Aserbaidschan Reisen, Reiseführer, Urlaub, Tourismus


Inhalt

HauptstadtBaku
SprachenAserbaidschanisch (Amtssprache)
StaatsformRepublik
Fläche86.600 km²
Einwohner9,1 Millionen (~106 Einwohner pro km²)
WährungAserbaidschan-Manat
Telefon-Vorwahl+994
ZeitzoneUTC+4
NationalflaggeAserbaidschan Flagge

Aserbaidschan Flagge

Das geheimnisvolle Land Aserbaidschan, ein Ort, an welchem die Kulturen des Morgenlandes und des Abendlandes aufeinander treffen und sich auf spielerische Art und Weise miteinander vereinen, beeindruckt seine Besucher durch ein reichhaltiges historisches, kulturelles und landschaftliches Erbe. Unberührte Naturlandschaften, eine einzigartige architektonische Umgebung sowie ein großzügiges Maß an Sonne überzeugen Reisende aus der ganzen Welt, diesen besonderen Ort einmal selbst zu erleben. Sie besuchen Aserbaidschan unter anderem zur Erholung, zu Geschäftszwecken, zum Wander- oder Sporturlaub, aus kulturhistorischen Interesse und um die besondere ortsübliche Kochkunst aus erster Hand kennen zu lernen.

Aserbaidschan Karte

Aserbaidschan Karte

Aserbaidschan (bzw. Azerbaijan) ist das einzige Land der Welt, welches seinen Besuchern Heilbäder aus Erdöl anbietet. In der Nähe der sandigen Strände am Kaspischen Meer kann getaucht, geschwommen und bei meist angenehm warmem Wetter entspannt werden. Der Tourismus gewinnt deutlich an Bedeutung für das Land und die Besucherzahlen steigen konstant an. Die Betreiber moderner Luxushotels haben längst erkannt, dass Aserbaidschan ein mehr und mehr gefragtes Reiseziel geworden ist und bieten ein entsprechend reizvolles Ambiente für zahlungskräftige Reisende aus aller Herren Länder. Zu den bekannteren Anbietern gehören Four Seasons, Hyatt Regency, JW Marriott, Grand Hotel Europe, Hilton, Kempinski und eine stetig wachsende Zahl weiterer Häuser. Für Gäste, die eher an einer preisgünstigeren Reise interessiert sind, stehen natürlich auch zahlreiche Optionen zur Verfügung (mehr dazu im Punkt Unterkunft).

Aserbaidschan Urlaub, Baku

Darf in keinem Aserbaidschan Urlaub fehlen: Die Hauptstadt Baku.

Aserbaidschan, welches an der Schwelle zwischen Europa und Asien liegt, verfügt über eine Vielzahl verschiedener Klimazonen und gewaltiger Temperaturunterschiede innerhalb des Landes. Eine Vielzahl an Bauten, welche im Laufe der Jahrhunderte durch den Einfluss verschiedener Mächte konstruiert wurden, zieren bis heute die Landschaft Aserbaidschans. Das geübte Auge erkennt sofort, ob es sich um türkischen, arabischen, persischen, russischen oder sonstigen Stil handelt, der Laie kann es erlernen. Auf das historische Ambiente, welches zum Teil UNESCO-Weltkulturerbe-Status besitzt, trifft der glitzernde Schein exquisiter Limousinen und hochmoderner Wolkenkratzer, wobei zu den ehrgeizigen Projekten der Region um Baku auch das tatsächlich höchste Gebäude der Welt gehört. Der Baku Tower soll nach seiner Fertigstellung als erstes von Menschen geschaffenes Objekt die 1000-Meter-Marke knacken und insgesamt 1050m hoch gen Himmel ragen!

Die Unberührtheit vieler Naturlandschaften zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer auf der einen Seite, geschäftigen Treiben im Herzen Bakus auf der anderen, jahrhundertealte Gebäude unweit von hypermodernen Wolkenkratzern, gewaltigen Temperaturunterschiede zwischen verschiedenen Teilen des Landes und andere Gegensätze und Besonderheiten verleihen Aserbaidschan einen weltweit einmaligen Charakter, welcher nur hier vor Ort erlebt werden kann. Der Tourismus steckt noch in den Startlöchern, etabliert sich jedoch immer stärker im modernen Aserbaidschan. Wer das Land rechtzeitig besucht, bevor es sich komplett dem Massentourismus öffnet, hat bisher noch die Chance ein echtes Stück wertvolles, urtümliches, interessantes und beeindruckendes Aserbaidschan kennen zu lernen und sich sein Leben lang an die einzigartige Reiseerlebnisse in diesem Teil der Welt zu erinnern.

Städte, Reiseziele und Sehenswürdigkeiten

Baku

Baku Aserbaidschan

Baku

Aserbaidschans Hauptstadt, die größte und wahrscheinlich weltoffenste Metropole im Kaukasus, erlebt in den 2010er Jahren einen gewaltigen Umschwung hin zu einer beachtlichen Weltstadt mit einem außerordentlich modernen Ambiente, in welcher sich Orient und Okzident auf harmonische und funktionelle Weise verbinden. Der Baku Tower, welcher nach Ende der Bauzeit von 2015 bis 2019 mit 1050m Höhe der größte Wolkenkratzer der Welt werden soll, gehört zu einer Reihe von beeindruckenden Projekten, welche das Antlitz der Stadt weiter veredeln sollen.

Baku Sehenswürdigkeiten

Im Gegensatz zum modernen Teil der Stadt steht die Geschichte von Baku, welche bereits seit dem 4. Jahrhundert vor Christus zu einem Gebiet mit einer echten Hochkultur zählt. Die historische Altstadt, welche zum Teil von einer schützenden Mauer umschlossen wird, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und sollte auf jeden Fall bei einem Besuch in Baku aus nächster Nähe besichtigt werden. Hier können Besucher zahlreiche Sehenswürdigkeiten, welche noch aus dem Mittelalter stammen, näher unter die Lupe nehmen, darunter auch der Jungfrauenturm aus dem 12. Jahrhundert, welcher bekannt ist als Wahrzeichen von Baku. Der nahe gelegene Palast der Shirvanshahs, ein eindrucksvolles architektonischer Meisterwerk, ist ebenfalls einen Besuch wert. Unter den weiteren sehenswerten Orten der Stadt befindet sich das Museum für Moderne Kunst sowie der Staatszirkus des Landes mit seinen beeindruckenden Akrobaten.

Für viele Besucher Bakus zählt darüber hinaus ein Bootsausflug auf dem Kaspischen Meer zu den Highlights bei einem Aufenthalt in dieser besonderen Stadt. Bei schönem Wetter kann darüber hinaus ein ruhiger Tag voller Entspannung am Strand verbracht werden. Freunde der Musik schätzen die schönen Klänge der Darbietungen im International Mugham Center.

Scheki

Karawanserei in Scheki Aserbaidschan

Karawanserei in Scheki

Die Stadt Scheki im zentralen Norden Aserbaidschans wird von vielen Besuchern als eine wahre Perle unter den Reisezielen in Aserbaidschan angesehen. In der kleinen Stadt in der Nähe des gebirgigen Kaukasus gibt es eine reichhaltiges historisches Erbe islamischer Architektur, viel Geschichte im Zusammenhang mit der Seidenstraße, eine oft hochgelobte lokale Küche und freundliche Bewohner. Zwei beeindruckende Sehenswürdigkeiten, die Karawanserei und der Palast Khansarai, zählen zu den landesweit besonders sehenswerten Objekten in Aserbaidschan. Der beeindruckende Ausblick auf die Berge des Kaukasus‘, die Umgebung, welche zum Wandern einlädt und die sympathischen Teehäuser der Region lassen Besucher hier eine Zeit verbringen, in welcher sie einzigartige Reiseerlebnisse genießen können.

In der Karawanserei, welche in der M.F. Akhundov Avenue liegt, können Reisende einiges über historische Karawanen und ihren Einfluss erfahren. Hier lag einer der größten Rastplätze für Karawanen innerhalb der gesamten Kaukasusregion. Im Palast der Khans befinden sich idyllische Gärten, durch die Besucher streifen können, während sie ihren Gedanken frei Lauf lassen. Vom Innern der Anlage können Besucher einen beeindruckenden Blick auf die Berge der Umgebung sowie die in der Nähe liegenden Teehäuser, Parks und Museen genießen.

In der Seidenfabrik von Scheki, welche täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet ist, können Reisende bestaunen, in welcher Weise an diesem Ort über Jahrhunderte hinweg Seide produziert wurde, ein Faktor welcher dazu beitrug, dass sich die Stadt einer überregionalen Bekanntheit erfreuen durfte. Direkt neben der Fabrik befindet sich ein kleiner Laden, in welchem Produkte aus feiner Seide zu einem Preis zu erhalten sind, welcher günstiger ist als am Basar. Die Moschee Dschuma Masdschid aus dem 16. Jahrhundert beeindruckt durch ihren 40m hohen Turm, von welchem man stets das Echo eines Gebets hören kann.

Ganja

Ganja Aserbaidschan

Ganja

Die Stadt Ganja, welche im 6. Jahrhundert nach Christus gegründet wurde und heute als zweitgrößte Stadt Aserbaidschans bekannt ist, wurde wie viele andere Orte des Landes im Laufe ihrer Geschichte von verschiedenen Mächten belagert, erobert und kontrolliert. Sie wurde mehrfach zerstört und litt unter Erdbeben und anderen Naturgewalten der Region, wurde jedoch immer wieder aufgebaut und zu neuem Glanz gebracht. Im 10. Jahrhundert stieg sie auf zur Hauptstadt eines der Länder, welche auf dem Boden des heutigen Aserbaidschan existierten.

Historische architektonische Sehenswürdigkeiten

Zu den Bauwerken, welche jahrhundertelang überleben konnten, zählen der Gei-Imam-Bau, die Dschuma-Moschee und eine Vielzahl malerischer Häuser. Besonders stolz sind die Bewohner von Ganja auf den Poeten Nizami Gyanjevi, welcher in dieser Stadt geboren wurde. Sein Mausoleum wird jedes Jahr von einer großen Zahl an Besuchern besichtigt. In der historischen Altstadt gibt es die Überreste von Gebäuden, welche teilweise auf das 12. Jahrhundert zurückgehen. Ruinen von Türmen, Festungen, Moscheen und Brücken sorgen für ein historisches Ambiente.

