Indien Reisen, Reiseführer, Reisetipps

Inhalt

HauptstadtNeu-Delhi
SprachenHindi und Englisch (Amtssprache),
21 weitere regionale Amtssprachen
StaatsformParlamentarische Bundesrepublik
Fäche3.287.469 km²
Einwohner1,21 Milliarden (~368 Einwohner pro km²)
WährungIndische Rupie (INR)
Telefon-Vorwahl+91
ZeitzoneUTC+5:30
NationalflaggeIndien Flagge

Indien Flagge

Für die Einen ein spiritueller Wallfahrtsort von einzigartiger Schönheit und reicher Kultur, für die Anderen ein überfüllter Moloch, der mit Negativschlagzeilen für Aufsehen sorgt; an dem Staat auf dem Indischen Subkontinent scheiden sich bis heute die Geister.

In der vergangenen Zeit hat Indien schwer mit seinem Image zu kämpfen. Sexuelle Übergriffe auf Frauen, unwürdige Arbeitsbedingungen, die Armut, Umweltverschmutzung, das Kastensystem und vieles mehr haben seit dem Jahr 2013 zu einem Rückgang des Tourismus geführt und die Sicht auf den Staat am Indischen Ozean nachhaltig negativ beeinträchtigt.

Natürlich lassen sich diese real existierenden Probleme keinesfalls leugnen. Reisende, die sich dennoch für einen Urlaub in Indien entscheiden, können allerdings ein Land voller Schönheit und Vielfalt mit einer reichen Kultur sowie einer interessanten Historie kennenlernen.

Besonders bemerkenswert ist die landschaftliche Diversität des Staates. Das Hochland im Norden mit seiner Nähe zum Himalaya ist ein herber Kontrast zu den Regionen rund um die Wüste Thar, wo die Landschaft durch karge Vegetation bestimmt wird. Beides steht wiederum im Gegensatz zu den Bundesstaaten im Süden des Landes. Bemerkenswert ist auch Goa, das im Gegensatz zum großen Rest des Landes nicht unter britischer, sondern unter portugiesischer Herrschaft stand und bereits deshalb eine ganz andere Atmosphäre ausstrahlt, als die umliegenden Bundesstaaten.

Fakt ist, dass Indien jedem Urlauber etwas zu bieten hat. Darüber hinaus ist die Reise überaus erschwinglich, gehört das Land doch zu den günstigsten Reiseländern weltweit. Wer also diesen fremden Staat und die reiche Kultur dahinter näher kennenlernen möchte, der sollte sich im Vorfeld mit einigen wichtigen Fragen auseinandersetzen, damit der geplante Urlaub zu einem unvergesslichen Ereignis wird.

Mit über einer Milliarde Einwohnern und einer Fläche von beinahe 3.300.000 km² zählt Indien zu den flächenmäßig größten Staaten der Erde. Zwar verfügt das Land über eine passabel ausgebaute Infrastruktur und große Strecken lassen sich in der Regel leicht mit dem Flugzeug überwinden, dennoch ist es hilfreich sich bereits im Vorfeld über eine genaue Reiseroute im Klaren sein.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Flächenmäßig gehört Indien zu den zehn größten Staaten der Welt. Das Land ist aufgegliedert in 28 Bundesstaaten und sieben Unionsterritorien. Abhängig von der bereisten Region kann Indien sehr unterschiedliche Eindrücke vermitteln.

Der Einfachheit halber soll der Subkontinent hier anhand der Bundesstaaten in Nord-, Nordost-, West-, Ost- und Südindien aufgeteilt werden, um einen verständlichen Überblick über die Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes geben zu können.

Nordindien

Nordindien Karte

Nordindien Karte, zugehörige Bundesstaaten

Im Norden grenzt Indien an Pakistan, China, Nepal und Buthan. Die natürliche Grenze bildet das Himalaya Gebirge, welches jedes Jahr eine Vielzahl an Touristen ins Land lockt. So liegt direkt an der Grenze zu Nepal der Kangchendzönga, der mit seinen 8586 m zu den berühmten 8000er Gipfeln zählt.

Die Nordspitze des Landes bildet der Bundesstaat Jammu und Kashmir, der die Staaten China, Pakistan und Indien voneinander trennt und der seit der Gründung Indiens und Pakistans Ursprung eines Konflikts zwischen den beiden Staaten ist.
Im Bundesstaat gibt es zwei Hauptstädte, die sich abhängig von der Jahreszeit den Regierungssitz teilen. Im Sommer fällt die Landesregierung ihre Entscheidungen in Srinagar und im Winter in Jammu.

Srinagar

Hausboot auf dem Dal-See, Srinagar

Hausboot auf dem Dal-See, Srinagar

Die Millionenstadt hat diverse Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist ein optimaler Ausgangsort für Unternehmungen in der Region. Eines der populärsten Ziele ist der Dal-See, der östlich der Stadt auf einer Höhe von knapp 1600 m liegt. Der See ist von Bergen umgeben und erlaubt einen faszinierenden Ausblick auf das Himalaya Gebirge, was ihn zu einem der beliebtesten Attraktionen und zu einem stark frequentierten Ausflugsziel macht.

Einer besonderen Beliebtheit erfreut sich zudem der Nishat Bagh, ein Terrassengarten, der im 17. Jahrhundert östlich des Sees angelegt wurde.

Etwa 15 Kilometer von der Stadt entfernt findet man die Shalimar-Gärten, welche ein atemberaubendes Beispiel für die Gartenkunst der Region sind. Durch die rund 12 Hektar große Anlage fließt ein begradigter Kanal, der aus Quellen oberhalb der Gärten gespeist wird und schließlich in den Dal-See fließt.

Von beeindruckender Architektur ist die Hazratbal-Moschee, welche Nachts in ein träumerisches Licht getaucht wird.

Einen wunderbaren Ausblick und einen Reise in die Geschichte Indiens bietet außerdem der Berg Hari Parbat oberhalb der Stadt. Zahlreiche Sehenswürdigkeit wie die Überreste einer Festungsanlage sowie verschiedene Tempel locken jährlich zahlreiche Touristen hierher.

Jammu

Jammu

Jammu

Der zweite Regierungssitz des Bundesstaates beherbergt ebenfalls verschiedene Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, wird von Touristen allerdings eher selten frequentiert aufgrund vergangener Terroranschläge.

Vaishno Devi Tempel

Vaishno Devi Tempel

Vaishno Devi Tempel

Der Tempel befindet sich nahe der Stadt Katra und ist einer der bedeutendsten Stätten des Hinduismus.

Shimla

Shimla, Indien

Shimla

Die Stadt Shimla im Bundesstaat Himachal Pradesh ist vor allem bekannt für die „Mall Road“, welche während der britischen Kolonialherrschaft erbaut wurde, was aufgrund ihrer Architektur sofort zu erkennen ist. Die Straße erlaubt einen guten Blick auf das Himalaya Gebirge und macht das Einkaufen somit zu einem ganz besonderen Erlebnis. Am östlichen Ende der Straße finden Touristen eine der ältesten Kirchen des Landes.

Darüber hinaus hat mit zahlreichen Geschäften, Kaufhäusern, Cafes und Restaurants aber auch die Moderne Einzug in die Stadt gehalten. Wer bereits vor Ort ist, der sollte sich zudem die „Ridge Road“, welche entlang der Mall Road läuft ansehen oder einen kleinen Ausflug nach „Summer Hill“ (rund 5 Kilometer von Shimla entfernt) unternehmen. Ein idyllischer Vorort, in welchen u.a. Mahatma Gandhi seine Zeit verbracht hat, wenn er in Shimla zu Gast war.

Amritsar

Amritsar Indien

Amritsar

Die Millionenstadt im Bundesstaat Punjap ist vor allem für ihren Goldenen Tempel, den Harmandir Sahib bekannt. Dieses monumentale Bauwerk wurde im 16. Jahrhundert vom Guru Arjun Dev erbaut und gilt als einer der wichtigsten Sikhtempel. Das Bauwerk wurde mit Blattgold veredelt und liegt mitten im See umgeben von einer imposanten Palastanlage. Besonders beeindruckend erstrahlt der Tempel bei Nacht, wenn er von zahlreichen Lichtquellen aus beleuchtet wird.

Knapp 2 km entfernt liegt der Kaiser-Bagh-Park, der mit seiner idyllischen Atmosphäre zum Flanieren einlädt.

Ludhiana

Ludhiana

Ludhiana

Über die Grand Trunk Road mit Amritsar verbunden ist Ludhiana. Die größte Stadt Punjabs gilt als das kulturelle Zentrum sowie als Verkehrsknoten der Region. Die Universitätsstadt verfügt über zahlreiche Museen, Galerien, Theater sowie einige historische Sehenswürdigkeiten wie das Fort Phillaur.

Chandigarh

Chandigarh Rock Garden

Chandigarh Rock Garden

Chandigarh ist sowohl die Hauptstadt der Bundesstaaten Punjab und Haryana als auch ein eigenständiges Unionsterritorium. Das besondere an der Stadt ist neben ihrem Status die örtliche Gliederung in verschiedene Sektoren wie den Einkaufssektor oder den Gastronomie- und Restaurantsektor.

Darüber hinaus weist die Stadt eine gänzlich andere Architektur auf, als dies in vielen anderen indischen Städten der Fall ist.
Bemerkenswert ist auch der sogenannte „Rock Garden“, eine Gartenanlage mit unzähligen Skulpturen, die in den 1950er Jahren angelegt wurde. Im Sektor 10 der Stadt findet man zudem eine Reihe von Museen, die sich mit Kunstgeschichte, Architektur oder auch naturhistorischen Dingen befassen.

Corbett National Park

Tiger im Corbett National Park

Tiger im Corbett National Park

Der Corbett Nationalpark liegt im indischen Bundesstaat Uttarakhand am Fuße des Himalaya Gebirges. Bekannt ist der Park vor allem für seine vielseitige Fauna. Neben Elefanten und verschiedenen Bärenarten findet man hier zudem den Indischen Leoparden sowie den vom Aussterben bedrohten Bengalischen Tiger.

Natürlich leben noch zahlreiche andere Säugetiere sowie mehrere hundert Vogelarten in dem rund 520 Quadratkilometer großem Park, welche seine Tore für Urlauber von November bis Juni öffnet.

Neu-Delhi

Neu-Delhi

Swaminarayan Tempel in Neu-Delhi

Neu-Delhi wird von der Metropole Delhi eingeschlossen und ist die Hauptstadt Indiens sowie ein zentraler Ausgangspunkt für den Tourismus im Norden des Subkontinents. Das touristische Angebot reicht von Museen über Architektur und historischen Sehenswürdigkeiten bis hin zu einem ausgelassenen Nachtleben.

Das größte Museum der Stadt ist das Nationalmuseum, welches einen Überblick über die Kultur und die Geschichte Indiens bietet und wertvolle sowie beeindruckende Fundstücke des Landes präsentiert. Aufgrund der Größe der Anlage sollten Gäste für den Besuch durchaus einen halben Tag einplanen. Neben der indischen Geschichte beherbergt das Museum auch Exponate aus anderen Regionen der Welt.

Ebenfalls erwähnenswert ist das Gandhi Smirti, ein Museum, welches dem geistigen Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Mahatma Gandhi, gewidmet ist. Gandhi verbrachte die letzten Tages seines Lebens in dem Haus, bevor er im Frühjahr 1948 einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

Neben ihren Museen ist die Stadt insbesondere für ihre Bauwerke bekannt. Für viele Touristen einer der ersten (wenn auch nicht wichtigsten) Anlaufpunkte ist das Rashtrapati Bhavan, der Amtssitz des indischen Staatspräsidenten. Das Gebäude umfasst 340 Zimmer auf 4 Stockwerken und war nach seiner Erbauung zunächst der Palast des Vizekönigs, bevor die Residenz 1950 zum Sitz des Präsidenten wurde.
Östlich des Regierungsgebäudes liegt das India Gate, ein 42 Meter hoher Triumphbogen nach dem Vorbild des französischen Arc de Triumph, der als Mahnmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten gilt.

Architektonisch eindrucksvoll ist auch das Humayun Mausoleum im Stadtteil Nizamuddin. Das imposante Gebäude wurde im 16 Jahrhundert errichtet und dient als Grabstätte für den einstiegen Herrscher des Mogulreiches, Nasiruddin Muhammad Humayun. Ebenso beeindruckend, wenn auch wesentlich jünger, ist der Lotustempel im Stadtteil Bahapur. Wie der Name bereits vermuten lässt, gleicht das Gebäude einer riesigen Lotusblüte. Erbaut wurde das Gebäude während der 1970er und 1980er Jahre und dient seit seiner Eröffnung im Jahr 1984 als Tempel der Bahai-Religion.

Reisende, die nicht nur das kulturhistorische Erbe der Stadt betrachten wollen, begeben sich zum „Connaught Place“, dem Finanz- und Geschäftszentrum Neu-Delhis. Hier finden Touristen zahlreiche Geschäfte und Restaurants sowie den beliebten Palika Bazaar.

Wer sich bereits in der Hauptstadt befindet, kann ein Abstecher zum Yamuna machen, einem der wichtigsten Nebenflüsse des Ganges. Aufgrund der starken Verschmutzung gilt der Fluss als tot, wird aufgrund seiner religiösen Bedeutung dennoch häufig besucht. Mittlerweile gibt es diverse Projekte, die versuchen der Umweltverschmutzung Herr zu werden.

Lakhnau

Lakhnau City

Lakhnau

Die Hauptstadt des Bundesstaates Uttar Pradesh gilt mit ihren 2,8 Millionen Einwohnern als Industriezentrum und Verkehrsknoten der Region. Entlang des Südufers des Gomti Flusses liegen einige der historischen Sehenswürdigkeiten, welche die Stadt zu bieten hat.
Darüber hinaus sind der Mankameshwar-Tempel, der Dilkusha-Garten sowie der städtische Zoo einen Besuch wert. Im Sommer übertritt der Gomti die Ufer aufgrund der anhaltenden Regenfälle während des Monsun und verwandelt die Stadt in eine andere Welt.

Agra

Taj Mahal

Das Taj Mahal in Agra

Zwar zählt die Stadt Agra mit ihren knapp 1,6 Millionen Einwohnern keineswegs zu den größten Städten des Landes, sehr wohl aber zu denen mit der größten touristischen Bedeutung. Neben dem sagenumwobenen Taj Mahal beherbergt die Stadt noch weitere Sehenswürdigkeiten und Attraktion. Für viele Reisende ist ein Besuch der Stadt einer der ausschlaggebenden Gründe für eine Reise nach Indien.

Wichtigster Anlaufpunkt für Touristen aus aller Welt ist natürlich das bereits erwähnte Taj Mahal. Ebenso faszinierend wie das Bauwerk selbst ist für viele Romantiker auch die Geschichte hinter dem legendären Mausoleum. Im 17 Jahrhundert ließ der Großmogul Shah Jahan das palastartige Anwesen für seine große verstorbene Liebe Mumtaz Mahal errichten. Noch heute ist das Taj Mahal ein Ort, den viele frisch vermählte Ehepaare aufsuchen, um ihre gegenseitige Liebe zu bestärken. Seit 1983 zählt das Bauwerk zum UNESCO Weltkulturerbe.

Ebenfalls von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde im selben Jahr das sogenannte Rote Fort. Die beeindruckende Festungsanlage wird noch heute in einigen Teilen militärisch genutzt und ist nur stellenweise für Touristen zugänglich.

Sehr empfehlenswert ist zudem der Besuch des Itimad-ud-Daula-Mausoleums, welches, wie auch das Taj Mahal, im 17 Jahrhundert erbaut wurde. Zwar verfügt das Mausoleum schon aufgrund seiner Ausmaße nicht über die gleiche opulente Optik wie das Taj Mahal, die Ausstattung der Grabstätte ist jedoch überaus kostbar. Vor allem die Steinintarsien und Stuckarbeiten beeindrucken jedes Jahr unzählige Besucher. Die Anleihen, die das Taj Mahal von diesem nur wenige Jahre älterem Bauwerk übernommen hat, sind nicht zu verkennen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Neu-Delhi sind das Akbar-Mausoleum und der Meena Bazar. Darüber hinaus ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die rund 40 Kilometer westlich gelegene ehemalige Hauptstadt des Mogulreiches, die heute ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe zählt und deren Königspalast und Moschee zu beliebten Touristenzielen gehören.

Varanasi

Varanasi

Varanasi

Varansi liegt im Bundesstaat Uttar Pradesh unmittelbar am Ganges und gilt als die heiligste Stätte des Hinduismus. Bei Touristen ist sie vor allem aufgrund ihrer Architektur und ihrer Lage beleibt.

Jaisalmer

Jaisalmer

Jaisalmer

Die Stadt im indischen Bundesstaat Rajasthan liegt inmitten der Wüste Thar und beherbergt lediglich rund 60.000 Einwohner. Die Stadt lockt vor allem mit ihrer mittelalterlichen Festung und dem historischen Stadtkern seit einigen Jahren wieder zunehmend Besucher in die Region. Die Bergfestung ist eine von sechs Festungen in Rajasthan, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Knapp sechs Kilometer nördlich der Stadt befindet sich zudem das beeindruckende Scheingrab Bada Bagh, dessen Vielzahl an kleinen Türmen Erinnerungen an eine längst vergessene Zeit wieder erblühen lassen. Die Bergfestung gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe.

Jaipur

Jaipur

Hawa Mahal in Jaipur

Die Stadt hat mit ihren rund 3 Millionen Einwohnern gleich mehrere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das populärste Wahrzeichen der Stadt ist der Palast der Winde, der Hawa Mahal. Das Gebäude wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut, um es den Damen des Hofes zu ermöglichen, die beliebten Prozessionen mitzuerleben ohne dabei gesehen zu werden.

Nicht weniger beeindruckend ist der rund 100 Jahre später erbaute Stadtpalast, der heute als Museum zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Im südlichen Hof des Palastkomplexes liegt das Observatorium des ehemaligen Herrschers von Amber (gehört heute zu Janipur). Das Jantar Mantar diente zur Bestimmung der Position und Bewegung der Sterne und wurde zudem für Voraussagen über den Monsun genutzt. Seit 2010 gehört das Jantar Mantar zum UNESCO Weltkulturerbe.

