaft, die im ganzen Land zahlreiche Routen bedient.

In Tel Aviv und den dazugehörigen Vororten bedient zudem der Anbieter Dan verschiedene Nah- und Fernverkehrsrouten. In Be’er Sheva und Nazareth bieten noch weitere private Unternehmen wie Metrodan oder United Nazareth Buses ihren Service an.

Eine Fahrt mit Egged von Tel Aviv nach Jerusalem dauert etwa 60 Minuten und kostet nur knapp 4 Euro. Fahrkarten können in der Regel am zentralen Busbahnhof der jeweilige Stadt oder direkt beim Fahrer erworben werden. Auf der sehr übersichtlichen Internetseite von Egged ist es möglich seine Reise im Vorfeld zu planen und die entsprechenden Tickets Online zu buchen.

Die Busse der Unternehmen sind für gewöhnlich sicher und recht komfortabel mit ausreichend Beinfreiheit. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens im Land rät die Israelische Tourismusbehörde allerdings zum Reisen mit dem Zug, sofern die Möglichkeit besteht.

Taxi

Natürlich gibt es in jeder Stadt Taxiunternehmen, die ihren Service innerhalb der Innenstädte anbieten. Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche Unternehmen, die für Überlandfahrten zwischen den einzelnen Städten in Anspruch genommen werden können. Besonders vorteilhaft ist die Tatsache, das die Fahrpreise für Intercityfahrten vom Verkehrsministerium festgelegt werden. Vor dem Einsteigen sollten diese allerdings kontrolliert werden. In der Nacht, zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr liegen die Preise rund 25% höher als tagsüber. Die Taxis können entweder mit der Hand herbeigewunken oder aber telefonisch bestellt werden.

In den Städten liegt der Anfahrtspreis bei knapp 2 Euro. Für Gepäckstücke und das Bestellen per Telefon wird in der Regel eine zusätzliche Gebühr erhoben.

Sammeltaxis sind eigentlich kleine Linienbusse, die auf dem Überlandweg häufig die gleichen Routen bedienen wie die großen Fernbusse und an vorgegebenen Stationen halten. Im Gegensatz zu den großen Überlandbussen von Egged oder Dan, sind die Abfahrtzeiten für die Minibusse nicht festgelegt. In der Regel verlässt das Taxi erst dann den Sammelpunkt, wenn sich genug Gäste an Board befinden.

PKW, Mietwagen

Es ist grundsätzlich möglich als Ausländer in Israel mit dem eigenen PKW oder einem Mietwagen zu reisen. Autovermietungen findet man am Flughafen Ben Gurion sowie in den meisten größeren Städten. Um die Verfügbarkeit zu garantieren sollten Urlauber den Wagen bereits im Vorfeld buchen.

Die Straßen im Land sind meist in guter Verfassung und die Verkehrsregeln werden eingehalten, auch wenn es in den Großstädten mitunter ziemlich chaotische zugehen kann. In ganz Israel herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen, so dass von offizieller Seite dazu geraten wird, eher auf die Bahn oder den Bus zurückzugreifen.

Wer sich dennoch für das eigenständige Fahren entscheidet, der muss 21 Jahr oder älter sein und einen internationalen Führerschein sowie eine international anerkannte Kreditkarte besitzen.

Sehr zur Freude der meisten europäischen Besucher herrscht in Israel Rechtsverkehr und die Straßen sind in der Regel deutlich in hebräischer, arabischer und englischer Sprache beschildert.

Reisende, die ihren eigenen PKW einführen, sollten sich im Vorfeld um eine ausreichende Versicherung bemühen.

Flugzeug

Israel ist ein recht überschaubares Land. Inlandsflüge lohnen sich daher nur, sofern man etwa von Haifa oder Tel Aviv ins südlich der Wüste Negev gelegene Eilat reisen möchte. Verschiedene Unternehmen bieten Verbindungen vom Flughafen Ben Gurion, Flughafen Haifa oder vom Flughafen Sde-Dov an. Die Flugpreise sind zwar moderat, liegen aber immer noch deutlich über den Buspreisen. Insgesamt gibt es derzeit sieben Flughäfen in Israel, die für den Personentransport genutzt werden. Die beliebtesten Unternehmen sind Neben EL AL, Israair und Arkia.

Handy, Smartphone, Internet

Wer die erheblichen Roaminggebühren umgehen möchte, sollte sich um eine einheimische Sim-Karte bemühen. Möglichkeiten gibt es ausreichend. In allen größeren Städten gibt es Fachgeschäfte für Mobilfunkzubehör. Darüber hinaus findet man Prepaidkarten auch in anderen Elektrogeschäften und Minimärkten sowie bei der israelischen Post.