Sumgait

Sumgaut Azerbaijan

Industrie in Sumgait, Azerbaijan

Die Partnerstadt von Ludwigshafen, Sumgait, folgt an dritter Stelle der größten Städte in Aserbaidschan. Die Stadt, welche zu einem gewissen Wohlstand gelangen konnte, liegt relativ nahe am kaspischen Meer, etwa 30km entfernt von Baku.

Sumgait gilt heutzutage als die größte Industriestadt Aserbaidschans und dient als Produktionsstandort für über 30 größere Betriebe, welche primär Produkte aus den Bereichen Chemie und Metall produzieren und verarbeiten. Die Universität von Sumgait gehört zu den besten des Landes.

Khachmaz

Khachmaz Azerbaijan

Khachmaz

Die unter Besuchern Aserbaidschans sehr beliebte Stadt Khachmaz überzeugt durch ihre historischen Stätten, beeindruckende Gebäude und Museen.

Hier können zahlreiche Objekte, welche in der Geschichte Aserbaidschans eine bedeutsame Rolle spielten, aus nächster Nähe betrachtet werden; darunter eine Moschee aus dem vierten Jahrhundert, die antike Stadtfestung Sarkatapa, eine Kirche aus dem historischen Königreich Albanien und ein Museum, welches sich der Kunst, dem Handwerk und der Kultur und Magie rund um Teppiche widmet.

Lankaran

Lankaran Azerbaijan

Burg von Lankaran

Die Stadt Lankaran, im Südosten des heutigen Aserbaidschan am Kaspischen Meer gelegen, gilt als eine der schönsten, wärmsten und interessantesten Städte des Landes. Die hervorragenden klimatischen Bedingungen mit viel Sonne, Strand und Wasser, die außergewöhnliche Architektur an diesem besonderen Ort sowie die natürliche Schönheit der umliegenden Landschaften lassen Lankaran als eine unentdeckte Perle der Kaukasusregion erscheinen. Heiße Quellen locken Besucher ebenso wie die historischen und kulturellen Attraktionen der Stadt.

Zu den am meisten besuchten Orten zählt die markante Burg von Lankaran, welche im 18. Jahrhundert samt ihrer hoch hinaufragenden Türme und eines charakteristischen Burggrabens errichtet wurde. Zu den Museen der Stadt zählt die Gedächtnisstätte des hoch geschätzten Generalmajors Hazi Aslanov sowie das Museum zur regionalen Geschichte, hauptsächlich bestehend aus der Sammlung von Mir Akhmed, welche in seinem ehemaligen Wohnhaus zu finden sind. Das alte Gefängnis, größere Moscheen, russisch orthodoxe Kirchen sowie der Leuchtturm werden ebenfalls als Stationen bei einem Besuch der Stadt empfohlen.

Shamakhi

Shamakhi

Shamakhi Mausoleum

Die antike Stadt Shamakhi, welche seit dem fünften Jahrhundert vor Christus bewohnt wird, war vom 9. bis 17. Jahrhundert einst die stolze Hauptstadt des Schirwan-Reiches und wird häufig als eine der schönsten Städte im Kaukasus bezeichnet. Die beeindruckende Festung Gulistan aus dem 11. Jahrhundert und das Mausoleum von Addy-Gyumbez mit seinen sieben Kuppeln dient zahlreichen ehemaligen Machthabern als letzte Ruhestätte.

Trotz der primär islamischen Weltanschauung des Landes floriert in Schamakhi die Weinproduktion. Ein weiterer stark vertretener Wirtschaftszweig ist die Herstellung von Teppichen. Zahlreiche Schriftsteller Aserbaidschans wurden in Schamakhi geboren, was der Stadt auch den Namen „Stadt der Literatur“ einbrachte. Nicht weit von Schamakhi befindet sich die Pirkuli-Region, wahrscheinlich der einzige Ort des Landes, an welchem Skifahren und Snowboarden in größeren Stil etabliert ist.

Mingachewir

Mingachevir Dam

Mingachevir Dam

Die viertgrößte Stadt Aserbaidschans, Mingachewir, in welcher heute etwa 100.000 Menschen leben, wird aufgrund ihres Wasserkraftwerks (Mingachevir Dam) auch als „Stadt der Lichter“ bezeichnet. Sie wurde in ihrer jetzigen Form unter dem Einfluss deutscher Kriegsgefangener im Jahre 1948 gegründet.

Im historischen Museum von Mingachewir, welches im Jahre 1968 eröffnet wurde, befinden sich etwa 15000 Exponate, unterteilt in eine Märtyrer-Gedenkstätte und ein Unabhängigkeitsmuseum. Das polytechnische Institute von Mingachewir zählt zu den besseren Bildungseinrichtungen des Landes.

Naftalan

Naftalan Öl

Naftalan Öl Bad

Die Stadt Naftalan im Westen Aserbaidschans beeindruckt ihre Besucher durch ein Angebot, welches weltweit in dieser Form absolut einmalig ist. Hier kann in Erdöl gebadet werden! Einer lokalen Lehre zufolge, über die bereits Marco Polo schrieb, hat dies eine äußerst positive Wirkung auf die Körper der Badenden. Zum einen soll das Bad im Öl den Stoffwechsel anregen, zum anderen wird von einer desinfizierenden Wirkung gesprochen. Obwohl einige Wissenschaftler verschiedene Inhaltsstoffe des Öls in Bezug auf die Gesundheit für eher kontraproduktiv halten, gilt das besondere Badeerlebnis seit Jahrhunderten als eine phänomenale Wohltat.

Es überrascht kaum, dass selbst der Name dieses besonderen Ortes mit dem schwarzen Gold zu tun hat. Das Wort „Naftalan“ besteht aus dem griechischen Wort für Öl („Naphta“) und der aserbaidschanischen Endung „alan“. In einem besonderen Heilungszentrum werden in Naftalan heutzutage Haut- und Knochenkrankheiten mithilfe des Öls behandelt.

Nachitschewan

Nachitschewan Flagge

Nachitschewan Flagge

Die etwa 400000 Einwohner zählende Republik Nachitschewan mit gleichnamiger Hauptstadt gehört offiziell zu Aserbaidschan, besitzt jedoch eine eigene Verfassung und ein eigenes Parlament. Sie ist der einzige Teil Aserbaidschans, welcher an eine kurzen Landesstreifen die Türkei grenzt, ein Land, welches kulturell traditionell relativ eng mit Aserbaidschan verbunden ist.

Die Attraktivität dieses Ortes liegt schon in seiner Sonderstellung als Exklave getrennt vom Kernland Aserbaidschans. Zahlreiche Überreste antiker Städte, Türme, Befestigungsanlagen und Grabstätten zieren die Landschaften und sollten bei einem Besuch näher betrachtet werden.

Geschichte

Erste Siedlungen

Im ersten Jahrtausend v. Chr. siedelte der Stamm der Mager auf dem Gebiet des heutigen Aserbaidschan, eine Priesterkaste, von welcher sich später der Begriff Magier (Magic) ableiten sollten. Es gibt Andeutungen, dass auch Zarathustra aus diesem, Gebiet stammen soll. Im vierten Jahrhundert v. Chr. wurde der erste Staat gegründet, Albania, das Reich der primär nomadisch lebenden Albani (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Albanien). Unter Pompeius wurde das Gebiet im ersten Jahrhundert vor Christus ein Vasallenstaat des römischen Reiches. Nach vielen Kriegen mit den benachbarten Armeniern und Iberiern fiel es im vierten Jahrhundert n. Chr. unter die Fremdherrschaft des Reiches der Sassaniden.

Islamisierung

Im 2. Jahrhundert tauchte erstmals eine Minderheit auf, welche stärker mit der heutigen Bevölkerung in Verbindung gebracht werden kann, die türkischstämmige Volksgruppe der Az (Aserbaidschan bedeutet übersetzt „Herrschaft der Az“). Im siebten Jahrhundert bildeten sich zwei neue Staaten im Nordteil des heutigen Aserbaidschan, Lekia und Derbent. Später eroberten Araber das Land und führten den Islam im großen Stil ein, während die christliche Kirche nahezu vollständig verschwand. Auch georgische Mächte konnten wiederholt die Kontrolle gewinnen. Mongolische Kämpfer um Dschinghis Khan eroberten im 13. Jahrhundert zunächst den Norden des Landes und später auch den Süden. In der Folgenden Epoche übernahmen jedoch Perser die Kontrolle über das Gebiet.

16. bis 19. Jahrhundert

Im 16. Jahrhundert wurde Aserbaidschan durch das Osmanische Reich erobert. Persien konnte es jedoch zurückgewinnen. Der russische Zar Peter I erlangte im 18. Jahrhundert die Kontrolle über Baku und andere Gebiete Aserbaidschans. Die Osmanen übernahmen Nachitschewan. Unter Nadir Schah konnten die Perser jedoch ganz Aserbaidschan zurückgewinnen. Durch interne Probleme der Machtelite Persiens erlangte Aserbaidschan eine Quasi-Selbständigkeit, allerdings fiel der Norden im frühen 19. Jahrhundert wieder komplett an Russland. Besonders interessiert waren die Russen an den reichhaltigen Ölvorkommen um Baku. Ein wichtiges Exportgut war Erdöl bereits im frühen Mittelalter und es trägt noch heute sehr zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. In großem Stil begann die Förderung des schwarzen Goldes jedoch während der sowjetischen Ära. Seit den 1870er Jahren organisierten russische Machthaber die Ölproduktion vor Ort und konnten auf diese Weise sicherstellen, dass die Versorgung der russischen Binnenwirtschaft mit auf Öl basierenden Produkten laufen konnte, ohne dass es notwendig war, sich an Länder zu wenden, welche nicht von Russland aus kontrolliert werden konnten. Noch in den 1890er Jahren stieg das Gebiet um Baku zum größten Erdölfördergebiet der Welt auf und versorgte auch Westeuropa mit dem Wertvollen Rohstoff und entsprechenden aufbereiteten Produkten.

20. Jahrhundert

Im Jahr 1918 wurde Aserbaidschan zur Demokratischen Republik Aserbaidschan. Durch den Einmarsch der Roten Armee im April 1920 wurden ihr jedoch schnell ein Ende gesetzt und das Land blieb unter der Kontrolle Russlands bis zum Ende der Sowjetunion. Stalin plante, dass die Kaukasus-Region nur unter russischer Oberhoheit bestand haben sollte und dass Krieg und Chaos ausbricht, falls die Sowjetunion einmal nicht mehr als Militärmacht vor Ort auftreten sollte. Sein Plan gelang. Eine Flickenteppisch-Landschaft mit Armeniern in Bergkarabach (auf offiziell aserbaidschanischem Boden) und Aserbaidschanern in Exklaven innerhalb Armeniens und in Nachitschewan, vom Kernland getrennt durch Armenien, zahlreiche militärische Auseinandersetzungen und diplomatische Stille zwischen Armenien und Aserbaidschan sind bis heute die Folge. Seit der Existenz von Aserbaidschan als unabhängiges Land kann die politische Lage als relativ instabil beschrieben werden. Es kam zu vielen Machtwechseln und gravierende Korruptionsvorwürfe gegen verschiedene Machthaber des Landes sorgten für interne Probleme.

