Indonesien Reiseführer, Reisetipps, Tourismus


HauptstadtJakarta
SprachenIndonesisch (Amtssprache),
Staatsform Präsidial Republik
Fläche1.904.569km²
Einwohner238 Millionen (~125 Einwohner pro km²)
WährungIndonesische Rupiah (IDR)
Telefon-Vorwahl +62
ZeitzoneUTC+7, UTC+8 und UTC+9
NationalflaggeIndonesien Flagge

Indonesien Flagge

Dank seiner geographischen und kulturellen Diversität kann der größte Inselstaat der Welt seinen Besuchern und Urlaubern beinahe jeden Wunsch erfüllen. Von touristischen Hotspots auf Bali über die unberührte Natur auf Sumatra oder Borneo hin zu geschäftigem Großstadtflair in Jakarta oder den beliebten Aktivitäten wie Tauchen und Schnorcheln auf einer der Kleinen Sudaninseln hat der Staat in Südostasien für jeden etwas zu bieten.

Aus mehreren tausend Inseln bestehend hält das Land für seine Besucher eine maritime Vielfalt bereit, wie man sie sonst kaum in Asien findet. Geprägt durch die Kolonialzeit und die verschiedenen Ethnien hat sich Indonesien zu einem Land mit vielen Gesichtern entwickelt. Dieser Vielfalt ist es zu verdanken, dass Urlauber in dieser Inselwelt unvergessliche Erfahrungen sammeln können.
Zwar ist Bali seit den fortlaufenden Bombenanschläge zu Beginn der 2000er Jahre nicht mehr die unbekümmerte Touristeninseln wie einst, Urlauber, die sich mit dem Land auseinandersetzen, werden jedoch schnell feststellen, dass Indonesien zahlreiche Alternativen zu bieten hat.

Indonesien Landschaft

Wunderschöne Landschaft in Indonesien.

Mit einer Fläche von 1,92 Millionen Quadratkilometern ist Indonesien nicht nur der größte Inselstaat der Welt, sondern mit etwa 250 Millionen Einwohnern auch das viert-bevölkerungsreichste Land der Welt. Die höchste Bevölkerungsdichte findet sich auf Java, wo ebenfalls die Hauptstadt Jakarta mit etwa 12 Millionen Einwohnern liegt. Unter den 30 verschiedenen Ethnien ist der Islam mit etwa 88% die führende Religion. Daneben finden sich aber auch Anhänger des Christentums, des Hinduismus und des Buddhismus.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Indonesien Städte

Indonesien Städte: Die wichtigsten Großstädte des Inselstaates.

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen und Sehenswürdigkeiten in Indonesien:

Geographisch besteht Indonesien aus über 17000 Inseln, von denen 6044 bewohnt sind. Neben den fünf Hauptinseln Java, Sumatra, Borneo, Sulawesi und Neuguinea spielt vor allem Bali in der Touristikbranche eine entscheidende Rolle.

Java

Java ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes und beherbergt die Hauptstadt Jakarta.

Bandung

Die Stadt der Blumen ist bereits eine Sehenswürdigkeit für sich selbst. Wunderschöne Bauwerke, Parks und Museen sowie das idyllische Flair der Stadt machen einen Besuch jederzeit lohnenswert.

Bogor

Bogor: Botanischer Garten Kebun Raya

Bogor: Botanischer Garten Kebun Raya

Neben dem milden Klima und der entspannten Atmosphäre ist Bogor vor allem für seinen botanischen Garten, Kebun Raya, bekannt, der 60km südlich von Jakarta gelegen ist und über 15.000 Pflanzen und Baumaten beherbergt.

Cilacap

Die Hafenstadt an der südlichen Küste Javas kann mit einer starken Geschichte aufwarten und ist vor allem für das von den Niederländern erbaute Fort Benteng Pendem bekannt.

Cirebon

Cirebon ist eine Hafenstadt an der Nordküste Javas, welche Besuchern zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten zu bieten hat. Sie wird auch Garnelenstadt genannt.

Jakarta

Jakarta, Indonesien

Jakarta, die Haptstadt von Indonesien bei Nacht

Die Hauptstadt Indonesiens ist mit knapp zehn Millionen Einwohnern zugleich auch die größte Stadt im Land. Sie ist das wirtschaftliche Zentrum der Republik, mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, zahlreichen Sehenswürdigkeiten und einem aufregenden Nachtleben. Zudem lassen sich von Jakarta aus zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Region besuchen.

Pangandaran

Pangandaran ist ein idyllischer Badeort an der Südküste Javas, welcher sich bei Einheimischen und Besuchern in den letzten Jahren einer zunehmenden Beliebtheit erfreut.

Pelabuhan Ratu

Ein kleiner Fischerort mit Strand und Steilküste, der noch die Ursprünglichkeit des Landes widerspiegelt und ein angenehmes Klima zum Entspannen bietet.

Semarang

Eine idyllische Hafenstadt an der Nordküste Javas bietet Besuchern zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten.

Surabaya

Surabaya, Suramadu Bridge

Surabaya und Bangkalan werden durch die Suramadu Bridge (Brücke) verbunden.

Die zweitgrößte Stadt Indonesiens punktet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und ist ein guter Ausgangspunkt um den Baluran Nationalpark oder den Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark zu besuchen.

Yogyakarta

Yogyakarta ist in erster Linie bekannt für ihre alten Tempelanlagen und Bauwerke. Vor allem der Palast des Sultans lockt jährlich viele Touristen in die Stadt an der Südküste. Zugleich ist sie aber auch ein idealer Ausgangspunkt um die beeindruckende buddhistische Tempelanlage Borobudur zu besuchen, welche seit 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Sumatra

Sumatra ist ein beliebtes Touristengebiet für Reisende, die sich für Naturwunder begeistern können.

Medan

Die Stadt in Küstennähe ist neben ihren alten Kolonialbauten vor allem für den knapp 70 km entfernten Gunung Leuser Nationalpark und das dort befindliche Orang Utan Rehabilitation Center bekannt.

Palembang

Palembang

Palembang: Die Ampera Bridge by night.

Die zweitgrößte Stadt Sumatras hat Touristen, abseits von verschiedenen Shoppingmöglichkeiten, nicht viel zu bieten. Besonders beliebt ist daher Kamero Island, eine kleine Insel mitten auf dem Fluss, die sich nur per Fähre erreichen lässt und Besucher durch ein einzelne, riesige Pagode beeindruckt.

Pekanbaru

Pekanbaru ist ein wichtiger Einreiseort für Reisende, die aus Singapur eintreffen. Neben verschiedenen Märkten gibt es einige Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt.