Orange Mobile

Orange IsraelPopulärster Mobilfunk-Anbieter im Land ist Orange Mobile. Es gibt verschiedene Arten der „Orange Mobile Bigtalk Card“. Die Auswahl reicht von einer Karte mit einer Gültigkeitsdauer von zwei Tagen zu einem Preis von rund 6 Euro bis hin zu einer Karte mit mit einer Gültigkeitsdauer von 30 Tagen zu einem Preis von knapp 42 Euro. Der Preis ist aber nicht nur abhängig von der Dauer sondern auch von den Konditionen, welche die Karte bietet. Alle Karten bieten unbegrenzte Anrufe und SMS in alle lokalen Netze an. Darüber hinaus bieten alle Karten ein gewisses Datenvolumen zur Nutzung des mobilen Internet.

Neben den sogenannten „Orange Mobile Bigtalk Unlimited Cards“ gibt es noch weitere Prepaidvarianten der Firma Orange Mobile. Von besonderem Interesse sind in der Regel die „O.M.B. Internet Cards“, die etwa zwischen 12 und 32 Euro kosten und ein Datenvolumen von 1GB bis hin zu einem unbegrenzten Volumen für 30 Tage bieten. Das Guthaben der Karte kann übrigens jederzeit wieder aufgeladen werden. Eine genaue Übersicht über alle Angebote finden Internetseite des Unternehmens.

Reisende können unmittelbar nach der Einreise bei der Post am Flughafen Ben Gurion eine Sim-Karte erstehen. Weiterhin bietet die israelische Post auf ihrer Internetseite eine Bigtalk-Sim-Karte zum Kauf an. Der internationale Versand ist aufgrund der geringen Größe der Sim-Karte recht günstig. Urlauber sollten die Karte allerdings mindestens fünf Wochen im Voraus bestellen, da es natürlich immer vorkommen kann, dass sich die Lieferung verzögert. Sobald man in Israel gelandet ist, kann man die Karte im eigenen Handy bzw. Smartphone aktivieren.

Wer für seine Reise ins Gelobte Land auf sein Handy verzichten möchte, hat die Möglichkeit, einen öffentliches Telefon zu nutzen, für dessen Gebrauch allerdings eine Telefonkarte von Nöten ist.

Internet

Mittlerweile bieten zudem beinahe alle Hotels einen kostenlosen Internetzugang. Zudem findet man in allen Städten Internetcafes. In einer Stadt wie Tel Aviv dürften diese jedoch bald rapide an Bedeutung verlieren, hat die Metropole doch seit Ende 2013 insgesamt 80 kostenlose Wifi Hotspots in Betrieb genommen, die es Einheimischen und Urlauber gleichermaßen erlauben, an beliebten Orten wie dem Strand oder an bestimmten Touristenattraktionen gratis im Internet zu surfen.

Post

Wer hingegen im Urlaub Abstand von Technik und der ewigen Erreichbarkeit nehmen möchte, kann seine Urlaubsgrüße auch auf ganz traditionellem Weg mit der israelischen Post übermitteln. Geöffnet haben die Filialen Sonntags bis Donnerstags zwischen 8:00 – 12:30/15:30 – 18:00 und Freitags von 8:00 – 12:00 Uhr. Eine Postkarte nach Europa kostet etwa 60, Cent während man für einen Brief knapp einen Euro zahlen muss.

Essen

Israel Essen, Israelische Küche

Israelisches Essen

Aufgrund der historischen Ursprünge Israels wird die Küche des Landes erheblich durch internationale Einflüsse geprägt. Aus der ganzen Welt haben Juden Gerichte ihre Vorfahren aus Russland, Polen, Frankreich oder auch Marokko und Ungarn mit in das Gelobte Land gebracht, wo alt hergebrachte kulinarische Traditionen auf die Küche des Orients und des Mittelmeers treffen.

In den meisten Hotels im Land wird ein reichhaltiges Frühstücksbuffet geboten. Zur Auswahl stehen in der Regel Obst, Salate sowie Eierspeisen und verschiedene Arten von Fisch, Brot, Joghurt, Käse, Oliven aber auch Kuchen und sonstige Süßspeisen. Serviert wird das Frühstück in den meisten Hotels bis 10:00 Uhr.

Auch in Restaurants und Cafes bekommt man meist ein üppiges Frühstück. Dort wo kein Buffet serviert wird besteht das Frühstück für gewöhnlich aus einem Salat, zwei Eiern,Brot, Käse, Butter und Marmelade sowie Kaffee und einem Kaltgetränk. Im ganzen Land findet man aber auch immer wieder Restaurants, die ein typisches American Breakfast – inklusive, Speck, Rühreiern, Würstchen und Bohnen – anbieten.