Moderne Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes schreitet seit der Jahrtausendwende ungebremst voran. Das autoritäre Regime steht international nach wie vor in einem schlechten Ruf, was sich im Zuge des Eurovision Song Contests im Jahr 2012 noch verstärkte. Prinzipiell arbeitet Aserbaidschan derzeit daran, sich stärker dem Westen anzunähern.

Visum

Besucher Aserbaidschans benötigen grundsätzlich vor der Einreise ein Visum (ausgenommen Personen mit Diplomatenstatus). Dieses muss für Deutsche üblicherweise bei der Botschaft Aserbaidschans in Berlin beantragt werden. Menschen, die in einem anderen Land leben, müssen sich an die aserbaidschanischen Vertretung innerhalb ihres Heimatlandes wenden. Wer dauerhaft in einem anderen Land als seinem Heimatland lebt, muss den entsprechenden Antrag in diesem Land stellen (z.B. in Berlin für Ausländer, die in Deutschland leben). Für bestimmte Reisen kann das Visum auch über einen Reiseveranstalter beantragt werden. Dieser benötigt jedoch alle notwendigen Dokumente vom Reisenden, um den Antrag korrekt und rechtzeitig stellen zu können.

Viele Reiseanbieter können touristische Visa selbst beantragen, so dass etwas weniger Aufwand für die Reisenden selbst entsteht. Eine Liste der Unternehmen, welche Visa erteilen dürfen, können Interessenten im Internet unter folgendem Link finden: http://da-forum.net/cedvel.pdf.

Visa on Arrival

Ein Visum muss in jedem Fall vor der Ankunft in Aserbaidschan beantragt und erhalten werden. Es gibt keinen Visa on Arrival Service am Flughafen oder an terrestrischen Grenzübergängen.

Besondere Bestimmungen im Zusammenhang mit Armenien

Wer im Reisepass einen Eintrag hat, der darauf hindeutet, dass er/sie die nicht anerkannte Republik Bergkarabach besucht hat, bekommt kein Visum für Aserbaidschan. Darüber hinaus werden auch Reisende abgewiesen, die bereits ein Visum haben, in der Zwischenzeit jedoch einen Eingangsstempel von Bergkarabach bekamen. Die gleiche Verfahrensweise (Ablehnung) erfolgt auch, wenn den aserbaidschanischen Behörden auf anderem Wege bekannt wird, dass jemand Bergkarabach oder andere von Armenien besetzte Gebiete auf offiziell aserbaidschanischem Territorium bereist hat.

Das Formular zur Beantragung eines Visums für einen touristischen Aufenthalt in Aserbaidschan kann von der Botschaft des Landes erhalten werden, vom Honorarkonsulat oder unter http://www.azembassy.de/Visumantragsformular-Aserbaidschan-Deutsch.pdf.

Armenische Botschaften in Deutschland

Adresse und Öffnungszeiten der Konsularabteilung der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin

Adresse: Hubertusallee 43, 14193 Berlin, Tel.: +49 (0)30 206 480 63
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr
Telefonische Auskünfte: Montag, Mittwoch und Freitag von 15.00 bis 18.00 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr

Adresse und Öffnungszeiten des Honorarkonsulats der Republik Aserbaidschan in Stuttgart

Adresse: Kriegsbergstraße 32, 70174 Stuttgart, Tel: +49 711 12848518, Email: info@honorarkonsulat-aserbaidschan.de
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch von 10.00 bis 12.00 Uhr (und nach Vereinbarung)
Telefonische Auskünfte: Montag, Dienstagund Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch und Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr

Ausweisdokumente und Registrierung

Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und anderen europäischen Ländern können prinzipiell mit ihrem Reisepass nach Aserbaidschan einreisen. Der deutsche vorläufige Reisepass sowie der österreichische cremefarbige Notpass werden akzeptiert, nicht jedoch der deutsche Personalausweis. Alle Ausweisdokumente (z.B. Reisepässe) müssen mindestens drei Monate länger gültig sein als die geplante Reisedauer.

Internationale Besucher Aserbaidschans müssen sich seit April 2013 innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft im Land beim Staatlichen Migrationsservice registrieren. Für die meisten Besucher erfolgt dies über das Hotel, in welchem sie nächtigen. Wer bei Freunden oder Bekannten übernachtet, muss sich selbst um die Registrierung kümmern.

Wetter und Klima

Eine gewaltige Spannbreite verschiedener Klimazonen liegen in Aserbaidschan dicht beieinander. Enorme Temperaturunterschiede und Wetterfronten jeglicher Art können in diesem Land der klimatischen Gegensätze beobachtet werden. Das gängige Spektrum der Temperaturen liegt innerhalb dicht besiedelter Gebiete und touristischer Orte meist in einem milden Bereich, während extrem kalte Temperaturen von -33°C sowie äußert heiße Temperaturen von 46°C bereits gemessen werden konnten. In Aserbaidschan gibt es sowohl gebirgige Gebiete in den Höhen des Kaukasus, in welchen es eisig kalt werden kann, als auch zahlreiche Orte am kaspischen Meer oder in dessen Nähe, welche einem eher maritimen Klima ausgesetzt sind.

Klima in Baku

Die klimatischen Bedingungen innerhalb der Hauptstadt Aserbaidschans, dem Hauptankunftspunkt für die meisten Besucher des Landes, können grob als gemäßigtes Steppenklima beschrieben werden. Es gibt viel Sonne, wenig Niederschlag und hin und wieder sehr starke Winde. Die Tageshöchstwerte liegen von Juni bis September bei 25 bis 30 Grad, von Dezember bis März bei 5 bis 10 Grad und in den übrigen Monaten dazwischen. Nächtliche Tiefstwerte sind von Juni bis September bei 19 bis 23 Grad, von Dezember bis März bei 1 bis 5 Grad und sonst bei 8 bis 15 Grad. Im Winter gibt es meist ein paar Tage mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Dies geschieht jedoch meist nur nachts. Eis und Schnee sind selten zu sehen. Im Sommer gibt es im Durchschnitt nur ein bis zwei Regentage pro Monat und von Oktober bis März selten mehr als sechs.

Währung, Geld und Kosten

Die offizielle Währung in Aserbaidschan ist seit 1992 der Manat (Azərbaycan Manatı), die Untereinheit Gepik (Qəpik), wobei 100 Gepik einem Manat entsprechen. Aufgrund einer starken Inflation wurde der Manat (AZM) im Jahre 2006 durch einen neuen Manat (AZN) ersetzt (1 AZN = 5000 AZM).

Manat Symbol

Manat Symbol

Das Symbol für den Manat ist ein liegender Halbkreis, welcher durch eine senkrechte Linie durchtrennt ist. Es ähnelt einem um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedrehten Eurozeichen.

Geldscheine und Münzen

Aserbaidschan Geld Manat

Manat Geldscheine und Münzen.

Die modernen Banknoten Aserbaidschans zirkulieren in den Größen 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Manat. Sie wurden vom Österreicher Robert Kalina entworfen, dem Designer der Euro-Scheine. Eine Ähnlichkeit zum Euro gilt dementsprechend nicht nur in Bezug auf den Wert, sondern auch in der Auswahl der Motive und der Gestaltung.

Aserbaidschanische Münzen zirkulieren in der Stückelung 1, 3 (drei), 5, 10, 20 und 50 Gepik, wobei auffällt, dass abweichend von vielen anderen Münzsystemen keine Münze mit dem Wert zwei existiert. Stattdessen wurde eine Münze der Wertigkeit drei Verwendet. Ein Prägungsjahr kann auf aserbaidschanischen Münzen vergeblich gesucht werden.

Wert des Geldes

Der Wert des Manat (AZN) liegt seit seiner Einführung im Jahr 2006 relativ stabil meist leicht unter dem Wert des Euro. Lediglich Im Jahr 2008 fiel er für eine gewisse Zeit unter den Wert von 0,80 Euro. In den Jahren 2010 und 2012 hingegen stieg er vorübergehend auf Werte knapp über einem Euro (stets unter 1,10Euro).

Empfohlene Geldmittel

Reisende haben Vorteile, wenn sie stets den genauen Betrag bezahlen können, welcher verlangt wird. Andernfalls behaupten Einheimische häufig, sie hätten kein Wechselgeld und erwarten, den Differenzbetrag behalten zu können. Dies sollte bei der Entgegennahme von Bargeld (z.B. beim Tauschen) berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden Scheine, die in einem schlechten Zustand sind, manchmal nicht akzeptiert. Auch in diesem Punkt sollten Reisende vorsichtig sein und sich, wenn möglich, stets die am besten erhaltenen Noten geben lassen.

Einfuhr und Ausfuhr von Bargeld

Die Versorgung mit Manat vor Ankunft in Aserbaidschan ist in der Regel nicht möglich, da die Landeswährung nur in begrenztem Umfang und nur von Bewohnern des Landes ausgeführt werden darf. Bei der Einreise muss angegeben werden, wie viel Geld in ausländischer Währung (z.B. Euro oder Schweizer Franken) Reisende bei sich tragen. Es besteht eine Limitierung der erlaubten Ausfuhr von ausländischer Währung in bar. Reisende dürfen maximal so viel Bargeld ausführen, wie sie bei der Einreise deklariert haben! Der Deklarationsbeleg, welcher bei der Einreise ausgestellt wird, sollte sicherheitshalber aufgehoben und im entsprechenden Fall vorgelegt werden. Wer mehr dabei hat als bei der Einreise deklariert wurde, läuft Gefahr, einen Mitarbeiter zu finden, welcher die nicht für die Ausfuhr erlaubten Scheine unwiederbringlich an sich nehmen wird!