Borneo

Borneo hat eine Grenze zum benachbarten Malaysia und ist im Gegensatz zu Java noch recht rückständig und naturbelassen.

Banjarmasin

Banjarmasin

Banjarmasin

Die Hauptstadt der Provinz Südkalimantan ist touristisch eher uninteressant, bietet sich aber als guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region an. Ein Highlight ist Lok Baintan, der „Floating Market“.

Gunung Palnug Nationalpark

Der Nationalpark in Westkalimantan kann nur mit einer Genehmigung betreten werden und erfreut sich durch den Ökotourismus einer zunehmender Beliebtheit bei Urlaubern und Besuchern.

Palankaraya

Palankaraya ist die Hauptstadt der Provinz Kalimantan Tengah. Abseits des Flughafens und einiger Einkaufsmöglichkeiten hat die Stadt Reisenden, zumindest in touristischer Hinsicht, nicht viel zu bieten.

Pontianak

Die Haupstadt der Provinz Kalimantan Barat ist mit etwa 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Land und ist ein idealer Ausgangspunkt für touristische Unternehmungen in den umliegenden Regionen.

Tanjung Puting Nationalpark

Ein Nationalpark direkt an der Südküste Borneos, der bereits 1977 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Besonders dem Schutz der Orang Utans wird in Tanjung Puting ein enormer Stellenwert beigemessen.

Sulawesi

Sulawesi ist touristisch wenig erschlossen und spiegelt eher die Ursprünglichkeit der Region wider.

Bunaken Island

Bunaken Island

Bunaken Island

Eine Kleine Insel, etwa drei Kilometer vor der Küste Sulawesis, die Urlauber und Touristen neben den Stränden in erster Linie mit Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln lockt.

Kendari

Die am Meer gelegene Provinzhauptstadt ist in vielerlei Hinsicht eher unauffällig. Ein Aufenthalt kann jedoch für weitere Aktivitäten im Umland durchaus sinnvoll sein.

Makassar

Die Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi liegt direkt an der Küste und hat neben ihrer reichen Geschichte auch verschiedene Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Manado

Die von Bergland umgebene Provinzhauptstadt ist bei Touristen durchaus beliebt und kann mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten aufwarten.

Rantepao

Rantepao

Rantepao

Diese idyllische Kleinstadt hat sich nicht nur einen Teil ihres ursprünglichen Charmes erhalten, sondern ist auch ein idealer Ausgangspunkt für touristische Unternehmungen in der Region.

Neuguinea

Neuguinea, auf dieser touristisch noch recht unerschlossenen Insel trennt eine Grenze Indonesien und den Inselstaat Papua Neuguinea.

Paupau Provinz

Die Provinz ist vor allem bei Tauchern sehr beliebt, bietet sie doch neben der ohnehin schönen Natur auch noch eine der artenreichsten Meeresregion der Welt.

Bali

Bali ist zwar keine der Hauptinseln, aber dennoch das beliebteste Reiseziel in Indonesien.

Denpasar

Die Hauptstadt Balis kann mit zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten punkten und ist immer einen Besuch wert.

Ubud

Ubud, Bali

Ubud auf Bali: Reisterassen

Das kulturelle Zentrum Balis ist vor allem bei Urlaubern beliebt, die hin und wieder Erholung von den überfüllten und lauten Stränden brauchen.

Sanur

Ein touristisch äußerst beliebter Badeort in der Nähe von Denpassar.

Tirtagangga

Tirtagangga ist ein etwa 1,2 Hektar großer Wasserpalast. Wasserbecken, Springbrunnen, Teiche und einige Wohnanlagen sowie ein Schwimmbad bedecken das gesamte Areal. Nach der Zerstörung der Anlage in den 1960er Jahren durch einen Vulkanausbruch, wurde sie in der Folgezeit restauriert und steht nun Besuchern zur Besichtigung offen.

Kuta/ Legian/ Seminyak

Bei allen drei Destinationen handelt es sich um touristische Badeorte, die nebeneinander an der Westküste Balis liegen, und durch die Jalan Legian (vor allem bekannt für Shopping, Restaurants und Nachtleben) miteinander verbunden sind. Das Trio zählt zu den beliebtesten Touristenspots überhaupt und lockt jährlich tausende von Besuchern nach Bali.

Lovina

Lovina Beach, Bali

Lovina Beach, Bali

Ein idyllischer Badeort im Norden der Insel, der im Gegensatz zu Kuta oder Seminyak Reisenden ein wenig mehr Ruhe verspricht.

Timor

Kupang

Der beliebteste Spot auf Timor lädt an seinen wunderschönen Stränden zum Tauchen und Schnorcheln ein.

Lombok

Lombok ist ein Teil der Kleinen Sudaninseln. Die Insel verfügt über einen internationalen Flughafen und gilt bei manchem Besucher als ruhige und entspannte Alternative zu Bali.

Komodo

Komodowaran

Komodowaran

Komodo ist ebenfalls eine der Kleinen Sudaninseln. Die Beschaffenheit der Inseln lädt zum Wandern, Schnorcheln und Tauchen ein. Beliebt sind zudem die Erkundungsfahrten mit einer der verschiedenen Fähren entlang der zahlreichen kleinen Inseln der Region. Der Komodowaran hat hier sein zuhause.

Molukken

Die „Gewürzinseln“ verfügen über zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitätsmöglichkeiten. Vom Massentourismus noch weitgehend unerschlossen, erfreuen sich die Molukken in den vergangenen Jahren einer zunehmenden Beliebtheit bei Individualreisenden.

Geschichte

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts setzten sich, nach knapp 100 jähriger portugiesischer Vorherrschaft im indonesischen Raum, die Niederländer als Kolonialherren durch. Im Laufe der kommenden Jahrhunderte baute die niederländische Krone ihren Einfluss im gesamten indonesischen Archipel weiter aus. Erst nachdem, im Frühjahr 1942, die japanische Armee begann Niederländisch-Indien (den Vorläufer Indonesiens) zu besetzen, schien sich das Blatt zu wenden. Nach der Kapitulation der Niederlande erklärte sich Indonesien, zu dieser Zeit noch unter der Besatzung Japans, von den Niederlanden unabhängig.