Darüber hinaus ist die Stadt für ihre Festungen bekannt. Im Norden der Stadt erhebt sich das Fort Nahargah, das als Rückzugsort und letzte Verteidigungslinie gedacht war. Populärer ist jedoch das Fort Amber, ein ehemaliger Königspalast der Kachchwaha Dynastie, dessen Spiegelsaal weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist und seit 2013 ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. In unmittelbarer Nähe finden Reisende noch das Fort Jaigarh. Zwar ist die Anlage etwas seltener Anlaufpunkt für Touristenströme, wer sich allerdings bereits in der Region aufhält, sollte ruhig einen Blick riskieren. Neben der beeindruckenden Anlage ist das Fort vor allem aufgrund seiner Aussicht auf das Fort Amber und den Maota See einen Besuch wert.

Jodhpur

Jodhpur

Jodhpur

Die Stadt liegt im Osten der Wüste Thar und ist seit jeher ein beliebtes Reiseziel aufgrund ihrer Vielzahl an Palästen, Festungen und Tempeln. Zusätzlicher Höhepunkt eines jeden Besuchs ist allerdings die Stadt selbst. Ein Großteil der Häuser Jodhpurs wurde blau angestrichen, was ursprünglich ein Zeichen der Zugehörigkeit zur Kaste der Brahmanen war, später jedoch auch von anderen Bewohnern übernommen wurde. Aufgrund dieser Tatsache trägt Jodhpur auch den Titel „Blaue Stadt“.

Einen besonders guten Ausblick auf die eingefärbten Häuser erhält man von der historischen Meherangarh-Festung, die auf einem Felsen oberhalb der Stadt liegt. Nicht weit entfernt von der Anlage finden Urlauber den Umaid-Bhavan-Palast. Der Grundstein des imposanten Gebäudes wurde am 18. November 1929 gelegt. Die Fertigstellung dauerte allerdings weitere 14 Jahre. Heute ist der Palast aufgeteilt in ein Hotel, ein Museum und in die privaten Wohngemächer der adligen Familie.

Udaipur

Lake Place Hotel in Udaipur

Lake Place Hotel in Udaipur

Die weiße Stadt liegt im südlichen Rajasthan und ist mit rund 450.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt im Bundesstaat. Internationale Bekanntheit erlangt hat Udaipur durch sein bemerkenswertes Lake Place Hotel, das im James Bond Film Octopussy eine wichtige Rolle spielt. Populäre Touristendestinationen sind aber auch der Stadtpalast, die Altstadt, der Jagdish-Tempel oder Pichola-See.

Der Stadtpalast beherbergt heute das City Palace Museum, welches sich vor allem mit Einrichtungen aus der Zeit als der Teil des Palastes noch bewohnt war beschäftigt.

Nördlich des Stadtpalastes liegt der Garten der Jungfern, der Saheliyon-Ki-Bari. Bekannt ist die Anlage vor allem für ihre zahlreichen Wasserspiele und das kleine Museum, welches das ursprüngliche Leben im Königshaus widerspiegelt. Ebenfalls in der Nähe des Palastes liegt der architektonisch eindrucksvolle Jagdish-Tempel, der zu den bedeutendsten Hindubauten in Udaipur gehört.

Ajmer

Ajmer

Ajmer

Neben der Adhai-din-ka-Jhonpra-Moschee ist die Stadt insbesondere bekannt für den Akbar-Palast, den Nasiyan-Mandir-Tempel sowie den Khobra-Behroon-Tempel. Eine besondere religiöse Bedeutung erhält die Stadt durch das Grabmal des Khwaja Muin-ud-din Chishti, einem islamischen Sufi.

Indore

Indore

Indore

Die Stadt im Bundesstaat Madyha Pradesh gilt als wichtiges Kulturzentrum der Region sowie als zentraler Verkehrsknoten.

Neben diverse Museen, Theatern und Kinos gibt es auch einige Bauwerke und Plätze von kulturhistorischer Bedeutung. Wahrzeichen der Stadt ist der Raj-Wada-Palast im Herzen der Stadt. Erwähnenswert sind darüber hinaus Manik-Bagh-Palast, der heute als Amtsgebäude fungiert, und der direkt am Ufer des Khan stehende Lal-Bagh-Palast.

Khajuraho

Khajuraho

Khajuraho

Im Norden des Bundesstaates Madhya Pradesh liegt die kleine Stadt Khajuraho. Eigentlich von touristisch untergeordnetem Interesse, findet man hier auch eine Ansammlung mehrerer Dutzend Hindu- und Janitempel mit unzähligen, teils erotischen, Skulpturen. Seit 1986 zählen die Bauten zum UNESCO Weltkulturerbe.

Einige Kilometer von der Stadt entfernt liegt zudem der Panna Nationalpark, der eine Vielzahl an bedrohten Arten beherbergt.

Gwalior

Fort Gwalior

Fort Gwalior

Ebenfalls im Norden des Bundesstaates Madhya Pradesh gelegen, ist die Stadt vor allem für das historische Fort Gwailor bekannt, welches sich majestätisch über der Stadt erhebt. Weiterhin gibt es einige sehenswerte Tempel (u.a. im Fort) sowie das imposante Gaus-Mohammad-Grab und den Jai-Vilas-Palast, der noch immer von den Nachfahren des Maharadscha bewohnt wird.

Bhopal

Taj-ul-Masajid

Taj-ul-Masajid

Die Stadt der Seen liegt am Ufer eines künstlich geschaffenen Sees auf dem Vindhya Plateau. Neben verschiedenen kulturellen Angeboten sind vor allem das Altstadtviertel und die Taj-ul-Masajid-Moschee einen Besuch wert. Das Bauwerk zählt zu den größten Moscheen des Landes und liegt in unmittelbarer Nähe zum See.

Nordostindien

Nordostindien Karte

Nordostindien auf der Karte.

Der Nordosten des Landes grenzt an Nepal, Buthan, Myanmar und schließt zudem den Staat Bangladesch am Golf von Bengalen ein.

Patna

Patna Indien

Pilger in Patna

Die Stadt Patna im Bundesstaat Bihar hat vor allem für die Sikhs eine religiöse Bedeutung, wurde hier doch ihr letzter menschlicher Guru geboren. Der Schrein Harmandirji, der seinen Geburtsort markiert dient auch heute noch als Pilgerstätte.

Weitere Attraktionen sind die orientalische Bibliothek sowie verschiedene Moscheen. Bemerkenswert ist zudem das Golghar, ein Kornspeicher aus dem Jahr 1786, welcher im Stil einer Stupa errichtet wurde.

Arrah

Aranya-Devi Tempel Arrah

Aranya-Devi Tempel

Ebenfalls im Bundesstaat Bihar, nur knapp 40 Kilometer von Patna entfernt, liegt die Stadt Arrah. Aus touristischer Sicht interessant sind hier vor allem der Aranya-Devi-Tempel sowie die Shahi-Masjid– und die Maulabagh-Moschee.

Girdih

Parasnath Hill

Parasnath Hill

Die Stadt Girdih im Bundesstaat Jharkhand ist mit ihren rund 110.000 Einwohnern sicherlich kein Touristenmagnet, allerdings findet man in der unmittelbaren Umgebung der Stadt einige Sehenswürdigkeiten. 13 Kilometer östlich der Stadt liegen die Usri Wasserfälle. In nordöstlicher Richtung liegt der Khandoli Staudamm und knapp 30 km südlich der Stadt erstreckt sich der Berg Parasnath, der sowohl der höchste Berg der Bundesstaates ist, wie auch eines der bedeutendsten Heiligtümer des Jainismus.

Darjeeling

Darjeeling

Darjeeling

Die Stadt im Vorder-Himalaya, in deren Region der weltbekannte Darjeeling Tee angebaut wird, liegt im Norden des Bundesstaates Westbengalen auf einer Höhe von knapp 2200 Meter. Die Stadt selbst ist bereits eine Reise Wert. Aufgrund der wunderschönen landschaftlichen Einbettung und aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Himalaya, zieht es jedes Jahr zahlreichen einheimische und ausländische Touristen in die idyllische Stadt. Darüber hinaus hat Darjeeling (auf Deutsch auch Darjiling) aber auch zahlreiche weitere Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Beliebte Aussichtspunkte sind der Tiger Hill oder auch der Bhanu-Bhakta-Sarani, der um die Nordseite des Observatory Hill führt und eine gute Aussicht auf den 8000er Kangchendzönga erlaubt.

Knapp 8 km südlich der Stadt liegt das Ghoom Kloster. Reisende können mit dem Toy Train, einer Schmalspur-Eisenbahn, welche seit 1999 zum Weltkulturerbe gehört, dort hin gelangen. Ebenfalls bei Besuchern sehr beliebt ist das Thupten-Sangha-Chöling, ein großes tibetanisches Kloster mit einer reich geschmückten Gebetshalle.

Entspannt flanieren lässt es sich im Lyods Botanical Garden oder im städtischen Zoo. Wer hingegen noch einige Besorgungen zu erledigen hat besucht „The Mall“, eine alte Einkaufsstraße aus der Kolonialzeit, die verschiedene Geschäfte, Cafes und Restaurants beherbergt. Darüber hinaus bietet die Stadt noch einige Museen und andere traditionsreiche Gebäude aus der Kolonialzeit.

Kalkutta

Victoria Memorial Kalkutta

Victoria Memorial Kalkutta

Kalkutta ist die Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen und darüber hinaus mit knapp 4,5 Millionen Einwohnern die siebtgrößte Stadt in ganz Indien. Bis 1911 war Kalkutta die Hauptstadt Britisch-Indiens und ist auch heute noch ein bedeutendes Kulturzentrum und wichtiger Verkehrsknoten im Nordosten des Landes.

Wie man es von einer Stadt dieser Größe erwartet, bietet Kalkutta zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Atmosphärisch setzt sich die Stadt deutlich von Neu-Delhi oder Mumbai ab.

Kalkutta hat eine sehr lebendige Kunst- und Kulturszene, in der vor allem die Darstellende Kunst eine bedeutende Rollen spielt. Darüber hinaus verfügt die Stadt über zahlreiche Museen. Unter anderem findet man in der Stadt das Indische Museum (Indian Museum Kolkata), welches als ältestes Museum des Subkontinents gilt und neben seinen diversen Ausstellungen auch mit seiner Architektur beeindrucken kann. Ebenfalls empfehlenswert sind zudem die Calcutta Gallery sowie das Birla Planetarium, welches als das größte Asiens gilt, sowie die Academy of Fine Arts.

Natürlich hat die Stadt auch in architektonischer Hinsicht einige Highlights zu bieten. Eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt ist wohl das Victoria Memorial. Ganz aus weißem Marmor gestaltet erleuchtet das Bauwerk in Abendstunden in besonderem Glanz. Tagsüber können sich Besucher an den Gärten und Wasserläufen sowie der außergewöhnlichen Architektur erfreuen. In der Nähe des Victoria Memorial gelegen befindet sich die 1847 erbaute St. Paul’s Cathedral.

Auch einen Besuch wert ist das Fort William. Reisende sollten allerdings beachten, dass die Anlage nur zu bestimmten Anlässen für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Ein wahrer Touristenmagnet ist der Marble Palace, der Marmorpalast. Das 1835 erbaute Haus gilt als eines der schönsten und edelsten Bauwerke des 19. Jahrhunderts in Indien. Direkt nebenan befindet sich der Marble Palace Zoo, der heute allerdings eher als Vogelhaus dient.
Eine der wichtigsten religiösen Stätten in Kalkutta ist der Kalighat-Tempel, welcher der Göttin Kali gewidmet ist und mitten im Zentrum der Stadt liegt.

Ein besonderes Bauwerk der etwas anderen Art ist die Howrah Bridge. Die 656 m lange Stahlauslegerbrücke erstreckt sich in einer Höhe von 82 m über den Hugli und gehört zu den größten Exemplaren ihrer Art weltweit.

Reisende, die hingegen ein wenig Ruhe und Entspannung suchen, finden diese in den zahlreichen Parks der Stadt. Im Maidan-Park oder im botanischen Garten können Urlauber die idyllische Atmosphäre genießen und beim Flanieren ihren Gedanken freien Lauf lassen.

Gangtok

Gangtok Sikkim

Gangtok

Die kleine Stadt liegt im Bundesstaat Sikkim zwischen Nepal und Buthan auf 1800 Meter Höhe und gilt als eines der bedeutendsten buddhistischen Zentren der Region. Entsprechend ist das Stadtbild durch verschiedene Schulen und Tempel der buddhistischen Lehre geprägt.

Eigentliches Highlight ist aber die Stadt selbst. Ihre zauberhafte Lage sowie die kleinen Parks und Gärten unterstreichen nur die idyllische Atmosphäre Gangtoks. Allein der Blick auf die Stadt vom Ganesh-Tok Aussichtspunkt reicht aus, um für einen Moment alles zu vergessen und einfach nur zu genießen.

Westindien

Westindien Karte

Westindien

Westindien erstreckt sich entlang der Küste zum Arabischen Meer.

Junagadh

Girnar Hills

Girnar Hills nahe Junagadh

Die Stadt im indischen Bundesstaat Gujarat zählt rund 320.00 Einwohner und kann mit einigen historischen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Am Ostrand der Stadt fand man verschiedene Inschriften auf einem Felsblock, von denen die älteste auf rund 250 Jahre v. Chr. datiert wird.

Nicht weit entfernt erheben sich die Girnar Hills, die eine wichtige Pilgerstätte für Anhänger des Jainismus sind. Der Gipfel lässt sich über eine Treppe mit mehreren tausend Stufen erreichen.

Ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt das buddhistische Höhlenkloster sowie das Fort Uparkok.

Architektonisch eindrucksvoll ist zudem der Mohabbat-Maqbara-Palast. Bei dem Gebäude handelt es sich allerdings um ein Mausoleum. Besonders prägnant sind die vier, das Gebäude umgebenden, Minaretten und die auffälligen Zwiebelhelm-ähnlichen Dächer.

Vadodara

Laxmi Vilas Palace

Laxmi Vilas Palace

Die Universitätsstadt in Gujarat lockt vor allem mit ihrer atmosphärischen Altstadt, in deren Nordwesten der Nazarbaugh-Palast liegt. Prachtvoller ist jedoch der Laxmi Vilas Palace, der im Jahr 1878 errichtet wurde und heute ein Museum und eine Galerie beherbergt. Weiterhin findet man in der Stadt einige Museen und einen Zoo.

Von besonderem historischen Interesse ist der rund 45 Kilometer entfernte Champaner Pavagadh Archaeological Park, der seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört und in dem zahlreiche noch unerschlossene Ruinen der altertümlichen Stadt Champaner liegen.

Mumbai

Mumbai Sehenswürdigkeiten

Das Gate to India gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Mumbai.

Die Stadt an der Westküste des Landes ist mit rund 12,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt auf dem indischen Subkontinent und bietet Urlaubern und Touristen alles, was man von einer Stadt dieser Größenordnung erwartet. Die Metropole gilt nicht nur als Verkehrsknoten, sondern ist auch ein Zentrum für Kunst und Kultur. Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur können Reisende von Mumbai aus die gesamte Region bereisen.

Mumbai (bis 1996: Bombay) verfügt über ein reiches Angebot an Theatern und ist die Heimat einer begnadeten musikalischen Szene. In den zahlreichen Clubs und Bars treten oftmals einheimische Musiker auf und internationale Künstler füllen die großen Konzerthallen der Stadt.

Eine ebenso große Vielfalt besteht auch bei den Museen der Stadt. Eines der bekanntesten Einrichtungen ist wohl das frühere Prince-of-Wales Museum, das heute Chhatrapati-Shivaji-Maharaj Museum heißt. In dem imposanten Kolonialbau mit weißer Kuppel werden vor allem Gemälde und Skulpturen ausgestellt. In unmittelbarer Nähe liegt die Jehangir Art Gallery, die wichtigste Galerie für zeitgenössische Kunst in Mumbai.

Abseits seiner kulturellen Szene ist die Stadt aber vor allem für ihre opulenten Bauwerke berühmt. Im Stadtteil Coloba finden Urlauber zum Beispiel das Gateway of India, eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt, sowie das imposante Taj Mahal Palace Hotel, in welchem bereits zahlreiche Berühmtheiten wie die Beatles, Mick Jagger oder Bill Clinton übernachtet haben.

Im Süden der Stadt befindet sich das Fort-Viertel. Hier befindet sich auch der Chhatrapati-Shivaji-Terminus, einer der größten und meistfrequentiertesten Bahnhöfe der Welt. Das Gebäude im Stil der viktorianischen Neogotik gehört seit 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe und bietet einen wahrhaft atemberaubenden Anblick.

Nördlich des Fort-Viertels erstreckt sich die Altstadt mit ihren zahlreichen Basaren.
Von ganz besonderer Schönheit, insbesondere in den Stunden der Abenddämmerung, ist das Haji-Ali-Daragh, eine Moschee, die sich auf einer kleinen Insel unmittelbar vor der Küste befindet und über einen zementierten Weg während der Ebbe das Bauwerk mit dem Festland verbindet.
In den Malabra Hills liegen die Türme des Schweigens, sogenannte Dakhma, die als Begräbnisstätten für die Parsen genutzt wurden. Ganz in der Nähe können Besucher zudem die Hängenden Gärten von Mumbai besichtigen, eine Ansammlung von Ziergärten, in denen Urlauber Büsche und Sträucher in Formen von verschiedenen Tierarten bestaunen können.

Ebenfalls bei Touristen recht beliebt ist der Sanjay-Ghandi Nationalpark im Norden der Stadt. Neben den über 100 Kanheri-Höhlen, die in früheren Zeiten von buddhistischen Mönchen genutzt wurden, beeindruckt der Park vor allem mit der hiesigen Flora und Fauna.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Mumbai Reiseführer.

Aurangabad

Bibi-Ka-Maqbara Aurangabad

Bibi-Ka-Maqbara Mausoleum in Aurangabad

Die Millionenstadt im Bundesstaat Maharashtra bietet neben ihren zahlreichen Attraktionen eine idealen Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region.

Knapp 30 Kilometer westlich von der Stadt entfernt liegt das Dorf Elora, welches für seinen Komplex aus 34 Höhlentempeln bekannt ist und seit dem Jahr 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Auf dem Weg dorthin haben Reisende die Möglichkeit, sich die Kleinstadt Khuldabad mit ihren zahlreichen Grabmälern indischer Persönlichkeiten anzuschauen oder in der Festungsstadt Daulatabad Halt zu machen.