Geld tauschen

Euro-Banknoten können mittlerweile fast überall in Aserbaidschan getauscht werden. Es muss nicht mehr zunächst in US Dollar umgetauscht werden. Wechselstuben gibt es an den Flughäfen, in Banken, in den Zentren besiedelter und touristisch erschlossener Gebiete sowie in einigen Hotels, Geschäften und Restaurants. Der Kurs in den Etablissements, welche primär oder ausschließlich als Wechselstuben operieren, ist üblicherweise besser für Reisende im Vergleich zu den Anbietern, welche das Wechseln nur als zusätzlichen Service im Programm haben (Hotels, Restaurants, Geschäfte, etc.). Banken schließen meist gegen 16 Uhr, während zahlreiche Wechselstuben noch bis spät in den Abend Geld tauschen. Zu den empfehlenswerten Wechselstuben gehört Vurğun Gardens (28 May küç, Baku). Auf dem Schwarzmarkt gibt es Wechselkurse, die ein wenig günstiger sind als an offiziellen Stellen. In den meisten Fällen ist es jedoch das Risiko und den Aufwand nicht wert.

Geldautomaten, Kreditkarte, Reisechecks

In Baku und anderen Städten Aserbaidschans sowie an touristischen Orten gibt es eine Vielzahl an Geldautomaten, von denen die meisten zumindest international gültige Kreditkarten akzeptieren. Neben der Landeswährung können auch US Dollar (und manchmal russische Rubel) abgehoben werden, was jedoch in den meisten Fällen nicht notwendig ist. Einige Automaten akzeptieren EC/Cirrus/Maestro-Karten, jedoch hängt es stark von den Verflechtungen innerhalb der entsprechenden Banken ab. Reisende sollten sich daher im Vorfeld bei ihrer Bank erkundigen, wo sie sich am besten vor Ort mit Bargeld versorgen können.

Während das Geld abheben an Bankautomaten mit Kreditkarten in Aserbaidschan inzwischen kein großes Problem mehr darstellt, steckt der bargeldlose Zahlungsverkehr per Kreditkarte noch in den Kinderschuhen. Größere Hotels, westliche Restaurants, einige Shopping Center und touristische Einrichtungen akzeptieren mittlerweile die Zahlung per Karte. Reisende sollten jedoch in jedem Fall genügend Bargeld in Landeswährung bei sich tragen, da dies die dort zu Lande übliche Zahlungsmethode darstellt.

Zur Verwendung von Reiseschecks wird in Aserbaidschan nicht unbedingt geraten. Sie sind kaum verbreitet und werden nur an wenigen Orten angenommen, nicht selten nur nach mühsamen Diskussionen und langen Wartezeiten.

Unterkunft, Hotels

Günstig: Jugendherbergen, Hostels

In Baku gibt es nur einige wenige Jugendherbergen und günstige Hotels. Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten für weniger als 30 Euro pro Nacht fällt allerdings relativ gering aus. Radreisende berichteten, dass wildes Zelten außerhalb der größeren Siedlungen problemlos möglich ist, wodurch die Übernachtungskosten natürlich komplett entfallen. Zu den günstigsten konventionellen Übernachtungsoptionen vor Ort gehören die folgenden.

  • Baku Station Hostel: 28 May Station, Baku (in Flughafennähe). Ein Platz im Mehrbettzimmer liegt bei etwa 3 Manat, ein Einzelzimmer gibt es ab 7 Manat.
  • Caspian Hostel, 29 Asef Zeynalli (in der Nähe des Meridian Hotel, direkt über dem Thousand Camels Hostel), Tel.: +994 503778444.
  • Guest House Inn, 17 Harbi Str., Icheri Sheher, Baku. Tel.: +994 12 4371262 (+994 55 6827714). Im Zentrum der Altstadt. Etwa 24 Manat pro Einzelzimmer.
  • Guesthouse Inn & Hostel, 16/21 Azadlig Pros. (sehr zentral gelegen), Tel.: +994 12 493 4167, booking@bakuhostel.com. Checkout: 12:00. Es gibt ein Einzelzimmer, sieben Doppelzimmer, ein Zimmer für drei und ein Mehrbettzimmer. Die Preise liegen bei etwa 25 bis 50 Manat.

Gehobenes Niveau

  • Araz Hotel, Y səfərov küç 30, Xatai/Montino, Tel.: +994 12 490 5063. Das Araz Hotel liegt etwa einen Kilometer vom Hafen entfernt. Doppelzimmer kosten 50 Manat.
    Days Hotel Baku, Babek Prospect, 21/99, Tel. +994 12 4967400, info@dayshotelbaku.az, Das etwas größere Hotel liegt etwa 15 Autominuten vom Flughafen und 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Es verfügt über mehr als 100 Zimmer und bietet Internetzugang, ein Restaurant mit internationaler Küche, eine Lounge-Bar und zwei Besprechungsräume. Die Preise pro Zimmer liegen bei 75 bis 105 Manat.
  • Diplomat Hotel, Suleyman Rahimov St, 185, Tel.: +994 012 596-1127, sales@diplomathotelbaku.com. Das Hotel zeichnet sich durch seine zentrale Lage und eine gute Ausstattung aus. Doppelzimmer kosten 90 Manat.
  • Delfin Hotel, Sumgait Highway, Tel.: +994 012 406-64-00, info@delfinhotel.az, etwa 9km außerhalb der Innenstadt. Hier kann Paintball gespielt werden.
  • Park Inn, 1 Azadlig Ave, Tel.: +994 12 490 6000. Das Park Inn verfügt über ein gut ausgestattetes Business Center, ein repräsentatives Restaurant, eine recht hübsche Bar, ein Café im westlichen Stil, einen kleinen Fitnessraum, einen urigen Geschenkeladen, fünf moderne Besprechungsräume und einen eleganten Ballroom. Kostenloses schnelles kabelloses Internet ist in jedem Zimmer vorhanden. Ein Airport Shuttle holt Gäste des Hauses ohne Extra-Kosten vom Flughafen ab und bringt sie dorthin zurück. Darüber hinaus steht ein Concierge 24 Stunden am Tag zur Verfügung. All dies gibt es bereits ab 169 Manat pro Nacht.

Luxusklasse

Nicht zuletzt aufgrund der reichen Ölvorkommen des Landes konnten sich bestimmte Wirtschaftszweige in Aserbaidschan stark entwickeln. Internationale Geschäftsleute, Investoren und Diplomaten besuchen das Land in einer stetig wachenden Zahl. Sie zählen zu den potentiellen Kunden für Hotels der höheren Klasse und verstärkten auf diese Weise die Präsenz internationaler Luxushotelketten. Zu den empfehlenswerten Häusern mit primär internationalen Gästen zählen die folgenden.

  • AF Hotel Aqua Park, Novkhana 1130/33, Baku, Tel.: +994 012 448-30-30, office@afhotel.info. Das AF Hotel, bekannt als das größte Hotel in der gesamten Kaukasusregion, verfügt über eine gewaltige Ausstattung und bietet seinen Gästen Swimmingpools, teilweise mit Wasserrutschen, Saunen, ein großzügiges Entertainment Center, Geschäftsräume und weitere hochwertige Hotelanlagen. Die Preise beginnen bereits bei 80 Manat, während die Presidential Suite ab etwa 500 Manat gebucht werden kann.
  • Hyatt Regency Baku, 1 Bakikhanov, Tel.: +994 12-496-1234, baku.hotels@hyatt.com. Es kann eine Limousine mit Chauffeur gemietet werden, ein Business Center ist vorhanden und das kabellose Internet verfügt über eine sehr hohe Geschwindigkeit. Neben zahlreichen Shops im Hotel gibt es ein feines Restaurant, eine stilvoll eingerichtete Bar, ein Club Oasis Fitness Center, verschiedene Swimmingpools, einen Tennisplatz, Squash-Plätze sowie eine Vielzahl Geschäfts-, Besprechungs- und Mehrzweckzimmer. Die Preise liegen bei etwa 270 bis über 400 Manat pro Nacht.
  • Park Hyatt Baku, 1033 Izmir St, Baku, Tel.: +994 12 490 1234, baku.hotels@hyatt.com. Ein weiteres Fünf-Sterne-Hotel der Hyatt-Grupp mit ebenfalls üppiger Ausstattung.
    Excelsior Hotel Baku, 2 Heydar Aliyev Ave, Baku, Tel.: +994 12 496-8000, info@excelsiorhotelbaku.az. Dieses Fünf-Sterne-Hotel gilt als erstklassiges Haus innerhalb Aserbaidschans. Preise beginnen bei etwa 200 Manat und erreichen Werte von etwa 2000 (zweitausend) pro Nacht.

Anreise

Anreise nach Aserbaidschan mit Flugzeug, Eisenbahn, Auto, Bus und Schiff.

Flug

Baku Airport

Baku Airport

Die meisten Besucher Aserbaidschans, die mit dem Flugzeug anreisen, werden das Land über den internationalen Flughafen von Baku erreichen. Zusätzlich gibt es die Flughäfen von Ganja, Lankaran und Nachitschewan, welche primär von Moskau und Istanbul angeflogen werden.

Die staatliche Airline AZAL (Azerbaijan Airlines) fliegt nach Tiflis (Georgien), Aktau (Kasachstan), Teheran (Iran), Tel-Aviv (Israel), Ankara, Istanbul, Trabzon, Antalya (Türkei), Dubai, Moskau, Sankt Petersburg, Kiew, Mailand, London und Paris.

Lufthansa bietet mehrere Flüge wöchentlich nach Baku, Austrian Airlines bietet regelmäßige Flüge aus Österreich, Turkish Airlines verbindet mehrere deutsche Städte über die Türkei mit Aserbaidschan und verschiedene russische und ukrainische Fluglinien eignen sich für eine Reise in das Land am Kaspischen Meer. Darüber hinaus fliegt British Airways täglich nach Baku.

Bahnverkehr

Es existiert eine intakte Zugverbindung von Georgien nach Aserbaidschan, welche von Reisenden aus aller Welt genutzt werden kann. Die Ausreise nach Georgien kostet 26 Manat und beginnt stets um 20.00 Uhr. Die Ankunftszeit ist stets ungewiss, da nicht vorhergesehen werden kann, wie lange der Aufenthalt an der Grenze dauern wird. Bei der Einreise nach Aserbaidschan ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen als bei der Ausreise. Eine neue, moderne Zugverbindung in die Türkei über Georgien ist geplant und sollte ursprünglich im Jahre 2010 fertig werden. Ob und, wenn ja, wann sie fertig wird, wissen jedoch wahrscheinlich nicht einmal die Konstrukteure selbst.
Zwischen Russland und Aserbaidschan gibt es ebenfalls eine Zugverbindung. Diese ist jedoch lediglich für Personen mit einem Reisepass aus einem GUS-Land erhältlich (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, Nachfolgestaaten der Sowjetunion).