Nachdem auch Japan im August 1945 zur Kapitulation gezwungen wurde, riefen der erste Präsident des Landes sowie der zukünftige Vize- und Ministerpräsident die Unabhängigkeit Indonesiens aus. Da noch immer zahlreiche benachbarte Inseln durch die Niederlande kontrolliert wurden, kam es im Jahr 1947/48 zum Niederländisch-Indonesischem Krieg. Trotz der Überlegenheit der Niederlande musste das Königreich letzten Endes, durch den Druck der USA, Verhandlungen mit der Republik Indonesien aufnehmen. Am 27. Dezember 1949 wurde schließlich in Amsterdam die Übergabe Souveränität unterzeichnet. Es folgten unruhige Zeiten. Ab 1964 übernahm ein neuer Machthaber, Haji Mohamed Suharto, die Geschicke des Landes.

Nach der Wirtschaftskrise und massiven Protesten, u.a. auch wegen Korruptionsvorwürfen, legte Suharto sein Amt 1998 nieder. Erster frei gewählter Präsident im Land wurde ein Jahr später Abdurraham Whaid.
Die jüngste Geschichte des Landes war vor allem geprägt durch die Terroranschläge auf der Insel Bali ab dem Jahr 2002, bei denen mehrere hundert Menschen starben und verletzt wurden. Zudem kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu verschiedenen Naturkatastrophen, die das Land heimsuchten.

Indonesien ist eine präsidiale Republik mit einem Zweikammerparlament, welche seit den Wahlen im Jahr 2004 international als demokratischer Staat anerkannt wird.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indonesien ein Visum. Reist man nicht über einen der Flug- oder Seehäfen einen, die ein Visa-on-Arrival ausstellen, muss im Vorfeld einen Visum bei der indonesischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Die maximale Aufenthaltsdauer eines Touristenvisums beträgt acht Wochen und kann bei Bedarf verlängert werden. Die Kosten belaufen sich auf 45,00 €. Die maximale Aufenthaltsdauer für ein Geschäftsvisum liegt bei vier Wochen und kann ebenfalls verlängert werden. Auch hier belaufen sich die Kosten auf 45,00 €. Anträge sowie weiterführende Informationen können auf der Seite der Botschaft der Republik Indonesien heruntergeladen werden: http://www.kemlu.go.id/berlin/Pages/default.aspx?l=lc

Seit 2010 stellt Indonesien zudem an zahlreichen Grenzübergängen ein Visa-on-Arrival aus, welches zu einem Aufenthalt von 30 Tagen berechtigt. Es ist möglich das Visum einmalig für weitere 30 Tage zu verlängern. Das Visum bei Ankunft ist ausschließlich für Touristen sowie für Besuche zu sozialen und geschäftlichen Zwecken gültig.

Visa-on-Arrival

Visa-on-Arrival werden an den folgenden Häfen und Grenzübergängen erteilt:

Flughäfen

  • Jakarta – Soekarno Hatta
  • Jakarta – Halim Perdana Kusumah
  • Manado – Sam Ratulangi
  • Surakarta – Adi Sumarmo
  • Yogyakarta – Adi Sucipto
  • Surabaya, (Java) – Juanda
  • Medan, (Sumatra) – Polonia
  • Pekanbaru – Sultan Syarif Kasim II
  • Denpasar, (Bali) – Ngurah Rai
  • Mataram – Selaparang
  • Balikpapan – Sepinggan
  • Kupang – El Tari
  • Makassar – Hasanuddin
  • Aceh, (Nanggroe Aceh Darussalam) – Sultan Iskandar Muda
  • Batam – Hang Nadim
  • Padang (Sumatra) – Minangkabau
  • Palembang (Sumatra) – Sultan Mahmud Badaruddin II
  • Bandung (Java) – Husein Sastranegara
  • Semarang (Java) – Ahmad Yani
  • Pontianak – Supadio

Seehäfen

  • Riau Islands (Kepulauan Riau) – Sekupang, Citra Tritunas (Harbour Bay), Nongsa, Marina Teluk Senimba und Batam Center in Batam
  • Riau Islands (Kepulauan Riau) – Bandar Bintan Telani Lagoi und Bandar Sri Udana Lobam in Tanjung Uban
  • Riau Islands (Kepulauan Riau) – Sri Bintan Pura in Tanjung Pinang
  • Riau Islands (Kepulauan Riau) – Tanjung Balai Karimun
  • Nord-Sumatra – Belawan
  • Nord-Sumatra – Sibolga
  • Riau – Yos Sudarso in Dumai
  • West-Sumatra – Teluk Bayur in Padang
  • Jakarta – Tanjung Priok
  • Bali – Padang Bai in Karangasem
  • Bali – Benoa in Badung
  • Papua – Jayapura
  • Nord-Sulawesi – Bitung
  • Semarang Tanjung Mas
  • Ost-Nusa Tenggara – Tenau in Kupang
  • Ost-Nusa Tenggara – Maumere
  • Süd-Sulawesi – Pare-pare
  • Süd-Sulawesi – Soekarno Hatta in Makasar

Außerdem ist ein Visum am Grenzübergang Entikong – Westkalimantan (von Malaysia nach Indonesien) erhältlich.

Die Kosten für ein Visa-on-Arrival belaufen sich auf 25 US Dollar. Die Zahlung ist ausschließlich mit Bargeld möglich. Das Auswärtige Amt rät dazu, den Betrag passend in US Dollar zur Verfügung zu haben. Sollten Urlauber den Betrag in Euro begleichen, erfolgt die Ausgabe des Rückgeldes, sofern der Betrag nicht passend war, in indonesischen Rupiah. Die einmalige Verlängerung eines Visums für zusätzliche 30 Tage kostet den Urlauber weitere 20,00 €.

Reisende, welche sich nicht an die oben genannten Bestimmungen halten, müssen zum Teil mit drakonischen Strafen rechnen. Diese reichen von hohen Geldstrafen bis hin zu fünf Jahren Haft. Wird bei der Ausreise festgestellt, dass sich der Besucher länger als genehmigt im Land aufgehalten hat, ist für jeden zusätzlichen Tag des Aufenthalts eine Strafe von zwanzig US Dollar in bar zu bezahlen.

Neben dem Visum benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass für die Anreise. Auch ein vorläufiger Reisepass kann verwendet werden, in einem solchen Fall muss das Visum jedoch vor der Einreise beantragt werden. Nach der Einreise ins Land müssen die Reisedokumente mindestens weitere sechs Monate gültig sein.

Eine Flughafensteuer für internationale Flüge ist bei der Einreise zu entrichten. Die Kosten belaufen sich für gewöhnlich auf 4 bis 12 Euro.
Zudem besteht in Indonesien eine Registrierungspflicht, die innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise nachgekommen werden muss. In der Regel übernehmen die Hotels oder Gästehäuser diese Registrierung. Reisende, die privat unterkommen, sollten die Registrierung durch ihren Gastgeber durchführen lassen.