Etwa 90 Kilometer nördlich der Stadt befinden sich die Ajanta Höhlen, eine Reihe von wiederentdeckten buddhistischen Höhlenanlagen mit einzigartigen Wandmalereien und Skulpturen, die ebenfalls seit 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Allerdings hat auch die Stadt selbst einige Sehenswürdigkeiten zu verzeichnen. Neben den Stadttoren und den historischen Bewässerungsanlagen ist es vor allem das Bibi-Ka-Maqbara-Mausoleum mit seine, Minaretten, dessen imposante Erscheinung regelmäßig Besucher in seinen Bann zieht.

Goa (Bundestaat)

Goa Party in Goa, Indien

Goa Party

Goa ist der kleinste Bundesstaat Indiens und liegt direkt an Westküste des Landes. Goa verfügt über herrliche Strände und ist seit jeher ein Anlaufpunkt für Freigeister. Bereist in den 1960er Jahren glich der Bundesstaat einer Pilgerstätte für Hippies. Auch heute noch hat die Region ihren Flair und Charme der damaligen Zeit nicht ganz verloren. Westlichen Besuchern kommt zudem gelegen, dass der Alltag in Goa weitaus liberaler vonstattengeht als in den meisten anderen Teilen des Landes.

Neben den verschiedenen Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten findet man in Goa zudem noch ein recht lebendiges Nachtleben. Bekannt sind insbesondere die opulenten Outdoorpartys, welche momentan jedoch zunehmend durch die Behörden blockiert werden. In den vergangenen Jahren hat sich eine Untergrundszene etabliert, die allerdings nicht immer leicht aufzuspüren ist. Am lebendigsten ist sie zur Zeit in Anjuna, Vagator, Arambol, Mojim und Palolem.

Anders als der Rest Indiens war Goa einst eine portugiesische Enklave. Auch heute findet man in vielen Städten noch immer Bauwerke und Einrichtungen als Zeugen dieser Zeit. Dies gilt auch für die Hauptstadt Panaji, die von vielen Besuchern nur als Verkehrsknoten und Einkaufsgegend wahrgenommen wird. Besonders empfehlenswert ist das Fontainhas-Viertel, welches einen atmosphärischen Anlaufpunkt für einen kleinen Stadtbummel bietet.

Die Stadt Velha Goa (manchmal auch Alt-Goa o. Old-Goa) war die einstige Hauptstadt der Kolonie Portugiesisch-Indien. Noch immer zeugen viele Bauwerke von der einstigen portugiesischen Herrschaft. Vor allem die säkularen Bauten locken jedes Jahr zahlreiche einheimische wie ausländische Touristen in die Stadt. Seit 1986 gehören die Kirchen und Klöster der Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Viele Reisende zieht es an den Strand von Anjuna. Hier treffen sich vor allem in den Abendstunden allerlei Freigeister und Künstler und prägen entscheidend die Atmosphäre im nördlich gelegenen Anjuna. Schöner noch ist es jedoch am Vagator und Chapora Beach. In der Umgebung gibt es neben der Möglichkeit zur Entspannung auch mehrere kleine Sehenswürdigkeiten. Wesentlich lebendiger geht es in Calagunta zu. Der Ort macht allerdings weniger durch seine Schönheit auf sich aufmerksam als vielmehr durch den wachsenden Pauschaltourismus.

Bangalore

Bangalore Fort

Bangalore Fort

Die drittgrößte Stadt im Land liegt im Bundesstaat Karnataka und bietet neben verschiedenen kulturellen Attraktionen auch zahlreiche Aktivitätsmöglichkeiten sowie weitere architektonische Sehenswürdigkeiten, allem voran die Festung, das Parlamentsgebäude und der High Court oder auch der Palast von Bangalore.

Darüber hinaus gibt es in der Stadt unzählige Parks und Grünanlagen, die zum Flanieren und Entspannen einladen. Einer besonderes Beliebtheit bei Einheimischen wie auch bei Touristen erfreut sich der Lal Bagh Botanical Garden, der über 1000 verschiedene Pflanzenarten beherbergt.

Bidar

Bidar Fort

Bidar Fort

Die Stadt Bidar (ebenfalls im Bundesstaat Karnataka) liegt über 600 Kilometer westlich von Bangalore und ist vor allem für das berühmte Fort Bidar bekannt, welches zu den größten Anlagen seiner Art auf dem indischen Subkontinent zählt. Innerhalb des 1427 erbauten Forts finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Moscheen oder der Gagan-Mahal-Palast.

Bijapur

Gol Gumbaz Bijapur

Gol Gumbaz

Die Stadt liegt im Norden Karnatakas unweit der Grenze zum Nachbarstaat Maharaschtra. Bisher weitgehend vom Massentourismus ignoriert, konnte die Stadt in den letzten Jahren steigende Besucherzahlen verbuchen.

Ausschlaggebender Grund für diesen Zulauf dürften die zahlreichen Meisterleistungen der islamischen Architektur sein, die man über die gesamte Stadt verteilt findet. Vor allem das Gol Gumbaz, ein gigantischer Kuppelbau sowie das Grabmal von Ibrahim-Adil-Shah II., die Freitagsmoschee und die Zitadelle sind Höhepunkte historischer Baukunst.

Mysore

Chamundeshwari Temple

Chamundeshwari Temple

Rund 125 Kilometer südwestlich von Bangalore liegt die Stadt Mysore. Mysore ist seit jeher ein beliebtes Touristenziel. Besonders imposant ist der Chamundeshwari Tempel, der südöstlich des Zentrums auf dem Chamundi Hill liegt. Der knapp 40 Meter hohe Bau lässt sich über ein Treppe mit mehr als tausend Stufen erreichen.

Nicht weniger beeindruckend ist der Ambas-Vilas-Palast unmittelbar im Stadtzentrum. Der Grundriss des Palastes erinnert an den Buckingham Palace und vereint Elemente verschiedener Stilrichtungen. Auf dem Gelände des Amba-Vilas befinden sich zudem zwölf Hindutempel.

Einen wunderbaren Kontrast zu den Tempelanlagen und Heiligtümern der Stadt bietet die St. Philomena’s Church, deren Architektur stark an den Kölner Dom erinnert. Erbaut wurde die Kirche allerdings erst 1936.

Knapp 15 Kilometer nordöstlich von Mysore liegt die Kleinstadt Shrirangapattana, die momentan vor allem indische Touristen anzieht, sich aber auch bei ausländischen Besuchern in den letzten Jahren einer zunehmenden Popularität erfreut. Einige bemerkenswerte Bauten wie der Sri-Ranganathaswamy-Tempel, die Jama-Masjid-Moschee oder der Daria-Daulat-Bagh, ein vorwiegend aus Teakholz bestehender Sommerpalast, machen die Stadt zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.

Ostindien

Ostindien Karte

Zu Ostindien gehörende Gebiete-

Der Osten des Landes erstreckt sich entlang der Küste zum Golf von Bengalen.

Jagdalpur

Chitrakoot Waterfall

Chitrakoot Waterfall

Die Stadt im indischen Bundesstaat Chhattisgarh liegt direkt am Fluss Indravati und war einst die Hauptstadt des ehemaligen Fürstenstaates Bastar.

Nahe der Stadt liegt der Chitrakot Wasserfall (Chitrakoot Waterfall). Der indische Niagarafall ist der breiteste Wasserfall Indiens und besonders während des Monsun in den Monaten zwischen Juli und Oktober wächst das Hufeisenförmige Naturwunder zu seiner wahren Größe heran.

Ebenfalls außerhalb der Stadt (etwa 35 Kilometer südwestlich) liegt der Kanger-Ghati Nationalpark, wo Reisende neben verschiedenen bedrohten Tierarten auch den rund 90 m hohen Tiratgarh Wasserfall bewundern können.

Rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt liegen die Kailash- und Kotumsarhöhlen in ca. 2 km Tiefe.

In der Stadt selbst ist vor allem der Herrscher Palast, der noch immer von der ehemals königlichen Familie bewohnt wird, einen Besuch wert.

Raipur

Der Sirpur Tempel nahe Raipur.

Der Sirpur Tempel nahe Raipur.

Die Millionenstadt liegt ebenfalls im Bundesstaat Chhattisgarh und hat Besuchern eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt zu bieten.

Zunächst findet man in Raipur zahlreiche Museen und Galerien aber auch verschiedene Grünanlage sowie einen kleinen Zoo und sogar einen Vergnügungspark. Darüber hinaus können Touristen hier aber auch einige Bauwerke besichtigen, wie das Shaheed-Smarak-Bhavan Gebäude, das Mahakaushal-Kala-Parishad oder aber die beeindruckende Statue des Swami Vivekananda direkt am Budha Talab See.

Interessanter als die Stadt selbst sind jedoch die Attraktionen, die man in der weiteren Umgebung von Raipur findet. Insbesondere die Pilgerstätte Sirpur, welche rund 75 Kilometer außerhalb der Stadt liegt ist von historischem Interesse.

Über 100 km entfernt ist der beeindruckende Bhoramdeo-Tempel. Ein Hindu-Tempel, welcher zu Ehren des Gottes Shiva errichtet wurde. (Wesentlich näher liegt die Kleinstadt Kawardha, die aus touristischer Hinsicht allerdings von untergeordnetem Interesse ist.) 60 km außerhalb der Stadt liegt das Dorf Champaran, das vor allem für seine vielen Tempel bekannt ist.

Puri

Puri, Indien

Puri

Die Stadt gilt mit ihren rund 200.000 Einwohnern als eine der heiligen Städte des Hinduismus. Den Grund dafür liefert der Jagannath-Tempel, den Anhänger anderer Religionsgemeinschaften nicht betreten dürfen. Der innere Bereich des bemerkenswerten Gebäudes kann allerdings auch von Nicht-Hindus von einer Aussichtsplattform aus eingesehen werden.

Außerdem lockt die Stadt im Bundesstaat Odisha jedes Jahr unzählige Touristen mit ihrem langen Sandstrand. Des Weiteren ist Puri der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch der knapp 35 Kilometer entfernt liegenden Kleinstadt Kornak mit ihrem äußerst imposanten Sonnentempel.

Chandipur

Chandipur Beach, Strand

Chandipur Beach

Das kleine Ressort im Bundesstaat Odisha ist bekannt für seinen schönen Strand, der im Laufe der Gezeiten auf bis zu 4 Kilometer anwachsen kann.

Tirupti

Venkateswara-Swamy Temple

Venkateswara-Swamy Temple

Die Stadt im Bundesstaat Andhra Pradesh ist bekannt für ihre unzähligen Tempel.

Eines der wichtigsten Gotteshäuser ist der Venkateswara-Swamy Tempel, der rund 20 Kilometer nordwestlich des Stadtkern in den Tirumala Hills auf einer Höhe von etwa 850 m liegt.

Nicht weit von Tirumala entfernt finden Reisende den Kapila-Theertham Tempel, welcher der Gottheit Shiva zu Ehren erbaut wurde.Das Heiligtum beeindruckt vor allem durch seine Kulisse vor den steilen Felsen der Tirumala Hills und dem Wasserfall, der sich hinter dem Tempel ergießt.

Vijayawada

Prakasam Barrage

Prakasam Barrage

Die Stadt Vijayawada liegt am Nordufer der Krishna Flusses und ist nur einige Kilometer von der Ostküste des Landes entfernt. Die Millionenstadt ist bekannt für ihren Kanaka-Durga Tempel sowie für den Guandala-Matha Schrein.

Weiterhin gibt es in der Stadt verschiedene Museen, Theater und Kinos sowie verschiedene Grünanlagen. Außerhalb der Stadt findet man unter anderem den Prakasam Staudamm (Prakasam Barrage) und verschiedene Höhlensysteme. Vijayawada ist zudem die drittgrößte Stadt im Bundesstaat Andhra Pradesh.

Hyderabad

Hyderabad Sehenswürdigkeiten, Golkonda Fort

Hyderabad Sehenswürdigkeiten: Das Golkonda Fort.

Die Hauptstadt des Bundesstaates Andhra Pradesh hat mit ihren 7 Millionen Einwohnern eigentlich alles zu bieten, was man von einer Stadt dieser Größe erwartet. Die Stadt verfügt eine gut ausgebaute Infrastruktur und ist ein idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in der Region. Zwar gilt Hyderabad als Industriestadt trotzdem hat die Metropole zahlreiche Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Neben vielen Unterhaltungsmöglichkeiten wie Museen, Theater und Kinos, verfügt die Stadt über mehrere geschichtsträchtige Gebäude und Tempel, Moscheen und Paläste sowie das bekannte Golkonda Fort. Recht populär ist auch das Charminar Denkmal, welches mit einer Höhe von 56 m das Zentrum der Altstadt bildet und durch seine vier Minaretten eine beeindruckende Optik entfaltet.

Südindien

Südindien Karte

Südindien Karte

Die Südspitze des Landes besteht aus den beiden Bundesstaaten Tamil Nadu an der Ostküste und Kerala an der Westküste.

Je nach Definition liegen Städte wie Hyderabad oder Vijayawada in Ost- oder Südindien. Hier sind sie dem Osten zugeordnet (siehe oben)

Thiruvananthapuram

Die Hauptstadt des Bundesstaates Kerala gehört mit nur rund 750.000 Einwohnern zu den kleinsten Bundeshauptstädten des Landes, was allerdings keineswegs bedeutet, dass es hier nicht dich die eine oder andere Attraktion zu bewundern gäbe.

Padmanabhaswamy-Tempel

Padmanabhaswamy-Tempel

Vor allem der Padmanabhaswamy-Tempel hat in den letzte Jahren von sich Reden gemacht, nachdem im Jahr 2001 in den bisher verborgenen Kellergewölben der Anlage zahlreiche Edelsteine und Artefakte entdeckt wurden. Darüber hinaus ist der Tempel allerdings auch eines der imposantesten Bauwerke der Region und lockt somit jährlich unzählige Touristen in den Tempelbezirk. Das opulente Heiligtum zählt außerdem zu den 108 heiligen Orten des Vishnuismus.

Nicht weit entfernt befindet sich zudem der Puttan-Malika-Palast des ehemaligen Herrschers des Königreiches. Ein Teil des Gebäudes dient mittlerweile als öffentlich zugängliches Museum, in dem unter anderem der Elfenbeinthron der früheren Rajas zu bestaunen ist. Neben verschiedenen architektonischen Sehenswürdigkeiten findet man noch eine Reihe weiterer Attraktionen in der Stadt, u.a. verschiedene Museen und Galerien.

Knapp 15 Kilometer südlich von Thiruvananthapuram liegt der Badeort Kovalam, einer der idyllischsten Strände im Süden Indiens und ein äußerst beliebter Ausflugsort für wohlhabende Inder und ausländische Touristen gleichermaßen. Wer einige Tage entspannen und dem Stress einer Rundreise entfliehen möchte, ist in Kovalam genau richtig.

Kochi

Kochi India

Kochi

Direkt an der Westküste liegt die Stadt Kochi. Mit ihren 600.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt im Bundesstaat Kerala und insbesondere für das Fort Kochi bei Touristen bekannt. Unter anderem wurde hier der berühmte portugiesische Seefahrer Vasco da Gama beigesetzt, dessen Grabstein auch heute noch zu sehen ist. Weitere Höhepunkte des Forts sind die St. Framcis Church und die Santa-Cruz Basilika.

Ebenfalls Sehenswert ist der Stadtteil Mattancherry, in dem man zahlreiche historische Bauten findet und auch die beiden vorgelagerten Inseln Bolghatty Island und Vypeen Island sind einen Besuch wert.

Knapp 120 Kilometer südöstlich der Stadt liegt der Periyar Nationalpark. Teile des 770 km² großen Parks sind für den Touristenverkehr frei gegeben. Unter anderem findet man hier auch den vom Aussterben bedrohten Bengaltiger sowie Elefanten, Leoparden und über 300 verschiedene Vogelarten.

Kozhikode

Kuttichira Moschee, Mosque

Kuttichira Moschee

Mit weniger als einer halben Million Einwohnern ist die drittgrößte Stadt in Kerala kein Ort von allzu großem touristischem Interesse, dennoch findet man auch hier einige sehenswerte Objekte. Neben dem Tira-Tempel und der Kuttichira-Moschee sind es vor allem eine Reihe weiterer Gotteshäuser und Bauten, die für Besucher von Bedeutung sind.

Thanjavur

Brihadishvara Temple

Brihadishvara Temple in Thanjavur

Die Stadt im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ist vor allem für den eintausend Jahre alten Brihadishvara-Tempel bekannt. Der spitz zulaufende Tempelturm gilt mit seiner Höhe von über 60 Meter als einer der Höhepunkte mittelalterlicher hinduistischer Baukunst. Auf dem Gelände verteilt findet man zudem eine Anzahl kleinerer Tempel und Schreine. Das imposante Bauwerk gehört darüber hinaus seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe. Ebenfalls von historischer Bedeutung ist der Palast von Thanjavur.

Neben den verschiedenen Bauwerken war die Stadt vor allem bekannt für ihre Kunst und Kultur, deren Zeuge man auch heute noch in einem der zahlreichen Museen werden kann.

Maduri

Minakshi Temple

Minakshi Temple

Die Stadt zählt Dank des Minakshi-Tempels zu einem der wichtigsten Touristenziele im Bundesstaat Tamil Nadu. Der mehr als sechs Hektar große Tempelkomplex ist eine der Hauptattraktionen der Region.

Im östlichen Teil der Altstadt findet man darüber hinaus den Tirumalai-Nayak-Tempel aus dem 17. Jahrhundert, der ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten Maduris gehört.

Tiruchirapalli

Srirangam

Srirangam

Auch im Bundesstaat Tamil Nadu gelegen, ist Tiruchirapalli vor allem bekannt für die Tempelstadt Srirangam und den sich dort befindlichen Ranganathaswami-Tempel, der zu den wichtigsten Vishnu-Heiligtümern im Süden des Landes zählt.

Nicht weniger beeindruckend ist das die Festungsanlage der Stadt, die sich rund 80 Meter über der Stadt erhebt. Das sogenannte „Rock Fort“ wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut und bietet einen wunderschönen Ausblick auf Tiruchirapalli.