Eine Bahnverbindung in den Iran ist ebenfalls geplant. Auf aserbaidschanischer Seite existiert bereits das notwendige Schienennetz bis Astara an der Grenze zum Iran. Auf iranischer Seite fehlen jedoch noch etwa 300km Bahnstrecke bis Qazvin, der nächstgelegenen iranischen Stadt mit Bahnanschluss.

Eigener PKW

Wer den Mut, die Ausdauer und die Nerven hat, selbst am Steuer eines Autos durch die Kaukasusregion zu fahren, dem sei viel Glück gewünscht. Er/sie wird es aller Voraussicht nach brauchen müssen. Schmale, gefährliche Straßen mit Löchern ohne Leitplanken direkt am Abgrund, Einheimische, die mit einem lebensmüden Fahrstil durch die Hügellandschaft heizen und ein Sammelsurium an Verkehrsteilnehmern aller Art machen den Trip zu einem Abenteuer, nicht jedoch zu einer sicheren Fortbewegungsmethode.

Die tatsächlich existierende Erdbebengefahr gilt zwar generell auch als Bedrohung, steht allerdings im Hintergrund im Vergleich zum bunten Mix aus sonstigen Gefahrenquellen. Das Mieten eines Fahrzeugs funktioniert auf georgischer wie auch auf aserbaidschanischer Seite relativ unkompliziert. Reisende sollten sich jedoch auf das ortsübliche Verhandlungsgespräch einstellen und vor der Abfahrt viel Geduld mitbringen. Der Vorteil dieser Reisemethode liegt in der maximalen Freiheit und der Möglichkeit, wunderschöne Kaukasuslandschaften in Ruhe betrachten und fotografieren zu können.

Überlandbus, Minibus

Verschiedene Überlandbusse operieren von Georgien, der Türkei, dem Iran und Russland nach Aserbaidschan. Die Preise liegen meist auf einem akzeptablen Niveau.

Zahlreiche Marschrutkas (Minibusse) fahren auf georgischer, iranischer und russischer Seite zur Grenze von Aserbaidschan und von dort aus gibt es stets ein aserbaidschanisches Pendant für die Fortsetzung der Reise.

Schiffsverbindungen

Es gibt keine offiziellen Passagierfähren nach Aserbaidschan. Was als Fähre deklariert wird ist meist ein Frachtschiff mit freien Plätzen. Einige Reisende konnten zwar einen Platz auf einem Frachtschiff ergattern, dies geschieht jedoch häufig über abenteuerliche Wege und kostet am Ende meist mehr als es eingangs erscheinen mag. Die Fahrtzeit von Turkmenistan beträgt etwa einen Tag. Von Kasachstan sind es zwei bis drei.

Fortbewegung im Land

Die touristische Erschließung Aserbaidschans steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt mittlerweile funktionale Strukturen für die Verbindung zu weiten Teilen des Landes, der Zustand von Straßen und Fahrzeugen ist jedoch zum großen Teil auf einem abenteuerlichem Niveau. Nicht nur aus diesem Grund kommt es häufig zu Unfällen, sondern auch wegen des häufig unvorsichtigen und aggressiven Fahrstils der Einheimischen. Allein an Fußgängerüberwegen gibt es in Aserbaidschan fast täglich einen Todesfall und über 1000 Verwundete im Jahr. Die Bahn fährt sehr langsam, gilt allerdings als etwas sicherer.

Taxi

Eine der komfortabelsten Methoden, sich innerhalb Aserbaidschans fortzubewegen ist zweifelsohne das Taxi. Besucher mit einem ausgeprägten Verhandlungsgeschick können vermeiden, zu sehr übers Ohr gehauen zu werden. Die meisten Fahrer werden kein Englisch sprechen. Wer Glück hat und ein Taxi findet, dessen Fahrer das Taxameter auf korrekte Weise benutzt, zahlt nur einen geringen Betrag.

Fahrpreis verhandeln

Eine Fahrt innerhalb Bakus oder einer anderen Stadt in Aserbaidschan sollte nicht mehr als 15000 Manats kosten, bei erfolgreicher Verhandlung sinkt der Preis deutlich. Preise pro Tag (acht Stunden) liegen nach erfolgreichen Verhandlungen bei etwa 30 Euro. Die vereinbarte Summe sollte stets in der Landeswährung bezahlt werden, ganz egal, wie viele Euros oder Dollars man bei sich trägt. Viele Fahrer werden behaupten, sie hätten kein Wechselgeld. Wer dementsprechend nur große Scheine bei sich trägt, hat das Nachsehen.

Gefahren

Die meisten Fahrer zeichnen sich nicht durch einen besonders sicheren Fahrstil aus. Unfälle sind an der Tagesordnung. Anschnallgurte findet man selten. Neben dem gelben Taxis gibt es blaue, welche von Azerq Taxis betrieben werden, offizielle Lizenzen besitzen und als etwas sicherer gelten. Sie können von russisch oder aserbaidschanisch sprechenden Personen über die Rufnummern 62-1515 oder 62-12-44/7 gebucht werden.

Überlandbusse

Größere und kleinere Busse (Marschrutkas) operieren auf den meisten Strecken zwischen besiedelten Gebieten in Armenien. Fahrpläne sind häufig nur direkt dort zu finden, wo die Busse abfahren. Reisenden wird empfohlen, ein Foto dieses Plans zu machen, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Überlandbus fahren möchten und gerne im Vorfeld wissen wollen, wann dieser fährt. Die Abfahrtzeit kann als ungefähre Angabe angesehen werden. Nicht selten wird später losgefahren als auf dem Fahrplan ausgewiesen.

Marschrutkas (Kleinbusse)

Marschrutka

Marschrutka

Ähnlich wie in anderen Regionen des Kaukasus‘ auch gibt es in Aserbaidschan zahlreiche Kleinbusse mit etwa 8 bis 14 Sitzplätzen plus Fahrer. Sie werden Marschrutkas genannt und operieren als Sammeltaxis. Es wird gewartet, bis genügend Passagiere an Bord sind, und die Reise beginnt. Nicht selten werden mehr Personen ins Fahrzeug gelassen, als es die Anzahl der Sitzplätze vermuten ließe.

Wer ein fahrendes Marschrutka sieht und mitfahren möchte, kann dies per Handzeichen signalisieren und meist wird gehalten, wenn ein Platz frei ist. Die Fahrer fahren häufig eine vordefinierte Route ab und halten auf dem Weg, um weitere Passagiere mitzunehmen. Es gibt keine offiziell verbindliche Liste der Verbindungen mit Marschrutkas, allerdings gibt es so viele davon, dass man häufig sein Ziel erreichen kann, besonders wenn man entlang der stark genutzten Verkehrswege reisen möchte. Viele starten ähnlich der offiziellen Busverbindungen an Busbahnhöfen oder zentralen Plätzen.

Kosten

Die Kosten halten sich noch Rahmen, liegen allerdings etwa doppelt so hoch wie beim günstigsten großen Bus. Bei einer längeren Fahrt haben Besucher meist die Chance, Einheimische kennen zu lernen. Es muss keine Fahrkarte im Vorfeld gekauft werden und Besucher bekommen in der Regel nicht einmal ein Bestätigungspapier, nachdem sie den Fahrer bezahlt haben.

Metro (Ubahn)

In Baku gibt es ein funktionierendes Metro-System, welches einmalig ist für Aserbaidschan. Die Fahrpreise liegen niedrig und sind unabhängig von der Länge der Fahrt, allerdings kommt es regelmäßig zu Ausfällen. Bei funktionierendem Verkehr operieren die Züge in sehr hoher Frequenz, so dass Fahrgäste meist nicht länger als 1-3 Minuten warten müssen, allerdings nur während der Betriebszeiten zwischen 6 Uhr morgens und 1 Uhr nachts. Das Mobilfunknetz funktioniert innerhalb der Züge und der Bahnstationen recht gut.

Schienennetz

Auf mehr als 2100km Bahnschienen, welche für den Passagierverkehr geöffnet sind, können Besucher in Aserbaidschan das Land bereisen. Insgesamt gibt es über 170 Bahnhöfe entlang des Schienennetzes, also können zahlreiche Städte und Ortschaften mit dem Zug bereist werden. Reisende sollten sich jedoch darauf einstellen, dass es keine Hochgeschwindigkeitszüge gibt, wodurch die Fahrt relativ viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Viele Besucher des Landes ziehen jedoch die Bahn dem Straßenverkehr vor, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen.

Flugzeug

Einige Teile Aserbaidschans können mit dem Flugzeug erreicht werden. Besonders für eine Reise in die Exklave Nachitschewan bietet sich das Flugzeug als Transportmittel an. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Flüge nach Gandscha, Jewlach und Lenkoran. Viele Flüge können noch immer nicht über das Internet gebucht werden und müssen vor Ort erworben werden.

Mietwagen

Es gibt verschiedene Vermietunternehmen innerhalb Aserbaidschans. Reisende sollten sich neben harten Preisverhandlungen darauf einstellen, dass häufig eine Kaution in Höhe von mehreren tausend Euro verlangt wird.

Fahrrad

Wagemutige, die sich in den Verkehr von Aserbaidschan trauen, können ein bisschen persönliche Freiheit und Unabhängigkeit durch die Nutzung eines Fahrrads genießen. Abseits der viel befahrenen Abschnitte kann es wirklich Freude machen, auf diese Weise unterwegs zu sein, besonders in einer kleinen Gruppe. Reisende sollten jedoch nicht den Komfort eines Fahrradweges wie in Mitteleuropa erwarten.

In Bezug auf Fahrraddiebstahl gilt Baku als relativ sicher, Touristen sollten jedoch sicherheitshalber stets ein qualitativ hochwertiges Schloss verwenden. Dieses und die entsprechenden Fahrräder gibt es beispielsweise im Fahrradverleih namens MyBike in der Straße Asef Zeynalli, Ichari Shahar. Für einen Manat gibt es dort außerdem einen empfehlenswerten Plan, welcher attraktive Fahrradrouten der Umgebung optisch ansprechend aufbereitet darstellt. Die Miete des Fahrrads liegt je nach Typ und Zustand bei etwa 10-20 Manat pro Tag. Reisende müssen ihren Reisepass beim Ausleihen vorlegen können und eine Kaution hinterlassen. Häufig wird auch nach dem Hotel vor Ort und dessen Telefonnummer gefragt.

