Brunei Reiseführer, Reisetipps, Tourismus


HauptstadtBandar Seri Begawan
SprachenMalaiisch (Amtssprache)
Englisch, Chinesisch
StaatsformSultanat/ Monarchie
Fläche5.765 km²
Einwohner409.000 (~71 Einwohner pro km²)
WährungBrunei-Dollar (BND)
Telefon-Vorwahl+673
ZeitzoneUTC+8
NationalflaggeBrunei Flagge

Brunei Flagge

Das kleine Sultanat im Norden Borneos liegt eingeschlossen vom malaiischen Bundesstaaten Sarawak unmittelbar an der Küste zum Südchinesischen Meer. Da viele Urlauber Brunei eher als Ausflugsziel im Rahmen einer Reise nach Malaysia wahrnehmen, bietet das Land weit weniger Attraktionen und Sehenswürdigkeiten als viele andere Staaten im südostasiatischen Raum.

Durch die großen Erdgas- und Erdölvorkommen sind manche Regionen im Land zu reinen Industrieanlagen verkommen. Dennoch gibt es in Brunei einige lohnenswerte Ausflugsziele, vor allem rund um die Hauptstadt Bandar Seri Begawan.
Die strengen Sitten und Gebräuche sowie die verhältnismäßig hohen Lebenshaltungskosten schrecken manche Urlauber ab. Wer sich jedoch im Vorfeld ausreichend über die gegebenen Möglichkeiten informiert, kann in Brunei einige schöne Tage verbringen.

Die Staatsreligion im Land ist der Islam, dem knapp 70% der Bevölkerung angehören. Entsprechend orientiert sich die nationale Gesetzgebung an der Scharia. Touristen sollten dementsprechend gewisse Regeln und Bräuche achten und einhalten.

Städte und Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Städte, Provinzen, Regionen und Sehenswürdigkeiten in Brunei:

Das Sultanat Brunei ist in vier Verwaltungsdistrikte aufgegliedert. In Brunei-Muara liegt die Hauptstadt Bandar Seri Begawan, mit rund 230.000 Einwohnern. Weitere Distrikte sind Belait, Temburong sowie Tutong. Insgesamt leben in Brunei auf einer Fläche von 5765 km² lediglich ca. 409.000 Menschen.

Bandar Seri Begawan

Brunei, Bandar Seri Begawan

Bandar Seri Begawan

Die Hauptstadt des Landes ist zugleich auch das beliebteste Reiseziel. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten bietet die Stadt einen guten Ausgangspunkt für Exkursionen in die Region. Ein besonders populäres Ziel ist das Wasserdorf Kampong Ayer, in dem knapp 40.000 Menschen in Pfahlbauten leben.

Shoppingbegeisterte kommen im Stadtteil Gadong voll auf ihre Kosten. Diverse moderne Einkaufszentren bieten hier alles an, was das Herz begehrt.

Kuala Belait

In der Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts können Besucher unter anderem den Palast des Sultans oder den Silver Jubilee Park besuchen.

Temburong Distrikt

Brunei National Park

Der Brunei National Park im Temburong Distrikt

Der Temburong Distrikt liegt getrennt vom übrigen Brunei östlich des Sultanats. Von der Hauptstadt Bandar Seri Begawan ist der Bezirk ausschließlich mit dem Schiff zu erreichen. Auf dem Überlandweg muss man eine Route über malaiisches Hoheitsgebiet in Kauf nehmen, was dementsprechend mit der Ausreise und Wiedereinreise in das Sultanat verbunden ist.
Beliebte Ausflugsziele sind u.a. der Temburong Nationalpark oder Selirong Island in der Bucht von Brunei.

Kuala Tutong

In Kuala Tutong im Tutong Distrikt finden Urlauber den Pantai Seri Kenangan, den „unvergeslichen Strand“. Häufig als einer der schönsten Sandstrände Bruneis bezeichnet, ziehen der weiße Sand und das blaue Meer jährlich unzählige Touristen an.

Jerudong Park

Jerudong Park

Der Jerudong Park bei Dunkelheit

Einer der größten und teuersten Freizeitpark in ganz Südostasien. In den letzte Jahren wurde allerdings Kritik an der Anlage laut. Viele der ehemaligen Attraktionen wurden geschlossen oder nicht modernisiert. Da die Fahrtkosten relativ gering sind ist ein einmaliger Besuch eventuell lohnenswert.