Dank der zahlreichen kulinarischen Einflüsse wird in Israel beinahe jeder Geschmack bedient. Dies macht sich auch im Stadtbild bemerkbar. Internationale Fast-Food-Ketten verschiedener Ausrichtung findet man eigentlich in jeder Region des Landes. Nicht zu übersehen sind aber auch die Einflüsse der arabischen Bevölkerung. Humus, Techina, Falafel aber auch Teigtaschen wie Samosa oder Börek sowie verschiedene Reisgerichte findet man in beinahe jedem Imbiss.

In den vergangenen Jahre hat sich ein reger Handel mit Olivenöl etabliert. Darüber hinaus gibt es immer mehr Molkereien im Land, die eine Vielzahl von verschiedenen Käsesorten herstellen. Dazu gehören neben Ziegenkäse zum Beispiel auch Weichkäse französischer Art oder aber Schafskäse.

Vor allem in der Küstenregion wird viel Wert auf frischen Fisch und andere Meeresfrüchte gelegt. Angerichtet wird dieser häufig mit Knoblauch, Zitronensaft und Paprika direkt auf dem Holzkohlegrill.

Das Mittagessen hat in Israel immer auch eine soziale Komponente. Man trifft sich gerne mit Freunden und plaudert bei Vorspeisen und Hauptgericht über die neusten Begebenheiten.

Die Vorspeisen sind dabei äußerst Vielfältig und reichen von Brot über gefüllte Weinblätter bis hin zu eingelegtem Gemüse und gefüllten Oliven. Für viele Israelis besonders wichtig sind Brotsorten, welche ausschließlich aus Weizen, Gerste, Hirse und Roggen hergestellt werden.

Eines der beliebtesten Gerichte für den eiligen Konsumenten ist der Falafel, der seine Ursprünge in der arabischen Küche hat. An beinahe jeder Straßenecke findet man kleine Lokale und Imbissstände, welche die frittierten Bällchen aus Kichererbsenmehl und Gewürzen zusammen mit Salat, Humus oder sogar mit Pommes in einem Pitabrot anbieten. Verfeinert wird das Gericht meist mit einer würzigen Soße und evtl. auch eingelegtem Gemüse.

Ebenfalls sehr beliebt ist Schawarma, ebenfalls ein Gericht mit arabischen Wurzeln, das dem in Deutschland so populären Döner gleicht. Ursprünglich wurde Hammel oder Lammfleisch für Schawarma verwendet, mittlerweile findet man aber häufig auch Rind- oder Hühnerfleisch in den Teigfladen. Kombiniert werden das gegrillte, marinierte Fleisch mit Salat und Soße in einen dünnen Laffa-Fladenbrot oder einer Pita.

Als Spezialität gilt zudem Hummus. Dieses Gericht wird aus pürierten Kichererbsen, Sesammus, Olivenöl, Zitronensaft sowie Salz und Gewürzen hergestellt und meistens mit irgendeiner Art der Beilage serviert. Pitabrot wird häufig verwendet, um später den Teller zu säubern. Ebenso wie Falafel oder Schawarma findet man Hummus eigentlich an jeder Ecke. Darüber hinaus ist es möglich bereits zubereitetes Hummus im Supermarkt zu kaufen, jedoch in deutlich schwächerer Qualität als im Restaurant.

Aufgrund ihres Glaubens achten viele Juden darauf sich koscher zu ernähren. Das bedeutet zum Beispiel, dass nur das Fleisch von Tieren gegessen werden darf, die gespaltene Hufe haben und Wiederkäuer sind. Der Genuss von Schweinefleisch ist somit untersagt. Viele Hotels und Restaurants haben auch koschere Gerichte auf ihren Speisekarten stehen, wobei es in Jerusalem eine wesentlich größere Auswahl gibt als etwa in Tel Aviv. Für gewöhnlich hängt in Restaurants, die koscheres Essen servieren, ein spezielles Zertifikat aus.
Im Gegensatz zu manch anderen Staates Vorderasiens haben es Vegetarier in Israel relativ leicht. Hummus, Falafel sowie verschiedene vegetrische Teigwaren oder Salate findet man eigentlich in jedem Restaurant und Imbiss.

Getrunken wird in Israel zu den Mahlzeiten gerne Kaffee. Löslicher Kaffee mit Milch oder starker türkischer Kaffee mit Zucker werden bevorzugt zum Frühstück serviert. Mittlerweile findet man auch in den meisten Städten die Ableger der großen internationalen Ketten, die jede Art von Kaffeevariationen anbieten. Neben Kaffee zählt Tee zu beliebtesten Heißgetränken im Land.

Zu den Hauptmahlzeiten werden üblicherweise auch Softdrinks oder Fruchtsäfte serviert. Insbesondere frisch gepresste Säfte sind in Israel weit verbreitet und an viele Ecken findet man Läden, die sich auf deren Herstellung spezialisiert haben.