Handy, Smartphone, Internet

Vorwahlen

Für Gespräche nach Aserbaidschan muss die Landesvorwahl +994 (oder 00994) gewählt werden. Darüber hinaus sollten Reisende in Aserbaidschan die Landesvorwahl ihres eignen Landes kennen, wenn sie dorthin telefonieren möchten, oder jemanden eine Nummer mitteilen wollen. Diese sind beispielsweise +49 (0049) für Deutschland, +43 (0043) für Österreich und +41 (0041) für die Schweiz.

Mobilfunknetz

Traditionell konnte der Zustand der Kommunikationsinfrastruktur in Aserbaidschan als unterdurchschnittlich bis sehr schlecht beschrieben werden. Das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie fungiert zum einen als eigener Mobilfunkanbieter (unter dem Namen Aztelekom), zum anderen als gesetzgebende Kraft und Regulierungsbehörde. Dementsprechend fehlt die Basis für ein Szenario der freien Marktwirtschaft, in welcher sich Qualität durchsetzen würde. Der Standard vor Ort hat sich in den letzten Jahren jedoch verbessert. Die Anbieter Azercell, Nar Mobile, Bakcell, Aztrank und Catel erlauben Mobilfunkgespräche und mobiles Internet für Personen in Aserbaidschan.

Internet

In Baku sowie in anderen dicht besiedelten Gebieten Aserbaidschans gibt es zahlreiche Internetcafés, meist unter der Bezeichnung „Internet Klub“. Einige Cafés, Restaurants und Hotels bieten kostenloses kabelloses Internet, wenn auch noch deutlich weniger als in westlichen Ländern.

Internet-Zensur

Derzeit gibt es einen weitestgehend freien, unzensierten Zugang zum Internet (Stand Februar 2014), allerdings könnte sich dies in Zukunft ändern, da von der Regierungsseite in vielen Fällen hart gegen oppositionelle Kräfte vorgegangen wird.

Post

Es gibt ein System zur Zustellung von Briefen innerhalb Aserbaidschans und ins Ausland. Es kann jedoch weder als zuverlässig noch als sicher bezeichnet werden. Das Hauptpostamt von Baku liegt links neben dem Azerbaijan Hotel in der Azerbaijan Avenue 41 (Tel.: 984000). Zu den international operierenden Zustellunternehmen vor Ort zählen ASE Express (9 Sidbeily, Tel. 986448), DHL (144 A. Sakhat, Tel. 934114), Federal Express (147 B. Saforgly, Tel.: 940453) und UPS (14 Mammadaliyev, Tel.: 933991).

Essen

Dolma

Dolma

Das Essen besitzt in der aserbaidschanischen Gesellschaft eine ganz besondere und wichtige Rolle. Die ortsüblichen Speisen, das Verhalten zu Tisch und der allgemeine soziale Kontakt, welcher im Rahmen einer gemeinsamen Mahlzeit stattfindet, zählen zu den kulturellen Merkmalen, welche tief in der Geschichte, Tradition und Kultur des Landes verwurzelt sind.

Die vielen verschiedenen Klimazonen, welche zu Aserbaidschan gehören, tragen sehr dazu bei, dass es zahlreiche verschiedenste Nahrungsmittel vor Ort gibt, was sich entsprechend in der kulinarischen Vielfalt Aserbaidschans widerspiegelt. Ein weites Spektrum an Gemüsesorten und frischen Gewürzen wächst in großem Stil auf dem Boden des Landes, darunter Koriander, Dill, Basilikum, Estragon und exotischere Gewächse.

Die günstige Lage am Kaspischen Meer erlaubt Aserbaidschan weiterhin, zahlreiche Fischarten frisch zu fangen, zuzubereiten und zu servieren. Besonders beliebt sind Stör, Lachs, Kaspischer Kutum (Rutilus Kutum), Sardinen, die Großkopfmeeräsche (Mugil Cephalus) und andere. International besonders geschätzt wird der schwarze Kaviar aus dem Kaspischen Meer, eine von Aserbaidschans größten Delikatessen. Die köstliche Ware darf nur in geringem Umfang exportiert werden, allerdings können Besucher vor Ort so viel davon kosten, wie sie möchten, solange ihr Geldbeutel es zulässt.

Weiterhin gelten Suppen in der aserbaidschanischen Küche als besonders beliebt, darunter auch einige Varianten, welche auf Joghurt basiert sind. Unter Fleischliebhabern gelten die vielen Variationen von Kebab- und Schaschlik-Gerichten als besonders schmackhaft. Eins der am meisten verbreiteten Gerichte in Aserbaidschan ist darüber hinaus Pilaw, auch Pilau, Pilaf oder Pilav genannt. Es handelt sich um ein ursprünglich orientalisches Gericht aus Reis, Zwiebeln, Brühe und Zutaten wie Fleisch, Fisch und Gemüse. Nach Vollendung einer wohlschmeckenden Mahlzeit trinken viele Menschen in Aserbaidschan gerne das Nationalgetränk, einen schwarzen Tee.

Fleischgerichte

Dolma

Die Spezialität Dolma besteht aus Weinblättern, welche mit Reis, Hackfleisch vom Lamm, Zwiebeln und Gewürzen gefüllt sind, darunter auch Nüsse. Sie wird häufig kalt als Vorspeise oder als Teil einer Mahlzeit mit verschiedenen Bestandteilen gegessen. Für die Zubereitung werden frische Weinblätter verwendet, denen die Stiele abgeschnitten werden. Nach dem Blanchieren der Weinblätter in kochendem Salzwasser werden sie zum Abtropfen auf ein Sieb gegeben, mit der gewünschten Füllung versehen und eingerollt. Zum Garen werden sie in Schichten gestapelt in einem Topf erhitzt.

Duschbara

Besucher Aserbaidschans sollten während ihres Aufenthaltes auf jeden Fall ein paar Duschbara probieren. Die kleinen Teigtaschen werden mit Fleisch und Beilagen gefüllt und gegart. Neben Fleisch zählen Zwiebeln, Tomaten und Gewürze in den meisten Fällen zur Füllung.

Pastırma

Die Fleisch-Spezialität Pastırma besteht aus gewürztem Rinder-Dörrfleisch, welches meist als kalte Vorspeise oder Teil eines Hauptgerichts dient.

Lavangi

Der wohlschmeckende Auflauf Lavangi besteht aus Hühnchen, welches mit Walnüssen und Kräutern zubereitet wird. Besonders im Süden des Landes erfreut sich Lavangi besonderer Beliebtheit.

Ljulja Kebap

Dieser Mix aus Hammel, Kräutern und Gewürzen um einen Schaschlikspieß wird häufig mit Lawasch serviert (dünnes Brot).

Tika Kebap

Hierbei handelt es sich um marinierte Lammstückchen in einem Mix aus Zwiebeln, Essig und Granatapfelsaft, welche auf einem großen Barbecue-Spieß zubereitet werden.

Fischgerichte

Balik

Bei der schmackhaften Delikatesse Balik handelt es sich um Stör (manchmal auch eine andere Fischsorte), welcher auf einem Spieß gegrillt und meistens mit einer Fruchtsoße serviert wird.

Fisch-Buglama

Buglama bezieht sich in Aserbaidschan auf die Art der Zubereitung und meint, dass ein Gericht mit wenig oder ohne Zugabe von Flüssigkeit langsam gekocht wird. Fisch-Buglama wird gerne mit frischem Gemüse und Kräutern serviert.

Fisch-Levenghi

Kaspischer Kutum oder Karpfen wird mit Walnüssen, Zwiebeln und Gewürzen im Ofen zubereitet, bis ein herzhafter Auflauf entsteht.

Suppen

Piti

Die Nationalsuppe von Aserbaidschan, Piti, besteht aus Hammelfleisch und Gemüse (meist Tomaten, Kartoffeln und/oder Kichererbsen), veredelt mit Safran.

Kufta Bosbasch

Die Erbsensuppe Kufta Bosbasch besteht aus Lammfleischbällchen und Kartoffeln. Die Fleischbällchen werden dabei aus gehacktem Lamm mit Reis und manchmal auch getrockneten Pflaumen hergestellt.

Sulu Kingal

Lammfleischsuppe mit Nudeln

Tojuk Schorbasi

Aserbaidschanische Hühnersuppe

Dowga

Eine Suppe, welche auf Jogurt basiert und mit Sauerampfer, Spinat und Reis sowie getrockneten Erbsen versehen wird, manchmal auch kleinen Fleischbällchen aus Hammelfleisch. Dowga wird im Winter heiß serviert, im Sommer häufig auch kalt.

Pilaw

Das weit verbreitete Gericht Pilaw gibt es in über 40 Variationen, wobei stets Reis die Basis bildet. Zu den beliebtesten Rezepten gehören Kurma Pilaw mit Hammelfleisch und Zwiebeln, Chilow Pilaw mit Bohnen und Fisch, Tojuk Pilaw mit Hühnchenfleisch, Schirin Pilaw mit getrockneten Früchten und Scheschrianch Pilaw, auch Sechsfarben-Pilaw genannt, bestehend aus Eiern, Zwiebeln und weiteren Zutaten.

Süßspeisen

Besonders beliebt unter Bewohnern von Aserbaidschan sind sehr süße, leicht klebrige, sirup-gesättigte Teiggebäckspezialitäten. Die wahrscheinlich bekanntesten Vertreter sind Baklava und Halva. In den meisten Fällen wird als Nachspeise frisches Obst entsprechend der Saison gereicht, darunter Kirschen, Aprikosen, Pflaumen und Trauben.

Baklava

Das Blätterteiggebäck Baklava wird mit einer süßen Füllung versehen, welche meist aus zerkleinerten Walnüssen, Mandeln und/oder Pistazien besteht. Baklava wird in Sirup aus eingekochtem Zuckerwasser eingelegt und vor dem Verzehr in eine Rautenform geschnitten. Besonders Kinder lieben diese zuckerige Spezialität. Zum Baklava gibt es häufig starken, schwarzen Mokka, welcher mit seinem leicht bitteren Geschmack einen willkommen Kontrast zu dem sehr süßen Teiggebäck bildet.

Halva

Die Basis dieser Süßspeise besteht aus einem Mus aus Ölsamen und Zucker (alternativ Glukosesirup oder Honig). Sie wird verfeinert durch Vanille, Kakao, Nüsse, Mandeln, Pistazien oder regional bedingte besondere Zutaten.

Getränke

Im islamisch dominierten Aserbaidschan nehmen alkoholische Getränke eher ein Nischendasein ein. Das Nationalgetränk ist schwarzer Tee und häufig wird Ayran getrunken, ähnlich wie in der Türkei.