Wetter und Klima

Das Wetter in Indonesien wird bestimmt durch das tropische Klima. Allerdings finden sich sich überall regionale Unterschiede. Die Temperaturen unterliegen im Jahresverlauf leichten Schwankungen, mit Höchsttemperaturen um die 34° Celsius im September und Oktober. Die geringsten Niederschlagsmengen findet man zwischen Juni und Oktober, wohingegen in der Regenzeit (von Dezember bis April) vor allem der Januar betroffen ist. Niederschlagsmengen um die 400 mm im Monat sind dann keine Seltenheit. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Hamburg bei etwa 40 mm (im Februar). Die Luftfeuchtigkeit schwankt im Jahresdurchschnitt zwischen etwa 75 und 85%. Die Monate von Juni bis November weisen in der Regel die niedrigste Luftfeuchtigkeit auf.

Grundsätzlich unterliegt das Wetter in Indonesien regionalen Schwankungen. Auf Java (abseits von West- Java), den Kleinen Sundaninseln und den Aruinseln bestimmt der Nordmonsun das Klima, welcher eine angenehme Jahresmittel-Temperatur von knapp 27° C sowie eine geringere Luftfeuchtigkeit mit sich bringt.
Am besten für eine Reise nach Indonesien geeignet sind die Monate zwischen Juni und November. Angenehme Temperaturen bei geringen Niederschlagsmengen gepaart mit einer moderaten Luftfeuchtigkeit, schaffen für den westlichen Besucher das angenehmste Klima.

Währung und Geld

Indonesien Geld: Rupiah

Indonesien Geld: Rupiah Geldscheine

Die nationale Währung ist die Indonesische Rupiah (zum Teil auch Rupie) genannt. In Indonesien ist es vielerorts möglich mit Reiseschecks in Euro oder Dollar zu zahlen. Da diese bei Verlust oder Diebstahl versichert sind und problemlos ersetzt werden können, bietet sich eine solche Variante vor allem in den Touristenhochburgen an.

Grundsätzlich sollten Reisende allerdings immer Bargeld bei sich tragen. Neben indonesischen Rupiah, ist es ratsam stets Euro oder US Dollar mit sich zu führen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Banknoten sich in gutem Zustand befinden, da es andernfalls vorkommen kann, dass diese abgelehnt werden.

Zahlen mit US-Dollar und Euro, Bargeld wechseln

In vielen Geschäften es ist möglich direkt mit US Dollar oder Euro zu bezahlen. Abseits der beliebten Touristenorte kann es jedoch nicht schaden auch einen Grundstock an indonesischen Rupiah mit sich zu führen. US Dollar und Euro können problemlos in den meisten Banken oder in einer der zahlreichen Wechselstuben getauscht werden. Dabei sollte man berücksichtigen, dass es unter den privaten Wechselstuben einige schwarze Schafe gibt. Es sollte stets auf die Aufschrift „No Commission“ geachtet werden, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden. Weiterhin ist es ratsam die Wechselstunden zu zweit zu betreten. Das Geld sollte nach den Tausch direkt gezählt und eingesteckt werden. Urlauber sollten immer auf eine Quittung bestehen, und diese unmittelbar nach Erhalt auf Fehler prüfen. Wechselstuben die unsauber arbeiten sind allerdings nicht die Regel. Die meisten der „Moneychanger“ erledigen den Handel korrekt und zuverlässig.

Zahlen mit Kreditkarte

Wer sich lieber auf eine Kreditkarte verlassen will, ist gut damit beraten sich für Visa oder Mastercard zu entscheiden. In den meisten Städten und größeren Ortschaften gibt es mittlerweile Bankautomaten, welche diese Kreditkarten akzeptieren. In den ländlichen Gebieten Indonesiens sollte man sich jedoch nicht auf das beliebte Plastik verlassen. ATMs findet man hier weitaus seltener und nur wenige Geschäfte und Restaurants oder Hotels akzeptieren die Kreditkarte als Zahlungsmittel. In den Ballungszentren und allen touristisch erschlossenen Großstädten hingegen ist eine Zahlung mit Visa oder Mastercard problemlos durchführbar. Allerdings kommt es vor, dass das Hotel oder Restaurant im Falle einer Kreditkartenzahlung eine Sondergebühr erhebt.

Kostenlos Bargeld am Automaten abheben

Sie können mit einigen kostenlosen Visa Karten kostenlos Geld in Indonesien abheben.

Preise, Lebenshaltungskosten

Das Preisniveau in Indonesien liegt im Vergleich mit anderen Staaten Südostasiens im unteren Mittelfeld. Ein einfaches Reisgericht an einer der zahlreichen Garküchen bekommt man bereits für umgerechnet weniger als 1,00 €. In einem Restaurant belaufen sich die Kosten für einen schlichtes Gericht mit Fisch oder Fleisch auf etwa 3,00 €. Abhängig von der Wahl des Restaurants können die Preise schwanken.

Einen Tee oder Kaffee bekommt man bereits ab 50 Cent. Das gleiche gilt für Softdrinks oder Wasser. Alkohol hingegen ist in Indonesien ein wenig teurer. Für eine große Flasche einheimisches Bier (0,7 Liter) zahlt man in der Regel etwa 2,00 €. Die Kosten für importierten Alkohol liegen dabei weit über den Kosten einheimischer Alkoholika.
Eine Taxifahrt kostet pro Kilometer zwischen 30 und 40 Cent. Die Unterkunft in einen der vielen Mittelklasse Hotels verursacht Kosten zwischen 15 und 30 Euro, abhängig von der Region und der Ausstattung.

Unterkunft

In Indonesien eine Unterkunft zu finden ist in der Regel kein Problem. Ein schlichtes Einzelzimmer ist bereits für unter 15 € zu haben. Zu der Ausstattung zählen in der Regel grundsätzlich eine Klimaanlage und Satellitenfernsehen. Ein etwas komfortableres Doppelzimmer kostet den Urlauber in etwa 25 bis 30 Euro. Grundsätzlich sind die Hotels sauber und die sanitären Anlagen entsprechen westlichen Standards. Wie überall bestätigt auch hier die Ausnahme die Regel.