Wer in den Abendstunden zu seinen Meeresfrüchten gerne ein Glas Wein genießen möchte, der profitiert von der wachsenden Weinindustrie im Land. Immer häufiger findet man in der Straßen der großen Städte Fachgeschäfte für Wein und auch in vielen Restaurants wird mittlerweile eine passable Auswahl an guten Tropfen angeboten.

Verhaltensregeln

Aufgrund seiner kulturelle Diversität haben Besucher gleich mehrere Sets von Verhaltensregeln zu beachten. Unter der arabischen Bevölkerung gelten andere Umgangsformen als unter der jüdischen Bevölkerung. Und auch die jüdische Bevölkerung unterscheidet sich in ihrem Verhalten abhängig vom ihrem religiösen Stand. So gilt unter ultraorthodoxen Juden ein strengerer Kodex als unter liberalen Juden. Darüber hinaus hat aber auch die ursprüngliche Herkunft eines jeden Israelis einen erheblichen Einfluss auf die sozialen Umgangsformen. So gelten unter gelten unter Juden mit beispielsweise russischen Migrationshintergrund andere Regeln als unter Juden, die etwas aus Argentinien immigriert sind.

Trotz der zahlreichen kulturellen Unterschieden lassen sich aber dennoch einige bestimmte Verhaltensregeln zusammenfassen, die von Touristen berücksichtigt werden sollten. Grundsätzlich ist natürlich ein respektvolles Verhalten gegenüber seinen Gastgebern immer angebracht. Öffentlich Dispute und Wutausbrüche sollte man meiden.

Kleidung, Dresscode

Wer in Jerusalem Stadtteile besucht, die von streng orthodoxen Juden bewohnt werden, gilt es sich entsprechende zu kleiden und zu verhalten. Neben einem schwarzen Anzug und einem weißen Hemd, ist ebenfalls eine Kopfbedeckung angebracht. Frauen sollten Kleidung tragen, welche die Knie und Ellenbogen bedeckt und nicht zu auffällig ist. Wer das nicht auf sich nehmen möchte, der sollte zumindest, sowohl in jüdisch-orthodoxen Vierteln, wie auch in den islamisch-arabischen Stadtteilen, auf kurze Hosen verzichten. Für Frauen gilt weiterhin, das die Knie und Ellenbogen bedeckt sein sollten. Beim Besuch von Heiligtümern und insbesondere der Klagemauer sind Kopfbedeckungen Pflicht. Ein entsprechender Kleidungskodex gilt auch für den Besuch von Moscheen. Frauen werden hier häufig Kopftücher zur Verfügung gestellt.

In den Küstenstädten kann man sich durchaus legerer kleiden. Vor allem Tel Aviv ist in dieser Hinsicht recht liberal. Nackt- oder Obenohnebaden ist aber auch hier verpönt.

Gespräche führen

Weitere Möglichkeiten für Fettnäpfchen bietet eigentlich jede längere Konversation. Selbst von einem oberflächlichen Gespräch kann man schnell auf heikle politische oder soziale Themen zu sprechen kommen. Um seinen Gegenüber nicht zu brüskieren, sollte man sich bei Diskussionen zurückhalten. Besonders in politischer Hinsicht reagieren manche Israelis recht emotional. In jedem Fall sollte man es meiden, die Religion seines Gegenüber zu hinterfragen oder gar zu kritisieren.

Synagogen

Beim Besuch einer Synagoge, sollte man sich zudem, sofern man nicht mit dem jüdischen Glauben vertraut ist, nicht in die Zeremonie mit einbinden lassen, da die Missachtung der stringenten Bräuche zu sehr unangenehmen Situationen führen kann. Unabhängig von der Art des Gotteshauses (Synagoge, Moschee oder Kirche), sollte man sich grundsätzlich leise und andächtig verhalten, dazu zählt auch, dass Handys und Smartphones auf lautlos gestellt werden. Das Tragen religiöser Symbole in Einrichtungen anderer Konfessionen gilt es zu vermeiden.

Frauen sehen sich im ganzen Land teils sehr machohaftem Verhalten ausgesetzt. Das kann sowohl von jüdischer wie auch von arabischer Seite der Fall sein. Wer sich aufreizend anzieht wird entsprechend die Blicke auf sich ziehen. In einigen religiösen Stadtteilen kann ein knappes Outfit aber auch sehr wohl zu Missgunst führen und Streit und Beleidigungen provozieren. In vielen Regionen des Landes ist die Gleichberechtigung weniger weit vorangeschritten als etwa in Deutschland.

Pärchen sollten sich mit Zuneigungsbekundungen in der Öffentlichkeit zurückhalten. Dies gilt insbesondere für homosexuelle Paare. Eine Ausnahme bietet Tel Aviv. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich hier eine lebendige Schwulenszene etabliert.