Ein besonderes ortsübliches Getränk ist darüber hinaus Scherbet, ein süßer kalter Fruchtsaft, welcher mit Zucker und Gewürzen verfeinert wird. Es gibt viele Varianten von sehr dickflüssigem, marmeladeartigem Scherbet bis hin zu sehr dünnflüssigen Ausprägungen. Zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen zählen Zitrone, Granatapfel, Erdbeere, Kirsche und Aprikose.

Mineralwasser gilt darüber hinaus ebenfalls als beliebtes Getränk. Zu den orstsansässigen Marken gehören Aysu , Badamlı, Sirab, Tamiz und Qax.

Verhaltensregeln

Begrüßungen

Ähnlich wie andere Völker in der Kaukasusregion mögen Menschen in Aserbaidschan herzliche, freundschaftliche Begrüßungen sehr. Sie gehen dabei stärker aufeinander zu und praktizieren stärkeren Körperkontakt, als es bei Mitteleuropäern normalerweise der Fall ist. Befreundete Männer begrüßen sich mit „Salaam“, was „Frieden“ bedeutet und „Hallo“ meint, und geben sich häufig zunächst einen wonnevollen Handschlag, auf welchen ein Kuss auf die Wange folgt.

Fauen begrüßen

Frauen umarmen und küssen sich meist auf die linke Wange. Sie schütteln innerhalb ihrer Gesellschaft normalerweise keine Hände mit Männern, viele werden dies jedoch mit Besuchern aus anderen Ländern tun. Während Frauen aus Armenien und anderer christlicher Kaukasusvölker höflicherweise auf die ausgestreckte Hand des Mannes warten, sollten Männer in Aserbaidschan auf den ersten Schritt der Frau warten, oder auf den Handschlag verzichten. Strenggläubige Musliminnen werden prinzipiell die Hand eines unbekannten Mannes nicht berühren.

Höflichkeiten bei der Begrüßung

Es gehört zum guten Ton, sich bei einer Begegnung stets nach der Familie, der Gesundheit und dem Geschäftlichen zu erkundigen. Bei Personen gleichen Alters wird üblicherweise der Vorname verwendet, ohne dass es respektlos wirkt. Bei weniger Bekannten Personen, die eventuell besondere Respektpersonen sein könnten, kann aus Höflichkeit ein Titel an den Vornamen angehängt werden, meist bei Frauen „Hanum“ („Dame“) und bei Männern „Bey“ („Herr“). Jüngere Personen sollten die Begrüßung gegenüber älteren beginnen.

Geschenke

Innerhalb der aserbaidschanischen Kultur zählt der Gedanke hinter einem Geschenk mehr, als das eigentliche Geschenk. Wer zeigen kann, dass er sich ein wenig mit den Interessen, Gedanken und Vorlieben des Beschenkten auseinandergesetzt und dementsprechend ein passendes kleines Präsent gefunden hat, kann besonders punkten.

Größere Geschenke werden hauptsächlich an Geburtstagen und an Hochzeiten verschenkt, kleinere bei einer Einladung zu einem besonderen Essen. Wer von einer aserbaidschanischen Familie oder einem Ehepaar eingeladen wird, tut gut daran, ein paar Blumen oder Süßigkeiten für die Gastgeberin mitzubringen. Die Geschenke sollten eingepackt sein und idealerweise (mindestens bei einer Gelegenheit) aus dem Heimatland der schenkenden Person stammen oder einen besonderen Bezug zur beschenkten Person aufweisen.

Wenn eine überschaubare Anzahl Blumen verschenkt wird, sollte dies eine ungerade Zahl sein (gerade Zahlen werden bei Beerdigungen verwendet). Alkohol eignet sich im muslimisch dominierten Aserbaidschan nicht als Geschenk, es sei denn, man ist sich sicher, dass es zum einen dem Beschenkten gefallen wird und zum anderen niemand innerhalb der Personen, die es sehen können, ein Problem damit haben könnte.

Besucher Aserbaidschans sollten darüber hinaus wissen, dass es zur Höflichkeitskultur des Landes gehört, Geschenke zunächst ein oder zweimal abzulehnen, bevor sie letztendlich zögerlich angenommen werden. Besucher, welche die lokale Kultur ein wenig annehmen wollen, sollten Geschenke dementsprechend nicht unverzüglich an sich nehmen, sondern ausdrücken, die Gabe sei zu wertvoll und der Schenkende hätte sich nicht solche großen Mühen machen sollen. Darüber hinaus sollten Geschenke nicht unverzüglich geöffnet werden, sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Zum guten Ton gehört es weiterhin, ein Geschenk nach einer Weile mit einem mindestens gleichwertigen Geschenk zu erwidern.

Kleidung, Dresscode

In einem freundschaftlichen Umfeld müssen sich Besucher nicht zu förmlich kleiden. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass nicht zu enge Kleidung getragen wird und nicht zu viel Haut zur Schau gestellt wird, besonders bei Damen. Auch in einem privaten Umfeld sollten Schultern, Ellenbogen und Knie bedeckt sein.

Tischsitten

Grundsätzlich gestaltet sich das Verhalten am Tisch recht formell. Die Hände sollten über der Tischkante bleiben und die Ellenbogen darunter. Wer nicht genau Bescheid weiß, wie er sich verhalten sollte, orientiert sich am besten an den anderen Teilnehmern an der Tafel. Gäste sollten stehen bleiben, bis sie gebeten werden, sich zu setzen, nicht selten auf einen bestimmten für sie vorgesehenen Platz. Das Essen wird traditionell von der Gastgeberin oder ihren Helfer(innen) serviert. Ältere Menschen bekommen zuerst, danach die Gäste und zum Schluss die Kinder. Die linke Hand gilt prinzipiell als unsauber und sollte daher nicht benutzt werden, um zu essen oder Essen weiterzureichen.

Schuhe ausziehen

Beim Besuch von Menschen aus Aserbaidschan in ihrem Privathaus sollten Besucher ihre Schuhe ausziehen. In einigen Fällen werden Hausschuhe zur Verfügung gestellt. Egal wie viele Personen vor Ort sind, es sollte jeder einzeln und aufrichtig begrüßt werden.

Pünktlichkeit

Bei einer Verabredung im Privathaus eines Gastgebers wird die Zeit häufig recht großzügig ausgelegt. Ein Erscheinen bis zu 30 Minuten nach der vereinbarten Zeit gilt üblicherweise noch als gesellschaftlich akzeptiert. Im Geschäftsleben werden grundlegende, wichtige Entscheidungen selten sehr schnell getroffen, sondern meist – wenn überhaupt – erst nach zähen Verhandlungen.

Sprache und Verständigung

Die offizielle Sprache in Aserbaidschan ist Aserbaidschanisch, eine Turksprache, welche dem Türkischen sehr nahe ist. Wer mäßig bis gut Türkisch sprechen kann, wird sich auch mit Einheimischen Aserbaidschans in dieser Sprache verständigen können, auch wenn es sich empfiehlt, eher einfache türkische Worte zu benutzen, langsam zu sprechen und seine Aussage geduldig zu wiederholen.

Traditionell gilt Russisch als Lingua Franca und wird von den meisten Menschen beherrscht, die noch zu Sowjet-Zeiten geboren wurden. Russisch verliert jedoch an Bedeutung und wird stetig durch Englisch ersetzt. Besonders in Baku wird Englisch von vielen Menschen gesprochen und verstanden, insbesondere in Hotels und an Orten, welche von westlichen Besuchern frequentiert werden.

Wie auch in anderen Ländern, können Reisende in Aserbaidschan damit punkten, wenn sie ein paar Worte und Ausdrücke in der Landessprache sprechen können. Seit 1991 wird Aserbaidschanisch in einer Schrift geschrieben, welche auf dem lateinischen Alphabet basiert.

Aserbaidschanisch

Aussprache

Die Aussprache der meisten Buchstaben erfolgt ähnlich wie im Deutschen. Nennenswerte Ausnahmen sind die folgenden.
C: wie „J“ in „Job“.
Ç: wie „CH“ in „Chat“.
Ə: wie „Ä“
Ğ: wie „R“
X: wie „K“
I: wie ein kurzes „A“
İ: wie „I“
J: wie J in „déjà vu“.
Q: wie K in „Katar“ (im Hals gesprochen)
Ö: wie „Ö“ in „Öl“
R: gerolltes „R“
S: scharfes „S“ wie in „Sound“
Ş: wie „SCH“
Ü: wie „Ü“ in „Übung“
V: wie „W“ in „Wagen“
Y: wie „Y“ in „Yeti“
Z: wie „S“ in „Sand“

Einfache Ausdrücke

Hallo Salam / Salam əleyküm
Wie geht’s dir? Necəsən?
Wie geht’s Ihnen? Necəsiniz?
Alles OK (ugs.)! Yaxşıyam, çox sağol.
Alles OK (formell)! Yaxşıyam, çox sağolun.
Gut Yaxşı
Schlecht Pis
Wie heißt du? Sənin adın nədir?
Wie heißen Sie? Sizin adınız nədir?
Mein Name ist… Mənim adım…
Danke Təşəkkür edirəm.
Ja (formell) Bəli
Nein (formell) Yox
Ja (ugs.) Hə
Nein (ug.) Xeyr
Auf Wiedersehen Sağolun / Görüşənədək
Ich verstehe nicht Başa düşmürəm
Guten Morgen Sabahın xeyir.
Guten Abend Axşamın xeyir.
Gute Nacht Gecən xeyrə qalsın.
Bus avtobus
Zug qatar
Taxi Taksi

Tage

Montag bazar ertəsi
Dienstag çərşəmbə axşamı
Mittwoch çərşəmbə
Donnerstag cümə axşamı
Freitag cümə
Samstag şənbə
Sonntag bazar

Zahlen

1 bir
2 iki
3 üç
4 dörd
5 beş
6 altı
7 yeddi
8 səkkiz
9 doqquz
10 on
11 on bir
12 on iki
13 on üç
14 on dörd
15 on beş
16 on altı
17 on yeddi
18 on səkkiz
19 on doqquz
20 iyirmi
30 otuz
40 qırx
50 əlli
60 altmış
70 yetmiş
80 səksən
90 doxsan
100 yüz
1000 min

Nachtleben, Nightlife, Party

Das beste Nachtleben in Azerbaijan findet in der Hauptstadt Baku statt. Zahlreiche Kneipen, Bars, Restaurants und andere Lokalitäten mit Livemusik sowie Clubs und Diskotheken im westlichen Stil laden zum Ausgehen, Feiern und Tanzen bis in die Morgenstunden ein, wobei die Preise für Eintritt und Getränke grundsätzlich günstiger ausfallen als in westlichen Ländern. Es folgt eine Zusammenstellung von Bars und Clubs, die von Expats und modernen Bewohnern Aserbaidschans besucht werden. Einige befinden sich in Hotels, werden allerdings auch von Gästen frequentiert, welche nicht im entsprechenden Hotel übernachten. Neben vielen anderen Bars und Kneipen ist Finnegan’s Irish Pub ein guter Ort, um andere Reisende und Expats zu treffen.