Allerdings sollten die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden. Bisher hat die Regierung, welche die Anlage finanziert und gebaut hat, keine weiteren Pläne zur Zukunft des Jerudong Park vorgelegt. Nahe dem Gelände findet man das Jerudong Park Medical Center, die erste Anlaufstelle für Touristen im Fall einer notwendigen medizinischen Versorgung.

Geschichte

Das kleine Sultanat an der Nordküste Borneos, dessen Entstehung ins 15 Jahrhundert zurückreicht, konnte seine Stellung nach der einstigen Blütezeit nicht aufrechterhalten. Nach innerstaatlichen Streitigkeiten und der zunehmenden Kolonialisierung der gesamten Region, begann bereits im 19 Jhdt. der Zerfall des Landes, nachdem der damalige Sultan einem britischen Offizier , als Dank für die Niederschlagung gewalttätiger Konflikte im Land, das Gebiet Sarawak (heute ein Bundesstaat in Malaysia) überließ. Dieser konnte im Laufe der Jahre seinen Einfluss ausbauen, was neuerliche territoriale Verluste Bruneis zur Folge hatte.

Nur wenige Jahre später fiel die Insel Labuan unter die Kontrolle der britischen Krone, welche ihren Einfluss im Jahr 1877 noch ausbauen konnte, nachdem der Sultan einer britischen Handelsgesellschaft die Region Sabah überließ (heute ebenfalls ein Bundesstaat in Malaysia). 11 Jahre später wurde Brunei endgültig zu einem britischen Protektorat. Zwar konnte der Sultan formal seinen Herrschaftsanspruch durchsetzen, der Status Quo änderte sich allerdings, als die britische Krone im Jahr 1906 die Verwaltung im Land übernahm und den Sultan somit de facto zu einer Marionette degradierte.

Brunei Sehenswürdigkeiten

Brunei Sehenswürdigkeiten: Der Palast

Während des Zweiten Weltkriegs fiel Brunei, wie viel andere Staaten Südostasiens, unter die Kontrolle Japans. Erst nach 1945 übernahmen die Briten wieder die Verwaltung in dem kleinen Sultanat am Südchinesischen Meer. Im September 1959 verkündete der Sultan die erste geschriebene Verfassung des Landes, wonach eine Legislative und eine Exekutive eingerichtet werden sollte. Außenpolitische Belange wurden weiterhin durch Großbritannien geregelt. 1979 folgte die bedeutendste Zäsur im Bezug auf die britischen Herrschaftsansprüche. Der amtierende Sultan und die britische Regierung einigten sich in einem historischen Abkommen auf die Unabhängigkeit Bruneis im Jahr 1984. Von nun an selber die Geschicke des Landes leitend, setzte der Sultan Hassanal Bolkiah, welcher seit 1967 die Macht im Land innehat, seinen Sohn als Kronprinzen ein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Brunei eine Genehmigung, welche in der Regel bei Einreise erteilt wird und zu einem 30-tägigen Aufenthalt berechtigt. Obwohl sich die Grenzüberquerung üblicherweise als problemlos erweist, rät das Auswärtige Amt sich vor der Reise mit der Botschaft von Brunei Darussalam in Verbindung zu setzten.
Neben der erteilten Berechtigung benötigen Touristen zudem einen Reisepass, der ab dem Zeitpunkt der Einreise noch mindestens weitere 6 Monate Gültigkeit besitzt. Erwähnenswert ist mitunter die Tatsache, dass, im Gegensatz zu den meisten Staaten Südostasiens, die Einreise mit einem vorläufigen Reisepass nicht möglich ist.

Geld und Währung

Brunei Geld

Brunei Geld: Ein 1000 Brunei Dollar Geldschein.

Die nationale Währung im Land ist der Brunei-Dollar, welcher in einem Verhältnis von 1:1 an den Singapur-Dollar gekoppelt ist. In weiten Teilen des Sultanats ist es daher ebenfalls möglich mit dem Singapur-Dollar zu zahlen.

Banken und Wechselstuben tauschen in der Regel alle gängigen Devisen, besonders beliebt sind allerdings US-Dollar. Dennoch kann auch der Umtausch von Euro in Brunei Dollar in den meisten Banken problemlos vorgenommen werden.