Tischsitten

Gegessen wird im Land mit Messer und Gabel. Männer und Frauen sitzen manchmal getrennt, was allerdings weniger mit Geschlechtertrennung zu tun hat, als viel mehr mit ähnlichen Interessen über die beim gemeinsamen Essen gesprochen wird. In Restaurants und Cafes ist es üblich ein Trinkgeld zu geben. Die Höhe des Obolus richtet sich nach dem Preis und sollte zwischen 5% und 10% liegen.

Begrüßung

In Israel begrüßt man sich für gewöhnlich mit Handschlag. Etwas anders verhält es sich bei Orthodoxen-Juden. Männer und Frauen geben sich in der Regel nicht die Hand, solange sie nicht verheiratet oder mit einander verwandt sind. Dies geschieht unter anderem zum Schutz der Ehe, da die Familie einen erheblichen Stellenwert hat.

Sprache und Verständigung

Die Amtssprachen im Land sind Hebräisch und Arabisch aber auch die englische Sprache hat in Israel schon immer eine Rolle gespielt, auch wenn sie nicht zu den offiziellen Amtssprachen gehört.

Heute wird Hebräisch von einem Großteil der jüdischen Bevölkerung gesprochen, während die arabische Bevölkerung bei ihrer eigenen Muttersprache geblieben ist. An hebräischen Schulen wird neben Englisch auch Arabisch als zweite Fremdsprache angeboten.

Englisch

Als Tourist kann man sich mit dem englischen Grundwortschatz in der Regel überall gut verständlich machen. Insbesondere in den Großstädten, allem voran Tel Aviv, sprechen insbesondere die jüngeren Menschen häufig fließend Englisch. Etwas schwieriger wird es in den arabischen Viertel und in Stadtteilen, die von orthodoxen-Juden bewohnt werden. Der Gebrauch der englischen Sprache gehört hier nicht unbedingt zum Alltag. Gleiches gilt übrigens auch für manch ländliche Region. Größtenteils kann man sich aber immer verständlich machen, wenn es sein muss eben auch mit Hand und Fuß.
Sehr von Vorteil für Reisende ist die Tatsache, dass Verkehrsschilder etc. meist auf Hebräisch und Englisch beschriftet sind. Problemtisch hingegen ist das Ausfüllen amtlicher Unterlagen, da diese für gewöhnlich ausschließlich in hebräischer Schrift zur Verfügung stehen.

Da Israel ein Einwanderungsland ist, hört man auf den Straßen der Städte aber auch immer wieder andere Sprachen wie Französisch, Russisch oder auch Deutsch. Abhängig ist dies häufig vom Stadtteil, in welchem man sich gerade befindet. Unter Umständen können Begegnungen dieser Art sehr hilfreich sein, um eventuelle Sprachbarrieren zu überwinden. Abschließend lässt sich jedoch festhalten, dass Reisende, welche die englische Sprache beherrschen in Israel keine (oder kaum) Probleme mit der Verständigung haben werden.

Nachtleben, Nightlife, Party

Reisenden, denen nach einem Tag voller Geschichte und Kultur der Sinn nach Entspannung und Unterhaltung steht, haben in jeder größeren Stadt des Landes die Möglichkeit, sich in das aufregende Nightlife Israels zu stürzen. Sei es Haifa am Mittelmeer, das südlich gelegene Eilat am Roten Meer oder die zentrale Hauptstadt Jerusalem. Die meisten Städte im Land haben ihren ganz eigenen Charme, wenn es um die abendlichen Aktivitäten gibt.

Tel Aviv Nightlife

Tel Aviv Israel Nachtleben Nightlife Party

Tel Aviv Nachtleben

Besonders Tel Aviv hat sich in den vergangenen Jahren zu einer absoluten Partyhochburg entwickelt und wird von Nachtschwärmen aus aller Welt oft in einem Zug genannt mit Städten wie Berlin oder London. Beliebt ist das ausschweifende Nachtleben in der Metropole vor allem aufgrund seiner expandierenden Elektroszene, die auch ein weitläufiges internationales Publikum anzieht. Neben wummernden Beats und eingängigen Melodien kommen aber auch Freunde andere Genres voll auf ihre Kosten. Für beinahe jeden Geschmack findet man in Tel Aviv auch die richtige Location. Von Electro bis Rock und von Pop bis Metal ist hier eigentlich alles vertreten, was auch nur eine kleine Fangemeinde hat.