In den Touristenhochburgen findet man zahlreiche Luxus- und Sternhotels, die ab etwa 85,00 € pro Nacht gebucht werden können. In den beliebten Küstenstädten, wie z.B. in Seminyak, sind die Preise leicht erhöht. Überall im Land gilt, dass die Preise nach oben offen sind. Betuchte Urlauber können sich eine eigene Villa anmieten. Die Kosten belaufen sich für eine solche Einrichtung auf zwischen 800 und 1200 € pro Nacht. Besonders beliebt sind Indonesien außerdem die zahlreichen Ferienresorts, die neben verschiedenen Freizeitaktivitäten auch immer einen Pool und ein umfangreiches Buffet anbieten. Diese meist idyllisch eingerichteten Resorts findet man meistens in den Küstenregionen der verschiedenen Inseln.

Gebucht werden können die Zimmer sowohl direkt vor Ort, wie auch über einen der zahlreichen Internetanbieter sowie (in den meisten Fällen) direkt über die Internetseite des ausgewählten Hotels.
Für ausländische Reisende gilt in Indonesien eine Registrierungspflicht, welche für gewöhnlich nach dem Check-In automatisch durch das Hotel erfüllt wird.

Anreise

Indonesien Karte, kostenlos

Indonesien Karte

Die Anreise nach Indonesien lässt sich problemlos mit dem Flugzeug bewältigen. Direktflüge aus Deutschland werden momentan noch nicht angboten. Neben dieser Möglichkeit können Urlauber auch auf dem Landweg, dem Luftweg oder per Boot aus den benachbarten Staaten einreisen.

Anreise mit dem Flugzeug

Das Land verfügt über zahlreiche internationale Flughäfen, welche eine problemlose Anreise auf beinahe jede der vielen Inseln ermöglicht. Singapore Airlines fliegt vier mal täglich Bali an, mit lediglich einem Zwischenstopp. Abflughäfen sind hier Frankfurt oder München.
Bucht man die Reise frühzeitig, ist ein Flug bereits ab unter 500 € zu haben. Neben Singapur Airlines bietet außerdem Qatar Airways sowie KLM oder Malaysia Airlines Verbindungen von Deutschland nach Indonesien an.

Die Hauptstadt Jakarta wird zudem von Emirates, Turkish Airlines und Virgin Australia angeflogen. An allen internationalen Flughäfen im Land wird gegen eine Gebühr von 25 US Dollar ein Visa-on-Arrival ausgestellt. Eine vollständige Liste der Flughäfen für die kein vorher beantragtes Visum benötigt wird finden Sie unter dem Punkt „Visum“.

Die Einreise aus den benachbarten Staaten sowie den meisten sonstigen Ländern Südostasiens ist ebenso problemlos. Zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch namhafte Billigflieger wie Air Asia oder Lion Air, bieten regelmäßig Verbindungen zu den internationalen Flughäfen im Land an.

Anreise mit Schiff, Bus und Bahn

Von Singapur aus ist es möglich mit verschiedenen Fähren die indonesischen Inseln zu erreichen. Auch von der Malaiischen Halbinsel aus bestehen zahlreiche Verbindungen. Die meisten Häfen stellen,ebenfalls für eine Gebühr von 25 US Dollar, bei der Einreise mit der Fähre ein Visa-on-Arrival aus. Eine vollständige Liste der Seehäfen, für die kein vorher beantragtes Visum benötigt wird, finden Sie unter dem Punkt „Visum“.

Auf dem Landweg in Borneo ist es möglich, von der malaysischen Provinz Sarawak die Grenze in die indonesische Provinz West-Kalimantan zu überqueren. Der Grenzübergang befindet sich zwischen Tebedu und Entikong an der Hauptstraße zwischen Kuching und Pontianak. Nach Angaben der indonesischen Botschaft wird an diesem Grenzübergang ein Visa-on-Arrival ausgestellt. Da Borneo nur über ein äußerst eingeschränktes Bahnschienennetz im Norden des Landes verfügt, müssen Reisende bei der Überquerung der Grenze auf eine Fahrt mit dem Bus zurückgreifen. Die Fahrtdauer zwischen Kuching und Pontianak beläuft sich auf knapp zwölf Stunden.

Es ist ebenfalls möglich von der malaysischen Provinz Sabah im Norden Borneos die Grenze nach Indonesien, in die Provinz Nord-Kalimantan, auf dem Seeweg zu überqueren. Vom malaiischen Tawau aus laufen Fähren das indonesische Nunkan sowie Tarakan an. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass an keinem der beiden Häfen ein Visa-on-Arrival ausgestellt wird. Urlauber, die Planen auf diesem Weg nach Indonesien einzureisen, müssen bereits im Vorfeld ihrer Reise bei der indonesischen Botschaft ein Visum beantragen.

Von Osttimor aus haben Reisende die Möglichkeit täglich von Dili nach Denpasar (Bali) zu fliegen. Eine andere Option die Grenze zwischen Osttimor und Indonesien zu überqueren bietet der Busverkehr über die Städte Batugade (Osttimor) und Atapupu (Indonesien). Die Busverbindungen sind jedoch alles andere als stabil. Häufig fahren mehrere Tage keine Busse. Zudem sollte man berücksichtigen, dass an genanntem Grenzübergang kein Visa-on-Arrival ausgestellt wird.

Fortbewegung im Land

Die meisten Inseln Indonesiens verfügen über eine moderat ausgeprägte Infrastruktur.
Aufgrund von Anschlägen in den vergangenen Jahren rät das Auswärtige Amt grundsätzlich dazu Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden. Bei einem Aufenthalt in Nord-Sumatra sollten sich Besucher des Landes stets über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Gleiches gilt für Papua, West-Papua und die Molukken.

Flugzeug

Indonesia Airlines: Ein Flugzeug der Garuda Indonesia

Indonesia Airlines: Ein Flugzeug der Garuda Indonesia

Während der Bahnverkehr in einigen Regionen des Landes brach liegt, können Urlauber über ein gut ausgebautes Busnetz und ein umfangreiches Streckennetz an Inlandsflügen alle Teile des Landes (in den meisten Fällen ohne große Strapazen) erreichen.

Jede der fünf Hauptinseln verfügt über mehrere Flughäfen und auch Bali wird regelmäßig angeflogen. Verbindungen im Inland sollten stets zwei bis drei Wochen im voraus gebucht werden. Zudem ist zu beachten, dass nicht alle Fluggesellschaften ausländische Kreditkarten akzeptieren. Sich rechtzeitig über eventuelle Verbindungen und Weiterreisemöglichkeiten zu informieren ist daher ein Muss. Billigflieger wie Lion Air, Citilink oder Air Asia bedienen das indonesische Flugnetz zu günstigen Preisen.