Geldautomaten, ATM

Brunei Dollar

Brunei Dollar: 1 BR$ Banknote

Urlauber, die kein Bargeld einführen, können an Geldautomaten bzw. ATMs mit EC-Karten (mit dem Maestrosymbol) oder mit den gängigen Kreditkarten Geld abheben. Vor allem in der Hauptstadt finden sich zahlreiche Bankautomaten.

Kreditkarten

Zudem akzeptieren viele der größeren Hotels, Geschäfte und Restaurants die weltweit anerkannten Kreditkarten, mit einer klaren Vorliebe für Visa oder die Mastercard. Neben den zusätzlichen Gebühren, welche durch das heimische Kreditinstitut erhoben werden, berechnen einige Hotels und Geschäfte darüber hinaus anfallende Kosten.

Reisechecks

Wer Reisechecks nutzen möchte, sollte diese vorwiegend in US-Dollar einführen. Die meisten Banken und Wechselstuben sowie einige der größeren Hotels tauschen Travellerchecks ein, meist jedoch zu einem deutlich schlechteren Kurs als es beim Tausch von Bargeld der Fall ist.

Lebenshaltungskosten

Das Preisniveau in Brunei liegt deutlich über dem Malaysias und lässt sich am ehesten mit dem Singapurs vergleichen. Am günstigsten essen kann man in den kleineren Einheimischen Restaurants. Ein Hauptgericht gibt es hier bereits ab 6 – 7 Euro. In den größeren Einrichtungen und für westliche Produkte muss hingegen mit deutlich höheren Kosten gerechnet werden

1 € = 1,68 BND ( Brunei Dollar)
5 € = 8,42 BND (Stand: September 2013)

Wetter und Klima

Das Klima in Brunei ist ganzjährig warm und feucht. Aufgrund seiner geringen Größe findet man im Sultanat keine regionalen Unterschiede das Wetter betreffend. Die Durchschnittstemperatur liegt um die 27 °C, bei Tag- und Nachtschwankungen zwischen 23 und 32 Grad.

Die geringsten Niederschlagsmengen fallen zwischen Februar und April. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr hindurch hoch, bei Werten zwischen 81% und 86%. Als beste Reisezeit für Brunei gilt allgemeinhin der Zeitraum von Ende Februar bis Anfang April. Da der Monsun jedoch gelegentlich zeitlichen Schwankungen unterworfen ist, lässt sich der beste Termin nicht mit letzter Gewissheit bestimmen.

Unterkunft

Da Brunei keines der primären Touristenziele der Region ist, findet man nur eine begrenzte Anzahl an Hotels. Die Preise lassen sich am ehesten mit denen Singapurs vergleichen. Neben einer Reihe von Mittelklasse Unterkünften gibt es einige Sterne- und Luxushotels. In den meisten Fällen sollten Reisenden mindestens 60 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer einplanen. Lediglich in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan gibt es mittlerweile einige günstigere Unterkünfte. Die Preise liegen dann zwischen 20 und 25 Euro. Die Räume sind meist spartanische eingerichtet, zum Teil ohne Klimaanlage. Die günstigste Möglichkeit eine Nacht in Brunei zu verbringen bietet die einzige Jugendherberge im Land (Pusat Belia in Bandar Seri Begawan). Ein Bett in einem Schlafsaal ist hier ab etwa 6 € die Nacht zu haben.

Es sind allerdings vor allem die teureren Hotels, die in der Regel bequem über einen der zahlreichen Internetanbieter gebucht werden können. Die günstigen Unterkünfte müssen vor Ort gebucht, oder im Vorfeld persönlich angeschrieben werden.

Anreise

Die Anreise nach Brunei lässt sich via Anflug aus den Nachbarstaaten oder über Land, von Malaysia aus, bewerkstelligen. Einen Direktflug von Deutschland nach Brunei gibt es derzeit nicht.

Anreise mit dem Flugzeug

Brunei Airport

Brunei Airport (Brunei International Airport, Lapangan Terbang Antarabangsa)

Von Deutschland aus besteht bisher keine Möglichkeit via Direktflug nach Brunei zu gelangen. Allerdings fliegen mehrere Fluggesellschaften das kleine Sultanat auf der Insel Borneo über diverse Umsteigeflughäfen an. Von Frankfurt und München aus haben Reisende die Möglichkeit mit Thai Airways oder Malaysia Airlines über einen (gelegentlich zwei) Zwischenstopp(s) den Lapangan Terbang Antarabangsa Airport in Brunei zu erreichen. Da die Route wenig nachgefragt wird, kann es zur sehr langen Aufenthalten auf den Umsteigeflughäfen kommen, manchmal sogar 12 Stunden oder länger.