Chennai

In der Hauptstadt des Bundesstaats Tamil Nadu leben rund 4,7 Millionen Menschen. Die Stadt liegt unmittelbar an der Ostküste der Südspitze und hat Reisenden zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zu bieten.

Eines der beeindruckendsten Gebäude der Stadt ist sicherlich die im neogotischen Stil erbaute St. Thomas Basilika. Des Weiteren findet man in der Stadt unzählige Hindutempel und andere Sakralbauten, die das Stadtbild prägen. Darüber hinaus sind der Madras High Court und das Fort St. George einen Besuch wert.

Neben verschiedenen architektonischen Attraktionen gibt es in der Stadt außerdem einige Parks sowie verschiedene Museen und viele Freizeitmöglichkeiten. Insbesondere der Marina Beach ist bei Einheimischen wie auch bei Touristen sehr beliebt.
Rund 50 Kilometer südlich von Chennai liegt die Kleinstadt Mamallapuram, die vor allem für ihren am Strand gelegenen Tempelbezirk bekannt ist, der seit 1985 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Geschichte

Im 13. Jahrhundert gelang es verschiedenen islamischen Turkvölkern nach Indien einzudringen und die Region um Delhi und die Ganges-Ebene zu erobern. Allerdings gelang es dem errichteten Sultanat nicht, seine Stellung dauerhaft zu festigen. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde der Norden Indiens von den zentralasiatischen Moguln überrannt. Zunächst zeichnet sich das Mongulreich unter dem Herrscher Akbar durch Reformen und religiöse Toleranz aus. Der Führungsstil änderte sich jedoch, als in der Mitte des 17. Jahrhunderts der Herrscher Aurangzeb an die Macht kam.

Die Folgejahren waren gekennzeichnet von ausufernden Konflikten zwischen Muslimen und Hindus. Hindutempel wurden abgerissen und die freie Religionsausübung erheblich eingeschränkt. Die zunehmenden Steuerlasten, insbesondere für die Landbevölkerung, brachten Indien an seine Grenzen und resultierten in einen gewaltigen Revolution, die schließlich das Zerbrechen des Mongulreiches einläutete. Zunächst noch bemühten sich die Herrscher, welche einst den Monguln unterstanden, die Macht an sich zu reißen, scheiterten jedoch zum einen am Widerstand der Bevölkerung und zum anderen am Vordringen neuer Parteien, die alle ihren Anspruch auf Indien geltend machen wollten.

Afghanistan drang von Nordwesten nach Indien ein, während außerdem französische und britische sowie portugiesische Kräfte ihre Kolonialbemühungen verstärkten und verschiedene Seiten in den Kämpfen um die Nachfolge unterstützten. Aus den Kolonialmächten erhob sich Großbritannien bald als Sieger, nachdem dieses in der Schlacht von Plassey im Jahr 1757 die Bengalen besiegten und den Beginn der britischen Herrschaft, ausgeführt durch die Ostindien-Kompanie, im Land einläutete.

Britische Herrschaft

In den folgenden Jahrzehnten sicherten sich die Briten, mit Hilfe von Tributzahlungen und Souveränitätsabtretungen, militärische Allianzen mit den Landesfürsten, welche wiederum die Ostindienkompanie bei ihrem Kolonialisierungsvorhaben unterstützten. Südindien und die Gangesebene fielen gegen Ende des 18 Jahrhunderts unter die britische Herrschaft, gefolgt von Zentral-und Nordostindien sowie die Provinz Punjab im Jahr 1849. Während dieser Jahre der territorialen Expansion wurden die eroberten Bereiche und insbesondere die Landbevölkerung gnadenlos ausgebeutet. Der Landbesitz wurde reguliert und es wurden vermehrt Steuern erhoben und eingetrieben. Es folgten schlimme Hungersnöte und das Zusammenbrechen eines bedeutenden Teils der indischen Industrie. Durch den Import billiger Stoffe aus England verloren unzählige indische Weber und Färber, aufgrund der beginnenden Maschinenproduktion, ihre Arbeit. Das Land wurde zusehends auf den Status eines Rohstoffproduzenten reduziert.

Weiterhin bemühten sich die britischen Besatzer um die Missionierung der Bevölkerung und es wurden Reformen des indischen Zivil- und Strafrechts durchgeführt. Unmenschliche Praktiken, wie die Witwenverbrennungen und Ritualmorde wurden verboten. An den Schulen wurde westlicher Unterricht in englischer Sprache eingeführt und weitere Reformen veränderten die indische Kultur zusehends. Die grundlegenden Veränderungen, die mit der Herrschaft der britischen Krone, bzw. der Ostindienkompanie, im Land Einzug hielten führten schließlich im Jahr 1857 zu einer gewalttätigen Rebellion, die sich von Seiten der bäuerlichen Bevölkerung und vieler indischer Söldner gegen die britische Kolonialherrschaft über das Land richtete. Der Aufstand konnte jedoch schon im nächsten Jahr blutig niedergeschlagen werden. 1858 wurde Britische-Indien dann zu einer formellen Kronkolonie und Königin Viktoria im Jahr 1877 zur Kaiserin des Landes proklamiert, an dessen Regierungsspitze ein Vizekönig gesetzt wurde.

Die Trennung zwischen Briten und Indern war radikal. Viele Berufe durften von Indern nicht ausgeübt werden. Zudem wurden sie von der britischen Bevölkerung als minderwertig erachtet und auch dementsprechend behandelt. Als im Jahr 1885 der Indische Nationalkongress gegründet wurde, ahnten die Briten noch nicht, dass diese Institution einmal das Sprachrohr des neu aufflammenden indischen Nationalismus werden sollte. Sowohl Hindus wie auch Muslime begannen sich in den folgenden Jahren zu organisieren und versuchten für ihre Rechte einzutreten. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts kam es nach der Teilung der Provinz Bengalen zu massiven Protesten und Ausschreitungen. Die Rufe nach einer eigenen Regierung worden immer lauter, woraufhin die britische Krone mit einer Verfassungsreform antwortete, welche den Anteil der indischen Mitglieder des Legislativrates erhöhte und separate Wählerschaften für Muslime einführte.

Indien im ersten Weltkrieg

Mahatma Gandhi

Mahatma Gandhi

Während des Ersten Weltkrieges kam es erneut zu Auseinandersetzungen, die zum Teil blutig niedergeschlagen wurden. Dennoch organisierten sich der Indische Kongress und die Muslimliga gemeinsam, was deutliche Zugeständnisse der britischen Krone zur Folge hatte. Eine neue Verfassung sicherte 10% der männlichen Erwachsenen das Wahlrecht zu. Darüber hinaus erhielten die Provinzen finanzielle und gesetzgeberische Kompetenzen. Mahatma Gandhi, der mittlerweile die Führung im Indischen Kongress innehatte, lehnte dies allerdings als unzureichend ab und rief zu gewaltfreiem Widerstand auf, der trotz seiner Inhaftierung anhielt. Jahre später verabschiedete die Regierung in London 1935 dann eine neue Verfassung, welche allerdings die Frage nach der Unabhängigkeit Indiens umging.

Indien im zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges kam es erneut zu Ausschreitungen im Land. Nach 1945 entschloss sich die britische Regierung endgültig für einen Rückzug aus Indien. Zudem sollte ein muslimischer Staat (heute Pakistan) aus dem indischen Territorium hervorgehen. Die Teilung des Landes im Jahr 1947 und der Rückzug der Briten konnten die Religionskonflikte allerdings nicht lösen. Es kam zu Unruhen und Konflikten mit tausenden von Toten.

Gandhi, der sich gegen eine Teilung des Landes ausgesprochen hatte, machte sich nun für eine faire Behandlung Pakistans stark, woraufhin er 1948 von einem hinduistischen Fundamentalisten erschossen wurde. Am 26. November 1949 konstituierte sich Indien als Republik. Ein Jahr später trat die erste indische Verfassung in Kraft. 1954 und 1961 wurden schließlich die letzten Kolonien auf indischen Territorium beseitigt. Mitte der 1970er Jahre annektierte die indische Regierung das Königreich Sikkim und wurde somit zum 22. Bundesstaat Indiens. Insbesondere die 1970er und 1980er Jahre waren geprägt durch Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn Pakistan und zunehmenden Separationsbewegungen im eigenen Land. Aber auch in den vergangenen beiden Jahrzehnten kam es häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der verschiedenen Religionen, die auch durch die neue wirtschaftliche Stärke des Landes nicht gemindert werden konnte.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indien ein Visum. Ein Touristenvisum ist ab dem Tag, an welchem es ausgestellt wurde, grundsätzlich für 180 Tage gültig und erlaubt die mehrfache Einreise.

Beantragt werden kann ein entsprechendes Visum bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung. Abhängig von der Art des Aufenthalts gibt es verschiedene Visa. Reisende sollten ein entsprechendes Visum beantragen, da es andernfalls zur Ausweisung durch die indischen Behörden kommen kann. Unterschieden wird zwischen Tourist-, Transit-, Business-, Employment-, Student- oder Entryvisa für Ausländer indischer Abstammung. Jedes Visum unterliegt verschiedenen Konditionen.

Touristenvsium

Ein Touristenvsium erlaubt zwar die mehrfache Einreise und hat eine Gültigkeitsdauer von 180 Tagen, kann allerdings in Indien nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa eine schwerwiegende Krankheit oder ähnliches, verlängert werden. Darüber hinaus muss der Nachweis über ein Rückflugticket (bzw. ein Nachweis über die ausreichenden finanziellen Mittel um ein solches zu erwerben) erbracht werden. Die Kosten für ein Touristenvisum belaufen sich auf 50 Euro.

Transitvisum

Ein Transitvisum hingegen berechtigt zu einem Aufenthalt von 15 Tagen und erlaubt die einmalige Einreise. Darüber hinaus muss ein Weiterflugticket vorgewiesen werden können. Ebenso wie das Touristenvisum, kann das Transitvisum nur in bestimmten Ausnahmesituationen verlängert werden. Die Kosten für ein Transitvisum belaufen sich auf 25 Euro.

Businessvisum

Ein Businessvisum erlaubt es dem Besitzer sich bis zu 5 Jahren in Indien aufzuhalten und mehrfach in das Land einzureisen. Entgegen der beiden zuerst genannten Visa kann das Businessvisum vor Ort verlängert werden. Allerdings werden einige Nachweise erforderlich, wie etwa eine Bestätigung der Firma und ein Nachweis der Kreditwürdigkeit. Ein Businessvisum kostet bei einem Aufenthalt von unter einem Jahr 145 Euro, bei einem längeren Aufenthalt werden Kosten von 235 Euro fällig.

Employmentvisum

Nicht zu verwechseln mit dem Businessvisum ist das Employmentvisum, das jeder Angestellte benötigt, sofern er in Indien in einem Dienstverhältnis steht und nicht nur als Vertreter eines ausländischen Konzerns nach Indien reist. Die Aufenthaltsgenehmigung berechtigt zu einem Verbleib von bis zu 2 Jahren. Eine Ausnahme dieser Regelung besteht, soweit die Einreise eines ausländischen „Experten“ aufgrund eines bilateralen Abkommens zwischen der indischen und einer ausländischen Regierung veranlasst wurde. In einem solchen Fall wird eine Aufenthaltsdauer von 5 Jahren genehmigt. Die Kosten für ein Visum, welches zu einem Aufenthalt von bis zu einem Jahr berechtigt liegen bei 95 Euro. Bei einem längeren Aufenthalt kostet das Visum 145 Euro.

Studentenvisum

Wer sich in Indien fortbilden und einen Abschluss machen möchte, benötigt ein Studentenvisum, welches einen Aufenthalt von bis zu 5 Jahren genehmigt und vor Ort verlängert werden kann. Es berechtigt zur dreimaligen Einreise pro akademischen Abschnitt (Semester, Trimester etc.). Erbracht werden muss der Beweis an einer indischen Hochschule angenommen wurden zu sein sowie, abhängig vom Alter, ein Bestätigungsschreiben der Erziehungsberechtigten und eine Bestätigung der Bank über die eigene Kreditwürdigkeit. Die Kosten für ein Studentenvisum belaufen sich auf 90 Euro.

Visum für Ausländer mit indischer Herkunft

Das Visum für Ausländer mit indischer Herkunft besitzt eine Gültigkeitsdauer von 5 Jahren, erlaubt die wiederholte Einreise und kann unmittelbar in Indien verlängert werden. Es muss allerdings ein Beweis für die indische Abstammung erbracht werden.

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer spezifischer Visa, wie etwa das Visum für Journalisten, Flugpersonal, Forscher, für spezielle Konferenzen oder auch für medizinische Aufenthalte. Für genauere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Indischen Botschaft in Berlin.

Bei einer gesamten Aufenthaltsdauer (die kumulierte Zeit, die man in Indien verbringt) von mehr als 6 Monaten, müssen sich die Betroffenen, sofern diese Auflage im vorhandenen Visum aufgeführt ist, innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft bei einem Foreigners‘ Regional Registration Office melden, andernfalls kann es zu Verzögerungen bei der Ausreise kommen.

Besucher sollten sich strikt an die Aufenthaltsdauer ihres Visums halten, da ein Verstoß zu einem mehrjährigen Einreiseverbot bis hin zu einer Haftstrafe führen kann. Auf jeden Fall sind Reisende gut damit beraten, nach der Einreise den Stempel im Pass zu kontrollieren. Fehlt dieser, kann es zu erheblichen Problemen bei der Ausreise kommen.

Indische Botschaften

Abhängig vom Bundesland sind verschiedene indische Vertretungen für die Beantragung des entsprechenden Visums zuständig.

  • Für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen wenden sich Interessierte bitte an die Botschaft der Republik Indien in Berlin.
  • Reisende aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie Hessen und dem Saarland erhalten ein Visum beim Generalkonsulat der Republik Indien in Frankfurt am Main.
  • Für Baden Württemberg und Bayern ist das Generalkonsulat der Republik Indien in München zuständig.
  • Interessierte aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein müssen ihre Unterlagen an das Generalkonsulat die Republik Indien in Hamburg weiterreichen.

Die Einreisebestimmungen für Indien sehen neben einem entsprechenden Visum auch die Vorlage eines Reisepasses oder eines vorläufigen Reisepasses vor. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass mit Foto. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig.

Wetter und Klima

Der Norden Indiens liegt auf dem nördlichen Wendekreis. In dieser Region des Landes wird das Wetter hauptsächlich durch ein subtropisches Kontinentalklima bestimmt. Aufgrund der Hochgebirge ist allerdings auch die gemäßigte Klimazone vertreten.

Weiter im Süden des Landes findet man hingegen eine maritim-tropische Klimazone.

Aufgrund der enormen flächenmäßigen Ausdehnung des Landes (Indien ist in etwa neun mal so groß wie Deutschland) sowie der unterschiedlichen Klimazonen und den verschiedenen Höhenlagen ist es nicht möglich, eine allgemeingültige Aussage zum Wetter und zur besten Reisezeit zu treffen ohne sich dabei auf die Regionen zu beziehen. Grundsätzlich lässt sich nur festhalten, dass es im ganzen Land eine monsunabhängige Regenzeit gibt sowie eine trockenere Phase, meist zwischen April und Juni, und eine kältere Jahreszeit. Ein jahreszeitlichen Wandel wie man ihn aus Europa kennt, ist in Nordindien deutlich intensiver spürbar als es im Süden des Subkontinents der Fall ist.

Temperaturen

Hoch im Norden können die Temperaturen, abhängig von der Höhe, in den Monaten zwischen Dezember und Anfang März um den Gefrierpunkt liegen, in der Nacht sogar deutlich darunter (z.B. in Ladakh). Die Luft ist in der Regel frisch und klar, so dass sich einem in der Himalaya-Region zu dieser Zeit wunderschöne Ausblicke eröffnen.

In den tiefer gelegenen Regionen des Nordens, wie etwa Dehli, liegen die Temperaturen allerdings um die 20 Grad. In Zentralindien liegen die Temperaturen zu dieser Zeit zwischen 25 und 30 Grad Celsius, während sich die Temperaturen im Süden Ende Februar/ Anfang März schon der 30°C Grenze annähern.

Anschließend folgt in den Monaten von Anfang März bis in den Juni die heiße und trockene Jahreszeit. Während in den hohen Gebirgsregionen im Norden während dieser Phase angenehme Temperaturen von maximal 25 Grad herrschen, kann die Hitze in Zentralindien und im Süden des Landes geradezu unerträglich werden. Temperaturen von 40°C und mehr sind dann keine Seltenheit. In vielen Regionen des Landes beginnen Bäume und Sträucher zu verblühen und die Flussbecken mancher Ströme führen kaum noch Wasser.

In den Wochen im Juni beginnt schließlich die Regenzeit. Zunächst eher verhalten, lässt der Südwest-Monsun die Niederschlagsmengen im Juli und August auf Rekordwerte ansteigen und gibt dem ausgedörrten Land seine Farbe zurück. Die Verteilung der gefallenen Niederschlagsmengen ist indes jedoch recht ungleichmäßig. In Nordostindien und an der Westküste des Landes , den sogenannten Westghats, fallen die stärksten Niederschläge. Die Südostküste Indiens wird im Gegensatz zum Großteil des Landes vom Nordost-Monsun berührt. Hier kommt es vor allem im Oktober und November zu erheblichen Niederfällen, eine Zeit, in der die meisten Regionen Indiens bereits die regenreichen Tage hinter sich gelassen haben und sich langsam die wieder kalte Jahreszeit nährt.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Indien ist zwar abhängig von der bereisten Region, lässt sich aber dennoch auf die Monaten zwischen Ende Oktober und Ende Februar eingrenzen.

Währung und Geld

Indisches Geld, Rupie Banknoten

Indisches Geld: Rupie Geldscheine und Münzen

Die nationale Währung in Indien ist die indische Rupie. Reisende, die Bargeld einführen, haben die Möglichkeit, direkt an den internationalen Flughäfen, bei Banken und Wechselstuben sowie in einigen der größeren Hotels Euro in Rupien umzutauschen. Rupien selbst dürfen weder ein- noch ausgeführt werden, die Mitnahme von Euro, Britischen Pfund oder US-Dollar ist hingegen kein Problem.