Irish Pubs
Finnegan’s Irish Pub
8 Alizadeh, 1005 Baku
Tel.: +994 12 4986564

O’Malley’s (1)
16 Z.Tagiyev Str., Baku
Tel.: +994 12 4986444, +994 50 7164494

O’Malley’s (2)
73 Ganjavi, Nasimi, AZ1005 Baku
Tel.: +994 12 4984332

Bars und Pubs
Sky Bar & Lounge (im Landmark Hotel)
The Landmark Hotel, 90A Nizami Street, AZ1010 Baku
Tel.: +994 12 4652000

360 Bar (im Hilton Hotel)
1B Azadlig Avenue, AZ1000 Baku
Tel.: +994 12 4645000

Phoenix Bar
Yusif Mammadaliyev Str., Baku
Tel.: +994 12 3059090

Pub William Shakespeare
6, Mardanov Gardashlari Street, Baku
Tel.: +994 12 4989121

Lancaster Gate Bar
9 Aziz Aliyev Str., AZ1000 Baku
Tel.: +994 12 4975577

Beluga Bar – Park Hyatt
1033 Izmir Str., AZ1065 Baku
Tel.: +994 12 4961234

Caspian Bar – Grand Hotel Europe
1025/30 Tbilisi Avenue, AZ1078 Baku
Tel.: +994 12 4907090

7 Beers Bar and Grill
10 A.Alakbarov Str. AZ1073 Baku
Tel.: +994 50 2146117

Clubs
Amburan Beach Club
Bilgah Settlement, Baku
Tel.: +994 12 4538685, +994 12 4538684

White Beach Club
Novkhani, AF Hotel Aquapark, AZ 0119 Baku
Tel.: +994 55 6763636

Megapolis Club
Bakikhanov Ave 19, AZ1022 Baku
Tel.: +994 50 5505051

Capitol Night Club
Hotel Azerbaijan, 1 Azadlig Avenue, Baku
Tel.: +994 12 4934280, +994 50 2160433

Tower Club
74 Uzeyir Hacibeyov, Baku
Tel.: +994 12 5988866

Sonstiges
Opera Lounge, Hookah Bar & Restaurant
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Reise-und Sicherheitshinweise

Bergkarabach (Nagorno-Karabach)

Bergkarabach

Bergkarabach Karte

Das Gebiet, welches auf den meisten Landkarten als Teil von Aserbaidschan dargestellt wird, steht nicht unter der Kontrolle des Landes und kann nur von Armenien aus bereist werden. Es wird von Reisen in diese Region sowie in nahe gelegene Gebiete abgeraten, die ebenfalls unter armenischer Kontrolle stehen, darunter Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar.

An diesen Orten muss mit Landminen gerechnet werden und gelegentliche Schusswechsel sind an der Tagesordnung. Grundsätzlich ist im gesamten Grenzgebiet zwischen Armenien und Aserbaidschan mit Beschuss zu rechnen, auch an der Grenze zur westlich von Armenien gelegenen Exklave Nachitschewan.

Kriminalität

Die Sicherheitslage in Aserbaidschan kann als vergleichsweise gut beschrieben werden, wobei die Kriminalitätsrate insgesamt niedrig liegt. Reisende sollten jedoch auch in diesem Land die international üblichen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Dazu gehört, nicht im Alleingang zu dunkle und zu abgelegene Orte zu besuchen, Wertsachen nicht zu offensichtlich zur Schau zu stellen, sich eher defensiv zu verhalten, die lokale Kultur zu respektieren und Konflikte grundsätzlich zu meiden.

Ausweiskontrollen

Reisende sollten stets ihren Reisepass oder eine Kopie davon bei sich führen, da Ausweiskontrollen bei Ausländern an der Tagesordnung sind.

Mitnahmemengen

Bei der Ausreise aus Aserbaidschan dürfen nur bestimmte Mengen verschiedener Waren mitgenommen werden. In einigen Fällen sind Ausnahmegenehmigungen möglich, prinzipiell gilt jedoch, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Mengen nicht überschritten werden sollten.

Die Maximalmengen liegen bei drei Liter alkoholische Getränke, drei Stangen Zigaretten, 125g Kaviar und Bargeld im Wert von (umgerechnet) 1000 USD. Gold darf bis zu einem Wert von 1000 USD kostenlos ausgeführt werden, auf darüber liegende Mengen fallen 1,5% Ausfuhrzoll. Prinzipiell alle Waren, welche mehr als 50kg wiegen und einen Wert von mehr als 1000 USD haben, müssen zollpflichtig deklariert werden und es erfolgt ein Ausfuhrzoll in Höhe von 1,5%. Bestimmte Kunstgegenstände und Antiquitäten können nur mit einer entsprechenden Erlaubnis, die bei Bedarf vom Kulturministerium erteilt werden kann, ausgeführt werden.

Die Einfuhr von Bargeld ist unbegrenzt möglich. Bei der Ausreise muss jedoch der Verbleib der Geldmittel nachgewiesen werden.

Fotografieren

Reisende sollten beachten, dass es verboten ist, militärische Anlagen zu fotografieren.

Prostitution

Die Prostitution trägt in Aserbaidschan den Status der Ordnungswidrigkeit. Zuwiderhandlungen können Ermahnungen und/oder Geldstrafen zur Folge haben.

Gesundheit

Krankenversicherung

Vor einer Reise nach Aserbaidschan sollten Besucher des Landes eine Auslandskrankenversicherung abschließen, welche in diesem Land gültig ist. Zusätzlich wird dringend empfohlen, dass diese Versicherung eine Reiserückholversicherung miteinschließt. Andernfalls können im Ernstfall große Probleme und hohe Kosten auf den Betroffenen zukommen.

Vorbereitung / Impfungen / Reiseapotheke

Personen, welche auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollten diese bei einer Reise nach Aserbaidschan in ausreichender Menge mit sich führen. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass bestimmte Substanzen unter Umständen für eine Einfuhr nach Aserbaidschan nicht zugelassen sein könnten. Es wird empfohlen, bei Bedarf im Vorfeld des Aufenthalts in Aserbaidschan mit der zuständigen Botschaft oder einem Konsulat Kontakt aufzunehmen, um entsprechende Fragen zu klären.

Darüber hinaus wird besonders für Menschen, die zu Beschwerden neigen, der Gang zum Hausarzt oder einem Reisemediziner empfohlen, um mögliche Risiken zu minimieren. Dabei sollte auch der eigene Impfschutz überprüft werden. Die auch für das gewöhnliche Leben in Deutschland, Österreich oder der Schweiz empfohlenen Impfungen sind grundsätzlich noch wichtiger bei einem Aufenthalt in Aserbaidschan. Zu den gängigen Schutzmaßnahmen gehören die Impfungen gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Polio und Hepatitis A (Auffrischungsintervall üblicherweise alle 10 Jahre). Bei längerem Aufenthalt oder besonderem Kontakt mit Erregern, empfehlen sich auch Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut.

Medizinische Versorgung in Aserbaidschan

In Baku gibt es eine akzeptable medizinische Versorgung, im Rest des Landes ist die Lage jedoch eher unterdurchschnittlich bis sehr schlecht.

Im Bedarfsfall kann in Baku eine „SOS-Klinik“ kontaktiert werden, in welcher Englisch sprechende Ärzte arbeiten. Die Anschrift ist folgende.
International SOS
Yusif Safarov St 1
Khatai District
Baku, AZ 1014
Tel.: +99412 489 54 71, +99412 493 50 03,
+99412 493 73 54, +99412 493 57 33;
Mobil: +99412 50 212 69 21

Bei zahnärztlichen Notfällen eignet sich die Praxis von
Dr. Erdal Vural
Mamadaliyev küc. 17
Baku AZ 1005
Tel: +99412 498 96 98
Fax: +99412 493 73 87

Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsichtsmaßnahmen aus Rücksicht auf die eigene Gesundheit sollten in Aserbaidschan praktiziert werden, da die hygienischen Verhältnisse vor Ort deutlich unter dem Niveau von Mitteleuropa liegen. Die Übertragung von Viren und Bakterien, welche Krankheiten auslösen, ist keine Seltenheit. Leitungswasser sollte in keinem Fall getrunken werden.

Auch der Verzicht auf Eiswürfel aus fremder Hand wird Reisenden nahegelegt. Besondere Vorsicht ist geboten bei Speisen, welcher unter freiem Himmel zubereitet und verkauft werden. Obst sollte vor dem Verzehr stets sehr heiß gewaschen werden. Darüber hinaus können Krankheiten durch den Verzehr von ungekochtem Essen ausgelöst werden, beispielsweise bei Salaten, welche mit Mayonnaise zubereiteten wurden. Heiße Getränke sind weniger bedenklich, kalte sollten jedoch nur aus verschlossen gekauften Behältern getrunken werden.

Malaria

Aserbaidschan ist weitgehend malariafrei, jedoch im Grenzgebiet zum Iran, dem südlichen Teil des Landes, im Nordosten, der Khachmas-Region, sowie in der Umgebung von Baku besteht ein potentielles Risiko. Baku selbst gilt als unbedenklich bezüglich Malaria. Die Krankheit kann auch erst Wochen oder Monate nach einem Aufenthalt in Aserbaidschan auftreten. Daher sollten entsprechende Symptome, die leicht mit einer einfachen Grippe verwechselt werden können, in jedem Falle ernst genommen werden.

Tollwut

In weiten Teilen Aserbaidschans besteht eine erhöhte Gefahr von Tollwut, auch in den Städten, insbesondere durch streunende Hunde. Wer von unsauberen Tieren gebissen wird oder eine offene Wunde hat und zu nah in Kontakt kommt mit potentiellen Überträgern, sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen, insbesondere, wenn keine Impfung vom Vorfeld durchgeführt wurde.

Durchfallerkrankungen

Reisende sollten sich bei einem Aufenthalt in Aserbaidschan darauf einstellen, dass es landesweit ein hohes Risiko von Darminfektionen und Durchfallerkrankungen gibt.