Wer sich bereits in der Region aufhält, kann vom benachbarten Malaysia aus mit dem Flugzeug von Kota Kinabalu (Bundesstaat Sabah) nach Brunei zu fliegen. Royal Brunei Airlines bietet auf dieser Route täglich Verbindungen an. Zudem gibt es Malaysia Airlines oder bekannte Billigflieger wie Air Asia, welche von Kota Kinabalu bzw. Kuala Lumpur aus den internationalen Flughafen in Brunei anfliegen. Bei einer Einreise mit dem Flugzeug müssen Touristen ein Rückflugticket vorweisen können.

Brunei Airport

Brunei Airport: Im Inneren des Flughafens.

Auch die Anreise aus den übrigen südostasiatischen Ländern lässt sich ohne Probleme mit Royal Brunei Airlines, Malaysian Airlines, Singapore Airlines oder Air Asia bewerkstelligen. Urlauber sollten beachten, dass sie bei einer Flugreise eine spezielle Flughafensteuer von etwa 6 Euro zahlen müssen.

Anreise mit Bus oder Fähre

Brunei Ferry

Brunei Ferry: Fähre an der Grenze zu Malaysia.

Von der vorgelagerten malaiischen Insel Labuan aus verkehren regelmäßig Fähren zum Serasa Ferry Terminal, welches knapp 25 Kilometer von der Hauptstadt des Sultanats entfernt liegt. Die Anlegestelle ist über eine Buslinie mit der Hauptstadt verbunden. Auch von Lawas, Limbang und Sundar aus gibt es Bootsverbindungen und Wassertaxis, welche das Serasa Ferry Terminal ansteuern.

Weiterhin existieren Grenzübergänge auf dem Landweg, die es ermöglichen von Malaysia aus nach Brunei einzureisen. Am populärste ist die Route vom malaiischen Miri nach Bandar Seri Begawan. Die Grenze wird mit dem Bus bei Sungai Tujuh überquert. Die Fahrt kann 5 Stunden und länger dauern. Am Grenzposten muss der Bus gewechselt werden.

Eine weitere Route führt vom malaiischen Kota Kinibalu über mehrere Zwischenstopps, u.a. Lawas und Limbang, in die Hauptstadt des Sultanats.

Fortbewegung im Land

Brunei Karte

Brunei Karte

Das kleine Land verfügt über eine eher sparsam ausgebaute Verkehrsinfrastruktur. Aufgrund der geringen Fläche des Staates gibt es weder Bahnverbindungen, noch ein inländischen Flugnetz. In der Region rund um die Hauptstadt können Reisende jedoch auf ein umfangreiches Busliniennetz zurückgreifen.

Bus

Rund um die Hauptstadt Bruneis gibt es ein gut ausgebautes Busliniennetz. Es gibt 13 verschiedenen Routen, die sich über die gesamte Stadt verteilen. Die Kosten für ein Ticket belaufen sich auf 0,60 – 0,70 €. Neben den offiziellen Haltestellen kann es vorkommen, dass inoffizielle Stopps eingelegt werden, um Passagiere ein- oder aussteigen zu lassen. Es kann weiterhin passieren , dass die Busse auf Wunsch von der Route abweichen, was zu Verspätungen führen kann. Einen festen Zeitplan (im westlichen Sinne) gibt es daher nicht. Wartezeiten von 30 Minuten sind somit keine Seltenheit. Gegen 20 Uhr stellen die Öffentlichen Verkehrsmittel ihren Dienst ein.
Abseits des Liniennetzes in der Hauptstadt, gibt es eine Langstreckenverbindung zwischen Bandar Seri Begawan und Seria mit einem Halt in Tutong.

PKW, Mietwagen

Wer sich in Brunei ein Auto mieten will benötigt einen internationalen Führerschein. Im Sultanat gibt es verschiedene nationale und internationale Mietwagenfirmen. Zum Teil können Autos über das Hotel gemietet werden. Reisende, die das Steuer nicht selber in Hand nehmen möchten, können einen Fahrer engagieren.

Taxi

Die meisten Taxis findet man in der Nähe größerer Hotels sowie den Shoppingzentren und dem zentralen Busterminal in der Hauptstadt. Da der Anteil an privaten PKWs im Land sehr hoch ist, verkehren verhältnismäßig wenige Taxen.