Wechselstuben

Sofern man aus einem der umliegenden Nachbarländer nach Indien einreist, besteht bei den Wechselstuben nahe der Grenze außerdem die Möglichkeit die Währung Pakistans, Nepals oder Bangladeschs einzutauschen. Weiter im Landesinneren wird dies schwieriger. Grundsätzlich gilt allerdings, dass private Wechselstuben meist eine größere Auswahl an Fremdwährungen zum Umtausch akzeptieren.

Wie überall auf der Welt gibt es natürlich auch in Indien schwarze Schafe. Nach dem Umtausch sollte der gewechselte Betrag in jedem Fall nachgezählt und die Scheine auf Beschädigungen oder Verschmutzungen hin untersucht werden. Die „Moneychanger“ am Flughafen bieten für gewöhnlich einen etwas besseren Kurs als die in der Stadt. Reisende sollten immer darauf achten, dass Sie einen Beleg erhalten. Diesen werden Sie bei der Ausreise benötigen, um die übrigen Rupien zurückzutauschen. Die Ausfuhr der indischen Währung ist nämlich untersagt.

Geld abheben mit Kreditkarte, EC-Karte

Alternativ ist es im Land in der Regel möglich mit der Kreditkarte Bargeld an einem der Geldautomaten abzuheben. In den ländlichen Regionen ist es allerdings eher schwierig Bankautomaten zu finden. Es bietet sich daher an, unmittelbar nach der Einreise am Flughafen Geld von einem Automaten zu beziehen oder an einer der Wechselstuben Euro einzutauschen. Das Abheben von Bargeld mit einer der gängigen EC-Karten mit dem Maestro Symbol ist übrigens auch an vielen ATMs möglich. Die Kosten hierfür liegen in der Regel zwischen 3 und 5 Euro.

Kostenlos Geld abheben

Kostenlos Geld abheben am Geldautomaten in Indien kann man mit der DKB Visa Card.

In unserer Übersicht finden Sie auch noch weitere Visa Karten, mit denen man kostenlos Geld in Indien abheben kann.

Zahlen mit Kreditkarte

Alternativ können Urlauber in den größeren Städten Indiens bargeldlos mit der Kreditkarte zahlen. Viele gehobene Hotels sowie einige der größeren Restaurants und manche Geschäfte akzeptieren eine Zahlung auf diesem Weg. Die Nutzung der Kreditkarte ist in Indien zur Zeit jedoch noch sehr viel weniger verbreitet als in Deutschland.

Bevor die Credit Card jedoch zu stark strapaziert wird, sollte beachtet werden, dass bei der Begleichung einer Rechnung mittels der Kreditkarte eine zusätzliche Gebühr in Höhe von min. 1% berechnet wird. Hinzu kommt, dass in vielen Fällen das Hotel oder Restaurant ebenfalls eine zusätzliche Gebühr erhebt. Daher ist es in der Regel günstiger auf zuvor umgetauschtes Bargeld zurückzugreifen, in einigen der größeren Geschäfte, die auf das wohlhabende indische und ausländische Publikum zugeschnitten sind wird hingegen die Zahlung mit der Kreditkarte geradezu erwartet.

Travellers Checks

Reisechecks werden in Indien in der Regel von den meisten Banken und Wechselstuben akzeptiert, wobei Letztere meistens die besseren Kurse anbieten. Zudem tauschen einige Banken ausschließlich Travellerchecks von American Express oder Thomas Cook ein. Sofern man in den touristisch eher unerschlossenen Regionen unterwegs ist, sollten die Checks in Pfund oder US-Dollar ausgestellt sein. Für den Fall, dass einmal ein Reisecheck abhanden kommt, benötigen die Betroffenen die Seriennummer des verlorenen Checks sowie die Kaufquittung und gegebenenfalls eine Bestätigung der Polizei über den Verlust sowie ihren Reisepass.

Lebenshaltungskosten

Zwar sind die Lebenshaltungskosten in Indien alles andere als hoch, entgegen der Erwartungen ist Indien dennoch kein klassisches Billigreiseland. Dies liegt vor allem daran, dass die Preise für ausländische Touristen gerne „angepasst“ werden. So kann es durchaus vorkommen, dass Urlaubern gerne mal das drei- oder vierfache des gewöhnlichen Preises abverlangt wird. Das gilt sowohl für einen Besuch auf dem Basar wie auch für Taxifahrten oder Eintrittspreise. Hinzu kommt, dass beim Besuch verschiedener Attraktionen von ausländischen Besuchern häufig eine Gebühr für die Nutzung einer Kamera verlangt wird, die meist deutlich über dem Eintrittspreis liegt und zu diesem hinzuaddiert wird. Auch die Preise für Restaurants sind nicht immer ganz günstig. Zwar ist es grundsätzlich möglich für unter einem Euro ein Gericht an einer der vielen Garküchen zu kaufen, aufgrund der oftmals mangelnden Hygiene ist allerdings davon abzuraten. Abhängig vom Aufenthaltsort kann es dann durchaus vorkommen, dass die einzige Alternative der Besuch eines touristischen Restaurants oder auch des Hotelrestaurants ist, wo sich die Preise in der Regel zwischen 4 und 8 Euro bewegen.

Hotelpreise

Die Preise für eine Unterkunft sind äußerst abhängig von der Ausstattung des Zimmers sowie der Lage des Hotels. Backpacker können in einem privaten Guesthouse manchmal für 3 oder 4 Euro übernachten. Billiger sind nur noch die Schlafsäle, die jedoch lediglich eine dünne Matratze auf dem Boden offerieren. Wer hingegen ein schlichtes, sauberes Zimmer (auf westlichem Niveau) mit eigenen Sanitäranlagen sucht, muss mit Kosten von 15 Euro oder mehr rechnen. Recht komfortable Zimmer gibt es ab ca. 25 Euro. Da auch in Indien die Preise nach oben hin offen sind, sollte man für ein Doppelzimmer in einem Vier- oder Fünfsternehotel einen Betrag ab 80 Euro pro Nacht einplanen. Die wirklich exquisiten Unterkünfte können aber auch 200 Euro und mehr kosten.

Kosten für Bus und Bahn

Wirklich günstig sind in Indien die öffentlichen Verkehrsmittel. Eine Fahrt mit der Bahn oder dem Bus kostet hier lediglich einen Bruchteil dessen was man in Deutschland bezahlt. Auch Taxis sind in Indien wesentlich billiger, allerdings müssen Besucher damit rechnen deutlich höhere Preise zu zahlen als Einheimische.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Indien zwar ein durchaus günstiges Reiseland ist, es aber auch hier gewisse Kosten zu tragen gibt. Letzten Endes ist Kostenfrage abhängig von den Präferenzen des Einzelnen. Backpacker mit einem begrenzten Budget werden in Indien keine Probleme haben. Wer hingegen auch hier nicht auf westliches Niveau verzichten möchte, muss schon ein wenig tiefer in die Tasche greifen (was im direkten Vergleich mit Europa dennoch sehr günstig ist). Abhängig sind die Kosten zudem von der bereisten Region. In den Hochebenen des Nordens zahlt man in der Regel weniger als in Zentralindien oder im Süden. Gleiches gilt auch für Dörfer und Großstädte.

Der Wechselkurs beträgt zurzeit:
1 € = 84,74 Indische Rupien (INR)
5 € = 423,66 INR (Stand: Dezember 2013)

Unterkunft

Hotels oder Unterkünfte in Indien zu finden, stellt in der Regel kein Problem dar. Von günstigen Schlafsälen über eine Vielzahl von Hotels im mittleren Preissegment bis hin zu diversen Luxus- und Sternehotels bietet Indien für jeden Geldbeutel etwas. Der Komfort der Unterkünfte schwankt mit dem Preis. Während die fehlende Hygiene in manchen der günstigeren Zimmer noch das geringste Problem ist, geben einem die Luxushotels, welches sich zum Teil in den alten Palästen des Landes befinden, das Gefühl, selbst einer der bedeutenden Großfürsten, ein Maharadscha, zu sein.

Günstig übernachten

Neben den üblichen Hotels gibt es auch Guesthouses, Hostels, Jugendherbergen und Schlafsäle, in denen man zu günstigen Preisen nächtigen kann. Allerdings sollte man auch hier berücksichtigen, dass der Preis in den meisten Fällen über den Komfort entscheidet. Wem das egal ist, kann bereits ab 2 Euro eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Wer hingegen Wert auf ein wirklich sauberes Zimmer mit eigenen Sanitäranlagen nach europäischem Standard legt, muss mit Kosten von rund 15 Euro pro Nacht rechnen. Diese Unterkünfte verfügen häufig auch über eine Klimaanlage oder wenigsten einen Ventilator. Manche Hotels in diesem Preissegment bieten darüber hinaus W-Lan in den öffentlichen Bereichen an. Eine Selbstverständlichkeit ist das allerdings nicht. Für ein Zimmer auf europäischem Niveau, mitsamt W-Lan, Klimaanlage, TV, eigenen Sanitäranlagen und gepflegten Interior, sollten rund 25 Euro veranschlagt werde.
Doppelzimmer sind in einigen Hotels für einen ähnlichen Preis zu haben.

Bessere Hotels

Ab etwa 80 Euro kann man in einem der 4 oder 5 Sterne Hotels nächtigen, die neben der üblichen Ausstattung über zahlreiche Serviceleistungen (Geldwechsel, Ticketservice, etc.) einen Shuttledienst, einen Pool und häufig auch ein Fitnesscenter o.ä. verfügen. Einige Hotels im Land erhöhen ihre Preise an den Wochenenden. Zudem verlangen einige Hotels höhere Kosten für ein Zimmer, welches zu jeder Zeit storniert werden kann. Preisvergleiche sollten daher zwingend vorgenommen werden. Die meisten großen Hotels und Unterkünfte in Indien lassen sich bequem über einen der zahlreichen Onlineanbieter buchen. Alternativ ist es beinahe immer möglich unmittelbar vor Ort eine Unterkunft zu finden. Zumindest in den touristisch erschlossenen Gebieten wird man nach der Ankunft in der Regel von zahlreichen Einheimischen bedrängt, welche die müden Urlauber allesamt in das Hotel bringen möchten, welches ihnen am meisten Provision zahlt.

Im Hotel angekommen, sollten Sie vor der Zusage zunächst einmal das Zimmer begutachten. Da es nicht wenige Unterkünfte gibt, deren Zimmer von Reisenden als Zumutung empfunden werden, ist eine solche Vorgehensweise immer sinnvoll und eröffnet darüber hinaus auch häufig die Möglichkeit einen neuen Preis auszuhandeln.

Anreise

Informationen zur Anreise nach Indien.

Flüge nach Indien

Mit einer Fläche von etwa 3.287.000 km² ist Indien beinahe neun mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Entsprechend seiner Größe verfügt das Land über knapp ein Dutzend Internationale Flughäfen, die allesamt von Europa aus angeflogen werden können.

Direktflüge

Direktflüge nach Mumbai starten in Frankfurt und München und werden von Lufthansa angeboten. Die Flugdauer beträgt in etwa 8 Std. Ebenso bietet Lufthansa eine Direktverbindung von Frankfurt am Main nach Bangalore und Pune an. Problemlos lässt sich auch mit Condor von München nach Goa fliegen. Ebenfalls von München und Frankfurt aus bestehen Direktverbindungen nach Neu-Delhi. Reisende haben bei dieser Verbindung die Wahl zwischen Air India und Lufthansa. Zudem bietet airberlin vom Flughafen Köln-Bonn und von Düsseldorf aus eine Direktverbindung nach Neu-Delhi an.

Wer bereit ist einen Zwischenstopp in Kauf zu nehmen, kann auch von beinahe allen anderen deutschen Flughäfen auf dem Luftweg nach Indien gelangen. Möglichkeiten gibt es reichlich. Hinzu kommen die recht erschwinglichen Preise. So kostet ein Direktflug von München nach Goa rund 300 Euro.

Aus dem Umland einfliegen

Aus dem Umland fliegen zudem zahlreiche Anbieter, darunter auch einige namhafte Billigflieger wie United Airways oder SpiceJet, die indischen Metropolen. Von Karatschi in Pakistan werden Mumbai und Neu-Delhi angeflogen. Von Nepal aus gibt es eine Flugverbindung zwischen Kathmandu und Neu-Delhi und auch zwischen Bangladesh und Indien gibt es einen regelmäßigen Flugverkehr.

Indira Ghandi International Airport

Der Indira Ghandi International Airport ist neben dem Mumbai (Chhatrapti Shivaji) International Airport einer der größten Flughäfen in Indien.
Nachdem Reisende die Pass- und Zollkontrolle passiert haben, können sie von hier aus die Weiterreise planen. Der Flughafen liegt etwa 16 Kilometer südwestlich von Neu-Delhi entfernt und ist über eine Reihe öffentlicher und privater Verkehrsmittel mit der Stadt verbunden. Einer der einfachsten Wege vom Flughafen in die Stadt zu gelangen bietet die Metro Delhi, deren Netz im Jahr 2010 an den Flughafen angebunden wurde. Die Orange Line verbindet Terminal 3 mit der Innenstadt. Die Fahrt dauert rund 18 Minuten und ein Einzelfahrtschein kostet etwa 1,80 Euro.
Die Delhi Transport Corporation bietet eine Busverbindung zwischen den Ankunftsbereichen der Terminals und dem Stadtzentrum an. Die Express-Busse fahren 24 Stunden am Tag und benötigen für die Strecke etwa 50 Minuten. Der Preis liegt bei etwa 60 Cent pro Fahrt.
Nahe der Ankunftsbereiche warten zahlreiche Taxis. Die Taxis müssen in der Regel im voraus bezahlt werden. Anschließend erhält der Fahrgast eine Art Ticket, das nach Ankunft an den Fahrer weitergegeben wird.

Im Eingangsbereich des Terminal 3 haben Touristen darüber hinaus die Möglichkeit, die Fahrt in einem Reisebus zu buchen.
Auf dem ganzen Flughafengelände steht es Besuchern frei, das kostenlose (für die ersten 20 Minuten) W-Lan zu nutzen. Weiterhin findet man im Flughafen mehrere Banken, Wechselstuben sowie Geldautomaten bzw. ATMs. Eine eigenständige Autovermietung gibt es derzeit nicht, allerdings bietet „Charzonrent“ die Anmietung eines Autos mit Fahrer an. Urlauber finden die Vermietung in den Ankunftsbereichen der verschiedenen Terminals. Neben diesen Serviceleistungen verfügt der Flughafen zudem über mehrere Geschäfte, Restaurants und einige Hotels für den Fall einer späteren Weiterreise.

Chhatrapti Shivaji International Airport

Der Chhatrapti Shivaji International Airport, der internationale Flughafen von Mumbai, liegt etwa 15 Kilometer nördlich der Stadt. Reisende haben zahlreiche Optionen das Zentrum der Stadt zu erreichen. Neben der Mumbai Suburban Railway können Urlauber auch mit den Busses der Brihanmumbai Electric Supply and Transport (BEST), Taxis oder den motorisierten Rikschas die Stadt erreichen.
Das Mumbai Sburban Railway Network ist mit seinen der Linien (Western Line, Harbour Line, Central Main Line) der einfachste Weg sich schnell und effektiv durch die Stadt zu bewegen. Die nächstgelegen Station für internationale Reisende ist die Andher (East) Station. Das Terminal für Inlandsflüge hingegen liegt in unmittelbarer Nähe zur Vile Parle (East) Station.
Um die beiden Stationen möglichst bequem erreichen zu können, bietet sich der Busverkehr an. Unmittelbar am Terminal für internationale Flüge findet man die Buslinie Nr. 321, welche Reisende nach Viel Perle East bringt sowie die Nr. 308, welche zur Andheri Station East weiterfährt.

Am Terminal für Inlandsflüge kann die Buslinie Nr. 312 bestiegen werden, um nach Viel Perle East sowie zur Andheri East Station zu gelangen. Ebenfalls am Terminal für Inlandsflüge findet man zahlreiche Rikscha Parkplätze.
Taxis hingegen findet man an beiden Terminals. Es gibt staatliche und private Unternehmen, die sich im Preis jedoch nicht nennenswert unterscheiden. Weiterhin finden Urlauber in der Ankunftshalle einige Schalter von verschiedenen Autovermietungen.

Anreise mit der Bahn

Mit dem Zug nach Indien reisen.

Mit dem Zug von Nepal nach Indien

Reisende haben die Möglichkeit von Nepal aus mit der Bahn nach Indien einzureisen. Derzeit besteht eine Verbindung zwischen dem nepalesischen Janakpur und Jaynagar in Indien. Die Strecke wird von der staatlichen Nepal Railways Corporation bedient und erstreckt sich über eine Länge von rund 32 Kilometern.

Mit dem Zug von Pakistan nach Indien

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit von Pakistan aus mit der Bahn nach Indien zu reisen. Der Samjhauta Express bedient die etwa 50 Kilometer lange Route zwischen dem pakistanischen Lahor und der indischen Hauptstadt Neu-Dehli. Auf pakistanischer Seite hält der Zug zudem in Wagah. Bevor die Verbindung ins indische Attari weiterführt, muss allerdings der Zug gewechselt werden. Während auf der pakistanischen Seite Pakistan Railways die Verantwortung trägt, übernimmt auf indischer Seite Indian Railways die Führung. Nach dem Stopp in Attari folgt die Einfahrt des Samjhauta Express in die Endbahnhof in Amritsar. Von hier aus ist es möglich mit dem Zug in die Hauptstadt weiter zu reisen. Die Strecke wird zwei mal wöchentlich, in der Regel Montags und Donnerstags, befahren.

Eine weitere Möglichkeit um von Pakistan nach Indien einzureisen bietet der Thar Express. Dieser Zug verbindet das pakistanische Karachi mit dem indischen Bhagat Ki Koth. Die Route bewegt sich entlang der Hyderabad, Mirpur Khas, Khokrapar, Munabao, Barmer sowie Balotra und Jodhpur. Der Zug befährt die Route einmal wöchentlich, jeden Freitag Abend.