Bahn

Die beiden Inseln Java und Sumatra verfügen über eine Schienennetz, welches in erster Linie für den Güterverkehr benutzt wird. Es verkehren jedoch auch Züge, die Passagiere transportieren. In den vergangenen Jahren ist es der „Keret Api“ allerdings gelungen den Personenverkehr auf Java deutlich zu stärken. Dennoch kann es insbesondere zu Feiertagen vorkommen, dass die Züge derart überfüllt sind, dass es kaum möglich ist einen Stehplatz zu finden. Besonders zu diesen Zeiten wird daher davon abgeraten die Personenzüge zu nutzen.

Zudem sind die Verbindungen alles andere als sicher. Immer wieder erschüttern Zugunglücke das Land und die steigende Anzahl von Selbstmorden auf den Bahnschienen gehört in Indonesien mittlerweile zum traurigen Alltag. Wer günstig reisen möchte findet in der Bahn jedoch eine passable Alternative zum Flugverkehr.

Reisedauer und Preise

Die Fahrtzeit der Strecke von Malang im Osten Javas nach Jakarta beläuft sich auf etwa 16 Stunden bei Kosten von umgerechnet 16,00 €. Kurze Strecken mit der Regionalbahn, etwa von Surabaya nach Biltar (Dauer: vier Stunden), können bereits für 60 Cent bereist werden.
Schlafwagen bieten die Möglichkeit mit Komfort zu reisen. Die 1. Klasse bietet neben bequemen Liegesitzen und Klimaanlage auch die Verpflegung durch das Personal.
Eine Besonderheit des indonesischen Bahnverkehrs ist das Fehlen von Durchsagen. Urlauber müssen daher stets den Überblick behalten.

Bus

Überall im Land verkehren Busse, die selbst kleinere Dörfer und unbekannte Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden. Vor allem mit den sogenannten Bemos, den Minibussen, kommt man an die abgelegensten Worte. Eine Reise mit dem Bus kann mitunter sehr abenteuerlich werden. Defekte und dadurch bedingte Pausen, die teilweise viele Stunden dauern können, sind bei den älteren Bussen leider keine Seltenheit. Zudem sollten Urlauber bei längeren Reisen stets auf ihr Gepäck achten. Besondere Vorsicht ist geboten während der Zwischenstopps.
Reisen zu den bekannten Touristenhotspots können in den meisten Fällen über das Hotel gebucht bzw. vermittelt werden. Busse, die auf diesen Strecken verkehren, verfügen in der Regel über mehr Komfort. Größere Sitze und eine funktionierende Klimaanlage gehören hier mittlerweile zum Standard.

Schiff

Neben Bahn und Bus besteht weiterhin die Möglichkeit mit dem Schiff zu reisen. Da die meisten Häfen im Land miteinander verbunden sind, bietet die Nutzung der Fähre eine echte Alternative um zwischen den Inseln hin und her zu reisen.

Mit dem Mietwagen unterwegs

Urlauber, die sich in den indonesischen Straßenverkehr wagen möchten, müssen einen internationalen Führerschein besitzen. Allerdings sind die Straßenverhältnisse nicht immer optimal und der Verkehr (für europäische Verhältnisse) im höchsten Maße chaotisch. Im ganzen Land herrscht Linksverkehr.

Es gilt zudem das Recht des Stärkeren. Das bedeutet, dass größere Kraftfahrzeuge wie Omnibusse oder Lastwagen stets das Recht auf ihrer Seite haben. Ein solches Verhalten mag nicht die offiziellen Verkehrsregeln widerspiegeln, entspricht jedoch den gängigen Praxis. Die Kosten für einen Mietwagen belaufen sich auf etwa 20 bis 30 Euro am Tag.

Smartphone, Handy, Internet

Da das klassische Telefonnetz in Indonesien auf den meisten Inseln, abseits von Java, nur unzureichend ausgebaut ist, empfiehlt es sich zum Telefonieren oder für die Nutzung des Internets das Handy oder Smartphone zu verwenden.

Vor allem in den touristisch erschlossenen Region, insbesondere den Großstädten oder beliebten Hotspots wie Bali, existiert ein gut ausgebautes Mobilfunknetz. In den kleineren Städten und Orten muss man hingegen mit zum Teil erheblichen Einschränkungen rechnen. Reisende, die sich die teuren Roaming Gebühren sparen möchten, sollten auf eine der einheimischen Sim-Karten zurückgreifen. In den meisten Städten findet man zahlreiche Shops, die verschiedene Produkte anbieten.

Telekomsel

Als besonders zuverlässigen gilt der Mobilfunkbetreiber Telekomsel. Der Preis für eine Simcard beläuft sich auf rund 3,00 €. Für gewöhnlich gehört es zum Service, dass der Verkäufer das Handy entsprechende einrichtet und die Karte freischaltet. Um weitere Kosten zu sparen, bietet es sich an, eine Billigvorwahl für Auslandsgespräche zu nutzen. Auch hier können einem die Verkäufer in der Regel weiterhelfen. Vor Gebrauch muss die Karte allerdings aufgeladen werden. Die Kosten für eine Aufladung belaufen sich auf etwa 4,00 €.

Für die Nutzung des Internets greifen sowohl Einheimische, wie auch Touristen, vorwiegend auf mobile Geräte, wie das Smartphone oder Tablet zurück. Die Ursache hierfür findet sich vor allem in der begrenzten Verfügbarkeit von leistungsstarken Breitbanddiensten. Dennoch findet man in allen größeren Städten und den bekannteren Ausflugszielen zahlreiche Internetcafés. Zudem bieten die meisten Hotels ihren Gästen mittlerweile kostenloses W-LAN an.

Essen

Indonesien Essen

Indonesien Essen: Wie in vielen asiatischen Ländern sind auch hier die Saté Spieße beliebt.

Die indonesische Küche wird in erster Linie durch die umliegenden Länder bestimmt. Neben typisch indonesischen Gerichten, zu denen vor allem die Pandang-Küche zählt, findet man vielerorts thailändische oder chinesische Restaurants. In den touristisch überlaufenen Gebieten gibt es aber auch viele westlich geprägte Einrichtungen, die Pizza, Burger oder Pommes servieren. Hotels überlassen den Besuchern für gewöhnlich die Wahl zwischen einem „Continental“ Frühstück, welches meist Toast, Eier und Marmelade beinhaltet oder einem klassischen Frühstück mit Milchreis und Früchten.

Beliebte Zutaten und Gerichte

Insbesondere Kokosnussmilch sowie scharfes Chilli zählen auf den indonesischen Inseln zu den bevorzugten Zutaten. Zu den populärsten Gerichten zählen unter anderen Rendang, Rindfleisch gekocht in würziger Kokosnussmilch, Nasi-Campur oder Bakso Ayam, eine würzige Suppe mit Hühnerfleisch-Bällchen. Gegessen wird meistens mit den Händen, auf Anfrage reichen die meisten Restaurants aber auch Messer und Gabel.