Der Grundpreis liegt bei knapp 2 Euro. Für 200 Meter Fahrtweg werden in etwa 10 Cent berechnet. Ab eine Strecke über 20 km sinkt der Preis auf rund 5 Cent. Für Fahrten in andere Stadtteile werden Zuschläge berechnet. Nach 23:00 Uhr steigen die Preise um 50% an.

Boote

Es gibt eine tägliche Verbindung mit der Schnellfähre, die von Bandar Seri Begawan nach Bangar im Temburong Distrikt führt. Die Fahrtzeit beträgt knapp 45 Minuten, bei einem Preis von etwa 9 Euro. Außerdem verkehren Wassertaxis zwischen der Hauptstadt und Kampong Ayer. Die Preise müssen individuell vereinbart werden.

Handy, Smartphone, Internet

Die meisten Urlauber halten sich nur wenige Tage in Brunei auf. Bei einem kurzen Aufenthalt stellt sich die Frage inwieweit der Kauf einer einheimischen Sim-Karte sinnvoll ist. Reisende sollten sich daher im Vorfeld über die Roaming-Gebühren ihres Anbieters informieren.

B.Mobile Prepaid und DST Mobile

Wer sich dennoch für den Kauf einer Simcard entscheidet, hat die Auswahl zwischen B.Mobile Prepaid und DST Mobile Easi 3G. Für eine Karte von B.Mobile werden Kosten von rund 21 Euro fällig, inklusive 3 Euro Guthaben. Easi 3G kostet etwa 18 Euro und bietet ebenfalls ein Guthaben von 3 Euro.
Die Karte von DST Mobile kann direkt nach der Einreise am Flughafen erworben werden. B.Mobile Prepaid-Karten hingegen erhalten Urlauber ausschließlich in den offiziellen B.Mobile Shops, welche man in den größeren Städten findet. Häufig wird beim Kauf die Vorlage des Reisepasses verlangt. Die Karten müssen vor der Nutzung aktiviert werden, was jedoch in der Regel durch das Personal geschieht.

Mobiles Internet

Um in Brunei mobiles Internet nutzen zu können, müssen Kunden zunächst die Hotline des Anbieters anrufen (B.Mobile: 177, Easi 3G Mobile: 151). Anschließend erhält man eine SMS und muss das Handy bzw. Smartphone neu starten um danach online gehen zu können.

Abseits der Nutzung einer Prepaid-Simkarte, kann man am Flughafen und in den meisten Hotels kostenloses W-Lan nutzen oder eines der Internetcafes in den größeren Städten aufsuchen.

Essen

Brunei Essen: Daging Masak Lada Hitam

Brunei Essen: Daging Masak Lada Hitam

Die Cuisine Bruneis wird maßgeblich durch die umliegenden Länder und Kulturen beeinflusst. Gerichte mit arabischen, indischen oder chinesischem Flair sind keine Seltenheit. Darüber hinaus finden sich europäische, insbesondere englische, Einflüsse sowie Spuren der ursprünglichen Küche Borneos. Besonders prägnant ist allerdings die Einwirkung der malaiischen Kochkunst.

Viele Gerichte sind sehr scharf gewürzt. Neben Reis, Fisch und Fleisch wird viel Gemüse und zum Teil Obst verarbeitet. Zu den Spezialitäten des Landes zählen unter anderem Daging Masak Lada Hitam, scharf gewürztes Rindfleisch mit Kartoffeln, Serondeng Pandag, Huhn mit Knoblauch, Kokosmilch und Pandanblättern oder Kurma, ein Hühnercurry.

In den kleineren einheimischen Restaurants kann man die Brunei Küche relativ günstig geniessen. Ein Hauptgericht ist hier ab etwa 6 Euro zu haben. In den touristischen Geschäften und Hotels hingegen kann eine Mahlzeit durchaus 15 € und mehr kosten. Der Verkauf von Alkohol ist im Land übrigens strengstens verboten.

Verhaltensregeln

Brunei ist ein Land mit einer stark konservativen Regierung, die stark durch den Islam geprägt wird. Etwaige Verhaltensregeln sollten daher möglichst eingehalten werden.
Beim Verzehr islamischer Speisen sollte die Finger der rechten Hand genutzt werden. Übergibt man Geschenke oder andere Dinge geschieht dies ebenfalls mit der rechten Hand, da die linke Hand als unrein gilt.