Mit dem Zug von Bangladesch nach Indien

Weiterhin können Touristen von Bangladesch aus mit dem seit 2008 wieder in Betrieb genommenen Maitree Express nach Indien reisen. Die Route verläuft von der bengalischen Hauptstadt Dhaka bis ins indische Kalkutta. Der Zug hält zudem in Gede (Indien) und in Darchana (Bangladesh), hier werden schließlich auch der Zug und das Personal gewechselt, bevor man die indische Grenze überquert. Da der bengalische Streckenabschnitt nicht elektrifiziert ist, fahren auf dieser Strecke noch Diesellokomotiven. Um die 375 Kilometer lange Strecke zurückzulegen, muss in der Regel ein Zeitraum von rund 11 Stunden eingeplant werden. Die Strecke wird zwei mal wöchentlich befahren. Karten können ausschließlich vor Ort an den entsprechenden Ticketschaltern erstanden werden. Um ein Ticket kaufen zu können, muss das Visum sowie der Reisepass vorgelegt werden.

Zwischen Buthan und Indien existiert derzeit kein Schienenverkehr, obwohl Pläne für eine Verbindung der beiden Staaten seit längerem vorliegen.

Anreise mit dem Bus

Mit dem Bus nach Indien reisen.

Von Nepal mit dem Bus nach Indien

Von Nepal aus ist es möglich, mit dem Bus nach Indien einzureisen. Zwischen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu und der Grenzstadt Bhairawi (auf der indischen Seite die Stadt Sunauli) existiert ein regelmäßiger Busverkehr. Von hier aus fahren Busse weiter nach Gorakhpur, von wo aus eine Zugverbindung nach Neu-Delhi besteht.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit von Kathmandu aus mit dem Bus in die Grenzstadt Kakarvitta zu reisen. Über eine Brücke gelangt man dort zu Fuß auf die indische Seite (Panitanki). Von hier aus besteht die Möglichkeit mit dem Bus nach Darjeeling weiterzureisen.

Von Pakistan mit dem Bus nach Indien

Zwischen Pakistan und Indien ermöglicht der Lahore-Delhi Bus Service Reisenden ein bequeme Option, um die Grenze zwischen den beiden Staaten zu überqueren. Abgesehen von Sonntag verkehren vom Lahore Terminal 66-D-1 in Gulberg 3 in Lahore regelmäßig Busse in Richtung Neu-Delhi. Urlauber benötigen ihren Reisepass und ein gültiges Visum. Tickets können direkt vor Ort gekauft werden. Der Preis für eine einfache Fahrt beläuft sich auf knapp 24 Euro. Touristen müssen zwei Stunden vor der Abreise einchecken.

Von Bangladesh mit dem Bus nach Indien

Ein gibt verschiedene Wege um mit dem Bus von Bangladesh nach Indien zu gelangen. Am populärsten ist die Strecke zwischen der bengalischen Hauptstadt Dhaka ins indische Kalkutta. Mittlerweile operieren auf dieser Route mehrere Anbieter. Neben einigen privaten Unternehmen (Shohagh, Green Line,Shyamol) wird die Strecke auch von der staatlichen West Bengal Surface Transport Service Corporation und der ebenfalls staatlichen Bangladesh Road Transport Corporation befahren. Beide staatlichen Gesellschaften operieren Montags, Mittwochs und Freitags. Eine Fahrt dauert etwa 12 Stunden und kostet zwischen 8 und 10 Euro.
Darüber hinaus wird die Strecke zwischen Dhaka und Agartala regelmäßig befahren.

Von Buthan mit dem Bus nach Indien

Wer mit dem Bus von Buthan nach Indien reisen möchte, überquert die Grenze für gewöhnlich in Phuentsholing. Von Kalkutta aus verkehren regelmäßig Busse zwischen der Hauptstadt und der Grenzstadt. Touristen haben von hier aus die Möglichkeit mit dem Bus weiter ins indische Inland zu reisen.

Auto

Von Pakistan aus sind die Grenzgebiete zu Indien in der Regel nur mit einer offiziellen Genehmigung zugänglich. Der Grenzübergang Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar ist, ebenso wie die direkte Transitstrecke, geöffnet. Die Mitnahme eines PKWs bei der Grenzüberschreitung erfordert eine gesonderte Genehmigung von pakistanischer Seite. Die Reise auf dem Überlandweg ist jedoch nicht ganz ungefährlich.

Fortbewegung im Land

Das Land verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Urlauber können mit dem Flieger, mit der Bahn oder mit dem Bus sowie mit dem PKW beinahe jeden Winkel im Land bereisen.

Gefahren beim reisen innerhalb Indiens

Allerdings sollten Reisende einige Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts berücksichtigen.

Im Sommer 2013 wurden Anschläge auf Züge in den Bundesstaaten Westbengalen, Jharkhand, Chattisgarh und Bihar verübt. Weitere Terrorakte gegen die Bahn können nicht ausgeschlossen werden.

Ebenfalls zur Vorsicht geraten wird bei einem Besuch des Bundesstaats Jammu und Kaschmir, insbesondere aufgrund des seit Jahren anhaltenden Kaschmir-Konflikts. Zwar wurde bisher nicht gezielt gegen Touristen vorgegangen, dennoch sollte man von Reisen in die ländlichen Gebiete absehen. Dies gilt vor allem für den Baramullah Distrikt sowie für den Distrikt Kupawara.

Im Landesteil Ladakh im Bundesstaat Jammu und Kaschmir sollten zudem die Grenzgebiete gemieden werden. In diesen Regionen besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

In den Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura existieren in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und kriminelle Banden, die allerdings in der Regel nicht gegen Touristen vorgehen. Dennoch können auch Urlauber in diesen Landesteilen zwischen die Fronten geraten.

In den Bundesstaaten Bihar, Westbengalen, Jharkand, Odisha, Chattisgarh, Andhra Pradesh sowie dem äußersten Osten von Maharashtra gibt es Aktivitäten einer militanten Bewegung. Auch hier gehören Touristen und Urlauber nicht zu den primären Zielen. Aufgrund eines Entführungsfalls im Kandhamal Distrikt im Bundesstaat Odisha, sollten Reisende hier nur bei Tageslicht reisen und die Hinweise der Sicherheitskräfte beachten.
Grundsätzlich sollten Touristen vor der Reise in eines der gefährdeten Gebiete Informationen über die Sicherheitslage einholen.

Für einige Regionen Indiens muss vor der Einreise in den jeweiligen Bundesstaat eine Genehmigung eingeholt werden. Die gilt zur Zeit für Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und für die Inselgruppe der Lakkadiven.

Flüge in Indien

Indien verfügt über ein umfangreich ausgebautes Flugliniennetz. Die Gesellschaften Air India und Jet Airways fliegen weit mehr als 50 der großen Städte im Land an. Erweitert wird das Angebot zudem durch Billigflieger wie GoAir, IndiGo, Jet Konnect oder Spice Jet (Übersicht Billig Airlines Indien). Insgesamt verfügt Indien über mehr als 100 Flughäfen die für den inländischen Flugverkehr genutzt werden.

Von Neu-Delhi aus lassen sich selbst Destinationen im Süden mit dem Flugzeug in nur wenigen Stunden erreichen. Die meisten größeren Flughäfen bieten zudem gute Bus- oder Bahnverbindungen und gelegentlich einen Shuttleservice in das jeweilige Stadtzentrum an.

Bahn fahren

Indien hat eines der größten Bahnschienennetze der Welt. Eingeführt und ausgebaut wurde der Bahnverkehr zunächst durch die britische Krone. Mittlerweile beläuft sich das Netz auf ein Strecke von knapp 64.000 Kilometern. Das staatliche Unternehmen Indian Railways hat im Land das alleinige Monopol auf den Schienenverkehr. Die gilt sowohl für den Überlandverbindungen, wie auch für die Städte. Obwohl die Regierung bemüht ist, dies Eisenbahn auszubauen und zu modernisieren, ist das Streckennetz in einem teils desolaten Zustand. Probleme bereiten vor allem die gleichmäßige Erschließung des Landes sowie die veraltete Technik und der geringe Elektrifizierungsgrad.

Eine Zugfahrt kann ein ganz besonderes und zudem kostengünstiges Erlebnis sein. Aufgrund des komplizierten Buchungssystems sowie der verschiedenen Klassen und den unzuverlässigen Auskünften ist eine Bahnfahrt allerdings nicht immer ganz frei von Problemen und Stress.

Indien Bahn Klassen, Preise

Zunächst sollten sich Bahnreisende einen Überblick über die unterschiedlichen Wagenklassen verschaffen. Ähnlich wie die indische Gesellschaft sind auch die Klassen in den Zügen stark hierarchisch geprägt. Die komfortabelste und somit auch teuerste Klasse ist die „First Class AC“ (Air Condition), welche aufgrund des Preises auch nur den Indern höherer Kasten zugänglich ist. Die Preise sind in etwa vergleichbar mit denen einer Flugreise. Den Gästen steht während der Fahrt ausgebildetes Personal zu Verfügung, welches den Wünschen der Passagiere nachkommt. Weiterhin bieten die Abteile großzügige Schlafmöglichkeiten. Anzumerken ist jedoch, dass nicht jeder Zug über einen klimatisierten Wagen der ersten Klasse verfügt. Diese werden meistens nur auf den bekannteren und beliebteren Routen eingesetzt.

Während in einem Wagen der First Class AC 18 Passagieren untergebracht werden, finden in einem Wagen der Klasse „AC-Two Tier“ bereits 48 Personen Platz. Die Abteile sind ebenso wie die Schlafmöglichkeiten weit weniger komfortabel, die Kosten für ein Ticket sind allerdings spürbar günstiger. Wer entspannt und anspruchsvoll reisen möchte, fühlt sich in dieser Klasse sicherlich gut aufgehoben. Neben der First Class AC und AC-Two Tier folgen eine Reihe weiterer Abstufungen, mal mit Klimaanlage, mal ohne. Die klimatisierten Wagen verfügen zudem häufig über Sitztoiletten mit Spülung, wohingegen in den einfacheren Klassen häufig nur Hocktoiletten angeboten werden.

Am weitesten verbreitet ist die sogenannte „Sleeper Class“. Hier findet man für gewöhnlich Dreistockbetten und in einem Wagon finden bis zu 72 Personen platz. Zudem ist die Fahrt in der Sleeper Class unschlagbar günstig. Eine einfache Fahrt von Neu-Delhi nach Mumbai verursacht Kosten von rund 5,50 Euro, wohingegen ein Fahrschein für die First Class AC mit knapp 32 Euro beinah sechs mal so viel kostet.

Am günstigsten sind jedoch die Wagons in denen nicht-reservierte Plätze zur Verfügung stehen. Nicht nur bieten diese Abteile wenig Komfort, sondern sind aufgrund der günstigen Preise auch permanent überfüllt. Wann immer man in Film und Fernsehen indische Züge sieht, an denen sich Passagiere an den Seiten oder auf dem Dach festhalten, handelt es sich um die sogenannte „Unreserved Class“. Es kommt immer wieder vor, dass Personen während der Fahrt auf- oder abspringen, was aufgrund der geringen Geschwindigkeit der Züge oftmals kein Problem ist. Insgesamt gibt es bis zu 10 verschiedenen Klassen, die jedoch nicht unbedingt alle in einem Zug verfügbar sind.

Shatabdi Express

Das Pendant zum deutschen ICE ist der Shatabdi Express, ein indischer Schnellzug, von dem momentan 22 Zugpaare im Einsatz sind. Auf meist elektrifizierten Strecken verbinden die Züge, ausgehend von verschiedenen Metropolen (u.a. Neu Delhi, Mumbai, Chennai) wichtige Regionen des Landes miteinander. Eingesetzt wird der Shatabdi Express für Mittelstrecken zwischen 250 und 700 Kilometer.

Rajdhani Express

Langstrecken zwischen 600 und 3150 Kilometer werden hingegen durch den Rajdhani Express bedient, der in erster Linie Neu Delhi mit den Landeshauptstädten Indiens verbindet. In allen Zügen des Shatabdi bzw. Rajdhani Express wird während der Fahrt ein komplettes Menü serviert. In den übrigen Bahnen bietet das Zugpersonal kleine Snacks und Erfrischungen zu moderaten Preisen an.

Jan Shatabdi Express

Neben den beiden erwähnten Schnellzugklassen gibt es noch den Jan Shatabdi Express, welcher grundsätzlich dem normalen Shatabdi Express ähnelt, dessen Wagons allerdings nicht mit Klimaanlagen ausgestattet sind. Eine Besonderheit ist der Garib Rath, eine Art Billigzug, der jedoch ebenfalls klimatisiert ist und ähnliche Geschwindigkeiten aufbringt wie der Rajdhani oder der Shatabdi Express. Auch der Garib Rath bedient einige populäre Strecken zu einem weitaus günstigerem Preis, kann aber in Bezug auf die Destinationen nicht die gleiche Auswahl bieten wie die beiden anderen Schnellzüge.

Zug Tickets buchen

Obwohl die Bahn den wichtigsten Teil der Verkehrsinfrastruktur darstellt, ist das Buchungssystem (insbesondere für Touristen) unnötig kompliziert. Vor allem müssen einige Strecken bereits zwei oder drei Monate im Voraus gebucht werden, da andernfalls alle Plätze belegt sind. Eine vorherige Buchung über das Internet ist allerdings alles andere als einfach. Zunächst einmal müssen Reisende feststellen, welchen Zug und welches Abteil sie wünschen. Informationen hierzu findet man auf der offiziellen Internetseite von Indian Railways oder auf indiarailinfo.com.

Sobald die Detailfrage geklärt sind, kann eine Online-Buchung über die Seite der „Indian Railway Catering and Tourism Corporation Limited“ (IRCTC) vorgenommen werden. Alternativ (und auch ein wenig übersichtlicher) kann ein Ticket bei dem privaten Anbieter „cleartrip.com“ gebucht werden. Allerdings benötigt man auch hier für eine Buchung zunächst einen Account bei der IRCTC. Vorteilhaft ist jedoch, dass die Seite verbraucherfreundlich gestaltet und zuverlässig ist. Die ausgedruckte Fahrkarte muss zusammen mit dem Reisepass vorgezeigt werden.

Natürlich ist es auch möglich eine Karte unmittelbar vor Ort zu kaufen. Hier trifft man allerdings häufig auf das Problem, dass die akzeptablen Wagons bereits ausgebucht sind. Zudem gleicht der Kartenkauf an einem Schalter eher einer bürokratischen Beantragung, da zum Kauf des Tickets in den meisten Fällen ein komplettes Formular ausgefüllt werden muss.

Schmalspurbahnen

Vom UNESCO Weltkulturerbe geschützt sind einige der alten indischen Schmalspurbahnen. Die Darjeeling Himalayan Railway sowie die Kalka Shimla Railway und die Nilgiri Railway werden allerdings eher zu touristischen Zwecken eingesetzt als für den normalen Personenverkehr. Zum Teil findet man auf diesen Strecken nach alte Dampfzüge aus früheren Zeiten. Eine Fahrt entlang der landschaftlich schönen Strecken in einem der Dampfkolosse bleibt in jedem Fall ein unvergessliches Erlebnis.

In den touristischen Abteilen ist die Fahrt in einem der Züge eine relativ Sichere Methode sich im Land fortzubewegen. Große Zugunglücke gibt es eher selten, dennoch sterben jedes Jahr hunderte von Menschen, bei dem Versuch an den Seiten oder auf den Dächern der Züge mitzureisen.

Bus fahren

Das indische Straßennetz hat eine recht moderate Länge von mehr als 3 Millionen Kilometern. Problematisch hingegen ist der Zustand in dem sich einige der Straßenzüge befinden. Nur rund die Hälfte der Straßen sind asphaltiert und dann häufig in einem erbärmlichen Zustand. Risse und Schlaglöcher, ebenso wie fehlende Fahrbahnmarkierungen sind bei weitem keine Seltenheit. Das dichteste Straßennetz hat Neu-Delhi. Trotzdem ist Hauptstadt bekannt für ihren tumultartigen Verkehr und die nicht enden wollenden Staus.

Nach britischem Vorbild herrscht im Land Linksverkehr. Dieses Überbleibsel der ehemaligen Kolonialmacht scheint allerdings auch die einzige Verkehrsregel zu sein, die sich durchgesetzt hat. Abseits davon gilt das Recht des Stärkeren. Große, schwere Fahrzeuge haben demnach immer Vorfahrt. Das gilt sowohl an Kreuzungen als auch beim Überholen sowie für alle anderen Situationen. Im indischen Straßenverkehr kann man noch Darwinismus in seiner reinsten Form erleben. Rücksichtnahme gibt es nur selten, so dass Unfälle an der Tagesordnung sind.

Aufgrund des Verkehrssituation mag es nur wenig verwundern, dass Überlandfahrten mit dem Bus nicht unbedingt der beste Weg sind um Strecke im Land zurückzulegen. Zwar gibt es einen recht passabel ausgebauten Linienverkehr für Überlandfahrten, das Reisen in den Bussen (selbst wenn diese klimatisiert sind) ist jedoch nicht immer ganz angenehm. Staus, Unfälle, Motor- oder Getriebeschäden können eine Busreise schnell zu einem wahren Martyrium machen. Reisende sollten, soweit möglich, auf die Bahn zurückgreifen. Lediglich bei kürzeren Strecken und Zielen, die sich mit der Bahn schwer (oder gar nicht) erreichen lassen, ist der Bus eine wirkliche Alternative.

PKW, Mietwagen

Urlauber die in Indien selbst hinter dem Steuer sitzen möchten, sollten ihr Vorhaben gründlich überdenken. Nicht nur der Linksverkehr sondern auch die chaotischen Verhältnisse, insbesondere auf den Straßen der großen Metropolen, sollten jeden Fahrer eigentlich zum Umdenken bewegen. Wer es dennoch wagt in den anarchistischen Verkehr Indiens einzutauchen, benötigt in jedem Fall einen internationalen Führerschein. Selbstfahrer sollten allerdings beachten, dass es kaum eine Versicherung gibt, welche die Haftung für ihren Wagen übernimmt. Im nicht allzu unwahrscheinlichen Fall einer Kollision, müssten die gesamten Kosten also vom Fahrer übernommen werden.

Ratsam hingegen ist das Anmieten eines Leihwagen mit Fahrer. Diese finden sich nicht nur im indischen Straßenverkehr bestens zurecht, sondern kennen auch viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen abseits der üblichen touristischen Pilgerstätten. Die Kosten belaufen sich, abhängig vom Anbieter, auf etwa 30 – 60 Euro am Tag. Für kürzere Distanzen kommt auch die Fahrt in einem Taxi infrage. Einige Touristen verringern den Preis, indem sie sich mit anderen Reisenden zusammenschließen und die Kosten aufteilen.