Indonesische Küche

Indonesische Küche

Einfache Gerichte, wie etwa eine Suppe, sind an den zahlreichen Straßenständen und Garküchen bereits für unter 1,00 € zu haben. In den einheimischen Restaurants bezahlt man für ein Fisch- oder Fleischgericht etwa 3,00 €. Die größeren Restaurants in den Touristenzentren sind etwas teurer. Ungekochte Gerichte an Straßenständen sollte man meiden. Hier besteht immer die Gefahr an Durchfall bis hin zu Cholera zu erkranken.

Getränke

Neben Kaffee und Tee sind Fruchtsäfte und Softdrinks unter den Besuchern, wie auch unter den Einheimischen, sehr populär. Die Getränkepreise liegen zwischen 50 Cent und 1,00 €. Die Kosten für Alkohol liegen etwas höher. Vor allem bei importierten Spirituosen muss mit beachtlichen Preissteigerungen gerechnet werden.

Verhaltensregeln

Lautstarkes Verhalten in der Öffentlichkeit wird nicht nur als unhöflich, sondern auch als entehrend angesehen.

Der Kopf gilt in auch in Indonesien als das „höchste“ Körperteil und darf daher niemals von Fremden berührt werden. Selbst kleinen Kindern über den Kopf zu streichen gilt hier als bewusste Beleidigung. Berührt man einen Einheimischen am Kopf, sollte man sich schnellstmöglich entschuldigen. Im Gegensatz zum Kopf, sind die Füße der „niedrigste“ Teil des Menschen und gelten somit als unrein. Niemals dürfen diese im sitzen auf eine andere Person zielen. Vor betreten eines Tempels oder auch Hauses müssen außerdem die Schuhe ausgezogen werden, da diese ebenfalls als unrein empfunden werden.

Da Indonesien der Staat mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung ist, ist es ratsam einige Kleidervorschriften zu beachten. Abseits des Strandes sollten Frauen ihre Knie und Schultern bedecken. Oben ohne baden ist arg verpönt. Vor allem beim Betreten religiöser Einrichtungen müssen die Regeln befolgt werden. Bei Zuwiderhandlung können zum Teil äußerst unangenehme Situationen entstehen.

Benehmen bei Tisch und Trinkgeld geben

Auch beim dinieren gibt es einige Regeln zu beachten. Bei einem privaten Essen beginnt man erst, wenn der Gastgeber das Zeichen dazu gibt. Sich am Tisch zu schneuzen oder die Nase zu jucken gilt als extrem unhöflich. Zudem ist es bei dem Besuch eines Restaurants angebracht ein Trinkgeld von 10% zu geben. Diese Regelung gilt nicht nur für Kellner, sondern auch für Pagen und Zimmermädchen sowie weitere Dienstleister.

Sprache und Verständigung

Die offizielle Amtssprache im Land ist Indonesisch. Englisch wird erst seit wenigen Jahren als Unterrichtsfach geführt. Vor allem Verkäufer begegnen einem zwar häufig mit gängigen Floskeln, ein umfassenderes Gespräch kommt dabei aber meistens nicht zustande. Zwar ist es in den Touristenhochburgen größtenteils möglich sich mit englischen Grundsatzvokabeln zumindest verständlich zu machen, in den abgelegenen Orten und unbekannteren Städten muss jedoch auf Mimik und Gestik zurückgegriffen werden. Da die meisten Einheimischen jedoch recht kontaktfreudig sind findet man trotz der Sprachbarriere beinahe immer einen Weg der Verständigung.

Wie überall auf dem Erdball ist es gern gesehen, wenn Reisende einige Grundsatzvokabeln (Begrüßung, Verabschiedung, bedanken etc.) in der Landessprache beherrschen. Solche Gesten werden von Einheimischen immer mit Wohlwollen und Sympathie aufgenommen. Da Indonesisch in den Grundzügen eine recht einfache Sprache ist, nimmt das erlernen dieser simplen Floskeln nicht viel Zeit in Anspruch.

Party und Nachtleben

Bali Nightlife, Nachtleben

Bali Nightlife: Der Bounty Club in Kuta.

Das Nachtleben in Indonesien findet neben den Großstädten wie Jakarta in erster Linie auf Bali statt.

Bali Nightlife

Insbesondere zwischen Kuta und Seminyak finden Nachtschwärmer immer einen Ort zum exzessiven Feiern. Es gibt unzählige Bars und Clubs, in welchen bis in die Morgenstunden getanzt und getrunken werden kann. Beinahe überall gibt es Happy-Hour Angebote, so dass der Alkohol ständig zu fließen scheint. In Kuta trifft man die Szene entlang der Jalan Pantai an. Besonders die Diskotheken Casablanca und Peanuts erfreuen sich bei den meisten Touristen einer enormen Beliebtheit. Nördlich von Kuta liegt Legian. Hier konzentrieren sich die Bars und Clubs auf die Jalan Legian.
Im Süden findet man Seminyak. Strandbars und Lounges bestimmen hier das Nightlife

Auf den Inseln abseits von Java und Bali ist das Nachtleben meist recht eingeschränkt. Lediglich in größeren Hotelresorts findet man gelegentlich Bars, die bis in die späten Abendstunden Alkohol ausschenken. In den touristisch wenig erschlossene Region findet so gut wie kein Nachtleben statt.

Reise- und Sicherheitshinweise

Wie üblich hat das Auswärtige Amt für Indonesien eine Reihe von Reise- und Sicherheitshinweisen veröffentlicht.

Terrorismusgefahr

Spätestens seit den Anschlägen auf Bali im Jahr 2002 konnte die Weltöffentlichkeit feststellen, dass auch in Indonesien der Terrorismus eine reale Gefahr darstellt. Trotz der zunehmenden Arbeit der Behörden sind Terroranschläge, insbesondere in touristisch stark frequentierten Orten, nicht auszuschließen. Speziell in Jakarta und auf Bali können Gefahren lauern. Große Menschenansammlungen sollten daher gemieden werden. Sicherheitsmaßnahmen durch die Polizei, vor allem Einlasskontrollen und die Durchleuchtung des Handgepäcks, sollten daher bedingungslos akzeptiert werden.