Vor dem Besuch einer Moschee müssen die Schuhe ausgezogen werden. Frauen sollten sich den Kopf, die Arme und die Knie bedecken. Grundsätzlich gilt, dass Reisende die Moralvorstellungen des Islams zu berücksichtigen haben. Zuwiderhandlung kann nicht nur zur unangenehmen Situationen, sondern auch zu Strafe führen. Während des Ramadan sollten Urlauber das Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit vermeiden.

Zudem ist es üblich, dass für Kofferträger und ähnliche Serviceleistungen ein kleines Trinkgeld gegeben wird. Bei Taxifahrten ist die Gabe eines Trinkgeldes unüblich, der zu zahlende Betrag kann jedoch aufgerundet werden. In Restaurants und Hotels ist häufig ein Zuschlag von 10% im Preis enthalten. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es angebracht ein entsprechendes Trinkgeld anzubieten.

Grundsätzlich ist das Rauchen in Restaurants untersagt. Gleiches gilt für die öffentlichen Verkehrsmitteln und die öffentlichen Gebäude.

Lautstarkes Verhalten und öffentlich geübte Kritik, etwa am Sultan, können mit Strafe geahndet werden.

Sprache und Verständigung

Die Amtssprache im Land ist Malaiisch. Aufgrund seiner kolonialen Vergangenheit versteht und spricht man allerdings in weiten Teilen des Sultanats Englisch. Lediglich in den ländlichen Gegenden gibt es hier einige Ausnahmen. Unter der chinesischen Minderheit werden zudem verschiedene chinesische Dialekte gesprochen.

Reisende, die Malaiisch sprechen, müssen sich jedoch darauf einstellen, dass in Brunei ein spezieller Dialekt Verwendung findet, der in manchen Regionen erheblich von der offiziellen Amtssprache abweicht.

Nachtleben und Party

Das Ausschenken von Alkohol ist in Brunei strikt verboten. Ein Nachtleben wie man es in anderen Staaten Südostasiens findet existiert im Land daher nicht. Es gibt weder Bars noch Clubs. Lediglich einige Restaurants haben bis 22:00 Uhr geöffnet. Alkohol wird aber auch nicht ausgeschenkt.
Für Nicht-Muslime ist es möglich 2 Flaschen Wein/ Spirituosen sowie 12 Dosen Bier einzuführen. In der Öffentlichkeit darf der eingeführte Alkohol jedoch nicht verzehrt werden.

Reise- und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat im Fall von Brunei einige Sicherheitshinweise veröffentlicht, mit denen sich Touristen vor der Abreise vertraut machen sollten.

Kriminalität

Brunei gilt allgemeinhin als sehr sicheres Reiseland. Gewaltverbrechen und organisierte Kriminalität gibt es hier kaum. Lediglich vor Kleinkriminalität wird gewarnt.

Besondere Zollvorschriften

Devisen können in der Regel unbeschränkt eingeführt werden. Weiterhin dürfen Urlauber 2 Flaschen Wein bzw. Hochprozentige Getränke und 12 Dosen Bier einführen. Dies Regelung gilt nicht für Muslime.

Drogen

Die Regierung im Land hat in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass sie eine „Zero Tolerance“ Politik gegenüber dem Drogenhandel im Land verfolgt. Reisende, bei denen Drogen gefunden werden, müssen mit drakonische Strafen rechnen. Der Handel, Besitz, Erwerb sowie die Ein- und Ausfuhr sind strengstens verboten. Bereits bei einem Besitz geringer Mengen illegaler Substanz kann eine lebenslange Freiheitsstrafe die Folge sein. Die Haftbedingungen sind nicht mit denen in Europa zu vergleichen. Bei größeren Mengen wird in Brunei noch immer die Todesstrafe verhängt. Auch der Transport von Gegenständen für Dritte ohne eigene Kenntnis des Inhalts kann fatale Konsequenzen haben.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Neben dem Besitz von Drogen, wird in Brunei der Besitz und Handel mit Waffen unter schwere Strafe gestellt. Neben einer hohen Freiheitsstrafen können derartige Vergehen sogar mit der Todesstrafe geahndet werden.
Sexuelle Handlungen zwischen Gleichgeschlechtlichen Paaren steht in Brunei unter Strafe. Gleiches gilt für unehelichen Verkehr so wie jede Art der Prostitution.
Reisende, die sich ohne eine Aufenthaltserlaubnis im Land aufhalten müssen mit einer Prügelstrafe rechnen.