Handy, Smartphone, Internet

Wer die Roaminggebühren sparen möchte, sollte auf eine Sim-Karte der einheimischen Anbieter zurückgreifen. Neben Idea Cellular und Vodafone bieten noch Airtel oder BSNL sowie einige andere Unternehmen passende Angebote für Touristen. Für knapp 2 Euro kann man in vielen Geschäften Sim-Karten mit entsprechendem Guthaben erstehen.

Sim Card kaufen

Allerdings ist der Kauf einer Sim-Karte nicht ganz problemlos. Neben dem Reisepass und einem aktuellen Foto verlangen die meisten Anbieter eine Kopie des Visums und eine Bestätigung des Hotels. Darüber hinaus müssen mehrere Unterlagen ausgefüllt werden, um an eine Karte zu kommen. Reisende sollten unbedingt darauf achten, dass die gewählte Karte in allen Bundesstaaten gültig ist, andernfalls werden zusätzliche Roaminggebühren erhoben. Da viele Angestellte in den entsprechenden Geschäften englisch sprechen, ist es am besten sich vor Ort beraten zu lassen. Nach dem Kauf muss die Karte in der Regel aufgeladen werden. Die Kosten für ein Telefonat in dem Bundesstaat in dem die Karte gekauft wurde sind unschlagbar günstig, erhöhen sich aber, sofern man in eine andere Region telefoniert. Die meisten Anbieter haben auch Prepaid-Sim-Karten für die Nutzung des mobilen Internets im Angebot.

Öffentliche Telefone

Alternativ ist es möglich öffentliche Telefone zu nutzen. Seit 2012 bestehen die Behörden allerdings auf einen Identitätsnachweis. Bevor das Telefon genutzt werden kann, muss also beim Betreiber des Telefongeschäfts der Reisepass vorgelegt werden. Diese Sicherheitsmaßnahmen wurden notwendig, da es in der Vergangenheit häufig zu Drohungen und Erpressungen über die öffentlich zugänglichen Telefonanbieter gekommen ist.

W-LAN

In ganz Indien gibt es mittlerweile eine Reihe von Wi-Fi Hotspots, vor allem in den Ballungszentren und großen Metropolen. Die Krux an der Sache ist jedoch, dass nur wenige dieser Hotspot kostenlos zur Verfügung stehen. Allerdings bieten mittlerweile viele Hotels im mittleren Preissegment W-LAN auf den Zimmern oder in den öffentlichen Bereichen der Anlage an. Darüber hinaus findet man in Indien eigentlich überall Internetcafés, selbst in den kleineren, abgelegeneren Dörfern.

Essen

Indien Essen, Curry

Indisches Curry

Wie es in vielen anderen Staaten Asiens auch der Fall ist, wird die indische Küche geprägt durch verschiedene Regionalküchen, die sich über das gesamte Land erstrecken. Grob aufgeteilt können die Einflüsse des Nordens, Südens, Ostens und Westens unterschieden werden.

Nordindisches Essen

Im Norden des Landes findet man als Grundnahrungsmittel häufig Fladenbrote wie Chapati, Roti oder Nan, die meistens aus Mais- oder Weizenmehl hergestellt werden. Ebenfalls ist ein hoher Anteil von Milchprodukten charakteristisch für den Norden, ebenso wie die Verwendung von Ziegen- oder Lammfleisch. Gewürzt wird häufig mit Kreuzkümmel oder dem legendären Safran. Bekanntestes Gericht der Region ist wohl das auch außerhalb Indiens populäre Tandoori-Huhn.

Ostindisches Essen

In Ostindien zählt Reis zu den bedeutendsten Grundnahrungsmitteln. Darüber hinaus hat die ostdindische Küche eine Reihe von Süßspeisen hervorgebracht, die sich mittlerweile im ganzen Land einer gewissen Beliebtheit erfreuen. Typische Gewürze der Region sind neben Senföl auch Schwarzkümmel, Kreuzkümmel oder Fenchelsamen.

Südindisches Essen

Ebenso wie im Osten des Landes zählt auch in Südindien Reis zu den bedeutendsten Nahrungsmitteln. Neben dem Korn als solches, wird Reis im Osten auch gemahlen und als Mehl zur Zubereitung verschiedener Gerichte genutzt. Neben Gemüse werden in den südlichen Regionen auch Fisch und Meeresfrüchte verarbeitet. Häufig wird zudem Kokosmilch oder Kokosöl verwendet. Neben Chili wird außerdem Knoblauch, Pfeffer und Ingwer als Gewürz eingesetzt. Bekannte Gerichte sind insbesondere Idli mit Sambar oder verschiedene Varianten des Curry.

Westindisches Essen

Im Westen kollidieren Einflüsse der Goa Region und der Region um Maharashtra und Gujarat. Hier findet man eine Reihe von Zutaten wie Hirse oder sonstiger Hülsenfrüchte. Aber auch Fleisch und Meeresfrüchte kommen in der Region vor.

Vegetarisches Essen

Vegetarismus ist im Land weit verbreitet, was allerdings nicht bedeutet, dass man allerorts auf Fleisch verzichten muss. Allerdings wird der Konsum in Abhängigkeit zur Religion gesetzt. Muslimen und Hindus ist es durchaus erlaubt, Lamm, Geflügel oder Fisch zu essen. Der Verzehr von Schweinefleisch ist Muslimen hingegen verboten. Hindus wiederum essen kein Rindfleisch. Angehörige des Jainismus verzehren in der Regel weder Fleisch noch tierische Produkte. Durch diesen Umstand hat sich in Indien eine vielfältige vegetarische Küche entwickelt.

Natürlich findet man aber auch in Indien diverse Fleischgerichte. Lammspieße, Chicken tikka masala, Tandoori Huhn oder auch Bratfisch sind im Land durchaus verbreitet. Als Beilage findet man immer wieder Reis, Linsen, Erbsen und allerlei Gemüse oder verschiedene Variante von Fladenbrot. Neben Kaffee und Tee wird zudem gerne Lassi (Trinkjoghurt) getrunken. Ein beliebtes Dessert ist Halva.
An vielen Straßenständen findet man zudem eine Vielzahl kleinerer Snacks wie Samose (gefüllte Teigtaschen), Pakora (in Kichererbsenmehl frittiertes Gemüse) oder das beliebte Masala Omlett.

Touristen sollten beim Verzehr vom Speisen am Straßenrand und in der Garküchen allerdings Abstand nehmen. Die hygienischen Umstände entsprechen keinesfalls den europäischen Standards, was schnell zu Magenverstimmungen oder Durchfallerkrankungen führen kann. Zudem wird an viele Ständen nicht mit Gewürzen gespart. Häufig ist der enorme Schärfegrad für den westlichen Magen schlichtweg ungeeignet. Natürlich gibt es neben den Straßenständen auch unzählige Restaurants und Lokale, die für Touristen geeignet sind. In der Regel werden alle Preisklassen abgedeckt. Neben zahlreichen vegetarischen Restaurants bieten aber auch viel Küchen Fleischgerichte an. Wem die einheimische Küche liegt, der kann selbst in den gehobene Einrichtungen sehr günstig essen. Beim Verzehr von Fleisch ist es durchaus ratsam eines der teureren Lokale auszusuchen.

Ein wenig höher sind die Kosten in den westlich ausgerichteten Restaurants. Hier findet man klassische Weltgerichte, meist in sauberer Umgebung und angenehmen Ambiente. Touristen sollten sich jedoch nicht darauf verlassen, dass die servierten Gerichte im Geschmack tatsächlich den europäischen Vorbildern gleichen.
Insgesamt sind die Kosten für eine Mahlzeit sehr gering. Bereits für wenige Euro erhält man überall ein vollwertiges Gericht. An den Garküchen gibt es Snacks bereits für unter einem Euro, von einem Besuch dieser Straßenstände sollte man allerdings aus hygienischen Gründen absehen.

Verhaltensregeln

Etwa 80 % der indischen Bevölkerung sind Hinduisten, knapp 13% Muslime und lediglich 3 % Christen. Daneben findet man noch eine Reihe weitere Religionen wie den Buddhismus, den Sikhismus oder den Jainismus. Spezielle Bräuche zu achten und entsprechende Regeln einzuhalten sollten für alle Gäste im Land eine Selbstverständlichkeit sein.

Lautstarkes Verhalten und öffentliche Wutausbrüche sind auch in Indien verpönt. Grundsätzlich sollte man sich höflich gegenüber den Einheimischen zeigen und auch bei Problemen nicht gleich die Stimme erheben. Ebenfalls zurückhalten sollte man sich mit Kritik am Land und an der Regierung. Auch politisch und sozial heikle Themen werden besser gemieden.

In heiligen Stätten

Die Füße gelten in Indien als der „niedrigste“ Teil des Menschen und sind somit unrein. Niemals sollten die Fußsohlen im sitzen auf eine andere Person oder das Abbild einer Gottheit zielen. Vor betreten eines Tempels oder auch Hauses müssen außerdem die Schuhe ausgezogen werden, da diese ebenfalls als unrein empfunden werden. Weiterhin gilt es als Beleidigung in einem Tempel mit dem Rücken zu einer Gottheit zu stehen. Bei einem Besuch einer religiösen Stätte sollten Urlauber zudem auf ihre Kleidung achten. Kurze Hosen bei Männern und kurze Röcke sowie weit ausgeschnittene Oberteile bei Frauen sind ein absolutes Tabu. In Sikhtempeln ist außerdem das Tragen einer Kopfbedeckung Pflicht.
Eine gewisse Kleiderordnung gilt jedoch nicht nur für Tempel oder andere Gotteshäuser. Auch in den Straßen der Metropolen sollten besonders Frauen nicht zu offenherzig unterwegs sein, da es hier unter Umständen zu offenen Konfrontationen kommen kann. Entsprechend ist Oben-ohne- oder gar Nacktbaden strengstens untersagt. Bereits das Tragen sehr knapper Bikinis (String etc.) kann zu unangenehmen Situationen führen. Grundsätzlich sollten sich Frauen eher bedeckt halten.

Ebenfalls verpönt ist der Austausch von Zärtlichkeiten in aller Öffentlichkeit. Vor allem gleichgeschlechtliche Paare müssen achtgeben, da seit Dezember 2013 Homosexualität wieder als Straftat angesehen wird.
Nach außen hin prüde, kommt es dennoch vor, dass auch ausländische Frauen bedrängt werden. Besonders im Angesicht der Vorfälle in der jüngsten Vergangenheit raten einige offizielle Stellen zur Vorsicht (siehe Sicherheitshinweise). Reisende sollten jedoch nicht überreagieren. Indern sind sehr offen und häufig mangelt es bei Gesprächen an der nötigen Distanz. Was für den Westeuropäer eher unangenehm ist, gehört in Indien zum Alltag. Auch ist es normal immer und überall angesprochen zu werden, selbst wenn Ihr Gegenüber nur bruchstückhaft Englisch spricht und versteht.

Bei Tisch

Darüber hinaus gibt es einige Tischmanieren, welche Urlauber berücksichtigen sollten. Sofern kein Besteck vorhanden ist, wird mit der rechten Hand gegessen. Die linke Hand hingegen wird für den Gang zum WC verwendet und gilt daher als unrein. In Folge dessen sollten Reisende vermeiden Mitmenschen mit der linken Hand zu berühren. Bei der Übergabe von Visitenkarte oder Geschenken ist es ebenfalls üblich die rechte Hand zu nutzen. Wie in vielen asiatischen Ländern üblich, ist es zudem verpönt sich während des Essens die Nase zu putzen oder zu niesen. Beim Besuch eines Restaurants wird von den Gästen ein Trinkgeld von rund 10% erwartet. Gleiches gilt für Pagen und Zimmermädchen. Taxifahrer hingegen erhalten lediglich einen Zuschuss, sofern sie mit dem Gepäck behilflich sind o.ä..

Beim Fotografieren gelten universelle Regeln. Wer Passanten ablichten möchte, sollte vorher um Erlaubnis bitten. In manchen Kultstätten muss zudem eine spezielle Genehmigung eingeholt werden. Die Verwendung eines Blitzes ist in solchen Bereichen meist verboten. Häufig wird es auch vorkommen, dass Einheimische Sie um ein Foto bitten.

Urlauber sollten unbedingt den speziellen Umgang mit Kühen in Indien beachten. Im Hinduismus, der Hauptreligion des Landes, gelten die Tiere als heilig und haben einen ganz besonderen Stellenwert. Es ist nicht weiter ungewöhnlich mitten auf der Straße einen der Wiederkäuer anzutreffen. Die Tieren dürfen allerdings weder gestreichelt werden, noch darf man sie füttern, es sei denn man hat das entsprechende Futter vorher beim Kuhhirten erstanden. Den Tieren muss immer mit Respekt gegenübergetreten werden, was zur Folge hat, dass Kühe im Straßenverkehr Vorfahrt genießen und dabei beachtliche Staus verursachen können.

Armut, Betteln

Ein weiteres Problem bei einer Reise nach Indien ist der Umgang mit Armut. Häufig werden Touristen von Scharen an Kindern umringt. Obwohl es sehr schwer ist, in solchen Fällen nicht doch einige Rupien zu verteilen, wird häufig von einem solchen Verhalten abgeraten. Das liegt insbesondere daran, dass die Kinder meistens gezielt eingesetzt werden und das Geld in der Regel nicht behalten dürfen. Für alte und kranke Menschen hingegen ist das Betteln häufig die letzte Gelegenheit zum Überleben. Letzten Endes muss allerdings jeder Reisende selbst entscheiden, wie er mit diesem heiklen Thema umgeht.

Sprache und Verständigung

Indische Schrift, Symbole, Schriftzeichen (Brahmi)

Einige indische Schriftzeichen / Symbole

Die offizielle Amtssprachen im Land sind Hindi und Englisch. In einigen Regionen des Landes haben zudem weitere Amtssprachen bestand. Insgesamt werden in der Verfassung 21 Sprachen anerkannt und über 100 Sprachen gesprochen. In den vergangenen Jahren hat zudem die Bedeutung von Sanskrit erneut zugenommen. Zwar zählt die klassische Sprache momentan zu den Verfassungssprachen, als Amtssprache wird sie jedoch nicht eingesetzt, allerdings lehren einige Schulen Sanskrit als dritte Unterrichtssprache. Englisch ist dabei die Verwaltungs- und Wirtschaftssprache und wird zudem an Schulen gelehrt. Dennoch spricht nur ein kleiner, privilegierter Teil der Bevölkerung fließend Englisch. Über den Status als Amtssprache wird alle 15 Jahre neu entschieden.

Englisch in Indien

Trotz des Unterrichts wird in weiten Teilen des Landes, vor allem in den ländlichen und in den touristisch unerschlossenen Regionen, kaum Englisch gesprochen oder verstanden. Meistens trifft man eher in den größeren Städten wie Neu-Delhi, Mumbai oder Kalkutta auf englischsprachige Einheimische. Häufig sind es die jüngeren Leute, die Englisch verstehen und sprechen. Zudem findet man in den Hotels und einigen Restaurants und Geschäften Angestellte, die über einen gewissen Grundwortschatz verfügen. Gleiches gilt auch für Taxi- oder Rikschafahrer. Bewegt man sich vornehmlich in den Touristikzentren des Landes, kann man sich meistens mit Hilfe der englische Sprache verständlich machen, selbst wenn der Gegenüber nur einige grundsätzliche Vokabeln versteht. Außerhalb dieser Gebiete kann es nicht schaden, wenn Reisende einen Sprachführer für die essentiellen Dinge mit sich führen. Natürlich ist es auch in Indien gerne gesehen, wenn Urlauber einige grundlegende Vokalen auf Hindi beherrschen, wie etwa die Begrüßung, die Verabschiedung oder auch das Bedanken.

Nachtleben und Party

Ein aktives Nightlife findet in Indien hauptsächlich in den großen Metropolen und den populären Touristendestinationen statt. Vor allem in Mumbai, Goa, Kalkutta und natürlich in der Hauptstadt Neu-Delhi finden Touristen einige Clubs und Bars, die zur Abendunterhaltung beitragen. Dennoch lässt sich das indische Nachtleben kaum mit dem europäischen vergleichen. Problematisch ist hier vor allem, dass die vielen Clubs, Bars und Diskotheken bereits vor Mitternacht ihre Türen schließen.

Während man in Mumbai und Neu-Delhi noch gelegentlich Locations findet, die „erst“ gegen 1:30 Uhr schließen, schalten Clubs in Chennai, Bangalore oder Hyderabad bereits gegen gegen 11.30 Uhr ihre Lichter an. Häufig geschieht dies aufgrund von Lärmbelästigung. Viele Spots haben auf die frühen Ladenschlusszeiten mit entsprechend frühen Öffnungszeiten reagiert, so dass der Eintritt bereits am späten Nachmittag oder in den frühen Abendstunden gewährt wird. Die besten Optionen für Nachtschwärmer ergeben sich in Kalkutta. Hier tritt die Sperrstunde erst um zwei Uhr in der Nacht ein.

Die großen Clubs findet man hauptsächlich in den verschiedenen Luxushotels der Metropolen oder in den verschiedenen Einkaufszentren. Manche dieser Clubs haben Eintrittspreise von 20 Euro oder mehr und werden daher nur von Angehörigen der höheren Kasten besucht. Bars findet man in mehreren Preisklassen, wobei die günstigen Kneipen meist wenig touristenfreundlich sind und häufig keinen Wert auf ausländische Besucher legen.

Eine Ausnahme sind hier die Backpacker-Kneipen, die man vor allem in Mumbai oder Goa findet. Der Bundesstaat Goa ist darüber hinaus bekannt für seine opulenten Outdoorpartys, obwohl die Behörden zunehmend versuchen einen Riegel vor diese teils exzessiven Veranstaltungen zu schieben. Mittlerweile hat sich eine Untergrundszene etabliert, die allerdings nicht immer leicht aufzuspüren ist. Am lebendigsten ist die Szene zur Zeit in Anjuna, Vagator, Arambol, Mojim und Palolem.