Kriminalität

Die Kleinkriminalität auf den indonesischen Inseln nimmt zu. Neben Diebstahl kam es in den vergangenen Jahren auch zunehmend zu gewalttätigen Überfällen. Taxis sollten nur beim Hotelempfang oder direkt über eine Taxifirma bestellt werden. Nach Einbruch der Nacht sollte zudem auf unnötige Fahrten verzichtet werden.
Es ist ratsam Geldautomaten ausschließlich tagsüber zu nutzen und sich von Glücksspiel auf den Straßen fernzuhalten. 2012 kam es zu Todesfällen durch illegal gepanschten Alkohol.
Auch die Gewässer vor den Inseln sind nicht immer sicher. Piratenüberfälle wiederholen sich besonders in der Straße von Malakka und im Südchinesischen Meer um die Inselgruppe Natuna.

Drogen

Rauschgiftdelikte werden von der Regierung Indonesiens nicht toleriert. Bereits bei einem Besitz nur geringer Mengen Rauschgift droht eine hohe Freiheitsstrafe. Dies gilt auch für den Besitz weicher Drogen wie Cannabis. Erwerb und Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr können neben langer Haft sogar mit der Todesstrafe geahndet werden. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts kann fatale Folgen haben.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Besonders sexuelle Kontakte mit Minderjährigen werden in Indonesien hart bestraft. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Alter des Partners bekannt war und ob der Akt in beidseitigem Einverständnis stattgefunden hat. Derartige Fälle werden neben den indonesischen Behörden auch durch die deutsche Justiz geahndet.
Gerichtsverfahren entsprechen nicht den rechtsstaatlichen deutschen Standards. Lange Untersuchungshaft und ein unzureichender juristischer Beistand sind keine Seltenheit. Die Einflussmöglichkeiten der Deutschen Botschaft sind in solchen Fällen stark eingeschränkt.

Gesundheit

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institus.
Neben Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Polio, Mumps, Röteln, Masern können auch Impfungen gegen Influenza, Hepatitis A/ B und Japanische Enzephalitis sowie Tollwut sinnvoll sein.

Dengue-Fieber und Malaria

Wie auch in anderen ostasiatischen Staaten besteht in Indonesien eine akute Ansteckungsgefahr mit Dengue-Fieber und Malaria. Beide Krankheiten werden von einer Mücke übertragen, wobei Dengue-Fieber tagsüber, Malaria hingegen in den Abendstunden und nachts übertragen wird.

Dengue tritt in Indonesien ganzjährig auf mit zunehmenden Risiko während der Regenzeit auf. Es besteht ein landesweites Übertragungsrisiko.
Auch Malaria kann abhängig von der bereisten Region ganzjährig auftreten, mit einem zunehmenden Risiko einer Infektion während der Regenzeit. Ein hohes Risiko besteht in den tiefer gelegenen Gebieten von Papua. Aber auch auf den Molukken und auf den Inseln östlich von Bali sollten die unten beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.
Ein mittleres Infektionsrisiko besteht auf Sumatra. Besonders betroffen sind hier einige Regionen im Nordosten und Südosten. Speziell in den Provinzen Riau und Lampung wird zur Vorsicht geraten.

Auf Borneo ist Kalimantan betroffen und auf der Insel Sulawesi besteht ein Risiko insbesondere im Norden und im Zentrum des Eilands.
In den tiefer gelegenen ländlichen Gebieten der Südküste Javas einschließlich der Nationalparks ist das Risiko einer Erkrankung geringer. Gleiches gilt für das Hochland von Jayawijaya, Irian Jaya (Neu Guinea) sowie für die restlichen Inseln. Noch geringer ist die Gefahr auf Bali und in den meisten Gebieten auf Java. Die Großstädte im Norden der Insel gelten sogar als malariafrei, was die Hauptstadt Jakarta mit einschließt.

Malaria Tropica

Besondere Vorsicht ist vor der Malaria Tropica geboten. Diese kann bei Europäern durchaus tödlich enden und tritt auch in Indonesien besonders gehäuft auf (etwa 65% aller Fälle). Urlauber und Touristen sollten daher besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.
Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Chemoprophylaxe, (Einnahme von Tabletten) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone oder Riamet auf dem deutschen Markt erhältlich. Da die Malariaprophylaxe durchaus mit Risiken und Nebenwirkungen einhergehen kann, sollte diese unbedingt vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden.
Die Beschwerden gleichen meist den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten. Eine Erkrankung lässt sich daher nicht immer nicht direkt diagnostizieren, kann jedoch bei rechtzeitiger Behandlung zuverlässig und ohne bleibende Schäden geheilt werden.

Selten tritt in Indonesien auch die Japanischen Enzephalitis auf. Diese Infektionskrankheit wird wie das Dengue-Fieber durch nachtaktive Mücken übertragen und kann mitunter zum Tode führen. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz auch eine vorbeugende Schutzimpfung in Betracht gezogen werden. Im Gegensatz zu Dengue-Fieber und Malaria sind Erkrankungen mit der Japanischen Enzephalitis allerdings eher selten.

Da sowohl Malaria, wie auch das Dengue-Fieber durch Mücken übertragen werden, wird Urlaubern grundsätzlich empfohlen körperbedeckende helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden, Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Wie in vielen anderen ostasiatischen Ländern treten auch in Indonesien gehäuft Durchfallerkrankungen und sogar Cholera auf. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohen Salat, Gemüse oder Fleisch zu verzehren sowie unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen und Cholera lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs
  • Zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Urlauber stets Trinkwasser aus der Flasche nutzen
  • Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.

In den vergangenen Jahren ist auch in Indonesien gehäuft die klassische Geflügelpest aufgetreten. Beinahe alle Provinzen des Landes haben infiziertes Geflügel gemeldet, mit menschlichen Erkrankungen seit dem Jahr 2005. Schwerpunktmäßig häufen sich die Fälle auf Java und Sumatra. Vereinzelt sind aber auch Bali und Süd-Sulawesi betroffen. Es wird daher empfohlen Kontakte mit rohem Geflügel zu vermeiden. In Garküchen und Restaurants sollte stets darauf geachtet werden, dass entsprechende Gerichte gut durchgebraten sind. Auch freilaufende Katzen können die Infektionskrankheit übertragen. Es wird daher zur Vorsicht geraten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Land entspricht keinesfalls westlichen Standards. Häufig werden Probleme mit der Technik und der Hygiene, aber auch fehlende Kompetenz seitens des Personals bemängelt. Ärzte mit ausreichenden Fremdsprachenkenntnissen sind selten vor Ort. Für Touristen ist es daher grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen. Auch eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Eine Beratung durch einen Tropenmediziner sollte bei Reisen in die gefährdeten Orte des Landes grundsätzlich in Erwägung gezogen werden. Weiterführende Informationen finden sie unter: www.dtg.org