Viele Clubs und Diskotheken findet man im hippem Viertel Florentin, aber auch an der Strandpromenade und am Hafen gibt es so manche Location zu entdecken. Für gewöhnlich beginnt man den Abend aber bei Freunden oder eben in einer der zahlreichen Bars oder Restaurants der Stadt. Eine besonders hohe Dichte an empfehlenswerten Kneipen findet man in der Ahad ha’am Straße nahe dem Zentrum der Tel Avivs. Wer nach einer durchtanzten Nacht noch die nötige Energie hat, der begibt sich zum Sonnenaufgang an den Strand der Stadt. Hier treffen sich noch einmal viele Nachtschwärmer, um gemeinsam mit ihren Freunden oder Eroberungen den neuen Tag willkommen zu heißen.

Tel Aviv ist eine sehr offene und tolerante Stadt. Während im Rest des Landes Homosexuelle noch immer einen schwierigen Stand haben, hat sich in Tel Aviv seit Jahren eine breite Szene entwickelt. 2011 wurde die Metropole u.a. als eine der „schwulenfreundlichsten Städte der Welt“ bezeichnet.

Trotz der schwierigen Beziehung zu Deutschland, sind junge Israelis in der Regel recht aufgeschlossen. Besonders Berlin gilt derzeit auch beim jungen israelischen Publikum als extrem angesagt und bietet immer Gesprächsstoff, auch ohne dabei auf die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte zu sprechen zu kommen.

Jerusalem Nightlife

In der Hauptstadt des Landes geht es nicht ganz so wild zu wie in Tel Aviv. Dennoch hat auch Jerusalem Nachtschwärmern einiges zu bieten. In der ganzen Stadt findet man Cafes, Bars und Restaurants. Rund um die Shlomzion Hamalka Street pulsiert das Nachtleben. Neben den gängigen Kneipen findet man hier verschiedene Lokale, in denen regelmäßig Live-Musik geboten wird. Viele Clubs der Stadt findet man im Stadtteil Talpoit, während es im Osten Jerusalems in den Abendstunden eher ruhig zugeht.

Halifa und Eilat

Aufregende Abendunterhaltung gibt es aber auch in Haifa oder Eilat. In beiden Städten findet man ebenso wie in Tel Aviv und Jerusalem zahlreiche Kneipen. Während die Clubszene in Tel Aviv ungeschlagen bleibt, gibt es aber auch in den kleineren Städten verschiedene Diskotheken, die sich auch bei internationalen Touristen einer gewissen Beliebtheit erfreuen.

Wer in Israel Alkohol trinken möchte, der muss mindestens 18 Jahre alt sein. Kneipen öffnen Vielerorts gegen 20.00 oder 21.00 Uhr, füllen sich aber in der Regel nicht vor 22.00 Uhr. Meistens findet man hier zahlreiche nationale und internationale Biersorten sowie härtere Spirituosen und mittlerweile auch des Öfteren den einen oder anderen einheimischen Wein.

Reise- und Sicherheitshinweise

Eine Reise nach Israel kann bestimmte Risiken mit sich bringen. Das Auswärtige Amt hat aus diesem Grund einige Informationen veröffentlicht, die Urlauber vor ihrem Reiseantritt berücksichtigen sollten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

In verschiedenen Regionen des Landes kommt es immer wieder zu politisch motivierten Auseinandersetzungen. Gewarnt wird insbesondere vor Reisen in den Gazastreifen. Aber auch die Grenzbereiche zu den anderen Nachbarstaaten sowie das Westjordanland und Teile Jerusalems können von gewalttätigen Konflikten betroffen sein.

Grundsätzlich ist Israel ein potentielles Ziel terroristischer Attacken. Obwohl Anschläge im Landesinneren rückläufig sind, sollte man bei größeren Menschenansammlungen oder Demonstrationen politischer Natur immer Vorsicht walten lassen. In Ausnahmesituationen sollte immer den Anweisungen des Sicherheitspersonals Folge geleistet werden.

Besonders kritisch ist die Situation im und an der Grenze zum Gazastreifen. Im November 2012 und auch 2014 kam es hier zu Raketenangriffen auf israelisches Territorium. Die Raketen haben eine erhöhte Reichweite, so dass nicht nur die unmittelbare Grenzregion betroffen war, sondern auch in Jerusalem und Tel Aviv mehrfach Luftalarm ausgelöst wurde. Im Gegenzug wurden von israelischer Seite Militäroperationen im Gazastreifen durchgeführt. Ende 2013 wurden darüber hinaus im Gazastreifen Mitarbeiter der israelischen Sicherheitsbehörden getötet. Als Gegenreaktion erfolgten Luftangriffe. Obwohl sich die Lage derzeit ein wenig beruhigt hat, kann sich die Situation schnell ändern und neue Aggressionen hervorrufen. Seit 2007 ist der Personenverkehr von und nach Israel durch den Gazastreifen größtenteils abgeriegelt und die Grenze kann nur mit einer israelischen Sondergenehmigung überschritten werden.