Gesundheit

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institus.
Neben Tetanus, Diphtherie, Mumps, Masern, Röteln, Keuchhusten sowie Influenza und Polio, können auch Impfungen gegen Tollwut, Brunei Hepatitis A und Hepatitis B und Japanische Enzephalitis sowie ggf. Typhus sinnvoll sein.

Im Gegensatz zu anderen ostasiatischen Staaten besteht in Brunei eine weitaus geringere Ansteckungsgefahr mit Dengue-Fieber und Malaria. Beide Krankheiten werden von einer Mücke übertragen, wobei Dengue-Fieber tagsüber, Malaria hingegen in den Abendstunden und nachts übertragen wird.

Schutz vor Malaria

Urlauber und Touristen sollten dennoch besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Neben dem immer notwendigen Schutz vor Mückenstichen kann auch eine Chemoprophylaxe, (Einnahme von Tabletten) oder eine Notfallselbstbehandlung sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe und die Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente wie Malarone oder Riamet auf dem deutschen Markt erhältlich. Da die Malariaprophylaxe durchaus mit Risiken und Nebenwirkungen einhergehen kann, sollte diese unbedingt vor der Abreise mit einem kundigen Mediziner oder Arzt abgesprochen werden.
Die Beschwerden gleichen meist den gängigen Grippesymptomen und können auch noch mehrere Wochen nach dem eigentlichen Stich auftreten. Eine Erkrankung lässt sich daher nicht immer nicht direkt diagnostizieren, kann jedoch bei rechtzeitiger Behandlung zuverlässig und ohne bleibende Schäden geheilt werden.

Da sowohl Malaria, wie auch das Denguefieber durch Mücken übertragen werden, wird grundsätzlich empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen und gegebenenfalls (vor allem in den ländlichen Gegenden) unter einem Moskitonetz zu schlafen. Vor allem aber sollte stets darauf geachtet werden Insektenschutzmittel aufzutragen. Das gilt sowohl für den Tag, wie auch für die Abendstunden und die Nacht.

Vorsichtsmaßnahmen bei Essen und Wasser

Wie in vielen anderen südostasiatischen Ländern treten auch in Brunei gelegentlich Durchfallerkrankungen auf. In diesem Zusammenhang wird insbesondere davon abgeraten rohes Fleisch zu essen sowie unbehandeltes Leitungswasser zu trinken.
Das Risiko von Durchfallerkrankungen lässt sich jedoch durch das Befolgen einiger einfacher Grundregeln drastisch minimieren:

  • Niemals Leitungswasser trinken, sondern ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs
  • Zum Geschirrspülen und Zähneputzen sollten Urlauber stets Trinkwasser aus der Flasche nutzen
  • Nahrungsmittel sollten immer abgekocht oder selber geschält werden
  • Regelmäßig sollten die Hände mit Seife gewaschen und Einmalhandtücher verwendet werden. Auch der Gebrauch von Handdesinfektionsmittel kann situationsbedingt sinnvoll sein.

Während der Regenzeit ist mit A/H1/N1 Influenza zu rechnen, welche sich seit 2009 verstärkt im Land ausbreitet.

Medizinische Versorgung

Laut der WHO bietet Brunei, nach Singapur, den zweitbesten Gesundheitsdienst in Südostasien. Vor allem in den letztes Jahren hat die Regierung enorme Summen in den Aufbau der medizinischen Versorgung investiert. Wegen der fehlenden Möglichkeit zur lokalen Fertigung wird die Medizintechnik importiert. Neben Singapur spielt auch Deutschland eine große Rolle. Seit 2010 gibt es im Land sogar sogar eine neurologische Akutklinik unter deutscher Leitung.

Erste Anlaufadresse für Reisende ist das Jerudong Park Medical Center nahe der Hauptstadt Bandar Seri Begawan. Die Ausstattung ist umfangreich und auf dem neusten Stand. Die Ärzte sind kompetent und verfügen in der Regel über Fremdsprachenkenntnisse. Eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke sollte dennoch immer mitgenommen und den Temperaturen entsprechend gelagert werden. Für Touristen ist es darüber hinaus grundsätzlich ratsam über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz sowie eine zuverlässige Reiserückholversicherung zu verfügen.