Alkohol trinken

Urlauber müssen sich jedoch auf weitere Überraschungen im indischen Nachtleben gefasst machen. Da das Trinken von Alkohol kein fester Bestandteil der indischen Kultur ist, schenken bei weitem nicht alle Bars und Nachtclubs Bier, Wein oder sonstige Spirituosen aus. Darüber hinaus erheben einige der Diskotheken für ein Mixgetränk wie Wodka-Redbull enorme Preise, insbesondere für indische Verhältnisse. An einige Tagen besteht zudem ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol. Ausländische Touristen sollten zudem die Altersbeschränkungen beachten. Im Bundesstaat Goa sowie in Uttar Pradesh und Karnataka liegt das Mindestalter für den Kauf und Genuss von Alkohol bei 18 Jahren. In den meisten anderen Städten muss man 21 sein und in der Hauptstadt Neu-Delhi kann darf man erst mit 25 Jahren Alkohol trinken.

Reise-und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat im Fall von Indien einige Informationen veröffentlicht, die vor Reiseantritt berücksichtigt werden sollten.

Terrorismusgefahr

Das Auswärtige Amt mahnt angesichts der terroristischen Gefahren landesweit zu besonderer Wachsamkeit, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen. Ebenfalls zur Vorsicht wird bei großen Menschenansammlungen wie Demonstrationen und Wahlkampfveranstaltungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden oder populären Wahrzeichen der Nation geraten. Vor allem zu religiösen Feiertagen und Großereignissen sollten die entsprechenden Plätze gemieden werden.
Ziel von Gewaltakten können insbesondere die Hauptstadt Neu-Delhi sowie weitere Großstädte werden. Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren eine Tendenz ergeben, nach welcher auch touristische Hotspots zunehmend von terroristischer Aktivitäten betroffen sind.

Kriminalität, Vergewaltigungen

Indien ist kein ganz ungefährliches Reiseland. Neben der Terrorismusgefahr haben in der Vergangenheit vor allem Vergewaltigungen und andere Sexualdelikte für internationales Aufsehen gesorgt. So sind in jüngster Vergangenheit auch vermehrt Ausländerinnen Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Das Auswärtige Amt rät vor diesem Hintergrund dazu sich „stets von Vorsicht leiten zu lassen“.
Weiterhin wird seit längerer Zeit eine Zunahme der Kleinkriminalität verzeichnet und auch Raubüberfälle auf Taxigäste haben zugenommen. In den Städten Agra und Jaipur im Bundesstaat Rajasthan kam es in der Vergangenheit zu Betrugsfällen durch Händler, welchen den Versand von vermeintlichen Edelsteinen von Indien in das Heimatland anbieten.

Im Bundesstaat Gao kommt es gelegentlich zu Raubüberfällen und Beschaffungskriminalität. Besondere Vorsicht sollten Urlauber vor allem im Nachtleben walten lassen. Nicht jede Zufallsbekanntschaft ist auch wirklich zufällig. Es ist daher von der öffentlichen zur Schaustellung von Wertsachen. (Uhren, Schmuck, Bargeld) abzuraten. Insbesondere bei Menschenansammlungen sollten Sie auf ihren Besitz achtgeben und auch öffentliche Verkehrsmittel sind Orte, an denen es zu Vorfällen kommen kann (sexuelle Belästigung, Raub etc.). Touristen sollten hauptsächlich Taxis nutzen, die vom Hotel aus bestellt werden. Zudem sollte auf Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit verzichtet werden. In der Vergangenheit ist es insbesondere in Neu-Delhi und einige anderen Städten zu Betrugsfällen durch aggressive Verkaufsmethoden gekommen, bei welchem Taxifahrer die Gäste vorsätzlich zu bestimmten Reisebüros fahren, in denen die Urlauber unter Druck gesetzt werden. Sofern sie nicht aus eigenem Antrieb ein Reise gebucht haben, rät das Auswärtige Amt sich an die lokale Polizei zu wenden.
Bei Wandertouren sollten sich Reisende zudem immer von einem anerkannten Reiseführer begleiten lassen.

Sicherheitshinweise Bergsteigen

Der Norden Indiens ist eine beliebte Destination bei Wanderern, Bergsteigern und Kletterern. Die unmittelbare Nähe zum Himalaya lockt jährlich zahlreiche Touristen in die bergige Region. Direkt an der Grenze zu Nepal liegt der Kangchendzönga, der mit seinen 8586 m zu den berühmten 8000ern zählt.

Ab einer Höhe von rund 2500 m stellt die sogenannte Höhenkrankheit eine ernsthafte Gefahr dar. In einigen Fällen kann die Krankheit auch schon in geringeren Höhen auftreten. Leitsymptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Appetitverlust, Übelkeit sowie Benommenheit und Schwindelgefühl und in kritischen Fällen auch Sehstörungen, Erbrechen und Atemnot. Besondere Gefahr besteht, wenn die Höhenkrankheit in ein lebensgefährliches Höhenhirnödem oder ein Höhenlungenödem übergeht. Sollten diese Symptome auftreten ist es unbedingt ratsam den Aufstieg abzubrechen.

Höhenkrankheit

Zur Höhenkrankheit kommt es vor allem durch einen zu schnellen Aufstieg ohne eine ausreichende Akklimatisation. Frauen sind von der Krankheit häufiger betroffen als Männer. Ebenso spielt das Alter eine Rolle. Jüngere Menschen unterliegen eher der Gefahr zu erkranken. Gleiches gilt für Menschen mit Migräne sowie Herz- oder Lungenleiden. Die körperliche Fitness hingegen ist kein ausschlaggebender Faktor.
Um der Höhenkrankheit vorzubeugen ist es notwendig dem Körper einige Tage für die Akklimatisation Zeit zu lassen, so dass vermehrt rote Blutkörperchen entstehen können. Empfehlenswert ist es bei Höhen über 4500 m zunächst mehrere Tage zwischen 2000 und 3000 m zu verbringen und Tagestouren in höhere Regionen zu unternehmen. Aufgrund des straffen Zeitplans einiger organisierter Gruppenaufstiege ist das jedoch nicht immer möglich. Alternativ kann zur Prophylaxe der Wirkstoff Acetazolamid eingenommen werden. Grundsätzlich sollte vor einem Aufstieg immer mit einem spezialisierten Arzt gesprochen werden. Dies gilt besonders im Fall der geplanten Einnahme von Medikamenten.

Lawinen

Neben der Höhenkrankheit besteht in der Region eine Lawinengefahr durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge. Auch können die starke Sonneneinstrahlung sowie starker Wind und extreme Kälte ein unbekanntes Risiko bergen.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts gibt es in Indien kein zivilen Luftrettungsunternehmen. Evakuierungen müssen durch das indische Militär vorgenommen werden, was zum einen enormen bürokratischen Aufwand erfordert und zum anderen oftmals nur langsam vonstattengeht. Zudem ist die Alarmierung nicht immer ganz problemlos, da in ganz Indien die Nutzung von Satellitentelefonen untersagt ist. Die Kostenübernahme der Rettung muss der Verunglückte in der Regel zunächst selber tragen.

Naturkatastrophen

Indien ist erdbebengefährdet. Bei schweren Beben wird dazu geraten unter einen stabilen Möbelstück Schutz zu suchen und das Haus nicht zu verlassen, solange die Erschütterungen anhalten. Andernfalls besteht die Gefahr durch herabfallende Teile oder Glasscherben verletzt zu werden. Betroffene, die sich im Freien aufhalten sollten schnellstmöglich einen freien Platz aufsuchen, möglichst weit entfernt von Gebäuden, Straßenlampen oder Stromleitungen. Die Beben konzentrieren sich in der Regel auf Indien aber auch in den angrenzenden Nachbarstaaten sind die Ausläufer in der Regel zu bemerken.

Gesundheit

Bei einer direkten Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Allerdings empfiehlt das Auswärtige Amt die Standardimpfungen gemäß dem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes.

Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza, Pneumokokken und Polio, können auch Impfungen gegen Hepatitis A / B und bei längeren Aufenthalten gegen Tollwut, Meningokokken-Meningitis ACWY sowie japanische Enzephalitis sinnvoll sein.

Dengue-Fieber und Malaria

Wie auch in anderen asiatischen Staaten besteht in Indien eine akute Ansteckungsgefahr mit Dengue-Fieber und Malaria. Beide Krankheiten werden von einer Mücke übertragen, wobei Dengue-Fieber tagsüber, Malaria hingegen in den Abendstunden und nachts übertragen wird.
Sowohl die Beschwerden bei Dengue-Fieber wie auch bei Malaria ähneln in der Regel den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten. Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschlag sind einige der Symptome.

Die Krankheit tritt in Indien landesweit und vorwiegend während der Regenzeit auf. Ein Übertragungsrisiko besteht vor allem an den Küsten und in den großen Ballungszentren, Stadtgebiete sind oftmals besonders betroffen. Ab einer Höhe von 1500 m sinkt das Risiko.

Malariagebiete

Indien Malaria Map

Indien Malaria Map

Malaria hingegen kann abhängig von der bereisten Region ganzjährig auftreten. Besonders während und nach der Regenzeit steigt die Zahl der Fälle. Ein erhöhtes Risiko tritt im Tiefland, im Nordosten und im Bundesstaat Odisha auf. Vom Norden und zentralen Landesteilen hin zum Süden des Landes nimmt das Risiko leicht ab. Auch die Großstädte sind von der Malariagefahr nicht ausgenommen. Vor allem in Mumbai und Neu-Delhi ist die Zahl der Erkrankungen in den letzten Jahren stetig gewachsen. Wie auch beim Dengue-Fieber nimmt das Risiko einer Erkrankung ab einer Höhe von 1500 m ab. Besondere Vorsicht ist vor der Malaria Tropica geboten. Diese kann bei Europäern durchaus tödlich enden und tritt in Indien besonders gehäuft auf.

-> Weitere Informationen zu Malaria.

Chikungya-Fieber

Eine weitere durch Mücken übertragene Erkrankung ist das Chikungya-Fieber, das sich ähnlich wie Malaria und Dengue durch hohe Temperatur und zum Teil langanhaltende Gliederschmerzen auszeichnet. Auch diese Krankheit wird von einer tagaktiven Mücke übertragen. Betroffen sind hier vor allem die Küstenregionen sowie die großen Metropolen.

Japanische Enzephalitis

Ähnlich verhält es sich mit der Japanischen Enzephalitis. Auch diese Infektionskrankheit wird von einer nachtaktive Mücken übertragen und kann ebenfalls tödlich enden. Bei der Krankheit handelt es sich um eine durch Viren verursachte Entzündung des Gehirns, die häufig bei Wasservögeln oder Schweinen auftritt, ohne dass diese eigene Symptome zeigen. Es besteht landesweit ein geringes Übertragungsrisiko. Besonders gefährdet sind die ländlichen Regionen. In den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar kommt es darüber hinaus gehäuft zu Hirnhautentzündungen ohne klare Ursache. Da es keine wirksamen Medikamente gibt, sollten neben einem sorgfältigen Mückenschutz auch eine vorbeugende Schutzimpfung in Betracht gezogen werden. Die Gefahr an Japanischer Enzephalitis zu erkranken ist im Gegensatz zu einer Infektion mit Dengue-Fieber und Malaria allerdings eher gering.

Da es weder gegen Malaria noch gegen Dengue-Fieber oder Chikungunya-Fieber wirksame Medikamente gibt, sollten einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Notfallselbstbehandlung mit Tabletten sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Risiken, Nebenwirkungen und Anwendung sollten jedoch unbedingt vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden. Notfallmedikamente sollten in jedem Fall aus der Heimat mitgebracht werden, da in Indien viele gefälschte Waren auf dem Markt sind.
Da sowohl Malaria, wie auch das Dengue- und das Chikungya-Fieber durch Mücken übertragen werden, wird Urlaubern grundsätzlich empfohlen körperbedeckende und imprägnierte helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Kala-Azar, Leishmaniasis

Durch die Sandmücke kann Kala-Azar bzw. Leishmaniasis von Tier zu Mensch übertragen werden. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch über Kontakt mit infiziertem Blut ist ebenfalls möglich. Die Krankheit kann in zwei Formen Auftreten. Besonders gefährlich ist die viszerale Leishmaniasis, bei der das Knochenmark und die Organe befallen werden können, was unbehandelt in der Regel einen tödlichen Ausgang zur Folge hat. Zu Infektionen kommt es im Nordwesten des Landes sowie in einigen östlichen Regionen. Es gibt keine wirksame Impfung gegen Kala-Azar, daher sollten Urlauber die oben genannten Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von Malaria und Dengue-Fieber dringend berücksichtigen. Gleiches gilt für Wurmerkrankungen, die ebenfalls durch Mücken oder Stechfliegen übertragen werden und die vor allem in den Küstengebieten im Südosten vorkommen. Beide Krankheiten können ganzjährig auftreten.

Durchfall und Cholera

Wie in vielen anderen ostasiatischen Ländern treten auch in Indien gehäuft Durchfallerkrankungen oder sogar Cholera auf. Oftmals sind Oberflächengewässer mit Fäkalienkeimen, manchmal sogar mit chemischen Schadstoffen kontaminiert. Landesweit besteht ein Infektionsrisiko für Salmonellen-, Shigellen- und Typhus- und Wurmerkrankungen sowie Amöbien, Lamblien und Hepatitis A und E. Das Risiko einer solchen lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs.
  • Zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Sie stets Trinkwasser aus der Flasche nutzen.
  • Es ist ratsam Nahrungsmittel immer abzukochen oder selbst zu schälen.
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.
  • Der Verzehr von rohem Fleisch sollte in jedem Fall vermieden werden.

Tollwur

 

Tollwut kann in Indien eine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Die Krankheit wird durch Vieren im Speichel infizierter Tiere (oder auch Menschen) auf andere Menschen übertragen. Eine Infektion verläuft in der Regel tödlich. In ganz Indien besteht ein Risiko von einem streunenden Tier gebissen zu werden. So sollten zum Beispiel Affen nicht gefüttert werden,da diese die Krankheit übertragen können. Zwar ist keineswegs jedes Tier infiziert, im Notfall kann die benötigte medizinische Behandlung nach einer solchen Verletzung aber nicht immer zeitnah vorgenommen werden. Daher empfiehlt es sich vor Reiseantritt unbedingt eine Tollwutimpfung durchführen zu lassen. Eine Auffrischung kann in der Regel auch vor Ort in den größeren Klinken und Krankenhäusern vorgenommen werden.

Tuberkulose

Eine weitere Gefahr im Land ist Tuberkulose, welche mittlerweile gehäufter auftritt und durch die zunehmende Existenz von resistenten Tuberkuloseerregern in Indien zu einer realen Bedrohung werden kann. Die Übertragung erfolgt in der Regel von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion (niesen, husten etc.) oder engen körperlichen Kontakt.
Weiterhin sollten Touristen besondere Vorsicht bei Geschlechtsverkehr, Tätowierungen oder Bluttransfusionen walten lassen, da die Zahl der HIV Infektionen sowie von Hepatitis B in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist.

Influenza

Vor allem in den Wintermonaten besteht in Indien, insbesondere im Norden des Landes, eine Gefahr durch saisonale Influenzaviren. In den Bundesstaaten Maharashtra, Andhra Pradesh sowie Gujarat und Rajastan wurden darüber hinaus in der Vergangenheit Fälle von Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) bekannt. Fälle von Vogelgrippe gab es zuletzt 2011 im Bundesstaat West-Bengalen. Bei Menschen wurde die Erkrankung bisher allerdings nicht festgestellt. Dennoch rät das Auswärtige Amt den Kontakt mit Vögeln bzw. Geflügel (z.B. auf Märkten) zu vermeiden.
Hygienemaßnahmen und Schutzimpfungen können als wichtige Maßnahmen zur Verhütung einer Infektion angesehen werden.

Asian Brown Cloud

In den vergangenen Jahren ist auch in Indien die Luftverschmutzung zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. Durch Autoabgase, Waldbrände und Fabriken wird die Verunreinigung insbesondere in den Großstädten wie Dehli, Kalkutta und Mumbai zu einer gesundheitlichen Bedrohung. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch von der sogenannten „Asian Brown Cloud“ gesprochen. Besonders hoch ist die Belastung in den Wintermonaten (Ende November bis März), da es in dieser Zeit nur zu wenigen Niederschlägen kommt. Reisende mit chronischen Atemwegserkrankungen sollten die Luftverschmutzung in ihre Reiseplanung mit einbeziehen und sich entsprechend vorbereiten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in entspricht in einigen Teilen des Landes den gängigen westlichen Standards. Dies gilt jedoch vorwiegend für die Hauptstadt Neu-Delhi sowie für die meisten Großstädte. In den ländlichen Regionen hingegen fehlt es meistens an, auf europäischem Niveau ausgebildeten, Ärzten mit Fremdsprachenkenntnis. Zudem gibt es hier häufig Mängel im Bereich der Hygiene, der Technik und der Organisation. Bei schweren Erkrankungen sollte demnach über eine Verlegung in eine der großen Kliniken nachgedacht werden. Hier kann eine Behandlung allerdings erhebliche Kosten mit sich bringen, da es üblich ist, vor Beginn der Behandlung eine erhebliche Anzahlung zu leisten. Für Touristen ist es daher grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen. Auch eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Dies ist besonders wichtig, da es immer wieder vorkommt, dass kleinere Apotheken gefälschte Waren anbieten.
Ärztelisten der Deutschen Botschaft und der verschiedenen Generalkonsulate erhält man auf Anfrage oder im Internet.

Deutsche Vertretungen in Indien

Bei außerordentlichen Problemen können sich deutsche Staatsangehörige an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland oder an eines der Generalkonsulate in Bangalore, Chennai, Kolkata oder Mumbai wenden.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Neu-Delhi Nr. 6/50G,
Shanti Path, Chanakyapuri,
Neu-Delhi 110021

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Bangalore

Bangalore 2nd & 3rd Floor, „Cash Pharmacy Building“,
Corner St. Marks & Residency Road,
Bangalore 560025

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Chennai

Chennai Boat Club Road 9,
Raja Annamalai Puram
Chennai, Tamil Nadu India

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Kalkutta

Kalkutta 1 Hastings Park Road,
Alipore, Kalkutta

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Mumbai

Mumbai „Hoechst House“, 10th Floor,
Nariman Point,
193 Backbay Reclamation,
Mumbai 400 021

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Goa

Goa Cosme Mathias Menezes Building,
Rua De Ourem,
Panjim 403001,
Goa