Die Versorgungsanlage im Gazastreifen ist ungenügend. Der Strom fließt nur wenige Stunden am Tag. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in den Gazastreifen sowie in das anliegende Grenzgebiet. Darüber hinaus wird deutlich darauf hingewiesen, dass die zuständige deutsche Auslandsvertretung im Gazastreifen keine konsularische Hilfe leisten kann.

Nicht ganz unproblematisch ist auch die Lage im Westjordanland. Auf dem Weg nach Jerusalem aber auch im Westjordanland selber gibt es zahlreiche Checkpoints und zahlreiche gesperrte Straßen. Bestimmte Gebiete sollten nur mit einem ortskundigen Führer aufgesucht werden. Dies gilt insbesondere für die Umgebung der Stadt Hebron sowie für Fahrten auf der Straße 60 von Ramallah nach Jenin. Nachtfahrten über Land sollten grundsätzlich gemieden werden.

Die Städte Bethlehem und Jericho sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 ins Jordantal sind auch ohne ortskundige Begleitung vertretbar. Im ganzen Westjordanland kommt es immer wieder zu Anschlägen auf israelische Sicherheitskräfte und Siedler sowie zu Übergriffen von israelischen Siedlern auf Palästinenser. Die Sicherheitslage in der ganzen Region ist instabil. Vor Reisen in das Westjordanland sollte die aktuelle Berichterstattung berücksichtigt werden.

Die Grenzübergänge zwischen dem Westjordanland und Israel sind geöffnet, können allerdings ohne Vorankündigung geschlossen werden
Touristen, die Jerusalem besuchen, sollten, wenn möglich, große Menschenansammlungen oder Demonstrationen meiden. Zu erhöhter Aufmerksamkeit wird auch in der Altstadt und den angrenzenden palästinensischen Stadtvierteln geraten. Eine Gefahr in Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften zu geraten, besteht zudem rund um den Tempelberg. Ein Besuch an jüdischen oder islamischen Feiertagen sowie am Freitag sollte vermieden werden.

Weiterhin rät das Auswärtige Amt die Grenzgebiete zu Syrien und zum Libanon sowie Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu meiden.
Grundsätzlich sollten sich Urlauber vor Reisen in die verschiedenen Regionen Israels immer erst mit der aktuellen Sicherheitslage vertraut machen.

Kriminalität

Die eigentliche Kriminalität im Land ist recht gering. Lediglich Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl wird vereinzelt gemeldet. Überfälle, Raub oder Mord sind hingegen selten. Problematische können allerdings Terrorakte in den kritischen Regionen sein.

Naturkatastrophen

In der Wüste Negev kann es insbesondere in den Wintermonaten zu plötzlichen Regenfällen kommen, die zu Überschwemmungen der Straßen führen. Leere Flussläufe, sogenannte Wadis, können nach solchen Regenfällen schlagartig ansteigen. Der Aufenthalt in diesen Flussläufen kann daher mitunter sehr gefährlich sein.

In ganz Israel können Erdbeben vorkommen. In einem solchen Fall sollten Sie Schutz unter einem stabilen Möbelstück suchen, bis das Beben vorbei ist. Falls Sie sich im Freien aufhalten, meiden Sie die Nähe zu hohen Gebäuden und Stromleitungen. Im Idealfall suchen eine weitläufige, freie Fläche auf.
Sollte Sie in eine Naturkatastrophe verwickelt sein, melden Sie sich so schnell wie möglich bei Ihren Angehörigen. Sind die Verbindungen unterbrochen, so setzen Sie sich bitte mit Ihrer Botschaft in Israel in Verbindung.

Besondere Zollvorschriften

Die Ein- und Ausfuhr von Geldmitteln mit einem Wert von 80.000 Schekel (oder mehr) muss bei der Einreise deklariert werden. Das hierfür benötigte Zollformular Nr. 84 kann telefonisch unter +972-2-658 7777 angefordert werden.

Die Einfuhr von Gebrauchsgegenständen und Geschenken mit einem Wert bis zu 200 USD ist erlaubt. Folgende Gegenstände müssen nicht verzollt werden:

  • Persönliche Kleidung, Schuhe und Kosmetika in üblichen Mengen.
  • Gegenstände wie Kameras, Ferngläser, Musikinstrumente, Camping- oder Sportgeräte sowie Fahrräder und persönlicher Schmuck.
  • Lebensmittel mit einem Gewicht bis zu drei Kilogramm, wobei jede Art von Lebensmittel nicht mehr als ein Kilogramm wiegen darf.

Ausgenommen von dieser Regelung sind alkoholische Getränke, alkoholische Parfums, Tabak und Fernseher.
Alkohol darf nur von Personen ab 18 Jahren eingeführt werden. Die Mengen sind dabei auf einen Liter Schnaps oder zwei Liter Wein beschränkt. Tabak darf ebenfalls nur von Personen ab 18 Jahren eingeführt werden, mit einem maximalen Gewicht von 250 Gramm.
Pflanzen, Feuerwaffen, rohes Fleisch, Rohmaterialen, Messer und Taschenmesser etc. dürfen nicht ohne eine zuvor eingeholte Genehmigung ins Land eingeführt werden.

Am Flughafen Ben Gurion und am Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen gibt es ein zweispuriges Zollsystem. Urlauber, welche Waren einführen, die verzollt werden müssen, benutzen die rote Spur. Dabei wird im Zweifelsfall empfohlen, die rote Spur zu nutzen, da Fehldeklarierungen u.a. mit erheblichen Geldstrafen geahndet werden können. Urlauber, die hingegen nichts zu verzollen haben nutzen die grüne Spur.

Unter bestimmten Umständen ist es möglich, den eigenen Hund oder die eigene Katze nach Israel einzuführen. In diesem Fall müssen allerdings zahlreiche Voraussetzungen berücksichtigt werden. Genauere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Landwirtschaftsministeriums.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Der Besitz und der Handel mit Drogen wird in Israel hart bestraft. Schon beim Besitz geringen Mengen weicher Substanzen, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen, kann eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren die Folge sein.
In den palästinensischen Gebieten sind homosexuelle Handlungen zwischen Männern strafbar. In weiten Teilen des Landes ist Homosexualität, auch auf jüdischer Seite, noch immer ein Tabu. Eine Ausnahme bildet hier Tel Aviv, wo seit Jahren eine lebendige Schwulen- und Lesbenszene heranwächst.

Gesundheit

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institus.
Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza, Pneumokokken und Polio. Impfungen gegen Tollwut sowie Hepatitis A/ B können vor einer Reise nach Israel ebenfalls sinnvoll sein.

Während Malaria in Israel kein Problem darstellt, haben die Behörden des Landes 2012 das erste Mal Bedenken geäußert, es könne im Land zu einer Verbreitung von Dengueviren kommen. Betroffen sind insbesondere die Regionen um Haifa, Tel Aviv und Jerusalem.

In ganz Israel besteht die Gefahr, durch streunende Tiere, insbesondere Katzen und Hunden, mit Tollwut infiziert zu werden. Halten Sie sich von genannten Tieren fern und überlegen Sie im Vorfeld, ob eine Tollwut-Impfung für Sie in Frage kommt.

Im ganzen Land kann es aufgrund von verunreinigten Trinkwasser oder Gewässern zu Durchfallerkrankungen kommen, die sich jedoch durch das befolgen einiger Grundregeln drastische minimieren lassen.

Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit die in Israel landesweit durch Mücken übertragen werden kann. Eine geeignete Vorsorge ist insbesondere der Schutz vor Mückenstichen. Es gelten also die gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie beim Schutz vor Denguefieber. Das Risiko einer Übertragung wird allerdings als recht gering eingestuft.

Medizinische Versorgung

Der Standard der medizinischen Versorgung in Israel ist hoch und entspricht in etwa den deutschen Verhältnissen. Die Qualität der medizinischen Mittel sowie die Ausbildung der Ärzte und das Niveau der Forschungsarbeit im Land bestätigen diese Einschätzung. Viele Ärzte verfügen über umfangreiche Fremdsprachenkenntnisse und in diversen Krankenhäusern trifft man auch auf deutschsprachiges Personal.
Genauere Angabe zu deutschsprachigen Ärzten erhalten Sie bei der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Tel Aviv.
Immer empfehlenswert ist eine Auslandskrankenversicherung sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung. Auch eine Reiseapotheke, die den Umständen entsprechende gelagert werden sollte, gehört in jeden Reisekoffer.

Deutsche Vertretungen in Israel

Bei außerordentlichen Problemen können sich deutsche Staatsangehörige an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Tel Aviv oder an den Honorarkonsul in Haifa oder Eilat wenden.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Tel Aviv
Daniel Frisch Str. 3, 19. Stock
6473104 Tel Aviv

Tel.: +972 (0)3 6931 313
Fax: +972 (0)3 6969 217
E-Mail: info@tel-aviv.diplo.de
Internet: www.tel-aviv.diplo.de

Honorargeneralkonsul Michael Pappe, Haifa
Hanassi Ave. 98
Haifa 34455

Tel.: +972 (0)4 838 1408
Fax: +972 (0)4 837 1353
E-Mail: haifa@hk-diplo.de

Honorarkonsulin Barbara Pfeffer, Eilat
Nevi’ot 5 Eilat
88000 Eilat

Tel.: +972 (0)8 637 4536
Fax: +972 (0)8 634 2761
E-Mail: eilat@hk-diplo.de